•^^
'^^■-A
.'^^"
i^*^
C^^>^
1^
' ^\
I
JAHRESBERICHT
ÜBER DIE
ERSCHEINUNGEN AUF DEM GEBIETE
DER
GEEIAHSCHE]^ PHILOLO&IE
HERAUSGEGEBEN
VON DER
GESELLSCHAFT FÜR DEUTSCHE PHILOLOGIE
IN BERLIN
SECHSUNDDREISSIGSTER JAHRGANG
1914
LEIPZIG
0. K ßEISLAND
1916
1 o3n
3"z5
3 W ^ "34=
Vorwort.
Auch im 2. Kriegsjahr ist ein weiterer band, der 36. unseres
Jahresberichts fast zur gewohnten zeit fertiggestellt worden, ob-
wohl mancherlei Schwierigkeiten und hemmungen, teils wegen der
einberufung von mitarbeitern, teils infolge der allgemeinen zeit-
verhältnisse zu überwinden waren, für den zu beginn seiner arbeit
für die abteilung 'Englische literatur' eingezogenen herrn R. Röhmer
ist der vinterzeichnete in die lücke eingesprungen, der bearbeiter
der abteilung 'Hochdeutsche mundarten', herr H. Teuchert, der Vis
Oberleutnant im felde steht und deswegen seinen beitrag für den
band 35 nicht senden konnte, hat ihn während eines Urlaubs nach-
geliefert und zu gleicher zeit die abteilung X für das jähr 1914
fertiggestellt, die korrekturbogen hat er an der front gelesen,
die abteilung 'Englische spräche' hat der in Amerika vom krieg
überraschte und dort als dozent an der Universität New Haven
tätige herr G. Kartzke bearbeitet, wenn die beiden abteilungen
'Englische spräche' und 'Englische literatur' mancherlei lücken
aufweisen, so ist das in der Schwierigkeit, das gesamte material
in der gegenwärtigen zeit zu beschaffen, begründet, diese Schwierig-
keit besteht auch für die Vereinigten Staaten, da dort wegen der
erheblichen Verteuerung des paketportos weniger bücher als sonst
gekauft werden. auch die abteilung 'Runenkunde' hat unter der
Ungunst der kriegslage zu leiden gehabt, während die korrektur-
bogen nebst dem manuskript auf dem wege zum bearbeiter waren,
lY Vorwort.
wurde Czernowitz aufs neue von den Russen besetzt, der unter-
zeichnete hat die korrektur, so gut es mit fremden manuskript
ging, gelesen und bittet um nachsieht für einige lücken. die
abt. Xin, 'Friesische spräche', ist vom bearbeiter nicht recht-
zeitig fertiggestellt worden, da er längere zeit seinem Wirkungs-
kreis durch vortrage an der Ostfront entzogen war. im übrigen
hat sich die Ungunst der Zeitverhältnisse für die wissenschaftliche
Produktion in diesem bände noch nicht geltend gemacht, da er
ebenso umfänglich wie der vorjährige geworden ist. leider haben
wir infolge der bedeutend gestiegenen Unkosten für satz, buch-
binderarbeit und papier den preis des bandes im buchhändlerischen
verkauf erhöhen müssen, hoffen aber, wenn die Weltlage wieder
normal geworden sein wird, zum alten preis zurückkehren zu können.
Für die gesellschaft für deutsche philologie
die redaktion des Jahresberichts :
Dr. Sigmund Feist.
Berlin, im august 1916.
N. 54, Weinbergsweg 13.
der vorstand besteht aus den herren:
Realgymnasialdirektor prof. dr. G. Boetticher, NO. 18, Elisabeth-
straße 57/58 (versitzender);
Oberlehrer prof. dr. J. Bolte, SO. 26, Elisabeth-Ufer 37 (Schrift-
führer) ;
Oberlehrer dr. H. Lohre, Berlin-Pankow, Breitestr. 15 (Schatz-
meister).
Drnckfehlerberichtigungen im Teil I:
s. 71, nr. 114 lies Braungart st. Baumgart.
s. 157, nr. 47 lies Bähnisch st. Böhmisch,
s. 199 ist bei zeile 13 statt nemet szäsz zu lesen,
s. 201 sind die ersten 13 zeilen v. o. an die spitze von s. 200 zu setzen.
s. 209 ist zeile 4 von unten Nordalemannisch wegzulassen.
8. 210 ist zeile 12 von oben vor das wort Schwäbisch Nord-
alemannisch einzusetzen.
Inhalt.
(Die ausführliche gliederung der einzelnen abteilungen befindet sich an
ihrem köpfe.)
I. Teil.
A. Allgemeines.
Seite
I. Geschichte der germanischen philologie (J. Luther) 1
IL Vorgeschichte und frühgeschichte (S. Feist) . . . 19
III. Allgemeine Sprachwissenschaft und allgemeine ver-
gleichende Literaturgeschichte (F. Hartmann,
G. Boetticher) 52
B. Sprache und literatur.
IV. Gotisch (S. Feist) 90
V. Deutsch in seiner gesamtentwickelung (S. Feist,
P. Habermann, G. Boetticher) 93
VI. Althochdeutsch (K. Helm) 102
VII. Mittelhochdeutsch (K. Helm, G. Boetticher) . . 109
Vin. Neuhochdeutsche spräche (S. Feist) 151
IX. Neuhochdeutsche Kteratur bis 1624 (J. Bolte,
J. Luther) 167
X. Hochdeutsche mundarten, 1913 u. 1914 (H. Teuchert) 191
XL Niederdeutsch (W. Seelmann) 226
Xn. Niederländisch (C. H. Ebbinge-Wubben) .... 239
Xni. Friesisch (fällt aus)
YJ Inhalt.
11. Teil.
Seite
XIV. Nordisch (Justus Lundberg) 1
XV. Englische spräche (G. Kartzke) 38
XVI. Englische literatur (R. Röhmer, S. Feist). . . . 56
XVII. Volksdichtung (J. Bolte) 87
C. Hilfswissenschaften.
XVm. Mythologie und sagenkunde (Wolf v. Unwert h) . 108
XIX. A. Runenkunde (Th. v. Grienberger) .... 125
B. Schriftkunde (S. Eeist) 137
XX. Mittellatein und Humanismus (R. Wolkan) . . . 137
Autorenregister 162
Sachregister 204
Abkürzungen
für die häufiger angeführten Zeitschriften;
t. =
AdB.
AfdA.
Alem.
Allg. Littl.
AJPhil.
Archiv
Arkiv
AKultG.
ARelW.
Berl. ph. "wschr.
BfGw.
Beitr.
BoStud.
BSL.
BZfEw.
Cbl.
CMF.
Dansk h
DdVl.
DE.
DLz.
EETS.
ESt.
Euph.
GgA.
GßMon.
Hist. jb.
Hist. Viert js.
Hist. zs.
Idg. anz.
Idg. forsch.
JEGPhil. =
JbdShG. =
Jsb. =
JbEls.-Lothr. =
Kbl. =
Kbl.f.ADthr. =
Kbl.Ges.Ver. =
KblSiebLk. =
LE. =
Litbl. =
= Allgem. deutsche biographie.
= Anzeiger für deutsches altertum.
= Alemannia.
= Allgemeines literaturblatt.
= American Journal of philology.
= Archiv für das Studium der neueren sprachen.
= Arkiv för nordisk filologi.
== Archiv für kulturgeschichte.
= Archiv für religionswissenschaft.
= Berliner philologische Wochenschrift.
= Blätter für das gymnasialschulwesen.
= Beiträge zur geschichte der deutschen spräche und
literatur.
= Bonner studicu zur en8,iischen philologie.
= Bulletin de la societe de linguistique.
= Bairische Zeitschrift für realschulwesen.
= Literarisches zentralblatt.
Casopis pro moderni filologii.
Dansk historisk tidsskrift.
= Das deutsche Volkslied.
= Deutsche erde.
= Deutsche literaturzeitung.
= Early English text Society.
= Englische Studien.
= Euphorion.
= Göttingische gelehrte anzeigen.
= Germanisch-romanische monatsschrift.
= Historisches Jahrbuch der Görresgesellschaft.
= Historische vierteljahrsschrift.
= Historische Zeitschrift.
= Anzeiger für indogermanische Sprachkunde.
= Indogermanische forschungen.
= Journal of English and Germanic philology.
= Jahibuch der deutschen Shakespeare-gesell'ichaft.
= Jahresbericht über die erscheinungen auf dem gebiete
der germanischen philologie.
Jahrbuch für geschichte, spräche und literatur Elsaß-
Lothringens.
ßömisch-germanisch es korrespondenzblatt.
Korrespondenzblatt der deutschen gesellschaft für
anthropologie, ethnologie und Urgeschichte.
Korrespondenzblatt des gesamtvereins der deutschen
geschichts- und altertums vereine.
Korrespondenzblatt des Vereins für siebenbürgische
laudeskunde.
Literarisches echo.
Literaturblatt für germ. und roman. philologie.
vm
Abkürzungen.
Litbl.Fftr.Zg. = Literaturblatt der Frankfurter zeitung.
LitRundschau = Literarische rundschau für das katholische Deutschland.
Mannus = Mannus, Zeitschrift für Vorgeschichte.
MLN. = Modern lauguage uotes.
MLR. = Modern language review.
MPhil. = Modern philology.
MSchlesVk. = Mitteilungen des Vereins für schlesische Volkskunde.
MSL. = Memoires de la societö de linguistique.
Mtbl. = Monatsblätter.
Mtschr. = Monatsschrift für höhere Schulen.
Münch.Beitr. = Münchner Beiträge zur romanischen und englischen
Philologie.
Museum := Museum. Maandblad voor philologie en geschiedenis .
Nd. jb. = Jahrbuch d. Vereins für niederdevTtsche Sprachforschung.
Nd. kbl. = Korrespondenzbl. d. Vereins f. niederd. Sprachforschung.
NJb. = Neue Jahrbücher für das klassische altertum etc.
Norsk h. t. = Norsk historisk tidsskrift.
NQ. = Notes and Queries.
KSpr. = Die neuerpu sprachen.
NTfFil. = Nordisk tidskrift for filologi.
PMLAss. = Publications of the modern language association of
America.
Pal. = Palaestra.
Polyb. = Polybiblion.
Praehist.Zs. = Praehistorische Zeitschrift.
QF. = Quellen und forschungen zur sprach- und kultur-
geschichte der germ. Völker.
Rev. germ. = Revue germanique.
StudonglPh. = Studien zur englischen philologie.
Svensk h. t._ = Svensk historisk tidskrift.
Sven.sk h. t. Ö. = Svensk historisk tidskrift, öf versikter og granskningar.
Theol. Iz. = Theologische literaturzeitung.
Tijdschr. = Tijdschrift voor nederlandsche taal- en letterkunde.
Voss. ztg. = Vossische zeitung.
Westd. zs. = Westdeutsche Zeitschrift für geschichte und kunst.
Wien.Beitr. = Wiener beitrage zur englischen philologie.
WS. = Wörter und Sachen.
Wschr. = Wochenschrift für klassische philologie.
ZfdA. := Zeitschrift für deutsches altertum.
ZfdMa. = Zeitschrift für deutsche mundarten.
ZfdPh. = Zeitschrift für deutsche philologie.
ZfdU. = Zeitschrift für den deutschen Unterricht.
ZfdWortf. = Zeitschrift für deutsche w^ortforschung.
ZfrenglU. = Zeitschrift für französischen und englischen Unterricht.
ZfG-w. == Zeitschrift für das gymnasialwesen.
ZföG. = Zeitschrift für die österreichischen gymnasien.
ZfRw. = Zeitschrift für realschulwesen.
ZfrhwV. = Zeitschrift für rheinisch- westfälische Volkskunde.
ZfvglLg. = Zeitschrift für vergleichende literaturgeschichte.
ZfvglSpr. = Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung.
ZfVk. = Zeitschrift des Vereins für Volkskunde.
ZSprV. = Zeitschrift des allgem. deutschen Sprachvereins.
Erster Teil.
I. Geschichte der germanischen Philologie.
A. Biographie. — B. Enzyklopädie und bibliographie.
A. Biographie.
1. Biographisches Jahrbuch und Deutscher nekrolog. hrsg.
von Anton ßettelheim. bd. 16. vom 1. Januar bis 31. dezember
1911. Berlin, G. Reimer. 1914. IV,367 s., 88* sp. 12 m.
Andree; vgl.Jsb. 1912,1,6. — 2. [Aug.] He ydenr eich, Richard
Andree (1835—1912). Braunschweigische heimat 3(1912), 98.
Arnim; vgl. Jsb. 1913,1,2. — 3. Hermann Dreyhaus, Nie-
buhr und Achim von Arnim, mit zwei ungedruckten briefen Nie-
buhrs. Preuß. Jbb. bd. 157(1914),356— 362. — behandelt Arnims
Verhältnis zu Niebuhr, das infolge der beiderseitigen tätigkeit am
Preußischen korrespondenten unerquicklich wurde und zum bruch
führte.
Beauchet. 4. (Marie-rrancois-)Ludovic Beauchet, ehemal.
Professor an der rechtsfakultät zu Nancy, f 1914. Zs. d. Sav.-stiftg.
f. rechtsgesch. bd, 35(1914), germ. abt. s. 647. — B. arbeitete
über nordische und fränkische rechtsgeschichte.
Brahm. 5. Otto Brahm. kundgebungen zu seinem gedenken.
hrsg. von Willi Simon. Berlin, F. Lehmann. 1913. 149 s. mit
4 bildn. 2,50 m.
6. Otto Brahm, Kritische Schriften, s. u. abt. 1,104.
Brandes. 7. Conr. Simonsen, Georg Brandes, moderner
geist in Dänemark, vom vf. bearb. u. autoris. deutsche ausgäbe
in Übertragung von Alfr. Voigt. Leipzig, Hammer-verlag. 1914.
204 s. 2,50 m.
Brunner. 8. Kgl. preußische akademie der Wissenschaften,
adresse an herrn Heinrich Brunner zum fünfzigjährigen doktor-
jubliäum am 8. april 1914. SB. 1914,1,523—525.
Cederschiöld. 9. Svenska studier tillägnade Gustav Ceder-
schiöld s. u. abt. 1, 105.
Bahn; vgl. Jsb. 1913,1,6. — 10. Felix Dahn. Jb. d. k.
bayer. akad. d. wiss. 1912 (München 1913), 106.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 1
2 I. Geschichte der germanischen philologie.
11. Theodor Siebs, Felix Dahn und Josef Scheffel, mit
10 noch unbekannten briefen Scheffels an Dahn, Breslau,
W. Q. Korn. 1914. 32 s. 0,80 m.
Dilthey; vgl. Jsb. 1912,1,19. — 12. Wilhelm Dilthey, Jb.
d. k. bayer.'akad. d. wiss. jahrg. 1912 (München 1913), 92.
13. W. Diltheys Gesammelte Schriften, s. u. abt. 1,106.
Ebert. 14. Richard Bürger, Brunsvicensien aus Fr. Ad.
Eberts briefwechsel. (Festschrift f. Paul Zimmermann zur Vollen-
dung seines 60. lebensjahres. Wolfenbüttel 1914. s. 231 — 245.)
Fischer, 15, Therese v. Helldorf, Aus Kuno Fischers
letzter Heidelberger zeit. Deutsche Revue 38(1913),IV, s. 248 — 252.
Flügel. 16. Friedrich A. Wyneken, Ewald Flügel (1863—
1914), prof. an der Leland Stanford Junior Universität. DE. 13
(1914/15),141 f.
FÖrstemanil. 17. Ernst Friedrich Förstemann, Ernst
Wilhelm Förstemann (1822 — 1906). in: Ernst Förstemann, Alt-
deutsches namenbuch. bd. 2. 3. aufl., hrsg. v. Hermann Jelling-
haus (Bonn 1913), s. III — XXI, mit bildnis. — 'aus der fülle des
Stoffes der vom vater hinterlassenen Selbstbiographie' greift der
söhn das wesentliche heraus, um ihm an der spitze des von ihm
begründeten werkes ein denkmal zu setzen.
Franck. 18. H. Teuchert, Johannes Franck (1854— 1914),
Professor in Bonn, f. ZfdMa. 1914,188. — ferner: AfdA. 37
(1914),64; Litbl. 35(1914), 102; s. a. unter abt. 1, 103: bericht der
Deutschen kommission.
Freytag; vgl. Jsb. 1913,1,12 f. — 19. Curt Classe, Gustav
Frpytag als politischer dichter. Hildesheim 1914. Diss. phil.
Münster. 107 s.
20. Rudolf Pechel, Frey tag und Stosch. Das lit. echo
16(1913/14),86 — 91. im anschluß an 'Gustav Freytags briefe an
Albrecht von Stosch, hrsg. von H. F. Heimelt. 1913'. — be-
eprechungen dieses werkes geben ferner: Otto Kaemmel, NJbb.
17(1914), bd. 33,141—144; Hermann Oncken, Preuß. Jbb. bd. 155
<1914),148— 151.
Genee; vgl. Jsb. 1913,1,15. — 21. Prof. dr. Rudolf Gen^e,
literarhistoriker, (1824—1914), f- Litbl. 35(1914),142.
Goedeke. 22. Karl Goedeke. LE. 16(1913/14),1124.
GÖrres; vgl. Jsb. 1913,1,16 ff. — 23. Johannes Uhlmann,
Joseph Görres und die deutsche einheits- und Verfassungsfrage
bis zum jähre 1824, dargestellt auf grund seiner geschichts-philo-
sophischen und staatstheoretischen anschauungen. Leipzig, Quelle &
Meyer. 1912. X,155s. 5,20 m. (Leipziger histor. abhandlungen. 32.)
— rec. Karl Bauermeister, Hist. jb. 35(1914),619— 626.
I. A. Biographie. 3;
24. Otto Tschirch, Joseph Görres, der Rheinische Merkur
und der preußische staat. Preuß. Jbb. bd. 157(1914),225— 247.
25. Paul Wentzcke, Josef Görres und das Elsaß. Zs. f.
d. gesch. d. Oberrheins 68 (n. f. 29; 1914), 304—319. —bespricht
u. a. Hermann Grauert, Görres in Straßburg (Görres-Ges. z. pflege
der Wissenschaft im kathol. Deutschland. III. vereinsschrift f. 1910).
Köln, J. P. Bachem. 1910. 120 s. 1,80 m.
26. Alfons Schagen, Josef Görres und die anfange der
preußischen Volksschule am Rhein 1814 — 1816. 1913. — vgl. Jsb.
1913,1,20. — rec. V. Müller, Hist. zs. 113 (3. f. 17; 1914), 219f.
— die ersten drei bogen erschienen als Bonner dissertation u. d. t. :
A. Seh., Schule und Unterricht während der provisorischen preußi-
schen Verwaltung der Rheinlande 1814 — 1816. mit besonderer
berücksichtigung der tätigkeit von Josef Görres als dir. des öffent-
lichen Unterrichts.
Gottsched; vgl. Jsb. 1913,1,22 f. — 27. Eugen Reichel,
Gottsched als padagog. [1.] Berlin, Gottsched-verlag [1914J. VIII
u. s. 1—48.
28. Eugen Reichel, Gottsched, bd. 2. 1912. — vgl. Jsb.
1912,1,29. — rec. Gotthard Winter, ZsdADSprV. 29(1914),415 f.
Grimm; vgl. Jsb. 1913,1,24 ff. — 29. Fritz Kabilinski,
Jakob Grimm als romanist. ein beitrag zur geschichte der roma-
nischen Philologie in Deutschland, Gleiwitz 1914, Diss. phil.
Greif swald. XIII, 7 3 s.
Gröber; vgl. Jsb. 1912,1,37. — 30. Heinrich Schneegans,
Gustav Gröber, Universitätsprofessor der romanischen philologie
(1844—1911). BJb. 16,226 f.
Harnack. 81. Otto Harnack (1857—1914) f. AfdA. 37
(1914),64; Litbl. 35(1914),190; Zs. d. Sav.-stiftg, f. rechtsgesch.
bd. 35(1914), germ. abt. s. 646.
Hehn; vgl. Jsb. 1913,1,28. — 32. Theodor Schiemann,
Victor Hehn und Alexander Bakunin vor der III. abteilung. Zs.
f. osteurop. gesch. 4(1 914), 76 — 78. 'aus der höchsteignen biblio-
thek des kaisers von Rußland'. — Theodor Schiemann, Neue
beitrage zur Vorgeschichte der Verhaftung Victor Hehns. ebda.
228—230.
Herder; vgl. Jsb. 1913,1,29 ff. — 33. Eugen Kühnemann,
Herder. 2. aufl, 1912, — vgl. Jsb. 1912,1,40. — rec, Alfred
Nathansky, ZföG. 65(1914),743 f.
Hildebrand; vgl. Jsb, 1913,1,37, — 34, Julius Goebel, Aus
Rudolf Hildebrands nachlaß (zu Walther von der Vogelweide),
JEGPhil, 13(1914),181— 185.
Hillebrandt; vgl, Jsb, 1913,1,38. — 35, Festschrift für
Alfred Hillebrandt. s, u. abt. 1, 107.
1*
4 I. Geschichte der germanischen philologie.
Höfer. 36. Gustaf Kossinna, Professor dr. Paul Höfer
in Blaukenburg a. Harz (1845—1914) f. Mannus 6(1914),345. —
veröffentlicht eine anzahl Schriften zur germanischen vor- und früh-
geschichte.
37. Hngo Mötefindt, Paul Höfer j. Zs. d, Harz-vereins
47(1914),VIII— XII.
Höfler. 38. Max Roediger, Max Höfler f. ZfVk. 24
(1014), 437. — H., arzt in Tölz, arbeitete viel über Volkskunde,
im besonderen über Volksmedizin und festgebräuche.
Holder-Egger: vgl. Jsb. 1913,1,39. — 39. Oswald Holder-
Egger f. Jb. d. k. baj-er. akad. d. wiss. Jahrg. 1912 (München
1913), 1U5 f.
Humboldt; vgl. Jsb. 1913,1,40 ff, — 40. Vor hundert jähren,
ungedruckte briefe Wilhelm v. Burgsdorffs an Wilhelm und
Karoline von Humboldt, Deutsche revue 38(1913), IV, s. 46 — 59.,
41. Wilhelm von Humboldt, Gesammelte Schriften, s. u.
abt. 1,108.
Justi. 42. Karl Justi, prof. d, kunstgesch. a. d. univ. Bona
(1832—1912) f. Jb. d. k. bayer. akad. d. wiss., jahrg. 1913
(München 1914), 105.
Keller. 43. Julius Keller, Gesammelte reden und abhand-
lungen. s. u. abt. 1,109.
Kettner. 44. Prof. dr. Gustav Kettner, literarhistoriker,
(1852—1914), f. AfdA, 37(1914),64; ZfdPh. 45(1913),531; Litbl.
35(1914),142.
Kluge. 45. Friedrich Kluge. Unser Deutsch, s. u.
abt. 1,110.
46. Hermann Kluge, prof. u. bibliothekar der herzogKchen
landesbibliothek in Altenburg, (1832 — 1914), f. Börsenblatt f. d.
deutschen buchhandel 1914, nr. 96. — Verfasser der bisher in
45 auflagen erschienenen Geschichte der deutschen nationalliteratur.
Kurz. 47. Ernst Müller (prof. in Stuttgart), Zur erinneruDg
an Hermann Kurz, eine betrachtung zu seinem 100. geburtstag
am 30. november 1913. ZfdU. 27(1913),776— 780.
Lagarde. 48. Herm. Mulert, Paul de Lagarde. Berlin-
Schöneberg, Protestant. Schriftenvertrieb. 1913. 118 s. 1,50 m.
(Die klassiker der religion. bd. 7.) — reo. F. Niebergall, Theol. Iz.
39(1914).669.
Lazarus; vgl. Jsb. 1906,1,47. — 49. Moritz Lazarus, Aus
meiner jugend. autobiographie. mit vorwort und anhang hrsg.
von Xahida Lazarus. Frankfurt a. M., Kauf f mann. 1913. VIH,
137 s. 2,50 m. — eine ergänzung zu der bereits 1906 von
Nahida L. und A. Leicht veröffentlichten 'lebenserinnerungen'
J
I. A. Biographie. 5
von M, Lazarus, vgl. Jsb. 1906,1,47. — rec. Rudolf Raab, CbL
1915,2351'.; v. Harling, Theol. litbl. 36(1915),247 f.
Leibniz. 50. Paul Ritter, Wie Leibniz gestorben und be-
graben ist. Preuß. Jbb. bd. 157(1914),437— 449.
51. Interakademische LeibnizauFgabe. s. u. abt. 1,111.
Leo. 52. Eduard Fraenkel, Friedrich Leo (1851 — 1914).
Internat, monatsschr. 8(1914),995— 1008.
53. Max Pohlenz, Friedrich Leo. NJbb. jahrg. 17(1914),
bd. 33,297—310.
54. Paul Wendland, Rede auf Friedrich Leo. (aus: (le-
schäftliche mitteilungen der kgl. ges. d, wiss. zu Göttingen.) Berlin,
Weidmann. 1914. 24 s. 0,80 m.
Lichteuberger; vgl. Jsb. 1913,1,49, — 55. Ernest Licbten-
berger, vorm. prof. d. deutschen spräche und literatur an der Uni-
versität Paris, f. Litbl. 35(1914),46.
Liliencron ; vgl. Jsb. 1912,1, 58 f. — 56. Rochus Freiherr
von Liliencron, j 1912. Jb. d. k. bayer. akad. d. wiss. jahrg. 1912
(München 1913), 100.
Ludwig. 57. L. V. Schroeder, Alfred Ludwig (1832— 1912).
nekrolog. Almanach d. kais. akad. d. wiss. 63(1913). Wien 1914.
s. 461—463 m. bildn.
Meyer. 58. Eugene Lewenhaupt, Ernst Meyer (1854 —
1914) j, erster bibliothekar an der Universitätsbibliothek zu Upsala,
schwedischer literarhistoriker. Nordisk tidskrift för bok- och
biblioteksväsen 1(1914),287 — 291 m. bildn.
59. Richard M. Meyer, ao. prof. d. deutschen spräche und.
literatur an der iiniversiät Berlin, (1860 — 1914), f. Litbl. 35
(1914),422.
Minor; vgl. Jsb. 1912,1,64. — 60. Robert F. Arnold, Jakob
Minor. Euph. 20(191 3),789— 801.
61. August Sauer, Jakob Minor (1855 — 1912). nekrolog.
Almanach d. kais. akad.d. wiss. 63(1913). Wien 1914. s. 467—476
mit bildn. Verzeichnis seiner Schriften ebda. s. 525 — 571.
Mogk. 62. Wolf v.Unwerth, Eugen Mogk. DE. 13(1911),
33—35.
Morsbach. 63. Festschrift für Lorenz Morsbach. s. u.
abt. 1,112.
Müller. 64. Dr. Mich. Müller, Franzensbad (1849—1914) f.
Unser Egerland 18(1 914), 72 f. u, 128. — war von beruf arzt, ar-
beitete aber viel über Egerländer Volkskunde, auch über die Eger-
Jänder Ortsnamen u. a.
Mülverstedt. 65. R. Krieg, Georg Adalbert von Mülver-
stedt f. Zs. d. Harz-vereins 47(1914),XII f. — war hauptsächlich
6 I. Geschichte der germanischen philologie.
geneaJoge und beraldiker, worauf auch seine abhandlung über die
beimat uud das gescblecbt des minnesängers Heinrieb von Morungen
(Zs. d. Harz-vereins 13, s. 440—476) beruht.
Peters. 66. AloisBemt, Professor IgnazPeters(1834— 1913).
Mitt. d. ver, f. geseb. d. Deutschen in Böhmen, jabrg. 52(1914),
538 — 546. — seine arbeiten betreffen besonders namenkunde und
uaundarten Böhmens. — vgl. ferner Unser Egerland 18(1914), 15;
F. Hautschel, Gj^mnasialprofessor Ignaz Petters [so!], Mittlgn.
d. uordböhm. exkursions-klubs 37(1914), 54 f.
Riehl; vgl. Jsb. 1911,1,49. — 67. Bertold Riehl, prof. d.
kunstgesch. an d. univ. München, (1858 — 1911). Jb. d. k. bayer.
akad.'d. wiss. jabrg. 1912 (München 1913), 106—108. — [F. v.
Reber], Chronik der Ludwig-Maximilians-universität München
1910^11, 14 f. — Philipp Maria Halm, 'Berthold Riehl zum ge-
dächtuis', geleitwort zu dem buche Riehls 'Bayerns Donautal'.
München 1912, s. VII ff.
Stich. 68. Reimer Hansen, August Sach, geb. 1837. DE.
13(1914),! f. — vf. u. a.: Das berzogtum Schleswig in seiner
ethnographischen und nationalen entwicklung (1896 — 1907), Deut-
sches leben in der Vergangenheit (1891), Die deutsche heimat
(1881: 2. aufl. 1901).
SaloiIlOIl. 69. Fritz Zücken, Ludwig Salomon, literar- und
kulturhistoriker, (1844—1911). BJb. 16,61— 63. — vf. u. a.: Ge-
schichte der deutschen nationalliteratur des 19. jahi'hs. 1881, 2. aufl.
1887; Geschichte des deutschen zeitungswesens 1900 — 1906; Allg.
geschichtc des zeitungswesens 1907.
SeheflFel; vgl. Jsb. 1913,1,56. — 70. Theodor Siebs, Felix
Dahn und Josef Scheffel, s. o. abt. 1,11.
71. Werner Kremser, Joseph Viktor von Scheffel. 1913.
— vgl. Jsb. 1913,1,56. — rec. Curt Noch, Cbl. 1914,1230 1.
Schlegel: vgl. Jsb. 1913,1,58 ff. — 72. Briefwechsel A. W.
von Schlegel. Christian Lassen, hrsg. von W. Kirfel. Bonn,
Frdr. Cohen. 1914. XII,248 s. 4,80 m. — rec. W. Schonack,
Cbl. 1915,50; H. Oldenberg, DLz. 1915,134 f.
73. Josef Körner, A. W. Schlegel und sein Heidelberger
Vorleger (d. i. Johann Georg Zimmer in firma Mohr und Zimmer).
ZföG. 65(1914),673— 694.
74. Wilhelm Schwartz, August Wilhelm Schlegels Ver-
hältnis zur spanischen und portugiesischen literatur. Halle, Nie-
meyer. 1914. X,144 8. 4,40 m. (Romanistische arbeiten 3.) —
rec. Stephan Hof er, DLz. 1915,411 f.
75. Briefe von August Wilhelm und Friedrich Schlegel, mit-
geteilt von dr. Josef Körner in Prag. Zs. f. Bücherfreunde 1914
I. A. Biographie. 7
(n. f. 6), 93 — 96. — die briefe befinden sich auf der k. k. hof-
bibliothek in Wien, die briefe A. W. Sch.s stammen aus der
zeit seines aufenthaltes mit Frau von Stael in Wien 1808, der
brief F. Sch.s an den Verleger Karl Schaumburg aus d. j. 1827.
76. Oskar Walzel, Goethe und die Schlegel über den stil
des epos. Sokrates, n. f. 2(1914),369— 394.
77. Carl Enders, Friedrich Schlegel, die quellen seines
Wesens und werdens. Leipzig, Haessel. 1913. XVI, 408 s. 7,50 m.
78. Jakob Bleyer, Friedrich Schlegel am bundestage in
Frankfurt. 1913. — vgl. Jsb. 1913,1,60. — rec. C. Nohle, Mitt.
a. d. bist. lit. n. f. 2 (g. r. 42; 1914), 392—394; Ottokar Fischer,
Cbl. 1915,117 f.
79. Hugo V. Kleinmayr, Zu Jakob Bleyers 'Friedrich
Schlegel am bundestage in Frankfurt'. ZföG. 65(1914),961— 979.
80. Johanna Krüger, Friedrich Schlegels bekehrung zu
Lessing. 1913. — vgl. Jsb. 1913,1,59. — rec. Jos. Körner,
Cbl. 1915,101 (günstig).
81. Caroline Schlegel und Dorothea Schlegel in brief en.
hrsg. von Ernst Wieneke. Weimar, G. Kiepenheuer. 1914.
596 s. mit 5 bildn. u. 1 taf. 6 m.
82. Oskar F. Walzel, Von Caroline und Bettine. DLz. 35
(1914),2629— 2635 u. 2693—2699. — über: Caroline, briefe aus
der frühromantik. nach Georg Waitz vermehrt hrsg. von Erich
Schmidt, Leipzig 1913 (Jsb. 1913,1,62), und: Reinhold Steig,
Achim von Arnim und Bettina Brentano. [Achim von Arnim und
die ihm nahestanden, bd. 2.] Stuttgart 1913 (Jsb. 1913,1,2).
Schmidt; vgl. Jsb. 1913,1,63 ff. — 83. Zu Erich Schmidts
gedächtnis. Jahresberichte für neuere deutsche literaturgeschichte.
bd. 22/23 (1911 und 1912) II (BerHn-Steglitz 1914), s. II f. --
s. a. abt. 1,103: Deutsche kommission.
Schönbach; vgl. Jsb. 1912,1,82. — 84. Elias v. Stein-
meyer, Anton Emanuel Schönbach (1848 — 1911). BJb. 16,
256 — 261.
Schuchardt. 85. Kgl. preuß. akademie der Wissenschaften,
adresse an herrn Hugo Schuchardt zum fünfzigjährigen doktor-
jubüäum am 31. mai 1914. SB. 1914,1,694 f.
Schwab. 86. Werner Schulze, Gustav Schwab als balladen-
dichter. Berlin, Mayer U.Müller. 1914. VIII,223 s. (Palaestra 126.)
6,50 m.
Suphan; vgl. Jsb. 1911,1,60. — 87. Wanda von Putt-
kamer, Bernhard Suphan und das Goethe-Schill er- Archiv in
Weimar. Deutsche rundschau bd. 158(1914),473— 477. — tritt
lebhaft für die aufbewahrung von Suphans handschriftlichem nach-
laß im Goethe-Schiller-Archiv zu Weimar ein.
8 L Geschichte der germanischen philologie.
Thoniseu. 88. Festskrift Vilhelm Thomsen dargebracht.
s. u. abt. 1,113.
Tieck. 89. Ungedruckte briefe L(udwig) Tiecks. mitge-
teilt von H. Günther in Leipzig. Euph. 20(1913), 641— 647;
2 1(1 914), 230 — 237. — ein brief an die Verleger Voß und Leo in
Leipzig vom 23. dezember 1797 mit dem angebot, seine Romantischen
darstellungen zu verlegen, das aber abgelehnt wurde, ein ausführ-
licher brief an seinen Verleger Frommann in Jena vom 30. januar
1801 über das Poetische Journal u. a.
90. J.-J. A. Bertrand, L. Tieck et le theatre espagnol.
Paris, F. Rieder & Cie. 1914. 182 s. 4 fr. (Bibliotheque de
literature comparee.) — rec. Stephan Hofer, DLz. 1915,411 f.
Torp. 91. Festskrift til professor Alf Torp. s. u. abt. 1,114.
Uhland; vgl. Jsb. 1913,1,75 ff. — 92. Uhlands Briefwechsel,
im auftrag des Schwäbischen Schillervereins hrsg. von Julius
Hartmann. tl. 3: 1834—1850. Stuttgart u. Berlin, Cotta. 1914.
XIV, 47 7 s. m. bildn. 7,50 m. (Veröffentlichungen des Schwä-
bischen Schillervereins, bd. 6.) forts. zu Jsb. 1913,1,75. — rec.
Rudolf Krauss, DLz. 1915,363 f. 'der vorliegende dritte band
des Uhlandschen brief wechseis umfaßt 17 jähre und reicht von
1834 — 1850. es ist die zeit der germanistischen Studien und der
volksKedersammlung, und der gelehrtenverkehr nimmt darum unsere
aufmerksamkeit hauptsächlich in anspruch'. — 'so haben wir eine
abschließende ausgäbe des Uhlandschen briefwechsels erhalten, die
zwar nicht alle zugänglichen briefe von und an Uhland ungekürzt
widergibt (sonst wären es statt 4 bände 6 oder 7 geworden), wohl
aber einen lückenlosen überblick über das vorhandene material ge-
stattet'.
Vilmar; vgl. Jsb. 1913,1,79. — 93. Wilhelm Hopf, August
Vilmar, 1913. rec. Horst Stephan, Theol. Iz. 1914,337 f.; Ernst
Hey mann, Zs. d. vor. f. hess. gesch. u. landeskunde 1904,401 ff.
94. Friedrich Wieg and, August Vilmar. ZfKG. 35(1914),
77 — 86; eine kritische beleuchtung von Vilmars Stellung als
theolog im anschluß an das buch von Hopf.
Walther. 95. C. Borchling, Gedächtnisrede auf C(hristoph)
Walther, (1841—1914). Nd. jb. 40(1914),155— 156. — H[ermann]
T[euchert], Christoph Walther, ZfdMa. 1914,288; AfdA. 37
(1914),64.
Weitbrecht. 96. Hermann Mosapp, Richard Weitbrecht,
evangel. stadtpfarrer in Wimpfen am Berg, (1851 — 1911). BJb. 16,
116 — 119. — vf. u. a. Geschichte der deutschen dichtung von den
anfangen bis zur gegenwart 1880; Joh. Fischart als dichter und
deutscher; Fischarts Ehezuchtbüchlein 1881 usw.
I. B. Enzyklopädie und bibliographie. 9
Wilmamis; vgl. Jsb. 1911,1,66 f. — 97. Edward Schröder,
Willielm Wilmanns, prof. der deutschen spräche und literatur an
der Universität Bonn, (1842—1911). BJb. 16,41—45.
Windisch. 98. Festschrift, Ernst Windisch dargebracht,
s. u. abt. 1,115.
Winterfeld. 99. Alfred Biese, Paul von Winterfeld.
Konservative monatsschrift 71(1913/14),I,441— 444.
WÜlflng; vgl. Jsb. 1913,1,81. — 100. Ernst Wülfing f.
Beiblatt zur Anglia 25(1914), 32. — hier wird auf einen nachruf
von Trautmann in der Bonner zeitung vom 14, nov. 1913 hin-
gewiesen, der Wülfings 'Verdienste um die Wissenschaft und seine
menschlichen eigenschaften würdigt'.
Zeumer. 101. Fritz Kern, Karl Zeumer (1849—1914).
nachruf. Hist. zs. 113 (=3. f., bd. 17; 1914), 540—558. mit einem
Verzeichnis seiner Schriften. — Richard Salomon, NA. bd. 39
(1914),518— 533. — Zs. d. Sav.-stiftg. f. rechtsgesch. bd. 35(1914),
germ. abt., s. 646 f.
Zingerle. 102. Oswald von Zingerle. (in: Die Zingerle.
eine tiroler gelehrtenfamilie. Hist.-pol. blätter f. d. kath. Deutsch-
land bd. 155(1915),268— 270.)
B. Enzyklopädie und bibliographie.
103. Kgl. preuß. akademie der Wissenschaften. Deutsche
kommission. bericht der herren [Konrad] Burdach, [Andreas]
Heusler, [Gustav] Roethe. (über das jähr 1913). SB. d. kgl.
preuß. akad. d. wiss. 1914,1,130 — 153. — Die Deutsche kommission
hat durch den tod ihr mitglied Erich Schmidt in Berlin, sowie
ihr außerakademisches mitglied. Johannes Franck in Bonn verloren.
— 'Die inventarisation der deutschen handschriften konnte
auf der ganzen linie gefördert werden', berichte liegen vor über
arbeiten in der Schweiz, Österreich-Ungarn, den deutschen bundes-
staaten, Dänemark, Schweden, Schottland und Irland, Frankreich,
'die zahl der gesamten beschreibungen beträgt über 7900 (6800),
die der zettel gegen 370 000 (320000)'. 'der katalog des ge-
druckten handschriftlichen materials konnte nicht wesentlich ge-
fördert werden'. — Von den Deutschen texten des mittel-
alt er s ist neu ausgegeben nur bd. 24 (Mittelhochdeutsche minne-
reden I). bd. 22 (Das Väterbuch) steht dicht vor dem abschluß;
bd. 20 (Rudolfs von Ems Weltchronik) konnte noch nicht beendet
werden, ist aber im Text vollständig gedruckt; bd. 25 (Die Pilger-
fahrt des träumenden mönchs) ist im satz, ebenso bd. 26 (Das
alemannische Gedicht von Johannes dem täufer und Maria Magda-
lena); begonnen hat der druck von bd. 27 (Das Marienleben de9.
10 I- Geschichte der germanischen philologie.
Schweizers Wernher). Demnächst sollen folgen: 'Der trojanische
Krieg' aus der Göttweicher handschrift, 'Johann Hartliebs Über-
setzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach'
aus der handschrift des Britischen Museums. — Die leitung der
Wieland-Ausgabe hat nach Erich Schmidts tode zunächst Bern-
hard Seuffert übernommen. erschienen sind im berichtsjahr
bd. 4 der zweiten abteilung (Übersetzungen) und bd. 10 der ersten
abteilung (werke). — Über das Rheinische Wörterbuch be-
richtet in Vertretung des verstorbenen Johannes Franck Oberlehrer
dr. Josef Müller in Bonn, die für 1913 in aussieht gestellte
probe konnte infolge von Francks tode nicht in angriff genommen
werden, das erscheinen der ersten lieferung zum 100jährigen Jubi-
läum der Eheinprovinz ist unmöglich geworden, eine vorläufige
probe {h — hachwurz, dohhel — dohheltag, dopp) ist der Marburger
Wörterbuchkonferenz, die im anschluß an die Philologenversamm-
lung stattfand und auf der alle großen Wörterbuchunternehmungen
vertreten waren, und damit der kritik unterbreitet, eine reihe von
einzelsammlungen sind der leitung zur Verfügung gestellt, die mit-
arbeit hat sich in reger weise ausgedehnt, die fragebogen 20 — 22
gelangten zur ausgäbe. der bestand an zetteln beträgt rund
680000. — Über das Hessen-Nassauische Wörterbuch berichtet
Ferdinand Wrede. auch diesem unternehmen sind eine anzahl
von einzelsammlungen zugeflossen, die mitarbeiterschaft hat sich
erfreulich gehoben, der zettelapparat umfaßt gegen 50000 (25000)
Zettel, 'die vorwiegend wort-, nicht belegzettel sind'. — Über das
Preußische Wörterbuch berichtet Ziesemer. auch hier ist
das material durch Zuwendungen und hebung der mitarbeiterschaft
erfreulich gewachsen, die ersten beiden fragebogen sind versandt,
'das alphabetisch eingeordnete material beläuft sich auf etwa
120000 (60000) Zettel'. — Über das Deutsche Wörterbuch
berichtet Johannes Lochner. die Sammlung umfaßt 1972 000
(1813000) belege, im berichtsjahr sind erschienen für G: bd. 4,
abt. 1, lief. 2 des 4. teiles {geumJd — gezäun) von [Hermann] Wunder-
lieh, für T: bd. 11, abt. 1, lief. 4 (todestanz — ton) von [D.] von
Kralik, für U: bd. 11, abt. 2, lief. 1 (u — üherdrängen) von [V.] Doll-
maj-r und bd. 11, abt. 3, lief. 2 {unansprächig — unbequem) von
[K.] Eulin g, für V: bd. 12, abt. 1, lief. 10 {verstehen — versuch)
von [Max] Leopold und bd. 12, abt. 2, lief. 1 (vesche — viel) von
[Rudolf] Meiszner, für W: bd. 13, lief. 11 (ivmik — tvappen) von
[Karl] von Bahder und bd. 14, abt. 2, lief. 1 {wilh — wille) von
[L.] Sütterlin, für Z: bd. 15, lief. 1 {z — zähneniangel) von
[H.] Seedorf. — Über die Forschungen zur neuhochdeut-
schen sprach- und bildungsgeschichte berichtet [Konrad]
Burdach, von ihm erschien im berichtsjahr: Rienzo und die
I. B. Enzyklopädie und bibliographie. 11
geistige Wandlung seiner zeit, 1. hälfte (Vom mittelalter zur re-
formation 11,1). der druck des Ackermanns aus Böhmen (Vom
ma. z. ref. III) ist seinem abschluß nahe, für die Schriften Johanns
von Neumarkt (Vom ma. z. ref. VI) ist das druckfertige manuskript
des ersten teiles (lateinisches original und deutsche Übersetzung
der pseudo-augustinischen soliloquien) abgeliefert.
104. Otto Brahm, Kritische Schriften über drama und
theater. hrsg. von Paul Schienther. Berlin, S. Fischer. 1913.
XVI, 487 s. mit einem jugendbilde Brahms. 5 m.
105. Svenska studier tillägnade Gustaf Cederschiöld den
25. juni 1914, utgifna genom Svenska Modersmälslärareföreningens
arbetsutskott. Lund, Gleerup. 1914. 483 s. gr. 8". 10 kr. —
die Studien handeln zumeist über neuschwedische spräche; s. 456 — 483
eine bibliographie der Schriften Cederschiölds. (eingehender in abt. 14
behandelt.)
106. Wilhelm Dilthe^-s Gesammelte Schriften. bd. 2.
Weltanschauung und analyse des menschen seit renaissance und
reformation usw. Leipzig u, Berlin, Teubner. 1914. XI, 528 s.
12 m. — bd. 1 erscheint später.
107. Beiträge zur sprach- und Völkerkunde, festschrift für
Alfred Hillebrandt. 1913. — vgl. Jsb. 1913,1,91. — aus dem
inhalt: Richard Kühn au. Die weiße frau (s. 93 — 109); Ernst
Lewy, Zur frage der Sprachmischung (s. 110 — 120); Wolf von
Unwerth, Namensgebung und Wiedergeburtsglaube bei Nord-
germanen und Lappen (s. 179 — 187).
108. Kgl. preuß. akademie der Wissenschaften, kommission
für die herausgäbe der 'Gesammelten Schriften Wilhelm von Hum-
boldts'. SB. 1914,1,125—127. für Erich Schmidt ist Konrad
Burdach als leiter und berichterstatter eingetreten, sein bericht
schildert Erich Schmidts, des 'geistigen vaters' der ausgäbe, hervor-
ragende tätigkeit für dieselbe, und gibt kenntnis von den Schwierig-
keiten, die durch diesen todesfall sowie auch durch den konkurs
des bisherigen Verlegers zu überwinden waren, bd. 13, der Supple-
mente zu den abgeschlossenen teilen bringt, ist noch im druck,
mit dem druck von bd. 14 (tagebücher) ist begonnen, die briefe
sind in Vorbereitung.
109. Julius Keller, Gesammelte reden und abhandlungen,
2 bde. Karlsruhe, F. Gutsch. 1913. bd. 1 : XIX,153 s. m. bildn.
3,60 m.; bd. 2: 244 s. 4,60 m.
110. Friedrich Kluge, Unser Deutsch, eiuführung in die
muttersprache. vortrage und aufsätze. 3. aufl. 11. — 15. tausend.
Leipzig, Quelle & Meyer. 1914. 151 s. Im.
111. Kgl. preuß. akademie der Wissenschaften, interaka-
demische Leibniz-ausgabe. bericht des herrn[Max] Lenz. SB. 1914,
12 I. Geschichte der germanischen philologie.
1,127. mit der drncklegung des ersten bandes der abteihing briefö
xind denkschriften ist begonnen.
112. Festschrift für Lorenz Morsbach. dargebracht voii
freunden und schillern. redigiert von F, Holthausen und
H. Spies. Halle, Niemeyer. 1913. 4 bll. u. 721 s. mit 1 bildu.
(Studien zur engl, philologie. 50.) — aus dem Inhalt: Erik Björk-
mau, Die 'i'estermen' des ^Elfric. eine namenliste aus York
(s. 1 — 19); Max Förster, Der Vercelli-codex CXVII nebst ab-
druck einiger altenglischer homilien der handschrift (s. 20 — 179);
F[erdinand] Holthausen, Das altengliche relmlied (s. 190 — 200
und 722); Richard Rohde, Zu Marlowes Doctor Faustus. er-
örterung einiger problerae (s. 222 — 232); Willi Breier, Synthesis
und analysis des konjunktivs in dem frühmittelenglischen streit-
gedicht 'Eule und nachtigall' (s. 251 — 277); John Matthews
Manly, What is the Parlement of Foules? (s. 278—290); Max
Deutschbein, BeowulfderGautenkönig (s. 291 — 297); Oskar Boer-
ner, Reimimtersuchung über die qualität der betonten langen e-vokale
bei Robert of Brunne (s. 298 — 351); Heinrich Cornelius, Die eng-
lischen Ortsnamen auf -wick, -wich (s. 352 — 416); Karl Wildhagen,
Studien zum Psalterium Romanum in England und zu seinen
glossierungen (in geschichtlicher entwicklung) (s. 417 — 472); K. D.
Bülb ring, Untersuchungen zur mittelenglischen metrik(s. 5 10 — 624);
Heinrich Spies, Chaucer's religiöse grundstimmung und die echt-
heit der Parson's tale (s. 626—721).
113. Festschrift Vilhelm Thomsen zur Vollendung des sieb-
zigsten lebensjahres am 25. januar 1912 dargebracht von freunden
und Schülern. Leipzig, Harrassowitz. 1912. VIII,296 s. u. 4 taf.
10 m. — aus dem inhalt: Magnus Olsen, Über den inhalt einiger
gruppen von urnordischen runeninschriften (s. 15 — 20); Antoine
Meillet, Remarques sur le sens du genitif indo-europeen (s. 21-^23);
Alf Torp, Deutsch mundartl. 'brente' (s. 53 — 55); Richard Constant
Boer, Wulfstuns beschreibung der Weichselmündung (s. 56 — 58);
Josef Marquart, Studien zum Widsid (s. 98 — 110); Verner
Dahlerup, The etymology of a Danish word (s. 142 — 144;
'basseralle'); Kristian Sandfeld Jensen, Notes sur les calques
linguistiques (s. 166 — 173); Josef Julius Mikkola, Über einige
altgermanische lehnwörter im Finnischen (s. 174 f.); Johan Eyser,
Thomsen-bibliografi (s. 222—236).
114. Festskrift til professor Alf Torp paa hans 60 aars
f0dselsdag 27. September 1913. Kristiania, Aschehong & co. 19l3.
3 bll., 252 s. m. bildn. 6 kr. — aus dem inhalt: Hjalmar Falk,
Begravelsesterminologien i den oldnorsk-islandske litteratur (s. 1— ^1 8) ;
Ragnvald Iversen, Nogen fremmedord i norsk sj0mandssprou'
I. B. Enzyklopädie und bibliographia. 13
(s. 19 — 24); Halvdan Koht, Ei grunnlov i norsk setningslsere
(s. 25 — 35); Amund B. Larsen, Om betoning paa andet sammen-
saetüingsled i de norske bj-gdemaal (s. 36 — 45); Olaf Broch, Litt
om rvtmenormen i vordagligtale (s. 46 — 63); Marius Hsegstad,
Eintal av kj-nlause pronomen og nokre nserskylde former i nynorsk
(s. 64 — 70); StenKonow, Fra den indiske sprogverden (s. 88 — 103);
Jakob Sverdrup, Om aksentveksel i urgermansk (s. 104—114);
Magnus Olsen, Spredte bemerkninger til Eddadigte (s. 115 — 121);
Didrik Arup Seip, Storm Munclis 'Saga' og den fdrste maalstrid
i Norge (s. 122 — 136); Alexander Bugge, Oen Man og Gotland
(s. 137 — 149); S. Pantzerhielm Thomas, Wortgeschichtliche
kleinigkeiten (s. 150 — 153); Olai Skulerud, Ein bundel nye
norske ord og ordformer. tillegg til 'Norsk ordbog' av Jvar Aasen
og Hans Ross (s. 154 — 180); A. Kjser, fjödstadir, J[>j6(lastadir
(s. 181^190); Konrad Nielsen, Lappiske plurale 0navn svarende
til norske navu paa -0, -0y (s. 191 — 209); Carl Marstrander,
Kleine irische beitrage (s. 239 — 252; berührt auch germano-
keltische beziehungen).
115. Festschrift, Ernst Windisch zum siebzigsten geburtstag
am 4. September 1914 dargebracht von freunden und schülern.
Leipzig, Harrassowitz. 1914. VIII,380 und 16 s. mit 1 tafel.
15 m. — aus dem inhalt: Kuno Meyer, Eine verschollene Artur-
bage (s. 63 — 67); W. Streitberg, Zur gotischen grammatik
(s, 217 — 227); L. Mühlhausen, Die lateinischen, romanischen,
germanischen lehnwörter des Cymrischen besonders im 'codex
venedotianus' der cymrischen gesetze (s. 249 — 348) ; Übersicht der
Schriften von Ernst Windisch (s. 366—380).
116. P. Lorentz, Die 52. Versammlung deutscher philo-
logeu und Schulmänner in Marburg a. d. Lahn vom 30. September
bis zum 3. Oktober 1913. Internat, monatsschr. 8(1914),239 — 247.
— vgl. Jsb. 1913,1,96.
117. M. Gold Schmidt, Der Bremer neuphilologentag. GRM.
6(1914),606— 608.
118. Festschrift zum XVI. neuphilologentag in Bremen vom
1.— 4. juni 1914. Heidelberg, Winter. 1914. V,306 s. geb. 6 m.
— aus dem inhalt: Johannes Hoops, Swinburnes Tale of Baien
und Malorys Mort d' Arthur (s. 1 — 44); Heinrich Spies, Posies.
ein beitrag zur englischen Volkskunde (s. 45 — 69); Hermann
Maas, Zwei spätmittelenglische texte der Bremer stadtbibliothek
(s. 70—91). — rec. W. Franz, DLz. 1915,103 f.
119. Rudolf Sonnleithner, Bericht über die tätigkeit des
Wiener Neuphilologischen Vereins im jähre 1913. ZföG. 65(1914),
861—863.
14 I- Geschichte der germanischen philologie.
120. Max Müller (Duisburg), Die 31. tagung der Modern
Language Association of America in Harvard-Cambridge vom
29. bis 31. dezember 1913. ZfrenglU. 13(1914),326— 340.
121. Hermann Gilow, Die alte Berlinische Gesellschaft für
dentsche spräche. Voss. ztg. 1913, sonntagsbeil nr. 50. — G., 'der
jetzige direktor des Kölnischen gymnasiums in Berlin, dessen Vor-
gänger August und Kuhn einst zu den Ordnern der Berlinischen
Gesellschaft gehört haben', hat sich 'das verdienst erworben, aus
dem archiv der schule noch einen wertvollen teil der schriftlichen
hinterlassenschaft des bundes ans licht zu ziehen; er gibt auf grund
dieser nachrichten einen überblick über die ganze geschichte der
gesellschaft, die sich schon vor fast 100 jähren ein deutsches
Wörterbuch, die deutsche Sprachlehre, die gedichte der deutschen
spräche, also drei noch heute nur teilweise gelöste aufgaben, vor-
genommen hatte'. Oskar Streicher, ZSprV. 29(1914), 53.
122. Festschrift zur begrüßung der 18. hauptversammlung
des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins in Hamburg, Pfingsten
1914, dargebracht von mitgliedern des hamburgischen zweigvereins
des ADSprV. Hamburg, R. Hermes. 1914. 155 s. 2 m. — in-
halt: Hans Landau, Abriß der geschichte unseres zweigvereins
(s. 7 — 24), Karl Lorenz, Fritz Stavenhagen (s. 25 — 48); Ernst
Krös, Streif Züge durch die hamburgische haus- und kindersprache
(s. 49 — 69); Gustav Rosenhagen, Wort und gedanke, eine lese-
übung (s. 71 — 89); Oskar Hauschild, Wandlungen der kauf-
männischen Schreibart im 18. Jahrhundert (s. 91 — 113); H. v.
Reiche, Volkstümliche benennungen von arzneimitteln aus der
apotheke (s. 115 — 128); Hermann Fredenhagen, Deutsche monats-
namen (s. 129 — 155).
123. Konrad Burdach, Über deutsche erziehung. (Wieder-
abdruck aus dem AfdA. 12,1886,156 — 163.) nebst einem nach-
wort und ausblick. ZfdU. 28(1914),657— 678. — dieser aufsatz
gehört seinem inhalt nach in den abschnitt über geschichte der
deutschen spräche, im besonderen über deutsche syntax. er muß
aber auch an dieser stelle genannt werden, weil B. mit erfrischen-
der begeisterung aus der geschichte der deutschen spräche die
folgerungen für die erfordernisse des deutschen Unterrichts zieht.
'hat nicht der deutsche Unterricht schon jetzt den beruf, führer
ZU sein zur nationalen eintracht, zur gerechtigkeit und Wahr-
haftigkeit, zur treue gegen uns und deutsche art, aber auch zur
achtung und zum Verständnis fremden Volkstums und seiner
leistungen? um uns regen sich tausend keime eines jungen lebens.
ein drängen und sehnen nach neuer jugend, nach natürlicher,
freier, persönlicher und sozialer gestaltung unseres Staates, unserer
gesellschaft, unserer körperlichen und geistigen bildung. ineinander
I. B. Enzyklopädie und bibliographie. 15
verschlungen glühen zahllose triebe nach neuen Wertungen, nach
einem neuen menschenideal, das deutsche gymnasium, der deutsche
Unterricht helfe dem kommenden geschlecht durch dieses labyrinth
ins lichte, die umfassende geschichtliche erkenntnis unseres selbst,
unseres Volkstums, unserer sitte, unserer spräche, unserer sage,
unserer dichtung und literatur werde der rettende faden, der
hinausleitet in den tag des freien lebens und Schaffens.'
124. Deutscher germanistenverband (DGV.); vgl. Jsb. 1913,
1,98. — die erste tagung des Verbandes fand unter der leitung
Ernst Elsters in Marburg a. L. am 28. und 29. September 1913
statt, über sie berichtet die ZfdU., erg.-heft 9. (Deutsche bildung.
drei reden, die kulturwerte der deutschen spräche von Friedrich
Kluge, die gestaltung des deutschen Unterrichts auf den höheren
schulen von Klaudius Bojunga und Carl Dietz. nebst einem
anhang: berichte und Verhandlungen des ersten verbandstages des
deutschen Germanistenverbandes, Marburg, den 29. September 1913.
Leipzig und Berlin, Teubner. 1913. 64 s. 1 m.) Bojungas
leitsätze suchen die frage zu lösen (s. 22): 'Was ist erforderlich,
um den Unterricht auf unsern schulen so zu gestalten, daß in ihm
unser deutschtum zur grundlage, zur lebendigen, alles durch-
dringenden, segentragenden kraft wird?' J. G. Sprengel faßt
in seinem bericht (s. 51 f.) die arbeit des DGV. folgendermaßen
zusammen: 'weiterhin wird immer wieder geltend zu machen sein,
daß wir nichts anderes wollen, als die kenntnis alles dessen, was
deutsch ist, vertiefen und erweitern, die einzelnen ergebnisse der
deutschforschung miteinander in beziehung setzen und mehr und
mehr zu einem umfassenden lebendigen ganzen ausgestalten, unserem
Volke die in ihm lebendigen, im schaffen seiner großen zum ereignis
gewordenen werte und kräfte zu fleisch und blut gehen lassen,
vor allem in unserer jugendbildung zur geltung bringen. wir
führen dabei keinerlei krieg gegen irgendwelche andere kultur-
kreise und kulturwerte aus alter oder neuerer zeit, aber wir nehmen
uns das recht, unser eigenes zu vertreten und zu schützen, ihm
licht und luft zu schaffen.' — Ziele und wege sind, wie auf der
tagung, so auch sonst noch gegenständ der erörterung. der gegen-
satz zur humanistischen Vorbildung steht in den auseinander-
setzungen natürlich im Vordergründe. Bojunga setzt sich noch-
mals mit Cauer auseinander (Paul Cauer und der Deutsche Germa-
nistenverband. ZfdU. 27,1913,865— 867). P. Anke 1 (Das huma-
nistische gymnasium 1914,56 ff.) wiederholt den satz, daß auf dem
humanistischen gymnasium die Antike der eigentliche mittelpunkt
sein und von ihr die gesamte Orientierung erfolgen müsse, wo-
gegen Walther Hofstaeter (Der mittelpunkt des gymnasialunter-
richts, ZfdU. 28,1914,416 f.) betont, daß gerade das Deutsche
Iß I. Geschichte der germanischen philologie.
diese warte sein müsse. Theodor Siebs (Humanistische und
deutsche bildung, NJbb. bd. 34, jahrg. 1914,11, 361—365) hält
in einer besprechung der drei auf der Marburger tagung ge-
haltenen reden an dem Zusammenhang mit der klassischen bildung
fest. Richard M. Meyer (Deutsch-humanistisch. Sokrates 2,1914,
33 — 35). hält 'die humanistische ausbildung für die unentbehr-
liche Voraussetzung unserer höheren Schulbildung' und meint, daß
für die ausbildung in der deutschen literatur 'die pi'ivatlektüre
in breitem umfang eintreten solle', 'so wäre ohne die übliche
forderung nach Vermehrung der Stundenzahl eine Vereinigung der
beiden f orderungen zu erreichen: der gewiß berechtigten nach er-
haltung der humanistischen grundlage, der nicht minder berech-
tigten nach würdiger berücksichtigung der neueren literatur'.
Im besonderen nimmt Joh. Georg Sprengel noch das wort (Der
Germanistenverband und sein erster verbandstag. eine klarstellung.
Mtschr. 13,1914,353 — 359. dazu ein nachwort von A. Matthias,
ebda. s. 359 f.). Sprengel stellt noch einmal als ziel des DGV.
fest, daß dieser nicht die Antike bekämpfen, sondern daß er neben
den antikischen den völkischen humanismus stellen wolle. Matthias
rät dem DGV., mit tatsachen zu antworten und etwa innerhalb
eines tüchtigen lehrerkollegiums, das in seiner gesamtheit sich für
den deutschen Unterricht besonders interessiert, einen versuch in
der richtung des zieles des DGV. zu machen und dann bei der be-
hörde vorstellig zu werden. — inzwischen macht die Werbearbeit
des DGV. f ortschritte, in einer reihe von städten sind Ortsgruppen
begründet, so in Frankfurt a. M., Danzig, Marburg, Bremen,
Dresden, Genf, Wien u. a., zum teil unter anschluß an bereits be-
stehende Vereinigungen, worüber sowohl in den Verhandlungen der
Marburger tagung als in der ZfdU. 27(1913) und 28(1914) an ver-
schiedenen stellen berichtet wird; auch mit anderen vereinen ver-
wandter richtung sind Verbindungen angeknüpft, in der ortspruppe
Bremen hielt Oberlehrer dr. Carstens einen Vortrag über die 'Vor-
bildung der lehrer des Deutschen auf der Universität' mit dem er-
gebnis, daß 'die jetzige fast rein historisch-philologische behand-
lung' der literarischen denkmale auf der Universität 'so gut wie
nicht zu gebrauchen' sei (ZfdU. 28,655 f.).
125. Ernst Elster und ßobert Lück, Die wissenschaftliche
Vorbildung für den deutschen Unterricht an höheren schulen, vor-
trage auf der Versammlung deutscher philologen und Schulmänner
am 29. September 1909 zu Graz gehalten, mit einem anhange:
bericht über die besprechung der beiden vortrage. Leipzig und
Berlin, Teubner. 1912. 32 s. 8". 0,80 m. [ZfdU. 6. ergänzungs-
heft.] — im anschluß an den unter nr. 124 gegebenen bericht
über den DGV. sei noch nachträglich auf die Sonderausgabe der
I. B. Enzyklopädie und bibliographie. 17
beiden auf der Grazer philologenversammlung gehaltenen vortrage
hingewiesen, beide waren einzeln schon früher gedruckt (vgl. Jsb.
1909,1,74 und 75), sind hier aber zusammengefaßt und um einen
bericht über die besprechung derselben bereichert, die vortrage
waren 'veranlaßt durch den beschluß der Hamburger philologen-
versammlung im jähre 1905', 'die beziehungen zwischen Universität
und schule durch gedankenaustausch über gemeinsame interessen
ZU pflegen' und haben daher 'ausschließlich die wissenschaftliche
ausbildung der lehramtskandidaten an der Universität' zum gegen-
stände. Elster behandelt die frage vom Standpunkt des Univer-
sitätslehrers, Lück vom Standpunkt des Schulmannes. Elster
fordert im besonderen für die neuere literaturgeschichte mehr
berücksichtigung der neueren wissenschaftlichen psychologie, die
sowohl für die interpretation als für die poetik, Stilistik und
rhetorik von größter bedeutung sei. Lück verlangt von der Uni-
versität mehr ausbildung in der neuhochdeutschen Schriftsprache
und ihrer geschichte und in der kenntnis und erklärung der
neueren literatur, dazu erlangung einer mustergültigen ausspräche,
die ausführungen haben infolge der bestrebungen des DGV. an
Wichtigkeit gewonnen, die unter lebhafter beteiligung nachfolgende
besprechung ergab die annähme von acht thesen über die Vor-
bildung der kandidaten. — ausführlich bespr. von Klaudius Bo-
junga, DLz. 1914,2777—2783.
126. Lorenz Morsbach, Universität und schule mit be-
sonderer berücksichtigung der englischen philologie. Vortrag, ge-
halten auf dem 16. neuphilologentage zu Bremen in der pfingst-
woche 1914. Berlin, Weidmann. 1914. 20 s. 0,60 m. —
M. betont, daß die Universität nicht Oberlehrer mit einer bestimmten
summe des wissens auszubilden habe, sondern daß sie ganze
menschen mit der fähigkeit eigene wege zu gehen, ein eigenes ur-
teil zu finden, erziehen müsse, demgemäß stellt er weit um-
fassende anforderungen an die lernenden nicht minder als besonders
an die lehrenden,
127. M. Weyrauch, Der Unterricht in den neueren sprachen
und die Sprachwissenschaft, vertrag, gehalten auf der 16. tagung
des Allg. Deutschen Neuphilologen-Verbandes in Bremen. ZfrenglU.
13(19] 4),289— 300.
128. Christoph Beck, Die neueren sprachen in der reichs-
stadt Nürnberg. ZfrenglU. 13(1914),385— 393. — kurze Übersicht
über die bestrebungen zur erlernung und für den Unterricht in
den modernen sprachen, darunter auch englisch und holländisch, in
Nürnberg seit dem 14. jahrh.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 2
18 I- Geschichte der germanischen philologie.
129. Bertold Bretholz, Zur geschichte der kaiserlichen aka-
demie der Wissenschaften in Wien. ein Gutachten des grafen
Kaspar von öternberg, Präsidenten der böhmischen gesellschaft
der Wissenschaften in Prag, über den gründungsplan vom 18. märz
1837. Wien, Holder i. k. 1914. 19 s. (Sitzuugsber. d. kais. akad.
d. wiss. in Wien, philos.-hist. kl., bd. 176, abh. 8.)
130. Rudolf Thommen, Die Universität Basel in den jähren
1884 — 1913. im auftrage der regenz mit Unterstützung des er-
ziehungsdepartements aus anlaß der schweizerischen landesaus-
stellung in Bern dargestellt. Basel, Friedr. Reinhardt. 1914.
VIII,200 s. 4".
131. Richard August Keller, Geschichte der Universität
Heidelberg im ersten Jahrzehnt nach der reorganisation durch Karl
Friedrich (1803 — 1813). preisschrift der Corps-Suevia-stiftung.
Heidelberg, Winter. 1913. XI,346 s. 9 m. (Heidelberger ab-
handlungen zur mittleren und neueren geschichte, h. 40.) — rec.
G. Kaufmann, Cbl. 1914,1518—1520.
132. Franz Schneider, Geschichte der Universität Heidel-
berg im ersten Jahrzehnt nach der reorganisation durch Karl
Friedrich (1803 — 1813). preisschrift der Corps-Suevia-stiftung.
Heidelberg, Winter. 1913. 356 s. 9,20 m. (Heidelberger ab-
handlungen zur mittleren und neueren geschichte, h. 38.) — rec.
G. Kaufmann, Cbl. 1914,1518—1520.
133. Paul Zimmermann, Zur geschichte der Universität
Helmstedt im jähre 1747. Braunschweig, magazin 20(1914),
101—107.
134. Aus den schicksalsjahren der Universität Helmstedt.
Briefe von Karl Friedrich Haeberlin an Johann Ludwig Klüber
1792 — 1805, mitgeteilt von dr. Franz Schneider. Jahrb. d. gesch.-
ver. f. d. herzogtum Braunschweig 13(1914),63 — 83.
135. Universität Zürich, Festgabe zur einweihung der neu-
bauten 18. april 1914. Zürich, Schulthess & co. 1914. 149,
166, 286, 78, 187, 245 s. 8°. 20 m. — daraus für uns: Georg
Cohn, Der kämpf um den Sachsenspiegel; L. Gauchat, Anden
sprachquellen; Eduard Schwyzer, Genealogische und kulturelle
Sprachverwandtschaft.
136. Das Luisenstädtische gymnasium in Berlin 1864 — 1914.
Berlin, Druck von W. Pormetter. 1914. 159 s. — rec. W. Scho-
nack, DLz. 1915,652 f.; Hermann Gilow, Mitt. d. ver. f. d. gesch.
Berlins 1915,11 f.
137. Königliches Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zu Trier
1563 — 1913. Festschrift zur feier des 350jährigen Jubiläums der
anstalt am 6.— 18. Oktober 1913. Trier, J. Lintz. 1913. 296 u.
n. A. Allgemeines. 19
99 8., 21 taf. 6 m. — darin: Ferd. Hüllen u. Matthias Paulus,
Geschichte des Kgl. Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums (s, 66 — 274);
Peter Roder, Über die pflege des schuldramas am Trierer
Jesuitengymnasium (s. 275 — 296); Friedrich Schroeder u. Franz
Joseph Mennicken, Verzeichnis der direkteren und lehrer vom
jähre 1815 ab. — rec. Willibald Klatt, Sokrates 2(1914),546— 548.
M. Wehrmann, Mtschr. 14(1915),282 f.
J. Luther.
II. Vorgeschichte und frühgeschichte.
A. Allgemeines. — B. Zeitschriften, sammelschriften und Versamm-
lungsberichte. — C. Paläolithische zeit. — D. Neolithische zeit. —
E. Bronzezeit. — F. Hallstattzeit. — G. Latönezeit. — H. Landschaftliches
und zeitlich unbestimmbares. — J. Germanen. — K. Eömisch-germa-
nisches. — L. Frühes mittelalter.
A. Allgemeines.
1. J. Dechelette, Manuel d'archeologie prehistorique celti-
que et gallo-romaine, II. Archeologie celtique ou protohistorique.
3me partie: second äge du fer ou epoque de la Tene. Paris,
A. Picard. 1914. 1692 s. (vgl. Jsb. 1913,2,1.) — kurz vor aus-
bruch des krieges, dem der vf. zum großen schaden für die Wissen-
schaft leider auch sehr bald zum opfer fiel, ist dieser band des
weit umspannenden werkes zum abschluß gekommen, es umfaßt
die letzten fünf vorchristlichen Jahrhunderte, vf. geht zunächst
auf die Ursprünge der gallischen Latene-kultur ein, die er in drei
Unterabteilungen zerlegt; festländische und insulare keltische sowie
die germanische provinz, die weiter in zeitliche Gruppen zerlegt
werden, die bekannten keltischen oppida werden der reihe nach
betrachtet und ihre befestigungswerke erläutert, weitere kapitel
bringen Untersuchungen über Latene-gräber in den verschiedenen
teilen Europas, die gallische bewaffnung, kriegswagen, pferde-
geschirr, kleidung und schmuck, toilettegeräte, dekorationsmotive,
die Verwendung von gold und silber, Werkzeuge, kessel, gefäße
fremden (italo-griechischen) Ursprungs, töpferei, die kunst, metall-
arbeiten, emaillegießerei, münzen, handel, darstellungen von Kelten,
ein 60 selten umfassendes register, ein Verzeichnis der abbildungen
sowie ein Inhaltsverzeichnis bilden den Schluß des werkes. der
geplante letzte band: die gallo-römische zeit soll im manuskript
so gut wie fertig vorliegen, so daß die Vorgeschichte mit einer
Vollendung des hochbedeutsamen und unentbehrlich gewordenen
Werkes rechnen darf.
2*
20 II- Vorgeschichte und frühgeschichte.
2. L. Reinhardt, Der mensch zur eiszeit in Europa. 3. aufh
mit 487 abb. im text, 84 kunstdrucktafelu und mehreren karten
und tabellen. München, Ernst Reinhardt. 1913. 592 s. — der
inhalt des buches entspricht insofern nicht dem titel, als es weit
mehr gibt: die geschichte des menschen wird bis zur jüngeren
Steinzeit verfolgt, im einzelnen gliedert sich das buch in folgende
abschnitte: 1. Der mensch zur tertiärzeit. 2. Die eiszeit und ihre
geologischen Wirkungen. 3. Die kulturen des älteren diluviums.
4. Die ältesten menschenrassen Europas. 5. Die kulturen der
letzten zwischeneiszeit. 6. Der mensch der frühen nacheiszeit.
7. Die Übergangsstufen von der älteren zur jüngeren Steinzeit.
8. Die kulturerwerbungen der jüngeren Steinzeit. 9. Die erd-
gruben- und pfahlbaube wohner. 10. Die megalithische kultur.
11. Die Völker bewegungen in Mitteleuropa während der jüngeren
Steinzeit. 12. Zur Charakteristik des Urmenschen. 13. Überreste
der Urzeit in der gegenwart. — das bild, das vom Urmenschen ge-
zeichnet wird, ist reichlich mit phantasie durchsetzt: 'familie' zu
fames 'hunger', also 'hungergesellschaft'! (aber um zu hungern,
hätte man sich doch eher getrennt!); freie liebe zwischen mann
und frau! die doch recht zweifelhafte Rutot'sche einteilung der
verschiedenen eolithkulturen wird als sicherer besitz der Wissen-
schaft vorgetragen, ebenso werden aus den recht spärlichen skelett-
funden des paläolithikums menschenrassen und Wanderungen von
solchen rekonstruiert, die man höchstens als vorläufige arbeits-
hypothesen bezeichnen kann. die darstellung der funde von
Skeletten, geraten, schmuck, idolen, Wandmalereien usw., die man
der paläolithischen zeit zuschreibt, stützt sich auf die besten
quellen, zum teil auf eigne anschauung und aufnahmen, so daß
dieser teil, abgesehen von manchen Schlußfolgerungen, als durchaus
verläßlich bezeichnet werden darf, gegen die bezeichnung der
Neolithiker als 'erdgrubenbewohner' muß man insofern Verwahrung
einlegen, als dadurch falsche Vorstellungen erweckt werden könnten,
es ist wohl anzunehmen, daß der fußboden der wohnstätten in der
regel vertieft angelegt wurde; aber die Vorstellung, daß die stein-
zeitleute in oft recht tiefen mulden gehaust hätten, muß doch auf-
gegeben werden, es ist zu vermuten, daß die Vertiefungen (vorrats-
gruben) mit holzböden zugedeckt waren, die längst vergangen sind,
über diesen böden erhob sich das wohnhaus. bei der darstellung
der nordischen, megalithischen 'kultur' (was kennen wir von ihr
eigentlich außer grabbauten, Skeletten und urnen?) spielen die
Indogermanen und ihre teilstämme eine große roUe; die Schilderung
der megalithischen 'kultur' baut sich aus sprachlichen rückschlüssen
auf. man darf diesen teil demnach als reines phantasieprodukt
kennzeichnen, ebenso wie die angeblichen fahrten der 'Megalithiker'
f
II. B. Zeitschriften, Sammelwerke und Versammlungsberichte. 21
zur See nach Afrika hin. da vf. kein fachmann ist, so kann man ihm
freilich nur vorwerfen, daß er sich an die unrichtigen quellen ge-
halten hat. die träger der vorgeschichtlichen kulturen können mit
Völkern, die erst in weit späterer zeit geschichtlich bezeugt sind,
nicht identifiziert werden, und noch eins darf nicht übersehen
werden: bei den historisch beglaubigten Völkern handelt es sich
doch nur um die herrenschicht; welche elemente über den Wechsel
der herren hinaus in den tiefen der Völkerschichten verharrten,
ist uns zumeist ganz unbekannt.
3. A. Wirth, Rasse und volk. Halle a. 8., Max Niemeyer.
1914. 353 s. — in diesem buche, das in feuilletonistischer art
mannigfache probleme erörtert, ist auch von philologen, Indo-
germanen, indogermanischer Urheimat, Germanen, Deutschen die rede,
wir können hier nur wenige punkte hervorheben, s. 34 meint vf.
für die philologen sei ein volk, das eine arische spräche rede,
auch von arischer rasse; sie wüßten nichts von den abgründen der
rassen, die jetzt von einer und derselben spräche überdeckt werden.
s. 136: die frage nach der Urheimat der Indogermanen ist eine
fata morgana. s. 253 : die germanische und deutsche lautver-
schiebung wird erörtert und zwar im wesentlichen in dem sinne, wie
ref. sie an verschiedenen stellen erklärt, das buch erörtert wohl
wissenschaftliche probleme verschiedener art, ist aber selbst nicht
als strengwissenschaftlich anzusehen.
4. Lord Avebury, Prehistoric times as illustrated by an-
cient remains and the manners and ci;stoms of modern savages.
London, William & Norgate. 1913. — bespr. v. Hoernes, DLz.
35,69—72.
5. G. F. Scott Elliot, Prehistoric man. proceedings of the
R, phil. Society of Glasgow 1914. 13 s.
6. Fr. Ahrendts, Siedelungen und verkehr in der vorzeit.
Kbl. f. anthr. 1914,73 — 80. — vf. sucht den verlauf von 11 vor-
geschichtlichen Straßen in Deutschland, Österreich und den benach-
barten gebieten festzustellen.
B. Zeitschriften, sammelscliriften und Versammlungs-
berichte.
7. Praehistorische Zeitschrift, im auftrage der Deutschen
gesellschaft für anthropologie, ethnologie und Urgeschichte, der
generalverwaltung der kgl. museen, des nordwestdeutschen und des
südwestdeutschen Verbandes für altertumsforschung hrsg. von
C. Schuchhardt, K. Schumacher, H. Seger. bd. 6. 1914. —
die in betracht kommenden aufsätze sind in den einzelnen ab-
teilungen der vorliegenden übersieht verzeichnet.
22 II- Vorgeschichte und frühgeschichte.
8. Mannu8, Zeitschrift für Vorgeschichte, im auftrage der
Gesellschaft für deutsche Vorgeschichte hrsg. von G. Kossinna.
bd. 6, 1914. Würzburg, Gurt Kabitzsch. 1914/15. — s. bemerkung
zu nr. 7.
9. Korrespondenzblatt der deutschen gesellschaft für anthro-
pologie und Urgeschichte, hi'sg. von G. Thilenius. jahrg 50.
Braunschweig, Fr. Vieweg & söhn. 1914. — s. bemerkung zu nr. 7.
10. Archiv f. anthropologie. neue folge, bd. 13. Braun-
schweig 1915. — s. bemerkung zu nr. 7.
11. Mitteilungen der Wiener anthropologischen gesellschaft.
bd. 49. Wien 1915. — s. bemerkung zu nr. 7.
12. Anzeiger für schweizerische altertumskunde. (Indicateur
d'antiquites suisses.) hrsg. von der direktion des Schweizerischen
landesmuseums in Zürich. Buchdruckerei Berichthaus. 1914. n. f.
bd. 16. — s. bemei'knng zu nr. 7.
13. Wiener prähistorische Zeitschrift, hrsg. von der Wiener
prähistorischen gesellschaft. red. von M. Hoernes, 0. Menghin
und G. Kyrie. 1. jahrg. 1914. — s. bemerkung zu nr. 7.
14. Bulletin, de l'Institut national genevois, tome 41. Geneve,
libr. Kündig. 1914. — s. bemerkung zu nr. 7.
15. Baltische Studien zur archäologie und geschichte, hrsg.
von der Gesellschaft für geschichte und altertumskunde der Ost-
seeprovinzen Rußlands, mit 23 tafeln und 80 textabbildungen.
Berlin, Georg Reimer. 1914. 415 s. — die durchweg in deut-
scher spräche geschriebenen aufsätze — nur titel, Vorwort und
kurze inhaltsangaben sind auch auf russisch gegeben — verteilen
sich auf altertum, mittelalter und neuzeit, sowie auf die archäo-
logische tätigkeit in den Ostseeprovinzen. M. Bolz behandelt das
neolithische gräberfeld von Kiwisaare in Livland, C. Fürst, Neo-
lithische schädel von der insel Oesel, R. Hausmann, Den ring
von Köppo in Nordlivland, den silberfund von Mehntack (Esthland),
den depotfund von Dorpat und die im Embach gefundenen zinn-
kann en, E. V. Stern, Eine hellenistische aschenurne aus Olbia,
M. Ebert, Die Wolf sheimer platte und die goldschale des Khosrau,
die beziehungen der Ostseeprovinzen mit Skandinavien in der
1. hälfte des 11. jahrhs. und ein schwort mit tauschierter klinge
von Lümmeda auf Oesel, 0. Montelius, Schwedische runensteine
und das Ostbaltikum, H. Baron Bruiningk, Den ältesten mittel-
alterlichen grabstein Livlands. die ganze Veröffentlichung ist als
gäbe für den 1914 in Pleskau stattgehabten allrussischen archäo-
logischen kongreß gedacht gewesen, druck und ausstattung sind
vorzüglich; die tafeln von der Kunstanstalt A, Fritsch in Berlin
hergestellt, in der tat ein werk, auf das die Baltische gesellschaft
stolz sein kann.
II. B. Zeitschriften, Sammelwerke und Versammlungsberichte. 23
16. Bericht des Vereins Carnuntum in Wien für die jähre
1908 — 1911. mit 6 tafeln in lithographie, 1 tafel in zinkdruck
und 46 abbildungen im text. Wien 1914. 342 s. — den haupt-
teil des vorliegenden berichts steuerte E. Nowotny, der leiter
der ausgrabungen, bei, der über die grabungen im standlager zu
Carnuntum in 15 abschnitten rechenschaft ablegt, die Überschriften
lauten: 1. Allgemeine Übersicht. 2. Die Manipelkasernen. 3. Der
Vorbau K^ 4. spätere überbauungen und adaptierungen im kasernen-
trakt. 5. Die strata der kasernenhöfe. 6. Die lagergasse G und
ihre strata. 7. Der große, die gasse G- durchziehende kanal.
8. Der einsteigeschacht A bei i'^ 9. A. Die absperrung der lager-
grenze G durch die mauer ^ bei i'^ B. das gebäude Q. 10. Der
Querschnitt durch die linke prinzipalfront. 11. Zur castrametation.
12. Die prätorialfront. 13. Zur baugeschichte des lagers. 14. Die
gräber. 15. Nachtrag zu kapp. 7, 8, 10. — die grabungen und
funde ergeben, daß das lager zu Carnuntum von Vespasian im
jähre 73 n. Chr. in stein umgebaut wurde, aber es wurden auch
reste der früheren befestigungen unter Claudius oder Caligula und
unter Tiberius und der ihnen vorangegangenen (vorrömischen) be-
siedlung gefunden, vf. versucht die römischen befestigungsanlagen
der verschiedenen zeiten auch mit historischen daten in einklang
zu bringen, unter Valentinian im jähre 375 n. Chr. völlig neu
aufgebaxit. spätere Veränderungen fallen nach 395 n. Chr., wohl
als folge des jahres 405 (einfall des Radagais und Zerstörung des
lagers). über die 659 münzen, die in der ausgrabungsperiode ge-
funden wurden, berichtet Fr. v. Kenner, ein im jähre 1911 ge-
fundener schätz von 436 münzen verteilt sich auf die zeit von
Constantinus M. bis Valentinianus , Theodosius und Honorius
(350 — 395 n. Chr.), die übrigen funde reichen von 89 v. Chr. bis
Arcadius. an diesen teil schließt sich ein epigraphischer anhang an
von E, Borman mit erläuterungen und abbildungen mehrerer vor-
trefflich erhaltener grabsteine und eines kleinen altars mit griechi-
scher inschrift.
17. Historischer verein für Nördlingen und Umgebung. 1. Jahr-
buch 1912. — darin: 1. E. Erickhinger, Die vor- und früh-
geschichtliche forschung im Ries, 1 — 26. vf. behandelt die
grabungen in der Ofnet, im Hohlenstein, auf dem Goldberg, dem
Hesseiberg, dem Ipf, dem Hermannsberg bei Christgarten, dem
Adlersberg usw., die nach prähistorischen perioden gegliedert
werden. 2. F. Birkner und E. Erickhinger, Die ausgrabungen
im Hohlenstein, 27 — 28. 3. G. Grupp, Marktoffningen, eine früh-
christliche Siedlung, 29 — 31. — 2. Jahrbuch 1913. darin: 1. F.Birk-
ner, Die vorgeschichtliche besiedlung des Hohlensteins, 186 — 190.
in der älteren Steinzeit kam der mensch nur vorübergehend in die
24 II- Vorgeschichte und frühgeschichte.
höhle; aus der jüngeren Steinzeit fanden sich reste von berdstellen,
gefäßreste, knochen und steinwerkzeuge, sowie menschliche knochen,
die ebenfalls wie tierknochen von mahlzeiten herstammen. 2. E. Frick-
hinger, Mausoleum und brandgräber bei Groß-8orsheim im Ries,
191 — 198. die anläge stammt nach einem Sigillata-scherben mit
dem Stempel Comitialis aus dem 2. jahrh. n. Chr. — 3. Jahrbuch
1914. darin: F. Birkner, Untersuchung paläolithischer wohn-
stätten im Ries im jähre 1913, 29 — 35. besprochen werden die
höhle bei Christgarten im Karthäusertal, die Ofnethöhle, eine dritte
höhle beim Steinbruch am wege nach dem Hohlenstein, eine vierte
im Kaufertsberg, an dessen steilabsturz der paläolithische mensch
gehaust hat. 2. E. Prickhinger, Eine wohnstätte der späten
Hallstattzeit in Lierheim, 36 — 38; Aus Nördlingens frühzeit, 38 — 49
und Römische villa am fuße des Hahnenbergs, 45 — 47.
18. E. Tatarinoff, 6. Jahresbericht der Schweiz, gesellschaft
für Urgeschichte (Societe suisse de prehistoire). 1913. Zürich,
Beer & co, 1914. — der bericht umfaßt (neben geschäftlichen
mitteilungen) einen wissenschaftlichen teil, der sämtliche vorge-
schichtlichen Perioden gesondert betrachtet, zu jeder periode wird
eine Übersicht der allgemeinen entwicklung gegeben und dann
werden die schwei2erischen fundplätze betrachtet, einer beson-
deren betrachtung werden die fragen der schalen- und zeichen-
steine, der ringwälle (refugien), der höhlenforschung unterworfen,
soweit sie Schweizer funde betreffen, auf s. 157 ff. wird zu dem
buche von 0. Piper, Bedenken zur Vorgeschichtsforschung (vgl.
Jsb. 1913,2,11) Stellung genommen, abgedruckt wird ein aufsatz
von G. Kuhn, Urgeschichtliches aus der gemeinde Maur (kanton
Zürich). — die wichtigsten der besprochenen funde sind durch
abbildungen erläutert.
19. 5. Tagung der Gesellschaft für deutsche Vorgeschichte.
Köln a/Rh. 31. 7. bis 3. 8. 1913. Mannus 6,1—147. — vortrage:
G. Kossinna, Germanischer goldreich tum in der bronzezeit (vgl.
nr. 60) s. 1 — 13; G. Wilke, Mythische Vorstellungen und sym-
bolische zeichen aus indoeuropäischer urzeit, s. 15 — 44; A. Gün-
ther, Die steinzeitlichen kulturen am Mittelrhein, s. 45 — 52;
K. Koehl, Altere und jüngere Spiralmäanderkeramik, s. 53 — 83 (die
Plomborner keramik ist die ältere, die Wormser ist die jüngere
Spiralmäanderkeramik); A. Haupt, Das holz als maßgebender
Stoff germanischer kunstbetätigung, s. 84 — 88; H. Mötefindt,
Die ergänzung der weichteile an vorgeschichtlichen schädeln,
8.89 — 96; P. Quente, Ein germanisches dorf bei Kyritz, s. 97 — 101
(teil eines hauses, das pfosten- und schwellenbau vereinte, 3 herde
im innem mit je einer abfallgrube, innenraum in kammern einge-
teilt durch kleinere pfosten, lehmbewurf nur spärlich, Scherben
II. C. Paläolithische zeit. 25
von un verzierter form der römischen zeit); L. Wilser, Der brak-
teat von Grumpan und die runenfrage, s. 103 — 106 (nordische
herkunft der ruuen wegen der großen zahl der dortigen funde;
der brakteat von Grumpan wird genauer betrachtet); 0. Profe,
Vorgeschichtliche jagd, s. 107 — 134.
20. R. Beltz, 10. tagung des nordwestdeutschen Verbands
für altertumsforschung zu Bielefeld (13. — 15. april 1914). Praehist.
zs. 6,354—359.
C. Paläolithische zeit.
21. F. Arentz, Palseolithic chronology. Kristiania 1911.
108 s. — diese nachträglich eingelaufene schrift vertritt einen
eigenartigen Standpunkt, das eiszeitalter war nur eine einzige
periode und nur von kurzer dauer, solange der Golfstrom durch
den damals offenen Isthmus von Panama nach dem Stillen Ozean
abfloß, die eiszeit dauerte im norden ungefähr 5000 jähre, viel-
leicht noch weniger, die eisschicht war nur dünn, die konfiguration
der erdoberfläche wurde durch sie nicht berührt, die meisten
kjökkenmöddinger Dänemarks sind voreiszeitlich, die ältere sowie
des vf.s eigene ansichten werden eingehend beleuchtet, ferner
unterzieht er die funde von Magiemose und Braband einer Unter-
suchung; beide sind nach vf. voreiszeitlich und durch das eis ver-
schleppt, in einem zweiten abschnitt beleuchtet vf. die paläo-
lithische periode im übrigen Europa nach seiner weise, in Mittel-
europa dauerte die eiszeit kaum mehr als 1000 jähre, der mensch
kam zur zeit des Miozäns und Pliozäns (!) von Asien, nicht von
Nordafrika nach Europa, die topf erei war schon in der paläolithischen
zeit bekannt, zwischen ihr und der neolithischen zeit ist allerdings
eine lücke, die durch die eiszeit bedingt wurde.
22. F. Arentz, The antidiluvian man. the easter Island or
Waihu. Kristiania 1914. 38 s. — die steindenkmäler und schrift-
zeichen auf der Osterinsel in der Südsee sind die Überreste des
vorsintflutlichen menschen! die sintflut der heiligen schrift war
die gewaltige Umwälzung im Mitteltertiär, wo die gegenwärtigen
Festländer sich erhoben! das Vorhandensein des menschen in der
ersten hälfte der tertiärzeit wird durch erwägungen geologischer
art zu erweisen gesucht.
23. Fr. Wieg er 8, Die geologischen grundlagen für die
Chronologie des diluvialraenschen, Monatsber. d. deutschen geolog.
gas. 64(1912), heft 12.
24. Fr. Wiegers, Über das alter des diluvialen menschen
in Deutschland. Monatsber. d. deutschen geolog. ges. 65(1913),
heft 11.
26 II- Vorgeschichte und frühgeschichte,
25. Fr. Wiegers, Die entwicklung der diluvialen kunst mit
besonderer berücksichtigung der darstellung des menschen. Zs. f.
ethnologie 46,829—865.
26. H. Klaatsch und W. Lustig, Morphologie der paläo-
lithischen skelettreste des mittleren Aurignacien der grotte von
La Rochette, Dep. Dordogne. mit 61 abb. und 4 tafeln. Archiv
f. anthrop. n. f. 13,81 — 126. dazu: Tr. W. Eisner, Die zahne
von La Rochette, ebda. 127 — 129. — es werden die reste mensch-
licher Skelette behandelt, die mit feuersteinartefakten und durch-
bohrten pferdezähnen (reste eines halsschmucks) im juli 1910 auf-
gefunden wurden und dem mittleren Aurignacien zuzuweisen sind.
27. H. Mötefindt, Eine rekonstruktion des Neandertalers
von La Quina. Kbl. f. anthrop. 1914,2 — 3. — aus L'homme
prehistorique, 2. serie, bd. 1, heft 4, s. 126 ff. wird ein auszug
eines aufsatze von H. Martin gegeben, in welchem die weich -
teile des Mousterienschädels von La Quina zu rekonstruieren ver-
sucht wird.
28. F. Richters, Vergleich paläolithischer artefakte aus
dem Vezeretal mit solchen von Labö und umgegend. Praehist. Zs.
6,176—180.
29. H, Ober maier. Diluviales aus Osterreich. Zeichnungen
der Kostelikhöhle in Mähren. Praehist. Zs. 6,173 — 176. — betr.
köpfe vom Urstier.
30. R. Häusler, Die ältesten spuren vom menschen am
Schweizersbild. Mannus 6,181 — 183.
31. 0. Menghin, Kleine beitrage zur kenntnis des dilu-
vialen menschen in Österreich. Wiener praehist. zs. 1,245 — 255.
— enthält: 1. Ein Aurignacienfund in Nordtirol? 2. Solutreen-
artefakte aus Millowitz in Südmähren. 3. Nachlese zur Gudenus-
höhle in Nieder- Osterreich.
32. E. Werth, Zur kenntnis des Magdaleniens am Bodensee.
Praehist. Zs. 6,203 — 210. — 'die Magdalenienkultur umfaßt die
ganze sog. Spätglazialzeit, die Yoldia- oder Dryaszeit des nord-
europäischen diluvialen Vereisungsgebietes, bis zum eintritt der den
heutigen im wesentlichen gleichenden faunistischen und floristi-
schen Verhältnisse.'
33. G. Werth, Die uferterrassen des Bodensees und ihre
beziehungen zu den Magdalenien-kulturstätten im gebiete des
ehemaligen Rheingietschers. Brancafestschrift, s. 164 — 202. Leip-
zig 1914.
34. F, Birkner, Der paläolithische mensch im bayerischen
Ries. Wiener praehist. zs. 1,15 — 21. — auf grund des werkes
'die diluviale vorzeit Deutschlands' von R. R. Schmidt behandelt
II. C. Paläolithische zeit. 27
vf. die funde in Hohlenstein und im Kanfertsberg (Hexenküche)
bei Lierheim (bez. Nördlingen).
35. K. H. Jacob und C. Gab er t, Die altsteinzeitliche fund-
stelle Markkleeberg bei Leipzig. Veröffentlichungen des städt.
museum für Völkerkunde zu Leipzig, heft 5. Leipzig, K. Voigt-
länder. 1914. 105 s. — die schrift zerfällt in drei hauptab-
schnitte: 1. Die feuersteinartefakte von Markkleeberg. 2. Die
geologischen Verhältnisse der artefaktenfundstätte. 3. Die ein-
ordnung der Markkleeberger artefakte in die prähistorischen und
geologischen stufen des eiszeitalters. — die funde, etwa 300 gute
artefakte, lagen offen in sand- und kiesmassen zusammen mit
Zähnen und knochen vom Elephas primigenius, Equus und Rhino-
ceros antiquitatis. sie bestehen aus handspritzen, klingen, schabern
und absplissen; daneben fanden sich mehr oder weniger bearbeitete
kernsteine, von 69 funden werden abbildungen und beschreibungen
gegeben, drei typen: eine ober-, mittel- und Unterstufe werden
unterschieden und die hauptmasse der funde dem Mousterien zu-
geteilt, eine sichere einreihung in eine geologische stufe will vf.
vorerst unterlassen.
36. C. Gagel, Die altsteinzeitliche fundstelle Markkleeberg
bei Leipzig. Mannus 6,369 — 377. — betrachtungen eines geo-
logen zu der unter nr. 35 verzeichneten schrift. er findet die
gleichsetzung französischer und deutscher paläolithischer kulturen
verfehlt, es kämen verschiedene rassen in betracht.
37. H. Virchow, Der Unterkiefer von Ehringsdorf. Zs. f.
ethnologie 46,869—879.
38. J. Bayer, Die Chronologie der diluvialen kulturen und
ablagerungen in den alpen und in Norddeutschland, Zs. f. ethno-
logie 46,465—477.
39. Fr. Wiegers, Über die prähistorische Untersuchung
einiger deutscher diluvialfundstätten. Zf . f . ethnologie 46,421 — 438.
40. H. Menzel, Die geologische entwicklungsgeschichte der
älteren Postglazialzeit im nördlichen Europa und ihre beziehung
zur prähistorie. Zs. f. ethnologie 46,205 — 240.
41. H. Menzel, Die paläontologischen grundlagen für die
Chronologie des diluvialmenschen. Zs. f. ethnologie 46,241 — 248.
42. G. Gr. Marc Curdy, The man of Piltdown. Amer. anthro-
pology, n. s. 16, nr. 2.
43. G. Gr. Marc Curdy, Interglacial man from Ehringsdorf
near Weimar. Amer. anthropology, n. s. 17, nr. 1.
44. F. Arentz, The paleolithic period of the Scandinavian
Peninsula. Kristiania 1913. 176 s.
28 II- Vorgeschichte und frühgeschichte.
45. Lampert, Prähistorische f ischerei und fischereigeräte.
Archiv für fischereigeschichte 1914. heft 2. s. 93 — 108. — schon
in paläolithischer zeit genoß der mensch fische, besonders den
salm, wie die funde zeigen, in denen auch die spitzangel, die dem
köder in den leib geschossen wird, ferner fischharpunen vertreten
sind, aus der Madeleinezeit sind fischzeichnungen auf renntier-
geweihen bekannt, in den dänischen kjökkenmöddinger finden wir
zahlreiche fischknochen, aber wenig fischereigeräte (krummangel) ;
dagegen sind die letzteren zahlreich an der pommerschen küste
sowie in den pfahlbauten (netzbeschwerer, netzschwimmer, bronze-
angelhaken).
D. Neolithische zeit.
46. A. Seh Hz, Steinzeitliche Wirtschaftsformen. Praehist. zs.
6,211 — 229. — die Wirtschaftsform der neolithischen Völker in
Mitteleuropa, die mehreren rassen angehörten, war recht ver-
schieden, einzelne standen noch auf der sammelstufe, andere auf
der hackbaustufe, andere haben eine auf pflugbau und viehzüchtung
aufgebaute hoch- oder vollkultur. die kulturstufe richtet sich nach
der bodenform und braucht, weil einfacher, nicht niedriger zu sein,
vf. betrachtet besonders Süd Westdeutschland und unterscheidet hier
die schnurkeramische und bandkeramische kultur, die der mittel-
ländischen rasse angehört, während die Rössener kultur der nord-
ländischen und die pfahlbaukultur der alpenländischen rasse an-
gehört, mittelländische und pfahlbaurasse, getrennt durch den ab-
sturz der Alb, bilden die Urbevölkerung, zwischen die mittel-
ländische rasse der lößgebiete wanderten die unseßhaften schnur-
keramiker aus Mitteldeutschland und die nordländischen träger der
Rössener kultur ein. am ende der Steinzeit bedecken die höhen-
siedlungen der alpinen stamme mit der sogenannten Michelsberger
kultur ganz Südwestdeutschland, während die bandkeramiker ver-
schwinden. — vf. verfolgt die kulturen der schnurkeramik, der
pfahlbaustämme, der Michelsberger und Rössener stufe usw., soweit
wir sie aus den funden kennen in ihren einzelnen erscheinungs-
formen (wirtschaftsstufe, kleidung, wohnung usw.). es ergibt sich
dem vf. eine vielgestaltigkeit der lebensverhältnisse in dem von
ihm betrachteten beschränkten gebiet.
47. A. Schliz, Die Vorstufen der nordisch-europäischen
Schädelbildung. Archiv f. an throp. n. f. 13,169 — 201. mit 4 tabellen,
4 abbildungen im text and 4 tafeln. — ausgehend von seiner
theorie, daß in der neolithischen frühzeit ethnische und kulturelle
Übereinstimmung herrschte, untersuchte Schliz die schädelbildung
der einzelnen keramischen kreise in zahlreichen arbeiten, er stellte
bestimmte gruppen auf, darunter auch die des nordisch-europäischen
menschen, er geht nun den Ursprüngen dieser gruppe in den ver-
IT. D. Neolithische zeit. 29
ßchiedenen, bis jetzt bekannten typen der paläolithischen zeit nach,
vf. untersucht zunächst A. Westnordstämme (Megalithkultur, Rössener
kultur, Großgartacher kultur) und die entwicklung ihrer schädel auf
deutschem boden.
48. M. Schnitze, Frühneolithische jagd- und fischereigeräte
der provinz Posen im Zusammenhang mit anderen norddeutschen
funden. Archiv für fischereigeschichte. 1914. heft 2,109 — 132.
— vf. bespricht zunächst die in Bromberg aufbewahrten gerate
aus geweih und knochen (harpunen, äxte, angelhakeu, wurfspeer-
spitze), er vergleicht sodann die Posener funde mit denen im
Magiemose, dessen bewohner nur von jagd und fischfang lebten,
eine abschweifung auf das gebiet der prähistorischen Chronologie
schließt sich an und als deren ergebnis wird mitgeteilt, daß die
funde von fischereigeräten in Norddeutschland der Ancyluszeit an-
gehören, also annähernd um 8000 v. Chr.
49. K. Schumacher, Neolithische depotfunde im westlichen
Deutschland. Praehist. Zs. 6,29 — 56. — betrachtet werden die
funde bzw. deren fehlen in Elsaß-Lothringen, Bayr. Pfalz, Hessen,
Rheinprovinz, Baden, Württemberg, Bayern, Mitteldeutschland und
Norddeutschland. es werden unterschieden: 1. handelsdepots,
2. werkstättenfunde, 3. votivdepots, 4. verstecke, 5. totenopfer.
in den vergleichenden betrachtungen greift vf. örtlich und zeitlich
über das im titel genannte ziel hinaus.
50. G. Bersu, Der hausbau der Steinzeit in Deutschland.
Kbl. Ges. Ver. 62,114—117.
51. C. Schuchhardt, Lissdorf, eine bandkeramische Sied-
lung in Thüringen, Praehist. Zs. 6,293 — 303. — wohngruben,
pfostenlöcher (ein rechteck von 6X3 löchern) von zwei häusern,
staklehm (vom wandbewurf herrührend), tonscherben und wenige
Steingeräte aus grünlichem schiefer, knochengeräte, spinnwirtel
kamen bei der grabung zum Vorschein.
52. P. Quente, Steinzeitliche ackerbaugeräte aus der Ost-
prignitz. erdhacken und pflüge und ihre Schaftungsmöglichkeit.
Praehist. Zs. 6,180—187.
53. A. Stuckmann, Prähistor. gräber und wohnstätten zu
Haffen-Mehr (kr. Rees). Röm,-germ. kbl. 7,49 — 51. — in einer
steinzeitlichen wohnstätte von 5 X 3 m fanden sich 5 eichenpfähle,
die als stützen gedient haben können, ferner ein herd, eine stein-
keule und sonstige fundstücke.
54. J. H. Holwerda, Das große steingrab bei Emmen
(prov. Drente). Praehist. Zs. 6,57 — 67. — das einzige sogenannte
hünenbett in Holland, aus zwei steinkammern bestehend, die von
einer umhegung großer, aufrecht stehender steinblöcke eingefaßt
sind, diese steinblöcke wurden durch eine erdaufschüttung im
so II- "Vorgeschichte und frühgeschichte.
Innern gestützt und mit kleinen füllsteinen in den Zwischenräumen
versehen, die eingänge zu den grabkammern befanden sich auf
der Südseite, wo zwischen wand und deckstein zwei Öffnungen ge-
lassen waren, zu denen aufgänge führten, die funde waren spär-
lich: Scherben der nord westdeutschen Megalithkeramik, feuerstein-
splitter, eine angefangene axt, ein kleiner schmalmeißel und eine
Versteinerung, die durchbohrt als amulett gedient hat.
55. Georg F. L. Sarauw, Magiemose, ein steinzeitlicher
wohnplatz im Moor bei Mullerup auf Seeland, verglichen mit ver-
wandten fanden, beitrag zur beleuchtung der frühneolithischen
Steinzeit im Norden. IL Praehist. Zs. 6,1 — 28. — fortsetzung zu
der Jsb. 1911,2,17 verzeichneten arbeit, hier werden die arte-
fakte aus stein, knochen und hörn behandelt, metall fehlt, ebenso
holzgeräte. die steingeräte bestehen fast alle aus feuerstein; auch
flintabfall war reichlich vertreten, was beweist, daß die her-
stellung der gerate an ort und stelle erfolgte, klingen und messer
fanden sich selten, dagegen spankratzer in großer zahl, längs-
schneidige pf eilspitzen, deren Verbreitung in Europa verfolgt wird,
bohrer, spalter, beile fanden sich in einigen exemplaren.
56. Fornminnes undersökningar vid Jfö-sjön. en stenälders-
boplats funneu vid Jfvetofta. Sydsvenska dagbladet. nr. 276
(11. X. 1914) und nr. 289 (24. X.' 1914). — außer steinartefakten
und knochenwerkzeugen kamen zwei feuerstellen, eine aus größeren,
eine aus kleineren steinen gebaut, und scherben zutage, deren
musterung für südschwedische wohnplätze charakteristisch ist, die
aber verschieden sind von der ornamentierung der gefäße in den
ganggräbern derselben gegend. haben wir es mit zwei ver-
schiedenen bevölkerungselementen zu tun?
57. E. Nygren, Värmlands stenalder. meddelanden fran
Värmlands naturhist. och fornminnesforening, bd. 12,15 — 120. mit
13 tafeln und 3 karten. — vf. gibt eine kurze übersieht über die
bisherige forschung, die perioden der Steinzeit nach Montelius und
reiht die funde der provinz Värmland in diese ein. beilage 1 und 2
drucken den bericht von Djurklous über die värmländischen stein-
kistengräber aus dem jähre 1867 wieder ab; beilagen 3 — 7 geben
ein nach kreisen und Ortschaften gegliedertes Verzeichnis aller
steinzeitlichen funde der provinz. die karten zeigen die Verteilung
der verschiedenen beiltypen, steindolche, lanzenspitzen und stein-
kistenfunde über das behandelnde gebiet.
58. C. M. Fürst, Skelettfynd frän stenäldersgravar i Nerike
samt nägot om vär stenälders befolknings sjukdomar och äkommor.
Fornvännen 1914,17 — 31.
59. S. Erixon, Stenäldern i Blekinge. Farnvännen 1913,
125—212.
IL E. Bronzezeit. 31
E. Bronzezeit.
60. G. Kossinna, Der germanische goldreichtum in der
bronzezeit. I. Der goldf'und vom Messingwerk bei Eberswalde und
die goldenen kultgefäße der Germanen. Mannus-bibl. nr. 12. Würz-
burg, Curt Kabitzsch. 1913. mit 17 tafeln und 24 textabbildungen.
56 s. — eine eilige publikation des fundes, dessen berechtigte be-
schreibung durch C. Schuchhardt (vgl. nr. 61) noch aussteht.
Kossinna glaubt, daß durch seine gründe 'für alle wohldenkenden
nunmehr jeder zweifei an der germanischen herkunft und her-
stellung der mitteleuropäischen goldgefäße beseitigt worden ist.' —
bespr. von S. Feist, Litbl. Fftr. ztg., 25. jan. 1914; von W. Schulz,
DE.12,187— 188; von M. Hoernes, Eist. Viertjs. 25,441—442;
von K. H. Jacob, Cbl. 65,1327.
61. C. Schuchhardt, Der goldfund vom Messingwerk bei
Eberswalde, hrsg. im auftrag des generaldirektors der kg], museen.
mit 13 lichtdrucktafeln und 48 textbildern. Berlin, Verlag für
kunstwissenschaft. 1914. 51 s. fol. — das werk ist noch nicht
ausgegeben, vgl. die besprechung von M. Hoernes, Wiener
präh. zs. 1,298—300.
62. G. Kossinna, Neue goldgefäße aus Frankreich, mit
einem anhang: Herr Schuchhardt und die Wahrheit. Mannus 6,
297 — 308. — ergänzung zu der unter nr. 60 verzeichneten schrift
des vf.s und polemik gegen Schuchhardts anzeigen derselben in
Praehist. Zs. 5,585 ff. nebst abdruck einer berichtigung des vf.s in
Praehist. Zs. 6,198 f.
63. R. Beltz-Schwerin, Die bronze- und hallstattzeitlichen
fibeln. Berlin, Behrend & co. 1914. s. 659—900 des 6. berichts
über die tätigkeit der von der deutschen anthr. ges. gewählten
komm. f. prähist. typenkarten, mit einer kartenbeilage. — mit
dem vorlegenden teil ist das bedeutsame werk der typenkarten der
fibeln zum abschluß gekommen, da die Latenezeit schon früher
erschienen ist und die germanische zeit von Almgren bearbeitet
ist. behandelt werden zwei gruppen: eine skandinavisch-nord-
deutsche (bronzezeitlich) und eine süddeutsch-alpine (hallstättisch).
berücksichtigt sind ferner das ostbaltische gebiet, Holland, Frank-
reich, die Nordschweiz, Osterreich, die entwicklung der ver-
schiedenen fibeltypen aus der nordischen 'urfibel' (nadel mit ge-
schwollenem, durchlochtem hals) wird in eingehender darstellung
verfolgt, während im hauptteil des buches ein systematisches Ver-
zeichnis aller einschlägigen funde und fundorte enthalten ist, deren
graphische darstellung auf der allerdings etwas überladenen karte
gegeben wird.
32 II- Vorgeschichte und frühgeschichte.
64. E. Wagner, Prähistorisches gräberfeld. Singen i. H.
Röm.-germ. kbl. 7,6 — 9. — brandgräber der späteren bronzezeit und
Skelettgräber dar frühen Latenezeit fanden sich vereint.
65. Hilmar Kalliefe, Das bronzezeitliche dorf Hohensalza.
Praehist. Zs. 6,89 — 114. — die wohnstellen wiesen herde und
abfallgruben auf. einzelne kindergräber, skelettreste von hunden
und ziegen, sclierben (etwa 2 ztr.), feuersteine und knochenarte-
fakte, ton perlen, eine bronzefibel und reste von hausbewurf wurden
aufgedeckt, die ansiedlung bestand schon zur ausgehenden Stein-
zeit und reicht in die eisenzeit hinein, einzelne gefäßreste zeigen
sogar slavischen einfluß.
6ö. H. Mente und G. Kossinna, Ein depotfund der jüngeren
bronzezeit aus dem hannoverschen Wendlande. Mannus 6,192 — 201.
— ein bei Tüschau, kr. Lüchow gefundenes tongefäß enthielt
19 platten oder knöpfe verschiedener große mit Ösen, zwei sicheln,
einen tüllenmeißel, zwei paar armringe, eine fibel und einen hals-
kragen.
67. A. Bezzenberger, Ein ornament der späteren bronze-
zeit. Mannus 6,332—333.
F. Hallstattzeit.
68. 0. Montelius, När började allmänt använda järn?
Fornvännen 1913,1—27. 61—91.
69. M. Hoernes, Zur Chronologie der gräberfunde von
Watsch. Wiener präh. zs. 1,39 — 52. — vf. unterscheidet eine
ältere stufe der reinen brandgräber und eine jüngere von solchen
und von skelettgräbern in der großen nekropole der Hallstattzeit
bei Watsch in Krain. in den brandgräbern kamen noch vereinzelt
bronzegeräte vor, in den skelettgräbern (etwa 5°/^ der 1000 auf-
gedeckten gräber) nur noch eisen, die Schmucksachen sind aus
eisen, bei den skelettgräbern nur aus bronze. letztere waren
reicher ausgestattet als die brandgräber.
70. G. Kyrie, Neue prähistorische funde aus Schwechat
bei Wien. Wiener präh. zs. 1,166 — 171. — wohngruben mit feuer-
stellen, topfe, reste von wandbewurf, tierknochen kamen zutage,
die funde gehören der mittleren Hallstattzeit an.
71. G, Hock, Die Frühhallstattzeit im bayerischen Main-
gebiet, mit 2 tafeln. = Frankenland, 1. Jahrgang, nr. 6 'Unsere
heimat vor 3000 jähren'. 23 s. Würzburg, S. Perschmann. 1914.
— allgemeinverständliche darstellung. mit recht hütet sich vf.
vor ethnologischen Schlüssen aus den schädel- und sonstigen
funden. erwähnt wird auch der fund bei Unterglauheim, wo zwei
goldnäpfe zum Vorschein kamen, deren Verzierung ganz den in
II. G. Latönezeit. 33
Eberswalde gefundenen (vgl. nr. 60) entspricht, noch unbekannt
ist bisher ein depotfund aus der nähe von Niedernberg a. M., der
eingehend beschrieben wird.
72. D. Viollier et F. Blanc, Un tumulus du premier äge
du fer ä. Niederweningen (Zürich). Anz. f. Schweiz, altertums-
kunde, n. f. IG, 93 — 102. — der 'Heidenhügel' hatte einen durch-
messer von 15 — 16 m und 2 m höhe und enthielt in einem haupt-
grab und vier nebengräbern brandbestattungen. die urnen waren
beim aufschütten des grabes bereits zerbrochen worden und zwar
aus rituellen gründen, zwei messer und einige Schmucksachen
aus eisen, ferner feuersteinartefakte fanden sich vor.
73. D. Viollier et F. Blanc, Deux tumuli k Uerzlikon
pr^s Kappel (Zürich), ebenda, 102 — 104. — anläge ähnlich wie
bei nr. 72. anhaltspunkte zur sicheren datierung wurden nicht
entdeckt.
74. 0. Almgren, Die ältere eisenzeit Gotlands. nach den
in Statens historika museum, Stockholm, aufbewahrten funden und
ausgrabungsberichten im auftrage des k. Vitterhets historie och
antikvitets akademien dargestellt. 1. heft mit 20 Tafeln. Stock-
holm 1914. — die insel Gotland spielte in vorgeschichtlicher und
mittelalterlicher zeit eine wichtige rolle im handelsverkehr des
Baltikums, das bedingt eine große reichhaltigkeit der funde und
berechtigt zu einer gesonderten betrachtung. der vf. folgt für die
gliederung des Stoffes dem periodensystem von Montelius : die vor-
römische eisenzeit in drei perioden und die römische eisenzeit in
zwei Unterabteilungen, die funde, sowohl die aus gräbern wie ein-
zelne und depotfunde, werden in systematischer anordnung vorge-
führt, tabellen über die fundorte sowie den Inhalt der bekannten
Skelett- und brandgräber werden außerdem gegeben. die sehr
scharf und sauber ausgeführten tafeln enthalten reiches anschauungs-
material.
Gr. Latfenezeit.
75. P. Vouga, La Tene. 5J3ae rapport publie au nom de la
commission de la Tene. fouilles de 1912 et 1913. Musee Neu-
chätelois, mars — avril 1914. 22 s. — wichtige funde wurden
1912 an der berühmten stelle am Neuchäteller see gemacht:
vier Schwerter mit ihren scheiden, reste eines Schildes u. dgl. m.
das ergiebigste jähr war aber 1913: 29 Schwerter, zumeist in den
scheiden, 19 lanzenspitzen, drei vollständige lanzen, ein fast voll-
ständiger Schild, zwei helvetische goldmünzen, ein ganzes Wagen-
rad und reste des wagens, zwei joche usw., insgesamt 186 fund-
stücke, unsere kenntnis der latenezeitlichen bewaffnung und
Jahresbericht für germanische Philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 3
34 II- Vorgeschichte und frühgeschichte
Werkzeuge ist durch diesen reichen fund außerordentlich vermehrt
worden, immer deutlicher tritt auch die bestimmung von La Tene
hervor; es war eine keltische zollstation mit einem brückenüber-
gang, wie Chälons-sur-Saone, nach einer ansprechenden Vermutung
von Dechelette.
76. J. Gruaz, Le cimetiere gaulois de Saint-Sulpice (Vaud).
Anz. f. Schweiz, altertumskunde, n. f. 16,257 — 275. — neben einem
schon früher ausgegrabenen friedhof aus merowingischer zeit wurde
von 1912 — 1914 ein friedhof der Lat^nezeit untersucht, der reiche
ausbeute ergab. neben bestattungen finden sich brandgräber
während der ersten Latenezeit. aus einem grab hob man Schmuck-
sachen der beginnenden Hallstattzeit, bis jetzt sind 87 gräber
untersucht worden, doch liegt der größere teil des friedhofs noch
unberührt.
77. D. Viollier, Les Geltes sur le Rhin. festgabe für
Hugo Blümner. Zürich 1914. s. 261 — 266. — weder geschichte
noch Sprachwissenschaft noch anthropologie vermag den Zeitpunkt
des ersten auftretens der Kelten am Rhein anzugeben, nur die
Vorgeschichte kann das problem nach ansieht des vfs. lösen, kenn-
zeichnend für keltische ansiedlung sind bestattungen in flachgräbern
und die beigäbe von fibeln mit seitlicher Spiralfeder, auf grund
dieser Indizien wird die ankunft der Kelten am Rhein um 550 v. Chr.
angesetzt, eindatum, das auch C. Jullian, Histoire de la Gaule 1,244
angibt.
78. A. Fuchs, Die kultur der keltischen Vogesensiedlungen
mit besonderer berücksichtigung des Wasserwaldes bei Zabern.
mit 21 Skizzen, 6 beilagen und 33 tafeln abbildungen. ein bei-
trag zur frühgeschichte Elsaß-Lothringens. = Bausteine zur Elsaß-
Lothringischen geschichts- und landeskunde, 15. heft. Zabern,
A. Euchs. 1914. 190 s. — vf. gliedert die ergebnisse seiner
forschungen und ausgrabungen auf dem von ihm erwähnten teil-
gebiet der elsässischen Vogesen in folgende abschnitte: 1. Lage und
entstehung der keltischen Vogesensiedlungen. 2. Formen der
keltischen Vogesensiedlungen. 3. Keltische landwirtschaft. 4. Wege
und Straßen, handel und verkehr. 5. Keltische und keltisch-römi-
sche kulturverhältnisse. 6. Keltische und römische töpferware.
7. Keltische und römische spräche. 8. Religion. 9. Totenverehrung.
10. Eingehen der keltischen Vogesensiedlungen. vf. hätte gut
daran getan, bei dem abschnitt über keltische und römische spräche
einen fachmann zu rate zu ziehen, da hier manche irrtümer unter-
laufen sind: aisl. brü 'Brücke' (nicht ae. bru) und kelt. bnva
'brücke', ferner ahd. aj^fel und ir. aball (nicht abal) sind urver-
wandt; das germ. hat seine worte nicht aus dem keltischen ent-
lehnt, wie vf. angibt, im übrigen stützt er sich aber auf gute quellen
II. G. Latenezeit. 35
für seine allgemeinen betrachtungen, die daher zumeist die heutige
ansieht bewährter forscher (z. b. Camille Jullian) wiederspiegeln,
die tafeln bieten ein vortreffliches und technisch vollkommenes
anschauungsmaterial.
79. K. Schumacher, Gallische und germanische stamme
und kulturen im Ober- und Mittelrheingebiet zur späteren Latene-
zeit. PraehistZs. 6,230 — 292. — vf. will vor allem dahin wirken,
daß eine umfassende Sammlung und schärfere sichtung germ. und
kelt. kulturguts in den grenzgebieten versucht wird, die ent-
stehung der Lat^nekultur wird mit Dechelette — auf dessen bahn-
brechenden Manuel d'archeologie rühmend hingewiesen wird — in
Ostfrankreich und der nähe des Ober- und Mittelrheingebiets ge-
sucht, von hier aus seien die Kelten vorgedrungen, um am ende
der Latenezeit ihre größte Verbreitung zu erreichen; ihre kultur
war eine weltbeherrschende von großer einheitlichkeit, die allerdings
Sondererscheinungen bei den einzelnen keltischen stammen nicht
ausschließt, diese werden des näheren verfolgt und zwar L die
helvetische gruppe. 1. in La Tene und 2. andere gleichzeitige
Schweizer funde. 3. die Rauriker. 4. die funde helvetischer her-
kunft in Südwestdeutschland zwischen Rhein und Main. 5. die
angeblichen spuren von Germanen in der Schweiz. IL andere
keltische stamme des Oberrheins. 1. Sequaner und Aeduer. 2. Vinde-
liker, Bojer usw. IIL die Beigen (Mediomatriker, Treverer u. a.).
IV. die linksrheinischen Germanen: Triboker, Nemeter, Vangionen,
Ubier. V. die rechtsrheinischen Germanen: Ubier, Usipeter, Mattiaker,
Sueben, Markomannen. VI. die beziehungen der rheinischen stamme
mit den gall. und germ. kulturen Mittel- und Norddeutschlands,
aus den darlegungen des vorsichtigen und gründlichen kenners der
archäologischen Verhältnisse auf dem behandelten gebiet gewinnt
man den eindruck, daß es vorläufig und vermutlich für immer un-
möglich ist, die historischen Völkerschaften mit bestimmten boden-
funden in einklang zu bringen, zwar nimmt man z. b. an, daß die
Germanen brandbestattung, die Kelten erdbestattung ausübten;
aber es finden sich auch brandgräber mit gallischem Inventar,
ferner haben wir ganz bedeutend mit der Übernahme keltischen
kulturguts seitens der Germanen zu rechnen, auch nach der ersten
Latenezeit, selbst in der tonware, die doch sonst bodenständig ist.
hübsch ist andererseits die beobachtung, daß die Mattiaker von
den Chatten abstammen, weil die funde von caput gentis Mattium
(bei Metz) mit zahlreichen gräberfunden bei Gießen, Butzbach
und Wiesbaden übereinstimmen.
80. H. G. Stehlin und P. Revilliod, Die prähistorische
ansiedlung bei der gasfabrik in Basel (fortsetzung). V. Die tier-
knochen. VI. Der hausrat der grubenbewohner, Anzeiger f. Schweiz.
3*
36 11- Vorgeschichte und frühgeschichte.
altertumakunde, n. f. 16,1 — 11. — fortsetzung zu Jsb. 1913,2,21.
die ausiedlung- stammt aus der letzten zeit dei* Lateuekultur, wie
die keramischen und sonstigen funde beweisen, aus bronze be-
stehen die bruchstücke dreier fibeln, sowie ein messer, dessen
griff in einen köpf mit halsring endet, er zeigt die charakteristi-
schen merkmale eines Galliers (haartracht nach Diodor). aus eisen
bestehen zwei reste von langschwerterklingen, ein speerspitzenbruch-
stück, messer, ein bohrer usw. gegenstände aus glas, ton, knochen
und stein kamen ebenfalls zum Vorschein.
81. 0. Menghin, Ein umwallter Latene-pfahlbau am Ritten
(Südtirol). Wiener präh. zs. 1,58 — 77. — aus dem vermoorten
boden wurden pfähle, Schmucksachen, eiserne gerate und waffen,
steinschaleu, holzteile von geraten, holzgeräte, scherben, römische
münzen des 2. jahrhs. v. Chr., eine etruskische inschrift (links-
läufig): laseke maiexe auf einem stein herausgeholt.
82. Kram er, Spät-Latene-siedelung. (Eberstadt, kr. Gießen.)
Röm.-germ. kbl. 7,38—40.
83. J. Michel, Das Latene-gräberfeld zu Bodenbach a. d. Elbe.
Wiener präh. zs. 1,189 — 219. — es fanden sich sowohl skelett-
wie brandgräber, wo die urnen in 30 — 60 cm tiefe standen und mit
einer steinsetzung umgeben waren, sonstige beigaben waren nicht
sehr viele: bronzenadeln und -fibeln, reste eines bronzearmbands
und -gürteis, eisenfibeln, eiserne gürtelhaken und -ringe kamen in
geringer zahl zum Vorschein.
H. Landschaftliches uud zeitlich unbestimmbares.
84. B. Reber, Deux villages pr^historiques au sommet du
Reculet. Bull, de l'institut national Genevois, 41,83 — 96. — in
öder gegend des Jura hat vf. zwei ansiedlungen untersucht, die
mauern der häuser aus Jurakalk sind bis zu 1,20 m hoch und
1,70 m dick, wall und graben umgaben die ansiedlung. da die
anwendung von mörtel den erbauern unbekannt war, so sind die
ansiedlungen mindestens vorrömisch, da keine grabung veranstaltet
wurde, so bleibt die nähere Zeitbestimmung vorerst ungewiß.
85. B. Reber, Les fouilles sur l'emplacement de la Made-
leine-Longemalle ä Geneve. Bull, de l'instut Genevois 41,331 — 355.
— aus vorhistorischer zeit fanden sich nur wenige scherben
gallischer herkunft, die hauptmasse der funde stammte aus römi-
scher zeit: reste von gefäßen, gewichte usw., auch zwei einge-
mauerte römische inschriftensteine kamen zum Vorschein, einer mit
dem namen Mala, einer nymphe (vgl. nr. 133). endlich fand man
auch mittelalterliche keramik. da zahlreiche reste von einge-
rammten pfählen darauf hindeuteten, daß hier ein hafen gelegen
II. H. Landschaftliches und zeitlich unbestimmbares. 37
hat, so sind die gegenstände wohl nach und nach ins wasser ge-
fallen, um später, als dei' see zurückging, von bauschutt und von
häusern überdeckt zu werden.
86. E,. Häusler, Die ausgrabungen beim Schweizersbild,
Mannus 6,245—260.
87. J. Bayer, Urgeschichtlicher Jahresbericht aus Osterreich
1909 — 1911. 1. Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol
und Vorarlberg. Wiener präh. zs. 1,88 — 102. 2. Böhmen, Mähren,
Galizien, Bukowina, ebenda s. 102 — 136.
88. A. Egger und 0. Menghin, Die prähistorische an-
siedlung von Stuf eis (Brixen a. E.) in Südtirol. Wiener präh. zs.
1,172 — 188. — zwei kulturschichten kamen zutage, die untere
Schicht lieferte reste von fünf hausanlagen (mauerwerk von 1,70 m
höhe, fußboden aus lehm, innenmauern aus schieferplatten von
30 — 40 cm höhe, die vielleicht als podien anzusehen sind und ver-
putzstücke), einem töpferofen. gewichte, gefäße, fouersteinartefakte,
bronzeobjekte. die obere kulturschicht enthielt mehrere kleinfunde
aus eisen, die untere schiebt gehört dem ausgang der Hallstatt-
zeit, die obere schiebt der frührömischen zeit.
89. S. Mahr, Die älteste besiedlung des Linzer bodens.
Wiener präh. zs. 1,278 — 290. — vf. verfolgt die funde von der
neolithischen zeit bis zur völkerwanderungszeit.
90. E. Simek, Grundzüge der Vorgeschichte Böhmens. Wiener
präh. zs. 1,22 — 38. — nach einem überblick über die bisherige
forschung bespricht vf. das paläolithikum, neolithikum und das
äneolithikum Böhmens in dem bis jetzt veröffentlichten abschnitt
91. A. Gottwald, Predhistoricke nalezy z okoli Urcic.
Zvlästni otisk z caposisu Morav. musea zem. Brunn 1914. —
hockergräber, gefäße, steinartefakte, bronze- und eisensachen sowie
goldner schmuck wurden aus den 258 untersuchten gräbern des
totenfeldes in der Umgebung von Urclic, besonders bei dem dorfe
Kumberkach, gehoben.
92. Jaroslav Palliardi, Die relative Chronologie der jüngeren
Steinzeit in Mähren. Praehist. Zs. 1,256 — 277. — vf. gruppiert
folgendermaßen: A. Alt-neolithikum. I. Linear-keramik. 1. ältere,
2. jüngere. IL Stichkeramik. III. Bemalte keramik. 1. rot auf
schwarzem gründe und polychrom. 2. rot auf lichtem gründe
und weißmalerei. a) ältere stufe, b) jüngere stufe. B. Jung-
neolithikum. L Pfahlbau- und nordische keramik. IL Fortentwick-
lung der pfahlbaukeramik, weiß inkrustierte tiefstich- und kane-
lierte keramik. III. Schnurkeramik.
92. A. Mahr, Die prähistorischen Sammlungen des museums
zu Hallstatt. = Materialien zur Urgeschichte Österreichs. hrsg.
von der Wiener präh. ges. I. serie. 1. heft. Wien 1914. 63 s. —
38 -II- Vorgeschichte und frühgeschichte.
vf. gibt in den einleitenden allgemeinen bemerkungen einen
überblick über die Hallstätter Sammlung und die geschicke der
dortigen grabuugen. unter den funden sind neben der jüngeren
Steinzeit sowie der bronzezeit hauptsächlich die der Hallstattzeit
vertreten, die in funde aus der nekropole, solche vom Salzbergrevier,
bergbaufunde und sonstige gegliedert werden. Unterabteilungen
sind nach fundjahren und, soweit das nicht möglich war, nach sach-
lichen gesichtspunkten angelegt, endlich sind noch Latene-funde
verzeichnet, ein Sachregister sowie 8 tafeln mit abbildungen sind
beigegeben, die in Hallstatt aufbewahrten funde bilden nur eine
kleine nachlese, da die hauptmenge der ausbeute in Wien aufbe-
wahrt wird.
94. Fr. Metz, Der Kraichgau. mit 4 kartenskizzen. = Ab-
handlungen zur badiechen landeskunde, 4. heft. Karlsruhe, G. Braun.
1914. 127 s. — uns interessiert besonders der II. teil: Siedlungen,
der die römischen, nachrömischen und deutschen Siedlungen, die
anthropologie der bewohner, die kultur der Alemannen und Tranken
neben allgemeinen erwägungen behandelt, die gegend ist mit resten
und erinnerungen an die Römerzeit (flurnamen) übersät, alemannische
und fränkische Siedlungen lassen sich nicht streng auseinander-
halten (-ingen und -heim-orte sind keine sicheren kriterien, sie er-
scheinen kombiniert und werden im laufe der zeit sogar ver-
tauscht), in anthropologischer hinsieht sind mehrere typen vor-
handen: der reingermanische ist mit etwa 25 ''/q vertreten.
95. Reinecke, Ausgrabungen auf dem Lindenberge zu
Kempten 1913. Röm.-germ. kbl. 7,28—30.
96. R. Herold, Beiträge zur Vorgeschichte Erlangens und
seiner Umgebung. 1. Funde und grabungen vor august 1913.
2. Die grabung bei Kosbach im august 1913: Der Kosbacher altar.
Erlangen, Max Mencke. 1914. 42 s. — nach einem kurzen über-
blick über ältere grabungen und funde teilt vf. eingehender das
ergebnis einer von ihm im jähre 1911 vorgenommenen Unter-
suchung eines schon früher geplünderten hügelgrabs der ausgehen-
den Hallstattzeit mit. eine zweite grabung nahm vf. bei Kos-
bach vor; in dem hügelgrab fanden sich neben hornsteinartefakten
bronzeschmucksachen, darunter vier halsringe, sechs tongefäße mit
kalzinierten knochen und holzkohle, endlich eine quadratische
Steinsetzung mit einem mittelblock, die durch eine lettenschicht
von einer unteren steinsetzung getrennt war. um den mittelblock
fanden sich gefäßreste. vf. glaubt darin eine vorgeschichtliche
kultstätte (altar) erblicken zu sollen.
97. H. Baldes und G. Behrens, Birkenfeld. = kataloge
west- und süddeutscher altertumssammlungen III. mit 16 tafeln
II. H. Landschaftliches und zeitlich unbestimmbares. 39
und einer kartenbeilage. Frankfurt a. M., J. Baer u. co. 1914.
137 s. — die arbeit zerfällt in vier hauptteile: 1. Allgemeiner
teil. 2. Inventar der Sammlung. 3. Archäologische ortskunde des
fürstentums. 4, Besiedlungsgeschichte, a) Vorrömische zeit (stein-
und bronzezeit, Hallstattzeit, Latenezeit). b) Römische zeit, c) Nach-
römische zeit, im Sammlungsverzeichnis wie in der systematischen
darstellung nimmt die römische zeit den breitesten räum ein. die
funde aus der stein- und bronzezeit sind zumeist zufallsfunde, erst
in der Hallstattzeit sind die funde durch systematische grabungen
festgelegt, die besiedlungsgeschiclite beginnt daher auch erst mit
der jüngeren Hallstattzeit, in der Latenezeit, die anfangs reich
vertreten ist, lassen sich kultureinflüsse vom Mittelmeer (Massilia)
aus nachweisen, das land war stark besiedelt; die Siedlungen
(über 500) liegen zumeist an nachgewiesenen prähistorischen straßen.
die mittlere Latenezeit fehlt fast ganz, an die stelle der er-d-
bestattung tritt nunmehr das brandgrab. vf. (Baldes) möchte in
dem abbrechen der kultur einen beweis für das eindringen der
Germanen sehen, in diese zeit soll auch die entstehung der ring-
wälle fallen (größter bei Otzenhausen). die römischen straßen des
landes werden eingehend verfolgt, in der nachrömischen zeit blieb
die keltoromanische bevölkerung zunächt erhalten; die -weiler-orte
bilden ^/^ aller orte des fürstentums; -Jieim-ovte kommen nur ver-
einzelt vor; fränkische gräber fehlen, die wirkliche germanische
kolonisation erfolgte wohl erst zur Karolingerzeit.
98. H. Baldes, Kingwall auf dem Elsenfels. (Nohfelden,
fürstentum Birkenfeld.) Röm.-germ. kbl. 7,65 — 67.
99. C. Mehlis, Eine vorgeschichtliche befestigung auf dem
'Heidelberg' bei Hambach i. d. Pfalz. Kbl. Ges. Ver. 62,64—67.
100. K H, Jakob, Die ausgrabung der hügelgräber in der
Harth. Jahrbuch des städt. museums f. Völkerkunde zu Leipzig, bd. 5.
101. P. Hörter, Die basaltlava-industrie bei Mayen (Rhein-
land) in vorrömischer und römischer zeit. Mannus 6,283 — 294. —
vf. bespricht besonders den zweck der sog. Napoleonshüte, die als
mahlsteine gedeutet werden, die spitze stand nach unten.
102. G. Wilcke, Eine steinerne armschutzplatte aus der
flur Gosek, kr. Querfurt. Mannus 6,322—323.
103. H. Mötefindt, Die diebeshöhle bei Uftrungen, kr.
öangerhausen. Zs. f. ethnol. 46,646 — 661. — von prähistorischen
funden kamen scherben des Lausitzer typus, ein Aunjetitzer henkel-
topf, knochen- und bronzegeräte, ein bernsteinstück, getreide-
reste usw. zum Vorschein.
104. H. Mötefindt, Aus thüringisch-sächsischen privat-
sammlungen vor- und frühgeschichtlicher altertümer. Zs. f. ethnol.
46,662—669.
40 II- Vorgeschichte und frühgeschichte.
105. A. Kiekebusch, Die ausstellung der Bucher funde
im Märkischen museum zu Berlin (april bis Oktober 1914) und
neue beobachtungen in vorgeschichtlichen wohnstätten. Kbl. f.
anthr. 1914,61—73.
106. R. Stimming, Nachtrag über fibelformen der bronze-
und eisenzeit in der mark Brandenburg und in der provinz Sachsen.
Mannus 6,184—191.
107. M. M. Lienau, Über megalithgi-äber und sonstige grab-
formen der Lüneburger gegend. (Mannus-bibliothek 13.) Würz-
burg, C. Kabitzsch. 1913. — bespr. von S. Feist, DLz. 35,
1976—1978 und G. Wolff, Röm.-germ. kbl. 7,59—61.
108. H. Kalliefe, Ein hügelgrab von Schedbojewitz bei
Hohensalza. Mannus 6,326 — 331. — Zeitalter unbestimmbar.
109. G. Wilcke, Noch einmal: Das gräberfeld in Wilhelms-
höhe bei Usch, prov. Posen. Mannus 6,202 — 210. — bespricht
ein gefäß, das dem rümpf eines vogelkörpers gleicht (große
11X8X8 cm), das als seelenbehälter mit rücksicht auf ein ähn-
liches ehernes gerät, das bei den Ewe-negern in gebrauch ist, ge-
deutet wird, es besteht aus zwei hohlen halbkugeln aus messing,
deren untere auf einem fuß ruht, während die obere einen sitzen-
den vogel trägt, es wird von den eingeborenen Dahomes als 'seelen-
gefäß' bezeichnet, das die seele eines soeben verstorbenen eine ge-
wisse zeit beherbergen solle (s. 207).
110. Seger, Stand der urgeschichtsforschung in Schlesien.
Kbl. Ges. Ver. 62,106—111.
111. H. Menzel, Der burgwall bei Cratzig im kreise Köslin.
Praehist. Zs. 6,330 — 347. — bei der nochmaligen durchforschung
des schon früher untersuchten walles kamen außer zahlreichen
tierknochen auch scherben zutage, die zeigten, daß der burgwall
in die spätwendische zeit gehört, im innenraum des walles be-
fanden sich wohnstätten.
112. 0. Almgren, De pägäende undersökningarna om Sveriges
första bebyggelse. Fornvännen 1914,1 — 16.
113. T. J. Arne, La Suede et l'Orient, etudes archeolo-
giques sur les relations de la Suede et de l'Orient pendant l'äge
des Vikings. = Archives d'etudes orientales, vol. 8. Upsala 1914.
243 s. — vf. behandelt die historischen nachrichten und die Zeug-
nisse der runendenkmäler über die beziehungen zwischen Schweden,
Rußland und dem nahen Orient sowie die handelsstraßen in einer
einleitung. im hauptteil werden die in Rußland gefundenen Ob-
jekte skandinavischer herkunft (gräber der Wikinger, mit ihrem
inhalt und zerstreute funde) nach provinzen geordnet, betrachtet,
die ältesten stammen aus dem 8. jahrh. n. Chr., zunächst in Kurland,
II. J. Germanen. 41
von da breiten sie sich weiter aus und erreichen den höhepunkt
im 10. jahrh. weiter geht vf. auf die orientalischen münzen und
die handelsstraßen in Rußland ein, um dann auf die objekte orien-
talischer herkunft, die in Schweden gefunden wurden, überzugehen.
um einen maßstab für den regen verkehr zu haben, erwähnt er
z. b., daß in Schweden, zumal auf Gotland, nicht weniger als
24000 ganze arabische münzen und 14000 bruchstücke von solchen
gefunden worden sind, die funde in Schweden werden nach ihrer
herkunft klassifiziert: finnische und permische, baltische, nach-
sassanidische (vom randgebiet des Kaspisees herrührend), slavische
und bj'zantinische. zum Schluß wird ein zusammenfassender über-
blick und eine fundkarte für Rußland gegeben. — bespr. von
M. Hoernes, Wiener präh. zs. 1,304 — 305.
114. T. E. Karsten, Svenskarnas Bosättningar i Pinland.
Svenska litteraturselskapets förhandl. o. Upps. 27. Helsingfors
1914. — vf. behandelt zunächst die bodenfunde in den ver-
schiedenen vorgeschichtlichen perioden in Pinland, wobei er sich
der mithilfe von 0. Montelius bedienen durfte, aus der gleich-
artigkeit der funde auf ost- wie westbaltischem gebiet wird auf
eine einheitliche bevölkerung germanischer rasse um das baltikum
geschlossen, aus prähistorischen funden wird die zeit der ein-
wanderung der Finnen aus den Ostseeprovinzen vom 2. — 4. jahrh.
n, Chr. angesetzt, die spuren der älteren germanischen besiedlung
Finnlands findet vf. in zahlreichen orts-, fluß- usw. namen wieder,
denen der hauptteil der schrift gewidmet ist. er verfolgt sie an
band der namen von der vorhistorischen zeit bis zum Schluß des
mittelalters. ein dritter kurzer abschnitt befaßt sich mit dem fort-
leben germ. götterglaubens in Finnland, ein literaturverzeichnis
bildet den schluß der schrift,
J. Grermanen.
115. Reallexikon der germanischen altertumskunde. unter
mitwirkung zahlreicher f achgelehrten, hrsg. v. J. Hoops. 2. bd.
F — J. mit 37 tafeln und 26 abbildungen im text. Straßburg,
K. J. Trübner. 1913—1915. 630 s. (vgl. Jsb. 1913,2,107). —
hervorzuheben sind etwa die artikel: Germanen, in dem R. Much
die Germanenheimat mit der Indogermanenheimat gleichstellt; germa-
nische sprachen von Fr, Kluge; Geschichtschreibung von K, Hampe,
Goldschmiedekunst, der weit über Verhältnis ausgedehnt ist, von
Th. Hampe; Handel (deutscher) von W. Stein, (englischer) von
R. J. Whitwell, (nordischer) von A. Bugge; Heldensage von
A. Heusler; Indogermanische sprachen von A. Bartholomae;
Die botanisclien artikel gerste, hafer, hirse von J. Hoops usw. —
42 n. Vorgeschichte und frühgeschichte.
bespr. von G. Neckel, GRMon. 6,269—276, Archiv 132,234, von
S. Feist, Litbl. Ff tr. Zg. 1. 2. 1914 und H. Beschorner, Cbl. 65.
224—229.
116. C. Müller, Altgermanische meeresherrschaft. Gotha,
Fr. A. Perthes. 1914. 486 s. 13 tafeln und 2 karten. — das
ziel, das sich vf. steckt, ist die altgermanische seegeltung von
dem dunkel der europäischen Urgeschichte an bis zum ende der
Normannenzeit zur darstellung zu bringen, er teilt sein buch in
folgende abschnitte: 1. Die urzeit. 2. Seemythische niederschlage.
3. Geschichtliche anfange. 4. Völkerwanderung zur see. 5. Ost-
und Nordsee im frühmittelalter. 6. Die Wikingerzeit. 7. See-
heldentum in der dich tung; jeder abschnitt weist mehr oder minder
zahlreiche Unterabteilungen auf. ein 8. abschnitt: hauptquellen-
nachweis gibt die literatur zu den einzelnen abteilungen. richtiges
und falsches mischt sich in dem buche; so spricht vf. zwar von
der 'blonden edelrasse' der Indogermanen, neigt aber dazu, deren
ursitze in dem großen russisch-asiatischen Steppengebiet zu suchen,
die Edda wird zwar ganz richtig als kunstdichtung aus der zeit
des Übergangs vom heidentum zu Christentum gekennzeichnet, aber
ihre weltschöpfungs- und untergangssagen doch als 'altnordische
kosmogenie', also als etwas spezifisch germanisches, hingestellt,
während er vielen landläufigen meinungen in bezug auf germa-
nische götter recht kritisch gegenübersteht, äußert er doch wieder
die zweifelnde Vermutung, ob die Kimbern nicht mit den Kimme-
riern identisch sein könnten, das buch vereint in weitausgreifender,
vielleicht zu umfassender darstellung, wenn man den titel im äuge
behält, vieles gut ausgewählte und brauchbare material, zieht auch
zumeist richtige Schlüsse, läßt aber doch an nicht wenigen stellen
die selbständige kritik gegenüber den benutzten werken vermissen.
— bespr. von K. Waschmitius, Cbl. 65,1189—1191; von E. Fit-
ger, Grenzboten 73,2,234—236; von A. Gebhhardt, ZfVk. 24,
216—217; von Fr. Kauf f mann, ZfdPh. 46,95—96.
117. G. Schwan t es. Aus Deutschlands Urgeschichte. 2. verb.
aufl. Leipzig, Quelle & Meyer. 1913. — bespr. von H. Tertsch,
ZfRw. 38,690—691.
118. L. Wilser, Die Germanen, beitrage zur Völkerkunde.
2. bd. Leipzig, Dieterich. 1914. 370 s. — fortsetzung zu Jsb. 1913,
2,109. der band umfaßt vom geschichtlichen teil III: 3. Den suebisch-
herminonischen stamm, a) Schwäbische Völker; b) Die Baiern.
4. Den vandilisch-gotischen stamm, a) Ost- und Westgoten; b) Die
Burgunden; c) Wanderwege der Wandalen. 5. Den sächsisch-
niederdeutschen stamm, a) Niederländer; b) Sachsen, und den
IV. kulturgeschichtlichen teil. 1. Kupfer und qrz. 2. Das runen-
rätsel. 3. Zeitrechnung. 4. Heilkunde. 5. Sang und dichtung.
II. J. Germanen. 43
6. Germanische kunst. über den historischen teil gehen wir hin-
weg; wer sich über diese seite des germanischen lebens näher
unterrichten will, findet ja in L. Schmidts werken einen zu-
verlässigen führer. im kulturhistorischen teil werden Tyrsener
(= Etrusker) und Pelasger den thrakischen Völkern zugezählt
(s. 178); die bronze ist in Schweden erfunden worden; die runen
sind ein 'urarisches aiphabet'; die urnordischen runeninschriften
sind 'schwäbischen' Ursprungs; die spange von Freilaubersheim
'sächsisch'! in dem abschnitt 'sang und dichtung' wird der mehr-
stimmige nordische volksgesang als dem kirchgesang überlegen er-
klärt und als autorität für diese Umwertung der begriffe auch —
W. Pastor (risum teneatis) genannt! das buch läßt sich als
materialsammlung und durch die zahlreichen hinweise auf ein-
schlägige werke (darunter freilich auch zahlreiche wertlose, die
kritiklos überschätzt werden) wohl verwerten; inhaltlich gibt es
durch die vorgefaßte meinung, alles wertvolle der weltkultur sei
germanischen Ursprungs, ein ganz schiefes bild des eigentlichen
ganges der entwicklung. — bespr. von M. Ho er n es, DLz. 35,
2325—2327. bd. 1 bespr. von v. Hoverka, Mitt. d. anthrop.
gesellsch. in Wien 44,71—72 und von S. Feist, Litbl. Fftr. Zg,
15. 9. 1914.
119. ß. Braungart, Die Südgermanen, die Bojer, Vinde-
lizier. Räter, Noriker, Taurisker usw. waren nach all ihren land-
wirtschaftlichen geraten und einrichtungen keine Kelten, sondern
Urgermanen, höchstwahrscheinlich das stammvolk aller Germanen,
mit 334 abbildungen und 9 tafeln. 2 bde. 1914. — das werk
selbst war nicht erhältlich, sondern nur ein inhaltsverzeichnis der
einzelnen abschnitte, darnach zu schließen sind die zwei bände eine
Sammlung von essays über die verschiedensten fragen der Vorge-
schichte und Sprachgeschichte, über die kulturpflanzen, landwirt-
schaftlichen gerate, haustiere der angeblichen Germanen, die hoch-
äckerfrage usw. usw. der titel selbst ist ja schon ein programm,
das allen unsern geschichtlichen kenntnissen zuwiderläuft, was
unter der keltischen Oberschicht bei den angeführten Völkern steckt,
ist ja schwer zu sagen, Germanen (in dem gebräuchlichen wort-
sinne) aber entschieden nicht.
120. H. Baldes, Gladius und Henkelkrug aus Augustäischer
zeit (Neunkirchen, fürstentum Birkenfeld). Röm.-germ. kbl. 7,67 — 69.
— aus einem Germanengrab der Spätlatenezeit.
121. A. Günther, Eine Germanen-statuette ausUrmitz a. Rh.
Mannus 6,210 — 211, vgl. K. Schumacher, Germanendarstellungen.
122. A. Kiekebusch, Die altgermanische Siedlung von
Lagardesmühlen bei Cüstrin. zugleich ein beitrag zur geschichte
44 n. Vorgeschichte und frühgeschichte.
des germanischen backofens (ausgrabungen des Märkischen museums
1913/1014). Praehist. Zs. 6,303—330. — nach abheben der 25 cm
starken humnsschicht kam pfostenlöcher, wohngruben, herdstellen,
abfallgruben, backöfen (diese ganz neuartig) zutage.
123. K. Kramär, Die Germanen des Tacitus und die Völker-
wanderungen in der Urgeschichte der alten weit, mit einem nach-
trag von U. Kramär. Budweis 1914. — im ersten teil der schrift
gibt vf. eine Zusammenstellung der orts- und völkernamen der alten
weit um das becken des Mittelmeers, um den ethnischen Zusammen-
hang der bevölkerung in dessen randgebieten nachzuweisen, ehe
die arische einwanderung kam. dieser kaukasische urstamm ist
aus Turkestan gekommen und in Nordafrika noch erhalten ge-
blieben, zu ihm gehören auch die Sudanesen! aus Turkestan
stammt auch die indogermanische völkerfamilie, dafür ist die an-
wesenheit der Goten in Stidrußland ein beweis! die Kelten sind
dem afrikanischen zweig der Indo-Kaukasier näher verwandt, die
Germanen sind keine echten Deutschen, sondern 'nächste ver-
wandte der Kelten des zentralen Galliens und somit auch der
nordafrikanischen stamme, anderseits vorfahren der modernen
Kelten'! nun möchte man doch gern wissen, wer die 'echten
Deutschen' sind! zum Schluß wird die Übereinstimmung der Bantu-
sprachen mit den kaukasischen und indoeuropäischen durch eine
Wortliste 'bewiesen' (z. b. kam. ka-landi 'erde': got. land^ her. in-
dino 'heute': ai. dina 'tag'), also dilettantische Spielereien der be-
kannten art.
124. 0. L. Jiri GZ ek. Die Arminiuslieder bei Tacitus. GRMon.
6,113 — 117. — vf. bezieht sich auf die behandlung der stelle:
caniturque adhuc barharas apud gentes (Tacitus, Annalen 2,88) durch
Reitzenstein, Hermes, 1913, 268 ff., 617 ff., wonach Tacitus den
ganzen ausdruck aus Xenophon, Kj'rupaideia 1,2, 1 entlehnt habe,
wo es heißt: (KvQog) qdszat eh y,al vvv vno tcüv ßaqßdqwv. es
sei also nicht an heldenlieder zu denken, sondern an ein einfaches
erzählen, das will vf. nicht gelten lassen; bei Tacitus heiße
canere stets: singen, dichtungen vortragen, in gedichten feiern.
125. Herm. Schreuer, Altgerm, sakralrecht. I. Zs. d. Sav.-
stift. f. rechtsgesch., germ. abt. 34,313 — 404.
126. Gl. V. Schwerin, Germanistische rechtsgeschichte.
Geiste8%vi8S. 1,572 — 578.
127. G. F. L. Sarauw, Das rentier in Europa zu den
Zeiten Alexanders und Caesars. Mindeskrift for Jap. Steenstrup.
Kopenhagen 1913. — der Tarandos des Aristoteles und der Bos
Cervi figura Caesars stammen aus dem land der Gelonen bzw. der
Budiner in Ostrußland in den gouv. Saratow, Simbirsk, Kasan,
Wjatka und Pei'm.
II. K. Römisch-germanisches. 45
128. Schon früher besprochen: Fr. Kauf f mann, Deutsche
altertumskunde. 1. hälfte. vgl. Jsb. 1913,2,106. — bespr. von
H. Beschorner, Cbl. 65,224—229; von K. Schumacher, Litbl.
35,326—327; von S. Eeist, Litbl. Fftr. Zg. 22. febr. 1914; von
L. Schmidt, Hist. Viertjs. 25,103 — 104; von Grupp, Hist. jb.
35,226—227; von G. Kinateder, BfGw. 50,321—322; von K. F.
V. Kummer, Allg. litbl. 23,349 — 350; von E. Herr, NJb. 34,
104-105; von 0. Genest, Sokrates 2,670—677.
K. Römisch-germanisclies.
129. Fr. Gramer, Römisch-germanische Studien, gesammelte
beitrage zur röm.-germ. altertumskunde. mit einer karte des limes-
gebiets. Breslau, F. Hirt. 1914.' 263 s. — ein teil der hier ver-
einigten 26 aufsätze war früher schon gedruckt, ist aber auf den
gegenwärtigen stand der forschung gebracht worden; 10 sind ganz
neu. was den inhalt der aufsätze angeht, so sind einige päda-
gogischen zwecken gewidmet, andere populären inhalts. besonders
wertvoll ist der abschnitt: der obergermanisch-rätische limes, iu
dem zum teil noch unbekanntes material verwertet ist. in dem
abschnitt: Bormitomagus- Wormazfeld- Worms wird die ansieht ver-
treten, das Stammwort borm- sei ligurisch. das ist eine heute
weitverbreitete ansieht, aber wir wissen nichts davon, daß Ligurer
am Rhein saßen, und darf man auf bloße namensanklänge hin
Völker ohne weiteres in eine gegend versetzen? es gibt z. b. ein
'Kirn' (aus germ. *kivernus 'mühle') a. d. Nahe und ein 'Kirn' (zu cj'mr.
vair aus lat. castra) am Firth of Clyde; an beiden stellen wohnten
sogar einmal Kelten und doch ist der Ursprung der namen ganz
verschieden, im aufsatz 'der name der Eifel' wird behauptet, Eifel
stamme von einem bachnamen Aquila (vgl. Auelbach, ein zufluß
der KyU); aus aquüinsis habe sich die volkstümliche form aflinsis,
efiinsis (pagiis eflinsis a. 762 = pagus aquüinsis a. 893) entwickelt
und (;laraus sei der name erst abstrahiert, in dem aufsatz: gibt
es slavische Ortsnamen links des Rheins? wird diese in der luft
schwebende behauptung eingehend zurückgewiesen. — die paar
proben zeigen, welche fülle von problemen in anregender und zu-
meist sachkundiger weise in dem buche behandelt werden. —
bespr. von Hans Witte, DE. 13,60—61; R. Weynand, Mtschr.
13,275—276; L. Schmidt, Hist. Viertjs. 25,442; Fr. Koepp,
NJb. 33,287—281 und G. Wolff, Berl. ph. wschr. 34,1098—1099.
130. A. Riese, Das rheinische Germanien in den antiken in-
schriften. auf veranlassung der röm.-germ. komm .des k. d. arch. inst,
hrsg. Leipzig, B. G. Teubner. 1914. 479 s. — das buch ist eine
ergänzung zu dem 1892 erschienenen werk desselben vfs. : 'Das
46 II- Vorgeschichte und frühgeschichte.
rheinische Germanien in der antiken literatur'. berücksichtigt sind
außer den provinzen Germania superior und inferior noch die ge-
biete der Helvetier, Rauraker, Treverer, Mediomatriker, Leuker,
Tungrer und einzelne nachbargebiete (z. b. B, Raetien, Lingonen-
gebiet). die inschriften sind aus dem ganzen ßömerreich zusammen-
gestellt, soweit sie auf Germania rhenana und dessen bewohner
bezug haben, der stoff ist eingeteilt in 1. Kaiserinschriften (inkl.
solche historischen inhalts). 2. Proviuzialverwaltung. 3. Das heer.
4. Geographisches, land und leute. 5. Votiviuschriften. 6. Grab-
inschriften. 7. Kleine inschriften aus dem privatleben. ein chrono-
logisches und ein allgemeines register sind beigegeben. — bespr.
von S. Wenz, Geisteswiss. 1,860 — 861; M. Siebourg, Röm.-
germ. kbl. 7,62—63; A. v. Premerstein, Allg. litbl. 23,282— 283;
F. Drexel, DLz. 35,1950—1952; Cbl. 65,254.
131. G. Schütte, Ptolemy's atlas: Third Article (with
illustrations). The Scottish geographical magazine 30,617 — 624. —
im anschluß an seine im Jsb. 1913,2,119 erwähnte arbeit stellt
vf. fest, daß die Zeichnung der berge in den mittelalterlichen
Ptolemäuskarten mit einschnitten versehen sei, die wie täler aus-
sehen, und daß die rechtsi-heinischen gebirge mit städteangaben
überladen, die ebenen leer seien, diese Verwirrung hat schon Pt.
angestiftet, der eine karte der römischen befestigungen an der
oberen Rheingrenze benutzt hat. falsches mischt sich also mit
richtigem; so ist z. b. der ptol. fluß Vidros die genaue entsprechung
der heutigen Wied und Wetter in sprachlicher hinsieht, aber topo-
graphisch falsch eingezeichnet; der zug des flusses Vidros ist der
des Limes, unter Äniisia vermengt er die beiden Ems (nebenfluß
der Lahn und die in die Nordsee fließende). Pt. hat die römische
befestigungskarte mit einer anderen vorläge vermengt und so die
Verwirrung angestiftet.
132. G. Schütte, Der Ursprung der handschriftlichen Ptole-
mäuskarten. Mitt. zur gesch. der medizin und naturwiss. 59. bd. 13,
nr. 5,573 — 577. — Ptolemäus hat nach kartenvorlagen seinen text
verfaßt.
133. 0. Schulthess, Neue römische inschriften aus der
Schweiz. I. reihe 1907 — 1912. (fortsetzung.) Anz. f. Schweiz,
altertumskunde, n. f. 16,32 — 40 und 105 — 118. — behandelt in-
schriften aus Genf, Basel-Augst und Windisch, weihedenkmäler
für die nymphe Maia und die nymphen überhaupt, für Apollo,
inschrift eines familiengrabes u. dgl. m.
134. A. Furrer, Die römische Baute in Gretzenbach. Anz.
f. Schweiz, altertumskunde, n. f. 16,187 — 194.
135. 0. Schulthess, Zu den römischen augenarztstempeln
n. K. Römisch-germanisches. 47
aus der Schweiz, festgabe für Hugo Blümner. Zürich 1914.
s. 175—185.
136. Kaiserl. akademie der Wissenschaften, der römische
limes in Österreich, heft XII. Wien, Alfred Holder. 1914. —
der inhalt dieses heftes deckt sich im wesentlichen mit dem be-
richt des Vereins Carnuntum in nr. 16. nur hat E. Bormann
die erläuterung des ersten grabsteins in seinem beitrag (sp. 318 — 321)
etwas abgeändert.
137. S. Heuberger, Grabungen der gesellschaft Pro Vindo-
nissa im jähre 1913. 1. In der Windischer dorfstraße. 2. Im
grundstück Ölhafen. 3. Bei Schatzmann, Giesser, in Unterwindisch.
4. Auf der suche nach dem Stidwall. Anz. f. Schweiz, altertums-
kunde, n. f. 16,173—186.
138. Th. Eckinger, Der Pan von Vindonissa. festgabe
für Hugo Blümner. Zürich 1914. s. 164—172.
139. H. Finke, Römischer meilenstein aus Selz (Elsaß).
Röm.-germ. kbh 7,87—88.
140. S. Loeschke, Muschelverzierung in den Barbara-
thermen zu Trier. Röm.-germ. kbl. 7,82 — 87.
141. H. Pinke, Die römerstraßen von Trier nach Metz und
ein unpublizierter meilenstein im nationalmuseum zu Luxemburg.
Röm.-germ. kbl. 7,56—58.
142. S. Wenz, Zu einem Trierer zaubernagel. Röm.-germ.
kbl. 7,21 — 23. — der nagel trägt noch reste des wieselkopfs,
in den er zu zauberzwecken eingetrieben worden war.
143. F. L. Ganter, Rekonstruktion der römischen Mosel-
brücke bei Trier. Röm.-germ. kbl. 7,14 — 15.
144. P. Steiner, Neue römische mosaiken und fresken aus
Trier. Röm.-germ. kbl. 7,40—42.
145. K. Körber, Römische Inschrift. (Mainz.) Röm.-germ.
kbl. 7,69—70.
146. P. Vasters, Jupiterpfeiler und thronender Jupiter aus
der Sammlung auf schloß Dyck. Röm.-germ. kbl. 7, 23 — 26.
147. A. Meier, Römischer meilenstein aus Schalchen am
Chiemsee. Röm.-germ. kbl. 7,10 — 11. — die Inschrift wurde zu-
erst zu beginn des 3. jahi-h. eingehauen, reicht aber bis zur mitte
des 4. jahrhs. n. Chr. (der name Julian).
148. P. Reinecke, Neue grabungen im kastell Eining.
Röm.-germ. kbl. 7,17—21.
149. Hang und Sixt, Die römischen inschriften und bild-
werke Württembergs. 2. aufl. hrsg. von F. Hang und P. Geßler.
Stuttgart, W. Kohlhammer. 1914. 727 s. — die dritte und schluß-
48 II- Vorgeschichte und frühgeschichte.
lieferung des bereits Jsb. 1912,2,114 angezeigten werkes umfaßt
die funde in den gebieten: 11. zwischen Schönbuch, Neckar und
Enz, 12. an der Murr, 13. nördlich der Enz, 14. am unteren
Neckar und Kocher, 15. am südlichen teil des obergermanischen
Limes, Ki. am nördlichsten teil des obergermanischen Limes.
17. von unbekannten i'undorten, endlich nachtrage und berich-
tigungcn. auch der schlußteil ist mit zahlreichen abbildungen
versehen; die textpublikation der inschriftensteine ist stets von
einem sachlichen und, wenn nötig, sprachlichen kommentar be-
gleitet, manche Inschriften ergeben schöne ausbeute für das
Vulgärlatein und keltische, z. b. eine solche aus Meimsheim, auf
einem grabstein für einen Mediomatriker und seine frau (s. 507).
die register bringen 1. ein Verzeichnis der personennamen, das
nach sachlichen gesichtspunkten gegliedert ist, 2. ein geographisches
Verzeichnis, 3. ein Verzeichnis von götternamen, religiösen emblemen
und formein, 4. ein solches von staatlichen und städtischen titeln,
5. ein register für kriegswesen, 6. ein solches für privatwesen usw.,
ferner sind sämtliche fundorte alphabetisch verzeichnet, endlich
ist dem nützlichen werke eine archäologische fundkarte beigegeben.
150. H. Finke, Neuer Mercurstein aus Spachbuch an der
Sauer (Elsaß). Röm.-germ. kbl. 6,52.
151. Poppelreuter, Inschriftbruchstück (Köln). Röm.-germ.
kbl. 7,51—52.
152. M. Wilcke und H. Mötefindt, Funde aus provinzial-
i'ömischer zeit vom Kämmereihölzchen bei Weißenfels. Mannus 6,
378—388.
153. Materialien zur römisch-germanischen keramik, hrsg.
von der röm.-germ. kommission des k. archäol. instituts. Frank-
furt a. M. L Fr. Oelmann, Die keramik des kastells Nieder-
bieber. Frankfurt a. M., J. Baer & co. 1914. 80 s. und 9 tafeln.
— die reichhaltigen keramischen funde aus dem kastell Nieder-
bieber werden in gruppen behandelt: Terra sigillata, firnis-ware,
marmoriertes geschirr, glattwandiges geschirr ohne farbüberzug
und rauhwandiges kochgeschirr, deren dekorationsarten ebenfalls
betrachtet werden. bei den sigillata -gefäßformen werden die
Stempel aufgezählt und die funde nach typen geordnet, ein ver-
fahren, das auch bei den übrigen gruppen beobachtet ist. reich-
haltiges anschauungsmaterial im text und auf den tafeln vervoll-
ständigt die darbietungen. — bespr. von E. Anthes, Berl. ph. wschr.
34,1498—1499 und G. Behrens, Röm.-germ. kbl. 7,63—64.
154. G. Behrens, Zur rotbemalten wäre. Röm.-germ. kbl.
7,70—71.
155. H. Jacobi, Sigillata mit innen Verzierung von der Saal-
burg. Röm.-germ. kbl. 7,55 — 56.
IT. T,. Frühes mittelalter. 49
156. Anthes, Sigillala mit innenverzierung. Röm.-germ.
kbl. 7, 26—27.
157. Anthes, Römischer glasbecher mit darstellungen. Röm.-
germ. kbl. 7,12—13.
L. Frühes mittelalter.
158. M. Fastlinger, Hosi = OsL NA. 39,179—184. —
vgl. Jsb. 1913,2,173.
159. P. Trenkel, Zur frage der Völkerbewegungen in den
ländern zwischen Weser und Elbe vom 1. — 6. jahrh. Arch. f,
landes- u. Volkskunde d. prov. Sachsen 1913,135 — 150. — bespr.
von H. Witte, DE. 13,61.
160. Gotth. Klee, Die alten Deutschen während der Völker-
wanderung. 5. aufl. Gütersloh, Bertelsmann. 1912. — bespr.
von E. Wolff, Wschr. 31,878.
161. L. Schmidt, Die fränkisch-alamannische grenze im
5. jahrh. Westd. zs. 32,375—376.
162. Karl Rubel, Fränkische siedelungen. Zs. d. ver, f.
thür. gesch. n.f. 21,249— 282. —bespr. v. 0. Schlüter, DE. 13,28.
163. Carl Küchler, Ein vergessenes Germanenvolk. Nord
u. Süd 148,149 — 165. — studien zur geschichte und zum Volks-
tum der Päringer.
164. L. Schmidt, Die germanischen reiche der Völker-
wanderung. (Wissenschaft und bildung band 120.) Leipzig,
Quelle & Meyer. 1913. — bespr. v. H. Schreibmüller, BfGw.
50,323.
165. H. Witte, Entwicklungsgang der historischen natio-
nalitätenforschung des deutschsn Sprachgebiets. Geisteswiss. 1,
624—628.
166. Alemannisches gräberfeld bei Hintschingen, amt Engen.
Karlsruher ztg. 22. 6. 1915. — die anläge war ein reihengräber-
friedhof, von dem 42 gräber ausgehoben werden konnten, darunter
16 männer-, 13 frauen- und kindergräber, die übrigen ohne bei-
gaben, unter den funden sind bemerkenswert: ein 10,5 cm hohes
kreuz aus goldblech, ein goldner fingerring mit einer byzantinischen
goldmünze als platte, auf einem sporn war einerseits ein kreuz,
andererseits eine swastika eingezeichnet, alle fundstücke sind in
die Karlsruher altertümersammlung gebracht worden.
167. R. Hahn, Der fund mittelalterlicher gefäße im bau-
grund alter häuser zu Liegnitz und dessen bedeutung für die
Volkskunde. Mitt. des geschichts- und altertumsvereins zu Liegnitz
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 4
50 II- Vorgescliichtü und früh^eschiclite.
5. heft 1913/1914. — vf. will die begleitumstäude bei der auf-
findung der gefäße mitteilen, aber noch keine geschichte der
mittelalterlichen schlesischen keramik in angriff nehmen, ehe nicht
reichlicheres material vorliegt, er teilt auch einen fundbericht aus
dem jähre 1721 mit. die glasur ist im 15. und 16. jahrh. etwas
ganz gebräuchliches, die topfe wurden dem Hausgeist (StedewaldJ
geweiht und beim neubau eines hauses in die erde eingegraben,
im anschluß an diese feststellung gibt vf. eine darstellung des Volks-
glaubens an hausgeister (kobolde). mit einem seeleakult haben die
gefäße nichts zu tun.
168. Markstaller, Zur einwanderung der Bayern. Kbl. f.
anthr. 1914, s. 21. — vf. spricht von den straßen der Wanderung.
169. G. Weise, Die Sebastianskirche zu Ladenburg a. N.
und die ausgrabungen am dortigen Königshof. Kbl. Ges. Ver. 62,
297—304.
170. Ernst Frickhinger, Merovingische reihengräber bei
Nördlingen im Ries. Röm.-germ. kbl. 7,52 — 54. — auf drei eisernen
riemenzungen fanden sich in silberplattierarbeit inschriften, die vf.
als semper vifvas) und semper gaufdens) deutet, nebst einer anzahl
zusammenhangsloser buchstaben.
171. E. Wagner, Alamannische gräber bei Bruchsal, ßöm.-
germ. kbl. 7,54.
172. E. Brenner. Zwei grabfunde merovingisclier zeit aus West-
falen. Praehist. Zs. 6,194 — 196. — betrifft eine vergoldete bronze-
schnalle nebst nebenfunden aus dem kreis Soest, ferner kleinere
funde aus einem skelettgrab am Heickenberg bei Lünen a. d. Lippe.
173. Hjalmar Ealk, Altnordische waffenkunde. mit 37 fig.
im text. Kristiania, Jacob Dybwad. 1914. 211 s. — vf. bietet
in diesem buche nicht weniger eine sachliche darstellung, wieder titel
vermuten läßt, als eine sprachliche Untersuchung, er gliedert es
allerdings nach sachlichen gesichtspunkten in 11 kapitel: 1. All-
gemeines. 2. Das Schwert. 3. Der speer. 4. Bogen, pfeil und.
köcher. 5. Die Streitaxt. 6. Die keule. 7. Das messer. 8. Der
Schild. 9. Die kopfbewehrung. 10. Leib-, arm- und fußbewehrung.
11. Kriegsmaschinen, neben der Sammlung und erklärung der
stellen der altnordischen literatur, wo von waffen und ihrem ge-
brauch die rede ist, tritt zur ermittlung der bedeutung eines aus-
drucks die etymologie hinzu; herangezogen werden ferner die
übrigen germanischen quellen sowie die altfranzösische literatur.
selbstverständlich stehen die funde von alten waffenstücken im
Vordergrund, chronologische ermittlungen, die dem vf. bei seiner
arbeit gelungen sind, können zur kritischen beurteilung der sagas
verwertet werden. — die einleitung befaßt sich mit der gewinnung
IL L. Frülies mittelalter. 51
des rohmaterials für die waffen, des eisens, und dessen nomen-
klatur, ferner mit der bebandlung der waffen (putzen, schärfen,
aufbewalirung). allen kapiteln sind aus dem vorhandenen fund-
material reichlich abbildungen zur veranschaulichung beigegeben, ein
Wörterverzeichnis ist dem buche angefügt, das werk ist nicht
nur für unsere kenntnis des germanischen altertums, sondern für
die Waffenkunde überhaupt von größter bedeutung.
174. William Hovgaard, The voyages of the Norsemen to
America, with 83 illustrations and 7 maps. New York, The
American-Scandinavian foundation. 1914. 304 s. — das buch ist
von einem Seemann geschrieben und hat daher in erster linie als
ziel, die technische seite der Wikingerfahrten nach Amerika auf-
zuhellen, ähnlich wie in Nansen's buch 'Nebelheim', daneben sind
die spärlichen geschichtlichen nachrichten in den sagas, ethno-
logische, geographische und botanische probleme, die unsere kenntnis
in der dunklen frage fördern können, berücksichtigt, das buch
behandelt demnach in 12 kapiteln: Island; Grönland und die
alten nordischen Siedlungen; Wikingerschiffe; Wikingerfahrten;
Berichte über Vinlandlandfahrten und ihr historischer wert; Vin-
land und seine eigenschaften; Eskimos oder Indianer?; die wahr-
scheinlich entdeckten küsten; Richtung, ausgangspunkt und aus-
führung der fahrten, unser besonderes Interesse erregen die ab-
schnitte, in denen der vf, als fachmann die banart der Wikinger-
schiffe auf grund des in Gokstand gefundenen schiff es, des bootes
von Nydam und historischer berichte betrachtet und die Schiffahrt
der W^ikinger erläutert. fein ausgeführte abbildungen in tief-
druckverfahren sind allen kapiteln reichlich beigegeben, ein an-
hang handelt über das ballspiel bei den Wikingern, gibt einen
ausführlichen literaturnachweis und ein eingehendes register.
175. E. Ekhoff, Bidrag til Gotlands-kyrkornas kronologi.
Fornvännen 1913,28—60. 91—124.
176. Ch. Joret, Les noms de Heu d'origine non romane et
la colonisation germanique et scandinave en Normandie. Paris,
Picard. 1913. — bespr. von E. Bourciez, ßev. crit. 77,31 — 32
und von F. Piquet, Rev. germ. 10,226—228.
177. W. Bückmann, Über die herstellung der Wendelringe.
Rom. -germ. kbl. 7,33 — 36. — bei Windecken (kr. Hanau) fand sich
bei dem skelett einer jungen frau ein wendelring, dessen technik
vf. hier aufklärt.
178. A. Kiekebusch, Das wendische dorf Clössnitz bei
Cüstrin. Zs. f. ethnologie 46,880—902.
179. Berta Surtees Phillpotts, Kindred and Clan in the
middle-ages and after. a study in the Sociology of Teutonic Races.
Cambridge, University press. XI u. 302 s.
4*
52 III- -'^IJg- spracliwissonschaft u. allg. vorgl. litcraturgesciiächte.
180. W, Boyd Dawkins, The settlement of Britain. Essays
«,nd studies presented to VV. Ridgewav. Cambi-idge, University
Press. 1913. s. 427—434.
181. G. Klee, Die alten Deutschen während der uraeit und der
Völkerwanderung, mit titelbild. 5. auf]. Gütersloh, C. Bertels-
mann. VIII,330 s. — angez. von Ed. Wolff, Wschr. 1914,878;
L. Imendörff'er, ZöGg. 65,832.
182. Schon früher verzeichnet: L. Schmidt, Geschichte
der deutschen stamme. 1,4. 1910. — bespr. v. E. Loewe, AfdA.
36,113—117. — 11,2. 1913. — bespr. v. S. Riezler, Eist, zs,
113,614—620; von J. Weiß, ZföG. 65,625—626; von P. Hubor»
BfGw. 50,402. 2,1: 1911.
Sigmund Feist
III. Allgemeine Sprachwissenschaft und allgemeine
vergleichende Literaturgeschichte.
A. Allgemeine Sprachwissenschaft. 1. Bibliographie und phonetik.
2. Allgemeines. 3. Vergleichende grammatik. 4. Idg. altertumskunde.
5. Urgermaniscli und gemeingermanisch. — B. Allgemeine und
vergleichende literaturgeschichte.
A. Allgemeine Sprachwissenschaft.
1. Bibliographie und phonetik.
1. Hugo Ehrlich, Spi'achphilosophie, allgemeine und idg.
Sprachwissenschaft (mit idg. kulturwissenschaf t), (1911, 1912). Krit.
jsb. über die fortschr. d. roman. phil. 13,17 — 28.
2. R. Weeks, Allgemeine phonetik 1910. ebd. 28—34.
3. H. Naumann, Die germanischen elemente im Roma-
nischen. 1911. ebd. 40 — 62. — bemüht sich, die Übersicht über
das gebiet, die zwar von anfang an geplant, aber bisher ausge-
fallen war, für die letzten zwanzig jähre nachzuholen, nur die
Ortsnamenforschung verschiebt er auf den nächsten bericht.
4. Oskar Weise, Literaturbericht 1913. Allgemeine Sprach-
wissenschaft und deutsche spräche. ZfdU. 28,373—376; 447—469.
5. W. Henz, Die menschliche stimme und spräche und ihre
pflege im gesunden und kranken zustande. Intern, pädagog. bibl.
bd. 7. Altenburg, 0. Bonde. 1913. 389 s. 8 m. — vgl. Barth,
Dmed Wschr. 40,1030.
6. H. Gutzmann, Über gewöhnung und gewohnheit, Übung
und fertigkeit. Fortschr. der psych. 2,135 — 189. — behandelt die
Spracherlernung und gewisse Sprachstörungen, erklart aber auch
erscheinungen des lautwandels und der analogie. >
III. A. Allg. Sprachwissenschaft. 1. Bibliographie u. phonetik. 53;
7. H. Giitzmann, Untersuchungen über das wesen der
nasalit&t. Archiv l'ür Laryngologie 27,1 — 67. — die überwiegend
vom medizinischen Standpunkt aus geschriebene btudie wird aus-
führlich bespr. von J. Chlumsky, Rev. de phonet. 3,400 — 404,
der sich bemüht, die phonetischen folgerungen zu ziehen.
8. Jos. Chlumsky, Le fonctionnement des cordes vocales
pour leg occlusives. Rev. de phonetique 3,396 — 399.
9. H. Klinghardt, Artikulatious- und hörübungen. prak-
tisches hilfsbuch der phonetik für studierende und lehrer. 2., völlig
umgearbeitete aufläge. Cöthen, 0. Schulze. VIII,255 s. 6 m. —
angez. von B. Schädel, Bull, de dial. rom. G,45.
10. J. Poirot, Questions de techniquo et de methode. —
1. Sur l'analj'se harmonique au moyen des analyseurs, en parti-
culier celui deMades(avec 1 fig.). Revue de phonetique 3,279 — 290.,
— 2, Quel degre de confiance meritent les traces des transcriptions.
phonographiques (avec 2 fig.). ebd. s. 344 — 380.
11. 0. C. L. Vangensten, Leonardo da Vinci og fonetiken.
■Oversigt over Vidensskapselskapets Moter i 1912. Kristiania,
Dybwad. 1913.
12. W. Victor, Erster internationaler kongreß für expe-
rimentelle phonetik zu Hamburg (april 1914). DnSpr.22,540 — 542.
13. Jos. Chlumsky, L'appareil de M.Meyer pour mesurer
la hauteur musicale de la parole. Rev. de phonetique 3,84 — 89.
14. Hans Joachim Moser, Ein neues demonstrationsmittei
für die vokalcharakterisierende eigenschaft der obertöne. Arch. f.
exp. u. klin. phonetik 1,117 — 128.
15. Hans Pollak, Das phonogramm-archiv der kaiserlichen
akademie der Wissenschaften in Wien. GRMon. 6,257 — 269.
17. K. Malisch, Die phonetische grundlage im synthetischen
leseunterrichte. Arch. f. exp. u. klin. phonetik 1,157 — 197.
18. K. Kassel, Die bedeutung des phonetischen Unter-
richtes für die erziehung des lehrers. Arch. f. exp. u. klin. phonetik
1,198—204.
19. H. Klinghardt, Die ausspx'ache der Deutschen bei dem
Oxforder sommerkursus 1914. DnSpr. 480. — macht in dankens-
werter weise auf das ungünstige urteil aufmerksam, das T, Hilding
in Moderna spräk 1914 über die phonetische Vorbildung der deut-
schen Studenten bei den erwähnten kursen fällt. W. V(ietor)
spricht seine Überraschung über die bemerkung des schwedischen
gelehrten aus.
21. P. Passy und D. Jones, The principles of the inter-
national phonetic association (supplement to the Maitre phonetique
Sept.— okt. 1912). London 1912. 40 s. 0,50 m. — angez. Anglia,.
Beibl. 25,11 f. von Marshall Montgomer)-.
54 III- Allg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
22. Harrj' Johns ton, Phonetic spelling. a proposed uni-
versal aiphabet for the rendering of english, french, german and
all other forms of speech. Cambridge, University Press. 1918.
YI,92 s. — angez. von Henry Alexander, The mod. Lang. Rev.
9,427 f. AJPsychol. 25,458.
23. Alfred Egan, A German phonetic reader. ed. by Daniel
Jones. Univers, of London Press. 1913. XV, 142 s. 5/-. —
angez. von M. Montgomery, Anglia, Beibl. 25,242 — 244.
25. W. Leyhausen, Über die ästhetische bedeutung der
von Rutz aufgestellten theorie in stimme und spräche. Archiv f.
d. ges. psychol. 30, literaturbericht 1 — 30. — die sehr sorgfältige
und eingehende Untersuchung kommt zu dem ergebnis: wertvolle
beobachtungen, tatsachen von höchster Wichtigkeit liegen der
theorie zugrunde, aber so wie sie uns geboten wird, kann sie für
die ästhetik keine bedeutung haben, es fehlt dem vf. an der
gründlichen kenntnis der in betracht kommenden wissenschaft-
lichen disziplinen, es fehlt auch an methodischem denken. — vgl.
Jsb. 1913,5,11.
26. A. Guttmann, Die neuen entdeckuugen der sogenannten
klanglichen konstanten in der musik. Arch. f. exp. u. klin. phonetik
1914,253 — 274. — ausführliche, gänzlich ablehnende beurteilung
der Rutz-Sieversschen entdeckuugen. der vf. verlangt vor allem
erst exakt gewonnene ergebnisse.
27. Wilh. Victor, Elemente der phonetik des Deutschen,
Englischen und Französischen. 6. aufl. IV, 194 s. Leipzig, 0. Reis-
land. 5 m.
28. Besprechungen zu 1: M. Grammont, Pbonetique
historique et experimentale (Jsb. 1913,3,16): J. Acher, Zs. f.
frz. spr. u. lit. 42(2/4), 3 — 6. + 0. Jespersen, Lehrbuch der
phonetik, 2. aufl. 1913 (Jsb. 1913,3,5), Bl. f. d. gym. 50,311. -j-
O. Jespersen, Elementarbuch der phonetik (Jsb. 1913,3,26).
J. Chlumsky, Rev. de phon. 3,193 — 209(1); Kruisinga, Museum
21,162— 164^ + A. Musehold, Allgemeine akustik (Jsb. 1913,
3,26): J. Chlumsky, Rev. de phon. 3,212 f. + G. Panconcelli-
Calzia, tJber Sprachmelodie (Jsb. 1912,3,19): J. Chlumsky,
Rev. de phon. 3,213 f. -\- P. Passy, Petite phonetique 2. aufl.
(Jsb. 1913,3,6): K. V^eitnauer, Bl. f. d. gymn. 50,312 f. -f
L. Soames, Introduction und The teacher's manual (Jsb. 1913,
3,8): M. Montgomery, Anglia, Beibl. 25,12—16; H. M(utsch-
inann), MLRev. 9,284; U. Lindelöf, NphMitt. 1914,188 f.,
J. Chlumsky, Rev. de phon. 3,211 f.
III. A. AllgemeiDe Sprachwissenschaft. 2. Allgemeines. 55
2. Allgemeines.
29. L. Bloomfield, An introduction to the study of language.
l^ew York, Henry Holt & co.
30. D. Tröcsanyi, Wilhelm v. Humboldts Sprachphilosophie.
= Arbeiten zur deutschen philologie, hrsg. von Gr. Petz, .J. Bleyer,
H. Schmidt 11 (ungarisch). — gibt nach dem beigegebenen aus-
zug in deutscher spräche die sprachphilosophischen gedanken Hum-
boldts in gedrängter Übersicht und erörtert die quellen, letzteres
im gegensatz zu Steinthal.
31. 0. Broens, Darstellung und Würdigung des sprach-
philosophischen gegensatzes zwischen Paul, Wundt und Marty.
diss. Bonn 1913. 69 s. — der vf. gibt im wesentlichen eine
darstellung des Verlaufs der erörterungen ; dabei bemüht er sich,
Pauls individualismus als zu eng, Martys einwände gegen Wundts
^.usführungen als von mißverständnissen ausgehend nachzuweisen,
in Wundts 'Sprache' sieht er den ausgangspunkt aller ferneren
forschung. bei aller anerkennung von Wundts verdienst ist darauf
hinzuweisen, daß die psychologie in der Sprachforschung sich schon
jetzt vielfach an stellen drängt, wo sie nur störend wirkt; ihre
aufgäbe beginnt im wesentlichen erst, wenn die geschichtliche
forschung zu bestimmten ergebnissen gekommen ist. namentlich
in Syntax und Stilistik führt die falsche einmischung der psycho-
logie zu verurteilen, die nur den blick für die Wirklichkeit ver-
sperren.
82. Ludwig Wyplel, Wirklichkeit und spräche, eine neue
art der Sprachbetrachtung. Wien u. Leipzig, Deuticke. 172 s. —
angez. von 0. Brenner, Cbl. 1914(30); M. Friedwagner, ZföG.
1914,428—433; J. Golling, ebd. 734—739; L. Wurth, ebd.
739—742.
33. R. Wähmer, Spracherlernung und Sprachwissenschaft,
die eingliederung des Sprachunterrichts in den wissenschaftlichen
bildungsplan der höheren schule, dargelegt am Französischen.
Leipzig, Teubner. 98 s. — vgl. M. Weihrauch, Cbl. 1914,725.
34. A. Wyczoikowska, Theoretical and experimental stu-
dies in the mechanism of speech. The psychol. rev. 20(6).
35. Ph. Seiberth, A study in the principles of linguistic
change. JEGPhil. 13,37—44.
36. W. Stählin, Experimentelle Untersuchungen über Sprach-
psychologie. Archiv f. religionspsychologie 1,117 — 195.
37. K. Morgenroth, Sprachpsychologische bemerkungen
zur Wortbildung. GRMon. 6,615—632.
38. L. Gauchat, An den sprachquellen. Universität Zürich,
festgabe zur einweihung der neubauten 18. april 1914. Zürich,
56 in. Allg. sprachwissenscliaft u. allg, vergl. literaturgescMchte.
Schultheß & Co. V. Philosophische fakultät I (philosophisch-
philologisch-historische richtung), s. 99 — 113. — gibt aus dem
Deutschen und Französischen beispiele für fortwährende erneuerung
des Sprachstoffs; er behandelt nur die psychologischen veran-
lassungen, deren er drei unterscheidet: das wort erhält neue be-
deutung, es werden ihm neue ausdrücke zur seite gestellt, ein
neues wort wird geschaffen. nebenbei werden zahlreiche er-
scheinungen des wandeis der mode im sprechen gestreift.
39. Hans Sperber, Über den affekt als Ursache der sprach-
veränderung. versuch einer dynamologischen betrachtung des
Sprachlebens. Halle, M. Niemeyer. 106 s. 2,40 m. — knüpft an
eine äußerung Pauls an, derzufolge die bei sprach Veränderungen
wirksamen triebkräfte dieselben seien, wie die bei der sprach-
schöpfung betätigten, da nun frühere Studien den vf. zur be-
achtung gewisser affekte im sprachleben geführt hatten, so verall-
gemeinert er jetzt die beobachtungen und sucht methodologische
Schlüsse daran zu knüpfen, dabei berührt er sich gelegentlich mit
Ball3\ den ausgangspunkt seiner entwicklungen bildet hier wie
schon früher Freuds Psychoanalyse, im anhang sucht er an einem
beispiel die richtigkeit seiner anschauungen sprachgeschichtlich zu
bestätigen. — selbstanz. GRMon. 6,427 f.; vgl. K. Bruch mann,
DLz. 1914,2495.
40. W. Stählin, Zur psj'chologie und Statistik der meta-
phern. Archiv f. d. ges. psychol. 31,397 — 426. Würzb. diss. —
erörterung über den unterschied philologischer und psychologischer
Sprachstatistik, die statistische Untersuchung der metaphern ist
auch schon von philologischer seite in angriff genommen, die
methode soll dann an beispielen aus Schleiermacher und Löhr ge-
zeigt werden, für die religiöse bildersprache bieten die ergebnisse,
obwohl auf recht engem räum gewonnen, erhebliches interesse;
vgl. K. Bruchmann, Berl. ph. wschr. 1914,1624.
41. Jakob Stell, Zur psychologie der Schreibfehler. Fort-
schritte der Psychologie, hrsg. von Karl Marbe 2,1 — 133. —
angez. von Max Niedermann, Wschr. 1914,182 — 192; K. Bruch-
mann, Berl. ph. wschr. 1914,282; M. Offner, BfGw. 50,448 und
DLz. 1914,1821—1823; P. Menzerath, Arch. f. d. ges. psych. 31,
Litber. 83— 87 ; Dieffenbacher, Cbl. 1914,1188; L. Wichmann,
Arch. f. ethn. 22,60.
42. Rudolf Rubel, Über psychopathologische Sprachstörungen.
GRMon. 6,499—525.
43. Arnold Pick, Die agrammatischen Sprachstörungen.
Studien zur psychologischen grundlegung der aphasielehre. 1. teil.
Berlin, Springer. 291 s. — selbstanz. GRMon. 6, 120; vgl. Th. Ziehen,.
III. Allgemeine Sprachwissenschaft. 2. Allgemeines. 57
GgA. 59,755—760; Pilcz, Wiener klin. rdschau 1914,91; Ph. Chas-
lin, Rev, pbilos. 1914,97—100.
44. A. Sechehaye, Les regles de la grammaire et la via
du langage. GRMon, 6,288—303, 341 — 351. — behandelt die
frage, wie man syntaktische Untersuchungen anstellen und dar-
stellen soll, der vf. erörtert seine ansichten am beispiel des be-
stimmten artikels im modernen Französischen.
45. Otto Jes per sen, Sprogetslogik. K0benhavn og Kristiania^
Gyldendal. 1913. 95 s. — nach der vorrede ist J. zu der Über-
zeugung gekommen, daß einigen der wichtigsten grammatischen
Unterscheidungen ein rein logisches verhalten zugrunde liegt, das
sucht er zunächst an den Übersetzungen des aristotelischen to
V7coy,ei'i.tEvov, Substanz, Substantiv und Subjekt, substrat auszu-
führen, das erste kapitel bestimmt den unterschied von Substantiv
und adjektiv. ein zweites kapitel warnt unter der Überschrift
'sprogets rangforordning' vor dem glauben, daß hauptwort und
hauptsatz etwas richtiges über den wert des bezeichneten Wortes
oder Satzes aussagen, das dritte hauptstück, das Subjekt und
prädikat behandelt, geht von der definition von wort und satz
aus, die J. an andrer stelle zu begründen verspricht; wort ist,
was als selbständige äußerung in einer antwort stehen kann; satz,
was, auch ohne antwort zu sein, selbständige äußerung ist. als
eingliedrige Sätze werden sodann nicht bloß Interjektionen und
ausrufe wie 'kellner', 'eine Sternschnuppe', 'feuer'usw. gefaßt, son-
dern auch imperative wie 'komm', 'bleib' und konsequenterweise
lateinische Sätze wie pluit, maneo. die versuche, hier Subjekt und
prädikat zu scheiden, lehnt J. mit der begründung ab, es sei besser
von diesen zwei dingen erst zu sprechen, wo sie zwei dinge sind,
bei besprechung zweigliedriger Sätze wehrt sich J. gegen ausdrücke
wie 'logisches' oder 'psychologisches Subjekt' oder 'prädikat', be-
streitet, daß die Satzbetonung damit zu tun habe, und schlägt dafür
andere bezeichnungen vor; die namen subjoktund prädikat will er der
grammatik vorbehalten wissen, da sie ein rein logisches verhalten be-
zeichnen, wie sie ja auch aus der logik stammen, auch subjekt
und prädikat verhalten sich zueinander wie Substantiv und adjektiv
als das speziellere und das generellere, die frage, wie sich nun die
attributive Verbindung des Substantivs mit dem adjektiv von der
prädikativen des Subjekts mit dem verbum unterscheide, beant-
wortet er etwa wie Sütterlin, indem er die eine Verbindung als
tot, die andere als lebend (Sütterlin offen — geschlossen) bezeichnet;
die prädikation enthalte ein neues moment, das der attributivver-
bindung fehle, das vierte hauptstück, daß das objekt behandelt,
enthält zwar einzelne beachtenswerte fingerzeige, kommt aber nicht
zu einer klaren Unterscheidung von Subjekt und objekt. zum Schluß
58 III- -A-llg- Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
verweist der vf. auf ein in kurzer zeit erscheinendes größeres werk
über diese fragen 'die grnndlagen der grammatik'. — bespr. von
A. Meillet, Ilev. erit. 1914(30). J. S. Crone Jenson, NTfFil.
4,3,164—168. (An- Ge)bh(ardt), Cbl. 1914,1443; H. Berth ei-
sen, Xord, tidsskr. f. vetenskap, konst ved industri 1814,111 — 122.
— Hugo Schuchardt, Anthropos 9,340 — 343 hebt abweichungen
seiner auffassung hervor, die namentlich bei den subjektlosen
Sätzen hervortreten.
46. Sigfrid Ehrling, Grammatik och logik. Spräk och stil
14,168 — 217. — anknüpfend an Jespersens buch untersucht der
vf. zuerst das Verhältnis von Substantiv und adjektiv, dann das
von haiiptwort und attribut und von subjekt und prädikat; er er-
hebt berechtigte einwände gegen Jespersens ausführungen und
wendet sich zum Schluß auch gegen Noreens darlegungen über
das Verhältnis von grammatischem und logischem subjekt.
47. Karl Voßler, Das System der grammatik. Logos 4,
203 — 223. — schildert in anlehnung an Meillets Linguistique
(vgl. Jsb. 1912,3,84) die durchdringung von mechanischer gesetz-
mäßigkeit und historischer eutwicklung in den sprachlichen er-
scheinungen.
48. E. von Ettmaj^er, Benötigen wir eine wissenschaftlich
deskriptive grammatik? Beiheft 26 zur Zs. f. rom. sprachf. s. 1 — 16
(1910). — angez. Romania 43,149 f. von L. Eoulet; DLz. 1914,
1002 f. von L. Gauchat.
49. 0. Jespersen, Energetik der spräche. Scientia 16,
225 — 235. — redet nicht nur, wie schon früher, den versuchen,
eine künstliche hilfsSprache zu schaffen, das wort, sondern empfiehlt
auch, in den bestehenden sprachen die zweckmäßigste ausdrucks-
weise als die richtigste anzusehen und danach am 'fortschritt' zu
arbeiten. — vgl. auch den Vortrag des vfs über das gleiche thema
auf dem neuphilologentag 1914 (bericht DnSpr. 22,318 f.).
50. E. E. Andersen, K voprosu o genezise padezej ime-
nitel'nago i vinitel'nago. Russkij filol. vestnik 68(1912), peda-
gogiceskij otdel 43 — 54. (zur frage nach der entstehung des
nominativs und des akkusativs.) — spekulative Sprachbetrachtung.
51. August Procksch, Der Wortschatz Theodor Storms.
GßMon. 6,532 — 562. — der aufsatz wird hier erwähnt, weil er
zuerst an einer brauchbaren Zählung einen einblick über den um-
fang der tatsächlich vom einzelnen gebrauchten Wörter gibt und
damit den unwert der Schätzungen, die noch immer wieder Max
Müller nachgesprochen werden, schlagend darstellt, während z. b.
Kluge noch 1910 sagt, daß Shakespeare mit einem Sprachschatz
von etwa 20000 worten ganz unerreicht dastehe, ergibt sich für
Theodor Storms wenig umfangreichere werke eine zahl von 22421
III. A. Allgemeine sprachv. issenschaft. 2. Allgemeines. 59
Wörtern, wonach also wesentlich höhere durchschnittszahlen als
bisher für den wertschätz des einzelnen anzusetzen sind.
52. 0. Schoning, Sprogforskningens vilde skudd. cm
navneordene som konkreter og abstrakter. NTfFil. 4 rsekke,
3.29 — 54. — wendet sich gegen Dahlerup, Collin und Jensen,
■die mit recht auf den außerordentlich häufigen Übergang von ab-
•strakten in konkrete hingewiesen haben, mit der berufung auf
Madvig, sprogvidenskabelige str0bemserkningar s. 34 und den an-
geführten beispielen ist nichts bewiesen; sie zeigen vielmehr, daß
der vf. weder von dem wesen noch dem umfang der erscheinung
■eine Vorstellung hat. — dankenswert ist s. 53 der hinweis auf
einen vergessenen Vortrag Esaias Tegners I^orhandlinger pä det
2. nord. filologm0do 1881, Christiania 1883, s. 46—78 über
elliptische Wörter.
53. Hermann Hilmer, Schallnachahmung, Wortschöpfung
und bedeutungswandel. auf grundlage der Wahrnehmungen von
schall, fall, bruch und derartigen Vorgängen dargestellt an einigen
lautwm-zeln der deutschen und englischen spräche. Halle, Nie-
meyer. XVII,35t) s. 10 m. — weitläuftig geschriebener versuch,
an einem umfassenden material (s. 185 — 356) zu zeigen, wie schall-
nachahmende Wörter zuerst zur bezeichnung der einfachsten Vor-
stellungen: körper, erhöhung, Vertiefung, bewegung verwendet
werden, vf. bemüht sich seine ansichten ps^^chologisch zu begründen.
54. Marie Ha d lieh, Zur theorie des sprachlichen bedeutungs-
wandels. diss. Halle. 79 s. — auf eine historische einleitung
folgt eine beurteilung der bisher versuchten einteilungen des be-
deutungswandels, sodann, in anlehnung an Wundt, eine auch Satz-
zusammenhang und tonfall berücksichtigende einteilung nach psycho-
logischen gesichtspunkten. vf. behandelt nur die durch assoziative
Vorstellungen hervorgerufenen Veränderungen eingehender und be-
schränkt sich für die aus willens- und gefühlswirkungen hervor-
gehenden auf vorläufige andeutungen.
55. M. Breal, Essai de semantique: science des signi-
fications. 6*" edition. Paris, Hachette et cie. 1913. 378 s. 3,50 fr.
56. A. Kluy ver. Historische studie der syntaxis. De nieuwe
taalgids 8(1).
57. — — , 8ome works on syntax. The class. rev. 27,
266 — 268. — der ungenannte vf. tadelt mit witz und schärfe die
Plattheiten vieler ganz nichtssagender syntaktischer 'Untersuchungen'
und wendet sich besonders gegen die psj^chologische sauce, in der die
einfachsten dinge aufgetragen zu werden pflegen, dabei ergießt
er auch seinen spott über Wundts definition des satzes, die ihn
weniger verdient als das verfahren der 'syntaktiker', die sie miß-
brauchen.
GO in, Allg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literatvirgeschichte.
58. E. Y. Arnold, ebd. 28,67 — 69 legt gegen einzelne Über-
treibungen in dem vorigen aufsatz Verwahrung ein.
59. R. Blümel, Einführung in die syntax. Indogermanische
bibliothek II. abteilung, Spi'achwissenschaftliche gymnasialbibliothek
band Tl. Heidelberg, Winter. XII,283 s. 3^60 m. — angez.
Litbl. 1914,321—324 von Eugen Lerch. — von G. 0. Curme,
JEGPhil. 14,119 f., der im allgemeinen zustimmt, aber zwei aus-
stellungen macht, aus denen das geringe Verständnis des vfs. i'ür
Sprachgeschichte hervorgehe. — der vf. erörtert, von Ries und
Paul ausgehend, sehr ausführlich das wesen der syntaktischen er-
scheinungen, gibt reichliche literaturangaben am Schluß und er-
läutert die erscheinuugen an beispielen. nicht ganz klar ist, an
wen er sich wendet; für den .schüler geht die behaudlung zu sehr
ins einzelne (993 absätze!), für den lehrer ist sie vielfach zu
elementar; vor allem bleibt die darstellung in einzelheiten stecken,
ohne sich zum ganzen zu runden; auch die historische abgrenzung
zwischen dem, woraus die syntaktischen formen erwachsen und
was sie geworden sind, läßt zu wünschen.
60. J. Haas, Grundlagen der französischen syntax. Halle,
Niemeyer. 1912. — angez. von Eugen Lerch, Litbl. 1914,157 — 161.
x^on A. Franz, Rev. de dial. 6(^/2). — mit einer begrenzung der
syntax auf die Untersuchungen solcher 'sprachlichen erscheinuugen,
die ihre physiologische grundlage im motorischen Sprachzentrum
haben' (s. 6), dürfte wenig gewonnen sein, aber alle anerkennung
verdient das ernste streben des vfs, über wichtige grundfragen
der syntaktischen forschung ins reine zu kommen, natürlich spielt
dabei die frage vom wesen des satzes und von der notwendigkeit
von Subjekt und prädikat, die der vf. als gegenstands- und merk-
malsvorstellung auffaßt, eine wichtige rolle, aber der vf. übersieht
dabei ganz, daß gerade Subjekt und prädikat keine grammatischen,
auch keine s^-ntaktischen kategorien sind; er behandelt deshalb
auch die frage der Scheidung der Wortklassen nicht ausreichend.
— kurz erwähnt Romania 1913,155 von H. Yvon; K. Morgen-
roth. ZffrzSpr. u. lit. 42(2/4),23— 25.
61. Ch. Bally, Figures de pensee et formes linguistiques.
GRMon. 6,405 — 422, 456 — 470. — die arbeit ist im wesentlichen
eine antwort des vfs auf die von Th. Kalepk}' erhobenen ein-
wände gegen seine früheren ausführungen über den style indirect
libre (GRMon. 4,549 ff., 597 ff., 5,608 ff.), der allgemeine titel
ist nur durch die allgemeine Schlußfolgerung s. 459 f. berechtigt, daß
neben gewissen sprachlichen ausdrucksmitteln auch ausdrucks-
weisen bestehen, die absichtlich auf das sprachliche ausdrucks-
raittel verzichten, das berührt sich mit den ausführungen von
E, Lerch, über die Jsb. 1913,3,66 berichtet ist. ein appendice
III. A. Allgemeine Sprachwissenschaft. 2. Allgemeines. 61
«rwähnt, daß die für das Französische nachgewiesenen ausdrucks-
forraen auch dem Deutschen nicht unbekannt sind, und E. Lerch
gibt weitere belege dazu s. 470 ff. in dem aufsatz Die stilistische
bedeutung des Imperfektums der rede (stile indirect libre).
62. Ed. Castle, Zur entwicklungsgeschichte des wortbegriffs
Stil. GRMon. 6,153 — 160. — der lehrreiche aufsatz unterscheidet
drei bedeutungen des wertes stil und bestimmt die dreifache auf-
gäbe der Stilforschung: Verwendung des Sprachstoffes zur er-
zielung der gewollten Wirkung, Schreibart der einzelperson oder
einer richtung, stilkunst.
63. E. Otto, Was versteht man unter stil? was ist Stilistik?
progr. Berlin-Reinickendorf. 36 s.
64. A. Stölzel, Ein streifzug in die volksetjanologie und
Volksmythologie. Die Grenzboten 73(1914), 390— 402. — schluß
der Jsb. 1913,3,102 verzeichneten arbeit.
65. C. A. Ruckmich, A bibliography of rhythm. Am. journ.
of psychol. 24,508—519.
66. C. A. Ruckmich, The role of kinaesthesis in the per-
ception of rhythm. Am. journ. of psychol. 24,305 — 359. — Über-
sicht über die bestehenden ansichten, experimentelle Untersuchung,
Schlußfolgerungen. — lobend angez. Arch. f. d. ges. psychol., 31,
literaturber. 61 — 64 von A. Kießlich.
67. Zeiger, Mitteilungen über den stand der bestrebungen
zur Vereinfachung und Vereinheitlichung der grammatischen bezeich-
uungen. Neuphilologentag 1914; vgl. den Bericht von E. Ahnert,
DnSpr. 22,391. — besondere beachtung verdienen dort wieder-
gegebene ausführungen von Find eisen.
68. Eugen Lerch, Zur frage der grammatischen termino-
logie. DnSpr. 22,91 — 98. — behandelt die verschiedene bedeutung
von gerundiv und gerondif in der lateinischen und französischen
grammatik und erläutert an diesem beispiele, wie die falsche be-
zeichnung im Französischen auch zu falschen grammatischen regeln
geführt hat.
69. A. Sonnenschein, Reform in grammatical nomenclature.
The classical review 27,28 — 31. — berichtet über die vorschlage
der Universität Michigan (vgl. Jsb. 1913,3,72), über das buch von
A. D. Sheffield (vgl. Jsb. 1912,3,31) und die vorschlage des
Wiener ausschusses für einfache und einheitliche fachausdrücke im
Sprachunterricht.
70. Klaudius Bojunga, Einheitliche deutsche fachwörter zur
Sprachlehre. ZfdU. 28,417 — 424. — bemüht sich auf annähernd zwölf
spalten Verdeutschungsvorschläge zu machen, auch ohne ein gegnor
dieser bestrebungen zu sein, wird man sagen müssen, daß der vf. mit
seinen vorschlagen viel zu weit geht, es gibt übersetzbare und unüber-
62 III. Allg. Sprachwissenschaft n. allg. vergl. liteiaturgeschichte.
setzbare fachwörter, es gibt leider auch eine gewisse richtung in.
der Sprachforschung, die etwas besonderes geleistet zu haben
glaubt, wenn sie für die landläufigeu begriffe und häufige er-
scheinungen neue, oft recht geschmacklos gewählte fachwörter
lateinischer oder griechischer herkunft erfindet, hier sollten wir
zuerst alle gemeinsam wirken, durch ablehnung der neuen und
Schöpfung passender deutscher ausdrücke dem übel zu steuern,
daß auch hierfür schon ein guter anfang gemacht ist, zeigt Bojungas
Übersicht, in der etwa hundert eingebürgerte fachwörter verzeichnet
sind, denen fremd ausdrücke nicht gegenüberstehen, wohin mau
mit einseitiger Sprachreinigung kommt, zeigt in abschreckender
weise z. b. das holländische und das russische fachwörtersystem.
man vgl. die bedenken, die 0. Behaghel ebd. s. 837 — 841 äußert
und begründet.
71. Besprechungen zu 2: Ch. Bally, Langage et vie (Jsb.
1913,3,34): H. Yvon, Romania 1913,626. — J. J. Salverda de
Grave, Museum 21,41 f. — K. Morgenroth, ZffrzSpr. u, lit.
42(2/4),l— 3. — K. Bruchmann, DLz. 1914,534. — Th. Linsch-
mann, Cbl. 1914,1118. — L. Wyplel, ZföG. 65,246—249.
— J. R.onjat, E,ev. des lang. rom. 57,158. -f- Gustav Bau-
mann, Ursprung der spräche (Jsb. 1913,3,49) abgelehnt von
Karl Weitnauer und Wilh. Weyh, ZföG. 50,310 f. — K. Mat-
thaei, D. philol. blatt 1914,670. -j- S. Behn, Der deutsche rhyth-
mus (Jsb. 1912,3,56; 5,50): F. Piquet, Rev. erit. 1914,(30). -(-
A. Dauzat, Philosophie du langage (Jsb. 1912,3,29), Rev. de
metaph. et de morale 21, suppl. 6. -f~ J- Gillieron et M. Roques,
Geographie linguistique (Jsb. 1913,3,74): L. Spitzer, ZffrzSpr.
u. lit. 42(2/4), 25. — J. J. Salverda de Grave, Museum 21,
178—180. — A. Dauzat, Romania 1913,287—290. — H(ubert)
P(ernot), Rev. de phon. 3,216. — notiert Archiv 131,268. +
Lis Jacobsen, Sprogets forandring (Jsb. 1913,3,50): M. van
Blankenstein, Museum 21,361 — 369. — Anker Jensen, NTJFil.
4,3,178 — 180. -|- Kr. Sandfeld Jensen, Sprogvidenskaben (Jsb.
1913,3,32): 0. Schoning, NTfFil. 4,2,103—114, an dessen
methodische einwendungen sich entgegnung und erwiderung ebd.
174—186 knüpfen. — Cbl. 1914,140. — 0. Jespersen, Kord.
tidsskr. f. vetenskap, konst, industri 1914,13,613 — 615. + Fr.
Mauthner, Kritik der spräche (Jsb. 1913,3,74): 0. Jespersen,
Geistesw. 1,915 f. — T. Friedemann, Grenzboten 1914,23,479. -j-
Fr. Mauthner, Die spräche (Jsb. 1911,3,90): K. Morgenroth,
Rev. de dialect. rom. 6,3 f. -f- J. Ronjat, Langage d'un enfant
bilingue (Jsb. 1913,3,47): H. M(orf), Archiv 132,230. + L. Sütter-
lin, Werden und wesen der spräche (Jsb. 1913,3,27): Jan voa
Rozwadowski, Geistesw. 1,525 f.
III. A. Allgemeine Sprachwissenschaft. 3. Vergl. grammatik. 63
3. Vergleichende grammatik,
72. A. Meillet, Le probleme de la parente des langues.
Scientia 15,403 — 425. — behandelt die grundsätze, nach denen
die Verwandtschaft der sprachen zu beurteilen ist. M. erkennt
nur genealogische Verwandtschaft an, mit recht; er wendet sich
gegen H. Schuchardt u. a., die diese nicht scharf von der
Sprachmischung scheiden; diese selbst aber definiert er offenbar
zu eng. über grenzen der forschung nach der Verwandtschaft der
sprachen äußert er sich in beachtenswerter weise; die forschncg
nach beziehungen zwischen Idg. und Semitischen hält er, wie früher,
für einen schweren methodischen fehler, so lange nicht die ver-
gleichende grammatik des Semitischen und Hamitischen vorliegt.
73. H. Mo eil er, Sul problema della parentela delle lingue.
Lettera ad A. Meillet. Memoire della r. acad. di scienze di
Bologna. Classe di scienze morali. Sezione storico-filol. ser. 1,
9, 7. 4''. — wendet sich gegen nr. 72 und verteidigt aufs neue
seine in der tat immer festere gestalt annehmenden vergleichungen
idg. und semitischer wurzeln, entlehn ung und Urverwandtschaft
kann M., wie er ausdrücklich zugibt, nicht scheiden.
74. E. Schwyzer, Genealogische und kulturelle Sprach-
verwandtschaft. Universität Zürich, einweihungsfeier 1914, fest-
gabe der philos. fak. 1. Zürich, Schultheß & co. s. 133 — 146. —
weist auf die notwendigkeit hin, neben der historischen erforschung
der entwicklung der einzelnen sprachen und ihres ursprünglichen
zutiammenhangs auch ihre fortwährende durchdringung mit kultur-
stoff zu beachten, die sich nicht nur in der entlehnung von
Wörtern und Suffixen äußere, sondern auf die Wortbedeutung der-
sprachen, ihren satzbau, ja auf manche formen des Umgangs und
Verkehrs übergreife, als beispiel wählt der vf. oft das Balkan--
gebiet; er hebt die große ausdehnung der erscheinung hervor, er-
wähnt aber auch, daß sie sich im wesentlichen auf die Schrift-
sprachen beschränke.
75. E. N. Setälä, 'Entlehnung' und 'Urverwandtschaft', zwei
lose blätter aus meinem notizbuch. NphMitt. 1914,165 — 172. —
behandelt lAi. panka. 1. 'fibula', Siwn.spQng, ahd. spanga, 2. 'halfter,
farbenstreif zu läpp, bagge 'capistrum', mordw. pango 'haube', des-
halb nicht zu germ. ^fanli, *fang (gegen T. E. Karsten); es kann
nicht entlehnung, sondern nur gemeinsamkeit vorliegen. 2. fi.
menninkäinen 'geister der abgeschiedenen' : an. minnwg 'erinnerung,
Vorzeichen', das auch lappisch verwandte zeigt; entlehnung nur
denkbar, wenn es angeht, ein sehr altes germ. *menpuz 'Vorzeichen'
zu konstruieren.
(34 lU- Allg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
76. Hermann Moeller, Indoeuropseisk-semitiske misceller.
YorTid. 1,1 — 5. — behandelt 1. oöog ovöog 'schwelle' und 2. den
naraen der Plejaden, letzteren in etwas mehr populärer form als Orient,
litztg. 17,62 — 65, hierbei werden auch die Stammbeziehungen von
lat. ^;/i/s und pleriqnc, an, fleiri behandelt, vgl. auch nr. 94.
77. A. Uppström, De indo-europeiska spräkens förhällande
tili de semitiska. profföreläsning den 19. februari 1859. med
lörfatterens porträt och facsimile af hans namnteckning. = Mis-
cellanea edidit W. Uppström. Upsala, Almqvist & Wiksell.
XIV, 22 s. — W. Uppström leitet mit dem allerdings veralteten,
aber interessanten versuch seines unvergessenen vaters die Ver-
öffentlichung von aufzeichnungen aus dessen nachlasse ein. dem
schwedischen text ist deutsche Übersetzung gegenübergestellt.
78. C. C. Uhlenbeck, Baskisch und Indogermanisch. Idg.
forsch. 33,171 f. — legt gegen die darstellung seiner anschauungen
über die Verwandtschaft des Baskischen mit dem Idg. bei Feist,
Kultur, Ausbreitung und Herkunft der Idg. s. 362 Verwahrung ein.
das Baskische ist isoliert.
79. R. Brandstetter, Der artikel des Indonesischen ver-
glirhen mit dem des Indogermanischen. = Renward Brandstetter's
monographien zur indonesischen Sprachforschung, nr. 10. Luzern,
E. Haag. 1913. 56 s. 2,50 m. — nr. 10 behandelt den artikel
im Indonesischen und Idg. es bieten sich einige gesichtspunkte,
unter denen die entwicklung verglichen, werden kann, d. h. ähn-
lichkeiten und abweichungen aufweist; wert hat aber die Zusammen-
stellung kaum. — angez. von A. Meillet, Revue crit. 1914,8.
BSL. 61,355 f. von G. Ferrand.
80. Ch. Bally, Ferdinand de Saussure et l'etat actuel des
etud^s linguistiques. lecon d'ouverture du cours de linguistique
generale lue le 27 octobre 1913, ä l'aula de l'universite. Genf,
Atar. 30 s. — gibt einen Vortrag wieder, der Saussures Ver-
dienste um die idg. Sprachwissenschaft nur als ausschnitt aus
seinen auf die allgemeine Sprachwissenschaft bezüglichen ansichten
erscheinen lassen soll. S. hat dreimal über allgemeine Sprach-
wissenschaft Vorlesungen gehalten; es ist interessant, daß diese
Vorlesungen herausgegeben werden sollen, erwünscht ist auch das
Verzeichnis der aufsätze Saussures am Schluß, was B. über de
Saussures Stellung zur kultur- und sachforschung sagt, ist schwer-
lich richtig und verrät wenig urteil; besser sind seine eigenen be-
merkungen über die notwendigkeit, den einfluß des affekts auf die
Sprachveränderungen zu beachten.
81. W. Streitberg, Zu Grassmanns gesetz. IF. 34,366. —
nachweis, daß schon Rud. Raumer 1837 das wichtigste erkannt hatte.
III. A. Allgemeine Sprachwissenschaft. 3. Vergl. grammatik 65
82. Elise Wilm, Spraclivergleiciie und Sprachgeschichte in
schule und seminar. ein hilfsbuch für den fremdsprachlichen
untei-richt. Crossen 1911. 56 s. 2. aufläge. — angez. von Otto
Weidenmüller, DnSpr. 22,688.
83. A. J. Sobolewsky, Blagozvüfcie v zisni jazykä. (Wohl-
klang im sprachleben.) Russkij filol. vestnik 67(1 902), 207— 211.
— wendet sich gegen die annähme eines horror aequi zur er-
klärung der dissimilation (Brugmann).
84. H. Güntert, Über reimwortbildungen im Arischen und
Altgriechischen, eine sprachwissenschaftliche Untersuchung. Heidel-
berg, Winter. 1914. X,258 s. 6,80 m. — angez. von A. Meillet,
BSL. 61,212 f. — der versuch, das nebeneinanderbestehen ähn-
licher, z. b. reimender Wörter mit ähnlicher bedeutung genauer zu
untersuchen und bis zu einem gewissen grade zu erklären, ist
freudig zu begrüßen, solange sich der untersuchende auf den ge-
sicherten pfaden der idg. Sprachwissenschaft hält, daß G. dies
tut, ist anzuerkennen; aber es ist leider zu befürchten, daß sein
buch schweres unheil anrichten wird, es scheint, als beabsichtige
er selbst schon damit einen beitrag zu den Störungen des gesetz-
mäßigen laut wand eis zu liefern, zwar verwahrt er sich ausdrück-
lich gegen den Vorwurf, als wolle er kritiklosem vergleichen tür
und tor öffnen, und gewiß hat er recht, wenn er manche fälle als
reimwörter zu deuten sucht, bei denen lautliche kombinationen und
Zerlegung in determinative versagen, aber es hätte schärfer gesagt
werden müssen, daß die annähme der gegenseitigen beeinflussung
reimender bildungen in historisch bezeugten zeiten der sprach-
entwicklung gelegentlich bis zu einer gewissen Wahrscheinlichkeit
erhoben werden kann, daß aber Schlüsse daraus auf die ausbildung
des vorhistorischen idg. Sprachschatzes ganz unsicher bleiben. —
auf s. 174 — 186 gibt der vf. anhangsweise auch nhd. beispiele;
das letzte kapitel 'über die namen des idg. donnergottes' behandelt
u. a. das Verhältnis von an. FiQrgynn, got. fairguni zu lit. PerJalnas,
die an quercus angeknüpft werden.
85. Ferdinand Sommer, Konträrbildungen. Windischfest-
schrift (Leipzig, Harassowitz), 123 — 126. — macht darauf auf-
merksam, daß zahlreiche Wörter ihre form nur dem gegensatz gegen
andre zu verdanken haben; überzeugend weißt er das an der
deutung von x^if-iaQOg 'zapfen' im gegensatz zu evdiaiog 'loch'
nach, von deutschen beispielen erwähnt er z. b. schwarze wasche,
hummelzug.
86. Jos. Mansion, La finale indo-europeenne. Le Museon
14(3/4). — vgl. auch unter nr. 104 E,. Gauthiot, La finale indo-
europeenne.
Jahresbericht für gcimauische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 5
(j6 III. Allg. spraclnvissenschaft n. allg. vergl. literaturgeschichte.
87. Karl Brugmann, Zur geschichte der hiatischen (zwei-
silbigen) vokalverbindiingen in den idg. sprachen. Bericht über
die Verhandlungen der kgl. sächs. ges. d. wiss. phil-hist. kl. 65,
139 — 218. 2 m. — übersieht über die fälle, bei denen in der
wortfuge, in der Zusammensetzung und in der flexion vokale ur-
sprünglich oder unursprünglich zusammenstoßen, bei einigen Ver-
bindungen wird der versuch gemacht, die lautqualität des kon-
traktionsvokals aus den ursprünglichen bestandteilen nach be-
stimmten gesetzen abzuleiten.
88. J. Schef telowitz, Das Schicksal der indogermanischen
lautgruppe zg. Idg. forsch. 33,133 — 168. — wendet sich gegen
die von Benfey und Bartholomae geäußerte ansieht, daß zg im ai. zu
dg geworden sei. seine beispiele sind ai. ro^M-'strick', lit. rezgis
'korb', abg. rozga 'zweig', lat. restis 'strick', ags. risce 'binse';
ai. majjän, majjcc^ majjas 'mark', asl. mozgu 'gehirn' aus idg.
*mozg- neben as. rnarg, aisl. mergr, ahd. marag, air. medg 'molken',
aus idg. viozgh-, ai. majjati 'taucht unter', lit. mazgöju 'wasche',
lat. mergere. nach eingehenden auseinandersetzungen über die
Schicksale der lautgruppe zg in den idg. sprachen, wobei auch die
frage eines Übergangs von z in einen vokal erörtert und die bei-
spiele sämtlich anders gedeutet werden, wird zum Schluß zg im
Germanischen besprochen; die beispiele ergeben den Übergang in sk.
89. W. frhr. v. d. Osten-Sacken, Zu Hirts erklärung der
idg. es-stamme. Idg. forsch. 34,249 — 254. — nimmt recht späte
entstehung der bildung an.
90. J. M. Hoogvliet, Die sogenannten 'geschlechter' im
Indoeuropäischen und im Latein nach wissenschaftlicher methode
besehrieben, mit einem zusatze zur anwendung auf weitentfernte
sprachen. Haag, Nijhoff. 1913. 61 s. — angez. von H. Meltzer,
BphW. 1914,1041; abgelehnt von A. Walde, Wschr. 1914,662.
91. W. Petersen, Der Ursprung der exozentrika. Idg. forsch.
34,259 — 285. — sucht die erscheinung von der namengebung aus
zu erklären.
92. Raoul de la Grasserie, Du verbe comme generateur
des autres parties du discours (du phenomene au noumene) notam-
ment dans les langues indo-europeennes, les semitiques et les
ouraloaltaiques. Paris, Jean Maisonneuve et Pils. 310 s.
93. 0. Jespersen, Tid og tempus, fortsatte logisk-gram-
matiske studier. Oversigt over det kgl. danske videnskabernes
selkabs forhandl. 1914,367—420.
94. P. Di eis. Über das idg. passivum. Jahresbericht d.
sshles. ges. für vaterl. kultur; orient.-sprachw. Sektion, sitzung
Yom 2. dez. 1913. Breslau, Aderholz. 1914. 8 s. 0,60 m. —
III. A. Allgemeine Sprachwissenschaft. S. Vergl. grammatik. 67
vermutet, daß die im Indoiranischen vorliegende passivbildung auf
-ydte schon in der urzeit vorhanden war und z. b. im Griechischen
{pxitio, Ttioooj, arcof-ivooio, uclloj, d^eivcS) fortlebt, wo das aktivum
aufkam, um unbequeme präsensbildungen (fünfte, siebente klasse)
zu ersetzen.
95. Ernst Leumann, Die Vorgeschichte der präpositionen
griech, oiv und lat. cum. Festschrift Hugo Blümner überreicht.
Zürich 1914. s. 296 — 302. — vermutet, daß otv und cum mit
den im neuendeckten Nordarischen begegnenden zahlwort ssa^ m
'eins' verwandt seien, wie umgekehrt aus idg. sem- 'eins', aind.
sain-, av. kam- 'zusammen', deutsch 'samt' u. ä. herkommen.
96. E. Tappolet, Die Ursachen des wortreichtums bei den
haustiernamen der französischen Schweiz. Archiv 131,81 — 119. —
die methodisch wichtige Untersuchung betont den einfluß des be-
dürfnisses, des Interesses und des affektes.
97. F. Holthausen, Wortmischungen. GRMon. 6,117. —
erklärt me. hathel als mischung aus ae. cedele 'edel' und hceled
*held', schott. fhristle 'distal' aus e. thistle und hristle 'börste', lat.
cädüceus Umbildung aus v.aovvuov durch dücere, mhd. Monster aus
klösier durch münster, me. hugge aus ngge 'to shudder' und to hone
*to abhor'.
98. Jarl Charpentier, Zur altindischen etymologie. 5. Ai.
visäiia-. Le monde oriental 6,128 — 131. — visäna- heißt 'hörn,
elephanten- oder eberzahn, krebsschere, spitze, brustwarze, schlacht-
messer'. also soll es mit ahd. wisunt, ae. weosend, griech. ßioov
zusammengehören, nebenbei wird nhd. geiceih, mhd. (hirz)gewlge
behandelt, das nach Kellquist, Etymol. bemerkungen, Gäfle 1893,
1 f. auf -ijiei-f ui- 'zwei zurückgeht, zu dem auch air. visäna- ge-
hören soll, ganz problematisch.
99. E. W. Fay, Wort-studies. Idg. forsch. 33,351— 367. —
von dem gedanken ausgehend, daß [-t)rey.eo- 'bond, binding' be-
deute, was durchaus verfehlt ist, sieht der vf. diesen stamm an
zahlreichen stellen, wo sich keine spur von ihm findet, so iu got.
neh; in got midjungards soll der erste teil akk. neutr. (der rich-
tung?), der zweite gen. sein, ich halte das nicht für möglich,
bevor nicht lautlehre und sj'ntax für die neuere Wissenschaft, die
der vf. einführen will, gründlich reformiert sind.
100. Fr. Hommel, Zum namen der Plejaden. Orient, litztg.
16,13 f. — erinnert daran, daß er die Zusammenstellung der Ple-
jaden mit avestisch paoiryaeinyas und persisch parvin schon 1904
in seinem Grundriß 222A,] gegeben Labe, nur habe er IIlEiüÖEg
als eranisches lehnwort, nicht als urverwandt angesehen. — vgl.
auch oben nr. 76.
5*
<38 III- -A-llg- Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
101. T. E. Karsten, Ein europäischer verwaudtschaftsname.
NphMitt. 1911,160— ir>3. — fi. avio 'ehe' heiße älter 'ehefrau'
und werde gelegentlich in der bedeutung 'mutter' gebraucht; es
sei zu verbinden mit lat. avia 'großmutter', aia 'urmutter erde',
wozu weiter lat. avus^ ava, got. aivö, arm. haw, aisl. afe, lat. avun-
chIks, altkorn. ewitor, air. aue, öa gestellt worden, daneben gebe
es verwandte im Mordvinischen und Tscheremissischen, wo die
Wörter aus dem Tschuwassischen stammen, demnach sei entlehnung
der finnischen Wörter aus dem Germanischen unmöglich, es handle
sich vielmehr um ein kinderlallwort. — eine aumerkung behandelt
die Seltenheit von metathesen bei der entlehnung ins Finnische.
102. Rud. Meringer, Nachtrag zum '0/.i(fcc'A6g (WS. 102,
48 ff.). WS. 6,144. — M. weist auf gewisse Übereinstimmungen
in den ergebnissen der Untersuchungen W^. R. Rösche rs (Omphalos,
K. sächs. ges. d. wiss. 29,9) mit seinen eignen forschungen (vgl.
Jsb. 1913,3,95) hin und erwartet für strittige punkte von der Zu-
kunft die entscheidung. auf die arbeit Roschers einzugehen, ist
hier nicht der ort. vgl. nr. 104.
103. N. van Wijk, Das idg. wort für 'ameise'. Idg. forsch.
33,367 — 376. — W. geht von idg, '^'inomro-, *'meniro-, *momri-,
*memrl- aus; durch dissimilation — er beruft sich auf Grammont,
la dissimilation consonantique s. 177 — sei hier das erste, dort
das zweite m zu v geworden, besonders ausführlich werden die
germanischen Vertreter des wertes, an. maiirr, dän. myre, krimgot.
miera, engl, pisrdire, mnl. tniere, nd. nitre behandelt.
104. Besprechungen zu 3: Brugmann-Delbrück, Grundriß
2, 3, 1 (Jsb. 1913,3,75): A. Walde, ZföG. 65,984—987. —
H. Güntert, Wschr. 1914,452—456. — A. Meillet, Rev. crit.
1914,1,141—144. — Selbstanz. Idg. anz. 33,1. + E. W. Tay,
Idg. Verbalflexion (Jsb. 1913,3,86): A. Walde, Wschr. 1914,691.
— H. Meltzer, BphW. 1914,1269. -f E. Gamillschegg, Laut-
substitution (Jsb. 1912,3,84): M. Roques, Romania 43,150 f. —
L Gauchat, DLz. 1914,1008. + R. Gauthiot, La fin de mot
(Jsb. 1913,3,82): A. Walde, Wschr. 1914,691 f. — G. Millardet,
Romania 1913,627 f. — A. Cuny , Rev. des et. anc. 1914,105 — 108.
— H. Lommel, Cbl. 1914,20 f. vgl. oben nr. 86. -j- A. Gercke u. E.
Norden, Altertumswissenschaft (Jsb. 1913,3,104): G. Wissowa,
NJ. 16(31),1— 19. —J.S.Speyer, Museum 21,42 f. — Ch. H. Ben-
son, H. W. Preskott, C. D. Bück, P. Shorey, G. J. Laing,
F. B. Tarbell, R. J. Bonner, Class. phil. 8,104—119. — E. Ka-
iinka, ZföG. 65,289—315. — Stemplinger, BfGw. 49,51— 53.
— Fr. Heußner, Sokrates 657 f. -f- A. Green, Dative of agency
(Jsb. 1913,3,90): Selbstanz. GRMon. 6,366. + A. Meillet, Intro-
duction^' (.Lsb. 1913,3,104): C. D. Bück, Class. phil. 8,130 f. —
III. A. Allgemeine Sprachwissenschaft. 4. Idg. altertumskunde. 69
Lilian Mary Bagge, The class. rev. 27,62. + R. Me ring er,
"O^upaloq (Jsb. 1913,3,95): Martin P. Nilsson bei gelegenheit
fler besprechnng von Roschers Omphalos, DLz. 1914,332 — 336.
N. lehnt Meringers deutung des Omphalos als der nabelschnur
ab. vgl. oben nr. 102. + P. Persson, Beiträge z. idg. Wort-
forschung (Jsb. 1913,3,104): M. van Blankenstein, Museum 21,
121 — 127. -f H. Schuchardt, Nubisch und Baskisch (Jsb. 1913,
3,79): J. Jud, Romania 1913,602 f. -|- WS. 5,2; 6,1: A. Meillet,
Rev. crit. 1914,63 — 66. — A. Walde, ZföG. 65,38—42 der auch
ausführlich auf Meringers aufsatz über tf-KjiaXog eingeht. —
R. Findeis, ebd. 1105 f. — M. Häberlandt, ZföVk. 15,213.
4. Idg. altertumskunde.
105. von Hagen, Die Indogermanen. kulturbilder aus vor-
jieschichtlicher zeit. = Gymnasialbibliothek 56. Gütersloh, Bertels-
mann. 60 s. 0,80 m. — nach der angäbe des vfs nur ein les-
barer auszug aus den werken von Schrader, Hirt, Hoops,
Much und Feist; erwünscht, weil schon die schüler zum nach-
denken anregend und die oft recht rückständigen geschichtslehr-
bücher berichtigend. — angez. von Franz Härder, Wschr. 1914,,
1048—1052.
106. Karl Felix Wolff, Die Urheimat der Indogermanen.
Mannus 6,309 — 321. — bespricht Feists Kultur der Idg. (vgl.
Jsb. 1913,3,105). der vf. tritt warm für die europäische und
nördliche Urheimat ein und sucht zu diesem zweck Feists Ver-
mutungen über die indogermanisierung der Germanen und die
lautverschiebung zu entkräften, die lautverschiebung erklärt er
als eine erscheinung, die sich in Skandinavien bei der indo-
germanisierung der finnischen blonden kurzköpfe durch die lang-
schädlichen Germanen ergab; für das Tocharische meint er, daß
die von Feist angedeuteten sprachlichen Schwierigkeiten sich
lösten, wenn man seine heimat nach Schlesien, in das land der
von Kossinna behandelten kultur von Aunetitz verlege, so leicht
sind die Schwierigkeiten leider auf beiden gebieten nicht zu be-
heben.
107. 0. Schrader, Germanen und Indogermanen. Kbl.
Ges.Ver. 62,54 — 69, abgedruckt aus den Geisteswissenschaften
1914,196 — 202. — in diesem äußerst wichtigen, auf der haupt-
versammlung des Vereins gehaltenen vortrage untersucht S. die
fragen, seit wenn man von Germanen sprechen könne, wo deren
Vorgänger, die Prägermanen, gewohnt haben und ob sie dort ein-
heimisch oder eingewandert seien, die erste frage beantwortet er
mit Müllenhoff dahin, daß die erste lautverschiebung das datum
sei, welches die germanischen sprachen von den andern schei-le,
70 II-I- Allg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
\ind diese glaubt er in die mitte des ersten Jahrtausends vor Chr.
setzen zu können; die Prägermanen seien an den nördlichen
meeren heimisch ; bei der beantwortung der drilten frage glaubt
er wahrscheinlich machen zu können, daß der norden Europas ur-
sprünglich von einer riesigen rotblonden nichtindogermanischen
Urbevölkerung bewohnt war, die mutterrocht, weibesherrschaft,
vigesimalrechnung, tätowierung aufwies, mit dieser haben sich die
idg. Germauen oder Prägermanen vermischt; die Pi'ägermauen
aber seien den Kelten und Italikern am nächsten verwandt, und
so sei deren vordringen von den Karpathen und der mittleren bis
unteren Donau nach norden anzunehmen,
108. Sigmund Peist, Indogermauen und Germanen. ein
beitrag zur europäischen urgeschichtsforschung. Halle, M. Nie-
me^^er. 76 s. 2 m. — bespricht ausführlicher, als es in dem
größeren werk (vgl. nr. 124) geschieht, die frage des Verhältnisses
der Germanen zu den Idg. und ändert die dort geäußerte Vermutung,
daß die Germanen durch Kelten indogermanisiert seien, in 'der
weise ab, daß diese Indogermanisierung einem nicht weiter nach-
weisbaren stamme der europäischen Urbevölkerung zugewiesen
wird, der vf. hofft auf diese weise die tatsachen der ersten laut-
verschiebung erklären zu können, obwohl seine darlegungen sehr
vorsichtig gemacht werden und sich auf die geschickte Verwendung
eines umfassenden wissens stützen, sind sie doch grade in diesem
punkt nicht überzeugend, vor allem ist unsere kenntnis der ge-
setze des lautwandels auch noch viel zu wenig gefestigt, als daß
sie uns nötigte, zur erklärung der lautverschiebang eine doppelte
Übertragung auf stammfremde Völker anzunehmen.
109. Sigmund Feist, Indogermanen und Germanen, ZfdU.
28,161 — 177. 261 — 274. — unterrichtet in allgemeinverständlicher
weise über die entwickluug der idg. altertumskunde und der frage
nach der Urheimat und legt dann seine in der vorigen nr. be-
sprochenen ansichten dar.
110. 0. Schrader, Die herkunft der Germanen. DLz. 1914,
837 — 847. — berichtet über Peists kultur der Idg. (vgl. Jsb.
1913,3,105 und unten nr. 124) sowie über den aufsatz Indogermanen
und Germanen (nr. 108). S. stellt in kürze die hauptzüge des von
Feist gegebenen bildes zusammen, vergleicht sie mit der von ihm
selbst in Sprachvergleichung und Urgeschichte 1907 entworfenen
darstellung und geht ausführlicher auf einige abweichungen ein.
die frage der Urheimat führt dann zur erörterung der von Peist
angenommenen Indogermanisierung der Germanen, hierbei macht
er namentlicli auf die Schwierigkeit aufmerksam, die die erklärung
der ersten lautverschiebung auch in der neuen fassung bietet, und
tadelt es, daß P. den namen der Prägermanen zwar von Schrader
III. A. Allgemeine spracliwissenschaft. 4. Idg. altertumskunde. 71
übernommen, aber in ganz anderem sinne, nämlich als bezeichnung
des nichtidg. nördlichen urvolks angewendet habe, zum schlug
werden mißverständnisse aufgeklärt. — dazu entgegnung von Feist
und antwort von Schrader s. 1097 — 1099.
111. K. Kramaf, Die Germanen des Tacitus und die
Völkerwanderungen in der Urgeschichte der alten weit, mit einem
nachtrag von U. Kramar. Budweis. 70 s. 1,20 m.
112. E. Steffen, Kritische anmerkungen zu R. Henning
^Der name der Germanen'. (ZfdA. 44,210 — 230.) Beilage zum
Mannus 6; 16 s.
113. Ed. Heyck, Der volksname 'Germanen' und seine ent-
stehung. Der Türmer 16,2,485 — 488. — berichtet über den Jsb.
1913,3,136 verzeichneten aufsatz von R. Henning.
114. Richard Baumgart, Die Südgermanen. die Bojer,
Vindelizier, Räter, Noriker, Taurisker usw. waren nach all ihren
landwirtschaftlichen geraten und einrichtungen keine Kelten, son-
dern Urgermanen, höchst wahrscheinlich das stammvolk aller Ger-
manen, mit 334 abbildungen und 9 tafeln. 2 halbbände. Heidel-
berg, Winter. 40 m. — der vf. glaubt die frage entscheiden zu
können, indem er für die bayrischen ochsenjoche, eggen, hufeisen
und hochäcker große altertümlichkeit und ununterbrochenen ge-
brauch seit uralter zeit nachweist, diese methode kann das im
titel angedeutete ergebnis überhaupt nicht erweisen, außerdem
arbeitet er vielfach mit ganz phantastischen zahlen, die große
unbeholfenheit in der anordniing des Stoffes, die fortwährenden,
sich scheinbar oft widersprechenden Wiederholungen, das immer
wiederkehrende schimpfen auf die deutschen gelehrten und be-
sonders die Philologen machen außerdem die lektüre zu einer ent-
sagungsvollen aufgäbe, aber die sehr ausführlichen, mit reichlichen
literaturangaben versehenen Untersuchungen über die herkunft und
entwicklung der wichtigsten deutschen ackergeräte und des wagen-
baus, sowie die forschungen über das alter der hochäcker im zu-
sammenhange mit den hufeisenfunden verleihen auch diesem selt-
samen werke des greisen gelehrten einen hohen wert, eine fort-
setzung über die 'Nordgermanen' wird angekündigt.
115. J. H. Moulton, Notes on iranian ethnography. Essays
and studies presented to W. Ridgeway. Cambridge, University
Press. 1913. s. 249 — 260. — sucht aus den geringen Verschieden-
heiten der lautentwicklung bei Ariern und Iraniern Schlüsse auf
ihre ursprüngliche geographische nachbarschaft mit Italo-Kelten
und Germanen zu ziehen. — sehr unwahrscheinlich.
116. Heinrich Lud er s. Über die literarischen funde von
Ostturkistan. Sitzungsber. der Berl. akad. der wiss. 1914,85 — 105.
— allgemeine, sehr eingehende Übersicht über den außerordentlich
72 III- Allg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
bunten Inhalt der bisher gemachten funde und die daran an-
knüpfenden umfangreichen forschungen.
117. S. Feist, Sprachliches neuland. bedeutung der in
Zentralasien neuentdeckten indogermanischen sprachen für die
vergleichende Sprachwissenschaft. Frankfurter ztg. 27. 7. 1913.
118. A. Brückner, Zur geschichte der buchenbenennung.
ZfvglSpr. 46,193 — 197. — es gehe durchaus nicht an, aus dem
fehlen eines besonderen slavischen rotbuchennamens irgend etwas
für die läge der Urheimat (der Slaven) zu folgern, diese sei
nicht in den Rokitnosümpfen, sondern nördlich der Karpathen an-
zusetzen.
119. F. Knauer, Zur i?MSt-frage. Idg. forsch. 33,394— 407.
— sucht seine anschauungen (vgl. Jsb. 1912,3,139) über die
germanische herkunft der Waräger und die russische herkunft
ihres namens Rust gegen angriffe zu verteidigen.
120. Jos. Marquart, Über die herkunft und den namen
der Russen. Baltische monatsschrift 55(1 913), 264 — 277. — be-
schäftigt sich mit dem Jsb. 1912,3,139 verzeichneten aufsatz von
Knauer, dessen irrtümer er eingehend auf grund seiner um-
fassenden kenntnisse der ungemein verwickelten Verhältnisse der
altslavischen Stammesgeschichte nachweist. M. sieht wie früher
in den Hros schwedische Wikinger, deren man zuerst 555 bei
dem sogenannten Zacharias Rhetor begegnet, die deutung des
namens rwst aus ab. ranha lehnt er natürlich ab. leider ist der
anregende aufsatz, der die schwierigen vom vf. in seinen Ost-
europäischen und ostasiatischen streifzügen behandelten fragen
kurz zusammenfaßt, durch zahlreiche sinnstörende druckfehler
entstellt.
121. Karl Bergmann, Die Sprachwissenschaft im dienste
der kulturgeschichte. ZfdU. 1914,680—691.
122. Edmund Schopen, Die familie im verfassungsieben
der idg. centum-völker. Bonn, Fried. Cohen. 63 s. — der vf.^
der seine arbeit der gesellschaft für westdeutsche familienkunde
widmet, kennt die Unsicherheit der hier von ihm geräußerten Ver-
mutungen wohl und sucht nicht, sie zu verschleiern, was er über
den Zusammenhang der familie mit der staatsform bei Griechen,
Römern, Kelten und Germanen ausführt, zeigt zwar, daß er eine
bedeutende belesenheit in den neueren historischen werken, aber
wenig Vertrautheit mit den eigentlichen quellen besitzt, seinen
ausführungen zuzustimmen bin ich selten in der läge, obwohl ich
sie mit interesse gelesen habe, der vf. selbst würde über viele
einzelheiten, namentlich über den Zusammenhang der Kelten und
Germanen, ganz anders denken, wenn er mit Zimmers Forschungen
III. A. Allgemeine Sprachwissenschaft. 4. Idg. altertumskunde. 73
über die reste des mutterrechts bei den Kelten (Zs. der Savigny-
stiftung, rom. abt. bd. 15,209 ff.) vertraut wäre; vermißt habe
ich jeden hinweis auf den widerstreit von königtum und priester-
tum, der uns aus der geschichte des indischen volkes genauer be-
kannt ist und die erklärung liefert für die kämpfe zwischen
Agamemnon und Kalchas, für die Stellung der Druiden und die
ansprüche des papsttums; auch in diesem punkte übrigens, wie
schon Cäsar gesehen hat, scheiden sich Germanen und Kelten
gänzlich. — die auffassung des vis ist sehr stark durch die an-
sieht beeinflußt, daß die Idg. aus Asien eingewandert seien, auch
darin liegt eine quelle von irrtümern; wir kennen die heimat der
Idg. noch nicht sicher, und Feists ansieht ist nur eine hypothese
wie andere und gewiß nicht glaubhafter.
123. Paul Koch, Die arischen grundlagen der bibel. die
Übereinstimmung der biblischen sagen mit der mythologie der
Indogermanen. Berlin, Hellmuth Johnke. 189 s. 2,50 m. —
die Schrift verfolgt 'das ziel, das alte testament als ein mytho-
logisches buch nachzuweisen, dessen inhalt mit der mythologie
der Indogermanen fast vollständig übereinstimmt', der vf. beruft
sich dabei neben einer auswahl aus 'gesicherten forschungen' auf
eigene Untersuchungen. dafür ein beispiel: s. 59 werden die
Midianiter mit den Chatti-Mitani in Verbindung gebracht, woher
Mitapotamien benannt sei, das die Griechen in Mesopotamien um-
wandelten, die Chatti dürften sich als germanische Chatten nach-
weisen lassen, nach einer beigegebenen mitteilung des verlags
will der vf. damit eine waffe für den jetzt entbrannten kämpf um
kirche und dogma schmieden, also ein bewußter mißbrauch des
Scheines der Wissenschaft,
124. Besprechungen zu 4: Sigmund Peist, Kultur der Idg.
(Jsb. 1913,3,105): N. van Wijk, Museum 21,241 — 246. —
A. Walde, ZföG. 65,604— 699. — E. Fraenkel, Zbl. 1914,144.
— J. Mansion, Le museon 15,90 — 96. — H. Meltzer, Sokrates
1914,419—427. — Leonard Bloomfield, JEGPh. 13,472 f. —
Martin P. Nilsson, GgA. 1914,590—604. — Grupp, Jahrb. d.
Görresges. 1914,227. — H. Leßmann, Mitra, Zf vgl. Mythenforsch.
1,146—157. — von Lichtenberg, Peterm. mitt. 1914,1,291. —
T. Friedemann, Verg. u. gegenw. 1914,106. — J. Kohler,
Zfvgl.Rechtsw. 31,480. — A. Thumb, Frankf. ztg. 1914,5. 4. —
H. Kjser, NTfFil. 4,3,66 f. + Gustav Kossinna, Herkunft der
Germanen (Jsb. 1913,3,117): R. Trautmann, Litbl. 1914,49 f. +
O. Schrader, Die Idg. (Jsb. 1913,3,117): H. Kjaer, NTfFil. 4,
3,66—71. — E. Intekofer, Päd. arch. 1914,382. + 0. Schra-
der, Viktor Hehn und die Sprachwissenschaft (Jsb. 1912,3,140):
G. A. Hückel, Ann. de geogr. 1914,22 f.
74 ill- Allg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
5. Urgermanisch und gemeingermanisch.
125. J. Franck, Germanisch b, d, g. ZfdA. 54,1—23. —
F. verlaugt, das man streng unterscheide zwischen der tatsache, daß
in his^torischer zeit in dem weitaus überwiegenden teil der altgerm.
sprachen im in- und auslaut Spirans herrscht, und der annähme,
daß das gleiche Verhältnis gemeingerm. sei. während man allge-
mein eine ver.schiebung germ. Spiranten zu medien annahm, sucht
er umgekehrt eine anzahl von erscheinungen, besonders des Wgm.,
aus dem Vorhandensein von medien zu erklären, er weist am
Schluß darauf hin, daß der Übergang von media zu Spirans auch
griecliisch, romanisch und namentlich auch irisch sei; an der Über-
einstimmung der irischen Orthographie mit der altgermanischen in
hinsieht der Unterscheidung von spirantischer und e.xplosiver aus-
spräche behauptet er nicht achtlos vorübergangen zu sein, ver-
möge aber einen Zusammenhang nicht zu entdecken.
126. Jakob Sverdrup, Om aksentveksel i urgermansk.
Festskrift til professor Alf Torp. Kristiania, H. Aschehoug & co.
1913. s. 104 — 114. — gellt von Hirts ansieht aus, daß o- und
ä-stämme im Idg. starren akzent hatten und daß demnach fälle,
die zu der annähme: nomina actionis haben stammbetonung, nomina
agentis und adjektiva sind stammbetont, nicht stimmen, durch
analogiewirknngen zu erklären sind, die starke anzahl der fälle,
die im Germanischen widersprechen, führt zu der Vermutung, daß
in diesem sprachzweig, vielleicht unter dem einfluß der i- und
M-stämme, tonwechsel eintrat; besonders die sich berührenden er-
scheinungen bei germ. und slavischen neutra auf -o legen diese
Vermutung nahe.
127. E. Prokosch, Die Stabilität des germanischen konso-
nantensystems. Idg. forsch. 33,377 — 394. — der vf. beginnt die
Jsb. 1913,3,37 angekündigten Untersuchungen über allgemein phone-
tische tendenzen, zunächst der germanischen sprachen, zu ver-
öffentlichen.
128. Iv. Brugmann, Zur nominalen Stammbildung der ger-
manischen sprachen. Idg. forsch. 33,300 — 313. — unter 1. got.
fairra, ahd. ferro 'fern' und verwandtes werden fälle zusammen-
gestellt, in den durch silbendissimilation ein vokal zwischen gleichen
lauten ausgefallen ist. so bei got. fairra^ bei qairrus, das mit lat.
gravis im stamm, mit yeguQog in der bildung verglichen wird, bei
and-siaürran, ahd. storren, das zu lat. sterüis, OTsqeog gestellt wird,
bei nhd. starr wird die möglichkeit gleichartiger entstehung er-
wogen, got. inna^ ahd. as. inna^ inne werden entsprechend auf
die in i'vL erhaltene vollere form der präpof^ition in zurückgeführt.
2. gotisch hulundi 'höhle' und gleichartige n^bildungen bespricht
III. A. AUg. Sprachwissenschaft, h. Urgörmanisch u. gemeingerm. 75
."lie ursprüngliche stammgestalt von got. hulundi, nehvundja, aisl.
vitund 'kenntnis', tcgund 'art', ahd. leidunt 'anklage', ags. peofend
Diebstahl', denen Burgund angereiht wird, etwas abweichend sind
ahd. tugund und jugund gebildet, von denen tiigund zu den be-
handelten ntc-ätikmmen. gestellt, jugiind aber auf urgerm. *iuuünpiz
zurückgeführt wird. 3. got. /on, funins, preuß. panno, ahd. fuir,
fiur 'feuer' erläutert die ganze äußerst schwierige Wortsippe; be-
merkt sei, daß B. das zweisilbige ahd. ftiir von der jüngeren neben-
form fiur verschieden erklärt.
129. Elias Wessen, Zur geschichte der germanischen ??-dekli-
nation. diss. Uppsala. 192 s. — die sorgfältig gearbeitete Unter-
suchung will die entstehung der n-stämme mit abstrakter und
resultativer bedeutung, die von starken verben abgeleitet sind, er-
forschen, vf. gibt zuerst s. 1 — 14 eine übersieht über die ver-
schiedenen arten der n-stämme und ihre Verwendung, sodann
s. 85 — 126 eine Sammlung der besonderen bildungen, auf deren
eridärung es ihm ankommt, endlich s. 127 — 170 eine Vermutung
über ihre entstehung, die an die Untersuchungen von Bengt Hessel-
mann (Jsb. 1913,8,122) anknüpft, er leitet sie nämlich aus den
Stämmen auf -eno-, -ono- ab, die zur bildung von infinitiven und
Partizipien dienen, und sucht den Verlust des stammauslautenden
-0- mit den entstehenden quantitätsverhältnissen zu rechtfertigen.
— ein anhang bespricht got. wiko und das aufkommen der 'woche'
bei den deutschen stammen.
130. G. 0. Curme, The development of modern group stress
in German in English. JEGPh. 13,493—498. — zeigt, daß im
Altgermanischen der akzent der Zusammensetzungen, zusammeu-
rückungen und begriffbildenden wortgruppen auf der ersten silbe
lag, während das heutige Deutsche und Englische ihn auf das
letzte glied legen, dabei verkennt er nicht, daß die ältere art
der bildung von Zusammensetzungen im Deutschen noch lebendig
ist, während sie im Englischen sich auf besondere fälle beschränkt.
in dieser Verschiebung der betonung sieht er the chief force at
work in the dissolution of old groups. weiteres enthält der ar-
tikel The Gerund in Old English in der Anglia 38,491—498. vgl.
auch nr. 133.
131. Herm. Collitz, Bemerkungen zum schwachen Präte-
ritum. Idg. forsch. 34,209 — 222. — setzt sich mit Loewes auf-
satz ZfvglÖpr. und W. Schulz es zusatz auseinander, vgl. Jsb.
1913,3,126.
132. A. Beer, Schleichers aufsatz 'Das futurum im Deut-
schen und Slavischen'. cMF. 3,4/5.
133. George 0. Curme, The development of verbal Com-
pounds in Germanic. Beitr. 39,320 — 361. — behandelt die ge-
76 III. Allg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. Literaturgeschichte.
schichte der Zusammensetzung des verbums mit adverbialen und
präpositionalen elementen unter dem gesichtspunkte, daß eine Ver-
änderung der Wortstellung im laufe der zeit eintrat, durch die das
schwachbetonte, mit dem verbum in alter zeit engverbundene
adverbialpräfix allmählich losgelöst und mit starkem ton hinter
das verb gestellt wurde, deutsche Substantive wie 'kehraus, tauge-
nichts' weichen ab; englisch liegt älteres oütlobk neben jüngrem
löok-oi(t in zahlreichen fällen, ausführlich werden die betonungs-
verhältnisse bei den zusammengesetzten zeiten im Englischen und
Deutschen behandelt, die im Englischen viel früher abgeschlossen ge-
wesen sein müssen als im Deutschen ; dabei werden feine und wichtige
bemerkungen über die ursprüngliche Stellung des verbums am ende
des nebensatzes im Altgermanischen gemacht. — manches künst-
liche enthält der zweite teil, der die verbalen komposita und
Präpositionen von den adverbialen Zusammensetzungen zu unter-
scheiden und je nach dem grade der Verschmelzung in fünf kate-
gorien zu sondern versucht, eine bedenkliche semasiologische ent-
gleisung läuft s. 335 mit unter, wo aus he ate the apple up, 'die
Zeitschrift ist eingegangen', gefolgert wird, up und ein hätten trotz
des hochtons ihre bedeutung verloren, denn up bedeute doum und
ein 'aus'.
134. W. Klipstein, Vergleichende syntax des Deutschon,.
Französischen und Englischen. — angez. von E. Richter, Bull.
de dial. rom. 6,46. — das anspruchslose heftchen, das für die
praktische Spracherlernung bestimmt ist, geht auf geschichtliche
erklärung nicht ein und erstrebt keine Vollständigkeit, es kann
recht nützlich wirken, wenn es seinen zweck erfüllt, zum nach-
denken über die behandelten erscheinungen anzuregen, leider ist
die aufmerksamkeit des vfs ungleich verteilt, so ist z. b. die lehre
vom tempus recht stiefmütterlich behandelt; von der erscheinnng
der deutschen aktionsarten und ihrer Wirkung auf die syntax hat
der vf. offenbar keine deutliche Vorstellung, und doch wäre hier
grade ein dankbares gebiet für seine tätigkeit gewesen.
135. A. Green, The analytic agent in Germanic. JEGPliil.
13,514 — 552. — verfolgt in Zusammenhang mit den ausführungen
über den dativus auctoris in seiner dissertation (Jsb. 1913, ii, 90)
die Umschreibung des gleichen Verhältnisses durch präpositionen
der ruhe (*&i, *at, *in) und in der bewegung (1 *fratn, *af, *fona,
*uz, 2 ^midi, *wip, 3 *pitrh, Ho), im Got., Ahd., Ags. und An,
dabei rühmt er wiederholt die Überlegenheit der analytischen
Sprachmittel: 'call Analj'sis an 'economy of expression' or a 'law
of specialization', it is simply a species of linguistic struggle for
existence, a naturel tendency to secure greater ease and precision
in discourse and document.'
III. A. Allg. Sprachwissenschaft. 5. Urgermanisch u. gemeingerra. 77
136. H. Tschinke 1, Der bedeutungswandel im Deutschen.
Wien, Manz. IV,60 s. Im. — ohne wissenschaftliche ansprüche.
der einfluß der fremdwörter fehlt ganz (bedeutungslehnwörter);
unter unlogischem wortgebrauch wird manches zusammengestellt,
•woraus sich ergibt, daß der vf. über den Zusammenhang von logik
und spräche unrichtige Vorstellungen hat.
137. Hugo Schuchardt, Deutsche schmerzen. An Th. Gärt-
ner zum 70. geburtstrg. 20 s. 4''. (Styria in Graz.) — bei ge-
legenheit eines festgrußes äußert S. seine persönlichen, vielfach
wunderlichen ansichten über das Verhältnis von muttersprache und
spräche, über die bekämpfung der fremdwörter, über Schreibung,
Zeichensetzung, druck- und Schreibschrift, über die gegensätze von
Nord- und Süddeutschland. hoffentlich gewinnen seine eigen-
brötlerischen anschauungen keinen tieferen einfluß auf den Sprach-
verein, an den sie sich wenden.
138. Fr. Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen
spräche. 8. verbesserte und vermehrte aufläge, lief. 1 — 3. Straß-
burg, Trübner, je 160 s., 2,90 m.
139. Emil Henri ci, Barbarolexis. 1. heft: Sprachmischung
in älterer dichtung Deutschlands. 2. heft: Sprachmischung in
älteren schi'iften Deutschlands. Berlin, J. Klönne. 1914. 1. h.
120 s., 2. h. 167 s. — vgl. Jsb. 1913,7,31. selbstanzeige 1. GRMon.
5,118, 2. ebd. 6,428. — R. Bürger, Braunschw. mag. 19,96.
140. Fritz Bechtel, Deutsche nameu einiger teile des mensch-
lichen körpers. Akad. rede. Halle, Waisenhaus. 15 s. 2®. —
behandelt die entstehung der bedeutungen von liopf, (gesicht),
Schädel, stirne, scheitel, schlaf und schlafe, mund {= lat. mentum),
rümpf, hals, brüst, rücken, wirhel, rippe, arm, achsel, Schulter, hand,
p'nger (hng, eile), fernst, hein, (schenkel), diechbein, Schienbein, wade,
fvß, reihen, rist, zehe, hirn, hinge, magen.
141. H. M. Chadwick, Some german river-names. Essays
and studies presented to W. ßidgeway. Cambridge, University
Press. 1913. s. 315—322. — erwähnt, daß Müllenhoff bei Weser
und Wipper germanischen Ursprung annahm, obwohl ihm selbst
das erscheinen der gleichen namen auf keltischen oder des keltis-
mus verdächtigem boden bekannt war. nun scheint aber Wiur
(8. jahrh.) als name eines flusses bei Durham und Weaver in
Cheshire oder Waver in Cumberland die beiden namen auf alt-
britannischem boden in einer lautform zu belegen, die den ver-
dacht germanischer einschleppung ausschließt, damit wäre der
keltische Ursprung bewiesen, was E. C. Quiggin in einer note
bestätigt.
7Ö III. Allg Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
142. Friedrich E. Ettlinger, Zu beschummeln, heschupptiv
(Beitr. 38,334), Beitr, 39,570 f. — schupp 'betrug' stammt aus
dem Rotwelschen, läßt sich aber auf seine quelle nicht weiter ver-
folgen; 'desquamare' als bedeutung wird abgewiesen, hebräischer
ursprang ist nicht zu erweisen. heschiimmeln hängt schwerlich
damit zusammen.
143. J. Löwenthal, Drei götternamen. Arkiv 31,153 f. —
behandelt 1. aschw. Ingvi, Yngvi: eyxog, ablautend der name der
Angeln: *2. ahd. Phol, ae. Pol, zu ai. bala 'weiß'; 3. an. Loki :ga.\\.
Xoi'/OQ ' TLcgaS. alle drei wenig überzeugend.
144. J. Mansion, Oudgermanisch miscellanea. Leuv. bij-
dragen 11,247 — 266. — behandelt 1. &hd. stuorren. 2. ahd. spunni,
3. ahd. Tifan intwegen, 4. ahd. midanl, 5. Hildebrandslied 64 scarpen
scurim, 6. Notker Ps. 3. 6 släf räunota mir därdna, 7. got. Apa-
reis en Hröpispius, 8. Eenige Gotische namen, 9. ndl. opdat hij zou.
145. R. Much, Vagdavercustis. ZfdA. 55,284—296. —
knüpft an Kluges Vermutung an, der vercust- mit a,s. gumkust 'tugend^
zusammenstellte, und deutet vagda als eine <^/i-bildung zu wz. vegh-
'bewegen'. irisch bedeute das davon abgeleitete fecht 'kriegszug",
so sei in der Vagdavercustis eine göttin kriegerischer tugend zu
sehen, obwohl die einzelheiten sorgfältig erwogen werden, bleibt
doch namentlich die deutung von vagda- noch recht zweifelhaft,
grade die von Much erwogenen keltischen vergleiche legen bei
der läge des fundortes an der grenze auch die möglichkeit kelti-
scher herkunft nahe.
14G. Herbert Petersson, Einige tiernamen aus alten farben-
bezeichrungen. Beitr. 40,81 — 111. — behandelt im zusammen-
hange mit einer großen zahl anderer tiernamen: 1. schwed. sarf
'rotauge' (hierbei wird der häufige Zusammenhang von fisch- und
farbennamen erörtert), 2. awnord. arfr 'ochs', 3. nhd. reh, 4. nhd.
hering, 5. awnord. hafr 'Ziegenbock', 6. brind 'elentier', 7. ahd.
alant. die möglichkeit der umgekehrten bedeutungsentwicklung
ist sonderbarer weise nirgend in erwägung gezogen.
147. Herbert Petersson, Ahd. i/iwesZ>en. Beitr,39,563 — 565.
■ — verteidigt seine vergleichung mit lat. tesqua, ai. tucchas gegen
F. Kluge, stützt sie durch beruf ung auf F. A. Wood und be-
handelt erneut die frage, wieweit oder unter welchen bedingungen
labiovelar im Germanischen zum labial werde.
148. J. Pokorny, Herkunft und etymologie des Wortes
eisen. ZfvglSpr. 4o,292 — 294. — Hsarnon, die grundform von
got. eisarn, ahd. as. isarn wird als keltisch angesehen und mit
lat. aes, ai. ayas zusammengestellt, da jedoch ai kelt. nicht zu %
wird, schlägt P. vor, das wort als illyrisch anzusehen, zumal ja
III. A. Allg. Sprachwissenschaft. 5. Urgermanisch u. gemeingerm. 79
die Hallstattknltur, die erste eisenzeit Europas, illyrisch sei. auch
Isarkos, Eisack sei illyrisch und zeige den stamm *lsar-.
149. Bernhard Schmidt, Ganz. Idg. forsch. 33,313—332.
— nach einer sorgfältigen Übersicht über frühere deutungsversuche
nimmt der vf. den von Benfey wieder auf, der das deutsche wort
mit griech. %avd6v gleichstellt, die formellen und semasiologischen
Schwierigkeiten werden eingehend erörtert; der vf. verbindet das
wort auch mit engl, gaunt, dessen bedeutungsgeschichte er vor-
führt und für das er als ältere bedeutungen 'gierig, hungrig' und
'gesund' erschließt, zu dem in xuOKio, yaivio erhaltenen stamme
*Xccv- stellt er mit andern auch den idg. namen der gans, er-
läutert den nordischen der ringelgans, aisl. gagl, der ähnliche be-
deutungsverwandtschaft aufweist, ferner ags. ganot, ahd. ganaggo,
ganzo 'ganter, gänserich', an das weiter an. ganta 'schäkern', ganti
'scurra' angeknüpft wird, der Schluß, das durch diese etymologie
die adverbia auf *-dom als idg. erwiesen werden, geht wohl
zu weit.
150. Hans Sperber, Beiträge zur germanischen wortkunde.
WS. 6,14 — 57. — behandelt nach einleitenden bemerkungen über
die grundsätze etymologischer forschung die Wortsippe von haken,
zeile, driesch 'brachland' (zu an. priöta 'aufhören, untauglich werden'),
nhd. feigen, folgen 'zum zweiten male pflügen' (gegen J. Hoops,
vgl. Jsb. 1911,3,129, ein verbum *felgan 'sich wenden', ist nicht
erweislich, S. geht überall von ahd. felahan 'verbergen' aus), dünger,
got. qistjan 'verderben', kästen, pfeife (aus mlat. patena, frz. panve),
ahd. sweiger 'viehherde, stall', d. machen (dabei wird got. mekeis
'schwort' berührt), d. schwert, an. dalr 'bogen' und verwandtes,
d. bord, savoyisch arpion 'angelsucher' (zu germ. harpa), d. eishein,
schwed. kull, got. kalkinassus 'hurerei' (zu lat. calcare 'treten' vom
federvieh), d. lust, d. keusch (entlehnt aus conscius). — s. 57 f.
fügt E.. Meringer einige grundsätzliche bemerkungen hinzu.
151. F. A. Wood, Etymological notes. MLN. 29,69—72.
— behandelt in seiner bekannten weise 1. ae. hän, an. ahd. hein:
Idit. per-fines 'perfringas', a.hg.biti 'schlagen'. 2. mnd. hiink 'knochen',
ne. bunch 'protuberance, hunch, nob, lump' : an. bakke 'anhöhe',
ahd. bank 'vielleicht as. bak, ahd. bahho 'schinken'. dazu synonym
*bhengh- in ne. bung Ttayig. 3. norw. dial. huna 'knochenröhre,
Wadenbein' : nisl. bu7ia 'jet, shoot'. 4. ne. bum 'buttocks' : isl. bumba
'drum, bulge'. 5. got. usbaugjan : steirisch bocht 'unrat'. 6. norw.
buna 'poltern, antreiben' : russ. dial. bünif 'hallen, dröhnen'. 7. ae.
dri/ge, ahd. truckan, trockan:\elt. (ZrMg^^ 'zusammensinken, mindern'.
8. norw. dial. dragen 'damp', nisl. drungi 'gloominess' : lit. dregnas,
feucht, drangüs 'lauwarm'. 9. ae. gefra^ppegian 'accuse, reverence' :
^Qertco (be prominent) 'appear, be fitting', violleicht auch zu lat^
80 III. AUg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
prope. 10. got. frops, frapjan, lothr. freddn, gefruoddn 'betasten,
empfinden' ; '^peret- in lat. pressi, prelum, mhd. vrat 'zerbröckelnd',
vrete, vrate 'wunde stelle'. 11. nl. golzen 'gulp, swallow' von mnl.
gole 'an open mouth or throat', mhd. giel 'maul, rächen'. 12. ae.
gelöster, geolster 'poisonus secretion' : mnl. gelsterachtig 'fettig,
stinkend'. 13. an. heile 'brain' : lat. cilo 'jemand mit schmalem köpf
und vortretender stirne', aind. gilä 'stein, fels'. 14. hamm 'inner
part ov nee, ham' : hämo 'angelhaken', x^^f-^og - yKXTXfA.v'kog. 15. nd.
hunke 'abgenagter knochen', ne. hunk 'a large lump', hunch 'hump,
protuberance', vielleicht zu 16. mnd. hone, nl. hoek 'ecke, winkel',
ahd. hinken, aind. khdnjati. 17. ae. gelöma 'tool, Utensil' : norw.
löm 'flat ov the band'. 18. mhd. luoder 'lockspeise' nicht zu laden,
sondern zu russ. Idha 'flick, läppen'. 19. ae. rage 'spine' : mhd.
raehe 'steif, starr', rahe 'stange, raa', mhd. regen 'sich erheben',
^'req^ 'stretch out', 'arrange', aind. racdyati 'ordnet, bildet', got.
rahnjan. 20. got. razn, an. rann 'haus' : ae. rcBsn 'plank; ceiling'.
21. siponeis : Sie. septe 'taught'. 22. germ. *widu 'tree, wood' = ir.
fid 'bäum' sollen mit aind. vidhüh 'vereinsamt', lit. vidüs 'mitte,
inneres' durch aind. vi 'auseinander', vayä 'zweig' verbunden
werden. 23. got. wairila 'lippe', ae. weler 'lip' : ae. tvearr 'callo-
sit)'', wart', lat. Verruca, aind. varsman-^höhe' , lat. varus 'blotch,
pimple'. 24. ne. wear 1. ; ae. werian, got. wasj'an, 2. ae. -weosan, for-
weren 'decayd', 25. an. vesall 'wretched, poor', mhd. ^vesel 'schwach',
152. Francis A. Wood, Germanic etymologies. JEGPhil.
13,499 — 507. — behandelt 1. ae. acan 'ake', mnd. eken, ecken
'eitern' bedeuten ursprünglich 'schwellen', zu g. akran 'frucht',
ae. cecern 'acorn' usw. 2. ae. äk, ahd. eih 'eiche' bezeichnet ur-
sprünglich die eichel, auch *aig- oder *9ig- bedeutet daher ur-
s|)rünglich 'schwellen', was auf ai. ejati 'rührt sich, bewegt sich'
zurückgehen könne. 3. an. eigin 'eben hervorgesprossener saat-
kern: atxAot ' al yioviai rov ßaXovg, ccixf^iil oder: apreuß. ayculo
'nadel' oder: ksl. igla 'nadel'. 4. ae. äte 'oat', m. eitell 'drüse,
knorren am bäum', ahd. eitar 'gift' : oiöog, lat. aemidus. 5. g. aiz
'erz', ahd. er 'erz, eisen', lat. aes, ai. ayah. 6. ae. is 'ice', ahd.
i.s' : ksl. isto 'testiculus', abg. istesa 'nieren'. 7. oe. äd 'heap; fire,
flame', ahd. eit 'glut', al'^w, lat. aestus : an. id 'restless motion',
ai. edhate 'wächst, gedeiht'. 8. ae. celan 'burn, kindle, light', an.
eldr 'fire' : ky. ilio 'gären', ae. ile 'schwiele'. 9. ae. äfor 'harsh,
fierce, vehement', ahd. aipar eiber 'acerbus' : nhd, eifer, aiipa,
aupvYjg, aiTtvg. 10. ne. dial. awvish, hawfish, haufish 'slightly un-
well, reluctant, undecided' nicht für halfish (Wright), sondern iden-
tisch mit offish von off wie uppish von upp. 11. ahd. fehön gifehön
'essen' : lit. peszti 'pflücken', /rexw; ebenso ahd. gifehan 'sich freuen',
^. faginon 'ursprünglich genießen'. 12. g. gatils ^euAaiqog^ nicht
III. A. AUg. Sprachwissenschaft. 5. Urgermanisch u. gemeingerm. 81
ableitung von Hl 'gelegenheit', sondern von *gat- *join, fit' : ae.
geatolic 'aclorned', abg. godü 'o'ga, /.aiQüg\ mhd. ergetzen. 13. an.
^e3 'sinn, mut' nicht zu nod-og, sondern eher zu russ. ugoda *wohl-
gcfallen', mnd. gaden 'passen gefallen, sich gatten'. 14. ae. gor
Mung, dirt', iiisl, gor 'cud ; chyme' nicht zu (/er- 'gähren', sondern
zu *gheu- 'gießen'. 15. mnd. göre 'gährung', mnl. göre 'fragrance,
odor', aus germ. *gur- wie 14 oder *geus-. 16. mnd. gole 'sumpf:
Xclog, an. gola 'gentle breeze'. 17. ahd. cheiho, mhd. keibe 'leich-
nam' : an. keifr 'schief, krumm', lett. gibt, geibt 'ohnmächtig werden',
gibt 'sich bücken' ; vielleicht auch zu serb. ispogibati 'umkommen',
slaw. glniti 'dahinschwinden', 18. ne. cozy 'snug, warm' : germ. *keus
'curve, bend, svvell', an. kiöss 'höhluug, bucht'. 19. as. küsko 'mit an-
stand', mnd. kusch 'keu.sch' bedeuten nicht ursprünglich 'rein', sondern
'bending, yielding, retiring' : 18. 20. ostschw. dial. krasa 'grabbing
hand or fist', krasa 'card, grab, gather' : germ. *kras- 'draw
together, press', abg. groznü^ grozdu 'büschel, traube', grustt 'hand-
fuir ayooiog. 21. an. loppa 'hig, clumsy hand' : ne. Z^(»^2J 'klumpen'.
22. ne. pit 'hole, cavity', ae. pytt 'pit, grave; pond; pustule' ent-
spricht erstens lat. puteus und zweitens germ. *putja-, ae. jjyttan
*dig, prod', ne. put 'place, deposit'. 23. ae. geräivende 'dividing,
cutting' : wfläm. reeuwen 'bederven, sehenden', ae. räw rcew 'row',
mhd. rihe, rlge 'reihe', wfläm. inrien 'inakkeren', rien 'wühlen'.
24. ae. ropp 'intestine, colon' : mnd. roppen 'rupfen', g. raupjan.
25. g, skohs, ahd. scuoh: germ. *sköha- das ursprünglich 'clump,
clog' bedeutete; an. skögr 'vvood, bush', ae. scaga 'copse', weiter
zu ai. khanjati 'hinkt', oviatoj, an. skakkr 'hinkend, schief, mhd.
Schenkel, schinke. 26. mhd. schedel 'schädel, trockenmaß', mnd.
schedel 'büchse, dose' : ahd. sceida 'scheide', an. skeider 'sheath',
air. sciath 'shield', abg, stitt 'schild', vielleicht lat. scufuni. 27. ae.
wearte 'wart', ahd. warza : slav. *verdü 'geschwür'. vgl. MLN. 29,72.
153. Francis A. Wood, Germanic etymologies. MPhil. 11,
316 — 338. — behandelt 1. ae. ceppel (zu lat. ebulus 'holunder').
2. mnd. apeldern 'ahorn' (= ahd. affoltra). 3. mnd. mapeldorn
'ahorn' (mischung aus germ. *ap(a)la- mit maser 'ahorn'). 4. ahd.
masar 'maser', an. mqsurr 'ahorn' enthalten germ. *mes-, *mas-
'lump, knot', wie an. mqskue 'masche', ahd. masca 'masche'. 5. g.
mimz 'fleisch' f^rjQog. 6. ai. majja 'mark', ksl. niozgu 'gehirn', ahd.
marg, j^iCoyog^ 7. ae. mmst, ne. mast, ahd. 7nast 'futter' fia'Cog, f-iaorcg.
S. i^iii'ßea. (.uiCög, juearcc, ai. mddah 'trunkenheit', g. mats 'speise',
ahd. mazoltra 'maßholder', lat. medulla, massa. 9. ae. brcegen,
ßQ^y.fxCg : lat. marga 'mergel'. 10. g. megs 'schwiegersohn' nicht zu
g. magus; sondern zu ahd. gimahalo. 11. an. make 'match, mate,
pair', ahd. giinah, mahhön nicht zu fxayevg (Meringer), sondern zu
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. Q
82 III. AUg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
ai. *»m-. 7)iäti, mimäti messen'. 12. an. mök 'doze, slumber'. 13. nhd.
ynäkch), mäkeln 'maklergeschäfte botreiben'. 14. nhd. mäkeln 'be-
kritteln' : norw. viakia, mikla 'hakke, pirke', lit. mü^as 'klein'.
15. ne. mate 'associate, equal', ahd. gimazzo nicht zu '^luati- 'food'^
sondern zu *werf-, *niöd- 'messen', ae. gemet, ahd. giniäzi. 16. g.
(/('»lot ;(W^«', ahd. muozzan 'räum haben', nicht nach Merina;er
'ich habe meine abgäbe entrichtet', sondern 'ich habe etwas mir
zugemessenem, räum, zeit, kraft'. 17. g. gamotjan nicht denomin;itiv
von mota 'zoll'; germ. *mödom 'measure' bezeichnete auch einen,
meeting-place for discussion usw. 18. g. manwus 'bereit' : ai.
mänam 'messen'. 19. an. hadmr 'tree : russ. bafM 'eichenstock'.
20. mhd. bidte, blitze, ne. bidt : '''bheuä 'grow, swell'. 21. an. bode
'breaker', 'brandung' ebenso. 22. an. bf/fa 'club-foot', ne. bubhle,
23. an. böfe, mhd. biiobe : lat. fäba. russ. bobü. 24. g. bagms : lit.
bäzmas 'menge, masse'. 25. nisl. beyki 'beech', vielleicht zu russ.
bvzind 'hollunder'; das Verhältnis zu /a,9M5 wird besprochen. 26. an.
bf/te 'tausch, beute' : ai. bhavati wie ^. bydlo 'wohnung', ae. botl
'dwelling, house'. 27. g. bota 'vorteil, nutzen', bcdiza 'besser',
werden zu ai. bhütiJi 'kraft, macht', mnd. böde, mhd. buode 'hätte'
gestellt. 28. g. barms 'schoß, busen', nicht zu *bher- 'tragen',,
sondern zu *bher- 'rise, swell, project'. 29. ae. bröm 'broom', ahd»
hrämo 'brombeerstrauch' zu ^blirem- 'rise, project'. 3D. an. briaga
'brüst', zu mhd. brangen 'prangen'. 31. scbwed. dial. brekka
'breast' : an. brekka 'steile anhöbe'. 32. ae. bröc 'trousers' : schwäb.
bruch 'dicker mann'. 33. ae. brand 'brand, schwert' : lat. front-
*brow, front'. 34. ae. brant 'lofty, high', zu lat. frond- 'laub'.
35. zu ^bhreu- 'anything swollen' : an. brü 'brücke', ae. brü 'braue'.
36. zu ^bhreuk- : mhd. brogen 'sich erheben', bröue 'hügel'. 37. zu
bhreud- :vahd. briezen 'anschwellen'. 38. zu '^bhrms-movw. brusa
'sich ausbreiten', ne. brnsh 'gestrüpp', g. brusts, ae. brord. 39. an.
hros 'smile' : 38. 40. isl. broddr 'biestmilch' ebenso. 41. mnl.
hruut 'dreck' : kruss. briid 'schmutz'. 42. mhd. brouchen, brücken
'biegen, formen' : lit. brüziti 'drücken', an. brauk 'lärm'. 43. mhd.
bröwen 'biegen' : lit. braukiü 'streichen, scharren'. 44. ae. blöma
'mass of metal' : bläwan 'blow'. 45. ne. blunt 'thick dull' : schwäb.
blurtze 'fetter körper'. 46. ne. dial. blash 'splash liquid or mud
about' : lit. bldzgeti 'schallen'. 47. nhd. plauschen : serb. bJjuzgati
'dummes zeug schwatzen'. 48. ae. blyscan 'erröten' : ae. äblysian.
49. nhd. blödem 'schlagend rauschen' : lit. blduti 'brüllen, blöken'.
50. scbwed. dial. bloslin 'weakly' : lit. ap-blusu 'verzagen', lat.
fludra *a calm at sea'. 51. an. dqf 'rump' : dafna 'stark sein',
ksl. debelt 'dick'. 52. an. diibba *dub, knight' zu slow, dupati
'dumpf rauschen'. 53. an. dürr 'nap, slumber', norw. dorina 'sub-
side, doze', mhd. türm 'wirbel, Schwindel' : kruss. diird 'taumel',
III. A. Allg. Sprachwissenschaft. 5. ürgermanisch u. gemeiugerm. 83
dnrnyj 'töricht', lat. furo. 54. schott. dwarg 'a hastening, rush',
mhd. turc 'taumel' wie 58 zu ^dhen- 'shake, whir], nisL.'. 55. mlid.
lopfe ^kreiseliTvqcog. 5G. norw. doit, dodd 'tui't, wisp', b1. dot
'knäuel', ahd. iotoro 'dotter' : ^iVax'Oc, d-vöO0f.iai. bl. mhd. totke
'büudel, puppe' : lit. duznas 'dick, beleibt'. 58. g. daug^ mhd. tuht
'kraft' : lit. dmig 'viel', russ. d^nzij 'gesund, fest'. 59. ahd. tola,.
lolo 'racemus' : ^vXag, ■d^v?JJg. GO. as. durd 'unkraut : ^igaog.
Gl. an. dys 'grabhügel', 'cairn' vielleicht zu ^via 'thuya'. 62. an.
Jnista 'unförmliche masse', ahd. dosto 'dost' : ai. tülam 'rispe, wedel',
ii^Xt], lat. tumeo. 63. ae. post, ahd. dost 'stercus' ebendazu. 64. mhd.
llp 'leib' : ksl. libivu 'gracilis'. 65. ae. llra 'flesh' : ae. lässa 'less', lit.
/esas 'mager'; vielleicht aber zu XsiQog ' o loyvog xal luyqög. QQ. g.
■spaurds 'rennbahn' : ai. sphärah 'ausgedehnt', ahd. sjniot 'gelingen',-
lat. spatiiim. 67. ae. sparwa 'calf of the leg' nicht zu g. spanv(X
'sparrow', sondern zu Ofpcxlqa, OffVQCV und G6. 68. g. -ivaddj'iis
'mauer' auch zu lett. icij'a 'geflochtener zäun'. 69. ae. wäg 'wall' :
lat. vincio wie aind. vegah, oi/.og, lat. vtcus. 70. g. weihs 'heilig'
(:bendazu. 71. ae. wigol 'belonging to divination', ivicca 'wizard',
wicce 'witch' nicht zu iveilis, sondern zu mhd. iviege. 72. ao, veig
'berauschendes getränk', 'becher' : norw. veigj'a ^ssih', ai. wdÄ 'welle',
mhd. iveigen 'schwanken' und 71. 73. an. höfr 'hoof, ahd. hitof-.Sii.
caphdh werden auf grund der bedeutung 'projecting point' mit ai.
gapharah 'karpfen', lit. szäpalas 'döbel, ein fisch' zusammengestellt.
— alle drei aufsätze des vfs bieten, trotz der fülle des Stoffes,
wieder nur sehr wenig brauchbares, da das verfahren, auf wenige
konkrete grundbedeutungen zurückzugehen und den wurzeln eine
große Veränderlichkeit zu geben, verfehlt ist.
154. Karl Bergmann, Nach welchen gesichtspunkten können
die gegenseitigen beziehungen des Deutschen, Englischen und Fran-
zösischen auf lexikalischem gebiete im Unterricht dargestellt werden?
DnSpr. 22,14 — 28. — der vf. gibt auf wenigen selten eine Über-
sicht über die Verwendung des Stoffes, den er in seinem Jsb. 1913,
3,165 verzeichneten buche zusammengetragen hat, für den Unter-
richt, erwähnt sei, daß er auch die endungen, die das Deutsche
dem Romanischen entlehnt hat, als ein kapitel dieser lexikalischen
beeinflussungen behandelt.
155. J. J, Salverda de Grave, L'inflnence de la langue
fran9aise en Hollande d'apres les mots emprnntes. Lecons faites.
k l'nniversite de Paris en janvier 1913. Paris, Champion. 1913.
174 s. — behandelt die wortentlehnung im allgemeinen, augez.
von K. Morgenroth, ZffrzSpr. u, lit. 42(6/8), 136— 139, voii
A. Meillet, BSL. 61,295—298; von A. Doutrepont, Bull, du
musee beige (17(8)314; von J. Mansion, Archive« beiges 16,50 — 53.
156. E. Tappolet, Die alemannischeu lehuwörter in den
6*
{Si III. APg. tprachwisscnscliaft u. allg. vergl. litoratiirg->chio]ite.
luiuidaiten der iVanzösisclion Öcliwciz. kulturbidtoriscli-linguistische
uutersucbunp;, 1. teil, Straßburg, Trübner. 104 s. mit 1 karte.
4 ru. — bespr. von E. Gamillscbci^g, DLz. 1914,1445 i'.; von
E. Bourciez, Eev. crit. 11»14^30),77— 79; von IL Witte, DE.
1914,62.
157. Viggo Bröudal, Notes d'ctyniologie roiuane, NTl'Fil.
4. r3?kke, 3,7 — 28. — behandelt 1. le probleme fade — iird —
fastifjinm, bei denen er mit hilfe sehr künstlicher annahmen die
ableitmig von fa7te aus fadigiain zu erweisen Kucht, gleichzeitig
aber annimmt, daß ahd. first, nl. vord mit fastigiaiu zusammen-
liängen, genau eut.s]»reche isl. hurst, ai. bhrslih, das deutsche und
das niederländische ^vort seien durch kreuzungen mit dem latei-
nischen entstanden.
158. Giulio Bertoni, L'elemento germanico nella Hugua
italiana. Genova, A. F. Pormigüini. XIV, 807 s. — angez. von
W. Brückner, Litbl 1914,337—342.
159. Ilie Gherghel, Zwei romanische Wörter deutscher ab-
stammung. KblSiebLk. 3G,124 — 127. — nätUceancä wird als 'neu-
titsclieiner (wagen)', ratti^ Svirthaus' als 'rathaus' gedeutet.
160. J. Jud, Mots allemands d'origine romane. Romania
1918,582 f. — nimmt, gestüV/it auf F. Kluge, l'ür alle deutschen
mit pf- anlautenden werter fremdsprachlichen ursprang an und
sucht das durch die et3^mologie von schwäb. pfaiscke 'patauger',
2)fi/f' 'petite mesure de vin', pfitze 'leutilles, boutou de visage' zu
bestätigen, zu denen er romanische parallelen mit p anführt.
161. W. Kalbosv, Die germanischen por.souennamen des
altfranzösischen heldenepos und ihre lautliche entwicklung. Halle,
Niemeyer. 1913. 179 s. 7 m. (s. 1 — 57 als Kieler dissertation
erschienen.) — vgl. Jsb. 1913,8,37. — angez. von J. Ronjat,
llevue crit. 1914,1,352. — anerkennend notiert Archiv 131,269.
— W. Mejer-Lübke, ZffrzSpr. u. lit. 42(2/4),13— 23 (wichtig!;.
162. L. Mühlhausen, Die lateinischen, romanischen und
germanischen lehnwörter des Cymrischen. Festschrift Ernst Win-
disch zum siebzigsten geburtstag , . . dargebracht von freunden
und Schülern. Leipzig, Harassowitz. s. 249 — 348.
163. T. E. Karsten, Svenskai-nas bosättningar i Finland.
iSkrifter utgivna av svenska litteratursällskapet i Finland CXV;
Förhandliugar ochuppsatser27. 1913. Helsingi'ors 1914. s.72 — 146.
— K. faßt zuerst die ergebnisse der Vorgeschichte zusammen,
schon iip Jüngern steinzeitalter hat Finlands Südwesten schwedische
besiedelung. in der bronzezeit dehnt sich die besiedelung aus, die
funde stehen in starkem gegensatz gegen die des mittleren und
nördlichen Finland, die auf nichtgei"mauische herkunft weisen, in
in. A. Allg. spriichwisseiischaft. 5. Urgermai:isch u. gemeingerm. 85
der ältoren eisenzeit tritt der einlluß der Ostseefhinen zuerst
hervor — auf Kossinnas, Almgrens und Ailios ansichteu von
einem finnischen einfluß schon in der eisenzeit geht der vf. ans
.Mj^rachlichen gründen nicht ein — er wird schnell stärker und
scheint die Schweden fast zu verdrängen; der vf. schließt sich aber
der ansieht von Montelius an, daß mitten unter den finnischen
kolonien bedeutende reste der schwedischen Urbevölkerung saßen.
dies ergecnis wird durch eine darlegung über die aus den Orts-
namen abgeleiteten Schlüsse auf das alter der besiedelnng und
durch die erkennbaren resto des heidnischen götterglauben be-
stätigt.
1G4. T.E.Karsten, Die germanischen lehnwörter im Finni-
schen und ihre erforschung. GRMon, 6,65 — 87. — behandelt zu-
erst die geschichte der erforschung, berichtet sodann namentlich
über Thomsens grundlegende Untersuchungen und bespriclit ge-
wisse miingel der von Setälä herausgegebenen bibliographie der
älteren germanischen bestandteile in den ostseefinnischen sprachen
(vgl. Jsb. 1913,8,164). hierzu gibt er eine nachlese sicherer
gleichungen, sowie eine Übersicht über die einzelheiten, die ihm
besserungsbedürftig scheinen, zuletzt behandelt er Schlußfolgerungen,
die neuerdings aus den lehnwörtern über die frage der besiedelung
Finnlands durch Schweden und Finnen, über die berührung der Finnen
mit bestimmten germanischen stammen gezogen sind, wobei er gegen
Thomsen und Setälä, aber mit Wiklnnd nicht gotischen, sondern
überwiegend nordgermanischen einlluß annimmt, dabei sind aber
einzelne zeitstufen zu unterscheiden, es finden sich urgermanische,
nordgermanische, alt- iind mittelschwedische, im Estnischen und
Livischen außerdem viele deutsche lehnwörter, und aus diesem
lehnwörterbet^tand lassen sich auch zahlreiche einzelheiten der
finnischen kulturentwicklung erschließen.
165. J. J. Mikkola, Über ein angeblich germanisches lehn-
wort im Kirchenslavischen, NphMitt. 172 f . — kirchensl. Uuxucij
hängt nicht mit deutsch blech zusammen, sondern ist türkischer
herkunft (tnrkobulgarisch).
}6G. Koni'ad Nielsen, Lappiske pluralo (}navn svarende
til norsko navn paa -0, -a;/. Festskrift til professor Alf Torp.
Kristiania 1913. s. 191—209.
167. Heikki Ojansuu, Finn. malja — ein germanisches
lehnwort. NphMitt. 1914,163 — 165. — stellt das finnische wort,
das 'schale' bedeutet, j'uoda j'Jain raalja 'dricka ens skäl, auf
jemands gesundheit trinken', zn norw. mceJe 'maß', ags. mele 'maß
für flüssige waren'; auch mordwinisch finde sich maVanka 'maß' u.a.,
die man irrtümlich von russ. indlyj 'klein' ableite.
iiil^ III. Allg. spl•ach^vissellscllaft u. allg. vergl. literaturgescliichte.
168. Hugo Suolahti, Germanischo namen f ür körperteile im
Pinnisclieu. NpliMitt. 1914,1 — 4. — fügt zu dem schon von Thomsen
besprochenen hinzu: fi. hipiä. hi.viä 'haut, Oberfläche'., got. Jiuvi,
aschw. Jiy, fi. kuve kupcfhjen 'weiche, leiste, leistenbruch', estn.
kubc kuheme, PI. kiihemed 'unterleib', got. hips, ahd. hif\ ags. hype
'hüfte', fi. nivits^ nivuksen 'lende, hüfte', nivuneii PI, nivuset 'niere',
estn. niuz niue 'liüfte', ahd. nloro, an. )ii/ra, für deren r so ent-
stehung aus älterem -? erwiesen wird, das demnach nicht zu veq^QC<^
Hchrundines gehören kann.
169. Hugo Suolahti, Ein französisches suffix im Mhd.
NphMitt. 1914,111 — 129. — behandelt -f»^/er, das bei verschiedenen
teilen der ritterlichen Schutzrüstung gebraucht wird, der vf. leitet
das M, das sich im Frz. nicht findet, aus dem stammauslautenden n
des Deutschen ab, wobei hersenier vorbild gewesen sei; er be-
handelt außer hersenier (abl. von mndl. hersen 'hirn' und Über-
setzung von afr. cervelliere), miusenier 'armschiene' zum schütz der
mtis 'oberarmmuskel', Imffenier 'schutzpolster für die hüften', lende-
nicr 'gürtel um die lenden', senftenier (zu senfte 'weich'), liurtenier
(von hurt 'stoß') brustnier, lenkenicr 'brüst- und seitenpanzer des
rosses', spaldenler neben häufigerem spedier (frz. espaulierfe) 'schulter-
schutz'), wogegen nhd. Spalier, das bei Grimm Wb. 10,1,1895 damit
vereinigt ist, im 17. jahrh, aus dem Ital. entlehnt ist, endlich
die unerklärten spozzenier, grusenier^ krocanir.
170. Besprechungen zu 5: H. Bergmann, Beziehungen der
deutschen, franz., engl, spräche (Jsb. 1913,3,165): Elise Richter,
Bull, de dial. 6,211—215. — S. Feist, Archiv 131,459. —
Herlet, BfdGg. 1914,66 -f- J. Bruch, Einfluß der germ. sprachen
auf das Vulgärlatein (Jsb. 1913,3,150): K. v. Ettmayer, Idi;.
anz. 33,59—62. — Cbl. 1914(22). + H. Brüll, Untergegangene
franz. werte im Engl. (Jsb. 1913,3,154): 0. Glöde, Litbl. 1914,
244 f. — Bull, de dial. 6,5 f. — Ch. Bastide, Rev. crit. 77,113.
— notiert Archiv 132,240. — Becker, DLz. 1913(45). 4-
E. Classen, Vowel allitteration (Jsb. 1913,3,130; 5,69): Allen
Mawer, MLRev. 9,105 — 107. — Erik Noreen, Idg. anz. 33,
<^2— 65. — B. S. Morgan, JEGPh. 13,449— 451. — F. Klaeber,
Anglia, Beibl. 25,164 — 167. -f- H. Collitz, Schwaches präteritum
(Jsb. 1913,3,165): Selbstanz. MLN. 29,178—181. — Heinsius,
Museum 20,425—428. — J. Janko, Casopis 3(2). -f- E. G ami li-
sch egg, Romanische demente der mundart von Lusern (Jsb. 1912,
3,183): Leo Spitzer, Litbl. 1914,27— 30. — F. Rieh, Litbl. der
Leoges. 1914,184 — 186. + Otto Gröger, Ahd. kompositionsfuge
(Jsb. 1913,3,165): K. Helm, Litbl. 1914,1—3 der dem akzent
<'inen größeren einfluß auf erhaltung und Verlust des fugenvokals
zuschreiben möchte. + P- Kluge, Urgermanisch (Jsb. 1913,3,118):
111. B. Allgemeine und vergleichende literaturgeschichte. 87
H. Moeller, Idg. anz. 33,52—59. — notiert Archiv 131,239. -|-
Kichard Loewe, Genn. pflaTizennamen (Jsb. 1913,3,119): S. Feist,
Archiv 131,458. — M. Schön feld, Museum 21,252—255. —
H. Marzell, DLz. 11)14,866— 868. — H.Hessen, LitRundschau
.914,388. + W. Meyer-Lübke, Rom. Wörterbuch (Jsb. 1913.
S104): 0. Schulz-Gora, Idg. anz. 33,38—51. + M. Rühle-
mann, Harlequin (Jsb. 1913,3,155): Giornale storico della lett.
ital 63.1G1 (heft 187). -f- M. üchönfeld, Wörterbuch der alt-
gevm. ])ersonennamen (Jsb. 1913,3,165): K. W. F. Schmidt,
Borl.ph.wschr 1914,549. -|- E. Setälä, Bibliographie der germ.
best2.ndteile im Ost-ieefinnischen (Jsb. 1913,3,164): H, Suolahti,
DLz. 1914,344 — 349. -|- I^einJi- Wagner, Suffix des Superlativs
(Jsb. 1912,3,195): 0. Behaghel, Litbl. 1914,145 f.
B. Allgemeine uud vergleichende literaturgeschichte.
171. J. Petersen, Literaturgeschichte als Wissenschaft.
Heidelberg, C Winter. 74 s. — antrittsvorlesung 1913 in Basel,
beieits in der GRMon. 1913/14 in 3 aufsätzen erschienen. — aus-
führlich bespr. Litbl. 1914,274 — 278 von E. Lerch, der das Ver-
hältnis von literaturgeschichte und ästhetik eingehend erörtert
und im gegensatz zu Petersen der ästhetik die führende stelle
gibt; 'literaturgeschichte ist derjenige teil der ästhetik, der sich
mit den literarischen kunstwerken beschäftigt'.
172. F. Baldensperger, La litterature. Creation, Sucres,
Dunee. Paris, Flammarion. 1914.
173. H. M. Elster, Die grundzüge einer literaturbeurteilung.
aus anlaß der 'Einführung in die Weltliteratur' von A. Bartels.
Grenzboten 73,444—453, 485—499, 544 — 553. — verurteilt die
nationalitstische, antisemitische, agrarkonservative tendenz des Bartels-
schen Werkes als unwissenschaftlich und stellt demgegenüber eine
universalistische, die dichtungen lediglich nach ihrem kunstwerte
beurteilende, über alle persönliche Stellungnahme erhabene behand-
lungsart als allein wissenschaftlich, allein diese Objektivität scheint
doch auch der vf. nicht zu wahren, wenn er z. b. s. 4-89 meint,
daß 'die ganze literatur sich nach links dirigieren muß, weil man
-da allein ihrem sein und werden die gebührende achtung, das ge-
bührende Verständnis entgegenbringt, während die politische rechte
mit der kunst unsrer zeit so gut wie gar nichts anzufangen weiß',
s. nr. 4.
174. A, Bartels, Nationale oder universale literaturwissen-
schaft? Eine kampfschrift gegen Hanns Martin Elster und R. M.
Meyer. München, Callwey. 1914. 140 s. — vf. verteidigt den
Dationalen und antisemitischen Standpunkt seiner 'Einführung in
88 III- Allg. Sprachwissenschaft u. allg. vergl. literaturgeschichte.
die Weltliteratur' (s. nr. 173 n. Jsb. 1913,8,166), gegen die kritik
Elsters in den Groiizbotmi 73 (s. o. nr. 172) mit scharfen angriffen
auf die hier geltend gemachte, national indifferente betrachtungs-
weise, als deren urheber er R. M. Meyer ansieht, er wendet,
sich daher (s. 83 ff.) auch noch einmal gegen diesen, insbesondere
gegen seine 'Weltliteratur im 20. jahrliundert' in derselben weisp.
allgemeine literaturwissenschaftliche fragen werden naturgemäß b;ü
dem zweck der schrift nur gelegentlich gestreift, soweit sie nicbt
im gegenstände der schrift selbst liegen.
175. J. Stern, Goethe, die Weltliteratur und Bartels. ZidU.
28,49 — 54. — vf. hält die idee des Bartelscben werkes für ver-
fehlt oder doch in verfehlter weise ausgeführt, da sie zu einer
zersplitternden, unorganischen darstellung führte xind den aweck
einer 'einführung in die Weltliteratur' verfehlt, auch einzelheiten
werden gerügt, besonders der einseitige Standpunkt (s. nr. 2 u. 2a)
in der anführung von zitaten und urteilen und in dorn schluß-
kapitel 'die gesetze der litr-raturentwicklung'.
176. F. Schopper, Der Niobemythus in der deutschen lite-
ratur mit besonderer berücksichtigung der antike, progr. Landskron
1914. 32 s.
177. E. Breth, Der Kleomadesstoff in der Weltliteratur,
progr. des mädchenl3'zeums in Iglau. 1914. 16 s. — die ge-
schichte vom zauberpferde, arabiscb, zuerst im abendlande 1275
vom Franzosen Adenes li rois.
178. Fr. Brietzmann, Die böse frau in der deutschen lite-
ratur des ma.s (Palaestra 42). Berlin, Mayer u. Müller. 1912.
VII, 236 s. 7 m. — nach der anzeige von L. Pfannmüller,
DLz. 35,678 — 680 zunächst text und kommentierung zweier bisher
ungedruckter mhd. gedichte, der novelle 'von einer bösen frau'
(400 verse) und des lehrgedichts 'von bösen frauen' (912 verse),
dann literarhistorische darstellung des t} pus 'böse frau' vom 12. bis
16. jahrh. in theorie und praxis, auch in der französischen und
mittellateinischen literatur.
179. Fr. Lampp, Die schwanrittersage (Lohengrin) in der
literatur. progr. Ratibor. 23 s.
180. J. J. Meyer, Isoldes gottesurteil in seiner erotischen
bedeutung. ein beitrag zur vergleichenden liteiatnrgeschicbte.
Berlin, Barsdorf. 1914. 290 s. — nach W. Golther, DLz. 35,
669 — 674 'als eine bequeme Sammlung der wichtigsten fassungen
der märe vom zweideutigen eid dankbar zu begrüßen', obwohl
'formlos und unübersichtlich'.
181. K. Borinski, Die antike in poetik und kunsttheorie
vom ausgang des klassischen altertums bis auf Goethe und Wilh»
V. Humboldt I. Leipzig, Dieterich. 191 i.
III. B. Allgemeine und vergleichende literaturgeschichte. 89
182. R. Müller-Freienfels, Poetik. (Aus natur und geistes-
weit 460.) Leipzig, B. G. Tenbner. 98 s.
188. E.. Hiilinerkopf, Beiti'äge zur deskriptiven poetik in
den mild, volksepen und in der Thidreksaga. diss. Heidelberg. 7np.
184. E. Otto, Was versteht man unter stil? was ist Stilistik?
progr. Berlin-Reinickendorf. 1914. 36 s. — die verschiedenen
definitionen und ausichten über den begriff 'stil' werden aufge-
führt, sie leiden an unklarer Vermischung der begriffe grammatik,
technik und stil. dieser bestehe nur in deu 'zweckmäßig ge-
wählten ausdrucksmitteln der spräche' und die Stilistik habe die
lehre von diesen zu behandeln.
185. H. Grüninger, Wie stellt der dichter die außenweit
dar? grundsätzliche betrachtungen* progr. Frankfurt a. M. 44 s.
186. G". Kalf, Inleiding tot de Studie der literatuurge-
schiedenis. Haarlem, Tjeenk Williuk u. zoon. 1914. XII, 300 s.
— behandelt nach der Inhaltsangabe die allgemeinen fragen über
den begriff der literatur und literatiargeschichte, den dichter und
sein werk, das publikum und die literaturgeschichtliche kriiik.
Elsters 'Prinzipien' II. hat der vf. nach einer Vorbemerkung noch
nicht benutzen können.
187. Fr. Zanotto, Introduzione allo studio di letteratura
nelle scuole superiori. Treviso, Coop. Trivigiana di Stab, d'arti
grafiche. 1914, 630 s. — 38 lektionen über wesen und aufgäbe
der kunst überhaupt und der redenden künste insbesondere.
188. Beurteilungen von früher besprochenen werken: 1. A.
Bartels, Einführung in d. weltlit. 1913,3,166: BZfRw. 1914,
79—80 von E. Ebner; ZfenglU. 13,268—273 von H. Jantzon,
dazu oben nr. 170 — 173. — A. Baumgarten, Gesch. d. weltl.
1912,3,202: NSpr. 22,559—560 von H. König. — 3. J. Brock,
Hygiijs fabeln in der d. lit. 1913,5,76: ZfdU. 28,229 von J. Htern;
Cbl. 65,665—666. — 4. C. Busse, Gesch. d. weltlit. 1913,3,169:
ZfdU. 28,220 von J. Stern (lobend gegenüber Bartels), Cbl. 65,
19 — 20 (vermißt entwicklunasgeschichtliche behandlung), ZfBüchertr.
n. f. 6,81 — 82 von F. E. Willmanns (geschickt und zweckmäßig,
doch zu viel aus zweiter band, — 5. E. Elster, Prinzipien der
literaturwiss. 1911,3,195: Allg. Litbl. 23,480—483 von K. F. v.
Kummer (besondere Vorzüge hervorhebend). — 6. K. Holt er-
mann. Kurze gesch. d. weltlit. 1913,3,169: ZfdU. 28,220 von
J. Stern, Sokrates 2,640—643 von P. Goldscheider, ZföG. 65,
747 — 749 von Czerny (Standpunkt sei engherzig religiös); Mtschr.
13,29 von A. Biese (urteil maßvoll trotz einseitigkeit); BfGw. 50,
58 — 59 vo}i K. Hartmann; Lit. rdsch. 40.290 von A. Degen.
— 7. P. Wiegler, Gesch. d. weltlit. 1913,3,170: Cbl. 64,1721;
Geisteswiss. 1,468 — 469 von A. Hauser.
Gotthold Boetticher.
90 IV. Gotidch.
IV. Gotisch.
1. H. Henning, Der Wulfila der Bibliotbeca Augusta zu
Wolfeubüttel (Codex Carolinus). Hamburg, C. Erich Behrens. 1914.
— in der einleitung berichtet vf. über die Schicksale der hss. mit
gotischen Sprachresten und bringt dann einen faksimile-abdruck der
8 Seiten des Wolfeubüttler palimpsests mit den 40 versen aus dem
Eümerbrief. die tafeln sind vorzüglich hergestellt; der gotische
sowie der lateinische text liest sich leicht, zur bequemlichkeit des
benutzers gibt vf. auch einen transkribierten text des gotischen teils
des manuskripts. mit der verdienstvollen herausgäbe ist der Wissen-
schaft die möglichkeit geboten, die richtigkeit des bisher gelesenen
textes nachzuprüfen und für seminarübungen ein vorzügliches hilfs-
mittel zu verwerten, es hätte sich empfohlen, auch den lat. text
der biliugue in transkription wiederzugeben.
2. H. Jantzen, Gotische Sprachdenkmäler mit grammatik,
Übersetzung und erläuterungen. 4. aufl. (Sammlung Göschen nr 79.)
Berlin 1914. 121 s.
3. H. Leuthold, Ulfila. eine chronologische abhandlung.
Bv^tr. 39,376 — 390. — vf. will beweisen, daß die angaben von Jahres-
zahlen über die amtstätigkeit des Ulfila bei Auxentius historisch
unhaltbar sind, und versucht diese daten unter umgehung des
Auxentius aus andern quellen festzustellen, er betrachtet Philostor-
gios und des Anonymus Valesianus nachrichten und schließt daraus,
daß Ulfila der natürliche söhn des Gotenkönigs Ariarich war. die
ansledlung der Goti minores in Mösien erfolgte unter kaiser Valens,
der Ulfila 378 an den Westgotenkönig Fri tigern als gesandten
schickte, die reise zu der Häretikersynode in Konstantinopel er-
folgte 383. — zum Schluß gibt vf. folgende daten: 305 (spätestens)
Ulfilas geburt, 325 Ulfila auf dem konzil von Nicaea, 332 Ulfila
als geisel in Konstantinopel, 335 Ulfila bischof der Goten, 360 Ul-
fil:t zur Häretikersynode in Konstantinopel, 373 ansiedlung der
Goren in Mösien, 383 Ulfilas tod.
4. C. Müller, Ulfilas ende. ZfdA. 55,76—147. — I. Der
Auxentiusbrief als quelle. II. Die textüberlieferuug. III. Der
Sterbebericht. IV. Disputatio contra? V. Der todeskampf des
Arianismus. VI. Die Ambrosiusbriefe. VII. Ulfilas beruf ung.
VIII. Die näheren umstände des todes. IX. Das konzil (382).
X. Das friedenskonzil (383). XI. 382 das todesjahr Ulfilas. XII. Zur
Ulfilachronologie. XIII. Die datierung der Maximinschen schrift.
XIV. Der ausklang des Arianismus.
5. J. Mansion, Les origines du christianisme chez les Gots.
Aijalecta Bollandiana, 33 s. Bruxelles, Societe des Bollandistes.
IV. Goüscli. 91
]914. 30 s. — die christlichen Goten waren in Arianer (Wulfila),
nikäische Orthodoxe und Audieuser (anhänger des Audius) ge-
spalten. Wulfila war nicht der bischof der Goten, sondern einiger
Goten. daneben gab es heidnische Goten in Dacien, die wohl
Wulfila veranlaßten etwa 350 n. Chr. nach Mösien an den fuß des
Haemus mit seiner gemeinde auszuwandern. ein rechtgläubiges
gotisches bistum ist in Konstantinopel und in der Krim vor 400
n. Chr. nachzuweisen, während im allgemeinen der Arianismus bei
den Goten auch in Konstantinopel überwog. eine volksreligion
wurde er bei den Goten erst später, als sie sich selbst als ein
volk zu fühlen begannen; dann treten auch orthodoxe Goten zur
nationalkirche über und katholische märtyrer wurden von den
Arianern übernommen (vgl. den got. kalender), die in mehrere
Schattierungen zerfielen.
6. W. Streitberg, Zur gotischen grammatik. Festschrift
E. Windisch zum 70. geburtstag dargebracht. Leipzig, 0. Harrasso-
witz. 1914. s. 217 — 227. — 1. qiman in und verwandtes, qiman
in mit dem dativ (pamma fairJvau), wenn es lediglich auf das
moment der Vollendung ankommt; mit dem akk. fpana fairJvu),
wenn auch die bewegung in betracht kommt, besonders häufig
sind die ruhekonstruktionen bei den formen der Vergangenheit.
qiman ava findet sich gleichfalls mit ruhe- und richtungskonstruk-
tionen. qiman at ist ruhekonstruktiou, qimav and und du (je ein-
mal) ist richtungskonstruktion. 2. tvit aus idg. vl-duo (Meille-,
MSL. 12,226 und 13,208); urgerm. *witiva, iv fiel aus, weil cd
stimmlos war. 3. twa pusundja, Nehem. 7,19 ist falsche lesung;
es steht -b- (Zahlzeichen) pusundjös.
7. Fr. Grünwald, Zur gotischen Synonymik. I. Die vcrba
dicendi. II. Ausgewählte nominalgruppen. Jsb. der deutschen
Staatsrealschule Karolinenthal 1910 und 1914. 42 s. und 19 s. —
vi, behandelt im 1. teil in 43 Paragraphen eine anzahl gruppen und
einzelne verben der aussage, indem er über Stolzenburg (vgl. Jsb.
1905,3,9; ZfdPh. 37,145 ff.) hinausgehend nachweisen will, daß
Wulfila nicht nur aus formalen, sondei'n auch aus inhaltlichen
gründen ein griech. wort durch mehrfache got. ausdrücke an den
verschiedenen stellen wiedergibt, der 2. teil bringt in den §§ 49 — 72
denselben nachweis für eine reihe griech. substantiva.
8. M. J. van der Meer, Gotica. Beitr. 39,201—213. —
vf. behandelt: 1. den got. akk. c. inf. in Subjektsätzen und nach
■swaei und swe. die griech. konstruktion des akk. c. inf. wird
von Wulfila bei der Übersetzung in der regel vermieden, weil sie
als sprachwidrig gefühlt wurde, die fälle, wo sie indes im got. text
vorkommt, werden geprüft: Luk. 4,36: rcarp afslaupnan allans 'wird
durch konjektur tcarp afslaupnan allaim beseitigt, die stelle Skeireins
92 IV. Gotisch.
1,19: (jadöb ua icas mais paus da ufargaggan usw. wird ala
gräzismus gedeutet, ebenso Luc. 14,17: azetizo ist, hiiulii jah airpa
hindarleipivi. bei 15 fällen des acc. c. int", der vorläge wird iii
diesem einen fall wörtlich übersetzt. gegenüber 25 fällen de*
inf. nach cuace in der vorläge finden sich fünf fälle in dem got.
text. 2. zu Luc. 2,38. die weudung rödjan In wird verteidigt.
3. icarp afdaupnan (aiia) aUuna . . .? diese auch von Streitberg
gebilligte konjektur zur beseitigung des acc. c. inf. in der schon
oben zitierten stelle Luc. 4,30 wird verworfen; es müiJte übrigens
aua alhiim heißen.
9. A. Beer, Flskja-nufa. CMF. 3,38 — 39. — die zusammon-
setzung wird gedeutet als 'fischer-fänger' u?U£ig upi/QCu7ciüv, wie
abulg. ryhan : lovlcT.
lü. R. Trautmann, Gotisch mag und slavisc.h »togo. ZfvglSpr.
46,180 — 183. — die werter sind urverwandt, das slav. wort i^t
nicht aus dem germ. entlehnt, zugrunde liegt ein idg. -mi- verb.:
*müghini, plur. maghmes.
11. E,. Meißner, idreiga, idreigön. ZfdA. 55,61 — 63. —
von aisl. idra 'betrüben' oder idrar 'eiugeweide' zu trennen vind zu
aisl. id, ae. ed-, ahd. ita- (vgl. Idweit) und aisl, reigjad 'den kopl"
in den nacken werfen' zu steilen, idfelya also urspr. 'das zurück
richten', vgl. gr. jLiSTcivoia, ^eict^u/xoOuL. zur kompositionsart Vi^l.
ae. edgifan 'wiedergeben' u. ä.
12. Th. V. Cirienberger, Ostgermanische flußnamen bei
Jordanes. ZfdA. 55,41 — 52. — 1. Scarniunga ^= got. *Skarn/ugga
'mistfixiß' zu aisl. skarn *mist', zur endung vgl. WapUnga 'Wapel'
(ßüdl. Jahdebusen) u. dgl. ; mhd. bair. nierang, j/ier/;;^ 'auslauf einer
Senkgrube' ist auch zur bedeutungserklärung herangezogen, ver-
mutungsweise wird der fluß mit dem rechten nebenfluß der Raab,
der Marczal (ung. dial. marcal 'Moorgrund') identifiziert. 2. Nedao =
got. *Nidago zum flußnamen Nida (Förstemaun II-, 1147 ff.) von
einem adj. '^nidags (: steinahs), vgl. zum suffix Ströaga 'Strogen'
(Förstemann II'^, 1393) u. a. 3. Bolia = got. '""'Bulja zu aisl. hylia
'dröhnen' usw. 4. Äuha = got. '*aliwa mit Umstellung, heute die
'Alt' (magyar. 01t). 5. Gilpil = got. *gilpils zu ae. gielpan 'laut
schreien', heute die schwarze Koros. 6. Grisia zu germ. gris 'greis',
heute die weiße Koros; zum suffix vgl. mlat. grlseus, ital. grigio,
das germ., wohl got. Ursprungs ist. 7. *Iliare (statt hs. miliart)
zu as. llian, ahd. lUan 'eilen', vgl. lila (Förstemann 11^, 890).
8. zweifelnd als germ. Umbildung eines älteren namens: Jfarisla
zu germ. '■''inari- 'sumpf, vgl. Merdharg; zum suffix vgl. got. a^/.r/,
juhczL 9. zweifelnd Flutausis etwa got. '^flTitauseis 'der schnelle
Strom' zu aisl. fliötr 'schnell' und ausa 'schöpfen' (vgl. die Oos bei
Baden-Baden, Oose, nebenflus der Kyll u. dgl.).
V. A. Grammatik. 93
18. L. Wiener, Pliilological fallacies. The Nation 98(1914),
5o8 ff. — nach einem referat im Indogerm. Jahrbuch 3,115 glaubt
vf. in der gotischen bibel viele provenzalische, ein spanisches und
<';n arabisches wort zu finden, die nicht vor dem 8. jahrh, vor-
handen gewesen seien. Wulfila könne also die gotische bibel nicht
im 4. jalirli. verfaßt haben. E. Prokosch wendet sich 1. c. s. 695
dagegen, worauf Wiener noch burgundisch-franz. worte in der
got. bibel nachweisen will. — 8treitberg hält a. a. 0. die arbeit für
phantastisch.
J4. t^chon in früheren Jahrgängen besprochen: 1. Fr. Kluge,
Die elemente des Gotischen (vgl, Jsb. 1911,4,1); bespr. von
W. Paetzel, Dl.z. 35,291—294. — 2. Stamm-Heynes Ulfilas.
12. aufl. (vgl. Jsb. 1913,4,1); bespr. von H. Gürtler', Allg. Litbl.
23,344—345 und von S. Feist, DLz. 35,545—546.
Sigmund Feist.
V. Deutsch in seiner gesamtentwicklung.
A. G-rammatik. — B. Metrik. — C. Literatnrgeschiclite.
A. Grammatik.
1, H. Schulz, Abriß der deutschen grammatik. = Trübner's
phil. bibl. 1. Straßburg, K. J. Trübner. 1914. 134 s. — vf.
will die wichtigsten tatsachen der historischen grammatik der
deutscheu spräche zusammenstellen, setzt aber die bekanntschaft
mit den verschiedenen älteren germ. dialekten voraus, die ein-
leitung befaßt sich mit den grundbegriffen der phonetik, der ab-
schnitt I enthält Urgermanisch (akzent, vokale, ablaut, konso-
nanten, gramm. Wechsel, auslaut, deklination, konjugation); ab-
schnitt II: Althochdeutsch (vokalismus, konsonantismus, lautver-
änderungen in unbetonten silben, flexion); abschnitt III: Mittel-
hochdeutsch (lautliche Veränderungen, flexion); abschnitt IV: Neu-
hochdeutsch (gleiche unterabt.). — die syntax ist nach dem plane
des vfs. überhaupt nicht behandelt; freilich liegen für sie auch
nicht die vorarbeiten vor wie für die laut- und formenlehre. zu
jedem abschnitt wird dem studierenden einige iiteratur zur ev.
Vertiefung gegeben, in der beschränkung, die sich vf. auferlegt
hat, ist das buch ein brauchbares hilfsmittel.
2. E,. Wagner, Einführung in das Studium der deutschen
Sprache. Leipzig, E. Wunderlich. 1914. XVI,364 s. — vf. stützt
sich zum teil auf quellenwerke ersten ranges, zum teil auf solche
abgeleiteter art. daher geht in seinem buch richtiges neben be-
denklichem nebeneinander her. es zerfällt in die teile: Lautlehre,
94 V. Deutsch in seiner gesamt entwicklung.
Wortbildungslehre, Wortbedeutungslehre, Formenlehre, die in zahl-
reiche Unterabteilungen zerlegt sind, der kurze überblick über
die geschichte der deutschen spräche handelt von der idg. Ur-
sprache, von der germ. Ursprache, vom westgerm., hoch- und nieder-
deutschen, vf. hat hier keine klaren Vorstellungen zum ausdruck
gebracht, in der lautlehre, z. b. bei der darstelliing der vokal-
entwicklung sieht vf. mehrfach als alte restformen au, was neue ent-
lehnungen sind, verfehlte erklärungen, wie z. b. die von 'plumps'
als lautmalerei nach Uhl werden unbedenklich nachgeschrieben
(s. 86). so fehlt dem fleißigen, inhaltsreichen buch die nötige
kritik, die der vf. allerdings auch kaum auszuüben in der läge war.
3. W. Fischer, Die deutsche spräche von heute. Leipzig,
B. G. Teubner. 1914. (Aus natur und geistesweit nr. 475.) 115 s.
— das werkchen zerfällt in 3 hauptabschuitte: 1. Sprachent-
wicklung in der gegenwart. 2. Sprachrichtigkeit. 3. Sprache und
Schrift, in dem ersten abschnitt spricht vf. von ausätzen zur
Weiterentwicklung beim hauptwort, zeitwort, im Wortschatz und
satzbau und von ihrer Ursache, im zweiten abschnitt wird von
mundart und Schriftsprache, spräche und logik, Sprachkritik, lehn-
wörtern, fremdwörtern, fremdnamen und Sprachgebrauch gehandelt.
der dritte abschnitt befaßt sich mit den fragen: sprechen wir, wie
wir schreiben? Verhältnis der laute zu den buchstaben. unvoll-
kommenheit unserer Schreibung, deutsche ausspräche, einfluß der
Schrift auf die ausspräche. — die absieht des vfs. ist es nicht, ein
lehrbuch zu schreiben, sondern er will in anregender weise über
die berührten fragen plaudern und zu weiterem nachdenken ver-
anlassen, dies ziel wird er bei spi-achlich interessierten lesern
sicher erreichen.
4. J. M. Clark, Beiträge zur geschichte der periphrastischen
konjugation im Hochdeutschen, diss. Basel 1914. 79 s. — vf,
gibt zunächst einen überblick über die Verwendung umschreibender
formen in den andern germ. mundarten, wobei das Englische und
Niederdeutsche besonders beachtet werden, die eigentliche arbeit wird
zeitlich (ahd., mhd., nhd.) und örtlich (nach maa.) gegliedert, im
ahd. und mhd. werden die Umschreibungen mit werden und sein -{-
part. präs. bei verschiedenen Schriftstellern verfolgt und ihre
häufigkeit festgestellt, mit der herausbildung der nhd. Schrift-
sprache wird diese getrennt von den maa. betrachtet, die um-
schreibende konjugation war seit dem ende des 1 5. jahrhs. auf md.
gebiet nicht mehr üblich, im ahd. tritt sie nur vereinzelt auf;
auch in der volkspoesie der frühnhd. zeit ist sie nur spärlich ver-
treten, im nhd. ist sein -j- inf. oder part. präs. nicht mehr ver-
treten; das neugebildete futurum (mit hilfe von werden -\- inf.) Lst
aus dem ostmd. in die Schriftsprache eingedrungen; das urspr.
V. A. Grammatik. 95
part, präs. ist durch abschleifung der endung mit dem inf. zu-
sammengefallen, in den obd. maa. hielt sich die Verbindung s<in
und werden -\- part. präs. vereinzelt länger, speziell im hochale-
mannischen und bairischen; bis heute hielt sich sein -\- part, präs.
nur in manchen schweizer maa. endlich sucht vf. die Ursachen
des Verfalls der umschreibenden verbalformen zu ermitteln und
verzeichnet auch die theorieu verschiedener forscher darüber, am
Schluß der arbeit setzt er sich mit G. 0. Curme auseinander (vgl.
Jsb. 1913,3,127).
5. A. W. Aron, Die 'progressiven' formen im Mittelhoch-
deutschen und Frühhochdeutschen. New York university. Otten-
dorf memorial series of Germanic monographs nr. 10. Frankfurt a. M.,
J. Baer & co. VIII u. 112 s. — die schrift ist aufgebaut auf
einer beträchtlichen anzahl von quellen, die vf. zu anfang auf zwei
Seiten aufzählt, das thema der arbeit ist identisch mit dem der
unter nr. 4 verzeichneten dissertation Clark's. in der ausführung
im einzelnen weichen die beiden vf. ab und ergänzen sich dadurch.
Aron behandelt in den verschiedenen abschnitten: sin mit dem part.
präs.; werden mit dem part. präs.; nebeneinander von part. präs,
und inf. mit iverden; Verhältnis von werden mit inf. zu dem perfek-
tiven gebrauch der vorsilhe ge-; nebeneinander von part. und inf.
mit sm; werden mit inf.; sin mit inf.; Verhältnis der Verbindungen
mit sin zu denen mit werden; die anderen intransitiva mit prädi-
kativem part. präs. und inf.; transitive verba mit prät. part. und
inf.; materialsammlung. im letzten und umfänglichsten abschnitt
werden die belege für die vorangegangenen aufstellungen gegeben.
6. E. Halter, Die deutsche spräche im Elsaß auf histo-
rischer grundlage. Jena, H. Costenoble. 1914. 92 s. — vf. geht
in seiner darstellung der deutschen spiache etwas weit zurück, da
er auch Ligurer, Basken, Etrurier, Pikaiden, Kelten, Haruder,
Triboker im Elsaß behandelt, auf s. 40 kommt er zu den Ala-
mannen, auf s. 45 zu den Franken, wert erlangt die schrift erst,
wenn vf. auf die ihm aus eigner kenntnis und erfahrung bekannten
Verhältnisse der neuzeit und den kämpf zwischen französischem
und deutschem einfluß zu sprechen kommt, er betont nicht mit
unrecht, daß die langatmigen, verschachtelten satzungeheuer des
deutschen seine ausbreitung nicht gerade fördern, vf. bricht eine
lanze für die eis. ma. am Schluß gewinnt die schrift aktuellen
wert, wenn von der flucht der französisch gesinnten bei der mobil-
machung (1914) erzählt wird.
7. H. Tschinkel, Der bedeutungswandel im Deutschen.
Wien, Manz. 1914. 60 s. — vf. gibt einen überblick über die
bisherigen forschungen zum bedeutungswandel und bespricht unter
9H ^- Deutsch in seiner gesamtentwicklving.
den Überschriften: bedeutungsverengung, bedeiitungserweiterung,
bildersprache, mehrfacher bedeutuugswaudel, gefühlswert der Wör-
ter, gleichbedouteude und sinnverwandte Wörter, wortgeschichte
und kulturgeschichte, unlogischer wortgebrauch die einschlägigen
erscheinungen des Sprachlebens.
8. Schon in früheren Jahrgängen verzeichnet: 1. 0. Be-
haghel, Die deutsche spräche. 3. aufl. (vgl. Jsb. 1911, 5A,2);
bespr. vonK. F. v. Kummer, Allg. Litbl. 23,81— 82. — 2. J. Stärk,
Studien zur geschichte des rückumlauts (vgl. Jsb. 1912, 5A, 11);
bespr. von V. Moser, ZfdPh. 45,319—323. — 3. 0. Lyon, Deut-
sche grammatik und kurze geschichte der deutschen spräche. 5. verb.
aufl. (vgl. Jsb. 1913,8,6); bespr. von W. Nickel, Archiv 13],
24:0—241 und W. Egg, BfGw. 50,167. — 4. i\: Kluge, Abriß
der deutschen wortbildungsJehre (vgl. Jsb. 1913,5,2); bespr. von
M. H. Jellinek, ZföG. 65,830—831.
Sigmund Feist.
B. Metrik.
9. W. Streitberg, Metrik. Lexikon der pädagogik 3,
673—675.
10. J. Wolf, Neue literatur zur musikgeschichte des mittel-
alters. Geisteswissenschaften 1914,850 — 853.
11. H. W. Pollak, Das phonogrammarchiv der kaiserlichen
akademie der Wissenschaften. GRM. 6,257 — 269.
12. Th. Frings, Toulange vokale. PBB. 49,112—126.
13. Sprechen, singen, musik. grund- und zeitfragen aus
der stimmkunde, musiktheorie u. a. Leipzig, Dürr. VI, 292 s. mit
6 tafeln. 2,50 m. — der band erstand aus der absieht heraus,
einen überblick über den stand der forschung auf den grund-
legenden gebieten zu geben, aus dem reichen inhalt kommen für
die metrik besonders in betracht folgende aufsätze: Fr. Wethlo,
Rdfsmittel der modernen stimmforschuug; M. Seydel, Die neuere
deutsche stimmkunde in ihrer anwendung auf Sprechkunst und
Sprechfertigkeit; 0. ßutz, Sänger- und reduertypen; Rudolf Bode,
Das rhythmische problem und die methode Jaques-Dalcroze;
E,. Noatzsch, Sprachmelodie — gesangsmelodie.
13a. R. Lehmann, Deutsche poetik. (Handbuch des deut-
schen unteiTichts, hrsg. von A. Matthias. 3,2.) München, C. H.
Beck. 1913. — bespr. von K. F. v. Kummer, Allg. Litbl. 23,
347—349.
14. K. Dunlagis, Time and rhythm. Philological bulletin 11,
nr. 5.
15. P. Hagenbring, Rhj^thmus, klangfarbe, Sprachmelodie.
Pädagogische warte 21,313 — 319.
V. B. Metrik. 97
16. W. Grohmann, Vers oder prosa im hohen drama des
18. Jahrhunderts, diss. Leipzig. 65 s.
17. A. Schreiner, Ein mittelfränkisches akzentgesetz
KblSiebLk. 27,1—22.
18. P. Ernst, Dramatischer und lyrischer vers. Tag nr. 158.
19. R. Müller-Freienfels, Einige psychologische grund-
fragen der metrik. GRM. 6,369 — 379. — Müller-Freienfels weist
auf die tatsache hin, daß auf eine so grundlegende frage wie die
nach dem psychologischen gründe der Wirkung des poetischen
rhythmus, des verses, des strophenbaues erst in neuester zeit die
antwort gesucht und zum teil gefunden worden ist. Sprachmelodie
und rhythmische gliederung sind als spezifische mittel der vers-
wirkung festgestellt worden, nach MüUer-Ereienfels übt besonders
der gehobene sprechton der poesie einen starken einfluß auf den
hörer aus. diesen suggestiven sprechton ruft der vers, wie er im
druck vor uns liegt, durch immanente mittel hervor, es kommen
in betracht das ganz äußerliche druckbild, die anordnung in vers-
zeilen, die regulierung der atemtechnik durch rhythmische anord-
nung der ikten, das vermeiden sprachlicher härten (hiate, konso-
nantenhäufungen), und der reim als stab- und endreim. alle diese
mittel wirken teils durch traditionelle Suggestion, indem wir ge-
wohnheitsmäßig solche sprachlichen gebilde im besonderen tonfall
lesen, teils aber auch durch tatsächliche begünstigung jenes ge-
hobenen Sprechtones.
20. K. Luick, Zur mittelenglischen Verslehre. Anglia 38.
heft 3/4.
21. A. Mayer, Das ästhetische wesen des rhythmus in
Goethes Heideröslein. Wien, Programm Erzherzog Rainer-Real-
gymnasium. 25 s. 8**.
22. L. Greulich, Reimstudien zu Wirnt von Gravenberg.
diss. Heidelberg. VIII,75 s.
23. A, Charon, Rhythmus und rhythmische einheit in der
musik. Archiv für psychologie 31,274 — 294.
24. H. Keßler, Der fünffüßige jambus bei Chr. D. Grabbe.
ein beitrag zur metrik. diss. Münster 1913. 121 s.
25. P. Lambertz, Der fünffüßige jambus in den dramen
Er, Halms, eine metrische Untersuchung, diss. Münster. XIII, 73 s.
26. W. Heims, Der germanische alliterationsvers und seine
Vorgeschichte, mit einem exkurs über den Saturnier. diss. Münster.
VIII, 106 8.
27. H. Steinberg, Die Reyen in den trauerspielen des
Gryphius. diss. Göttingen. 123 s.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 7
\
,gg V. Deutsch in seiner gesamtentwicklung.
28. A. Aber, Die musikwissenschaftlichen vortrage auf dem-
kongreß für ästhetik. Stimme bd. 8, heft 4.
29. A. Thumb, Satzrhythmus und satzmelodie in der alt-
griechischen prosa. fortschritte der psychologie. bd. 1. Leipzig,
Teubner. — bespr. v. K. Mün scher, Berl. ph. wschr. 35,460 — 466;
P. Habermann, Wschr. 30,1008/10.)
30. 0. Rutz, Zu musik, wort und körper als gemütsaus-
druck (vgl. Jsb. 1911,5,7). Zs. d. internat. musikgesellsch. 15,.
169—173; 225.
31. A. Guttmann, Über die lehre von den klanglichen
konstanten in rede und musik. Zs. d. internat. musikgesellsch.
15,119—120.
32. E. Sievers, Neues zu den Rutzschen reaktionen. Archiv
für experimentelle und klinische phonetik 1,225 — 252. Berlin.
Karo-er. auch einzeln 1,20 m. — Sievers warnt davor, über der
bekämpfung Rutzscher hypothesen dessen tatsächliche beobach-
tungen zu vergessen und erörtert die Schwierigkeiten, die erstens
den reaktionen entgegenstehen und zweitens ihre Wahrnehmung
verhindern, das problem wird nach seinem gegenwärtigen stände
dargestellt und ein neues hilfsmittel zur beobachtung und expe-
rimentellen prüfung des tatsächlichen angegeben. Sievers hat
drahtfiguren hergestellt, mit deren hilfe der typus des zu unter-
suchenden textes ermittelt werden kann.
33. A. Guttmann, Die neuen entdeckungen der sogenannten
klanglichen konstanten in der musik. Archiv für experimentelle
und klinische phonetik 1,253 — 274.
34. E. Sievers, Demonstrationen zur lehre von den klang-
lichen konstanten in rede und musik. bericht des kongresses für
ästhetik, Stuttgart 1914,456—473.
35. Fr. Ohmann, Melodie und akzent. bericht des kon-
gresses für ästhetik, Stuttgart 1914,476 — 481.
36. A. Guttmann, Kunst und Wissenschaft des gesanges.
bericht des kongresses für ästhetik, Stuttgart 1914,511 — 519.
37. G. Panconcelli-Calcia, Einführung in die angewandte
phonetik. 131 s. mit 118 abbildungen und 3 tafeln. Berlin. 5 m.
38. R. M. Meyer, Kürenberges wise. ZfdA. 55,337—349.
39. K. Weiß, Vom reim und refrain. ein beitrag zur
psychogenese dichterischer ausdrucksmittel. Jmago 1913,552 — 572.
40. H. W. Nordmeyer, Das schallanalytische Verhältnis
von Gottfrieds Vierzeilern zu den erzählenden partien des Tristan.
JEGPhil. 13,508—513.
41. Th. Pitzhugh, The origin of verse. university of
Virginia. Bulletin of the school of latin nr. 8.
V. B. Metrik. 99
42. Fr. Neumann, Geschichte des neuhochdeutschen reimes
von Opitz bis Wieland. I. kapital: Der reim und die qualität der
e-laute. diss. Göttingen 1914. XVI, 102 s. — die arbeit ist
rein sprachlicher natur,
43. 0. Wegener, Reim Wörterbuch zur weltchronik Rudolfs
von Ems. diss. Greifswald 1914. 136 s.
44. O. Drinkwelder, Ein deutsches sequentiar aus dem
ende des 12. jahrhs. Veröffentlichungen der Gregorianischen aka-
demie zu Freiburg (Schweiz), hrsg. von P, Wagner. 8. heft.
Graz 1914. VII,84 s. S*'. mit faksimile. 2,60 m. — bespr.
J. W., Zs. d. internat. musikgesellsch. 15,247.
45. W. Brandl, Sebastian Wild, ein Augsburger meister-
singer. VII, 170 s. 8 m. Forschungen zur neuern literatur-
geschichte, hrsg. von Fr. Muncker. heft 48. — Wild folgt in
der verstechnik dem Vorbild des Hans Sachs, ohne ihn in der
glätte des verses zu erreichen, versbrechung kommt nicht vor.
46. R. Brotanek, Zu den ältesten englischen hexametern,
Archiv 133, heft 1/2.
47. M. Trautmann, Sprache und versbau der altenglischen
rätsei. Anglia 38, heft 3/4.
48. K. Schuhmacher, Studien über den Stabreim in der
mittelenglischen alliterationsdichtung. 213 s. 6,60 m. Bonner
Studien zur englischen philologie heft 11.
49. G. Mann, Vom wesen und von der bedeutung des
rhythmus. Musica Sacra 47,83 — 87.
50. J. Lindemann, Über die alliteration als kunstform im
Volks- und spielmannsepos. diss. Breslau. 62 s. 8*^.
51. Besprechungen von werken, die in früheren jahrgängeia
verzeichnet sind: 1. F. Stütz, Die technik der kurzen reimpaare
des P. Gengenbach. Straßburg 1912 (vgl. Jsb. 1912,5,46; 1913,
5,69): H.König, ZfdPh. 46,308— 312. — 2. S. Behn, Der deut-
sche rhythmus und sein eigenes gesetz. Straßburg 1912 (vgl.
Jsb. 1912,5,50): F. Piquet, Revue critique 1914, nr 30. —
3. E. Classen, On vowel alliteration in the old Germanic languages.
Hanchester 1913 (vgl. Jsb. 1913,5,14): Fr. Klaeber, Anglia beibU
25,164—166; B. G. Morgan, JEGPhil. XIII, heft 3; A. Mawer,
MLR. 9,105 — 107. — 4. H. Rietsch, Gesänge von Frauenlob,
Reinmar v. Zweter u. Alexander. Leipzig 1913 (vgl. Jsb. 1913,
5,68): A. Schering, Musik 167—168. — 5. F. Pogatscher,
Zur entstehung des mhd. gedichtes vom könig Rother. Halle 1913
(vgl. Jsb. 1913,5,52): G. Baesecke, DLz. 35,1062—1064. —
6. H. Paulussen, Rhythmik und technik des sechsfüßigen jambus
7*
100 V- Deutsch in seiner gesamtentwicklung.
im Deutschen und Englischen. Bonn 1913 (vgl. Jsb. 1913,5,26):
E. Ekwall, Anglia beibl. 25,113—115; P. Habermann, DLz.
35,1704—1705; ll. Kern, Museum 21,419—420. — 7. H. Klein-
stück, Die rhythmik der kui'zen reimpaare des Burkard Waldis.
diss. Leipzig 1910 (vgl. Jsb. 1910,5,20; 1911,5,15; 1912,5,54;
1913,5, 69): K. Helm, Litbl. 35,234—236. — 8. L. Hettich,
Der fünffüßige Jambus in den dramen Goethes. Heidelberg 1913
(vgl. Jsb. 1913,5,22): W. Stammler, DLz. 35,1886—1889;
E. Feise, JEGPhil. XIII, heft 2. — 9. Th. Fitzhugh, Indo-
european rhythm. Charlottesville 1913 (vgl. Jsb. 1913,5,17):
0. Wessely, Litbl. 24,187; J. Pokorny, Cbl. 65,697. —
10. C. Rotter, Der schnaderhüpfl-rhythmus. Berlin 1912 (vgl.
Jsb. 1912,5,27; 1913,5,69): A. Müller, ZfdPh. 46,324—327.
P. Habermann.
C. Literaturgeschichte.
52. W. Seh er er, Geschichte der deutschen literatur. 13. auf 1.
Berlin, Weidmann. XII,834 s.
53. L. Pott, Geschichte der deutschen literatur in grund-
zügen mit ausgewählten texten. Genf, Atar. 224 s. — auf 86 s.
'grundzüge', d. h. eine ganz dürftige art von tabelle, das übrige
proben aus werken von Klopstock an. das ganze belanglos.
54. F. Schultz, Geschichte der deutschen literatur. völlig
neu bearbeitet von K. Reuschel. 3. aufl. Dresden, Ehlermann.
VIII,309 s. — vgl. Jsb. 1913,5,78. die schnelle Verbreitung des
buches spricht für seine bi'auchbarkeit. die knappe und doch in-
haltvolle darstellung, besonders in der Zeichnung der zeitrichtung
jeder epoche, ist ein besonderer vorzug. etwas dürftig erscheint
die behandlung der alten zeit (s. 1 — 60 bis Opitz) im Verhältnis
zur neuen und besonders neuesten, wo mancher name fehlen könnte.
55. E. Schulze, Die deutsche literatur. geschieh te und
hauptwerke in den grundzügen. 9. aufl. Berlin, Hofmann u. co.
"711,411 s. — als lehrbuch gedacht für weitere kreise, 'erzielen
möchte das buch Verständnis für die entwicklung der dichtung
aus den treibenden kräften heraus', die darstellung zeigt Sach-
kenntnis und wohlbegründetes urteil, die ältere literatur bis Opitz
umfaßt 8. 1—93.
56. W. Lindemann, Geschichte der deutschen literatur.
9. und 10. aufl. von M. Ettlinger. Freiburg, Herder. 1. bd,
XVIII,660 s. 2. bd. X,716 s. mit 60 bzw. 92 bildern. — das
unter fortgehender Umarbeitung, Sichtung und ergänzung immer
stattlicher angewachsene werk ist nunmehr in zwei bände geteilt
und mit bildwerk ausgestattet worden, das sich in dem üblichen
V. C. Literaturgeschichte. 101
rahmen von handschriftlichen proben, büchertiteln und dichter-
bildnissen hält, der zeit bis Opitz sind 509 Seiten gewidmet, dei*
maßvoll katholische Standpunkt ist bekannt.
57. L. Sternberg, Die Nassauische literatur. eine dar-
stellung ihres gegenwärtigen Standes auf der grundlage des älteren
Schrifttums. Wiesbaden, Staadt. 1913. 88 s. — der vorrefor-
matorischen literatur Nassaus werden 23 seit9n gewidmet, haupt-
sächlich der Liniburger chronik. dann folgt sogleich die zeit
Goethes bis zur gegenvvart, leider nur eine belanglose aneinander-
reihung von dürftigen skizzen. von einer behandlungsart im sinne
Nadlers ist keine rede. — ablehnend bespr. von W. Stammler,
Grenzboten 73,2,187—188.
58. V. A. Krüger, Deutsches literaturlexikon. biographi-
sches und bibliographisches handbuch mit motivübersichten und
quellennachweisen. München, Beck. VIII,483 s. — das werk,
eine Umarbeitung des Lexikons der nationalliteratur von A. Stern,
enthält neben den biographieu von Schriftstellern aller zeiten auch
Übersichten von Stoffen und motiven mit ihren behandlungen (z. b.
Abraham, Adam und Eva, Amadisroman u. dgl.). es umfaßt ferner
literarhistorische artikel (Poetik, das jüngste Deutschland usw.) und
historische (Hohenstaufen usw.). ausländische dichter sind nur
insoweit berücksichtigt, als sie größere bedeutung für die deutsche
literatur besitzen (z. b. Shakespeare), anderes soll später ergänzt
werden (z. b. Ibsen), vf. ist sich der unvollkommenheit seiner
arbeit selbst bewußt, — J. Körner, Cbl. 65,1144 — 1145 weist die
unZuverlässigkeit des buches nach, J. G. Sprengel, Litbl.Fftr.Zg,
vom 5, juli 1914 begrüßt es als einen erfreulichen anfang auf
diesem gebiete.
59. H. Benzmann, Die deutsche ballade. 2 bde. Leipzig,
Hesse u. Becker. — nach der anzeige von J, Stern, ZfdU. 28,224
gibt vf. eine einleitung über wesen, typen, stilarten und entwick-
lung der ballade, sodann eine Sammlung der deutschen balladen
vom Hildebrandliede an bis zur gegenwart mit heranziehung aus-
ländischer balladen als Vergleichsmaterial.
60. Schulbücher. 0. Borbein, Literaturgeschichtliches hand-
und lesebuch zum lesewerk von Berger-Lemp. für die oberstufe
der lyzeen. Bielefeld, Velhagen und Klasing. — P. Kl au seh,
Hilfsbuch für den Unterricht in der deutschen literaturgescliichte.
2, aufl, Leipzig, Hirt. 172 s. 2 m. — R. Lippert, Deutsche
dichtung. hilfsbuch für die einführung in die wichtigsten erschei-
nungen der deutschen nationalliteratur, 3, aufl. Leipzig, Quelle u.
Meyer. VII,207 s. — G. Klee, Grundzüge der deutschen lite-
raturgeschichte. 16. aufl, Berlin, Bondi. 7111,198 s. 2,50 m. —
102 "V'I. Altliochcleutsc.il.
H. Werner, Kurzgefaßte geschichte der deutschen literatur. Braun-
echweig, Westermann. VI, 166 s. — J. Cerny, Die deutsche
dichtung. Wien, Tempsky. 360 s. 2,95 ra. — W. Reuter,
Literaturkunde, abriß der poetik und geschichte der deutschen
poesie. 20., 21. aufl. Freiburg, Herder. XII,350 s. — K. Cor-
nelius, Leitfaden der deutschen literaturgeschichte in aufgaben,
fragen und antworten. 2. aufl von Gr. Backhaus. Paderborn,
Schöningh. XIV,204 s. — 0. Masing, Quellenbuch zur deut-
schen literaturgeschichte. 3. band. Riga u. Leipzig, Neuner. 1918.
90 und 200 s. (der 3. band zuerst erschienen, sonst in heften;
bespr. Mtschr. 13,520 von W. Haynel.)
61." Beurteilungen von früher besprochenen werken: I.E.Engel,
Oeschichte der deutschen literatur. 2 bde. 16. aufl. 1907,5,6:
Allg. Litbl. 22,726 — 727 (unzulängliche berücksichtigung der katho-
lischen literatur). — 2. J. Nadler, Literaturgeschichte der deut-
schen Stämme 1913,5,75: ZfdU. 28,223 von J. Stern (allgemeine
Würdigung); Rev. germ. 10,231 von F. Piquet (zum teil gewalt-
same konstruktionen); Zs. f. d. gesch. d. Oberrheins 29,357 — 363
von Fr. Schultze; ZföG. 65,419— 428 von J. Pohl (ausführliche
beleuchtung und Würdigung, die durch die ganze anläge bedingten
Unstimmigkeiten, die auch hier berührt werden, fallen den Vor-
zügen der neuartigen behandlung gegenüber nicht ins gewicht).
— 3. H. Röhl, Geschichte der deutschen dichtung 1913,5,74:
anerkennend beurteilt 50,462 — 468 von M. Schnuck; Mtschr. 13,
518 — 519 von W. Haynel. — 4. A. Salzer, Illustrierte ge-
schichte der deutschen literatur 1912,5,55: anerkenend bespr. NJb.
34,355—358 von M. Feichtlbauer, Mtschr. 13,28—29 von
A. Biese.
Gotthold Boetticher.
VI. Althoclideutsch.
A. Allgemeines. — B. Denkmäler in alphabetischer reihenfolge.
A. Allgemeines (Laut- und formenlehre 1 — 3, Wortforschung
und etj'^mologie 4 — 13. Literatur 14).
1. Hans Naumann, Althochdeutsche graramatik. (Sammlung
(i'i.rlien 727.) 159 s. — vf. gibt weniger eine ahd. grammatik
als eine historische entwicklung des Althochdeutschen, er geht
vom Westgermanischen aus und versucht in abschnitt A| (die
Westgermanen und ihre spräche), die Weiterentwicklung des süd-
lichen Westgermanischen bis zur 'gemeinahd. basis' darzustellen,
meist auf grund der allgemein geltenden auffassung, doch gelegent-
lich eigene wege gehend, der zweite kleinere abschnitt B (die
VI. A. Allgemeines. 103
ahd. dialekte) stellt in der form von nachtragen zu den para-
graphen des ersten teiles die eigenheiten der hauptdialekte zu-
sammen, für die 'erlernung' des Althochdeutschen ist die anord-
nung wenig praktisch.
2. Friedr. Krüer, Der bindevokal und seine fuge im schwachen
deutschen präteritum bis 1150. (= Palästra CXXV.) Berlin,
Mayer und Müller. VIII,357 s. 8 m. — volldruck der Jsb.
1912,6,9 besprochenen arbeit. — untersucht wird in den weiteren
teilen von kap. 2 die westgermanische synkope in den einzelnen
klassen der yau-verba, getrennt die einsilbig langen und die ein-
silbig kurzen wurzeln, dann die vokalischen stamme und endlich
die zwei- und mehrsilbigen verba. darauf folgt ein abschnitt über
systemzwang in der bildung und wähl der präterita mit besonderer
rücksicht auf Otfrids metrik. das dritte kapitel bespricht die
jüngeren erscheinungen: bei den synkopierten präteriten der yaw-
klasse mit umlaut ist in den meisten fällen Übertragung des um-
gelauteten präsensvokals auf das präteritum anzunehmen, nur bei
-einer kleineren gruppe haben wir jüngere synkope seit ende des
10. jahrhs. ebenso ist bei o- und e-verben erst seit ende des
11. jahrhs. eine wirkliche synkope in nennenswertem umfang vor-
handen, das vierte kapitel betrachtet das Schicksal der wurzel-
schließenden konsonanten: sie sind bei erhaltenem bindevokal un-
verändert; bei Synkope werden alle geminaten vereinfacht, ebenso
lautgruppen, deren zweiter teil dem hd. endungsdental gleich ist;
-b und -g erscheinen vor dem t der endung verhärtet, wo präs.
und prät. hinsichtlich der wurzelschließenden konsonanten lautlich
gespalten sind, tritt ausgleich ein. — ein vollständiges register
aller besprochenen verba ist s. 338 ff. beigegeben.
3. Constantin Nörrenberg, Ahd. 1; = /: Beitr. 40,165 — 166.
— der gebrauch des Zeichens v für stimmlosen labialen Spiranten
wird auf einfluß der Iren zurückgeführt, diese sprachen lat v als
stimmlosen Spiranten (und ersetzten deshalb auch lat. v in lehn-
worten durch /); sie hatten, als sie als missionare die Deutschen
deutsch schreiben lehrten, für die ahd. stimmlose spirans die
beiden zeichen v und f zur Verfügung und verwendeten sie auch.
4. Erich Gutmacher, Miszellen zur wortkunde. Beitr. 40,
150 — 156. — darin: nr. 2 zu Sieg, macht erneut auf ahd. ubar-
sigirot aufmerksam, dessen r auf den alten s-stamm hinweist. —
3. zu scazfung. kompositum, zweiter bestandteil das als simplex
nicht belegte ahd. *phunc = got. puggs beutel. — 4. fona fimf-
chustim zu Kluge wb.' s. 347. — 5. laune. verweis auf ahd.
niuuilune neomenia. — 7. päd. hermafrodita. die glosse päd be-
ßieht sich auf das unmittelbar vorhergehende Herma calidas aqiias.
104 VI. Althochdeutsch.
— zu nr. 3 bemerkung über ungenauigkeiten in der wiedergäbe
von ahd. wortmaterial.
5. Fr. A. Wood, Germanic etymologies. JEGPhil. 13,
499 — 507. — nr. 11 ahd. fehön, 'verzehren' zu einer idg. wurzel
*pek pflücken gestellt; ebenso ahd. gifehan sich freuen. — 17. ahd.
cheibo, mhd. keibe 'aas' zu an. keifr 'schief und einer wurzel *geibh
'zugrunde gehn'. — auch in andern nummern ist ahd. besprochen
feih, igil, eitar, er, ts, eit, eipar, gor, küski, riga, scuoh, scehan, sceida^
warzaj.
6. Hans Sperber, Beiträge zur germanischen wortkunde.
WS. 6,14 — 58. vgl. auch absch. 111,150. — darin s. 36 ahd. sweiga
'viehstall, viehherde', das als geflochtene viehhürde, zu aisl.
sveigja biegen usw., gedeutet wird. — auch die übrigen nummern
des aufsatzes behandeln unter anderm manche ahd. werte.
7. Herbert Petersson, Einige tiernamen aus alten färben-
bezeichnungen. Beitr. 40,81 — 111. — darin nr. 7: ahd. alant zu
mittelir. aladh 'bunt', ahd. iilo, lit. *elvas 'weiß', idg. *eluo. (in
nr. 3 wird ahd., nhd. rch mit air. Hack 'gefleckt' zusammen-
gebracht.)
8. Karl Demeter, Ärichsteti. Neues arch. f. alt. dtsch. ge-
schichtskunde 39,185 — 186 und nachtrag s. 765 — 766. — das in
einer Urkunde von 977 überlieferte wort bedeutet stellen, aa
welchen der freie zug der fische durch einlegen von reusen,
körben oder dgl. gesperrt ist. belege aus späterer zeit und aus
den heutigen obd. mundarten werden gegeben. — im nachtrag
weitere belege, die von Joh. Schul tze im Archiv für fischerei-
geschichte 3, s. 254 f. beigebracht wurden.
9. Karl Helm, Ahd. evangeljo swm. Beitr. 40,162 — 165. —
form und geschlecht des ahd. wortes erklären sich ungezwungen
durch die annähme, daß es von den Oberdeutschen aus dem goti-
schen (aüvaggeljo swf.) entlehnt und wegen des auslautenden -o
der klasse der schwachen maskulina angeschlossen wurde.
10. W. Schulze, Ahd. hnegen. ZfvglSpr. 46,188—189. —
das wort, als hnegen, nicht mit Graff als hneigen, anzusetzen, stimmt
in bildung und vokalisation genau zu chleben, leben, swepm; hnegen
'geneigt sein' verhält sich zu hnigan wie bogen 'krumm sein' zu
biogan.
11. Th. von Grienberger, Leudus. Beitr. 40,127 — 136. —
erneuter versuch, das leudus der beiden Fortunatusstellen als volk
'vulgus' zu erklären, schon im 9. jahrh. sei misverständnis des
Wortes als 'lied' möglich gewesen, die frühere literatur über die
bekannte Streitfrage siehe Jsb. 1907,6,25; 1910,6,10; 1911,6,10.
12. Herbert Petersson, Ahd. ^Ä?/;e5&ew. Beitr. 39,563 — 565.
ahd. thwesben 'vertilgen', germ. *puaspian^ geht zurück auf ein©
VI. B. Denkmäler. 105
idg. Wurzel '^'tuesqü und ist ein weiteres beispiel für den selten
belegten Übergang- von idg. labiovelar zu germ. labial.
13. Herbert Petersson, Einige tier- und pflanzennamen
aus idg. sprachen. ZfvglSpr. 46,128 — 150. — darin nr. 5 ahd.
wisant das zu ai. uisätia *horn' gestellt wird: idg. ^tiisonto- 'mit
hörnern versehen'.
14. A. Kober, Zur geschichte der deutschen Mariendichtung.
ZfdU. 28,595—619. — vgl. abschnitt VII,7; für ahd. zeit ist nur
kurz festzustellen, daß ein 'Marienerlebnis' noch nicht vorhanden
ist. Heliand und Otfrid enthalten noch keine Mariendichtung.
15. Besprechungen früher erschienener werke: 1. L.
Armitage, An introduction to the Study of Old High German
(vgl. Jsb. 1911,6,3; 1912,6,17[2], 1913,6,15[1]); bespr. v. AI. Green,
JEGPhil. 13,309—313. — 2. Jos. Mansion, Althochdeutsches
lesebuch für anfänger (vgl. Jsb. 1912,6,3; 1913,6,15[2]); bespr.
von H. König, DnSpr. 22,424 — 425; von R, C. Boer, Museum
21,294 — 295. — 3. Joh. Franck, Altfränkische grammatik (vgl.
Jsb. 1909,6,6; 1910,6, 15[2]; 1912,6,17[3]); bespr. von 0. Be-
haghel, Litbl. 35,233—234. — 4. 0. Gröger, Die ahd. und as.
kotnpositionsfuge (vgl. Jsb. 1911,6,6; 1913,6,15[3]); bespr. von
K. Helm, Litbl. 35,1 — 3. — 5. Rob. Liehl, Mittelvokale und
mittelvokallosigkeit vor m, n, l, r (vgl. Jsb. 1913,6,2); bespr.
von K. Glöckner, ZfdMa. 9,184—185. — 6. Hugo Suolahti,
Die deutschen vogelnamen (vgl. Jsb. 1909,6,14; 1910,5,14[8]; 1912,
6,17[4]); bespr. von D. v. Kralik, GgA. 1914,129—168. mit aus-
führlichen erörterungen über die namen icarchengil, dorndragil,
isarn, eringreoz (dies eine entstellung aus ags. earngeap, im anschluß
daran ausführungen über beeinflussung der Lev.-gloss. durch eine
ags. glosse, s. 149 — 155), sisagomo (totenklagemann, bezeichnuug
des uhu, von den glossatoren versehentlich auf den pelikan über-
tragen). — 7. Wilh. Uhl, Winiliod, Supplement (vgl. Jsb. 1913,
6,13); bespr. von K. Helm, Litbl. 35,379—380; von -tz-, Cbl.
65,481 — 482; von 0. Schissel v. Fleschenberg, Österr. zs. f.
bibliothekswesen II u. III, s. 65 — 67; selbstanzeige GRMon. 6,365.
— 8. Walth. Paetzel, Die Variationen in der altgerman. allite-
rationspoesie (Palästra 48) (vgl. Jsb. 1913,11,7; 15,116); bespr..
von J. Pranck, AfdA. 37,11—14.
B. Denkmäler.
16. Hans Naumann, Althochdeutsches lesebuch. (Sammlung
Göschen 734.) 148 s. — die auswahl der lesestücke ist geschickt
getroffen und erfüllt gut ihren zweck, eine Vorstellung von der
Vielseitigkeit der ahd. literatur zu geben, die Sammlung umfaßt
106 VI. Althochdeutsch.
I. Prosadenkmäler: 1. Denkmäler zur Zeitgeschichte, 2. Denkmäler
zur geschichte der christlichen kultur (gebete, katechetisches,
Übersetzungen), 3. Denkmäler der gelehrsamkeit, 4. Profane über-
«etzungskunst, 5. Volkstümliche prosastücke; II. Poetische denk-
jnäler: 1. Volkstümliche gedieh te, 2. Gedichte der Zeitgeschichte,
3. Christlich-volkstümliche gedichte, 4. Lyrica. in einigen ab-
schnitten hat herausgeber, um das zur Verfügung stehende material
zu vermehren, auch auf die frühmhd. zeit (12. jahrh.) übergegriffen
{vgl. abschnitt Lyrica). auch einiges unnötige ist abgedruckt, so
das von Zappert gedichtete 'ahd. Schlummerlied'. — s. 133 ff.
glossar; ferner zwei knappe Seiten anmerkungen, die für den
kundigen überflüssig sind und dem lernenden nicht ausreichen
können. — die einleitung (s. 7 — 26) bietet einen kurzen abriß der
geschichte der ahd. literatur.
17. Albert Leitzmann, Zu den kleineren ahd. denkmälern.
I. Die quelle des Wessobrunner gebetes. II. Die heimat der
samariterin. III. Die quelle des 138. psalmes. Beitr. 39,548 — 563.
— I. Die quelle des Wessobrunner gebetes war wahrscheinlich
«in kommentar zu psalm 89, nicht der text des psalmes allein,
wie G. Jellinek vermutet hatte; denn erst durch die kommentare
wird die erwähnung der engel im gebet erklärt. — II. L. tritt
auf grund des Wortschatzes mit entschiedenheit für alemannische
herkunft der samariterin ein. zum text : in v. 9 liest L. statt
U'iss'is aller ausgaben wis sis. III. Die quelle des psalms 138 ist
nicht die vulgata gewesen sondern ein kommentar, der einen text
entliielt, welcher von der vulgata in vers 5 abwich und dort den
sinn des hebräischen Originals genauer wiedergab, daraus erklärt
sicli die stelle den wech furiivorhtostü mir. bemerkungen zu vers 4.
9. 13. 27 f.
Christus und die samariterin; s. nr. 17.
Gebet, Wessobrunner; vgl. auch nr. 17.
18. Otto Deneke, Vom dichter Kazungali. Zs. f. bücher-
frennde n. f. 6,19 — 30. — zusammenfassende darstellung der ge-
schieh te des ergötzlichen mißverständnisses, infolge dessen diese
glosse (s. Steinmeyer-Sievers IV, 312) als name des vermeintlichen
dichters des Wessobrunner gebetes in der germanistik des 18. jahrhs.
ihr Unwesen trieb.
Glossen; s. auch nr. 15,6 und 18.
19. Rob. Brans, Das Reichenauor glossar Rf nebst seinen
näheren verwandten Bib. 9 und Bib. 12. diss. Straßburg. 72 s.
— teildruck. I (s. 3 — 46) gemeinsame grammatische beschreibung
der drei glossare. II. Die sprachhistorische Stellung derselben.
nm diese festzustellen, vergleicht Br. ihre spräche mit den Mur-
bacher glossen, den St. Galler und den Weißenburger denkmälern.
VI. B. Denkmäler. 107
er kommt zu dem Schlüsse, Rf gebe den dialekt von Reichenau
■wieder und sei dort etwa in die zeit von 810 — 815 anzusetzen,
also vor, nicht wie Kögel annahm nach Rb. die glossare Bib. 9. 12
zeigen nach Br. eine älteste schiebt fränkischer herkunft, eine
jüngere Murbacher schiebt und eine jüngste St. Gallener. etwa
im dritten Jahrzehnt des 9. jahrhs. seien sie aus Murbacher nieder-
.schriften in St. Gallen kopiert worden. — die ganze arbeit soll
als heft 5 der Untersuchungen zur deutschen Sprachgeschichte (hrsg.
von Rud. Henning) erscheinen.
20. Jos. Stalzer, Die Zusammensetzung des glossars Je des
Codex Oxoniensis Jun. 25. ZföG. 65,389—400. — vf. stellt, ohne
auf die ahd. werte des glossars einzugehn, auf grund der lat.
lemmata fest, daß, wie Steinmeyer schon erkannt hat, das lat.-lat.
glossar Äff. die hauptmasse der glossen geliefert hat. ergänzungen
dazu stammen in erster Knie aus einem lat.-lat. glossar, das den
Ker.-Hr. glossen zugrunde liegt, darauf beschränkt sich also der
Zusammenhang mit diesen glossen, in denen Kögel irrtümlich die
hauptgrundlage von Je sehen wollte, hinzu kamen noch einige
glossen zur Vulgata, Gregors Homilien und Benediktinerregel, viel-
leicht direkt aus glossierten texten, nicht aus glossaren entnommen.
21. Karl Helm, Worterklärungen zum Keronischen glossar.
.ZfdWortf. 15,270 — 272. — einige fälle, in welchen die lat. werte
falsch verstanden sind, werden nachgewiesen: Steinmeyer- Sievers
1,82,16; 146,17; 249,17; vielleicht auch 150,23; 249,17 zel-t
außerdem ags. glossieruug. bei 202,1 hat Ra das ahd. wort nicht
mehr verstanden und deshalb entstellt.
22. Otto B. Schlutter, Weitere nachtrage zu den althoch-
deutschen glossen. ZfdWortf. 15,228 — 233. — einige nachtrage
zu bd. II — IV der Steinmeyer-Sieversschen glossen.
Hildebrandslied. 23. The Hildebrandslied. Translated from
the Old High German into English alliterative verse by Francis
A. Wood. Chicago, University press. 11 s. — kurze einleitung.
Übersetzung, in der zeilenordnung E. Wadsteins Beiträgen zur er-
klärung des Hildebrandsliedes folgend, ferner Übersetzung des
mhd. Hildebrandsliedes nach dem text in MSD. II, s. 26 ff.
Isidor. 24. Alb. Leitzmann, Isidor und Matthäus. Beitr.
40,341 — 345. — stellt die sämtlichen in Matthäus begegnenden
Übersetzungsfehler zusammen; sie sind zum teil so schlimm und
elementar, daß sie dem Isidorübersetzer nicht zugetraut werden
dürfen, auch sie nötigen also, zwei verschiedene Verfasser an-
zunehmen.
Ludwi^slied. 25. P. R. Kolbe, Variation in the Old
High German Post-Otfridian Poems. II: Das Ludwigslied. MLN.
29,82 — 84. — infolge des krieges nicht geliefert.
108 ^^- Althochdeutsch.
Markbeschreibuugen. 26. Karl Christ, Starkenburger
^enzmarken. Vom Rhein 12,65 ff.; 13,1—5. 9—12. 25—27.
37 — 40. — erörtert vorwiegend geographisches und geschieht*
liches, kommt aber auch auf form und bedeutung einzelner namen
zu sprechen.
Hatthäiis (Mousee); s. nr. 24.
Notker; s. nr. 32,1 und abschn. VII, 132.
Otfrid; s. auch nr. 32,2.
27. Edw. Schröder, Otfrid beim abschluß seines werkes.
ZfdA. 55,377—380. — Schröder sieht in den versen Otfrid 1,31 ff.
einen ausfluß patriotischer erregung, hervorgerufen durch den er-
folg der Slawen, welche im jähre 868 die anerkennung ihrer
Sprache als kirchensprache erreichten, und entscheidet sich auf
grund dessen wieder für dieses jähr als abfassungszeit der widmung
an Ludwig.
28. Jos. Riegel, Bischof Salomo I von Konstanz und sein&
zeit. Freiburger diözesan-archiv n. f. 15,111 — 188. — darin
s. 129 — 132 über die beziehungen Otfrids zu Salomo, zusammen-
fassend auf grund der germanistischen literatur, ohne neue er-
gebnisse.
Psalm 138; s. nr. 17.
Tatian. 29. Friedr. Köhler, Lateinisch-althochdeutsches
glossar zur Tatianübersetzung, als ergänzung zu Sievers' althoch-
deutschem Tatianglossar. Paderborn, F. Schöningh. X,143 s..
5 m. — diese für weitere beschäftigung mit dem ahd. Tatiaa
sehr nützliche arbeit verzeichnet mit ausnähme des verbums und
der konjunktionen alle Wortarten mit allen belegstellen, einschließlich
der stellen, an denen sie unübersetzt blieben, für die konjunk-
tionen ist nur eine kleinere zahl von belegstellen gegeben und für
das weitere material auf Köhlers dissertation (s. Jsb. 1912,6,35)
verwiesen, ausgeschieden sind aus dem eigentlichen glossar die
verba; sie werden in einem anhang alphabetisch zusammengestellt,,
jedes mit seinen sämtlichen ahd. Übersetzungen, auf grund deren
das gesamte material nach Sievers' ahd. Tatianglossar gesammelt
werden kann.
Zaubersprüche. 30. Jul. Schwietering, Der erste Merse-
burger Spruch. ZfdA. 55,148 — 156. — auch der erste Merse-
burger Spruch soll nach Schw. nicht rein heidnisch, sondern christ-
lichen Ursprungs .sein, er deutet die idisi auf die drei zum grabe
gehenden Marien, und will weiterhin auch in den einzelnen handlungen
der idisi die entsprechenden handlungen der Marien sehen: hapt
heptidun gehe auf das binden der leiche Christi in die leichen-
tücher, clubodiin usw. auf das lösen am ostermorgen, vielleicht auch
vir. A. Allgemeines. 109
heri lezidvv auf die schlafenden Wächter im auferstehungsbild. die
«igentliche beschwörung gehe ebenso auf die auferstehung selbst,
in der Christus den todesbanden und den höllischen feinden entrinnt.
31. Friedr. von der Leyen, Der erste Merseburger Zauber-
spruch. Bayr. hefte f. volksk. 1,270 — 277. — verteidigt gegen
Schwietering (nr. 30) die heidnisch-germanische herkunft des
Spruches.
32. Besprechungen früher erschienener werke: I.Hans
Naumann, Notkers Boethius (vgl. Jsb. 1913,6,27); bespr. von
A. Pfalz, DLz. 35,1953—1956. — 2. Br. Engelberg, Stilistik
<le3 adjektivs in Otfrids evangelienbuch und im Heliand (vgl. Jsb.
1913,6,31); bespr. von R. Blümel, ZfdWortf. 15,326—327.
Gießen. Karl Helm.
vn. Mittelhochdeutsch.
A. Allgemeines. 1. Sprache (grammatik, Wortforschung und etymologie,
Syntax, stil). 2. Literaturgeschichte und kulturgeschichte. — B. Denk-
mäler. 1. Handschriften und textsammlungen. 2. Einzelne denkmäler
und autoren: a) Epik und didaktik. b) Lyrik und Spruchdichtung.
c) Drama, d) Prosa.
A. Allgemeines.
1. Sprache.
1. Franz Hörburg er. Die entwicklung der adjektivflexion
in der Urkundensprache Vorarlbergs, programm, Linz. 16 s. — zu-
nächst stellt vf. aus der mundart von Doren bei Bregenz die flexion
des starken und schwachen adjektivs und die wenigen reste der
unflektierten form zusammen, dann wird aus den Urkunden, die
sich über die zeit von ca. 1290 — 1791 erstrecken, aber zum
größten teil vor 1500 liegen, die flexion des adjektivs und die
Verwendung der flektierten und unflektierten sowie der starken
und schwachen form verglichen, überblick über die entwicklung
der endungen in den Urkunden in hinsieht auf die mundart s. 8,
nr. 5: die mundartlichen formen gewinnen im allgemeinen im
14. jahrh. boden, sind aber erst seit ausgang des jahrhs. herrschend,
soweit sie nicht wieder durch schriftsprachlichen einfluß verdrängt
werden, die unflektierte form ist bis ende des 15. jahrhs. in
weitem umfang (gegen den heutigen gebrauch der mundart) zu
belegen. Verdrängung schwacher formen durch die entsprechenden
starken kommt in verschiedenen fällen vor; im akk. sg. fem. wird
sie in der zeit von 1380 — 1500 vollzogen und ist fest geworden.
1 10 VII. Mittelhochdeutsch.
2. Hugo Suolahti, Ein französisches suffix im Mittelhoch-
deutschen. Neuphilolog. mitt. 1914,111 — 124. — das mhd. hat
aus dem afr. eine reibe von benennungen für die ritterliche rüstuisg-
entlehnt, teils afr. mask. auf -ier wie collier, größerenteils feuu
auf iere wie haniere. das geschlecht blieb in einigen fällen be-
wahrt, häufiger sind die Worte neutra geworden, der worttypus
ist dann im mhd. produktiv geworden, bleibt aber beschränkt auf
bezeichuungen für die verschiedenen teile der ritterlichen schutz-
rüstung, und mit dem rittertum verschwindet auch die bildungs-
weise wieder, das suffix ier ist zweifellos romanischen Ursprungs,
die erweiterung -n-ier ist aber nicht französisch, sie ist im deut-
schen vielleicht unter holländischer Vermittlung, entstanden, aus-
gehend von Worten wie hersenier, bei welchen dem suffix ein
stammauslautendes -n vorausgeht.
3. Fritz Hastenpflug, Das diminutiv in der deutschen
Originalliteratur des 12. und 13. jahrhs. diss. Marburg. 91 s. —
I. Statistik der diminutiva für die einzelnen denkmäler: berück-
sichtigt wird außer der absoluten häufigkeit die Verteilung auf die
verschiedenen werke eines autors, das vorkommen im reim, Ver-
bindung mit adjektiven. bei jedem beleg ist kasus und numerus
angegeben. — II. Für die zeitliche Verbreitung der diminutiva ist
eine allmähliche zunähme festzustellen, diese erfolgt aber nicht
in einer geraden linie, da individuelle momente mitspielen, während
von den gegenwärtigen mundarten namentlich die Oberdeutschen
die diminutiva in größtem umfang verwerten, zeigt die lit. des
12. und 13. jahrhs. keine Verschiedenheit nach ihrer heimat: ein
kriterium für die existenz einer mhd. literatursprache. — von den
einzelnen literaturgattungen verwendet die lyrik die diminutiva im
größten umfang, innerhalb der epik ist die kurze erzählung be-
sonders reich, die didaktik lehnt — abgesehen vom ßenner —
die diminutiva meist ab, die prosa ebenfalls. — die von geist-
lichen verfaßten werke sind im gebrauch der diminutiva zurück-
haltend, die volkstümlichen gattungen zeigen reiche Verwendung
(so auch Berthold v. Regensburg als volkstümlicher prediger!).
dies ist ein beweis gegen Polzins annähme, daß die diminutiva auf
lateinische Vorbilder zurückgehen; der befund spricht für Wredes
erklärung der diminutiva als volkstümliche koseworte von appel-
lativen nach dem muster von eigennamen. — in der bildung der
diminutiva herrscht bei weitem das suffix -Im mit seinen dialek-
tischen Varianten vor (etwa SO^'/q); daneben steht -el (9,5*^/0) und
-in (8,7°/o), sehr selten sind -kin (O,?"/,,) und -lach, -leck (l,l7o).
maskulina und feminina sind nur noch ganz vereinzelt anzutreffen;
das neutrum herrscht allgemein, vf. vermutet, das neutrale ge-
schlecht habe von dem wort kint und kindelin seinen ausgang ge-
Yn. A. Allgemeines. 111
nommen. — diminutiva von anderen werten als Substantiven sind
sehr selten, — III. Alphabetisches Wörterverzeichnis mit angabfr
der denkmäler (ohne tormale Varianten).
4. Albert W. Aron, Die 'progressiven' formen im mittel-
hochdeutschen und frühneuhochdeutschen (New York university.
Ottendorfer memorial series of germanic monographs, nr. 10).
Frankfurt a. M., J. Baer u. co. VIII,112 s. 3 m. — eine Unter-
suchung über die Verbindung von sin und werden mit dem part.
präs. und dem infinitiv bis zum anfang des 16. jahrhs. sin mit
dem part. präs., werden mit dem part., nebeneinander von part.
präs. und infinitiv mit werden, ebenso nebeneinander von part. präs.
und infinitiv mit sin, werdest mit dem infinitiv und sin mit dem
infinitiv und das Verhältnis der Verbindungen mit sin zu denen
mit werden, die entstehung der Verbindung von werden mit dem
infinitiv wird auf die inchoative bedeutung von werden (in einen
zustand übergehn) zurückgeführt, und auf die erscheinung, daß-
der infinitiv sich an alle verba anlehnen kann, die fähigkeit oder
bereitwilligkeit zu einer handlung ausdrücken. — am Schlüsse
einiges material für die Verbindung anderer verba (transitiva und
intransitiva) mit part. präs. und infinitiv. — die dem englischen
nachgebildete, ganz unverständliche bezeichnung 'progressive'
formen für diese syntaktische Verbindung sollte aus unserer
grammatischen terminologie je eher desto besser wieder ver-
schwinden.
5. Besprechungen früher erschienener werke: 1. Vic-
tor Michels, Mittelhochdeutsches elemeotarbuch. 2. aufl. (vgl.
Jsb. 1912,7,2; 1913,7,10[2]); bespr. von 0. Behaghel, Litbl. 35,
377; von J. H. Schölte, Museum 21,327—332.-2. Frz. Jeli-
nek, Mhd. Wörterbuch zu den deutschen Sprachdenkmälern Böhmens
(vgl. Jsb. 1911,7,3; 8,11; 1912,7, 11[1]; 1913,7, 10[4]); bespr. von
F.Panzer, Lit Rundschau 40,434 — 435; vonFrantzen, Museum 21.
— 3. Erik Wellander, Die bedeutungsentwickluug der partikel
ab in mittelhochdeutscher verbalkomposition (vgl. Jsb. 1911,7,6);
bespr. von H. König, DnSpr. 22,422—424.
2. Literaturgeschichte und kulturgeschichte.
6. Emil Henrici, Barbarolexis. Sprachmischung in älteren
Schriften Deutschlands. 2. heft, s. 121 — 167. Berlin, J. Klönne
nachf. 2 m. — nicht geliefert, über heft 1 vgl. Jsb. 1913,7,13.
7. A. Kober, Zur geschichte der deutschen Mariendichtung,
ZfdU. 28,595 — 619. 691 — 700. — eine 'analyse der erlebniswerte
der Mariendichtung', der erste teil bespricht, leider sehr wenig
tibersichtlich, die ahd. zeit, in welcher ein Marienerlebnis noch
112 VII. Mittelhochdeutsch.
nicht festzustellen ist, und die mhd. zeit mit ihrer reich ent-
wickelten fülle verschiedener typen der Mariendichtung bis zu
Folz und Oswald von Wolkenstein, der zweite teil führt die be-
trachtung in kurzen zügen fort bis zur wende des 17. zum
18. Jahrhundert.
8. Franz Bär, Die Marienlegenden der Straßburger hand-
schrift Ms. Germ. 863 und ihr literarhistorischer Zusammenhang,
diss. Straßburg. 217 s. — I. Beschreibung der jetzt in Berlin
befindlichen hs. ; sie ist ca. 1325 — 1355 in Straßburg von einer
nonne des Reuerinnenklosters geschrieben. — II. Inhaltsangabe:
der erste teil der hs. enthält bl. 1 — 112 eine prosaübersetzung
der Vitae patrum. der zweite teil hat zunächst (bis 184) be-
lehrungen der altväter und erzählungen aus ihrem leben, im ganzen
310 stück; von blatt 184 an wundergeschichten , anekdoten,
legenden, der dritte teil (bl. 325 — 351) enthält predigtmärlein.
dreißig stücke der hs. sind auszugsweise von Fr. Pfeiffer ver-
öffentlicht worden, vf. verzeichnet von blatt 184 ab die Über-
schriften aller stücke mit kurzer andeutung des inhalts und ver-
weisen auf sonstiges vorkommen der motive. dann bespricht er
ausführlich die unter den geschichten der hs. befindlichen sieben-
unddreißig Marienlegenden, indem er für jede die sonstige Ver-
breitung und ihre verwandten nachweist. — eine einheitliche
quelle für die ganze in der hs. vorliegende Sammlung ist nicht
vorhanden; die geschichten sind aus allerhand quellen, auck auf
grund mündlicher Überlieferung (predigt) zusammengetragen, eine
größere zahl derselben, zum teil ganze gruppen, stammt aus der
Legenda aurea, aus Thomas Cantipratensis und besonders aus
Caesarius von Heisterbach.
9. Franz Xaver Seppelt, Mittelalterliche Hedwigslegenden.
Zs. d. Vereins f. geschichte Schlesiens 48,1 — 18. — macht auf
eine bis jetzt unbekannte Maihinger hs. der lat. Hedwigslegende
aufmerksam und gibt dann eine Übersicht über deutsche legenden,
er kennt von solchen die im Breslauer Codex von 1451, eine
ältere in Schleusingen von 1424, beide schon bekannt, ferner zwei
bisher unbekannte: eine zu Brüssel aus dem jähre 1380, ent-
standen auf veranlassung Albrechts III. von Österreich, und eine
zu Maihingen aus der ersten hälfte des 15. jahrhs. sie enthält
den traktat über die genealogie der hl. Hedwig, dann die Über-
setzungen der Legenda maior und der Legenda minor und ist mit
bildern geschmückt, die vom vf. aufgezählt und kurz beschrieben
werden, am Schlüsse abdruck der vorrede zur Legenda maior.
10. Friedrich Wilhelm, Zur Dreikönigslegende. Münch.
museum 11,146 — 190. — die Münchener hss. Clm. 5866 und Clm.
18427 enthalten eine lat. Dreikönigslegende (L), welche zu der
VII. A. Allgemeines. II3
bis jetzt bekannten Relatio de tribus magis in engem Verhältnis
steht, wahnscheinlich auf diese selbst als quelle zurückgeht; neu
ist hier aber hinzugekommen die erzählung von der bekehruug dei*
Magier durch den apostel Thomas, verschiedene argumente zeigen,
daß die legende diesen Zuwachs vor 1349 erhalten haben muß.
die fassung L stammt wie die Relatio aus Köln, sie war haupt-
quelle für die Historia de translatione beatissimorum trium regum
des Johann von Hildesheim (geschrieben zwischen 1364 und 1375).
8. 152 — 176 abdruck der legende, diese lat. legende ist im
14. jahrh. von einem Bayern ziemlich holperig verdeutscht worden;
die Übersetzung, handschriftlich in München im Cgm. 54 erhalten,
aus welchem Schönbach ZfdA. 24,65 f. einige segen veröffentlicht
hat, wird s. 177 — 190 abgedruckt.
11. Martin Goebel, Die bearbeitungen des Hohen liedes im
17. Jahrhundert, nebst einem überblick über die beschäftigung
mit dem Hohen liede in früheren Jahrhunderten, diss. Leipzig.
141 s. — in kap. I knapper überblick über die beschäftigung mit
dem Hohen lied in der lateinischen literatur. daran (s. 17 ff.)
anschließend über die deutschen denkmäler: Williram, St. Trud-
perter Hohes lied, Brun von Schonebeck, die 43 lieder aus der
Historienbibel, Verwendung des liedes in der predigt und der mysti-
schen prosa; dann über den einfluß des liedes auf die deutsche
dichtung (Hochzeit, Geistlicher rat, Mariendichtung); direkter ein-
fluß auf die weltliche dichtung nicht feststellbar, aber indirekt
hat es durch predigt und geistliche dichtung auf die weltliche
eingewirkt.
12. G. Brock stedt, L'origine franpaise des epopees popu-
laires du moyen-haut-allemand. Rev. germ. X. — unzugänglich.
13. Richard Hünnerkopf, Beiträge zur deskriptiven poetik
in den mittelhochdeutschen volksepeu und in der Thidrekssaga.
diss. Heidelberg. 70 s. — um eine grundlage für eine gruppierung
der volksepen nach inhalt und tendenz zu gewinnen, untersucht
H-, wie einige bestimmte motive dem verschiedenen charakter der
dichtungen entsprechend in den einzelnen volksepen behandelt
werden, es handelt sich dabei um die zum teil in engerem Zu-
sammenhang untereinander stehenden motive: boten und botschaft
(nach form der botschaft, person des boten und bedeutung der
botschaft im Zusammenhang der handlung), entführungen, Ver-
kleidungen und erkennungen, gefangenschaft und befreiung, end-
lich kämpfe von massen und von einzelnen und jagd. auf grund
der Untersuchung teilt H. die besprochenen epen in vier gruppen :
1. Die brautfahrtgeschichten, niedere Spielmannspoesie, Rothei*,
Ortnit, Hugdietrichs brautfahrt in Wolfd. B. und D., großenteils
Jahresbericht für germanische philologie, XXXVI. (1911.) I. Teil. 8
114 VII. Mittelhochdeutsch.
mit starren t3'pen, nur Rother und Ortnit höher stehend; 2. Dich-
tunjren, welche kämpfe, hauptsächlich einzelkämpfe darstellen^
einer straffen einheit entbehrend: Laurin, Roseng., Virg., Ecke,
Sig:., die Wolfdietriche; 3. Darstellungen größerer kämpfe: Bit.,
Dietrichs flucht, Alph., Rab.; 4. Epen, welche eine geschlossene band-
lung vorführen, in der das Schicksal bestimmter personen im
mittelpunkt steht und die ganze komposition beherrscht: Nib.,.
Kudrun.
14. Joh. Lindemann, Über die alliteration als kunstform
im Volks- und spielmannsepos. diss. Breslau. 62 s. — nach.
ausschluß der zufälligen oder wenigstens unbewußten alliteration en
bleibt eine ziemliche zahl von fällen übrig, in denen die allite-
ration bewußt verwendet wird. vf. unterscheidet I. Formeln:
1. Zwillingsformeln und 2. stehende Wortverbindungen; II. Allit.
zur horvorhebung besonderer stellen (in anrede, frage, wünsch,,
bitte, beteuerung, aufforderung, Versicherung); III. Allit. zur
hervorhebung einzelner worte. der hauptteil der arbeit gibt eine
Sammlung und Sichtung des materials auf grund dieser einteilung»
die Verteilung der alliteration innerhalb der denkmäler schwankt
nicht erheblich. zwischen den verschiedenen dichtungen sind
unterschiede vorhanden: am meisten alliterationen zeigt Sant Oswald
mit ö,09^Iq aller verse, am wenigstens Eckenliet mit 1,69'^/^ (ab-
gesehen von Goldemar, der keine alliteration zeigt, was aber bei
seiner kürze zufall sein kann), das Nibelungenlied hat 3,56 ^/q,.
Kudrun 2,68°/^; vergleichsweise herangezogene stücke aus Hart-
mann (Arm. Heinrich) und Wolfram zeigen 1,38 ^/q bzw. 1,47 ''/q
15. Edward Schröder, Vornehme namen in der altdeutschen
literaturgeschichte. Litbl.Fftr.Zg. vom 19. okt. 1913. — bespricht
kurz den Laubacher Barlaam, dessen vf. bischof Otto II. von
Freising ein graf von Berg ist; verweist dann auf den anteil
des weifischen hauses an der deutschen dichtung. die annähme
des referenten, daß Luder von Braunschweig der vf. des buches
der Makkabäer sei, hält er für wahrscheinlich.
16. Paul Kluckhobn, Der minnesang als Standesdichtung.
AKultG. 11,389 — 410. — die Standesverhältnisse der deutschen
minnesänger zeigen, daß der frauendienst nicht mit Wechssler aus
ministerialenstellung der dichter hergeleitet werden kann, die Unter-
suchung der epitheta, der bilder und metaphern und der Wendungen
des frauendienstes (des diensterbietens) führt zu dem Schlüsse, daß
diese ausdrucksmittel ganz allgemein der ritterlichen kultur nicht
nur einem kleineren kreise des ritterstandes angehören, ihr auf-
treten im minnesang erweist diesen ebenfalls als eine einheitliche
und dem ganzen rittertum gemäße Standesdichtung.
VII. A Allgemeines. 115
17. Fritz Löwenthal, Studien zum germanischen riVtsel
(Germanistische arbeiten, hrsg. von G. Baesecke, 1). Heidelberg,
C. Winter. VIII,150 s. 4 m, — das erste und zweite kapitel
dieser arbeit behandelt außerdeutsches: die Heidreksgätur und die
rätsei des Exeterbuchs nach stoffkreis, stil und gegenseitigem
Verhältnis, das dritte kapitel wendet sich zu dem rätsei bei den
mhd. Spruchdichtern: Reinmar von Zweter, Tannhäuser, Witzlaw
von Rügen, Hardegger, Reinmar der Fiedler, Raumsland, Damen,
Stolle, Kelin, Boppe, Meißner, Alexander, Marner, Sunburg, Frei-
dank, indem jedes einzelne rätsel auf seinen stoff und seine lösung
besonders betrachtet wird, daran anschließend werden die formel-
haften Züge und die kernelemente der mhd. rätsel besprochen. —
vom sonstigen germanischen rätsel unterscheidet sich das mittel-
hochdeutsche stofflich sehr: die gegenstände der an. und ags. rätsel
fehlen fast ganz, auch stilistisch haben sie nur wenig berührung
mit jenen, eine vergleichung mit den antiken und mittellateinischen
rätseln zeigt ebenfalls starke Verschiedenheiten, aber doch auch
größere berührungen im stoffkreis, die rätsel der mhd. spruch-
dichter nehmen also eine Sonderstellung zwischen den altgermanischen
und den antiken ein, sie stehn letzteren aber näher.
18. Vera Vollmer, Die begriffe der triuwe und der staeie
in der höfischen minnedichtung. diss. Tübingen. VIII, 144 s. —
für beide begriffe wird erst gebrauch und bedeutung außerhalb
des minnewesens dargelegt und dann ihre spezielle Verwendung in
der minnedichtung. die triuwe spielt im rechtswesen des mittel-
alters eine rolle, besonders im lehnswesen als richtschnur für das
handeln des lehnsmannes; die staete ist hauptsächlich ein thema
moralphilosophischer und theologischer werke, sie ist die 'Stand-
festigkeit' und 'standhaftigkeit' constantia und perseverantia. in
der deutschen dichtung nehmen, ohne beziehung auf die minne,
trimve und staete einen großen räum ein, besonders die triuwe so-
wohl im volksepos als in der höfischen epik, und zwar in absoluter
bedeutung als eine persönliche eigenschaft (aufrichtigkeit, ehren-
haftigkeit, glaubwürdigkeit) und in relativer bedeutung in mannig-
facher nuancierung sich äußernd nach dem Verhältnis, in welchem
die betreffenden personen stehn als 'tugend des altruismus schlecht-
hin'. — in der minne ist triuive der inbegriff der ehrenhaftigkeit
und Wahrhaftigkeit, staete die standhaftigkeit, sittliche festigkeit,
anhänglichkeit. beide begriffe berühren sich vielfach: die tr'mwe
echließt die staete schon ein, die staete äußert sich selbstverständlich,
auch in diQT triuive. triuive bezeichnet mehr die aktive, staete mehr die
passive seite derselben Wesenseigenschaft, beide eigenschaften als
unerläßliche bedingungen im niinneverhältnis werden aus ethischen
begriffen schließlich zu sozialen umgewertet und werden gesell-
8*
llf; Vir. Mittelhochdeutsch.
schaftliche kennzeichen, deren Vorhandensein bei jedem initgliei
der höfischen fjesellschaft gefordert wurde.
1 9. Fritz Jacobsohn, Die darstellungen der historischen volks-
licder des 14. und 15. Jahrhunderts und die lieder von der schlacht
bei Sempach. diss. Berlin, 115 s. — im einleitenden ersten
tapitel (Eddalieder und lieder der Karolingerzeit^ einige bemerkungen
zum Ludwigslied und Heinrich8lied. die lieder des 14. und 15. jahrhs.
sind abbilder der zeit, selten Verherrlichungen einzelner, tj'pisch
ist die ausmalung der geschehnisse. einzelne wichtige züge, die
Verwendung des Spottes, Sentenzen, lehrhaftigkeit, formein, be-
ziehungen zum publikum, Personifikationen, hyperbel, eigenheiten,
de.s satzbaus und die Wortwahl werden besprochen, das raaterial
fällt nur zum teil noch in unsere periode. im zweiten hauptteil
werden vom lied auf die schlacht bei Sempach (1376) die texte von
Schodoler (ca. 1520) und Steiner (1533) besprochen, grundlage
bildet eine verlorene fassung des Steinerschen textes. der älteste
teil liegt in strophe 10 — 21 vor; eine zeitliche fixierung ist nicht
möglich, nur ist einerseits entstehung vor 1475 andererseits nach
1438 (Züricher cbronik) nachzuweisen, für andere teile ergibt
sich entstehung vor 1482: die Winkelriedstrophen sind jünger
(erst ca. 1512 — 1516 entstanden), das große lied unserer Über-
lieferung ist nicht viel vor 1530 anzusetzen. — vergleiche auch
die ausführungen über aufschwellung von liedern s. 36 — 43.
20. Is". C. Brooks. Recent books on the mediaeval religious
drama. JEGPhil. 13,610—612.
21. Jos. Maximilian E,udwin, Die teufelsszenen im geist-
lichen drama des deutschen mittelalters. diss. Ohio. Göttiagen,
Vandenhoeck u. Ruprecht. S6 s. — der frühste textbeleg für
das auftreten des teufeis im geistlichen drama findet sich im
lateinischen 'sponsus' des 12. jahrhs., in deutschen dramen finden
wir ihn erst seit der mitte des 13. jahrhs. eingeführt wurde er
zuerst wahrscheinlich in den höUenfahrtszenen, dann in den anderen
Szenen, in welchen ihn die biblische handlung bedingte, er ist
nicht etwa aus den weltlichen fastnachtstücken erst als lustige
person ins geistliche spiel übernommen worden, innerhalb des
geistlichen dramas entwickelt er sich allmählich zur komischen
figur; das entwickelt sich ebenso selbständig, wie sich andere
komische auswüchse im geistlichen spiel herausbildeten. — die
kapitel 2 — 4 besprechen die einzelnen szenen der mysterien, der
eschatologischen dramen und der mirakelspiele, in welchen der
teufel auftritt, und versucht jeweils die biblische grundlage der
betreffenden teufelsrollen, unbeschadet ihrer Weiterbildung im ein-
zelnen nachzuweisen, das schlußkapitel bespricht die inszenierung
der teufelsrollen: die darsteller, kostüm und andere requisiten und
VII. A. Allffemeine*-. 117
Standort des teufels. — die disseitation bildet nach brieflicher
mitteilung des Verfassers den ersten teil einer arbeit über den
teufel in den deutschen geistlichen spielen des mittelalters und der
reformationszeit, die als heft 6 der Hesperia erscheinen soll,
danach ist also die notiz auf 9. 81 zu korrigieren.
22. Georges Duriez, La theologie dans le drame religieux
en Allemagne au moyena.ge. Lille, Rene Giard; Paris, J. Tallendier.
645 s. 15 frcs. — vf. gibt einleitend einen knappen hinweis auf
die bekannte entstehung des geistlichen dramas und stellt fest^
daß es mit dem kult und der kirchlichen bildenden kunst ein ge-
meinsames ziel hat: der erbauung zu dienen^ selbst dann noch als
die entwicklung es aus der kirche entfernt hatte, hauptsächlicliste
quelle und fundament des geistlichen dramas ist die heilige schrift,
den Verfassern dieser stücke wohl bekannt, hinzu kommen aber
als weitere quelle die ganze masse der geistlichen tradition, di©
Schriften der kirchenväter, die kommentaro, die mystiker und theo-
logen, freilich ohne daß sie auf alle diese direkt zurückgriffen,
eine kleine anzahl vom kompilatoren (Walafrid Strabo, Nicolaus
von Lyra, Petrus Comestor, Vincenz von Beauvais, Jacobus de
Voragine, Bonaventura, Thomas von Aquino) hat ihnen deren ge-
danken vermittelt, in zwanzig außerordentlich eingehenden kapiteln
durchmustert vf. den ganzen in den dramen enthaltenen geistlichen
stoffkreis; dreieinigkeit, Schöpfung, die engel, teufel und hölle,.
Schaffung des menschen, patriarchen undpropheten, Christi mensch-
wertung und leben, erlösung, kreuzesweg und kreuzigung, aufer-
stehung, himmelfahrt, antichrist und jüngstes gericht, und stellt
für die einzelnen züge die quellen fest. — ausgeschlossen von der
darstellung ist die rolle der apokryphen, da diese in einem zweiten,
werk (s. nächste nummer) gesondert besprochen werden, — bespr.
von W. Nithack-Stahn, LB, 17,56—57.
23. Georges Duriez, Les apocryphes dans le drame religieux
en Ailemagne au moyen-äge. Lille, Rene Giard ; Paris. J. Tallandier.
112 s. 3 frcs. — vier episoden aus den apokryphen sind in
deutschen geistlichen dramen des mittelalters behandelt worden.
drei davon nur in einzelnen stücken: das verhör Christi mit den
Szenen vom büttel, von den fahnenträgern und von den Verteidigern
im Frankfurter und Alsfelder passionsspiel, die einkerkerung und
befreiung Josefs von Arimathia in der Heidelberger und Sterzinger
passion, die himmelfahrt Mariae nur im Innsbrucker spiel, nur
die vierte szene, die höllenfahrt ist in einer großen zahl von
spielen behandelt, die apokryphen, welche diese Stoffe übermitteln,
sind der Transitus Beatae Mariae Virginis für die himmelfahrt der
Maria, für die anderen szenen die Gesta Pilaii. es handelt sich
darum, festzustellen, ob diese apokryphen Schriften direkt be-
118 Vli. Mittelhochdeutsch.
nutzt sind, oder ob andere quellen den dichtem die Stoffe der
dramon vermitttelt haben, vf. stellt um dies zu entscheiden fort-
laufend in paralleldruck die entsprechenden stellen der apokrypher
und der spiele einander gegenüber, er kommt für die ersten drei
Stoffe zu dem Schlüsse, daß die stücke jedenfalls direkt aus der
apokryphen quelle geschöpft haben, keine der großen lateinischen
und deutscheu darstellungen könne den stoff vermittelt haben,
und dasselbe gilt auch für die höllenfahrtszeuen; vf. nimmt sogar
an, daß die stücke selbst da, wo sie untereinander große ähnlich-
keit zeigen, doch alle direkt auf der apokr^^phen quelle fußen. —
bespr. von W. Nithack-Stahn, LE. 17,56 — 57.
24. Jos. Max Rudwin, Zum Verhältnis des religiösen draman
zur liturgie der kirche. MLN. 29, april 1914. — das mittelalter-
liche drama hat die prophetenworte nicht direkt aus der bibel,
sondern aus der liturgie. spezieller nachweis, daß das im Als-
felder ])assionsspiel 4859 — 4862 stehende wort, der Messias werde
zwischen zwei tieren geboren, auf die im Brevier beibehaltene falsche
Übersetzung der Habakukstelle 3,2 in der Itala zurück geht, während
die Vulgata den fehler beseitigt hat.
25. Karl Young, The origin of the Easter Play. PMLAss.
29,1—58.
26. Karl Polheim, Altnordische und altdeutsche prosa.
Grenzboten 73,2,106 — 117. — auf s. 113 ff. kurze Charakteristik
der deutschen dichterischen prosa vom ausgehenden 14. jahrh.,
legenden, bibelübersetzung und Volksbücher.
27. A. Hauber, Deutsche handschriften in frauenklöstern
des späteren mittelalters. Zbl. f. bibl.-wesen 31,341 — 373. —
tiberblick über die von den nonneu bevorzugte litoratur und über
die Verdienste der klosterfrauen um die erhaltung besonders der
oberdeutschen erbauungsliteratur des 14. und 15. jahrhs. am
wichtigsten ist die büchersammlung des klosters St. Katharina in
Nürnberg, einzeln erörtert werden die bestände der drei wenig
bekannten klöster St. Katharina in St. Gallen, Inzigkofen bei
Sigmaringen und Oggelsbeuren, württ. oberamt Ehingen.
28. Richard Benz, Die deutschen Volksbücher, ein beitrag
zur geschiclite der deutschen dichtung. Jena, Eug. Diederichs.
29. P. Herre, Deutsche kultur des mittelalters in bild und
■wort. (Wissenschaft und bildung nr. 100/101.) Leipzig, Quelle u.
Meyer. 2 m. — bespr. von M. Landwehr, ZföG. 65,183.
30. W. Ganzenmüller, Die empfindsame naturbetrachtung
im mittelalter. AKultG. 12,195 — 228. — die ausdrucksformen,
deren sich die menschen bedienen, um ihr Verhältnis zur natur
darzustellen, sind vom ausgang des altertums an stets dieselben:
VII. A. Allgemeines. 119
die ausdrücke werden von einem Zeitalter dem andern überliefert,
nicht immer wieder neu gefunden, inhaltlich zwei richtungen von
anfangan nebeneinander: die antike anschauung, vielfach zur leeren
form geworden, daneben die christliche anschauung, welche auch
die naturbetrachtung in beziehung zur heilslehre bringt. im
11. jahrh. tritt als ein neues moment der ausdruck persönlicher
empfindung im weltlichen liebeslied daneben, zum erstenmal ein sub-
jektives Verhältnis zur natur, bei den Vaganten, den schulpoeten. die
empfindsame naturbetrachtung der Troubadours geht auf lateinische
liebeslyrik des 11. und 12. jahrhs. zurück, nicht auf volkstümliche
poesie. vf. zeigt dies an den naturschilderungen als eingang mit
ihrer teils parallelen, teils antithetischer behandlung. für den
deutschen minnesang gilt das gleiche; er zeigt dieselben arten der
naturbetrachtung. die vergeistigung der minne kann zu völliger
enthaltung von naturschilderung führen: bei Hausen und Reinmar,
denen gegenüber Walther zur älteren Überlieferung zurückkehrt.
31. J. Schairer, Das religiöse volksieben am ausgang des
mittelalters. nach Augsburger quellen. beitrage zur kulturge-
schichte des mittelalters und der renaissance, hrsg. v. W. Goetz,
heft 13. Leipzig, Teubner. VII, 136 s. 4 m. — Augsburg ist
für die darstellung gewählt, weil es als eine der bedeutendsten
reichsstädte und dank seiner läge ein 'treffpunkt aller kräfte und
Strömungen war, die damals Deutschland durch wogten.' der Zeit-
raum, auf die sich die darstellung erstreckt, wird begrenzt durch
die auf rieh tung des zunftregiments im jähre 1368, womit das volk
^mündig' wurde, iind die reformation. — die religiöse dichtung
kommt infolge der beschränkung auf die eine stadt etwas zu kurz.
32. Fritz Wagner, Studien über die namengebung in Köln
im zwölften Jahrhundert. I. teil, die rufnamen. diss. Göttingen
1913. 90 s. — das sehr reichhaltige namenmaterial wird in
kap. 1 — 7 statistisch dargestellt, besonders wichtig kap. 1 die
"wortstämme der germanischen zweistämmigen vollnamen unter ge-
nauer angäbe ihrer Verteilung auf die glieder der vollnamen wie
auf die geschlechter; kap. 4 kurz- und kosenamen: A. alte simplicia,
B. C. aus vollnamen entstandene, D. lallnamen, E. jüngere bildungen
mit Suffixen {-echo, -zo, -izo, ichin, ilo, Hin und weiteren zum teil
aus contamination der genannten entstanden), patronymika und
bildungen mit -man und -wif; kap. 5 fremdnamen und ihre her-
kunft, daran anschließend (6) die einflüsse, welche zu ihrer ein-
führung geführt haben, in kap. 7 gesamtübersicht über die häufig-
keit der einzelnen gattungen. — das schlußkapitel bespricht die
tendenzen, welche die namengebung Kölns im 12. jahrh, bestimmt
haben, auf grund der von Arnold aufgestellten 10 'hilfen' für die
namenwahl. in betracht kommt die tradition, in großem maße die
120 VII. Mittelhochdeutsch.
politische und dynastische hilfe, dann die religiöse (aber sehr wenig
die ethische), die hilfen der nachbarschaft, der Originalität und
des Wohlklangs haben an der wähl deutscher namen kaum ante?!,
aber wohl an der einführung von fremdnamen (ergänzung zu di^m
in kap. 6 ausgeführten), die literarische hilfe seitens der zeit-
genössischen deutschen literatur war offenbar ganz gering; auch
einfloß der deutschen heldensage kann aus den namen nur fn sehr
beschränktem ma.sse geschlossen werden, da die betreffenden namen
großenteils allgemeingut waren, an besonderen merkmalen, wie
häufung solcher namen in einer familie, fehlt es ganz, — dagegen
ist eine reihe von fremdnamen vorhanden, die nur aus einflüssen
nichtdeutscher literatur zu erklären sind, namen aus dem Artus-
stoff kreis treten schon vor Chrestien auf, sie müssen also aus den
mündlich verbreiteten erzählungen von Spielleuten stammen. — ein
zweiter teil soll die charakterisierenden zusätze zu den rufnaraen
behandeln und zeigen, welche zu festen beinamen und zu ver-
erbten familiennamen werden. — bespr. von P. Cascorbi, ZSprV.
28,343—344.
33. Besprechungen früher erschienener werke: 1. W.
Golther, Die deutsche dichtung im mittelalter. 800 — 1500 (vgl.
Jsb. 1912,7,11: 1913,50,70. 7,22[2]); bespr. von K. Helm, Z.s.
f. frz. spr. u. lit. 42,11,36—38; von V. Dollmayr, DLz. 35.
803—805; von H. Bieber, LE. 16,361—362; von A. Biese,
Mtschr. 13,29; von A. Wallner, Zfög. 65,415-419; von G. Gro-
maire, Moyen äge 26,433—439; vonH. Anz, Sokrates 1,121 — 122.
— 2. S. Singer, Aufsätze und vortrage (vgl. Jsb. 1912,7,12); bespr.
von V. Junk, DLz. 2699— 2700; von Alfr. Nathansky, ZföG. 65,
1101 — 1103. — 3. Walther Matthias, Die geographische nomen-
klatur Italiens im altdeutschen Schrifttum (vgl. Jsb. 1912,7,16;
1913,7,32[.5]); bespr. v. K. Helm, Litbl. 35,278. — 4. Aug. Lüt-
jens, Der zwerg in der deutschen heldendichtung des mittel-
alters (vgl. Jsb. 1912,7,20; 1913,7,32[7]); bespr. von K. Helm,
Litbl. 35,196 f. — 5. Br. Barth, Liebe und ehe im afr. fablel
und in der mhd. novelle (vgl. Jsb. 1910,7,33; 1911,7,22[5]; 1912,
7,32[9]); bespr. von K. Euling, DLz. 35,416—420. — 6. Franz
Brietzmann, Die böse frau in der deutschen literatur des mittel-
alters (vgl. Jsb. 1912,7,22; 1913,7, 32[6]); bespr. von W. Richter,
Archiv 131,242—243; von L. Pfannmüller. DLz. 35,678—680.
— 7. Paul Merker, Die tifchzuchtenliteratur (vgl. Jsb. 1913,7,17);
bespr. von , Cbl. 65,1554. — 8. J. W. Bruinier, Minne-
sang (vgl. Jsb. 1913,7,19); bespr. von W. Stammler, Grenzb.
73,2,187. — 9. B. Q. Morgan, Natnre in Middle High German
Lyrics (vgl. Jpb. 1912,7,23; 1913,7,32[10j); bespr. von Theod.
Frings, Lz. 35,735 — 737 ('unendlicher fleiß vergeudet'). —
Vll. B. Denkmitler, 121
10. Heinr. Lütcke, Studien zur philosophie der meistersinger
(vgl. Jsb. 1910,7,30; 1911,7,19; 1912,7,32[12]); bespr. v. K. Helm,
Litbl. 35,276 f. — 11. J. M. Rudwin, Die prophetensprüche im
religiösen drama des mittelalters (vgl. Jsb. 1913,7,24); bespr. von
F. Piquet, Rev. germ. 10,381—382; von N. C. Brooks, JEGPhiL
13,612; von Edw. Schröder, AfdA. 37,54; von L. J. Haas,
Magazin f. evangel. theol. 42,154; von F. W. Stellhorn, Tbeolog.
zeitblätter 4,226; von 0. v. Harling, Saat auf hoffnung 51,48;
von S. A., GRMon. 4,311; von P. Berner, Allg. Lit. Anz. 28,2;
von Anz, DLz. 36,2196; von J. 0. Beer, Deutsch-amerik. Zs. f.
theol. u. kirche 35,184.
B. Denkmäler.
1. Handschriften und textsammlungen (vgl. auch nr. 8. 9. 27).
34. Adolf Becker, Die deutschen handschriften der kaiser-
lichen universitäts- und landesbibliothek zu Straßburg. Straßburg,
K. J. Trübner. X,143 s. 6,60 m. — nach einer tabellarischen
übersieht über die hss. in der reihenfolge der Signaturen folgt die
genaue beschreibung in sachlicher anordnung der hss.: 1. Gebet-
bücher, predigten, erbauungsbücher, traktate. 2. Legenden. 3. Poe-
tische beitrage. 4. Weltliche prosa, chroniken usw. inkl. geschichte
und recht. 5. Naturwissenschaften, philosophie, medizin. 6. Deut-
sche eintrage in lateinischen handschriften. verzeichnet sind die
hss. bis 1700; ausgeschieden wurde alles rein historische material.
— der katalog bringt viel neues zutage, zumal Baracks alter
Zettelkatalog aus reichhaltigen handschriften meist nur eine oder
einige wenige nummern aufgezeichnet hat.
35. Karl Löffler, Die handschriften des klosters "Wein-
garten, unter beihilf e von oberbibliothekar dr. Scherer, Fulda.
Leipzig, 0. Harrassowitz. VIII, 185 s. — die arbeit enthält in
ihrem ersten hauptteil beitrage zur geschichte der einst sehr
reichen handschriftensammlung, einen überblick über die miniaturen
und initialen, eine Charakterisierung der einbände, endlich einen
überblick über die fächer, auf welche die bibliothek sich erstreckte.
der zweite teil verzeichnet die 843 hss., von denen wir nun wissen,
und zwar getrennt die der alten bibliothek, des klosterschatzes
und des klostorarchivs. kurze inhaltsangaben und notizen über den
jetzigen auf enthalt; von beschreibungen wurde natürlich abgesehen,
es folgt ein ausführliches register für den inhalt der hss., ein Ver-
zeichnis der Schreiber und besitzer, endlich ein Verzeichnis nach
der heutigen bibliotheksheimat.
36. W. Dolch, Die miniaturenhand Schriften der Dr. Ed.
Langerschen bibliothek zu Braunau in Böhmen, mit 10 abbildungen.
122 VII. Mittelbochdeutscli.
Zs. f. bücherfreimde, n. f. 6,34 — 41. — bescLreibung und ab-
bildung einiger miniaturen. die genannte privatbibliothek enthält
ca. 800 hss., zum größten teil mittelalterliche buchhandschriften.
den grundstock bilden literaturdenkmäler des 13. — 17. jahrhs. in
deutscher und tschechischer spräche, sehr reich verti-eten sind
die mj'stiker. auch ältere hss. des 9. — 11. jahrhs., zum teil mit
unveröffentlichtem inhalt (auch deutsche?) sind vorhanden.
37. Franz Hotzy, Zur deutschen gebetsliteratur des aus-
gehenden mittelalters. zugleich anzeige zweier hss. progr. Kalks-
burg, 1913. 38 s. mit 4 abb. — einleitend ein überblick über
die verschiedenen typen der laiengebetbücher des mittelalters. der
älteste ist das laienpsalterium, dessen kern biblische psalmen
bilden; an diese wuchs ein andere gebete enthaltender anhang an,
der immer weiter ausgestaltet wurde, seit dem ende des 13. jahrhs.
treten als folge des bedürfnisses für privatandachten die stunden-
bücher auf und verdrängen die psalterien ganz, aus den stunden-
büchern und erbauungsbüchern der mystikerzeit wuchs als dritter
typus der Hortulus animae, seelengärtlein. dieser typus herrscht
im ausgang des mittelalters. — es folgt die ausführliche be-
schreibung und inhaltsangabe von zwei handschriftlichen gebets-
sammlungen. die erste, eine pergamenths. zu Salzburg, in bayr.-
österr. mundart, steht zwischen den Stundenbüchern und den seelen-
gärtlein in der mitte; sie stammt wohl aus der mitte des 15. jahrhs.
und enthält eine aus verschiedenen vorlagen zusammengeschriebene
Sammlung älterer und jüngerer stücke, die zweite, eine papierhs.
aus Innsbruck, etwas später geschrieben, für eine klosterfrau be-
stimmt, ist keine lose gebetsammlung. der gedanke wird durch-
geführt, daß die betende den Heiland in die wüste begleitet und
dort 40 tage mit ihm verweilt, stark mystische auffassung herrscht
hier vor. nach dem urteil Hotzj'^s steht das werk in seiner ein-
holt und zielbewußten abrundung unter den werken jener zeit einzig
da, 'eine perle der deutschen religiösen prosa'.
38. C. v. Kraus, Mittelhochdeutsche bruchstücke. I. Aus
Konrads von Heimesfurt Mariae himmelfahrt. II. Aus Wirnts
Wigalois. ZfdA. 55,296 — 301. — siehe unten nr. 68 und 95.
39. Des Minnesangs frühling. mit bezeichnung der ab-
weichungen von Lachmann und Haupt und unter beifügung ihrer
anmerkungen neu bearbeitet von Friedrich Vogt, zweite ausgäbe.
L. S. Hirzel. XVI,459 s. — neue ausgäbe mit einzelnen kleinen
änderungen im text und einigen zutaten in den anmerkungen. (über
die erste ausgäbe siehe Jsb. 1911,7,28; 1912,7,45[4]; 1913,7,38[4].)
40. Fritz Tejessy, Deutsche lieder in alten hss. der Pfarr-
bibliothek von St. Jakob in Brunn. Zs. des deutschen Vereins f.
d. geschichte Mährens und Schlesiens 18,383 — 393. — nach weis
\'L B. Denkmäler. 12S
«iciger volles- und liebe^lieder sowie eines gereimten gebetes i^
hss, des 15. jahrhs.
41. Neil C Brooks, Ostert'eiem aus Bamberger und Wolfen-
büttler handschriften. ZfdA. 55,52 — 61. — fünfzehn lateinische
texte, bzw. bruchstücke von solchen, der älteste noch aus dem
10. jahrh., die raehrzahl aus dem 12. — 14. jahrh., die jüngsten
erst dem 16. jahrh. angehörend.
42. Denkmäler deutscher prosa des 11. xind 12. jahrhs.
(abt. A: Text.) hrsg. und mit kommentar und einleitung versehen
vou Friedrich Wilhelm. (Münchener texte, hrsg. von Friedrich
Wilhelm, heft 8.) München, G. Callwey. IV,132 s. 2,50 m.
— der vorliegende band enthält nur die texte: gebete, rezepte,
arzneibücher, naturwissenschaftliches (physiologus, steinbuch), segen,
kalenderverse, traktate, meist neu nach den hss. verglichen und
in möglichst getreuer wiedergäbe von text, Orthographie, inter-
punktion und akzentuation der hss. zum ersten male gedruckt sind
die Göttinger fragmente des Lucidarius.
43. Friedr. Wilhelm, Medizinisches aus dem Basler Cod. B
XI,8. Münch. museum 2,365 — 367. — teils lateinisch, teils deutsch,
aus dem 14. jahrh.. alemannisch. I. rezepte und heilmittel. II. ana-
tomisches.
44. Besprechungen früher erschienener werke: 1. C.
V. Kraus, Mhd. Übungsbuch (vgl. Jsb. 1911,7,26; 1912,7,45[ll;
1913,7,38[1]); bespr. von B. Q. Morgan, MLN. 29,17—19; von
H. Schölte, Museum 22,10—12. — 2. L. Englmann, Mittel-
hochdeutsches lesebuch, bearb. von G. Kinateder (vgl. Jsb. 1913,
7,36); bespr. von Ant. Wallner, ZföG. 65,609—610. — 3. Hans
Vollmer, Materialien zur bibelgeschichte und religiösen Volks-
kunde des mittelalters I (vgl. Jsb. 1913,7,35); bespr. v. C. Borch-
ling, Mtschr. 13,263—265; von E. Herr, Cbl. 65,170—171. —
4. Kleinere mhd. erzählungen, fabeln und lehrgedichte bd. 3, hrsg.
vou G. Rosenhagen (vgl. Jsb. 1910,7,13; 1911,7,30[3]); bespr.
vou J. J. A. A. Frantzen, Museum 21,137—141. — 5. Mhd.
niinnereden. I. hrsg. von Kurt Matthaei (vgl. Jsb. 1913,7,37);
bespr. von F. Piquet, Rev. crit. 76,513. — 6. Die große Heidel-
berger liederhaudschrift. hrsg. von Fr. Pfaff (vgl. Jsb. 1909,
7,12: 1910,7, 18[2]; 1911,7,30[5]): bespr. von G. Ehrismann,
ZfdPh. 45,309—311.
2. Einzelne denkmäler und autoren.
a) Epik und didaktik (vgl. auch oben nr. 12 — 14).
Athis und Prophilias. 45. Richard Mertz, Die deutschen
bruchstttcke von Athis uud Prophilias in ihrem Verhältnis zum alt-
124 VII. Mittelhochdeutsch.
französischen roman. diss. Straßburg. 88 s. — die inhaltlich»
vergleichiing ergibt im ganji; der handlnug und einer reihe von
parallelstelleu engste Übereinstimmung beider gedichte. es muß
deshalb angenommen werden, daß der deutsche dichter den fran-
zösischen roman gut gekannt und benutzt hat. neben den Über-
einstimmungen finden sich aber auch zahlreiche abweichungen in
der anordnuug wie gelegentlich im ganzen inhalt der szeneu, wes-
halb angenommen werden muß, daß dem deutschen dichter das
französische gedieht in einer von der uhs bekannten fassung ab-
weichenden form vorlag, dies ist aber nioiit die zu Tours vor einigen
Jahren neu gefundene Version gewesen, welche vielmehr weit ab-
seits steht, die annähme einer unserem gedieht vorausliegend eu
älteren deutschen fassung, die vf. für möglich hält, ist doch wohl
auszuschließen. — in der darstellung bestehen zwischen beiden ge-
dichten in einzelheiten ebenfalls wesentliche unterschiede: im deut-
schen begegnet eine größere ps^'chologische Vertiefung und Ver-
feinerung, wie weit dies aber auf rechnung des deutschen vis^
kommt, i.st nicht zu entscheiden, solange nicht seine direkte vor-
läge bekannt ist.
Berthold von Holle. 40. Hermann Kopperschmidt, Die-
spräche der Hildesheimer Urkunden in der ersten hälfte des
14. jahrhs. und ihr Verhältnis zur spräche Bertholds von Holle
und Eilharts von Oberge. diss. Marburg. 136 s. — das erste
kapitel ist ein beitrag zur grammatik der raundart von Hildesheim,
also des Mittelniederdeutschen, im zweiten kapitel wird dann mit
der Hildesheimer mundart die von Berthold von Holle geschriebene
spräche (vokalismus, konsonantismus, flexion und wertschätz) ver-
glichen, und daraufhin gezeigt, daß Berthold, wie auch schon Vogt
und Roethe festgestellt haben, sich von seiner mundart wesentlich
entfernt, und zwar wächst diese entfernung im laufe der zeit, er
schreibt eine vom hd. stark beeinflußte dichtersprache, seine werke
gehören also mehr zur hd. als zur nd. literatur. vereinzelt sind
die ausätze, dem hd. und nd. zugleich gerecht zu werden, kapitel III
beschäftigt sich mit Eilhard und prüft die ergebnisse nach, zu
denen E. Gierach, Prager Studien IV (vgl. Jsb. 1908,7,50; 1909,.
7,57; 1912,7, 121[3]) gekommen war. Gierach hatte bei Eilhard
laittelfränkische, speziell moselfränkische einflüsse feststellen wollen
und ihn direkt als letztes glied in die reihe der dichter eingestellt,,
welche unter dem banne der mfr. literatursprache stehen, dem-
gegenüber zeigt K., daß Eilhart vieles mittelfränkische meidet und
daß andererseits manches bei ihm, was G. als speziell mfr. be-
zeichnet, allgemein niederdeutsch ist, ja daß E. auch ausgesprochen
niederdeutsches verwendet, in Wirklichkeit ist nach K. das ver-
iiältnis Eilharts zur hd. literatursprache nicht so sehr verschieden
vir. B. Denkmäler. 125
von deu» Verhältnis Bertholds zu derselben. Eilhart ist in manchem
hochdeutscher als B., in manchem niederdeutscher, wie bei B.
handelt es sich auch im Tristant um eine dichtersprache, die über
den einzeldialekten steht: in der hauptsache ist er also hd., mit
allerdinjS's nicht geringem nd. einschlag, aus der reihe der mfr.
dichtungen ist der Tristant aber zu streichen.
Dietrich und Wenezlan. 47. Justus Lunzer, Dietrich
lind Wenezlan. ZfdA. 55,1 — 40. — T. Wenezlan ist könig
Wenzel II. von Böhmen: ihn zu verherrlichen ist des dichters ab-
sieht, zu diesem zweck stellt er ihm Dietrich in unentschiedenem
Zweikampf gegenüber, da Wenzel II. der Pole iind fürst, aber
nicht könig von Polen genannt wird, fällt die abfassungszeit
zwischen 1291 und 1300. II. die im gedieht als grenze zwischen
Etzels und Wenozlans reich erwähnte Salza ist der rechte neben-
fluß der Enns, damals grenze zwischen Steiermark und Nieder-
österreich. III. im jähre 1295/96 empörten sich österreichische
heirn gegen Albrecht I., damals eröffnete sich für Wenzel aus-
sieht auf eroberung Österreichs, in die kurze zeit des aufstands
(11. nov. 1295 bis juni 1296) läßt sich die abfassungszeit genauer
einengen, als zeugnis für eine alte sage von kämpfen Dietrichs
mit slavischen Völkern ist das gedieht nicht zu betrachten, ver-
wertet ist nur das rosengartenmotiv, wenn der dichter seinen
helden sich mit dem stärksten sagenhelden messen läßt, gekannt
hat der dichter außerdem jedenfalls das gedieht von Dietrichs
flucht, vielleicht auch den Biterolf.
Eilhart Ton Oberge. s. oben nr. 46.
Ezzo. 48. Edw. Schröder, Ezzo str. 29. ZfdA. 55,40. —
in dem bild von der seefahrt steht das segel zweimal (v. 4 u. 7),
während das rüder (steuer) ganz fehlt. Schröder bessert deshalb
V. 4 in: min frehth rnoäer nnfe vere.
Genesis und Exodus, (vgl. auch nr. 104,7.)
^9. Gotthard Krömer, Die präpositionen in der hochdeut-
schen Genesis und Exodus nach den verschiedenen Überlieferungen.
Untersuchungen zur bedeutungslehre und zur syntax. I. diss.
Leipzig. = Beiträge 39,403 — 523. — der theoretische teil der ar-
beit (s. 415 — 453) enthält wichtige ausführungen über die behand-
lung der bedeutungslehre und der syntax der präpositionen. die
bedeutungslehre hat auf den ältesten erreichbaren sprachzustand
zurückgehend die einzelnen bedeutungen nach dem Sprachgefühl zu
scheiden, dann das geschichtliche Verhältnis der so gefundenen
bedeutungen festzustellen und endlich die bedeutungsgeschichte
zusammenhängend darzustellen, die syntax der präpositionen hat
sich auf Stellung und rektion zu erstrecken, die bedeutungslehre
126 ^'^^- Mittellioclideutsch.
int die notwendige Voraussetzung für die bearbeitung der syntax.
^ie historische syntax hat die entstehung der wortgattung 'präpo-
Bition' zu untersuchen, d. h. das Verhältnis der präp, zu dem
kasus, mit dem sie zusammentritt; die syntax der präposition ist
verkettet mit der syntax der präpositionalen Verbindung, auszu-
<»ehen ist dabei von den fällen, in welchen die präposition ihre
rein materielle funktion hat; dazu kommt als jüngere erscheinung
eine neue syntaktische funktion, sobald die präposition ein aus-
druck für syntaktische beziehungen geworden ist. das Verhältnis
der Präpositionen zu den kasus stellt sich nach Kr. so dar, daß
die kasus ursprünglich materielle und syntaktische funktion be-
sitzen, während bei den präpositionen letztere erst sekundär ist. —
der zweite teil der arbeit (s. 453 — 523) legt unter diesen gesichts-
punkten nun das material für die präpositionen an. in und zu aus-
führlich dar. — die arbeit von Weller über die Wiener Genesis
hat vf. noch nicht gekannt, der gebrauch der präpositionen gibt
zu Schlüssen für oder gegen die einheitlichkeit des werkes kein
hilfsmittel.
Genesis, Wiener. 50. Alfred Weller, Die frühmittelhoch-
deutsche Wiener Genesis nach quellen, Übersetzungsart, stil und
syntax (= Palästra 123). Berlin, Mayer und Müller. IX,259 s.
7,60 m. — volldruck der Jsb. 1912,7,52 besprochenen arbeit, die
weiteren teile stellen eine große parallelensammlung dar, mit dem
zwecke, den grad der einheitlichkeit oder der Verschiedenheiten
innerhalb des werkes hinsichtlich der Stoffgestaltung (stil und
syntax), der stoffanordnung und Stoffverknüpfung darzulegen, die
sammluncren, durch zahlreiche tabellen anschaulich gemacht, zeigen
einerseits vielfache stilistische Ungleichheiten der einzelnen teile
der dichtung, andererseits aber in allen teilen für stoffwahl und
anordnung die gleiche 'anschauung, Übersetzungsmethode und
dichterische befähigung', besonders auch gleichheit in Unregel-
mäßigkeiten, irrtümern und fehlem, zum teil sind die Ungleich-
heiten genügend erklärt aus der Verschiedenheit der in den ein-
zelnen büchern bearbeiteten stoffe, den Schwierigkeiten, mit denen
ein ungeübter anfänger zu kämpfen hat, und dem verschiedenen
interesse, das er den einzelnen partien entgegenbrachte. so
schließt Weller auch aus diesem teil der Untersuchung, wie aus
den in kap. I und II vorliegenden quellenstudien, daß das ganze
werk von nur einem vf. herrührt, dessen 'selbständige und
temperamentvolle persönlichkeit sowohl die Ungleichheiten als auch
die Schönheiten der dichtung bedingt.'
Gottfried von Straßburg. (vgl. auch nr. 104,8.)
5 1 . Friedrich Ranke, Die Überlieferung von Gottfrieds Tristan.
ZfdA. 55,157 — 278. — I. Verbesserungen und zusätze zu Marolds
VII. B. Denkmäler. 127
Variantenapparat, der sich bei einer genauen nachvergleichung der
Hss. in 'erschreckendem' umfang lückenhaft, ungenau und ver-
kehrt erwiesen hat, so daß er weder sichere erkenntnis der Über-
lieferung von einzelstellen noch eine beurteilung des handschriften-
verhältnisses ermöglicht. — II. Das Verwandtschaftsverhältnis
der vollständig erhaltenen handschriften. die beobachtung der
verslücken führt zur aufstellung von drei Überlieferungszweigen:
X, a und ß; auf grund der lesarten führt Ränke « und ß mit von
der Hagen auf eine gemeinsame grundlage y zurück, die jünger
als X im Elsaß entstanden ist. sehr großen umfang erreichen
aber die berührungen zwischen handschriften verschiedener gruppen.
der schlußteil soll die Untersuchung der fragmente und definitive
feststellung des resultats enthalten.
52. J. J. Meyer, Isoldes gottesurteil in seiner erotischen
bedeutung. mit einleitendem Vorwort von prof. dr. Rieh. Schmidt.
(Neue Studien zur geschichte des menschlichen geschlechtslebens IL)
Berlin, H. Barsdorf. 290 s. — eine gerechte beurteilung Gott-
frieds ist weder möglich, wenn man ihn als einen frivolen unsitt-
lichkeitsverkünder hinstellt, noch wenn man ihn gegen diesen Vorwurf
verteidigen will, die Tristangeschichte ist 'ein höhn auf ehre und
menschenadel', wenn man unser heutiges empfinden als maßstab
anlegt. G. muß eben, was übrigens dem Germanisten nichts neues
ist, historisch verstanden werden: die höfischen dichter stehn
selbstverständlich auf Seiten der Minne, das gottesurteil ist, wie
bekannt, ein beispiel für einen uralten und weitverbreiteten trickj
Meyer sammelt s. 57 ff. zahlreiche, namentlich orientalische
parallelen, als heimat des 'Märchens vom gottesurteil mit dem
zweideutigen eid' betrachtet er Indien. — bespr. von W. Golther,
DLz. 35,673—674.
53. J. J. Meyer, Zur aufklärung über 'Isoldes gottesurteil'.
MPhil. 12.
54. Bruno Dittrich, Die darstellung der gestalten in Gott-
frieds Tristan, diss, Greifswald. VIII,278 s. — ein gegenstück
zu den arbeiten von Heyne über Hartmann (vgl. Jsb. 1912,7,58)
und Behre über Ulrich von Zatzichofen (vgl. Jsb. 1913,7,98).
teil I behandelt, wie bei Behre, die einführung der gestalten,
teil II gibt einen überblick über die art des dargestellten und die
allgemeinen richtlinien der darstellung. teil III bespricht die technik
der darstellung; wie bei Behre und Heyne wird dabei a) direkte
und b) indirekte Schilderung unterschieden, dann werden die mittel
zur Unterstützung der darstellung (kontrast, gradation, prädis-
ponierung der phantasie usw.) wie bei Heyne, die stilistischen
hilfsmittel (epitheta, bilder, hyperbeln, formein) ähnlich wie bei
Behre behandelt, eine sehr ausführliche deskriptive arbeit, die
128 VII. Mittelhochdeutsch.
resultate werden am Schlüsse einiger, leider nicht aller, abschnitte
in kurzen überblicken zusammengefaßt, — vf. ist auf dem felde
der ehre gefallen.
55. H. W. Nordmeyer, Das schallanalytische Verhältnis
von Gottfrieds Vierzeilern zu den erzählenden partien des Tristan.
JEGPhil. 13,508 — 513. — kein prinzipieller gegensatz in beiden
viTsarten; vielmehr sind G's. verse podisch gebaut, wenn er er-
zahlt, dipodisch, wenn er begrifflich pointiert, danach verteilen
sich in den reimpaaren wie in den Vierzeilern die beiden verstypen.
Hartmauu von Aue. (vgl. auch nr, 104, 9 f.)
56. Gustav Rosenhagen, Beiträge zur Charakteristik Hart-
nianns von Aue. ZfdU. 28,94 — 110. — erläutert an zwei bei-
(spielen aus Iwein (Gawans rat 2770 — 2912 und Iweins träum
3505 — 3596) Hartmanns arbeitsweise. die lektüre seiner quelle
wird ihm persönliches erlebnis, auf grund dessen er dann den
Stoff nacherzählt. darin liegt seine dichterische leistung. auf
grund der leistung Hartmanns gegenüber seiner quelle in den
beiden genannten episoden darf angenommen werden, daß auch
im Armen Heinrich das maß seiner eigenen leistung sehr weit zu
stecken ist. — vgl. auch Verhandlungen der 52. Versammlung deut-
bcher Philologen und schulmänner in Marburg (1913), s. 120 — 121.
57. Gustav E,osenhagen, Zobel von Connelant. ZfdA. 55,
301 — 302. — die erwähnung von Connelant (Iconium) im Erec
setzt den kreuzzug Barbarossas voraus, auf welchem Iconium er-
obert wurde, aber Zobel aus Iconium ist eine naturgeschichtliche
Unmöglichkeit, dies und ebenso die art, wie die läge von Conne-
lant angegeben wird, zeigt, daß Hartmann, als er die stelle
schrieb, Iconium nicht gekannt hat. er hat also nicht den kreua-
jBug von 1189, sondern erst den von 1197 mitgemacht.
58. Erich Gier ach, Untersuchungen zum Armen Heinrich.
IL fehler in der textbehandlung. ZfdA. 55,303—336. — über
teil I vgl. Jsb. 1913,7,56. zur weiteren begründung seiner text-
herstellung. eine umsichtige kritische besprechung verfehlter
besserungsvorschläge und nicht anerkannter besserungen in früheren
ausgaben, im anhang erörterungen über zweifelhafte änderungen.
59. Jos. Klapper, Die legende vom Armen Heinrich. Breslau,
R. Nischkowsky. 36 s. — das in zwei hss. erhaltene predigt-
exempel vom Armen Heinrich wird kritisch betrachtet und mit
Hartmanns gedieht verglichen, der lat. text kann nicht auf das
deutsche gedieht zurückgehn, umgekehrt kann Hartmanns vorläge
nicht mit dem uns bekannten lat. text identisch gewesen sein,
als gemeinsame quelle beider vermutet Kl. einen lat. rhythmus
von 17 Strophen, dessen Wiederherstellung in anläge I versucht wird.
VII. B. Denkmäler. 129
60. Ernst Schuppe, Zur textkritik des 'Gregorius Peccator^
.Arnolds von Lübeck. 48 s. diss. Leipzig 1914. — nicht ge-
liefert.
Heinrich von Freiberg. 61. Anton Wallner, Thomas
von Britannien. Beitr. 40,145 — 150. — wenn Heinrich von Frei-
berg von Thomas sagt, er habe die geschichte von Tristan in
lampartischer spräche geschrieben, so liegt ein mißverständnis
irgend einer notiz vor, in der er den Thomas in Verbindung mit
der Historia lomhardica, d. h. der Legenda aurea nennen hörte,
wie es in einem von W. angeführten predigtmärlein geschieht,
ein solches mißverständnis wäre Heinrich nicht zuzutrauen, wenn
er der vf. der legende vom Heiligen kreuz wäre. Wallner zeigt
aber, daß die möglichkeit, mit Bernt in dieser legende ein jugend-
werk Heinrichs zu sehen, auf die größten chronologischen Schwierig-
keiten stößt, sie ist ihm also abzusprechen, da das gedieht von
der Ritterfahrt des Michelspergers ebenfalls nicht vom Tristan-
fortsetzer sein kann, kämen wir auf drei Heinriche von Freiberg.
die häufigkeit dieses namens hat nach W. nichts auffälliges, sie
kann aus den wirtschaftlichen Verhältnissen erklärt werden, viel-
leicht aber hieß der vf. der legende: Heinrich Fridewerch, und
auch der vf. der Ritterschaft trägt den namen H. v. Freiberg
möglicherweise zu unrecht.
Heinrich von Neustadt, (vgl. auch nr. 104,12 ff.)
62. R. W. Pettengill, The source of an episode in Hein-
richs von Neustadt Apollonius. JEGPhil. 13,45 — 50. — zu der
episode vom Zweikampf zwischen Flordelise und Silvian (Ap.
19 856 — 20 346), wozu Singer auf die chronik von Bern verwiesen
hat, weist P. weitere parallelen nach aus dem bair. rechtsbuch
Ruprechts von Freisingen von 1332, dem Augsburger stadtrecht
von 1276 einer hs. zu Wolffenbüttel, und einer dissertation des
18. jahrhs. von Ephraim Gerhard (diese m. e, ohne quellenwert),
er vermutet, daß H. v. N. derartige rechtsbestimmungen gekannt
hat. — woher stammen aber diese rechtlichen bestimmungen? (vgl.
auch Grimm, Rechtsaltertümer 2,593.)
Heinrich von dem Türlin. 63. Erich Gülzow, Zur stil-
kunde der Krone Heinrichs von dem Türlin (Teutonia, heft 18).
Leipzig, H. Haessel. XXIV,248 s. — volldruck der Jsb. 1913,
7,61 besprochenen dissertation. — aus dem gebiet der Wortwahl
kommen die volksepischen Wörter und die bei H. sehr zahlreichen
fremdwörter zur besprechung. daran schließen sich Untersuchungen
über den gebrauch des pronomens (pleonasmus und ersparung), der
negation (Umschreibung und Verstärkung derselben), der verbal-
umschreibungen, der Verbindung von Substantiv und genitiv, der
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 9
130 VII. Mittelhochdeutsch.
"wortpaarung, der metaphern und vergleiche, endlich ein kapiteF
über das hervortreten der persönlichkeit des dichters in allerhand
subjektiven äußerungen, durch die der gang der erzählung unter-
brochen oder modifiziert wird. Heinrich ist in seinem stil ein epigone
aus dem beginn des Verfalls höfischer epik. charakteristisch ist
eine typische formelhaftigkeit, deren demente teils die alten volks-
epischen Stilerscheinungen sind teils die von den großen epikern.
ausgebildeten und bevorzugten stilformen, die nun von den nach-
folgern nachgeahmt und, wie etwa die Verbindung von Substantiv
und genitiv, in der geblümten rede auf die spitze getrieben werden.,
von den höfischen epikern ist für Heinrich das hauptsächlichste
Vorbild. Hartmann von Aue, daneben hat er volkstümliche stil-
eigenheiten wohl durch Wolframs einfluß übernommen, dem er
auch anderes verdankt. Gottfried hat er jedenfalls nicht direkt
benutzt, die Verwendung der bilder und metaphern läßt schließen,
daß H., wie schon Singer angenommen hat, ursprünglich nur die
bis zu V. 13 900 reichende geschichte aus dem leben des jungen
Artus erzählen wollte, während er diesen teil des werkes mit
bilderschmuck reichlich ausstattete, hat er solchen in der später
hinzugefügten erzählung von Gaweins abenteuern sehr sparsam
verwendet. — im anhang (s. 228 — 248) stellt G. eigene und
fremde Verbesserungen zu Scholls text zusammen.
Heinrich TOn Teldecke. 64. Olga Gogala di Leesthal,
Studien über Veldeckes Eneide (= Acta germanica, hrsg. von
R. Henning, neue reihe, heft 5). Berlin, Mayer und Müller.
164 s. — auf grund einer vergleichung der Eneide mit Veldeckes
vorläge wird versucht, festzustellen, welche züge höfischer tendenz
und kultur sich bei Veldecke unabhängig von seiner quelle finden,
so soll gezeigt werden, wie weit etwa die höfische kultur schon
sein und seiner zeit eigentum geworden war. ebenso wird ge-
gesammelt, was er von seiner eigenen nationalen und künstle-
rischen eigenart in die erzählung hineinlegt.
Hugo von Trimberg. 65. Joh. Iwer, Zur moduslehre
des Renners, diss. Tübingen 1914. 74 s. — die Verdrängung
des konjunktivs durch den Indikativ ist im Renner schon ziemlich
vorgeschritten, die fälle, in denen der konjunktiv noch durchaus
nach mhd. weise angewendet wird, sind beschränkt auf die ver-
gleichungssätze mit e denne und die konzessivsätze mit alein. in
manchen Sätzen herrscht schwanken; bedingungs- und konzessiv-
sätze zeigen am stärksten schon die annäherung an den nhd.
modusgebrauch, der einfluß des hauptsatzes auf den modus des
nebensatzes (modale assimilation und konjunktiv nach uegation)
spielt im Renner nur eine geringe rolle.
VII. B. Denkmäler. 131
GG. Hugo von Trimberg, Lateinische werke: 2. Solse-
quium, hrsg. von E. Seemann (Rlünchener texte, hrsg. von Friedr.
Wilhelm, heft 9). München, G. D. W. Callwey.
Kla^e. 67. Kurt Getzuhn, Untersuchungen zum Sprach-
gebrauch und Wortschatz der Klage (Germanistische arbeiten, hrsg.
von G. Baesecke, 2). Heidelberg, C. Winter. XIII,171 s, 5 m.
— ausführliche darlegung des für Stiluntersuchungen wichtigen
laaterials an formein (traditionellen ausdrucksformen, poetischen
stilformen, syntaktischen en^cheinungen, traditionellen reimen) und
werten (adjektiven, Substantiven, verben) in der Klage unter ver-
^leichnng mit den erscheinungen in der sonstigen zeitgenössischen
oder voraufgehenden epik, besonders auch im Nibelungenlied, für
den Wortschatz drei große tabeüen für das vorkommen der ein-
zelnen adjektiva, substantiva und verba mit den entsprechenden
zahlen für Nibelungenlied, Wolfram, Gottfried und Hartmanns
1 wein.
Kourad von Hcimesfurt. G8. C. v. Kraus, Aus Konrads
von Heimesfurt Mariae himmelfahrt. ZfdA. 55,296 — 298.
pergamentblatt des 15. jahrhs. in Wiener Privatbesitz, mit dem
fragment D zu derselben hs. gehörend und direkt daran an-
schließend mit vers 192 — 283. abdruck des fragments.
Kudrun. 69. Kudrun, hrsg. von B, Sijmons. 2. ver-
besserte aufläge. (Altdeutsche textbibliothek 5.) CXI,343 s. 4 40 m
70. Leonhard Schmidt, Gudrun. 2. aufl. Wittenberg
ß. Herrose. 98 s. mit 13 abb. 1,60 m. — umdichtung der k'
in neun gesängen verschiedenen versmasses.
Makkabäer. s. oben nr. 15.
Nibelungenlied, (s. auch nr. 104,20.)
71. J. Janko, Nova badäni o hlavnich zjevech starSi lite-
ratury n^mecke, III (Neue forschungen über die haupterscheinungen
der älteren deutschen literatur). cMF. 3,226 — 232. Tschechisch
bericht über arbeiten das Nibelungenlied und die Klao-e betreffend
72. Hermann Fischer, Über die entstehung des Nibelungen-
liedes. Sitz.-ber. d. kgl. bayr. akad., philos.-philol. klasse 1914 7
32 s. — vf. untersucht den umfang des christlichen inhaltes des
Nibelungenliedes und vergleicht ihn mit dem in anderen dich-
tungen vorliegenden Verhältnis, auf grund davon kommt er zu
dem Schlüsse, das werk sei in geistlicher Umgebung entstanden
und für solche bestimmt gewesen, die erwähnung Passaus und
Pilgrims von Passau weise auf entstehung im bereiche des Passauer
hofes, der durch hervorhebung eines berühmten früheren inhabers
des bischofssitzes geehrt werden sollte. Passauer lokalkenntnis
deutet in derselben richtung. für die datierung wichtig ist nach
9*
132 ^'11- Mittelhochdeutsch.
F. die neiiuung des alten biscbofs von Speyer, in welchem er mit
Schönbach Konrad von Scharf enberg, bischof von 1200 — 1224 er-
blickt, dieser traf im jähre 1200 auf dem hoftag zu Nürnberg
mit Wolfgang von Ellenbrechtskirchen, bischof von Passau, zu-
sammen; damit bringt F. seine nennung im liede zusammen, er
kommt also zu einer recht sjnlten datierung des Nibelungenliede^;,
die auch wegen des Verhältnisses zu Wolframs Parzival schwierig
ist: er ist genötigt anzunehmen, daß Äzagouc und Zazamanc aus
dem Parzival stammen, während ßumolt aus dem Nibelungenlied
stammen müßte, das ergäbe entstehung zwischen 1200 und 1204,
doch hält F. es für möglich, daß auch Wolfram und der Nibe-
lungendichter im jähre 1200 in Nürnberg anwesend waren und
diese persönliche berührung ihnen gegenseitig die kenntnis der
oben genannten einzelheiten verschaffte. — zur liedertheorie stellt
vf. sich auf einen vermittelnden Standpunkt, einige einzellieder
müsse der dichter gekannt und benutzt haben — einige anfange
■will F. wiedererkennen — , aber es brauchen nicht viele zu sein,
sie sind nicht zu einem epos zusammengearbeitet worden, sondern
haben nur im dichter den entschluß zum reifen gebracht, aus dem
allgemein bekannten sagenstoff ein epos zu schaffen.
73. Rud. Much, Rüdiger von Pechlarn. Vortrag. Wien,
A. Holder. — nicht geliefert.
74. Karl Christ, Die beziehungen der Nibelungen zum
Rhein und Odenwald. Mannheimer gesch.-blätter 15,79 — 91.
75. Hermann Patzig, Die Verbindung der Sigfrids- und
der Burgundensage. Dortmund, Ruhfus. 49 s. 1,20 m.
76. Adrian, Das Nibelungenlied in moderner erneuerung.
Lichtenrade, Ruhland. 159 s. — freie nachdichtung. — bespr.
von E. Bergmann, Cbl. 65, schöne literatur s. 183.
Oswald. 77. Karl Helm, Beiti-äge zur Überlieferung und
kritik des W^iener Oswald. PBB. 40,1 — 47. — eine neu aufge-
fundene hs. des Wiener Oswald aus Dessau (D) wird kollationiert
und in ihrem Verhältnis zu den beiden von Baesecke benutzton
hss. bestimmt, sie geht mit der hs. 0 auf eine gemeinsame vor-
läge (*D0) zurück, hat aber daneben bei einzelnen stellen eine
zweite vorläge zu rate gezogen, die zur hs. W. stimmt, die l^s.
hat zwar zahlreiche fehler, an einigen stellen überliefert sie aber
als einzige das richtige, sie hat auch den in 0 fehlenden schluß
und zwar zum teil besser als W bewahrt, s. 40 — 47 besserungen
zu Baeseckes text; vgl. besonders die bemerkungen zu den versen
246 ff. 512. 570. 770 f. 928. 1015 ff. 1050 ff. 1142 f. 1232.
1285 f. 1382. 1389 f. 1396 ff.
Oswald der Schreiber, 78. Eugen Czinkotszky (Cz.
Jenö), Die deutsche verserzäblung Oswalds des Schreibers aus
VJI. B. Denkmäler. 133
Königsberg (Ujbänya) in Ungarn (XIV. Jahrb.). Arbeiten zur
«leutscben pbilologie, hrsg. v. G. Petz, J. Bleyer, H. Schmidt,
lieft 9. Budapest, Ferd. Pfeifer. 60 s. 2,50 kr. — Ungarisch,
ein kurzer deutscher auszug ist beigegeben, danach behaudehi
kap. 1 und 2 die sage vom priester Johannes und die deutsche
Kaisersage, kap. 3 — G das gedieht Oswalds, seine spräche und
heimat. Oswald war Schreiber zu Königsberg in Ungarn, dort
hat er gegen ende des 14. jahrhs, .seine dichtung, in welcher die
beiden genannten sagen verbunden sind, abgefaßt. er ist der
erste nachweisbar in Ungarn geborene und dort wirkende deutsche
dichter.
Otto von Freising: (Laubacher Barlaam). s. oben nr. 15.
Ottoltars reimchronik. s. unten nr. 94.
Reimclirouik. 79. A. Tomsa, Die deutsche Übersetzung
der sog. Dalimilschen reimchronik und deren Verhältnis zur czechi-
schen vorläge. CMF. 4,229—238.
llother. (vgl. auch nr. 104,22.)
80. Otto Weisleder, Die spräche der Heidelberger hand-
schrift des könig Rother. diss. Greifswald. 112 s. — zur nach-
prüfung der von v, Bahder und Wiegand aufgestellten these,
daß in der Heidelberger Hotherhandschrift zwei Schreiber zu
unterscheiden seien, wird die äußere form und die spräche der
hs. genau untersucht und beschrieben, es werden in der schrift
tatsächlich einige auf zwei Schreiber deutende Verschiedenheiten
festgestellt. (Zusammenfassung s. 27 f.) ebenso zeigt die spräche
eine reihe nicht sehr tiefgehender aber deutlicher unterschiede,
welche vielleicht, worüber vf. sich nicht äußert, den Schluß er-
lauben, daß der zweite Schreiber etwas südlicher zu hause ist als
der erste, die grenze zwischen den beiden Schreibern liegt auf
blatt 42,2 der handschrift.
Rudolf von Ems. 81. J. Schatz, Die bruchstücke der
Stamser hs. der weltchronik Rudolfs von Ems. Zs. d. Ferdinan-
deums 3. folge, 58.445 — 453. — außer den früher bekannten
bruchstücken sind noch einige weitere aufgefunden worden. Schatz
gibt eine aufzählung und iuhaltsangabe aller nun bekannten stücke
in der reihenfolge, in welcher sie ursprünglich mutmaßlich standen,
es sind im ganzen die reste von 28 blättern, zerstreut in Berlin
(Kgl. bibliothek), Innsbruck (Universitätsbibliothek und Ferdinan-
deum) und Stams. einige sind zur zeit unauffindbar.
82. Otto Wegner, Reimwörterbuch zur weltchronik Rudolfs
von Ems. diss. Greifswald. 13G s. — auf grund der ausgäbe
von Ehrismann (Deutsche texte des MA. xx); die reime in gramma-
tisches Mittelhochdeutsch übertragen, in streng alphabetischer an-
134 VII. Mitlelhoclideutsch.
Ordnung, die reime von sechs iuterpolationen sind in den anhang
verwiesen.
Sieben weise meister. 83. Isabella Massey, Text und
quellenstudien zu dem anonymen mittelhoclideutschen gedieht von
den sieben weisen meistern, diss. Marburg. 71 s. — außer den
trüber bekannten hss. des gedichtes (Berlin, Erlangen, Hamburg)
ist eine vierte zu Donaueschingen erhalten, ihre spräche wird vom
vf. beschrieben, sie ist schwäbisch, die hs. geht mit der Ham-
burger auf gemeinsame vorläge zurück; ihr kritischer wert ibt
also gering, zumal ihr text zum teil auch sehr verstümmelt ist. —
Paschkes aufstellung, Hans von Bühel habe das anonyme gedieht
benutzt, ist nicht haltbar, da Bühel nach seiner eigenen angäbe
auf eine deutsche prosa zurückgeht, die dieser prosa zugrunde
liegende lateinische fassuug, gruppe B^, C, Mg, W der Historia
Septem sapientium, kann nicht die vorläge des anonymen gedichtes
gewesen sein, dessen vorläge ist unbekannt, auch der Göttinger
druck, auf den Paschke hinwies, und die hs. J kommen als quellen
nicht in betracht. — das schlußkapitel gibt als proben eines kriti-
schen textes die abschnitte 59,5 — 62,6 und 74,1 — 80,8.
Stricker. 84. Joh. Brückner, Betrachtungen zum pfaffeu
Amis des Strickers, progr. Bautzen. 30 s. — I. inhaltsangabo
der zwölf schwanke. II. allerhand sprachliches: über die breit o
der ausdrucksweise, die bilder, die rolle der zahl 6, geldbezeich-
nungen, beteuerungen, gebrauch der worte niuot, sin, lip und maerc.
Übeles weib. 85. Anton Wallner, Zu dem schwank von
der bösen frau. PBB. 40,137 — 145. — textkritisches, an die
editio princeps und an Schröders neuausgabe (vgl. Jsb. 1913,7,95)
anknüpfend, vf. vermutet, daß der dichter der Warnung den
schwank gekannt hat, da die ehepredigt v. 1043 ff. einseitig das
zusammenleben mit einem weiblichen unhold in betracht zieht.
Ulrich von Eschenbacli. 86. Hans Paul, Die Dessauer
hs. des Wilhelm von Wenden von Ulrich von Eschenbach. ZfdA.
55,349 — 372. — die im jähre 1422 geschriebene Dessauer hs.
steht der bisher allein bekannten Hannoverer hs. (h) sehr nahe;
P. stellt alle abweichungen zusammen, wichtig ist sie aber, weil
sie die blattlücken in h (einleitung und neun lücken im innern)
ersetzt: diese neuen stücke werden von P. vollständig abgedruckt.
87. Hans Paul, Ulrich von Eschenbach und seine Alexau-
dreis. 166 s. Berlin, E. Ehering. 4 m.
Ulrich von Lichtenstein. 88. Wilhelm Lucas, Das ad-
jektiv bei Ulrich von Lichtenstein, diss. Greifswald. 117 s. —
für U.'s frauendienst wird der gebrauch der einzelnen adjektiva,
dann der adjektivgruppen ausführlich statistisch dargelegt: U. ver-
wendet das adjektiv ziemlich oft (auf je 3 verse eines, gegen 4 verso
VII. B. Denkmäler. 135
bei Wolfram und 5 verse bei Gottfried), hat aber keine große ab-
wechslnng. die adjektivgruppen erreichen bis zu 7 glieder. in
der Schilderung des zweiten minnedienstes treten mehr adjektiva
auf als in der des ersten, auch einige vorher nicht belegte, eine
folge der Irrealität des zweiten dienstes. — im anhang werden
kurz die entsprechenden Zusammenstellungen für das adjektivum
im frauenbuch gegeben.
Ulrich von Zazikhoven. 89. Oskar Hannink, Vorstudien
zu einer neuausgabe des Lanzelet von Ulrich von Zazikhoven. diss.
Göttingen 1914. 79 s. — beschreibung der handschriften und
ihrer sprachlichen eigentümlichkeiten. dann darstellung der spräche
Ulrichs nach seinen reimen, im anhang bemerkungen zum text,
die hoffentlich nicht als er s atz für die nach dem titel zu er-
wartende neuausgabe gelten sollen.
90. John L. Campion, Zu Ulrichs Lanzelet 4720 ff. MLN.
29,86 — 87. — streicht ir v. 4722 und liest 4723 müeze. zum ge-
danken der stelle wird Veldecke MF. 67,33 f. und Eilhart 7417
verglichen.
Täterbuch. 91. Das Väter buch, aus der Leipziger, Hildes-
lieimer und Straßburger handschrift hrsg. von K. Reissenb erger.
mit drei tafeln in lichtdruck. (Deutsche texte des mittelalters,
hrsg. von der kgl. preuß. akad. d. Wissenschaften, bd. 22.) Berlin,
Weidmann. XXVIII,643 s. 23 m. — die in bekannter weise
eingerichtete ausgäbe bespricht in der einleitung kurz die an das
Väterbuch anknüpfenden fragen auf grund der vorhandenen Lite-
ratur, in der heimatfrage entscheidet vf. sich aus sprachlichen
gründen für den Mittelrhein (s. IX). die schon früher mehrfach
ausgesprochene ansieht, daß das Väterbuch dem Passional voraus-
gegangen sei, ist zwar im allgemeinen, aber nicht vollständig
richtig, es muß begonnen worden sein, ehe die Legenda aurea
fertig war (so auch Hohmann s. 82) und ist auch großenteils da-
mals, also vor dem Passional, niedergeschrieben worden, eine
längere pause ist aber wohl vor vers 27 569 anzusetzen und die
verse 33460 ff. hat der dichter, wie R. überzeugend feststellt, sicher
in hohem alter geschrieben, so daß es ausgeschlossen ist, daß er nach-
her noch das ganze Passional geschrieben hat. — der text folgt
der guten alten Leipziger hs. (A) soweit sie reicht, dann der
Hildesheimer (K) bis zu deren ende (v. 39348); der Schluß und
<3as in K fehlende ist nach der Straßburger hs. gegeben, diese
vollständigste aller handschriften ganz zugrunde zu legen, hat E..
mit recht unterlassen, da sie sowohl dem alter als der spräche
nach sich weiter vom original entfernt als die beiden anderen
handschriften. kleine lücken, die noch blieben, sind aus der
Xönigsberger hs. 900 (F) und der Hamburger hs. (Q) ergänzt.
136 VII, Mittelhochdeutsch.
Vridaiie. 92. Osw. v. Zingerle, Treidanks grabmal in
Treviso. Leipzig, Dyksche buchhandlung. 102 s. 3,50 m. —
die frage, ob der zu Treviso begrabene Freidank wirklich der
dichter der bescheidenheit sei, wird von Z. verneint, die kritische
Untersuchung zeigt, daß das von Hartmann Schedel erwähnte
grab nur am dom gewesen sein kann, daß es aber sehr wenig
wahrscheinlich sei, daß einem landfremden bürgerlicher abkunft ein
grab an der mauer der hauptkirche zugestanden wui'de. deshalb
ist anzunehmen, daß ein anderer Treidank hier begraben ist, wahr-
scheinlich ein Tiroler, vielleicht der im jähre 1310 zum letzten mal
urkundlich bezeugte pfarrer Gerold Freidank, kaplan der herren
von Taufers, die mit zwei Friaulischen adelsfamilien und den
grafen von Görz in verwandtschaftlichen beziehungen standen.^
die Schrift enthält s. 43 ff. wertvolle nachweise über das häufige
vorkommen des namens Freidank in Tirol, s. 63 ff. Urkundenbelege
für die vielfachen beziehungen tiroler dynasten und bischöfe zu den
oberitalischen städten, s. 79 ebensolche belege aus den Raitbüchern
für den umfang des handelsverkehrs zwischen Italien und Tirol.
Werner der Gärtner. 93. Martin H. Haertel, Social
conditions in Southern Bavaria in the thirteenth Century, as shown
in Meier Helmbrecht. transactions of the Wisconsin acad. of
sciences, arts and lettres XVII, II, s. 1057 — 1072. — Zusammen-
stellung der für die darstellung des bauern, des ritters und des
sozialen lebens (religion, erziehung, hochzeit, gericht, geschäft)
wichtigen züge aus dem Meier Helmbrecht; nichts neues bietend
94. Ludwig Pfannmüller, Nu ziio des der neue si! ZfdA
55,278 — 284. — die Wendung ist einmal im Meier Helmbrecht
und dreimal in Ottokars reimchronik belegt. an allen stellen
handelt es sich um eine preisgäbe durch verwandte; Pf. erklärt
die werte deshalb als eine formel der entsippung. der Wortlaut
selbst stammt vielleicht aus der darstellung eines bestimmten einzel-
falles, ist hier zuerst stilisiert worden und dann zur redensart
abgeblaßt, so daß wir es weniger mit einer formel als mit einer
art von zitat zu tun hätten.
Wirnt von Grafenberg. 95. C. von Kraus, Aus Wirnts
Wigalois. ZfdA. 55,298 — 301. — pergamentblatt des 14. jahrhs.
in Wiener Privatbesitz, zu derselben hs. wie das Heinrichauer
fragment gehörend, enthält die verse 81,12 — 84,13. abdruck des
blattes. — beigegeben ist ein Verzeichnis aller bekannten hss. und
bruchstücke des gedichts.
96. Laura Greulich, Reimstudien zu Wirnt von Grafen-
berg, diss. Heidelberg, VIII,75 s. — laut- und formenlehre
werden auf grund der reime ausführlich dargestellt, ebenso dana
VII. B. Denkmäler. 137
die technik des reims: klingende und rührende reime, wortmaterial
im reim, traditionelle* reime und flickreime, die Untersuchungen
ergeben Verschiedenheiten zwischen den einzelnen teilen des werkes,
wodurch die schon bekannte tatsache, daß der dichter anfangs
unter Hartmanns, später unter Wolframs einfluß steht, neu be-
stätigt wird, in besonders hohem maße zeigt sich Wolframs ein-
fluß etwa im letzten sechstel des werkes, wo ganz neue Wolfram-
sche reimworte auftreten, die substantiva im reim nehmen zu usw.
als grund dieser erscheinung betrachtet vf. eine arbeitspause vor
diesem teil, in welcher Wirnt sich aufs neue in den Parzival ver-
tiefte, so daß er dann den Schluß seines werkes unter dem frischen
eindruck des gelesenen niederschrieb.
Wolfram von Escheulbach. 97. K. J. Benzinger, Parzival
in der deutschen handschriftenillustration des mittelalters. Straß-
burg, Heitz. (Studien zur deutschen kunstgeschichte 175.) 60 8.
mit 41 tafeln. 12 m.
98. C. Pschmadt, Jeschute. ZfdA. 55,63 — 75. — setzt tii©
begegnung Parzivals mit Jeschute im zeit in beziehung zu der
hindenfeesage (diss. des vfs. 'die sage von der verfolgten binde'.
Greifswald 1911) unter anziehung der verschiedenen Versionen des
Parzivalkreises : 'eine hindenfeesage schloß einst P's. jugendleben
im walde ab, später drang die ritterepisode in die erste version
ein und durchbrach den Zusammenhang; hierdurch verlor die hirsch-
jagd viel von ihrem abenteuerlichen charakter, während die feen-
liebschaft als erstes erlebnis des ausziehenden knaben besser er-
halten blieb'.
99. C. ß. Hohberger, Die entstehungsgeschichte von Wag-
ners 'Parsifal' auf philologisch-historischer grundlage. Greifswalder
diss. Leipzig, Mayer. 186 s. — in einem ersten abschnitt 'die
dichtungsweise Wagners' (s. 1 — 18) werden Wagners ziemlich ver-
ständnislose urteile über Wolframs dichtung kritiklos zusammen-
getragen, auch spätere bezugnahmen sind ohne belang, die 'philo-
logisch-historische' arbeit beschränkt sich auf eine eingehende
vergleichung des ursprünglichen prosaentwurfs Wagners mit der
vollendeten dichtung. auffällig sind die vielen druckfehler, Wieder-
holungen und auch nachlässigkeiten wie 'gangen' für 'giengen'
(s. 21). vf. kennt (s. 25) keine schrift, die sich mit dem drama-
tischen auf bau des 'Parsifal' beschäftigt; ich darf dazu an meinen
aufsatz 'Parsifal und Parzival' in den Preuß. jahrb. 50,46 ff. ei'-
innern.
100. J. Dostal, Die heimat der Gralsage. Stellungnahme
zu den letzten hypothesen. progr. Kremsier. 25 s.
101. V. Junk, Gralsage und Graldichtung des ma's. 2. aufl.
Wien 1912. (Wiener sitz.-ber. 168,4.) — vgl. Jsb. 1911,7,90. — .
138 VII. Mittelhochdeutsch.
P. Hagen, ZfdPb. 46,109 — 114 erkennt an, daß vf. den Zusammen-
hang des Perounikmärchens mit der Parzivalsage aufgedeckt aber
nicht bewiesen hat, daß die Gralsage aus dieser abzuleiten und
mit ihr von anfang an untrennbar verbunden gewesen sei.
101a. A. Kluyver, Lapsit exillis. ZfdWortf. 15,217— 220.
— die früheren deutungen der Parzivalstelle 469,7 sind bei Blöte,
ZfdA. 47,101 — 124 verzeichnet. 1909 hat Iselin, der morgen-
läudische Ursprung der grallegende, s. 52 an lapis berillis gedacht,
vf. denkt an ein verschriebenes lapis-textillis aus gr. ^eOKeXog
'wunderbar'. die entwicklung der lautform wird des näheren
verfolgt.
102. Beurteilungen früher besprochener werke: 1. J. L.
Boyseu, Über den gebrauch des genetivs in den epen Wolframs
1910,7,80: Litbl. 1914,145—147 von 0. Behaghel mit aus-
stellungen an der formalen behandlung. — 2. S. A. Bacon, The
source of Wolframs Willebalm 1910,7,97: AfdA. 36,145 — 147 von
J. F. D. Blöte; Litbl. 35,109 von K. Helm; ZfdPh. 45,303—304
von A. Leitzmann (sorgfältige forschung und im wesentlichen
richtige ergebnisse überall anerkannt).
Wunderer. 103. Heinrich Hempel, Untersuchungen zum
Wunderer, diss. Halle. VIII,102 s. — das original des Wun-
derers war eine reimpaarfassung, nur erhalten in den bearbeitungen
der fragmente L (um 1300) und K (14. jahrh.). eine strophische
fassung *Y brachte starke inhaltliche erweiterungen hinzu; auf sie
geht H^ und weiter meistersingerisch bearbeitet *h, die vorläge
Xaspars von der Rhön zurück, das fastnachtspiel steht der strophi-
schen fassung nahe, muß aber auch eine reimpaarfassung (L?) be-
nutzt haben, die Stellung von F genau festzulegen, ist vf. noch
nicht geglückt, der romanhafte einschlag des Wunderers beruht
auf starker atflehnung an den Wigamnr. trotz einiger Uneben-
heiten wird man doch diesen einfluß schon für das original an-
nehmen müssen, die drei gnaden werden vom vf. mit recht als
litfrarisch entlehnte märchenzüge ohne allegorischen oder alt-
mythischen iühalt betrachtet, ebenso ist frau Saide eine märchen-
figur geworden; ihres höfischen wesens ist sie entkleidet, das
gedieht ist als willkürliche neubildung zur Dietrichsage aus den
traditionen des volksepos geschaffen, sein kern, das verfolgungs-
motiv stammt aus der volkssage. — das Verhältnis des Wunderers
zur Vasoltepisode des Eckenliedes beurteilt H. folgendermaßen:
die Vasoltzene des Eckenliedes sei nach dem vorbild des Wunderers
entstanden; die kämpf Schilderung in W. gehe aber wohl auf eine
ältere fassung des Eckenliedes (ohne die Vasoltszene) zurück; die
breitere ausmalung des kampfes im text H sei dann wieder unter
neuer anlehnung an das Eckenlied geschehen, ist das Verhältnis
VII. B. Denkmäler. 13!^
in der angegebenen weise richtig, so muß der Wunderer, da die
Vasol' Szene schon in der fassung HD des Eckenliedes steht, vor
1250 geschrieben sein.
104. Besprechungen früher erschienener werke: l.Der
P'oße Alexander, hnsg. von G. Guth (vgl. Jsb. 1908,7,43; 1909,
7,16; 1912,7,121[1]); bespr. von Gust. Ehrismann, Litbl. 35,
109 — 110. — 2. Priester Arnolds gedieht von der siebenzahl,
hrsg. von H. Polzer van Kol (vgl. Jsb. 1913,7,39); bespr. von
F. Piquet, Rev. germ. 10,381. — 3. Bruno Wiesotzky, Unter-
suchungen über das mhd. 'buch der rügen' (vgl. Jsb. 1911,7,33;
1913,7,llla[l]); bespr. von W. Ziesemer, DLz. 35,98—99; von
K. Helm, Litbl. 35,279—280.-4. Otto Mordhorst, Egen von
Bamberg und 'die geblümte rede' (vgl. Jsb. 1911,7,38); bespr. von
K. Helm, Litbl. 35,328 f. — 5, Bruchstücke von Konrad Flecks
Floire und Blancheflür, hrsg. von Karl Rischen (vgl. Jsb. 1913,
7,49); bespr. von Er. Gierach, DLz. 35,2078—2080; von
F. Piquet, Rev. germ. 10,397; von , Cbl. 65,198. —
6. Kui't Burchardt, Das mhd. gedieht von der frauentreue (vgl.
Jsb. 1911,7,44); bespr. von K. Helm, Litbl. 35,147. — 7. F. Bult-
haupt, Milstäter Genesis und Exodus (vgl. Jsb. 1912,7,51; 1913,
7,112[6]); bespr. von 0. Behaghel, Litbl. 35,381—382. — 8. Ger-
trude Schöp perle, Tristan and Isolt (vgl. Jsb. 1913,18,87); bespr.
von W. Golther,DLz. 35,669—674; von W. A. Nitze, JEGPhil.
13,444 — 449. — 9. Hartmann v. Aue, Der Arme Heinrich, hr.-g.
von E. Gierach (vgl. Jsb. 1913,7,55); bespr. von H. König,
NSpr. 22,422; von F. Piquet, Rev. crit. 76,513. — 10. G.Rie-
mer, Wörterbuch und reimverzeichnis zu dem Armen Heinrich
Hartmanns von Aue (vgl. Jsb. 1912,7,61; 1913,7,1 12[8]); bespr.
von B. J. Vos, MLN. 29,25—27. — 11. Ludw. Pfannmüller,
Die vier i'edaktionen der heidin (vgl. Jsb. 1911,7,55; 1912,7,
121[8]); bespr. von K. Helm, Litbl. 35,195—196. — 12. A. Bock-
hoff u. S. Singer, Heinrichs von Neustadt Apollonius von Tyr-
land und ^eine quellen (vgl. Jsb. 1911,7,56; 1912,7, 121[10]); bespr.
von K. Helm, Litbl. 34,362—364; von A. L. Stiefel, Zs. f.
roman. phil. 38,381 f. — 13. M. Marti, Gottes zukunft von Heinrich
von Neustadt (vgl. Jsb. 1911,7,57; 1912,7,121[11]; 1913,7,112[11]);
bespr. von K. Helm, Litbl. 34,362—364. — 14. M. Geiger, Die
Visio Philiberti des Heinrich von Neustadt (vgl, Jsb. 1912,7,68;
1913,7, 112[12]); bespr. von Ant. W^allner, ZföG. 65,1098—1100;
von K. Helm, Litbl. 34,364. — 15. Helwigs märe vom heiligen
kreuz, hrsg. von P. Heymann (vgl. Jsb. 1908,7,73); bespr. von
G. Ehrismann, ZfdPh. 45,305—306. — 16. W. Buske, Die
mhd. novelle 'Das rädlein' des Johann von Freiberg (vgl. Jsb.
1912,7,76); bespr. von W. Richter, Archiv 131,243. — 17. Aug.
140 VII. Mittelhochdeutsch.
Walsch, Das (/t'-präi'ix in verbalen kompositionen in Konrads von
Würzburg 'Engelhard und Engeltrud' (vgl. Jsb. 1912,7,82; 1918^
7,112[15]); bespr. von Thedieck, Idg. anz. 33,G7— 68. — 18. Die
lilie, hrsg. von P. Wüst (vgl. Jsb. 1910,7,5G; 1911,7,99[ü]); bespr.
von J. A. Frantzen, Museum 21,137—141. — 19. Erich Mai,
Das mhd. gedieht vom mönch Felix (vgl. Jsb. 1912,7,80; 1913^
7,112[16]); bespr. von F. Burckhardt, Cbl. 65,1145; von G. Gro-
maire, Le moyen äge 17; von F. Behrend, Zt'Vk. 24,102. —
20. Jos. Körner, Nibelungenforschungen der deutschen romantik
(vgl Jsb. 1911,7,70; 1912,7, 121[7]; 1913,7,1 12[18]); bespr. von
K. Helm, Litbl. 35,194—195. — 21. C. v. Kraus, Der heilige
Georg Reinbots von Durne (vgl. Jsb. 1907,7,122; 1910,7,98);
bespr. von G. Rosenhagen, ZfdPh. 45,496—504. — 22. Franz
Pogatscher, Zur entstehungsgeschichte des mhd. gedichts vom
König Rother (vgl. Jsb. 1913,7,88); bespr. von G. Baesecke,.
DLz. 35,1062—1064. — 23. H. Niewöhner, Der Sperber und
verwandte mhd. novellen (vgl. Jsb. 1913,7,92); bespr. vonW. Rich-
ter, Archiv 131,243—244. — 24. Wilh. Stehmann, Die mluL
novelle vom Studentenabenteuer (vgl. Jsb. 1909,7,107: 1907,7,,
89[13]; 1911,7,99[11]; 1913,7,112[27]); bespr. von K. Euling,
DLz. 35,416—420. — 25. Fr. Ranke, Sprache und stil im
Wälschen gast des Thomasin von Circlaria (vgl. Jsb. 1908,7,118);
bespr. von G. Ehrismann, ZfdPh. 45,312—316. — 26. H Maync,
Die altdeutschen fragmente von könig Tirol und Fridebrant (v<:l.
Jsb. 1910,7,73; 1912,7, 121[25}; bespr. von H. König, NSpr. 22,
421—422; von G. Baesecke, AfdA. 37,26— 34; von W.Nickel,
Archiv 121,241 — 242. — 27. Zwei altdeutsche schwanke: Die
böse frau. Der weinschwelg, hrsg. von Edw. Schroeder (vgl.
Jsb. 1913,7,95); bespr. v. L. Pfannmüller, DLz. 35,1256— 1258.
— 28. Eberh. K. Busse, Ulrich von Türheim (vgl. Jsb. 1913,
7,97); bespr. von Er. Gierach, DLz. 35,2184—2185; von
W.Richter, Archiv 132— 235. — 29. Max Päpke, Das Marien-
leben des Schweizers Wernher (vgl. Jsb. 1913,7,102); bespr. von
A. Schmeck, LitRundschau 40,435 — 436. — 30. H. Schneider,
Die gedichte und die sage von Wolfdietrich (vgl. Jsb. 1913,7,103-
und 18,75); bespr. von W. v. Unwerth, ZfdPh. 46,115—119. —
31. Walt. Seehausen, Michel Wyssenherres gedieht 'Von dein
edeln hern von Bruneczwigk (vgl. Jsb. 1913,7,111); bespr. von,
W. Richter, Archiv 132,235—236.
hj Lyrik und spruclullchturuj (vgl. auch nr. IG — 19. 39 f. 44,6).
Fraueulob. (vgl. auch nr. 116,1.)
105. Kurt Plenio, Strophik von Frauenlobs Marienieich.
Beitr. 39,290 — 319, — über diese arbeit, in deren fußnoten auch
vir. B. Denkmäler. 141
wertvolle beiträte zur strophik und metrik anderer Minnesinger
enthalten sind, vgl. Jsb. 1913, 5B, 58.
Friedrich von Hausen. 106. M. H. Jellinek, Zu Minne-
sangs frühling. ZfdA. 55,372 — 377. — einige besserungen und
erklärungen zu Friedricli von Hausen (MSF. 50,35) und Rudolf
von Tenis (BISF. 80,17—24; 82,5—11. 26—28).
Hennan Damen, (vgl. auch oben nr. 17, \mten 116,2.)
107. Paul öchlupkoten, Herman Damen. Untersuchung
und neuausgabe seiner gedichte. diss. Marburg. 66 s. — die
arbeit ist gleichzeitig mit der von H. Onnes (vgl. Jsb. 1913,7,116)
und ohne kenntnis derselben erschienen, teildruck, enthaltend die
abschnitte über das leben, die reimsprache, die stilistische technik
und den text. vf. hat zwei Urkunden aus Rostock aufgefunden,
in welchen ein Herman Däraen genannt wird, und erblickt in diesem
gewiß mit recht den dichter, während 0. noch Brandenburgische
heimat angenommen hat (vgl. dazu auch Litbl. 35,384). der text
verdient an manchen stellen den Vorzug von dem bei 0. — voll-
druck der arbeit mit den weiteren kapiteln über den bau der ge-
dichte, kunstbegriffe und gelehrsamkeit, berührung mit anderen
Spruchdichtern, persönlichkeit und anmerkungen zu den gedichten
soll in den Gei'manistischen abhandlungen erscheinen.
Hermann von Salzburg. 108. Aug. Gebhardt und Elias
0 echsler. Die Windsheimer handschrift des liedes 'Von Sankt
Martins freuden'. ZfVk. 24,47 — 54. — eine erst dem anfang des
16. jahrhs. angehörende hs. des liedes, die aber einen guten text
bietet und stellenweise selbst vor den älteren handschriften den
Vorzug verdient.
Kürenberg. 109. R. M. Meyer, Kürenherges ivise. ZfdA.
55,337 — 348. — eine reihe wertvoller anregungen zur beurteilung
der literarhistorischen Stellung und bedeutung der Kürenberg-
strophe. vf. hebt hervor, daß dieselbe in der ausdrucksweise
episch gefärbt ist; ihr erfinder hat eine form geschaffen, die
noch fast epischen Charakter hat, aber durch eine 'nuance am
Schluß dem lyrischen prinzip entgegenkommt', für die entstehung
des Minnesangs ist nach M. überhaupt dieses moment wichtig: an-
lehnung der volkstümlichen lyrik an die ritterliche epik, unter
dem einfluß der provenzalischen kunst. — ein dichter K. braucht
nach M. nicht existiert zu haben, vielleicht ist K. nur der held einer
liebesgeschichte, die in dieser strophe abgefaßt war. zum Schlüsse
stellt M. die Vermutung auf, die Strophen stammten aus einem
epos, das die geschichte eines herrn von Kürenberg erzählt, und
versucht eine rekonstruktion des inhalts. an literarhistorischen
parallelen würde es nicht fehlen.
142 ^11- Mittelhochdeutsch.
Leuthold von Seveii. s. unten nr. 1 1 4.
Lupoid Homburg. 110. Konrad Zwierzina, Lupoid Hom-
burgs f^edichte, aus der festschrift des k. k. Erzherzog Rainer
real-gymnasiums in "Wien, aus anlaß seines fünfzig jähre andauern-
den bestaudes 18Ö4 — 1914. s 115 — 136. — von Lupoid Homburg
enthält die Würzburger hs. außer dem schon veröffentlichten ge-
dieht 'von allen singern' vier spruchgedichte, welche sich auf
ereignisse der jähre 1347 — 1848 beziehen. 1. die landpredigt,
VPi'anlaßt durch die plagen dieser und der vorhergehenden jähre,
eine poetische vorläuferin der laienpredigten der geißler des jahres
1349. 2. die rede von des reiches klage, ein lat. klage-
gedicht, das Rihnntiaun des Lupoid von Bebenburg, wurde von
Otto Baldemann im jähre 1841 übersetzt, diese Übersetzung hat
L. H. in sein gedieht, zum teil ohne es genau zu verstehn, auf-
genommen, sein eignes werk ist 1348 geschrieben. 8. der zunge
streit vom jähre 1348 gegen die Unterstützung des falschen
Waidemars durch kaiser Karl IV. 4. ehrenrede, eine leichen-
rede auf Konrad III. von Schlüsselberg, herbst 1347. Lupoid
hatte enge beziehungen zu Würzburg, seine werke sind nur durch
die Sammlung Michaels de Leone erhalten geblieben. — schließ-
lich wird das schon bekannte gedieht Von allen singern besprochen;
Zw. weist darauf hin, daß L's. urteile zum teil wirkliche kenntnis
der erwähnten dichter erkennen lassen, die reimstellung zeigt be-
reits meistersingerisch gekünstelte art: in Strophe I scheinbar
rührende reime und solche von ungleicher vokalqualität, in Wirk-
lichkeit ist alles korrekt, der dichter scheidet genau und will
offenbar ein beispiel geben für die Scheidung ungleicher laute in
identisch geschriebenen Worten; dies wird in Strophe I für e und e,
in II für i und i, in III für s und z durchgeführt. Zw. schlägt
für den reimscherz die bezeichnung 'differenzreim' vor.
Neidhart. 111. v. Kralik, Die tanzlieder Neidhards von
Reuen thal. Der Gral, jahrg. 1913/14.
Rätsel. 8. oben nr. 17.
Reinmar von Zweter. s. oben nr. 17.
Rudolf von Fenis. s. oben nr. 106.
Ulrich von Lichtenstein, s. oben nr. 89.
Volkslied, s. oben nr. 19. 40. 108.
Walther von der Vogelweide, (vgl. auch nr. 116,5 ff.)
112. Julius Goebel, Aus Rudolf Hildebrands nachlaß (zu
Walther von der Vogelweide). JEGPhil. 13,181—185. — Hilde-
brands nachlaß ist von der Stanford university vor jähren er-
worben worden, aus ihm gibt G. ein stück aus einem kollegien-
heft vom jähre 1870 heraus, enthaltend eine kurze Charakteristik
Walthers und seiner kunst.
VII. B. Denkmäler. 143
113, Starr Willard Cutting, Notes on Walther von der
Vogelweide. MPhil. 12,101 — 108.
114. J. W. Bruinier, Zu Walther 51,13: muget ir schoutven.
ZfdU. 28,159 — 160. — aufführung der gründe, welche Br. be-
stimmt haben, dies lied (mit J. Grimm, Wackernagel und Bartsch)
Walther abzusprechen und Leutold von Seven zuzuschreiben.
Zaubersprüche. 115. Adolf Ja coby. Der Bamberger Blut-
segen. ZfdA. 54,200 — 209. — nachweis, daß der Bamberger
Blutsegen auf christlich-orientalische quelle im evangelium infantiae
arabicum zurückgeht und nicht, wie Koegel und andere annahmen,
heidnisch-germanische grundlage (im ßaldermythus) hat. — über
das Verhältnis zum Straßburger Blutsegen und zum Longinussegen.
116. Besprechungen früher erschienener werke:
1. Ludw. Pfannmüller, Frauenlobs Marienieich (vgl. Jsb. 1913,
7,114); bespr. von F. Piquet, Eev. crit. 78,425 — 426; von
A. Schmeck, LitRundschau 40,337 — 338. — 2. Helena Onnes
De gedichten van Hermann der Damen (vgl, Jsb. 1913,7,117)
bespr. von K. Helm, Litbl. 35,383—384. — 3. Er. Juethe
Der Minnesänger Hiltbolt von Schwangau (vgl. Jsb. 1913,7,118)
bespr. von A. Hübner, Archiv 132,423—424. — 4, E, Pflug,
Suchensinn und seine dichtungen (vgl. Jsb. 1908,7,145); bespr
von G. Ehrismann, ZfdPh. 45,307— 309. — 5. ß. Wustmann
Walther von der Vogelweide (vgl. Jsb. 1912,7,129; 1913,7,124[2])
bespr. von H. Anz, Sokrates 2,47; von F. Ranke, ZfdPh. 46,
114 — 115. — 6. Max Nußberger, Walther von der Vogelweide
(vgl. Jsb. 1913,7,121); bespr. von H. Anz, Sokrates 2,45—46. —
7. H. Grauert, Magister Heinrich der poet (vgl. Jsb. 1912,7,135;
1913,7,124); bespr. von H. D., Anal. Bollandiana 32,344—347.
c) Drayna (vgl, auch oben nr, 20 — 25. 41).
117. Perd. Vetter, Das Tegernseer spiel vom Deutschen
kaisertum und vom antichrist, Münch. museum 2,279 — 333. —
Vetter setzt die entstehung des Spiels in die zeit der Vorbereitung
zum kreuzzug von 1190. überblick über die geschichte der idee
vom Weltkaisertum und antichrist und über die antichristspiele.
zur metrik stellt V. die these auf, daß in den dialogstellen des
Stückes zwei versarten verwendet sind: im ersten dialog herrsche
die trochäische vagantenzeile, im zweiten und dritten der jambische
Alexandriner, die lyrischen stellen haben ihre besonderen formen. —
ß. 313 — 333 Übersetzung des Spieles unter möglichst engem an-
achluß an die formen des Originals.
118. Besprechungen früher erschienener werke:
1. R. Höpfner, Untersuchungen zu dem Innsbrucker, Berliner
144 ^11- Mittelhoclideutsch.
und "Wiener osterspiel (vgl. Jsb. 1913,7,125); bespr. von F. Piquet,
Rev.germ, 10,382— 383; von N.C. Brooks, JEGPhil. 13,611—612.
— 2. Georg Dinges, Untersuchungen zum Donaueschinger passions-
«piel (vgl. Jsb. 1910,7,103; ]911,7,122[1]; 1912,7,140; 1913,7,
125[2]); bespr. von K. Helm, Litbl. 35,147 f.
d) Prosa (vgl. auch oben nr. 1. 8. 9. 26—28. 37. 42 f.).
Briefe. 119. Ernst Vogt, Ein drohbrief aus dem 14. Jahr-
hundert. AKultG. 12,229 — 230. — brief eines Mainzer beamten
in Thüringen an das Erzstift Mainz, schrift: mitte des 14. jahrhs.
genaue datierung fehlt.
Margarethe Ebner. 120. Ludwig Zopf, Die mystikerin
Margaretha Ebner (1291 — 1351). (= Beiträge zur kulturgeschichte
des mittelalters und der renaissance, hrsg. von W. Goetz, bd. 16.)
IX,177 s. 6 m. — nicht geliefert.
Eckhart. s. auch unten nr, 154,2.
121. Deutsche mystiker des 14. Jahrhunderts, hrsg. von
Franz Pfeiffer, unveränderter (anastatischer) neudruck der aus-
gäbe von 1857. Göttingen, Vandenhoeck und Ruprecht, bd. 2:
Meister Eckhart. XIV,687 s. 12 m.
122. Meister Eckhart, ausgewählt und übersetzt von Jos.
Bernhart (Deutsche mystiker III, Sammlung Kösel 77). Kempten,
J. Kösel. XI,201 s. Im. — nach einer einleitung in Eck-
harts gedankenweit, Übersetzung von neun predigten, zwei trak-
taten (reden der Unterweisung und buch der göttlichen tröstung),
einigen Sprüchen, vier Eckhartlegenden; endlich lateinischer und
deutscher text der verurteilten sätze Eckharts.
Gebete, (vgl. auch oben nr. 37.)
123. Eriedr. Wilhelm, Zu den Sankt Lambrechter gebeten.
Münchener museum 2,238. — die quellen zu diesen gebeten stehen
im gebetbuch von Muri.
Joh. Hartlieb. 124. Eugen Travnik, Über eine Raaber
hs. des Hartliebschen Alexanderbuches. Münchener museum 2,
211 — 221. — ausführliche beschreibung der hs., die Hirsch (vgl.
■Jsb. 1909,7,65) noch nicht kannte, vorwort und widmung fehlen,
die grundlage der spräche ist bairisch, doch zeigen sich zahlreiche
md. orthographische eigenheiten, im ganzen haben wir also das
sprachbild der kaiserlichen kanzlei gegen ende des 15. jahrhs.
125. Hans Poppen, Das Alexanderbuch Johann Hartliebs
und seine quelle, diss. Heidelberg. 80 s. — durch die auf-
findung der Pariser hs. (P) des lateinischen Alexanderromans ist
die zuletzt von Hirsch (vgl. Jsb. 1909,7,65) behandelte frage nach
YII. ß. Denkmäler. I45
Hartliebs quelle in ein neues Stadium getreten, der Pariser codex
stimmt in komposition und gesamtinhalt mit Hartlieb genau überein.
in einigen einzelheiten zeigt er freilich solche abweichungen von
Hartlieb, daß er selbst als quelle nicht in betracht kommen kann,
aber die enge Übereinstimmung in der gesamtanlage beweist, daß
Hartliebs quelle eine fassung des Alexanderromans war, von welcher
uns in P eine nur wenig abweichende rezension erhalten ist. die
quelle hat Hartlieb wortgetreu übersetzt, ohne etwas auszulassen;
nur hat er durch breite wiedergäbe die erzählung in die länge
gezogen, nebenquellen kommen nur in sehr beschränktem umfang
iu betracht: manches, was sich in anderen fassungen der Alexander-
geschichte findet, ist von H. wohl aus dem gedächtnis zugefügt
worden, einmal beruft er sich auf eine Chronik von manigen landen,
einmal auf ein buch vom Ursprung der Sachsen; wahrscheinlich ist
beide male ein und dieselbe mittelalterliche chronik gemeint, ge-
funden ist diese quelle noch nicht.
126. Johann Hartliebs buch aller verbotenen kunst. unter-
sucht und herausgegeben von Dora Ulm. Halle a. S., M. Nie-
meyer. LXVIII,78 s. 4 m. — Hartliebs buch ist in drei hss.
überliefert, von denen die Dresdener und Wolfenbüttler gegenüber
der Heidelberger enger zusammen gehören, letztere, von Cl, Hätzlerin
geschrieben, ist die älteste und ursprünglichste; sie ist der ausgäbe
zugrunde gelegt, lesarten der anderen hss. sind für die ersten
kapitel vollzählig, dann mit auswahl gegeben, vorausgeschickt ist
der ausgäbe außer der Untersuchung über das Verhältnis der hss.
eine beschreibung ihres Sprachstandes (H und D sind schwäbisch,
W zeigt bairische eigenheiten), dann recht knappe angaben über
den Wortschatz und endlich ausführliche besprechung der quellen
für den aberglauben, die H. selbst nennt, und kürzere erörterung
über das material, das er zum beweis gegen den aberglauben heran-
gezogen hat.
Johann von Saaz. 127. Konrad Burdach, Über den Ur-
sprung des humanismus (schluß). Deutsche rundschau 159,66 — 83.
— ■ nach besprechung der Adam-mystik in abschnitt VIII behandelt
B. in IX (s. 72 ff.) die durch sie beeinflußten beiden werke Peter
der Pflüger des Engländers William Langland und — mit be-
sonderer wärme ■ — den deutschen dialog des Ackermanns aus
Böhmen mit dem tod. er charakterisiert seinen Inhalt: ein ringen
mit dem grundproblem der epoche, dem mysterium von leben und
tod, mit dem ziel, den körperlichen tod geistig zu überwinden
durch die den tod überdauernde ewige liebe, das werk ist 'die
erste und zugleich die köstlichste frucht des deutschen humanismus',
— in dem bekannten bilde von vogelwat ist min pflüg, mit dem der
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (19U.) I. Teil. IQ
146 ^ il- Mittelhochdeutsch.
vf. des dialogs auf seinen beruf anspielt (vgl. auch Jsb. 1913,7,133),
möchte B. auch eine andeutuug seines namens erkennen und ver-
iiiUtet, daß er identisch sei mit einem im anfang des 15. jahi'hs.
bezeugten Johann Pflug von Rabenstein oder einem Johann Pflug,
der unter könig Wenzel in der reichskanzlei nachzuweisen ist.
Konrad rou Megenberg. 128. Hermann Meyer, Lacrima
ccclesiae. neue forschungen zu den Schriften Konrads von Megen-
berg. Neues archiv d. ges. f. alt. d. gesch.-kxinde 39,469 — 503. —
unter Megenbergs lateinischen werken pflegt ein in Gretsers
Waldensergeschichte (1613) aufgenommenes mit dem ihm von
Gr. gegebenen titel als De crrorihus Be<jeharäorum aufgeführt zu
werden, ein zweites nach Megenbergs eigenen Worten in seinem
traktat über die pfarrechte als Tradatus contra mendicantes ad
l)apar)i Urbanum qidntum'. Meyer zeigt, daß dies nicht zwei ver-
schiedene Schriften sind, sondern ein und dieselbe, bzw. das von
Gretser mitgeteilte stück ein teil davon, der wirkliche titel des
Werkes war Lacrima ecclesiae. vf. kann bis jetzt zwei hss. des-
selben, eine zu Wolfenbüttel, eine zu Trier nachweisen und gibt
danach eine ausführliche Inhaltsangabe, verfaßt ist es zwischen
1362 — 1370. — der Schluß des aufsatzes bringt wichtige neue
nachrichten zu Konrads biographie. danach hatte er im jähre
1363 die absieht, Augustinerchorherr in Salzburg zu werden, es
scheint jedoch, daß diese absieht nicht zur ausführung gelangte,
wahrscheinlich ist Konrad nach ablauf des noviziates unter den
weltklerus zurückgetreten; denn er wird auch später nur als dom-
herr zu Regensburg bezeichnet.
129. Richard Salomon, Zur Oeconomica des Konrad von
Megenberg. Neues archiv d. ges. f. alt. d. gesch. -künde 39,190 — 200.
— Inhaltsangabe der seit langem verschollenen umfangreichsten unter
Megenbergs lateinischen politischen Schriften, dann abdruck eines
kleinen fragmentes derselben, das in einer schrift des professors
H. von Ej^ben vom jähre 1695 anmerkungsweise wiedergegeben ist.
der verbleib der ganzen einst in Eybens besitz befindlichen hs. war
nicht zu ermitteln.
KonTentsbuch, Marienburger. 130. Das Marienburger
Konventsbuch der jähre 1399 — 1412. mit Unterstützung des
Vereins für die herstellung und ausschmückung der Marienburg
hrsg. von Walther Ziesemer. mit zwei Schriftproben und einer
karte der Marienburger komturei. Danzig, A. W. Kafemann. 1913.
XIX,379 s. S^. 15 m. — wertvolle quelle für unsere kenntnis
der wirtschaftlichen Verhältnisse des haupthauses des Deutschen
Ordens: für die einzelnen jähre getrennt werden die einzelnen arten
von einnahmen und ausgaben gebucht, eine kurze einleitung sowie
ausführliche personen- und ortsregister, wort- und Sachregister sind
VII. B. Denkmäler. I47
vom herausgeber beigegeben worden. — bespr. von M. Perlbach,
Mitteil. d. Westpreußischen gesch. -Vereins 13,15 — 17; von Hugo
Bonk, Oberländische geschichtsblätter 15,778 — 779.
Legenden, s. oben nr. 8. 9.
Otto von Diemeringen. 131. August Gebhardt, Das
Erlanger Mandevillebruchstück und die entstehungszeit der Dieme-
ringenschen Verdeutschung, Münchener museum 2,191 — 204, —
das Erlanger bruchstück, von einem alten bucheinband losgelöst,
enthält 109 zeilen aus der Übersetzung Ottos von Diemeringen und
gehört der zeit um 1430 an. überhaupt ist die übersetzungstätig-
keit Ottos um rund 100 jähre früher anzusetzen als die literatur-
geschichte bisher annahm; denn nach urkundlichen in Metz noch
vorhandenen Zeugnissen ist er 1369 domherr daselbst geworden und
1398 gestorben.
Psalmen. 132. H. Lewark, Zur deutschen interlinear-
version der psalmen aus dem kloster Windberg. diss. Marburg,
164 s. — eine erneute vergleichung der hs. auf grund einer Photo-
graphie derselben ergab über die korrekturen Wallburgs hinaus-
gehend noch reichliche Verbesserungen von Graffs text. — die
grammatische darstellung ergibt in laut- und flexionslehre gleich-
falls zahlreiche richtigstellungen gegenüber Wallburg und bietet
vor allem genauere feststellung der von dem normalen sprachstand
der hs. abweichenden formen, daran schließt sich eine Unter-
suchung der Syntax, die bei einer interlinearversion naturgemäß nur
in beschränktem maße möglich ist. — in einigen punkten weicht
der Übersetzer von den grundsätzen einer strengen interlinear-
version etwas ab: er gibt in kurzen werten einige erklärungen und
Zusätze, überträgt sehr oft einen ausdruck durch zwei Synonyma,
statt der eigennamen verwendet er oft angaben des Standes, der
eigenschaften u. dgl. dem sinne nach abweichende Übersetzungen
begegnen nur an stellen, wo ein verlesen oder mißverstehen vor-
liegt. — die frage, ob die sechs Schreiber der hs. abschreiber
einer Originalübertragung oder sechs selbständige Übersetzer sind,
wird im schlußkapitel auf grund einiger differenzen in erscheinungen
der laute und flexionsformen und in der Wortwahl im zweiten
sinne entschieden, die einheitlichkeit, die trotzdem im großen und
ganzen herrscht, erklärt sich wohl daraus, daß die arbeit das werk
einer übersetzerschule ist.
Suso. 133. Anna Nicklas, Die terminologie des mystikers
Heinrich Seuse unter besonderer berücksichtigung der psycho-
logischen, metaphysischen und mystischen ausdrücke, diss. Königs-
berg. 161 s. — nach kurzer einleitung über Seuses bedeutung
für die deutsche spräche und zusammenfassendem überblick über
seine terminologie gibt N. ein ausführliches, nach den stammen
10*
148 "^11- Mittelhochdeutsch.
alphabetisch geordnetes, lexikalisches Verzeichnis seiner mystischen
terminologie mit stellenangaben und Interpretation.
134. Paul Heitz, Zur mystischen stilkunst Heinrich Seuses
in seinen deutschen Schriften, diss. Jena. XXII,38 s. — teil-
druck, . enthaltend abschnitt B: die mittel der Satzverbindung:
koordination, Satzverbindung im büchlein der ewigen Weisheit,
pleonasmus, kurze einleitungssätze, an- und ausrufe, das ganze
werk soll außerdem handeln über A. Wortwahl, C. mittel zur ein-
dringlichkeit der rede, D. mittel zur hebung der rede, E. mittel
zum schmuck der rede.
Steillhöwel. 135. Walter Bor vi tz, Die übersetzungstechnik
Heinrich Steinhöwels, dargestellt auf grund seiner Verdeutschung
des Speculmn vitae humanae von Rodericus Zamorensis (=:= Her-
maea 13). Halle. XI,159 s. — angez. Cbl. 75,1159.
Tailler, siehe auch unten nr. 154,3.
136. Ausgewählte predigten Johann Taulers. hrsg. von
Leop. Naumann (Kleine texte für Vorlesungen und Übungen,
hrsg. von H. Lietzmann, nr. 127). Bonn, A. Marcus u. E. Weber.
62 s. 1,50 m. — acht predigten Taulers, in Vetters ausgäbe s. 12,16.
118,9. 125,1. 304,8. 170,1. 16,25. 114,18. 51,6. der text geht
jedoch nicht auf diese ausgäbe zurück, sondern ist verschiedenen
hss. entnommen, damit so die entwicklung der Überlieferung der
Taulerschen predigten sichtbar wird, die zweite und dritte predigt
ist in der nd. fassung gegeben, die achte aus dem ältesten Tauler-
druck von 1298 abgedruckt, lesarten aus Vetters ausgäbe sind
an schwierigen und zweifelhaften stellen notiert.
137. Fr. Lienhard, Aus Taulers tagen. Der türmer 16.
Urkunden, landschaftlich geordnet, (vgl. auch nr. 1.)
138. Altere Urkunden in deutscher spräche (Münchener texte,
hrsg. von Eriedr. Wilhelm, heft 4). abt. A, Oberdeutschland
nr. III: Schwäbische Urkunden, Oberdeutschland nr. VI: Nord-
bayrische Urkunden; abt. B (Mitteldeutschland), nr. 1: Rhein-
fränkische Urkunden. hrsg. von Eriedr. Wilhelm. München,
G. Callwe}'. — Urkunden aus der zweiten hälfte des 13. und den
ersten jähren des 14. jahrhs., in diplomatisch getreuer wiedergäbe.
139. Karl Otto Müller, Das finanzwesen d^T schweizerischen
Deutschordenskommendeu im jähre 1414. Archiv des histor. Vereins
des kantons Bern 22,83 — 136. — abdruck der auf die schweize-
rischen kommenden bezüglichen teile der im Staatsfilialarchiv zu
Ludwigsburg befindlichen Jahresrechnung der Bailei Elsas-Burgund
vom jähre 1414. Alemannisch, die Jahresrechnung der württem-
bergischen kommenden soll in den Württembergischen Vierteljahrs-
Yll. B. Dejukmaler. 149
heften abgedruckt werden; für die Jahresrechnung der elsäss. kommen-
den s. nr. 141.
140. Fritz Jecklin, Urbar des hospizes St. Peter auf dem
Septimer. 44. Jsb. d. histor-antiquar. gesellschaft von Graubünden,
8. 229 — 279. — das Urbar, teils deutsch, teils lateinisch, ist in
der erhaltenen gestalt nicht vor 1477 zusammengestellt, enthält
aber wörtliche abschriften älterer aufzeichnungen. abdruck s. 255 ff.
als beilagen vier bischöfliche lehnsbriefe aus dem 15. jahrh. (1417.
1419 und 1470).
141. Karl Otto Müller, Die elsässischen Deutschordens-
kommenden im jähre 1414. Jahrb. f. gesch., spräche u. literatur
Elsas-Lothringens 30,199 — 251. — darin s. 203 ff. wörtlicher ab-
druck der Jahresrechnungen 1414 für die kommenden Gebweiler
und Straßburg, gekürzter abdruck der rechnungen für Mülhausen,
Suntheim, Kaysersberg und Andlau. Alemannisch, s. 250 f. ein
kurzes Wortverzeichnis, (vgl. auch nr. 139.)
142. Wirtembergisches urkundenbuch, hrsg. von dem
kgl. Staatsarchiv in Stuttgart, bd. 11. Stuttgart, Kohlhammer.
XXIII, 6 45 8. fol. — schlußband des ganzen Werkes; er enthält 138
Urkunden mit deutschem text aus den jähren 1297 — 1300. — bespr.
von V. Pflugk-Hartung, Cbl. 65,254 f.
143. Fritz Schillmann, Württembergische Urkunden in der
königlichen bibliothek zu Berlin. Württ. vierteljahrsh, n. f. 23,
341 — 354. — regesten von 30 aus Schwäbisch Hall und Umgebung
stammenden Urkunden, darunter 28 deutsche aus dem 14. und
15. jahrh. Unterschrift und datierungen, auch sonst vereinzelte
Sätze, sind getreu nach den originalen abgedruckt.
144. Rudolf Ochsenbein, Das älteste Ausburgerrodel der
Stadt Burgdorf. Archiv des hist. Vereins des kantons Bern 22,
57 — 75. — abdruck eines Verzeichnisses der Ausburger der ge-
meinden Wyningen und Dürrenrot für die zeit von 1440 — 1520,
mit angaben über ihren städtischen besitz. Alemannisch.
145. Anton Meli und Hans Pirchegger, Steirische ge-
richtsbeschreibungen. als quellen zum historischen atlas der österr.
Alpenländer. LXII und 623 s. — enthält neben vorwiegend
jüngeren Urkunden eine deutsche Urkunde des 13. jahrhs. (nr. 61
von 1285) und eine größere zahl solcher aus dem 14. und der
ersten hälfte des 15. jahrhs. (nr. 12. 24. 34 f. 37. 63. 65 f. 69 ff.
74 f. 84. 96 f. 101. 146. 148. 160. 173. 199. 205. 220.239.352.
376. 392. 405. 436 f. 452.)
146. Joh. Handeck, Eine Egerer pergament-urkunde aus
dem jähre 1423. Unser Egerland 18,59. — pergamenturkunde des
rates von Eger über wasserrecht.
150 VlI. Mittülhochdoutsch,
147. Ernst Vogt, Mainz und Hessen IV — VI. Mitteil, des
oberhess. geschiclitsvereins n. f. 21,12 — 54. — darin s. 48 ff. zwei
deutsche Urkunden vom 4. juli 1298 (Frankfurt) und vom 11. dez.
1329 aus Münzenberg (Friedensvertrag zwisclien Mainz und Hessen;
bisher uugedruckt),
148. Wilh. Müller, Zur geschichte der Wormser zolle. Vom
Rhein 13,30 — 32. 41 — 43. — darin abgedruckt der tarif des Sal-
buchs von 1425, nach einer abschrift aus dem jähre 1616. (ebenso
der tarif des gefällregisters von 1490.)
149. Frankfurter zunfturkunden bis zum jähre 1612. hrsg.
und eingeleitet von Benno Schmidt, bd. 1 und 2. Frankfurt a. M.,
Baer und co. 92 und 546; 8 und 481 s.
150. A. Neupert, Eine im Weimarer gesamtarchiv ent-
deckte Plauische Urkunde vom jähre 1432. Mitteil. d. altertums-
vereins zu Plauen i. V. 24(1914), 135 — 138. — abdruck des briefes.
datieruiig ergibt sich, da der Schluß fehlt, daraus, daß auf den
zwei jähre vorher stattgefundenen zug der ketzer (Hussitenüberfall
vom 25. Jan. 1430) bezug genommen wird. — auch schon von
E. Gritzner, Neues archiv f. sächs. geschichte 33,143 f. abgedruckt.
151. Richard Je cht, Der zug der Hussiten nach der Mark
im jähre 1432. Forsch, zur brandenb. geschichte 25,29 — 50. — •
dabei als beilage drei deutsche berichte aus Soldin und Landsberg
in der Neumark vom april 1432.
152. Hermann Krabbo, Ungedruckte Urkunden der mark-
grafen von Brandenburg aus askanischem hause. erste folge.
Forsch, zur brandenb. u, preuß. geschichte 25,1 — 27. zweite folge,
ebd. 27,391 — 430. — die erste folge enthält zwei deutsche Ur-
kunden des markgrafen Waldemar: nr. 15 vom 9. juni 1309 und
nr. 18 zwischen 1306 und 1311, die zweite folge unter nr. 11
eine deutsche Urkunde der verwitweten markgräfin Jutta aus
Weißenfels vom 28. jan. 1310.
Tolksbücher. s. oben nr. 28.
Wyle. 153. Rud. Wolkan, Neue biiefe von und an Niklas
von Wyle. Beitr, 39,524 — 548, — dreißig lateinische briefe, wir
erhalten durch sie neue kenntnisse über den kreis von männern,
mit denen er im verkehr stand, brief 12 und 13 deuten vielleicht
auf ein verlorenes werk Wyles hin.
154. Besprechungen früher erschienener werke. 1. Ein
deutsches Adambuch, hrsg. von H. Vollmer (vgl. Jsb. 1909,7,43;
1910,7,89[1]); bespr. v. C. Borchling, Mtschr. 13,265. — 2. Phil.
Strauch, Meister-Eckart-probleme (vgl. Jsb. 1912,7,142); bespr.
von W. R/ichter, Archiv 131,244. — 3. Die heilige regel für ein
vollkommenes leben, hrsg. von R. Priobsch (vgl. Jsb. 1909,7,151
VIII. A. Ausspraclie und rechtschreibung. 151
1910,16,250; 1911,7, 138[1]); bespr. von J. J. A. A. Frantzen,
Museum 21,137 — 141. — 4. Die predigten Taulers, hrsg. von
F. Vetter (vgl. Jsb. 1910,7,120; 1911,7,138[2]; 1913,7,147[8]);
bespr. von 0, Behaghel, Litbl. 35,280; von J. J. A. A. Frantzen,
Museum 21,137 — 141. — 5. Br. Strauß, Der Übersetzer Nicolaus
von Wyle (vgl. Jsb. 1912,7,153); bespr. von Alfr. Götze, ZfdPh.
45,516—617.
Gießen. Karl Helm
(die nummern 97 — 102 von G. Boetticher).
VIII. Neuhochdeutsche spräche.
A. Ausspraclie und rechtschreibung — B. Grammatik. — 0. Stilistik. —
D. Neuhochdeutsche Schriftsprache. — E. Standessprachen. — F. Namen-
forschung, a) Personen- und familiennamen. h) Tier- und pflanzen-
camen. c) Orts-, Stadt-, flur-, bergnamen. d) Verschiedene namen. — •
Ct. Wortforschung, a) Allgemeines, b) V^^örterbüchor. c) Einzelnes. —
II. Kulturgeschichtliches.
A. Aussprache und rechtsclireibung.
1. 0. Jespersen, Lehrbuch der phonetik. 2. aufl. mit
2 tafeln. Leipzig, B. G. Teubner. 1913. 258 s. — vf. nimmt
in den fragen der lauterzeugung seinen eignen Standpunkt ein, ver-
weist den benutzer seines buches aber zur kontrolle seiner auf-
stellungen auf eigne beobachtung, wo sich gelegenheit bietet,
allem gelehrten formelkram ist er abhold, in der 2. aufl. hat er
die grundzüge des buches nicht verändert, dagegen manches um-
geordnet und deutlicher dargestellt, für den Sprachforscher wird
auf den abschnitt über den akzent und Verners gesetz und auf
die neue auffassung der tenues und mediae verwiesen. Die deutsche
übersetzuDg des dänischen vfs. hat H. Buergel-Goodwin in Stock-
holm durchgesehen, das buch zerfällt in 4 hauptteile: 1. Analyse.
2. Synthese. 3. Kombinationslehre. 4. Nationale sj^stematik. im
letzten abschnitt wird auf s. 249 f. eine kurze Charakteristik der
lautgebung der norddeutschen gemeinsprache versucht.
2. A. Egan, A German phonetic reader. London, Univer-
sity Press. 1913. — bespr. von M. Montgomery, Anglia beibl.
25,242—244.
3. 0. Brenner, Die lautlichen und geschichtlichen grund-
lagen unserer rechtschreibung. 2. aufl. München, Lindauer. 1914.
70 s. — die schrift verfällt in die Kapitel: 1. Ziele und arten der
rechtschreibung. 2, Allgemeine geschichte der deutschen Ortho-
graphie. 3. Lautliche grundlagen der heutigen Schreibung. 4. Die
152 VIII. Neuhochdeutsche spräche.
geschichtlichen grundlagen der heutigen rechtschreibung im ein-
zelnen. 5. .Ausblicke in die zukunft. 6. Die entwicklung unserer
rechtschreibung in proben. — neue gesichtspunkte enthält das
schriftchen nicht, selbst nicht in kap. 5, wo solche hätten er-
wartet werden dürfen, dort steht (s. 59) ein satz, der ganz un-
verständlich ist; es sollte wohl gesagt werden: die heutige Schreib-
weise ist unserer spräche unangemessen. — bespr. v. 0. Langer,
ZfRw. 39,424—425; von G. Ammon, BfGw. 50,319 und Frz.
Ruschke, ZSprV. 29,224—225.
4. R. Block, Die grundlagen der rechtschreibung. eine
darstellung des Verhältnisses von spräche und schrift. mit 4 abb.
(Veröffentlichung der Lit.-ges. 'Neue Bahnen'). Leipzig, R. Voigt-
länder. 80 s. — die schrift zerfällt in die abschnitte: A. Die
laute. B. Die schriftzeichen. C. Laut und zeichen. D. Bezeich-
nungderlautdauer. E. Großschreibung. F. Silbentrennung. G. Hilfs-
zeichen. H. Unsere rechtschreibung. J. Probestücke. — vf. greift
in abschnitt B etwas weit aus; phönikische, griech., lat. schrift-
zeichen, runen, got. und mittelalterliche alphabete werden behandelt,
er beklagt mit recht die bekannten mißstände in unserer recht-
schreibung, wird aber mit seinen weitgehenden vereinfachungsvor-
schlägen wohl zunächst keinen erfolg haben.
5. V. Müller, Die deutsche rechtschreibung. ZfdU. 28,
527 — 532. — vf. tadelt die Unzulänglichkeit und Unklarheit der
amtlichen Orthographie und macht vorschlage zur abhilf e: ä überall
durch e ersetzen; alle bisherigen Vokallängebezeichnungen beseitigen
und langen vokal durch untergesetzten punkt bezeichnen (warum
dann nicht längestrich über dem vokal?); für äw, ai tritt eu, ei ein;
<^} V^^j Vi i^, dt, qu, ck, v verschwinden aus deutschen Wörtern; man
schreibt am wort- und silbenende p, t für &, d (Erp-se, TotJ; alle
hauptwörter werden klein geschrieben.
B. Grammatik.
6. M. H. Jellinek, Geschichte der neuhochdeutschen gram-
matik von den anfangen bis auf Adelung, 2. halbbd. Heidelberg,
C. Winter. 1914. XII u. 504 s. — fortsetzung zu dem Jsb. 1913,8,5
bespr. 1, bd. vf. stellt sich darin die aufgäbe, das Wachstum gram-
matikalischer beobachtung und die Veränderungen in der begriff-
lichen formung der tatsachen zu schildern, ferner will er einen
überblick geben über die lehren der wichtigsten grammatiker. der
band zerfällt in die kapp. 9: gliederung der gramm. 10: lautlehre.
11: Orthographie. 12: die lehre von den redeteUen. 13: Wort-
bildung. 14: die flektierbaren redeteile. 15: die unflektierbaren
redeteile. 16: syntax. namen- und Sachregister sind am Schlüsse
VIII. B. Grammatik. 153
beigegeben, auf den reichen inhalt des Werkes kann hier im ein-
zelnen nicht eingegangen werden; es wird für jeden forscher, der
sich mit der geschichtlichen entwicklung der grammatik unserer
muttersprache befassen will, eine unerschöpfliche fundgrube der be-
lehrung sein. — beide bände bespr. von E. Lerch, Litbl. 35,
324—325; 1. bd. bespr. von 0. Weise, ZfdU. 28,376; von
A. Matthias, Mtschr. 13,333—334 und von K. v. Bahder,
Idg. anz. 33,68—70.
7. J. Chr. A. Heyses Deutsche grammatik. 28. aufl. nach
0. Lyon bearb, von W. Scheel. Hannover und Leipzig, Hahn.
1914. 644 s. — der neubearbeiter hat das buch auf den stand
der heutigen Wissenschaft gebracht, aber an den bewährten grund-
lagen nicht gerüttelt, neben einer laut- und schriftlehre, wortlehre,
Satzlehre umfaßt das werk auch eine Verslehre, die einleitung gibt einen
kurzen überblick über die bildung der deutschen spräche, ein ver-
sehen ist es wohl, wenn auf s. 4 bemerkt ist, daß uns im Latei-
nischen noch die freiheit des idg. akzents entgegentritt; gemeint
ist wohl das Slavisch-Baltische. die darstellung der metrik steht
noch sehr unter dem einfluß des antik-klassischen Vorbildes; hier
dürfte sich eine Umarbeitung nach modernen gesichtspunkten für
eine neuauflage empfehlen.
8. K. Reissinger, Deutsche Sprachlehre, nach H. Stöckeis
deutscher Sprachlehre auf geschichtlicher grundlage neu bearb.
Bamberg, C. C. Buchner. 1914. 226 s. — das im Jsb. 1908,8,19
verzeichnete werk von Stöckel ist nach dessen tode von Reissinger
wesentlich umgestaltet worden, mancherlei könnte daraus ohne
schaden noch verschwinden, so s. 2 die isolierenden, agglutinieren-
den und flektierenden Sprachgruppen, andere teile sind zu knapp, um
nutzen zu stiften, z. b. s. 6 — 7 'Die schrift'. die angaben über die
Indogermanen auf s. 10, über die Germanen (= nachbarnl), über die
schrift bei den Germanen auf s. 12 — 13 müßten dem heutigen
stand der Wissenschaft angepaßt werden, aber auch im hauptteil
des verdienstlichen Werkes dürfte vf. sich von vielen altüber-
kommenen vor- und darstellungen zum nutzen der Sache befreien,
unsere deutsche schulwissenschaft steht noch immer in den banden
der klassischen Unterrichtsmethode.
9. R. Blümel, Einführung in die syntax (Indogerm. bibl.
2. abt., 6. bd.) Heidelberg, C. Winter. 1914. — bespr. von
E. Lerch, Litbl. 35,321—324.
10. R. Blümel, Die haupttypen der heutigen nhd, Wort-
stellung im hauptsatz. Straßburg, K. J. Trübner. 1914. VIII,77 s.
11. R. Blümel, 'Verbindung von ganzem und teil' und
andere gruppen syntaktischer beziehungen in der nhd. Umgangs-
154 Till. Neuhoclideutsclie spräche.
spräche. Idg. forsch. 34,285 — 295. — vf. behandelt Verbindungen
wie: 'unser hausdach ist beschädigt, der westliche teil' oder —
'an seinem westlichen teil' und andere syntaktische ungenauigkeiten
('hier stehe ich' beim Schachspiel) der Umgangssprache.
12. R. Blümel, Vom heutigen neuhochdeutschen modus.
GrRM. 6,379 — 389. — der modus an sich bedeutet nicht, daß etwas
ist oder sein könne, außer der auffassung des sprechenden (schreiben-
den) ist auch die des hörenden (lesenden) zu berücksichtigen, der
icdikativ stellt häufig auch etwas als nicht wirklich hin (wenn
sich das fieber verringert, irird der kranke genesen); der potential
kann etwas tatsächliches hinstellen (ich könnte viel schneller laufen,
ivenn . . .J. auszugehen ist von der form: hauptsätze mit be-
hauptendem Indikativ oder potentialis beginnen mit dem Subjekt
oder einem andern Satzteil, nicht mit verb; hauptsätze mit wünschen-
dem potential oder dem imperativ beginnen mit dem verb. zu
trennen ist die vorstellungsseite von der willensseite.
13. E. Kieckers, Zu den schaltesätzen im (Lateinischen,
Eomanischen und) Neuhochdeutschen. Idg. forsch. 32,7 — 23.
14. 0. Behaghel, Von deutschen bindewörtern. 36. beih.
d. ZSprV. Berlin, F. Berggold. 1913. s. 165—182. — der auf-
satz gibt einen Vortrag wieder, der auf der Marburger philologen-
versammlung 1913 gehalten wurde, und befaßt sich mit der konj.
so und ihren Verbindungen (soiver <^ mhd. sicer), wobei auch aller-
hand fragen des ausfalls von unbetonten silben berührt werden;
ferner mit kein und seiner Vorgeschichte, nachdem und seiner ver-
wendungsweise.
15. Kl. Bojunga, Einheitliche deutsche fachwörter zur
Sprachlehre. ZfdU. 28,417 — 424. — im auftrag des Grermanisten-
verbandes, des Neuphilologen-Verbandes und des DSpV. trat im
herbst 1913 ein ausschuß zusammen, um die gramm. termini zu
vereinheitlichen und zu verdeutschen. mit dem entwurf einer
liste wurde vf. beauftragt, seine vorschlage sind in obigem auf-
satz enthalten.
16. 0. Behaghel, Deutsche fachwörter zur Sprachlehre.
ZfdU. 28,837 — 841. — vf. äußert seine bedenken gegen Bojunga's
Verdeutschungen und macht gegenvorschläge. er hält die ganze
frage für noch nicht spruchreif.
17. K. Bruns, Laiengedanken über das dativ -e. ZfdU. 28>
342 — 344. — vf. verteidigt den brauch des B. G. B., vor einem
vokal das dativ e wegzulassen, vor einem konsonant oder am wort-
ende es zu setzen und verweist auf seine ausführungen im Jur.
litbl. 1913. er wendet sich gegen den DSpV., der die dativ-e
aus historischen gründen in v^eiterem umfang erhalten wissen will.
Till. C. Stilistik. 155
18. J. Hagen, Zum akkusativ mit dem infinitiv im Deut-
schen. ZfdU. 28,856. — vf. gibt beispiele aus allen perioden der
deutschen Sprachgeschichte in ergänzung zu J. Grimm, Deutsche
gramm. 4(1898), s. 129 ff.
19. W. Hoch, Zwei beitrage zur lehre vom satz. Südwest-
deutsche schulblätter 29,12 und 30,1. Karlsruhe, Gutsch. 21 s.
20. Schon in früheren Jahrgängen verzeichnet: 1. R. Blume 1,
Neuhochdeutsche appositionsgruppen (vgl. Jsb. 1912,8,21); bespr.
von J. Ries, AfdA. 30,133 — 135. — Jos. Metzner, Nhd. o für
mhd. u (vgl. Jsb. 1913,8,7); bespr. von 0. Weise, ZfdU. 28,452.
C. Stilistik.
21. Th. Matthias, Sprachleben und Sprachschäden, ein
führer durch die Schwankungen und Schwierigkeiten des deutschen
Sprachgebrauchs. 4. aufl. Leipzig, F. Brandstätter. 1914. XII,
490 8. — größere Veränderungen sind mit dem buche seit der
3. aufl. (vgl. Jsb. 1906,8,68) nicht vorgenommen worden, doch hat
vf. im einzelnen vieles gebessert, die einteilung des werkes: 1. Zur
Wortbildung und -bedeutung. 2. Zur wortbeugung. 3. Zur Wort-
fügung. 4. Zur Satzfügung. 5. Sauberkeit, einfachheit und Wahr-
heit der darstellung ist die gleiche geblieben, vf. will nicht, wie
andere stilistiker, als diktator auftreten, sondern nur ein befragens-
werter berater sein,
22. E. Engel, Deutsche stilkunst. 22. — 24. aufl. Leipzig,
G. Ereytag. 1914. 501 s. — 11. aufl. (1911) bespr. von K. Bert-
sche, Lit. rundschau 39,583 — 585.
23. 0. Walze 1, Kunst der prosa. ZfdU. 28,1— 25 und 81— 93.
24. Ed. Castle, Zur entwicklungsgeschichte des wortbegriffs
Stil. GRMon. 6,163—160.
25. Kl. Matzura, Etwas vom deutschen sprachgebrauche,
progr. St. Polten 1913/14, 28 s. und 1914/15, 16 s. — vf. be-
handelt rechtschreibung und Zeichensetzung, biegung, Steigerung,
Zeitwort, fremdwörter, mittelwort, nennform, modi. er weist auf
logisch und sprachliche fehler, auf unschönheiten des Sprachge-
brauchs hin und gibt vorschlage, wie sie zu meiden sind.
26. G. Wenzer, Th. Fontane, spräche und stil in seinen
modernen romanen. diss. Greifswald 1914. 150 s.
27. R. Brettschneider, Zum stil der deutscheu erzählung.
progr. Mühlhausen i. Eis. 1914. 32 s.
28. Schon in früheren Jahrgängen verzeichnet: 1. 0. Schroe-
der, Vom papiernen stil (vgl. Jsb. 1913,8,24); bespr. von R. v.
Carlowitz-Hartitzsch, Grenzb. 73,2,176 — 179 und von H. Bou-
rier, BfGw. 50,63 — 64. — 2. R. M. Meyer, Deutsche Stilistik.
156 VIII. Neuhochdeutsche spräche.
2. aufl. (vgl. Jsb. 1913,8,23); bespr. von P. Kolb, Kbl. f. d. höh.
schulw. Württ. 21,365—366; von K. F. v. Kummer, AUg. Litbl.
23,347 und von R. v. Carlowitz-Hartitzsch, Grenzb. 73,2,
179—182.
D. Neuhochdeutsche Schriftsprache,
29. C. Franke, Grundzüge der Schriftsprache Luthers in
allgemeinverständlicher darstellung. gekrönte preisschrift. 2. teil.
Wortlehre. 2. aufl. VIII u. 366 s. Halle, V\^aigenhaus. 1914. —
nicht zur besprechung geliefert. — bd. 1 bespr. von 0. Brenner,
Cbl. 64,1727—1728 und von A. M. Wagner, ZfdU. 28,369;
bd. 1 und 2 von 0. Weise, Zfdü. 28,459—460; von F. Piquet,
Rev. germ. 10,253.
30. C. Franke, Der geschichtliche kern der legende von
Luthers Schöpfung der nhd. Schriftsprache. Grenzb. 73,4,248 — 253.
31. W. Borvitz, Die Übersetzungstechnik Heinrich Stein-
höwels dargestellt auf grund seiner Verdeutschung des 'Speculum
vitae humanae' von ßodericus Zamorensis. diss. Halle 1914. 64 s.
32. W. F. Luebke, The language of Berthold von Chiem-
see in Tewtsche theologey II. MPhil. 12,277 — 296. — fortsetzung
des Jsb. 1913,8,16 verzeichneten arbeit, vf. behandelt in teil II
deklination und schwanken im geschlecht beim Substantiv, das
adjektiv, das adverb, die Steigerung, die Zahlwörter und fürwörter.
33. V. Moser, Beiträge zur lautlehre Spees. ZfdPh. 46,
17 — 80. — vf. behandelt: I. gebrauch von d fäj, II. gebrauch von
du — eu, III. unterbleibende diphthongierung bei vff', IV. anwendung
von ai (äij für mhd. ei, V. kleinigkeiten zu den betonten vokalen,
VI. Schwund von unbetontem e, VII. zusatz eines unbetonten e,
Vni. sonstiges zu den nebensilben, IX. verschiedenes aus dem
konsonantismus, X. die dehnungszeichen. — vf. hofft, Spee und
seine drucker von dem vollständig unberechtigten verdacht der
rückständigkeit gereinigt zu haben.
34. V. Moser, Über spräche und Orthographie Fischarts.
Alemannia 42,158 — 174.
35. K. Schneider, Zur ausgestaltung der deutschen spräche.
Borsdorf bei Leipzig, A. Hasert. 1914. 160 s.
36. K. Weidmann, Dereinfluß des französischen auf Fischarts
Wortschatz im Gargantua. diss. Gießen 1914. 61 s.
37. Th. Lindemann, Versuch einer formenlehre des Hürnen
Seyfrid. mit den 24 holzschnitten des neuentdeckten Straßburger
druckes von 1563 als anhang. Halle, M. Niemeyer. 1913. 82 s.
— bespr. von 0. Brenner, Cbl. 65,1255.
38. L. Kr eil, Studien zur spräche Fischarts aus seinen
reimen, progr. München 1914. 56 s.
VIII. E. Standessprachen. — F. Namenforschung. 157
39. ScHon in einem früheren Jahrgang verzeichnet: A.Becker
Die spräche Friedrichs von Spee (vgl. Jsb. 1912,8,15); bespr. von
V. Moser, ZfdPh. 46,129—134; von — nn— , Cbl. 65,372 und
A. Hübner, Archiv 132,182—183.
E. Standessprachen.
40. 0. Basler, Die spräche des modernen arbeiters. ZfdWortf.
15,246 — 270. — auf grund der darstellung der geistigen höhe der
arbeiterschaft in dem buche von A. Levenstein, Die arbeiter-
frage, München, E. Reinhardt, 1912 behandelt vf. sein thema unter
den titeln: elemente der bildung; Wortwahl; Sprichwort und Schlag-
wort; beruf ssprache ; fremd wort; Orthographie (vokale, diphthonge,
konsonanten, konsonantendoppelung, behandlung des g^ des s, des z,
des ]) usw.); formenlehre und syntax.
41. L. Günther, Von der Speisekarte des landstreichers,
Wiss. beih. des ADSprV., 5. reihe, nr. 36, s. 182 — 191. — der
aufsatz behandelt ausdrücke der 'kundensprache' für speisen und
getränke und ihre verfertiger.
42. M. Fi ekel u, Aug. Renner, Unsere gesetzessprache.
2 preisarbeiten d. ADSprV. Berlin, Berggold. 1913. 134 s. —
bespr. von 0. Weise, ZfdU. 28,458—459.
43. H. Weck, Die spräche im deutschen recht. Berlin,
Karl Heymann. 1913. 144 s. — bespr. von K. Bruns, ZSprV.
29,316—320.
44. Bodenheim, Über gesetzessprache. Archiv für rechts-
und wirtschaftsphilos. 6,698 ff. — bespr. v. Dronke, ZSprV. 29,52.
45. K. Bechler, Die spräche des deutschen sports. ZASprV.
29,152—156. ferner: Polo und golf, ebd. 274—278.
F. Namenforschung.
a) Personen- und familiennamen.
46. A. Heintze, Die deutschen familiennamen geschichtlich,
geographisch, sprachlich. 4. aufl. hrsg. von P. Gas corbi. Halle a.S.,
Waisenhaus, 1914. 298 s. — nicht zur besprechung eingegangen.
47. A. Böhmisch, Die deutschen personennamen. 2. aufl.
(Aus natur- und geistesweit 296.) Leipzig, B. G. Teubner. 1914.
126 8. — die vorliegende 2. aufl. ist im großen ganzen eine wieder-
gäbe der 1. aufl. (vgl. Jsb. 1910,8,27), die aber im einzelnen gründ-
lich durchgearbeitet worden ist. während in der 1. aufl. mehr auf
schlesische Verhältnisse hingewiesen wurde, treten infolge der Über-
siedlung des vfs. nach Stargard nunmehr die pommerschen namen
mehr hervor, irrtümer dürften noch ausgemerzt werden, so z. b.
158 VIII. Neuhochdeutsche spräche.
auf s. 2, wo es heißt, das die altdeutschen namen Siegfried, Hilde-
gund u. a. 'sinnvoll' seien; welcher sinn soll in diesen mechanischen
bildungen denn stecken? der name Berlin harrt noch der deutung
(s. 16).
48. Fr, Hegi, Gesellennamen, ein beitrag zur entstehung
der familiennamen. ZfdWortf. 15,243 — 245. — die zunamen dieser
art entstammenden Spitznamen, die in den ma. zünften bei der
'freisprechung' den gesellen gegeben wurden, wofür urkundliche be-
lege angeführt werden: Ordnungsbrief der hufschmiede in Zürich,
namen wie: Cunrat Schindisen, Herman Schnid gen. Wildysen usw.
49. 0. Abel, Kosenamen aus der altbayrischen kinderstube
und ihr gegenteil. ZfdU. 28,736—740.
50. C. üsbeck. Frühere namen in Niederzwehren. Hessen-
land 28,152 — 154 u. 172 — 173. — vf. behandelt die familiennamen
älterer und später zugezogener einwohner.
51. P. Pietsch, Unecht deutsche frauennamen. Wiss. beih.
zur Zs. ADSprV., 5. reihe, heft 36, s. 191 — 192. — die kurze
notiz spricht von den mit der romanischen femininendung -a von
deutschen mannesnamen gebildeten frauennamen.
52. Teuffei, Der name Teuffei, Teufel u. ä. Württ. viertel-
jahrsheft f. landesgesch. 423,339—340.
53. H. Drees, Die heutigen familiennamen Wernigerodes,
progr. 30 s.
54. Schon in früheren Jahrgängen besprochen: 1. M. Schön-
feld, Altgerman. personennamen (vgl. Jsb. 1911,3A,159); bespr.
von V. Grienberger, Idg. anz. 32,42 — 54. — 2. E. Pörste-
mann, Altdeutsches namenbuch. bd. 2, 3. aufl. (vgl. Jsb. 1913,
8,57); bespr. von H. Witte, DE. 13,60—61. — 3. Wem. Kal-
bow, Die germanischen personennamen (vgl. Jsb. 1913,8,37); bespr.
von Jules Bonjat, Rev. crit. 77,352; von W. Meyei'-Lübke,
ZffrzSpr. 42,13—23 und P. Piquet, Eev. germ. 10,228—229.
b) Tier- und pflanzennamen.
55. W. Zimmermann, Mundartliche pflanzennamen aus
Baden. Alemannia 42,175 — 189. — mit einem vorläufig bis E
reichenden alphabetischen Verzeichnis.
56. Schon in früheren Jahrgängen besprochen: 1. H. Suo-
lahti. Die deutschen vogelnamen (vgl. Jsb. 1909, passim); bespr.
von D. V. Kralik, GgA. 176J29— 168 und von Siebs, MSchlesVk.
15,288 — 289. — 2, H. März eil. Die tiere in deutschen pflanzen-
namen (vgl. Jsb. 1913,8,52); bespr. von W. Zimmermann, Alem.
42,124—125; von 0. Weise, ZfdU. 28,456 und von H. Hessen,
Lit Rundschau 40,388 — 389. — 3. R. Loewe, Germanische pflanzen-
VIII. F. Namenforschung. 159
namen (vgl, Jsb. 1913,8,51); bespr. von H. Marzell, DLz. 35,
866—868; von M. Schönfeld, Museum 21,252—255; von Th.
Frings, DE. 13,28; Chi. 64,391; von S. Feist, Archiv 132,
458—459; von 0. Weise, ZfdU. 28,456; von H. Hessen,
Lit Rundschau 40,388 — 389. von F. Graebner, Botanische Jahr-
bücher, bd. 51, Literaturbericht s. 24 — 25. Gr. Lindau, Natur-
wissenschaftliche Wochenschrift, n. f. 12,283 — 284. Ders., Beiblatt
zur Hedwigia, organ für kryptogamenkunde 53,176 — 177. H. Mar-
zell, Mitteilungen zur geschichte der medizin und der naturwissen-
schaften 12,446—447.
c) Orts-, Stadt-, straßen-, flur-, bergnamen.
57. Frz. Gramer, Aufgaben der heutigen ortsnamenforschung.
NJb. 33,210—216.
57a. Zur etymologie des namens Krems. Jahrbuch f. landes-
kunde von Niederösterreich 1912,109—143, Nachtrag ebd. 1913,
254 f, — umsichtige Untersuchung, die zu der annähme führt, der
name sei keltisch und gehe auf den idg. stamm zurück, der auch
in 'AQ^f-iai-iaL steckt, der ungenannte vf. verkennt die Schwierigkeit
nicht, die darin liegt, daß das Keltische grade dieses etynom sonst
nicht bewahrt.
58. J. Stur, Die slawischen Sprachelemente in den Orts-
namen der deutsch-österreichischen Alpenländer zwischen Donau
und Drau, eine phil.-hist. Untersuchung über die Siedlungen der
mittelalterlichen Alpenslawen mit einem abriß ihrer allgemeinen
geschichte. Sitz.-ber. k. akad. d. wiss. in Wien, phil.-hist. kl.
176. bd., 6. abh. Wien, A. Holder. 1914. 106 s. — vf. gibt
zunächst auf 34 s. eine mit dem eigentlichen thema nur in losem
zuammenhang stehende einleitung über die geschichte der österr.
Alpenländer seit der Römerzeit und das vordringen der Slawen.
die behandlung der Ortsnamen ist deshalb von Wichtigkeit für unsere
zwecke, weil sie zeigt, wieviel slawisches, volksetymologisch umge-
deutetes sprachgut in namenformen steckt, die scheinbar ganz
deutsch aussehen und daher zu falscher deutung veranlassung
geben könnten, so sind z. b. die bekannten Ortsnamen Melk und
Mödling slawischen und zwar gleichen Ursprungs: 892 Medelicha =
Melk; 903 Medelicha = Mödling. sie sind von slav. metlika 'bei-
fußkraut' abzuleiten, woher auch Möttling in Krain stammt. Weid-
ling ist früher als Widnich belegt und ist eine kontamination des
mhd. widern 'kirchengut' mit der slav. endung -7iik. dagegen ist
der Wiener bezirk Meidling deutschen Ursprungs; älter Mevrlinge,
Mulinge, das mit mhd. mür 'Mauer' zusammenhängt, so bietet die
Schrift auch für den germanisten des lehrreichen genug.
160 VIII. Neuliochdeutsclie spräche.
59. F. Settegast, Über einige deutsche Ortsnamen im französ.
volksepos. ZfromPh. 38,458—468.
60. J. Koblischke, Berichtigende beitrage zur Ortsnamen-
kunde und historischer nationalitätsforschung. DE. 12,164 — 172.
61. J. Miedel, Die bayerischen Ortsnamen. Bayer, hefte f.
volksk. 1,14—25, 161—177.
62. E. Herr, Der name Elsaß. Zs. f. gesch. Oberrheins 29,
7 — 53. — lehnt die deutung 'fremdes land, fremdsitz' ab, weil die
einziehenden deutschen stamme den okkupierten gebieten den
Stammes- oder sippennamen gegeben hätten, die Franken hätten
ihr eignes land auch nicht als 'fremdland' bezeichnet, die bildung
sei auch sprachlich nicht leicht zu erklären, zugrunde liege viel-
mehr eine bezeichnung wie pagus Älisacinsis, die von einem fluß-
namen '^Älisaca abgeleitet sei, dem früheren ligurischen namen
der '111'.
63. F. Mentz, Der name Elsaß, ebd. 30,44—51. — der
name ist nach dem zeugnis des Ermoldus Nicellus fränkischen Ur-
sprungs und zwar von den in der Rheinpfalz sitzenden Franken
gegeben, die wußten, daß ihre stammesgenossen in fremder (ale-
mannischer) Umgebung saßen, übrigens kann alisäz auch einfach
'neues land' bedeuten, dor flußname '^'Älisaca für '111' ist nicht
überliefert, seine ligurische herkunft unbeweisbar; er hätte übrigens
eine Alisach, Elsach ergeben müssen; vgl. Breisach aus Brisiacum.
vgl. auch 0. Behagel, Frankfurter zeitung 1914, nr. 169.
2. morgenblatt.
64. W. Schoof, Der name Altkönig. ZfdU. 28,499—509.
— gegen Haas' deutung in Fuld. geschichtsblättern 1907, s. 101,
der den keltischen Ursprung des bergnamens im Taunus vertrat,
vf. sieht eine Umbildung des wertes kuh darin, das eine ahd. neben-
form kim gehabt zu haben 'scheine'. König bedeute mit volks-
etymologischer anlehnung an das bekannte wort also 'Kuhberg,
Kuhburg'; Altkönig die 'alte verfallene Kuhburg'.
65. Helene Brehm, Namen aus der feldflur von Abterode-
Hessenland 28,202—203.
66. R. Neumann, Die flurnamen des Busecker tals. I. teil:
Die bestandteile der namen. diss. Gießen 1914, — die arbeit ist
ein teildruck einer für das flurnamenbuch des großherzogtums
Hessen, provinz Oberhessen, bd. 4, kreis Gießen heft 2 projek-
tierten Schrift: in einer einleitung handelt vf, über die geschichte
der flurnamenforschung und ihre ergebnisse. sein Verzeichnis der
namen zerlegt er in einfache und zusammengesetzte namen, je
nachdem diese nur eine oder mehrere eigenschaften der örtlichkeit
berücksichtigen; letztere werden wieder mehrfach gegliedert, die
VIII. F. Namenforschung. 161
nameuformen werden beti-achtet unter dem gesichtspunkt der
grammatisclien, mundartlichen und schriftsprachlichen form, zu
diesem behuf wird auf manche eigentümlichkeiten der Busecker ma.
eingegangen, endlich verbreitet vf. sich über seine quellen.
67. W, Schoof, Beiträge zur hessischen Ortsnamenkunde III.
Hessenland 28,81 — 83 und 102 — 105. — Marburg, Marbach aus
Markburg, Markhach.
68. W. Schoof, Beiträge zur hess. Ortsnamenkunde. Hess,
blätter f. Volkskunde 11(1912),225 ff.
69. W. Schoof, Beiträge zur hessischen Ortsnamenkunde.
Zs. f. hess. gesch. u. heimatk. 1913,12/13.
70. Frz. Gramer, Mimigernaforcle, Mimig ardeford, die ältesten
namen Münsters. Zs. d. ver. f. gesch. u. altertumsk. Westfalens
71,309—323.
71. Deutsche orts- und flußnamen in Belgien und Nordfrank-
reich. ZSprV. 29,401—407.
72. 0. Bethge, Fränkische siedelungen in Deutschland auf
grund von Ortsnamen festgestellt. WS. 6,58 — 89.
73. Ph. Keiper, Die Ortsnamen in Goethes 'Götz von
Berlichingen'. ZfdU. 28,772—774.
74. W. Schoof, Beiträge zur volkstümlichen namenkunde.
1. Hungerberg, Hoyiigberg u. ä. 2. Weinberg, Winterberg, Venus-
her g. ZfVk. 24,272—292.
75. A. Brückner, Schimpf worte aus Ortsnamen. ZfvglSpr.
46,214—217.
76. J. Schnetz, Das Lar-problem mit besonderer berück-
sichtigung der unterfränkischen Lohrorte am Main. Progr. d.
human, gymn. Lohr a. M. 1913. — bespr. J. Miedel, ZfdMa.
9,279—281.
77. A. Hoffmann, Die typischen Straßennamen im mittel-
alter und ihre beziehungen zur kulturgeschichte. unter besonderer
berücksichtigung der Ostseestädte, diss. Königsberg 1914. 103 s.
78. Th. Imme, Die orts- und flurnamen der bürgermeisterei
Stoppenberg. s.-a. aus Geschichte der bürgermeisterei Stoppenberg.
Essen 1914.
79. Schon in früheren Jahrgängen verzeichnet: 1. R. Klein-
paul, Länder- und völkernamen (vgl. Jsb. 1910,8,39); bespr. von
H. Hartwig, Mtschr. 13,605—607. — 2. Ders., Die Ortsnamen
im Deutschen (vgl. Jsb. 1912,8,46); bespr. von v. Carlowitz-
Hartitzsch, Grenzb. 73,2,182—183. — 3. W. Ohnesorge,
Deutung des namens Lübeck (vgl. Jsb. 1909,8,43); bespr. von
Jahresbericht für germanische philologie, XXXVI. (1914.) I. Teil. H
162 YIII. Neuhochdeutsclie spräche.
K. Fedde, Deutsche geschichtsbl. 15,239—241. — 4. W. Hotz,
Die flurnameu der grafscliaft Schlitz (vgl. Jsb. 1912,8,58); bespr.
vonF. Böhm, ZfVk. 24,101 und von J. Miedel, ZfdMa. 9,180— 181.
— 5. A. Altrichter, Die dorfuamen in der Iglauer Sprachinsel
(vgl. Jsb. 1913,8,63); bespr. von M. Gehre, DE. 12,191. —
0. E, Fehrle, Flurnamen von Aasen (vgl. Jsb. 1913,8,70); bespr.
von J. Miedel, ZfdMa. 9,181 — 183.
d) Verschiedene namen.
80. E. Meiler, Die deutsche namensabstammung am Riesen-
gebirge. Leipzig, Sphinx- Verlag. 1914. IV,61 s.
81. J. Pfalz, Der volksname der Bayern. Bayr. hefte f.
volksk. 1,140.
82. Fr. Bechtel, Deutsche namen einiger teile des mensch-
lichen körpers. akad. rede. Halle a. S. 15 s.
83. H. V. Reiche, Volkstümliche benennungen von arznei-
mitteln aus der apotheke. Festschrift zur begrüßung der 18. haupt-
versammlung d. ADSprVer. Hamburg 1914, s. 117 — 128.
84. H. Fredenhagen, Deutsche monatsnamen, Festschrift
zur begrüßung der 18. hauptversammlung des ADSprVer. Hamburg
1914, s. 129—155.
G. Wortforschung.
a) Allgemeines.
85. Zeitschrift für deutsche Wortforschung, hrsg. von F. Kluge,
bd. 15, 3.-4. heft. Straßburg, K. J. Trübner. 1914. die ein-
schlägigen aufsätze sind mit ausnähme von 0. Giemen, Das
exempel von dem läuseknicker sämtlich an der ihnen zukommenden
stelle dieses bds. des Jsb. verzeichnet. — die ZfdWortf. hat mit
dem 15. bd. ihr erscheinen eingestellt.
86. Zeitschrift des allgemeinen deutschen Sprachvereins, hrsg.
von 0. Streicher, 29. Jahrg. Berlin 1914. — bringt zahlreiche
aufsätze und einzelbemerkungen zur fremdwörter- und stilfrage,
die wichtigsten aufsätze sind besonders verzeichnet und ihr haupt-
inhalt angegeben. von sonstigen artikeln seien erwähnt: Joh.
Pöschel, Einheitliche fachausdrücke im flugwesen, sp. 5 — 10;
F. Mentz, Meyers neues orts- und verkehrslexikon und die orts-
namenschreibung, sp. 33 — 40; 0. Weise, Das Niederdeutsche,
sp. 65 — 70; 0. Sarrazin, Prof. Dr. Hans Delbrück und der
ADSprVer., sp. 105 — 112; Deutsche orts- undflußnamen in Belgien
und Nordfrankreich, sp. 401 — 407.
87. E. Wilke, Deutsche wortkunde. 5. aufl. Leipzig,
F. Brandstetter. 1913. 437 s. — vf. erzählt in seinem beliebten
"V^II. G. Wortforschung. 168
buche im 1. teil vom werden und von den Veränderungen des
Wortes im allgemeinen, der 1. abschnitt befaßt sich mit dem Ur-
sprung der spräche, dem idg. und germ. sprachstamm und der nhd.
Schriftsprache, der 2. abschnitt behandelt die laute, der 3. ab-
schnitt die wortbildungslehre, der 4. abschnitt die beugungslehre
und der 5. abschnitt die woi'tbedeutungslehre. der 2. teil bringt
'wortgeschichten' in stofflicher gliederung (der menschliche körper,
haus und familie, kleidung und nahrung usw.). endlich ist dem
buch ein 'Schriftenverzeichnis' auf 8 Seiten in etwas willkürlicher
auswahl beigegeben, da vf. sich auf gute quellen stützt, so sind
seine ausführungen zumeist anzuerkennen; daß er in mancher frage,
z, b. der der idg. Sprachverwandtschaft oder der herausbildung der
germ. sprachen keinen selbständigen Standpunkt einnimmt, kann
man ihm nicht vorwerfen, er gibt die landläufigen ansichten wieder.
88. E. E-eichel, Auch eine quelle fürs deutsche Wörterbuch.
ZfdWortf. 15,220—228. — in wbb. fehlende oder nicht aus-
reichend belegte Wörter werden aus der im jähre 1728 in Leipzig
erschienen Wochenschrift 'Leipziger Socr^ites' nachgewiesen.
89. Gg. Schoppe, Zur geschichte der fremdwörter im Deut-
schen. ZfdWortf. 15,174 — 217. — der aufsatz ist gedacht als
nachtrag zu Weigand-Hirt's wb. und zu Schulz fremdwb. es werden
frühere belege für dort verzeichnete Wörter ixnd nicht verzeichnete
Wörter aufgezählt.
90. Schon früher verzeichnet: Fr. Kluge, Wortforschung
und Wortgeschichte (vgl. Jsb. 1912,8,76); bespr, von Ad. Matthaei,
Preuß. jbb. 151,133—134 u. Fr. Gut, LitRundschau 40,336—337!
b) Wörterbücher.
91. J. u. W. Grimm, Deutsches Wörterbuch. Leipzig,
S. Hirzel. 1914. 4. bds., 1. abt., 4. teil, 3. lief, gezaunen — ge-
ziemen, bearb. von H. Wunderlich, von umfangreicheren artikeln
seien gezeit, gezelt (32 spalten), gezeug (44 spalten), gezeugnis. diese
lief, behandelt überwiegend sprachgeschichtlich und kulturhistorisch
wichtige Wörter.
dass., 4, bds., 1. abt., 6. teil, 1. lief, gveander — grenzförster,
bearb. von A. Hübner. größeren räum nehmen die lemmata
greifen, greis, grenze (hier hätte die Granitz auf Rügen erwähnung
verdient wegen der bedeutungsparallele mit deutsch mark).
dass., 10. bds., 3. abt., 1. lief, stoh — stoff, bearbeitet von
B. Crome. hervorzuheben sind die artikel: stock (38 spalten),
dessen Zusammensetzungen den größten teil der lieferung füllen,
stocken, stoff (20 spalten), das noch nicht zu ende geführt ist.
dass., 11. bds., 3. abt,, 3. lief, imbequem — unerfreulich, bearb.
von K. Euling. besonders ausführlich behandelt ist und auf
11*
164 A'III. Nenhochdeutsclie spräche.
24 spalten; der übrige teil der lieferung verteilt sich der Sachlage
nach auf kleinere artikel.
dass., 12. bds., 1. abt., 11. lief, versuch — vertreten, bearb. von
M. Leopold, auch in dieser lieferung verteilt sich der stoff auf
zahlreiche komposita, unter denen versuchen, verteilen, vertrag, ver-
tragen, vertrauen, vertreiben größeren räum einnehmen.
dass., 14. bds., 1. abt., 3. lief, tvehtag — weiche, bearb. von
A. Grötze. eine durch viele sprach- und sachgeschichtlich inter-
essante artikel ausgezeichnete lieferung vgl. iveih auf 45 spalten
und seine Zusammensetzungen, iveich auf 19 spalten, iveichbild, das
als rechtswort 'ortsrecht' (zu tveich 'siedlung' und bil- in bil-lih 'ge-
recht', un-bil 'ungerecht') gedeutet wird.
dass., 16. bds., 1. lief, zobel — zu, bearb, von G. ßosenhagen.
umfänglicher sind die artikel zoll (15 spalten) mit zahlreichen Zu-
sammensetzungen, zopf, gorn (16 spalten), zu (bisher 18 spalten),
das noch unvollendet ist.
92. Fr. Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen
spräche. 8. auf). 1. — 2. lief. Straßburg, K. J. Trübner. 1914.
in der vorrede hebt vf. hervor, daß die aufgaben eines deutschen
Wörterbuchs nicht mehr so einfach seien wie vor 30 jähren, als
die 1. aufl. erschien, damals war der gesichtspunkt der Urver-
wandtschaft mit andern idg. sprachen für vf. maßgebend, heute
tritt die geschichtliche Wortbetrachtung mehr in den Vordergrund,
jedem wort müsse ein platz in der geschichte der spräche ange-
wiesen werden und darin liegt die größte Schwierigkeit. — diesem
Programm entsprechend zeigt die neue aufläge überall die umge-
staltende hand des viel erfahrenen forschers. auch fremdwörter
sind in erhöhtem maße nunmehr, auch nach ihrem ersten auftreten
verzeichnet und etymologisch klargestellt.
93. A. Schlessings deutscher Wortschatz. 5. aufl. neu
bearb. von H. Wehrle. Eßlingen, Neff. 1914. — bespr. von
Streicher, ZSprV. 29,116—117.
94. P. F. L. Hoffmann, Wörterbuch der deutschen spräche,
nach dem Standpunkte ihrer heutigen ausbildung neu bearb. von
G. Mohr. 8. aufl. Leipzig, F. Brandstetter. 1914. 620 s. —
die neue aufläge bringt außer Verbesserungen im einzelnen keine
wesentlichen Veränderungen in der bewährten anläge des werkes.
es vereinigt auf verhältnismäßig kleinem räum eine große stoff-
menge, vielleicht dürfte sich bei einer neuauflage die aufnähme
neuerer termini, wie flieger, flugzeug, eindecker usw. empfehlen, zu-
mal das werk auch im ausländ sehr verbreitet ist und erfahrungs-
gemäß gerade solche benutzer, die unserer muttersprache fremd
gegenüberstehen, für den heutigen Sprachgebrauch das meiste Inter-
esse haben.
^'ill. G. Wortforschuijg. 165
95. Job. Grießmann, Die gebräuchlichsten fremdwörter in
etymologisch geordneten gruppen. 4. aufl. Bamberg, C. C. Buchner.
1914. 178 s. — ein recht brauchbares werkchen, das den be-
handelten Stoff nach den sprachen (Griechisch, Lateinisch, Fran-
zösisch) gruppiert, aus denen das fremdwort stammt, innerhalb der
beiden klassischen sprachen werden die fremdwörter nach alpha-
betisch geordneten wortstämmen untergebracht, ein alphabetisches
hauptregister auf über 50 selten mit hinweisen ermöglicht es die
behandelten Wörter aufzufinden.
96. Schon in früheren Jahrgängen verzeichnet: 1. Weigand-
Hirt, Deutsches Wörterbuch. 5. aufl. bd. 2 (vgl. Jsb. 1910,8,102);
bespr. von S. Feist, Archiv 132,181—182. — 2. R. Loewe,
Deutsches Wörterbuch (vgl. Jsb. 1910,8,104); bespr. von J. Janko,
Idg, anz. 33,14—15. — 3. K. Bergmann, Der deutsche Wort-
schatz (vgl. Jsb. 1912,8,79); bespr. von H. Schneider, BfGw.
50,339 und S. Feist, Archiv 131,459. — 4. Alfr. Götze, Früh-
neuhochdeutsches glossar (vgl. Jsb. 1912,8,78); bespr. von 0. Be-
haghel, Litbl. 35,382—383 und A. M. Wagner, ZfdU. 28,367.
— 5. H. Schulz, Deutsches fremdwörterbuch. 1. bd. (vgl. Jsb. 1913,
8,109); bespr. von A. Matthias, Mtschr. 13,185 und Cbl. 65,481.
c) Einzelnes.
97. Erich Gutmacher, Miszellen zur wortkunde. Beitr. 40,
151 — 156. — darunter folgende nhd. worte und redensarten:
1. flöten gehen (stammt aus dem holländischen fluiten [= urinieren]
gaan). 2. zu sieg. 5. lamie. 8. maulaffen feilhalten. 9. hei jmd.
einen stein im hrett haben. 10. vom stengel fallen. 11, aufhorchen —
aufJiÖren.
98. B. Schmidt, Ganz. Idg. forsch. 33,313 — 332. — zu
gr. xavdavw 'klaffe', xavdov 'geräumig' (Od. (f 294) vgl. me. gaunt
'schlank, hager', ne. 'gierig, hungrig' ; idg. grf. *gha7idöm adv. 'klaffend'.
99. A. Lindqvist, Nhd. schwanen. Beitr. 39,398 — 402. —
gegen 0. Behaghel's beanstandung (Jsb. 1913,8,88 a) seiner deutung
des woi-ts aus md. es weinet mir (Jsb. 1912,8,89). es sei nicht
auffallender, daß in swänen ä nicht zu ö geworden wäre wie im
subst. nhd. wahn u. a. ä wurde auch durch die assoziation mit es
ahnt mir und mit schivan erhalten, die unpersönliche konstruktion es
wänet mir sei von ihm gut nachgewiesen, das sog. Behagheische
lautgesetz (gesch. d. d. spr. 3,218; sw <Ci iv) sei nur durch
siver <^ wer gestützt, eine form, die sich auch durch den ersatz
des älteren relativs durch das interrogativ erklären lasse.
100. E. Fabricius, Der name Pfahl. Kbl. 7,1—6. —
wendet sich gegen den versuch von archäologen Pfahl von lat.
Valium abzuleiten, es ist aus lat. paliis entlehnt.
166 VIII. Neuhochdeutsche spräche.
101. C Liederwald, Der begriff edel bei Goethe, diss,
Greifswald 1914. 171 s.
102. J. A. Walz, Heil! ZfdWortf. 15,157 — 174. — Gott-
sched wendet sich gegen den gebrauch, aber seit Klopstock ist er
häufig. Adelung billigt ihn. altgerm. adj. heil bildet seine grund-
lage, aber es war früh im mhd. ausgestorben; im Englischen und
in den skand. sprachen hielt es sich bis in die neuzeit. in den
vorlutherischen bibeln steht gegrügit = lat. ave. subst. heil mit
dativ ist im mhd. und frühnhd. öfter belegt, im 17. — 18. jahrh.
nicht mehr. engl, hau bei Milton gibt Bodmer mit gegrüßt wieder,
an zwei stellen hat er heil mit dir. aus dem Englischen hat Klop-
stock sein: heil mir! nicht entlehnt, es ist segensformel, selten gruß-
formel und entstammt der religiösen spräche.
103. N. 0. Heinertz, Nhd. felher und verwandtes. ZfdWortf.
15,240 — 243. — vf. behandelt die Verwendung de» Suffixes nhd.
-er aus lat. -arius zur bildung von namen frucht- oder blumen-
erzeugender pflanzen, besonders im mndl. eine entlehnung aus dem
frz. (z. b. pommier) hält er für ausgeschlossen, denn nhd. felher:
felhe '^ ahd. felawa 'weide', vehvdre 'weidenbaum' ist eine alte
bildung; vgl. ahd. alhäri, nhd. alher 'weißpappel'. in Ortsnamen
sind die pflanzennamen auf -er auch sonst nachweisbar: Asper ^
Hasler usw. (schweiz. u. Schwab.), auch dat. plur, Affoltern, Bir-
cheren usw. viele derartige na,men auf -ler sind analogiebildungen
nach namen mit apfel und hasel im stamm.
104. 0. Giemen, Scherflein. ZfdWortf. 15,277—278. —
vgl. W. Brückner, ZfdWortf, 13,152. gemeingut wird das wort
durch M. Luthers: sein scherflein beitragen (vgl. Ov ermann, Zs,
d. ver. f. kirchengeschichte in Sachsen 10,116 f.). in Erfurt wurde
um 1500 ein ^/^ pfennig geprägt, der scher f hieß.
105. Eritz Schramm, Schlagworte der Alamodezeit. ZfdWortf.
Beih. zu bd. 15.
H. Kulturgeschichtliches.
106. K. Bergmann, Die Sprachwissenschaft im dienste der
kulturgeschichte. ZfdU. 28,679—690. — vf. behandelt in den
abschnitten: 1. Religion, 2. Siedelungen, 3. EamiUe, 4. Hausbau,
5. Landwirtschaft, 6. Handel und verkehr, 7. Zeitrechnung auf
grund von Schrader und Hirt die ergebnisse der sprachlichen
archäologie für die idg. und germ. urzeit.
107. W. Ganzenmüller, Die empfindsame naturbetrachtung
im mittelalter. AKultG. 12,195—228.
108. Schon früher besprochen: 1. Frz. Seiler,- Die entwick-
lung der deutschen kultur. 4. teil, 2. abschn. (vgl. Jsb. 1912,8,124);
IX. A, Literaturgeschichte. 167
bespr. von G. Binz, ZfdPh. 45,521—522. 1. band. 3. aufl. (vgl.
Jsb. 1913,8,112); bespr. von 0. Weise, ZfdU. 28,456—457 und
Sokrates 2,353—356 sowie H. Michel, ZfVk. 24,210—211. —
2. Gg. Steinhausen, Geschichte der deutschen kultur (vgl. Jsb.
1913,8,111); bespr. von p., Cbl. 65,209.
Sigmund Feist.
IX. Neuhochdeutsche literatur.
A. Literaturgeschichte. — B. Denkmäler von 1450 — 1624.
A. Literaturgeschichte.
1. Jahresberichte für neuere deutsche literaturgeschichte, hrsg.
von J. Elias, M. Osborn, W. Fabian, K. Jahn, L. Krähe,
F. Deibel, M. Morris, 22.— 23. bd. (1911 — 1912), 2. Text und
register. Berlin-Steglitz, B. Behr. VIII, s. 569—1115. 40 m.
— s. 685 Von der mitte des 15. bis zum anfang des 17. Jahr-
hunderts. W. Stolze, Allgemeines. — 701 R. Buchwald, Lyrik.
— 708 G. Kohfeldt, Epos. — 712 W. Creizenach, Drama.
— 715 G. Kohfeldt, Didaktik. — 721. F. Cohrs, Luther und
die reformation. — 734 P, Lehmann, Humanisten und neu-
lateiner.
2. A. M. Wagner, Das 16. Jahrhundert, literaturbericht
1912—1913. ZfdU. 28,367—373.
3. J. Schairer, Das religiöse Volksleben am ausgang des
mittelalters nach Augsburger quellen. Leipzig, Teubner. VII, 136 s.
4 m. (Beiträge zur kulturgeschichte des mittelalters.) — rec.
G. Bessert, Theol. Iz. 1914,592 f. 0. Giemen, ZfKg. 35,304 f.
H. Preuß, Theol. litbl._ 1914,271.
4. L. Pfleger, Über das elsässische predigtwesen im mittel-
alter. Elsäss. mtschr. 4,529—538.
5. A. Kober, Zur geschichte der deutschen Mariendichtung.
ZfdU. 28,595—619. 691—700.
6. J. Klapper, Das deutsche privatgebet im ausgehenden
mittelalter. Protokolle der hauptversammlung der deutschen ge-
schichtsvereine in Breslau 1913 (Berlin, Mittler) s. 215 — 223.
7. P. Merker, Die tischzuchtenliteratur des 12. — 16. jahrh.
Leipzig, Hiersemann. 1913. 52 s. (Mitt. der dt. ges. in Leipzig
11,1.) rec. Zbl. 1914,1554. — hierzu gehört auch W. de Vreese,
Die oudt wijsman leert den jonghelinck. Volkskunde 25,17 — 20.
8. J. Luther, Die titeleinfassungen der reformationszeit.
3. lief. Leipzig, R. Haupt. 1913. 50 taf., 7 s. 25 m.
IQQ IX. Neuhochdeutsche literat-ur.
9. J. Luther, Die schnellarbeit der Wittenberger buch-
druckerpressen in der reformationszeit (aus Zbl. f. bibl. 1914).
Leipzig, Harassowitz. 23 s. 1 m. s. nr. 92.
B. Denkmäler Ton 1450—1624.
AlberiiS. 10. E. Körner, Erasmus Albers lehre von der
ehe. N. kirchl. zs. 1914,1,75—84. 130—156.
Bibel. 10 a. H. Vollmer, Ober- und mitteldeutsche historien-
bibeln. Berlin, Weidmann. 1912. VII,214 s. 12 m. (= Materia-
lien zur bibelgeschichte und religiösen Volkskunde des mittelalters 1.)
— reo. 0. Giemen, Theol. Iz. 1913,462. H. Schlosser, Theol.
litbl. 1913,508. G. Ficker, Theol. rundschau 1913,225. A. Risch,
DLz. 1913,2129—2133. E. Herr, Zbl. 1914,170 f. C. Bor<5h-
ling, Mtschr. 1914,263.
Blaurer. 11. E. Spitta, Wie die Konstanzer reformatoren
A. Blaurer und J. Zwick über rechte Vorbereitung auf den tod
gepredigt und gedichtet haben (1541). Mtschr. f. gottesdienst
19,333—336.
Brant. 12. Sebastian B ran t, Das narrenschj^ff (Basel 1494).
faksimiledruck für die gesellschaft der bibliophilen hrsg. von
H. Kögler. Basel 1913. 312 s. 4».
Bucer, 13. G. Anrieh, Martin Bucer. Straßburg, Trübner.
147 s. 2,75 m. — rec. 0. Giemen, ,ZfKg. 35,600. H. Preuß,
Theol. litbl. 1914,438 f.
14. A. Lienhard, Martin Butzer, der elsässische refor-
mator und mitarbeiter Luthers. Straßburg, Heitz. 31s. 0,30 m.
15. J. Eicker, Bildnisse der Straßburger reformation. Straß -
bürg, Trübner. 13 taf., 20 s. 4 m.
Dürer. 16. A. Dürer, Tagebuch der reise in die Nieder-
lande, Leipzig, Inselverlag. 95 s. 0,50 m.
Eck. 17. A. Brandt, Johann Ecks predigttätigkeit an
u. 1. frau zu Ingolstadt (1525—1542). Münster, Aschendorff.
XII,239 s. 6,40 m. — rec. L. Theobald, Theol. litbl. 1914,
491 f.
Eulenspiegel. 18. 0. v. Schaching, Till Eulenspiegel,
96 seiner geschichten. Regensburg, Habbel. 63 s. geb. 2,50 m.
Ewiger Jude. 19. L. Neubaur, Zur geschichte und biblio-
graphie des Volksbuchs von Ahasverus. Zs. f. bücherfreunde n. f.
5,211—223. — vgl. F. Boehm, ZfVk. 24,434.
Fabri. 20. M. Haussier, Felix Fabri aus Ulm und seine
Stellung zum geistigen leben seiner zeit. Leipzig, Teubner. VII,
119 8. 4 m. — rec. 0. Giemen, ZfKg. 35,480.
IX. B. Denkmäler. 169
Faustbucli. 21. Das Volksbuch vom doktor Faust nach der
um die Erfurter geschichten vermehrten fassung hrsg. und einge-
leitet von J. Fritz. Halle, Niemeyer. XLIV,134 s. 3 m. —
der nach einer ausgäbe o. o. 1589 und nach einer o. j. wieder-
gegebene text beruht auf einem verlorenen drucke, der nach dem
erhaltenen titelholzschnitt nach Straßburg 1588 angesetzt wird.
die hier zum ersten male erscheinenden 6 Erfurter kapitel druckte
Petsch 1911 s. 147 nach einer späteren ausgäbe von 1589 ab.
sorgsame Untersuchungen des herausgebers bereichern die biblio-
graphie der sippen C und D des Eaustbuches. — rec. G. W.,
ZfBücherfr. n. f. 6,1,244. S., Revue germ. 10,527 f. J. F., GRMon.
6,428 f.
22. F. Babinger, Der geschichtliche Faust. Alemannia 41,
152—156.
23. A. Becker, Doktor Faust und Speyer. Pfalz, museum
1914(2). auch besonders. Kaiserslautern, Kayser. 8 s. 4^. 1 m.
— vgl. A. B., GRMon. 6,428.
24. R. Blume, Die quelle der berichte der Zimmerischen
chronik und der Volksbücher vom Faust. Schau-ins-land 40. (sonder-
abdruck, 10 s. 4*^.) — Die gestalten in dem ältesten Volksbuch
vom Faust und ihre beziehungen zu Staufen im Breisgau. ebd. 41,
37—56.
25. R. Petsch, Lercheimer und das Faustbuch. Beitr. 39,
175 — 188. — verteidigt gegen E. Wolff (1912) seine auffassung
von der Vorgeschichte des Faustbuches; Lercheimer habe das Faust-
buch erst in der gedruckten fassung von 1587 kennen gelernt,
nicht in einer hsl. Vorstufe.
26. G. Heinrich, Faust, irodalomtörteneti czikkek. Buda-
pest, Franklin-gesellschaft. IV, 258 s. 6 kr. — von den acht
hier vereinigten aufsätzen gehören die drei ersten her: Das Volks-
buch und der geschichtliche Faust; Faustartige gestalten vor Faust;
Faust im 17. Jahrhundert, Marlowe.
FlllgSChrifteil. 27. Th. Lorentzen, Zwei flugschriften
aus der zeit Maximilians L Neue Heidelb. jb. 17,139 — 218.
28. P. Roth, Die neuen zeitungen in Deutschland im 15. und
16. jahrh. Leipzig, Teubner. 86 s. 4^ 5 m. (Preisschriften
hrsg. von der fürstl. Jablonowskischen gesellschaft, geschichtliche
Sektion nr. 25.) — rec. M. Spahn, DLz. 1914,1797—1804.
1861—1869.
29. G. Kawerau, Ein pasquill auf propst G. Buchholzer
(1549). Jahrb. f. brandenb. kirchgesch. 9—10, 386—390.
30. 0. Lauffer, Der komet im Volksglauben. Protokolle
der hauptvers. des gesamtvereins der dt. geschichtsvereine in
Breslau 1913 (Berlin, Mittler) s. 255—258.
170 IX- Neuhochdeutsclie literatur.
Geugenbach. 31. F. Stütz, Die technik der kurzen reirn-
paare des Pampliilus öengenbach. Straßburg, Trübner. 1912.
(Jsb. 1912,5,4G.) rec. E. Buchwald, Zbl. 1914,105 f. P. Haber-
mann, DLz. 1914,805—807.
Grosch. 32. L. Jacobsen, Joh. Groscli' Trostsprüche hrsg.
von Veit Dietrich. ZfKg. 35,403—413.
Hamelmaim. 33. H. Hamelmann, Geschichtliche werke
bd. 2: Reformationsgeschichte Westfalens hrsg. von K. Löffler,
mit einer Untersuchung über Hamelmanns leben und werke und
einem bildnisse. Münster, Aschendorf f. 1913. LXXXIV,443 s.
12 m. — rec. 0. Lerche, Theol. litztg. 1914,525 f. 0. Giemen,
ZfKg. 35,142.
Harff. 34. H. Stumme, Das arabische und das türkische
bei ritter Arnold von Harff. Festschrift für E. Windisch (Leipzig,
Harrassowitz) s. 127 — 137. — die 115 arabischen Wörter und
Sätze sind palästinensisches arabisch, die 56 türkischen meist dem
dialekt von Konstantinopel entlehnt, enthalten aber viele mißver-
ständnisse und arabische Wörter.
Hartlieb. 35. Dora Ulm, Johann Hartliebs buch aller ver-
botenen kunst, untersucht und herausgegeben. Halle, Niemeyer.
LXVIII,76 s. 4 m. — die 1456 auf veranlassung des raarkgrafen
Johann von Brandenburg abgefaßte schrift wider die Zauberei und
den aberglauben ist nach dem von der Augsburgerin Glara Hätz-
lerin geschriebenen Heidelberger cod. pal. 478 herausgegeben,
unter vergleichung einer Dresdener und einer Wolfenbüttler hs.
die einleitung handelt von den quellen (Clavicula Salomonis, Thebit,
Luipoldus de Austria, Arnold von Novavilla, Rasiel usw.), den
schwäbischen und bairischen sprachformen, dem wertschätz und
stil, ohne den Inhalt genauer zu besprechen (kap. 12 eine legende
aus Gaesarius, 44 von losbüchern, 71 Roland, 79 atzmann, 86 zauber-
spiegel, 96 bleigießen, 103 Zigeuner u. a.). ein register fehlt.
36. E. Travnik, Über eine Raaber hs. des Hartliebschen
Alexanderbuches. Münchener museum 2,211 — 221.
37. H. Poppen, Das Alexanderbuch Johann Hartliebs und
seine quelle, diss. Heidelberg. 80 s.
Hasentödter. 38. 0. Günther, Hans Hasentödter, ein
preußischer poet des 16. jahrhs. Zs. d. westpreuß. geschichtsv.
55,1—48. 182 f. — der Hesse Hasentödter (1517—1586), 1562
Sänger der hofkapelle zu Königsberg und 1572 kanzlist in Danzig,
hat außer seiner 1569 gedruckten gereimten Ghronica auch einige
historische und geistliche lieder hinterlassen, die G. aus dem
Danziger autographon zum teil wiedergibt: s. 20 vier deutsche
chorlieder aus dem 1563/64 in Königsberg aufgeführten Hecastus
IX. B, Denkmäler. 171
des Macropedius, s. 32 ein lied an die Artusbrüder zu Königsberg,
s. 37 ein loblied auf die kürschner, s. 29 '0 Riga halt dich feste',
s. 47 '0 Dantzig halt dich feste', s. 43 wider die Flacianer u. a.
Historie von Tier kaufmännern. 39. K. Mechel, Die
historie von vier kaufmännern (le cycle de la gageure) und deren
dramatische bearbeitungen in der deutschen literatur des 16. und
17. jahrh. diss. Halle. IX,65 s. — die 1484 erschienene historie
behandelt denselben stoff wie Boccaccios decameron 2,9, ist aber
aus dessen verlorener, vermutlich französischer quelle geflossen,
M. zählt die drucke und die nid., englischen und dänischen Über-
tragungen auf und bespricht ausführlicher die dramen von H. Sachs
(1548), Liebholdt (1596), Kongehl (1683), Ayrer und Shakespeare.
Hohenlohe. 40. Sigm. v. Hohenlohe, Kreuzbüchlein 1523,
neu hrsg. von J. Ficker. Straßburg, Trübner. 1913. XLVI,23 s.
mit 4 taf. 4,50 m. — rec. G-. Bossert, Theol. Iz. 1914,524 f.
G. Buchwald, Theol. litbl. 1914,163 und DLz. 1914,2112 f.
HÖrttner. 41. H. Bächtold, Zwei schweizerische hoch-
zeiten des 16. jahrh. Schweizer, archiv f. volksk. 18,7 — 20. —
druckt s. 13 — 20 einen gereimten lobspruch teilweise ab, den der
maier Joseph Hörttner aus Innsbruck 1590 auf die hochzeit Philipps
von Stäffis dichtete.
Hubert. 42. F. Spitta, Der Ursprung des Hubertschen
liedes 'Dieweil wir sind versammlet'. Mtschr. f. gottesdienst 19,
247—249.
Hubmaier. 43. C. Sachsse, D. Balthasar Hubmaier als
theologe. Berlin, Trowitzsch u. söhn. XVI,274 s. 10,40 m. —
rec. H. Preuß, Theol. litbl. 1914,467—469. H. Kropatschek,
ZfKg. 35,602 f.
Hütten. 44. G. Eskuche, Rachelieder Ulrichs von Hütten
gegen den Greifswalder bürgermeister Lotze und dessen söhn, ver-
deutscht. Hessenland 28,73 f. 85 f.
45. D. F. Strauß, Ulrich von Hütten, neu hrsg. von
O. Giemen. Leipzig, Inselverlag. 527 s., 35 taf. 12 m.
Earlstadt. 46. W. Friedensburg, Der verzieht Karl-
stadts auf das Wittenberger archidiakonat und die pfarre in Orla-
münde (1524 juni). Archiv f. refgesch. 11,69 — 72.
Kirchenlied.^) 47. A. Schmeck, Die literatur des evan-
gelischen und katholischen kirchenliedes im jähre 1912 mit nach-
tragen und berichtigungen zu Bäumkers vier bänden über das
katholische deutsche kirchenlied. Düsseldorf, Schwann. 1913.
VII,156 s. 2,80 m. — reo. V. Hertel, DLz. 1914,1941 f.
^) vgl. nr. 10 Alberus, 11 Blaurer, 42 Hubert, 115 Sattler, 122 Spangen-
berg. 126 Speratus, 135 Weisse.
172 IX. Neuhochdeutsche Literatur.
48. D. V. d. Hey dt, Der einfluß der reformation auf das
katholische deutsche kirchenlied. Dt. evangelisch 1914,2,80 — 91.
— rec. Archiv f. refgesch. 11,149 f.
49. Enchiridion geistlicher gesänge . . . das erste Leipziger
gesangbuch von Michael Blume (Leipzig 1530). Geschichtliches
und textkritische anmerkuugen von H, Hof mann. Leipzig,
Quelle & Meyer. 2 bl, 113,30 s. — rec. Bess, ZfKg. 35,597 f.
50. 0. Giemen, Drei unbekannte reformatorische lieder.
Archiv f. refgesch. 11,291—301.
51. B. Claußen, Ein gesangbuch Hans Luffts v. j. 1538.
Mtschr. f. gottesdienst 19,184 f. — Verzeichnis der 60 lieder nach
dem erhaltenen letzten bogen.
52. F. Spitta, Die melodie 'Ein feste bürg' in den täufer-
liedern des 16. jahrh. ebd. 19,310—312.
53. J. Plaß, An die deutsche nation. volkstümliche weise,
aus der kunstform des 16. jahrh. hergestellt (Frisch auf in gottes
namen). ebd. 19,332.
54. J. Zahn, Kirchengesänge aus dem 16. und 17. jahrh.
für den männerchor gesammelt und bearb. 2. hälfte. 3. aufl,
Gütersloh, Bertelsmann. IV, 88 s. 1,80 m.
Kurzmann. 55. L. Gauby, Andreas Kurzmann, ein bei-
trag zur Sprachgeschichte des 15. jahrh. 1. teil, progr. Graz. 18 s.
Laiebuch. 56. Das Laiebuch (1597), mit den abweichungen
und erweiterungen der Schiltbürger (1598) und des Grillen vertreib ers
(1603), hrsg. von K. v. Bahder. Halle, Niemeyer. LXXVII,
199 s. 2,40 m. (Neudrucke dt. literaturwerke nr. 236—239.) —
der ungenannte Verfasser des Laiebuches war, wie B. aus dem
Wortschatz und dem Straßburger ietternmaterial des druckes über-
zeugend erweist, ein Elsässer und zwar ein gelehrter, wie sich sein
buch auch den denkmälern des gelehrtenhumors anreiht, für den
Frankfurter buchdrucker Paul Brachfeld verfaßte dann ein Wester-
wälder oder Oberhesse die beiden Umarbeitungen von 1598 und
1603, in denen statt der allgemein bezeichneten narrren (lalen) die
bewohner des meißnischen Schiida eingeführt werden, mit diesen
feststellungen hat B., der auch die komposition und die schwank-
quellen des buches sorgfältig darlegt, die forschung weit über
E. Schröder und E, Jeep (1890) hinaus gefördert, die zusätze der
ausgaben B und W sind auf s. 147 — 198, die textabweichungen
am fuß der seiten mitgeteilt; nicht wiederholt werden die in A
angehängten 'Neuwen zeytungen auß der gantzen weit', die J. M.
Wagner in der ZfdA. 16,437 abgedruckt hat.
Lercheimer, oben 9,25 R. Petsch.
IX. B. Denkmäler. I73
Luther. Bibliographie. 58. 0, Giemen, Walther Köhler,
K. Völker, Kirchengeschiclite von 1517 bis 1648. Theol. jsb.
bd. 32 (bericht über 1912), tl. I (abt.IV; Leipzig 1914), s. 553— 687;
Luther im besonderen ebd. s. 607 — 621.
59. W. Kühler, Neuere kirchengeschichte (Reformationszeit)
L IL Theol. rundschau 17(1914),249— 261 u. 297 — 307. — be-
spricht u. a.: Luthers werke in auswahl, hrsg. von 0. Giemen.
1912—1913; A. Hausrath, Luthers leben, bd. 1. 3. aufl. 1913;
G-. Buchwald, Dr. Martin Luther. 2. aufl. 1914; H. Böhmer,
Luther im lichte der neueren forschung. 3. aufl. 1914; 0. Stiller,
Luther u. Zwingli, 1913;' M. Luther, Von der freiheit eines
Christenmenschen. 1913; P. Kalkoff, Zu Luthers römischem
prozeß. 1912; B. Grabinski, Wie ist Luther gestorben? 1913.
(ein trauriges mach werk.)
60. Luther und die reformation. bericht über 1911 und
1912. Jahresberichte für neuere deutsche literaturgeschichte bd. 22/23,
IL (Berlin-Steglitz 1914.) text von Ferdinand Gohrs, s. 721—734.
61. Reformation und gegenreformation (1500 — 1648). notizen
und nachrichten. Hist. zs. 112(= 3. f., bd. 16; 1914), 198—205,
438—445, 666—674; 113(= 3. f., bd. 17; 1914), 202 — 209,
440—447, 671—675.
62. [Walter Friedensburg,] Neuerscheinungen. Archiv f.
ref.-gesch. 11(1914), s. 73—80, 159 f., 233—240, 319 f.
63. Ders., Aus Zeitschriften (regesten über die in Zeitschriften
erschienenen aufsätze). ebd. s. 148—159, 230—233, 310—319.
Werke. 64, D. Martin Luthers Werke, kritische gesamt-
ausgabe. bd. 40, abt. IL; 50; Die deutsche bibel, bd. 5. Weimar,
Böhlau. 1914. — bd. 40,IL VI,615 s. 19 m.; bd. 50. IX,690 s.
21,20 m.; Die deutsche bibel. bd. 5. XXIX,804 s. 25,60 m.—
von den drei unter Karl Dreschers leitung im berichtsjahr er-
schienenen bänden enthält bd. 40,11 den Schluß der in bd. 40,1
begonnenen Galatervorlesung des Jahres 1531 (erschienen 1535),
dazu Vorlesungen über die psalmen 2, 51 und 45 (erschienen 1546,
1538, 1533), von A. Freitag bearbeitet, mit germanistischen be-
merkungen, Worterklärungen usw. von 0. Brenner, und den biblio-
graphien von J. Luther. — bd. 50 bringt die Schriften Luthers
aus den jähren 1536 — 1539, in der hauptsache von 0. Giemen
bearbeitet, einzelne von 0. Brenner, F. Gohrs, G. Kawerau,
G. Koffmane, 0. Reichert, E. Thiele, die germanistische be-
arbeitung rührt durchweg wie sonst von 0. Brenner her, eine
vergleichung des tcheschischen Originals der von Luther mit einer
vorrede herausgegebenen briete des Johann Huß ist von P. Di eis
beigesteuert, die bibliographien wie sonst von J. Luther, bemerkens-
wert ist die der bisherigen annähme widersprechende zeitliche
174 IX. Neuhoclideutsche literatur.
bestimmung einzelner Schriften, für uns besonders hervorzuheben
sind die von E. Thiele und 0. Brenner bearbeiteten Äsopischen
fabeln Luthers, für deren entstehung endgültig das jähr 1530 fest-
gestellt wird, sowie die von 0. Brenner besorgte ausgäbe der
Aliquot nomina propria Germanorum ad priscam etymologiam
restiluta vom jähre 1537. Brenner spricht die schrift, deren erste
ausgaben ohne nennung eines Verfassers herauskamen, während erst
in den ausgaben von 1554 ab Luthers uame als der des Verfassers
genannt wird, endgültig Luther ab und weist eingehend nach, daß
am ehesten Joh. Carion als Verfasser in betracht kommt. — die
deutsche bibel bd. 5 bringt den abdruck der lateinischen Vulgata-
revision, die zuerst i. j. 1529 zu Wittenberg erschien, bearbeitet
und herausgegeben von Eberhard Nestle und, nach dessen tode,
von seinem söhne Erwin Nestle, 'der streit, ob die vorliegende
Yulgatabesserung wirklich von Luther herrührt, dürfte im groi3en
ganzen doch wohl jetzt in bejahendem sinne entschieden sein.'
die bibliographie stammt wie sonst von J. Luther.
65. Dasselbe. Die deutsche bibel bd. 3, 1911, — vgl. Jsb.
1911,9,42 — bespr. von F. Cohrs, DLz. 1914,1357—1359. —
Tischreden bd. 1 und 2, 1912 und 1913. — vgl. Jsb. 1912,9,62
und 1913,9,39 — bespr. von 0. Giemen, DLz. 1914,2773 f.,
G. Buchwald, LZbl. 1915,257 f., bd. 1 allein von N. Paulus,
Eist. -pol. bll. 151(1913),249— 265.
66. Martin Luther, Ausgewählte werke, unter mitwirkung
von Hermann Bärge, Georg Bnchwald, Paul Kalkoff, Max
Schumann, Wolfgang Stammler, Henry Thode. hrsg. von Hans
Heinrich Borcherdt. bd, 2, München u. Leipzig, Georg Müller.
1914. CLXXXVI,319 s. 6 m, — die neue ausgäbe wendet sich
nicht an die theologen und gelehrten allein, sondern an die weiten
kreise der gebildeten überhaupt, für deren verschiedene schichten
gar nicht genug Lutherausgaben geschaffen werden können, dem
zwecke entsprechend ist das hauptgewicht dieser ausgäbe nicht so
sehr auf die wissenschaftlich-theologischen Schriften, sondern auf
die historisch und kulturgeschichtlich wichtigen Schriften gelegt,
der plan umfaßt 1. reformatorische und politische Schriften, 2. Schriften
zur neuorganisation der gesellschaft, 3, Schriften zur neuorganisation
der kirche, 4. predigten, 5. erbauliche und vermischte Schriften,
6. dichtungen, 7, tischreden, 8. briefe, und verteilt diesen Inhalt
auf 15 bände, dem ziel der ausgäbe entsprechend ist die spräche
und Schreibart vorsichtig dem heutigen gebrauche genähert, auch
sind, dem heutigen geschmacke folgend, dem texte nachbildungen
von titelblättern gleichzeitiger ausgaben sowie bildnisse der Zeit-
genossen und Luthers selbst beigegeben, letztere sollen später zu
einer ikonographie des Lutherbildes zusammengefaßt werden, wie
IX. B. Denkmäler. 175
•wir sie in kleinerem maßstabe übrigens schon in der ausgäbe der
Lutherbildnisse durch Hans Preuß in den Voigtländerschen quellen-
büchern bd. 42 — vgl. Jsb. 1913,9,48 — besitzen, daß die aus-
gäbe in den einleitungen und anmerkungen auf der höhe der Wissen-
schaft stehen wird, verbürgen die namen der bearbeiter. der zuerst
erschienene bd. 2 bringt die Schriften des Jahres 1520 'An den
christlichen adel', 'Von der babylonischen gefangenschaft der kirche',
'Sendbrief an papst Leo X.', 'Von der freiheit eines christen-
menschen'; die einleitung Paul Kalkoffs, des ausgezeichneten for-
schers über Luthers römischen prozeß, umfaßt allein 186 selten,
die äußere ausstattung ist vorzüglich und wird die anschaffung
zweifellos auch manchen kreisen empfehlen, die sonst dieser lite-
ratur zurückhaltend gegenüberstehen.
67. Martin Luther, eine auswahl aus seinen Schriften in
alter sprachform mit einleitungen und erläuterungen nebst einem
grammatischen anhang von Richard Neubauer, tl. 1. 5. und
6. verb. aufl. Halle, Waisenhaus. 1913. XVII,287 s. — tl. 2.
4. und 5. verb. aufl. ebd. 1914. XIV,238 s. je 2,80 m. (Denk-
mäler der älteren deutschen literatur, hrsg. von Gotthold Bötticher
und Karl Kinzel. 111,2 u. 3.) — wenn auch Böttichers und
Kinzels Denkmäler zunächst 'für den literaturgeschichtlichen Unter-
richt an höheren lehranstalten' bestimmt sind, so geht ihr Wirkungs-
kreis vielfach auch noch weit darüber hinaus, das gilt ganz be-
sonders für Neubauers Lutherauswahl, die auch dem studierenden
der germanischen philologie eine feste grundlage für das erfassen
von Luthers spräche, darstellungskraft und den geist seiner werke
zu geben geeignet ist, und ebenso jedem, der mit ernst in die
sprach- und gedankenweit Luthers eindringen will, ein hilfsmittel
bietet, wie das bei keiner anderen auswahl der fall ist. die ge-
diegenheit, die eine folge der Sorgfalt und liebe ist, mit der der
herausgeber seine arbeit von anfang an begonnen und durchgeführt
hat, und die in den besprechungen der früheren autlagen durchweg
anerkannt ist, sichert der ausgäbe ihren bleibenden wert, was auch
durch die notwendigkeit der neuen auflagen bezeugt wird, an dem
Inhalt ist gegen früher nichts w^esentliches geändert, doch sind die
sprachlichen und sachlichen anmerkungen auch jetzt wieder sorg-
fältigst durchgearbeitet, im besonderen trifft die durcharbeitung,
wie der herausgeber selbst hervorhebt, den teil der einleitung,
der 'Luthers bedeutung für die deutsche spräche und literatur, seine
Stellung in der geschichtlichen entwicklung unserer spräche und
seine Verdienste um die begründung des neuhochdeutschen be-
handelt,' und in welchem der herausgeber entgegen anderen an-
sichten den hohen wert dieser bedeutung betont; dabei entwirft
er auch ein bild des augenblicklichen Standes der sprachlichen
176 I^- Neuhochdeutsclie literatur.
Lutherforschung sowie der aufgaben, die ihrer noch harren, der
tod hat dem herausgeber nach der Vollendung des zweiten teiles
der neuen aufläge die feder aus der hand genommen, seine arbeit
wird aber als ein werk unermüdlicher liebevoller Vertiefung in die
sprachliche und literarische bedeutung des reformators bestehen
bleiben.
68. Luthers werke in auswahl. unter mitwirkung von Alb.
Leitzmann, hrsg. von Otto Giemen, bd. 1 — 4. 1912 — 1913.
— vgl. Jsb. 1912,9,64 und 1913,9,40. — die ausgäbe ist auch
weiterhin günstig besprochen: bd. 1 — 4 von 0. Behaghel, Litbl.
1914.382; bd. 1—3 von E. Herr, Mitt. a. d. hist. lit. 43 (n. f. 3;
1915), 37 f.; Otto Scheel, ZfdPh. 46(1914),122 — 126 (erkennt
die berechtigung und die leitsätze der ausgäbe an, hätte aber in
der auswahl der Schriften den entwickluugsphasen Luthers mehr
aufmerksamkeit gewünscht); bd. 3 und 4 von Ferdinand Cohrs,
Theol. litbl. 35(1 914),345— 347. ferner von K. Bihlmeyer, Theol.
quartalschr. 95(1913), 291 f. (bd. 1 u. 2) und 96(1914), s. 282 f.
(bd. 3 u. 4) ('sie kommt einem wirklichen bedürfnis entgegen und
darf theologen, historikern und germanisten empfohlen werden'):
W. Köhler, s. o. abt. 9, nr. 59.
69. Luther's pädagogische Schriften, ausgewählt und zu-
sammengestellt von A. Moldehn. 6. aufl. Breslau, F. Hirt. 1913.
63 s. 0,80 m. (Schriften hervorragender pädagogen für Semi-
naristen und lehrer. h. 1.)
70. Lutherbuch, eine auslese aus Luthers werken mit er-
läuternden abschnitten und anmerkungen von W. Schrank. Leipzig,
Quelle u. Meyer. 1913. XII,81 s. 0,80 m.
71. Luthers Großer katechismus. textausgabe mit kennzeich-
nung seiner predigtgrundlagen und einleitung von Johannes Meyer
(prof. in Göttingen). Leipzig, Deichert. 1914. VII, 178 s. 3,80 m.
(Quellenschriften zur geschichte des protestantismus, heft 12.) —
M. gibt eine entstehungsgeschichte des textes von Luthers Großem
katechismus, indem er dessen abhängigkeit von den drei reihen der
katechismuspredigten aus dem jähre 1528 sowie der predigten in
der karwoche 1529 — hrsg. von G. Buchwald in der Weimarer
ausgäbe bd. 29 und 301; vordem: G. Buchwald, Die entstehung
der katechismen Luthers und die grundlage des Großen katechismus,
1894 — im einzelnen nachweist und die verschiedene herkunft
durch verschiedenen druck übersichtlich kenntlich macht, dabei
geht M. in den nachweisen der abhängigkeit über Buchwald und
ebenso über Albrecht (in der Weimarer ausgäbe 311, s. 480 ff.),
der sich im wesentlichen an Buchwald anschließt, weit hinaus,
hatte schon Albrecht 'eine sorgfältige nachprüf ung dieses teils der
IX. B. Denkmäler. I77
Buchwaldschen arbeit' als 'ein lohnendes thema für eine sonder-
untersuchung' bezeichnet, so kommt M. nunmehr zu wichtigen neuen
ergebnissen sowohl in der zeitlichen abstufung der arbeit Luthers
am Großen katechismus als in der damit zusammenhängenden inneren
ausgestaltung des textes. besonders wichtig sind M.s ergebnisse
für die erklärung des textes des ersten hauptstückes ; auch auf die
entstehung des Kleinen katechismus sowie der Katechismustafeln
geht M. dal^ei ein. — ausführlich besprochen von 0. Albrecht-
Naumburg, Theol. lit.-ber. 37(1914),293— 296: 'unleugbar hat der
vf. die philologische kenntnis des Großen katechismus durch seinen
textabdruck und seine Untersuchung verfeinert . . . über Buchwald
und meine andeutungen in der W. A. hinaus, doch hat er die theo-
logische bedeutung seiner textkritischen bemühungen . . . über-
schätzt.' ebenfalls eingehend bespr. von Ferdinand Cohrs, Theol.
lit.-blatt 1915,123—127.
72. F. Nieländer, Die beiden plakatdrucke der ablaßthesen
D. Martin Luthers. ZfKg. 35(1914),151— 165. — N. sucht nach-
zuweisen, daß der anschlagdruck A (s. Weimarer ausg. bd. 1, s. 230),
der bisher als druck von Melchior Lotther in Leipzig betrachtet
wurde, vielmehr von Hieronymus Höltzel in Nürnberg gedruckt,
und daß der anschlagdruck B, über dessen herstellungsort bisher eine
feste ansieht noch nicht bestand, in Wittenberg gedruckt sei, frei-
lich, da dessen typen in Wittenberg nicht nachweisbar sind, mit
typen, die Luther sich dazu von außerhalb verschafft habe.
73. Martin Luthers Geistliche lieder. Leipzig, Insel-verlag
[1914]. 66 s. 0,50 m. (Insel-bücherei, nr. 144.) — gibt nächst
Luthers vorrede 'Daß geistliche lieder singen gut und Gott ange-
nehm sei' und der 'Frau Musica' Luthers lieder unter ablehnung
von Spittas ansichten im wesentlichen im anschluß an Wacker-
nagels anordnung (Das deutsche kirchenlied bd. 3), indem jedoch
inhaltlich zusammengehörige lieder zu einer gruppe vereinigt wurden,
einige sprachliche erläuterungen sind angefügt.
74. Dr. Martin Luthers briefwechsel. bearbeitet und mit er-
läuterungen versehen von f Ernst Ludwig Enders. fortgesetzt
von Gustav Kawerau. bd. 15. briefe vom november 1542 bis
märz 1544. Leipzig, Verein f. reformationsgeschichte, Rud. Haupt.
1914. VIII,371 s. — forts. zu Jsb. 1912,9,65.
75. Martin Luthers Tischreden, hrsg. von A. Frederking.
Berlin, Deutsche bibliothek. 1914. XII,283 s. 1 m. (Deutsche
bibliothek.)
Biographisches. 76. Heinrich Boehm er, Luther im lichte
der neueren forschung. ein kritischer bericht. 8. verm. u. umgearb.
Jahresbericht für germanische Philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 12
]^78 ^^- Neuhochdeutsche literatur.
aufl. Leipzig u. Berlin, Teubner. 1914. VI,170 s. 1 m. (Aus
natur und geistesweit, bändchen 113.) — selbstanzeige GRMon.
6(1914),595. 'sucht in der neuauflage, den neuesten stand der
Lutherforschung berücksichtigend, von einer kritischen auseinander-
setzung mit den letzten ergebnissen der protestantischen wie katho-
lischen Lutherforschuug ausgehend zu einer auf den quellen fußen-
den unparteiischen Würdigung von Luthers persönlichkeit zu ge-
langen, sie aus ihrer zeit heraus zu erfassen, sie menschlich näher
zu bringen, ihre schwächen und stärken gleichmäßig zu beleuchten.
so werden religiöse entwicklung des reform ators, sein kämpf gegen
die alte kirche, seine bedeutung als gelehrter und mensch und
seine befähigung zum denker und propheten eröi'tert. auch die
fragen des Lutherporträts sind unter wiedergäbe zweier wichtiger
Lutherbilder behandelt.' — das buch bleibt nach wie vor von der
kritik günstig aufgenommen, vgl. Jsb. 1910,9,86 zur 2. aufl. —
W. Sohm, Hist. zs. 113 (3.1, 17; 1914), s. 204: 'das buch bleibt
auch in seiner neuen gestalt eine ausgezeichnete einführung in das
Studium Luthers und seines werkes'; 'eine vorzügliche einleitung
in die probleme der gegenwärtigen Lutherforschung', Geisteskampf
der gegenwart 1914, s. 278; günstig auch [0.] Albrecht-Naum-
burg, Theol. lit.-ber. 37(1914),183 f. — W. Köhler, s. o. abt. 9,
nr. 59.
77. Adolf Hausrath, Luthers leben, bd. 2. 3. ausg. (5. taus.)
Berlin, Grote. 1914. X,511 s. mit 1 bildnistafel. 7 m. — forts.
zu Jsb. 1913,9,44. — günstig, namentlich in bezug auf die Ver-
besserungen, die zum teil noch Hausrath selbst, nach seinem tode
Hans von Schübe rth beigefügt hat, bespr. von G. Kawerau,
DLz. 1915,284—286; bd. 1: W. Köhler, s. o. abt. 9, nr. 59.
78. Geo. Buchwald, Doktor Martin Luther, ein lebensbild
für das deutsche haus. 2. verm. u. verb. aufl. mit zahlreichen
abbildungen im text und auf 16 tafeln nach kunstwerken der zeit.
Leipzig, Teubner. 1914. X,516 s. 8 m. — günstig bespr. von
Paul Meinhold, Sokrates 2(1914),552 f.; ebenfalls günstig von
G. Kawerau, Theol. Iz. 1915,252 f., der nur daran anstoß nimmt,
daß B. in der beurteilung von Luthers verhalten zum ehehandel
des landgrafen Philipp nicht auf der höhe des gegenwärtigen
Standes der forschung steht; s. a. Geisteskampf der gegenwart
1914, s. 76; ungünstig dagegen von Josef Frank, ZföG. 65(1914),
763—765; W. Köhler, s. o. abt. 9, nr. 59.
79. Hartmann Grisar, Luther. — vgl. Jsb. 1913,9,45;
1912,9,73 und früher. — bd. 1 — 3 noch einmal im Zusammenhang
besprochen von ■W[alther] Köhler, Hist. zs. 113 (3. f., 17; (1914),
8. 355 — 359: 'alles in allem: das neue katholische Lutherwerk
bedeutet formell einen fortschritt gegenüber Denifle, krankt aber
IX. B. Denkmäler. I79
an derselben falschen methodik wie er und kann trotz allen fleißes
im einzelnen als gesamtleistung nicht vor dem forum der kritik be-
stehen'; Otto Scheel, Theol. Iz. 1915,201 f. betont die Unmöglich-
keit eines wissenschaftlichen Streites mit Grisar; s. a. Otto Scheel.
Die historisch-psychologische methode in Grisars Luther, Theol.
stud. u. krit. 1914,126 — 152. auch K. Bihlmeyer, Theol. quartal-
schrift 96(1914), s. 277 — 279 sagt zu bd. 3: 'dabei wird man
allerdings der meinung sein dürfen, daß auch der katholische ge-
schichtschreiber, ohne seiner glaubensüberzeugung untreu zu werden,
dem ideal der historischen Objektivität noch etwas näher kommen
könne als Grisar, der manchmal allzu rasch rein katholische maß-
stäbe des urteils an Luther anlegt, wo es nicht unbedingt nötig
ist.' — vgl. ferner H. Grisar, Walther Köhler über Luther und
die lüge (Hist. jb. bd. 34, 1913,233—255) und dazu Köhlers
Zurückweisung in ZfKg. 35(1914),260— 277.
80. H, Böhmer, Aus alten handschriften von Luther und
über Luther. Neue kirchl. zs. 25(1914),397— 412, — die fund-
stücke sind in der mehrzahl dem kodex R 273 der Breslauer
Stadtbibliothek entnommen; sie bilden neue und, zumal sie von der
hand Stephan Roths stammen, wichtige beitrage zur Verbrennung
der bannbulle durch Luther — Luthers worte lauten hier 'Quoniam
tu conturbasti veritatem Dei, conturbet te hodie Dominus in ignem
istum'; vgl. Jsb. 1907,9,124 — , zu Luthers reise nach Worms,
seiner gefangennähme vor der Wartburg, zu den Wittenberger Un-
ruhen von 1521/22, Luthers rückkehr von der Wartburg u. a. m.
81. Johannes v. Walther, Vom jungen Luther, vertrag.
Neue kirchl. zs. 25(1914),55— 74.
82. Heinrich Böhmer, Luthers Romfahrt. Leipzig, Deichert.
1914. IV, 183 s. 4,80 m. — Böhmers arbeit unterscheidet sich
von den bisherigen darstellungen über Luthers Romfahrt ausdrück-
lich und vorteilhaft dadurch, daß er nicht schildert, was Luther
auf dieser reise kennen gelernt haben kann, sondern was er nach
den quellen nachweisbar kennen gelernt hat. darnach hat er 'iu
Rom weder etwas besonderes gesehen, noch etwas besonderes ge-
hört und getan, seine erlebnisse und eindrücke ähneln durchaus
den erlebnissen und eindrücken anderer Romfahrer jeuer tage, sie
sind vollkommen typisch.' B. scheidet im besonderen zwischen
Luthers eigener erfahrung und dem, was er später von anderen
über Rom und römisches leben gehört hat. den hintergrund zu
Luthers erlebnissen gibt ein mit ganz außerordentlicher kenntnis
der quellen ausgeführtes bild des damaligen Rom und des dortigen
lebens. — das buch ist durchweg sehr günstig besprochen. 'B.s
glänzende Untersuchung, ein muster historischer gründlichkeit und
wissenschaftlicher Objektivität, darf als abschließend und in ihren
12*
180 I^- Neuhochdeutsche literatur.
ergebnissen endgültig bezeichnet werden', G. Buchwald, LZbl.
1914,1368: ebenfalls günstig Hans Preuß, Theol. litbl. 35(1914),
367 f., G. Kawerau, Theol. Iz, 1915,375 f.
83. Johannes Kühn. Luther und der Wormser reichstag
1521. aktenstücke und briefe. Leipzig, Voigtländer. 1914. 121 s.
1 m. (Voigtländers Quellenbücher, bd. 73.)
84. Karl Bauer, Luther und Ignatius von Loyola. Protest,
monatshefte 18(1 914),308— 323.
85. Alphons Victor Müller, Luthers theologische quellen.
1912. — vgl. Jsb. 1912,9,83. — bespr. von W. Koch, Theol.
quartalschrift 96(1914), s. 293 f. 'das buch Müllers ... ist eine
kräftige anregung für die mittelalterliche dogmenhistorie und wird
für die weitere klärung der frage nach den quellen der lehre
Luthers von großer bedeutung sein.'
86. Johannes Gottscliick, Luthers theologie. hrsg. von
W. Gottschick. (Ergänzungsheft 1 zur Zs. f. Theol. u. Kirche.)
Tübingen, Mohr. 1914. IV,92 s. 3 m. — rec. Hans Preuß,
Theol. litbl. 35(1914), 515 f. (ablehnend); kurz angezeigt von
G. Buchwald, Zbl. 1915,338 f.
87. S. Baranowski, Luthers lehre von der ehe. Münsteri. W.,
H. Schöningh. 1913. VIII,210 s. 4 m. — rec. [0.] Albrecht-
Naumburg, Theol. lit.-ber. 37(1914),184. 'der fleiß des vfs sowie
sein bemühen um objektive quellenmäßige darstellung verdient
anerkennung. seine 'Objektivität' ist aber die eines korrekten,
gläubigen katholiken, der durch das dogma und die grundsätze
seiner kirche gehindert ist, die positiven sittlich-religiösen f ort-
schritte der reformation anzuerkennen'; ähnlich bespr. von Stein-
lein, Theol. litbl. 35(1914), 392 f.
88. Ludw. Ihmels, Das dogma in der predigt Luthers,
(progr.) Leipzig, A. Edelmann. 1912, 70 s. 2,25 m. — rec.
Otto Scheel, Theol. Iz. 39(1914),558— 560.
89. Henry Thode, Luther und die deutsche kultur. München
und Leipzig, G. Müller [1915]. 92 s. Im. — das werk ist die
einleitung zu dem in Vorbereitung befindlichen ersten bände der
neuen Lutherausgabe (s. o. abt. 9,66). trotz mancher bedenken
nennt 0. Albrecht-Naumburg die schrift 'eine wertvolle, geist-
reiche und fruchtbare kulturphilosophische skizze, in die man sich
mit gewinn vertieft.' Theol. lit.-ber. 38(1915), 166— 168.
Sprachliches. 90. Carl Prancke, Grundzüge der Schrift-
sprache Luthers. 2. aufl. tl. 2 : wortlehre. Halle, Waisenhaus.
1914. Vin,366 s. 8,40 m. — forts. zu Jsb. 1913,9.50. — tl. 1
günstig bespr. von 0. Brenner, LZbl. 1913,1727 f.; tl. 1 u. 2
von [0.] Albrecht-Naumburg, Theol. lit.-ber. 86(1913),304 f. und
IX. B. Denkmäler. 3 81
37(1914),185 f.; Philipp Strauch, Theol. stud. u. krit. 1915,
381—384.
91. Fritz Haiibold, Untersuchung über das Verhältnis der
originaldrucke der Wittenberger hauptdrucker Lutherscher Schriften:
Grunenberg, Lother, Döring-Cranach und Lufft zu Luthers druck-
manuskripten. diss. Jena. Borna-Leipzig, buchdr. E. Noske. 1914.
96 s., 1 bl. — die feststellung des Verhältnisses der spräche
Luthers in seinen handschriften zu der gestalt, in der sie gedruckt
erscheint, ist augenblicklich eine der wichtigsten aufgaben der
eigentlichen Lutherphilologie, die vorliegende arbeit ist der erste
größere selbständige versuch in dieser richtung, zu dem der vf.
sich einige der hauptsächlichen Wittenberger drucker ausgesucht
hat. der vf. erstreckt seine beobachtungen auf rechtschreibung,
interpunktion, lautstand, deklination und konjugation, Wortbildung,
sowie den text, und gibt eine sorgfältige Statistik aller von ihm
bemerkten unterschiede, der weg ist durchaus glücklich gewählt,
des vfs beobachtungen ergeben, daß bei der gegenseitigen an-
näherung auch Luthers Schreibweise im laufe der zeit von den
druckern beeinflußt wurde, in auffälliger weise trifft das z. b. bei
den konsonantenverdoppelungen zu, die Luther zuerst sehr häufig,
später aber seltener anwendet, während die drucker ihnen von an-
fang an abgeneigt sind; die Umlautbezeichnungen dagegen führen
die drucker ein. das endergebnis der verdienstvollen arbeit ist: 'den
Wittenberger hauptdruckern ist ein verdienst um die entwicklung
der Luthersprache zuzuschreiben, indem sie anregend auf Luther
wirkten und später die bei Luther sich entwickelnden regeln
immer konsequenter durchführten, als es Luther selbst tat.'
92. Johannes Luther, Die schnellarbeit der Wittenberger
buchdruckerpressen in der reformationszeit. (Aus der drucker-
praxis der reformationszeit. II; s.-a. aus dem Zentralblatt f. biblio-
thekswesen 31.) Leipzig, Harrassowitz. 1914. 23 s. Im. —
fortß. zu Jsb. 1910,9,92. — die Schnelligkeit, mit der die Witten-
berger drucker Luthers Schriften auf den markt zu bringen suchten,
zeitigte ganz eigenartige herstellungsverfahren : 1. den ergänzungs-
druck (neudruck eines oder mehrerer bogen, die aus versehen
zuerst in zu geringer anzahl abgezogen waren), 2. den zwitter-
druck (erhöhung der aufläge einer schrift während des druckes,
wenn ein teil des werkes schon hergestellt, der andere teil aber
sich noch unter der presse oder vor dem druck befand; die ersten
bogen wurden dann neu gesetzt), 3. den paralleldruck (der text
wurde, nach diktat, sogleich zweifach gesetzt und beide satz-
formen dann unterschiedslos zur herstellung der exemplare ver-
wendet), 4. den unkorrigierten druck (die schrift wurde zuerst
ohne korrektur des vfs, dann mit inzwischen erfolgter korrektur
182 1^' Neuhochdeutsche literatur.
ausgegeben), die vier verfahren kommen sowohl jedes einzeln
für sich, als ii; der mannigfachsten art kombiniert vor. der
treibende grundsatz war, durch möglichst schnelle und hohe auflagen
dem nachdruck zu steuern, was den Wittenberger druck ern auch
gelang, wie der vf. statistisch nachweist, die feststellungen sind
für die textkritik wichtig.
93. Carl Franke, Der geschichtliche kern der legende von
Luthers Schöpfung der neuhochdeutschen Schriftsprache. Grenz-
boten jg. 73(1914),IV,248 — 253. — 'im wertschätz und satzbau
war die deutsche kanzleisprache schon auf dem wege, sich und
damit überhaupt die Schriftsprache der lebendigen Volkssprache
immer mehr zu entfremden, dieser entfremdung gebot Luther ein
energisches halt, indem er an stelle der kanzleisprache seine bibel-
übersetzung dem deutschen Schrifttum als klassisches muster hin-
stellte. ... so hat denn Luther das unsterbliche verdienst um die
deutsche Schriftsprache, den im werden begriffenen einigungs-
prozeß ihrer äußeren form teils wirklich vollzogen, teils veranlaßt
und sie hinsichtlich des inneren kerns zurückgeführt zu haben zu
ihrem ewig jungen quell der lebendigen spräche des volks.'
94. Eisch, Beiträge zur deutschen Bibelsprache. Neue
kirchl. zs. 25(1914), 771 — 797. — vf. führt die gedanken eines
früheren aufsatzes (Welche aufgaben stellt die Lutherbibel der
wissenschaftlichen forschung? vgl. Jsb. 1911,9,49) für die Bibel-
sprache durch, und will damit eine Vorarbeit zu einer zeitgemäßen
Bibelrevision geben, indem er 'volle klarheit über den sinn der
von Luther gebrauchten biblischen ausdrücke zu geben sucht und
dabei auch die abweichungen der Luthersprache von der gegen-
wart berücksichtigt.' im vorliegenden aufsatz werden die wort-
gruppen 'arg, ärgern, ärgernis, ärgerlich', 'fromm, frömmigkeit',
'segen und fluch' behandelt, in lehrreicher weise erörtert der vf.
im anschluß an den urtext der Bibel und an die Vorgeschichte des
deutschen wortes den begriff, den Luther mit dem werte ver-
band, sodann die entwicklung des begriffes bei Luther und ver-
gleicht diesen mit dem jetzt gebräuchlichen sinn. so gibt er
wertvolle beitrage auch zur deutschen wortgeschichte überhaupt.
95. 0. Albrecht, Das Luthersche handexemplar des deut-
schen Neuen Testaments (gedruckt in Wittenberg, Lufft 1540),
eine grundlage der berichtigten texte in den bibelausgaben von
1541 und 1546. Theol. stud. u. krit. jg. 1914,153—208.
96. Warren Washburn Flor er, Luther's use of the pre-
lutheran versions of the bible. article 1. Ann Arbor, Michigan,
George Wahr. 1912. s. 1 — 52. 35 c. — G. Kawerau, DLz.
1915,968 — 970: der vf. behauptet im gegensatz zu der herrschen-
den meinunf: einen stärkeren einfluß der älteren deutschen bibel-
IX. B. Denkmäler. 183
Übersetzung auf Luther, und zwar erstens weil es Luther sonst
gar nicht möglich gewesen wäre, in so kurzer zeit das ganze neue
testament zu übersetzen, zweitens weil sich Übereinstimmungen
finden. für die erste behauptung hält Kawerau dem vf. die
völlige Vertrautheit Luthers mit dem bibeltext entgegen, für die
zweite erklärt er es als einen methodischen fehler des vfs, die
kapitel Matth. 5 und Luk. 2 zum nachv\'eis der Übereinstimmung
mit dem älteren text in parallele zu stellen. daß in diesen
schlichten erzählungen und Sprüchen eine fülle von Vokabeln in
beiden Übersetzungen übereinstimmen, ist selbstverständlich, die
Untersuchung müsse vielmehr an abschnitten, die schwer zu über-
setzen oder deren sinn dunkel ist, durchgeführt werden, 'kurz,
mit dem hier vorgebrachten hat der vf. mich noch nicht über-
zeugt; es bleibt abzuwarten, ob er in der fortsetzung seiner Unter-
suchung triftigeres vollbringen wird.'
97. D. Martin Luther und der heutige Sarrazinismus, offener
brief von Otto Sarrazin an herrn Franz Sandvoß in Weimar.
ZSprV. 29(1914),133— 144. — Nochmals Franz Sandvoß, ebd.
143 f. — die beiden aufsätze, die Luthers Stellung zur fremd-
wörterfrage behandeln, sind aus den Jahrgängen 1897 und 1898
der ZSprV. wieder abgedruckt, die unhaltbaren ansichten von
Sandvoß sind bereits Jsb. 1897,10,151 und 1898,9,130 besprochen,
der abdruck bildet eine anläge zu dem aufsatz von Otto Sarrazin,
'Professor dr. Hans Delbrück und der Allgemeine deutsche Sprach-
verein', ZSprV. 29(1914), 105 — 112, einer abwehr Sarrazins gegen
einen neuerlichen angriff Delbrücks u. d. t. 'Treitschke über
Sprachreinigung' gegen den ADSprV. in den Preuß. jbb. bd. 155
(1914),133— 136.
Manuel. 97a. F. Vetter, Schwert und feder. Niklaus
Manuel als kriegsmann und dichter, 1522 — 1528. Die persönlich-
keit 1(1).
MathesillS. 98. G. Bossert, 0. Giemen, P. Flemming,
G. Loesche, Vallensia. Jb. f. d. gesch. des protest. in Öster-
reich 34,38 — 54. — briefe von Mathesius und P. Eber, s. 53 Nie.
Hermans grablied auf Melanchthon.
Meistersällger. unten nr. 145 Brandl, Seb. Wild.
Melanchthon. 99. K. Schornbaum, Zum briefwechsel
Melanchthons. ZfKg. 1914,2,277 f.
100. L. Enders und G. Kawerau, Nachträge und Ver-
besserungen zu den briefen Melanchthons an Georg Buchholzer
und seine söhne. Jahrb. f. brandenb. kirchgesch. 9 — 10, 49 — 77.
101. G. Bossert und W. Friedensburg, Melanchthoniana.
Archiv f. refgesch. 11,228 f.
184 IX- Neuhochdeutsche literatur.
102. 0. Giemen, Melanchthons Loci als Stammbuch. ThStK.
1914,111—118.
Morsheim. 103. Fanny Keßler, Johann von Morsheims
Spiegel des regiments. Marburger diss. 1913. 67 s. — unter-
sucht die ausgaben des 1515 erschienenen gedichts, das zuletzt
185G von Goedeke abgedruckt wurde, und gibt eine sorgfältige
Übersicht der lautlehre, synkope und apokope, flexionslehre, des
reimgebrauchs, der metrik.
Murner. 104. K. Plenio, Thomas Murners Sapphicum.
Beitr. 39,566 — 570. — das sparnößly im Lutherischen narren
V. 3992 bewahrt silbenzahl und kadenz der sapphischen Strophe,
belebt sie aber durch reim und refrain.
Oesterreieher. 105. L. Junius Moderatus Columella, De
re rustica übersetzt durch Heinrich Oesterreieher, abt von
Schussenried, hrsg. von Karl Löffler, bd. 1: buch 1 — 6. bd. 2:
buch 7 — 12 (Stuttgarter literar. verein 263 — 264). Tübingen.
XXIV, 341. 360 s. — genauer abdruck der Stuttgarter hs., die der
Übersetzer selber korrigiert hat. die Verdeutschung, die er 1491 auf
anregung des grafen Eberhard im hart unternahm, steht unter dem
einflusse des Niclas von Wyle und beruht auf dem Venezianer
drucke Columellas von 1472 oder auf dem abdrucke von 1482.
der herausgeber verzeichnet am fuß der seite, wo es nötig schien,
den text der lateinischen vorläge und fügt ein register der be-
merkenswerten ausdrücke bei.
Paumgartner. 106. Camilla Lucerna, Der dichter Urban
Paumgartner. Jb. f. gesch. d. protest. in Österreich 24,55 — 72.
— P., geb. um 1540, gest. nach 1624, hat 1605 einen latei-
nischen lobspruch auf Klagenfurt verfaßt, den R. v. Buzzi (f 1886)
in deutsche hexameter übertrug, und 1618 eine lateinisch-deutsche
allegorie 'Quadrinoctium Laureacense' (Enns).
Puschmann, 107. E. Goetze, Adam Puschmann. ZfdPh.
46,84—87. — nachtrage zu Goedekes grundriß' 2,263.
Sachs.^) 108. E. Goetze, Zu den schwanken des Hans
Sachs. ZfdPhil. 46,83 f. — Der gehencket schuster, meister-
Hed 1559.
109. H. Sachs, Eastnachtspiele, ausgewählt und sprachlich
erneuert von L. Colze 1 — 2. Berlin, A. Collignon. je 0,80 m.
110. H. Sachs, Schwanke ausgewählt und mit bildern ge-
schmückt von G. Barlösius. München, Holbein-verlag. 46 s.
1,25 m. (Jungbrunnen-bücherei 2. neuausgabe). — Vom dummen
teufel. ebd. 40 s. 1,25 m. (ebd. 14.)
*) vgl. nr. 117 M. Herrmann.
IX. B. Denkmäler. 185
111. E. F. Clark, The fable 'frosch und maus' as found
in Luther and Hans Sachs. JEGPbil. 13,51—59.
112. S. Wernicke, Die prosadialoge des Hans Sachs, diss.
Berlin, Calvary. 1913. VI,135 s. 3 m.
113. El. Hintner, Bausteine zu einer Hans Sachs-biblio-
graphie 1. progr. Wels. 22 s.
114. E. Mummenhoff, Hans Sachsens geburtshaus. Kbl.
des gesamtv. der dt. geschichtsvereine 62(9).
Sattler. 115. E. Spitta, Michael Sattler als dichter.
ZfKg. 35,393—402.
Schauspiel.^) 116. Das Pai-iser reformationsschauspiel von
1524, ausgäbe in lichtdruck nach dem exemplar der Marien-
bibliothek zu Halle mit einer einleitung von K. Voretzsch. Halle,
Niemeyer. 1913. 2 bl., 18 s., 6 bl. 4". 1,50 m. — dem texte
der 'Comedia' von 1524 ist der bericht von J. H. Malus (1687)
über eine 1530 vor Karl V. gespielte 'comoedia muta' und ein
kupferstich von 1718 angehängt. Geigers Vermutung, der vf. der
lateinischen vorläge des deutschen textes sei Earel gewesen, hat
keinen beifall gefunden. — rec. O. Giemen, ZfKg. 35,599 f.
Zbl. 1914,317.
117. Max Herrmann, Eorschungen zur deutschen theater-
geschichte des mittelalters und der renaissance. Berlin, Weid-
mann. XV, 541 s. mit 129 abb, 20 m. — das mit Unterstützung
der generalintendantur der kgl. Schauspiele herausgebene stattliche
buch zeigt, wie die junge Wissenschaft der theatergeschichte an-
gefaßt werden muß, um über so dilettantische leistungen, wie etwa
Genees Lehrjahre des deutschen Schauspiels (1882) und manche
späteren, endlich hinauszukommen, scharf formulierte fragen werden
mit hilfe aller ergebnisse philologischer und kunstgeschichtlicher
forschung beantwortet, von den beiden teilen des werkes stellt
sich der erste, 'das theater der Meistersinger von Nürnberg', die
aufgäbe, eine aufführung von H. Sachsens Tragedi des hürnen
Seufrid (1557) bis ins kleinste wieder lebendig werden zu lassen.
H. untersucht den in der Marthakirche vorhandenen bühnenraum,
rekonstruiert das podiuni, die vorhänge, die eingänge, Verwendung
von kanzel und chorgestühl, die 'gesprochene dekoration', die
requisiten und kostüme, endlich die schauspielerkunst der meister-
sänger, die darstellung von sterben und krankheit im ernsten
drama, den ausdruck der gefühle, weinen, lachen, dazu werden
nicht nur die andern Schauspiele des H. Sachs herangezogen,
sondern auch die frühere literatur: die einförmigkeit der gesten
^) vgl. nr. 31 Gengenbach, 109 Sachs, 125 Spangenberg, 145 Wild-
186 I^- Neuhoclideutsche literatur.
im weltlichen epos des mittelalters, die gasten der kirchlichen
liturgie, der geiötlichen bildkunst und der Dürerschen maierei, der
pathetischen Marienklagen, der gebärdensprache des fastnachtspiels
und die Schauspielkunst des schultheaters, wie sie 1540 von Jodocus
Willich in einem lehrbuch der rhetorik in regeln gebracht wird, usw.
ergebnis: H. Sachs hat das von der tradition überkommene syste-
matisiert und normalisiert. — der 2. teil behandelt ausführlich
die dramenillustrationen des 15. und 16. jahrhs., namentlich die
Terenzillustrationen, die lebenden bilder der rederijkers und die
illustrationen der schweizerischen dramen von Edlibach, Gengen-
bach, Manuel, Ruof. die beigegebenen vortrefflichen nachbildungen
und die ausführlichen Untersuchungen sind sehr willkommen, wenn
auch H. s. 503 gesteht, daß es ihm hier mehr darauf ankomme,
eine bisher wenig geübte wissenschaftliche betrachtungsweise durch-
zuführen als eine wesentliche bereicherung unsrer kenntnisse zu
liefern.
Schmeltzl. 118. Wolf Schmeltzl, Lobspruch der stadt
Wien. Wien, H. Diezel.
Schwenkfeld. 119. Corpus Schwenkfeldianorum vol. 4:
Schwenkfeld, Letters and treatises dec. 1530 — 1533. ed. CD.
Hartranft, E. E. Schultz-Johnson, S. Schultz-Gerhard.
Leipzig, Breitkopf & Härtel. 28,925 s. 24 m.
Seifriedslied. 120. Scheidweiler, Die entstehung und
sagengeschichtliche bedeutung des Seifriedslieds. progr, Neu-
wied. 42 s.
121. Th.Lindemann, Versuch einer f ormenlehre des Hürnen
Seyfried. mit den 24 holzschnitten des neuentdeckten druckes von
1563 als anhang. Halle, Niemeyer. 1913. VII,82 s. 4 m.
C. Spangeuberg. 122. F. Roth, Prozeß des Georg von
Schachten gegen Cyriacus Spangenberg (1586). AHessG. n. f. 9,
36—47.
123. Cyriacus Span genberg, Mansf eidische chronica, 4. teil,
hrsg. von C. Rühlemann. Eisleben, Schulbuchh. II, s. 313 — 554.
4 m. (Mansfelder blätter 28.)
TT. Spangenberg. 124. Wolfhart Spangenberg, Anbind-
oder fangbriefe hrsg. von F. B ehrend. Tübingen. XVI,251 s.
(Bibl. des literarischen Vereins in Stuttgart 262.) — die 29 nach
dem kalender geordneten glückwunschgedichte, die Sp. 1611
herausgab, erzählen meist die legende des namensheiligen mit
allegorie verbrämt, als quellen dienen dem protestantischen autor
Schedels Weltchronik, Hondorfs Promptuarium exemplorum, Petrus
de Natalibus, auch Stumpfs Schweizerchronik, Alberus u. a. der
sorgfältig© herausgeber benutzt außer den vier drucken des werkes
IX. B. Denkmäler. 187
auch die Varianten zweier hsl. erhaltenen stücke und sorgt durch
einleitung, anmerkungen und register für das rechte Verständnis.
125. J. Schwaller, Untersuchungen zu den dramen Wolf-
hart Spangenbergs. Straßburger diss. Rixheim, Sutter & cie.
VIII, 109 s, — behandelt umsichtig Spangenbergs Übersetzungen
11 lateinischer schuldramen des Straßburger theatrum academicum
(1599 — 1609) und seine 6 freien Schauspiele, soweit sie auf uns
gekommen sind, ihre motive, bühnentechnik, Sprichwörter u. a.,
auch mit benutzung von Straßburger archivalien. als todesjahr
des dichters wird 1635 — 1636 festgestellt.
Speratus. 126. J. Zell er. Neues über Paulus Speratus.
Württemb. vjsh. f. landesgesch. n. f. 23,97—119.
Spreng. 127. R. Pfeiffer, Kleine beitrage zu Johann
Sprengs wertschätz. ZfdMa. 1914,261—264.
Steinhöwel. 128. P. Spar mb er g, Zu Steinhöwels 13. extra-
vagante. ZfdPh. 46,80 — 83. — verweist zu H. Sachs, Fabeln
5,249 auf Winterfeld, Deutsche dichter des lateinischen mittel-
alters 1913, s. 409.
129. W. Borvitz, Die Übersetzungstechnik Heinrich Stein-
höwels, dargestellt auf grund seiner Verdeutschung des Speculum
vitae humanae von ßodericus ZamorenBis, eine stilistische Unter-
suchung. Halle, Niemeyer. XI, 195 s. 5 m. (Hermaea 13). —
s. 1 — 162 erschienen als Hallische dissertation. am Schlüsse
von Steinhöwels übersetzertätigkeit steht das Speculum vitae
humanae, dessen Verdeutschung 1475 bei Zainer in Augsburg er-
schien, aus der erhaltenen originalhs. Steinhöwels (cgm. 1137) er-
gibt sich, daß die arbeit 1472 — 1474 entstand, die sorgsame stil-
untersuchung berücksichtigt auch die gestrichenen ausdrücke des
manuskripts und nutzt die neueren forschungen über Steinhöwel,
Wyle, Hütten und die kanzleisprache verständig, belege werden
ziemlich ausführlich gegeben. B. behandelt das wort, Wortver-
bindungen, satz, Satzverbindungen, metapher, bilder, kürzungen
und erweiterungen der vorläge, Übersetzungsfehler, im anhange
vergleicht er die kanzleisprachlichen elemente in Steinhöwels eigner
vorrede mit dem übrigen texte und die bibelsprüche mit der vor-
lutherischen und lutherischen Verdeutschung.
Stumpf. 130. A. Bernoulli, Neueres über Stumpfs Basler
quellen. Basler zs. f. gesch. 13,191 — 193.
Tappe. 131. K. Löffler, Eberhard Tappe, ein westfälischer
Sprichwörtersammler des 16. jahrh. Niedersachsen 19,441 f.
Yogel. 132. G. Roethe, Über Jakob Vogels lied 'Kein
seligr tod ist in der weit' und über Vogels literarhistorische
Stellung. Sitzungsber. der Berliner akad. 1914,973. — kurzer
bericht.
188 IX. Neuhochdeutsche literatur.
Wagner. 133. Das Wagnervolksbuch im 18. Jahrhundert,
hrsg. von J. Fritz. Berlin-Leipzig, B. Behr. XXXVI,58 s. (Dt.
literaturdenkmäler nr. 150.) — F. vervollständigt die bibliographie
seiner ausgäbe (Jsb. 1910,9,40) durch genaue beschreibung der
drucke von 1601, 1712, 1714, 1798, 1799 und weist das 1890
von Engel herausgegebene Puppenspiel als eine nach 1850 ent-
standene fälschung nach. — rec. J. F., GRMon, 6,430 f.
Watt. 134. R. Staiger, Benedict von Watt, ein beitrag
zur kenntnis des bürgerlichen meistergesangs um die wende des
16. jahrh. Leipzig, Breitkopf u. Härtel. 114 s. (Publ. der
internat. musikgesellschaft, 2. folge, 13.)
Weiße. 135. F. Spitta, Die herkunft des liedes '0 gläubig
herz gebenedei' (1531). Mtschr. f. gottesdienst 19,364—367.
Weltliches lied.^) 136. Gr. Forsters frische liedlein, eine
Sammlung deutscher lieder aus dem 16. jahrh. Fünfzig ausge-
wählte lieder für eine singstimme und klavier bearbeitet von
F. Schwab. Wien, Universaledition nr. 1998. 112 s. 8^. —
ohne kenntnis von M. Marriages ausgäbe der texte Forsters.
137. M. Steidel, Die zecher- und schlemmerlieder im deut-
schen volksliede bis zum dreißigjährigen kriege. Heidelberger diss.
Karlsruhe, J. Liepmannssohn. XV, 107 s. — eine ziemlich schema-
tische Zusammenstellung der redewendungen und motive des volks-
mäßigen trinkliedes aus seiner blütezeit, dem 16. Jahrhundert
(wein- und biersorten, trinkgefäße, zutrinken, strafen, gesang,
üble folgen, buhlerei u. a.), auch über geistliche uradichtungen,
auf heranziehung der Martinslieder und der lateinisch-deutschen
mischpoesie hat S. absichtlich verzichtet, aber die sonstige trink-
literatur zur erläuterung benutzt.
138. R. Veiten, Das deutsche gesellschaftslied unter dem
einfluß der italienischen musik. Heidelberg, Winter. VIII, 163 s.
6 m. (Beiträge zur neueren litgesch. n, f. 5.) s. 1 — 57 erschienen
als Heidelberger diss. — die einführung italienischer liedweisen
übte auch metrisch und inhaltlich auf die texte der deutschen ge-
sellschaftslieder einfluß. die sieben- und elfsilbler dieser villa-
nellen und canzonetten und die motive dieser liebeslyrik verbreiteten
Eich in den jähren 1574 — 1610 durch die Verdeutschungen von
Brechtl, Zacharia, Schallenberg, Haßler, Haußmann. — rec. R. V.,
GRMon. 6,495.
139. A. Gebhardt und E. Oechsler, Die Windsheimer
hs. des liedes 'von sankt Martins freuden'. ZfVk. 24,47 — 54. —
'Wolauf lieben gesellen unverczeit', 4 Strophen mit melodie, um
*) vgl. nr. 38 Hasentödter.
IX. B. Denkmäler. 189
1500 geschrieben, das lied ist auch in einer Wiener, Mtinchener
und Berliner hs. erhalten.
140. F. Tejessy, Deutsche lieder in alten handscliriften der
pfarrbibliothek von st. Jakob in Brunn. Zs. f. d. gesch. Mährens
18,383—393. — 1. Es grünen perg und tiffetall (6 str., um 1500
von Ladislaus von Boskowitz geschrieben, dialog von tochter und
mutter). 2. Es ging ein fraw gar wolgetan (mit melodie; un-
sauber). 3. Seydt willykum herr fasching. 4. Groß lieb hat mich
umfangen (6 str.). 5. Ich man dich herre Jesu Christ (gereimtes
gebet).
141. E. Henrici, Barbarolexis, Sprachmischung in älteren
Schriften Deutschlands, 2. heft (Berlin, J. Klönne nachf.), s. 132 — 139
lieder vom liebesbaume (lateinisch-deutsche mischlieder aus einem
hs. des 15. jahrh,). — s. 129 — 132 osterfreuden.
142. E,. Kade, Antonius Scandellus 1517 — 1580, ein bei-
trag zur geschichte der Dresdener hofkantorei. Sammelbde der
internat. musikges. 15,535 — 565.
Wickram. 143. G. Fauth, Jörg Wickrams romantechnik.
diss. Straßburg. 76 s.
144. J. Wickram, Das rollwagenbüchlein hrsg von C. H.
Kleukens. Leipzig, Inselverlag. 106 s. 0,50 m.
Wild. 145. W. Brandl, Sebastian Wild, ein Augsburger
meistersinger. Weimar, A. Duncker. VII, 170 s. 8 m. (Forschungen
zur neueren literaturgeschichte 48.) — die fleißige, aber doch nicht
erschöpfende und im Verhältnis zu ihrem ertrage etwas zu umständ-
liche arbeit behandelt, ohne den Augsburger Schneider und lehrer
zu überschätzen, von seinen 1566 erschienenen dramen das weih-
nachtsspiel eingehender, kürzer die passion, die andern geistlichen
und weltlichen stücke (z. b. Belial, Titus, sieben weise meistei",
Octavian, Magelone, Asinus vulgi), die reimchronik (cgm. 960) und
meisterlieder (cgm. 5102 und 4944; hs. aus Steier und Göttinger
cod. philol. 197), endlich s. 152 die bühnentechnik und die ein-
wirkung der 'passion' auf das Oberammergauer spiel.
Witzel. 146. G. Richter, Die Verwandtschaft G. Witzeis,
eines fuldischen theologen der reformationszeit. (Fuldaer ge-
schichtsblätter.) Fulda 1913. 35 s. 0,80 m. — reo. A. Hasen-
clever, ZfKg. 35,133.
147. G. Richter, Die Schriften G. Witzeis bibliographisch
bearbeitet, nebst einigen ungedruckten reformationsgutachten und
briefen Witzeis (10. Veröffentlichung des Fuldaer geschichts-
vereins). Fulda 1913. XVIII,208 s. 4,50 m. — rec. G. Bessert,
Theol. Iz. 1914,368 f. A. Hasenclever, ZfKg. 35,608.
Wyle. 148. R. Wölk an, Neue briefe von und an Niklas
von Wyle. Beiträge 39,524 — 548. — 30 briefe aus Wolfenbüttler,
190 I^- Neuhochdeutsche literatur.
Luzerner und Inusbrucker hss. aus den jähre 1447 — 1464. s. 535
erwäliuuug eines verlorenen werkes Wyles.
Ziiumerischo chrouik. oben 9,24 R. Blume.
Zwillgli. 149. Zwingiis sämtliche werke, hrsg. E. Egli,
G. Finsler und W. Köhler, 3. band. Leipzig, Heinsius. 913 s.
41,50 m.
150. A. Lang, Zwingli und Calvin. Bielefeld, Velhagen & Kla-
sing. 1913. 152 s. 3 m. — rec. Beß, ZfKg. 35,133 f. A. Baur,
DLz. 1914,274—278.
151. Zwingliana, mitteilungen zur geschichte Zwingiis und
der reformation, hrsg. von G. Meyer v. Knonau 3, ni-. 3. Zürich,
Zürcher und Furrer. s. 65—96. 0,75 m.
152. Besprechungen der in früheren Jahrgängen verzeichneten
werke: 1. F. Spitta, Liebeslieder des herzogs Albrecht von Preußen
1912,9,11. A. M. Wagner, ZfdU. 28,371 f. — 2. J. Sahr, Von
Brant bis Rollenhagen 1912,9,17. rec. Schweizer, archiv f. vk. 18,
203. — 3. M. Reu, Quellen zur geschichte des kirchlichen Unter-
richts 1 — 2. 1907,9,63. rec. W. Friedensburg, Archivf. refgesch.
11,73 — 75. — 4. F. Spitta, Das deutsche kirchenlied L 1913,
9,30. Th. Meyer, Kbl. f. d. höh. schulen Württ. 21,73 f. 0. Floeck,
Allg. litbl. 23,459 f. — 5. W. Bäumker, Das katholische deut-
sche kirchenlied IV. 1911,9,31. rec. V. Hertel, DLz. 1914,
720 — 722. — 6. H. Lütcke, Studien zur philosophie der meister-
sänger 1911,9,69. rec. K. Helm, Litbl. 1914,279 f. — 7. 0. Gie-
men, Studien zu Melanchthons reden 1913,9,59. rec. G. B., Zbl.
1914,512. Dietterle, ZfKg. 35,132 f. P. Flemming, DLz.
1914,2422 — 2424. — 8. Th. v. Liebenau, Der Franziskaner
Thomas Murner 1913,9,62: H. Naumann, Zs. f. gesch. d. Ober-
rheins n. f. 28,717—719. A. M. Wagner, ZfdU. 28,370. M. Spa-
nier, DLz. 1914,1805 f. B. Hennig, Mitt. a. d. bist. lit. 4|l,
402—406. H., Allg. litbl. 23,283 f. Th. Maus, ZfdPh. 46,484— 488.
Archiv f. refgesch. 11,78. — 9. H. Henze, Die allegorie bei Hans
Sachs 1912.9,103. rec. A. M. Wagner, ZfdU. 28,370 f. W. Moog,
Litbl. 1914,110. J. E. Wackernell, Allg. litbl. 23,131 f. —
10. J. Hart mann. Das Verhältnis von H. Sachs zur Steinhöwel-
schen decameronübersetzung 1911,9,84. rec. K. Helm, Litbl. 1913,
364 — 368. — 11. Schaidenreissers Odyssea, hrsg. von F. Weid-
ling 1912,9,105. rec. C. Borchling, Mtschr. 13,265 f. —
12. G. Dinges, Donaueschinger passionsspiel 1910,9,120. rec.
K. Helm, Litbl. 1914,147 f. — 13. S. Mauermann, Die bühnen-
anweisungen 1911,9,92. rec. A. v. Weilen, DLz. 1914,2504 f. —
14. K. Konrad, Die deutsche Studentenschaft in ihrem Verhältnis
zu bühne und drama 1913,9,74. A. v. Weilen, DLz. 1914,1364 f.
— 15. H. W. Mangold, Bühnenverdeutschungen des Terenz 1912
X. A. AUgomeines. 191
9,110. A. M. Wagner, ZfdU. 28,370. — 16. H. Kleinstück,
Die rhythmik der kurzen reimpaare des B. Waldis 1910,9,142.
rec. K. Helm, Litbl. 1914,234—236. — 17. W. Seehausen,
Wyssenherres gedieht und die sage von Heinrich dem Löwen 1913,
9,94. rec. W. S., GEMon. 6,311 f. W.Richter, Archiv 132,235.
— 18. Zwingliana 3. 1913,9,99. G. Bessert, Theol. Iz. 1914,
429—431. 0. Giemen, ZfKg. 35,314 f.
Johannes Bolte (nr. 1—56. 97—152)
und Johannes Luther (nr. 57 — 96).
X. Hochdeutsche mundarten (1913).
A. Allgemeines: 1. Zusammenfassendes. 2. Einzelne erscheinungen :
a) grammatische, b) phonetische. — B. Die oberdeutschen mundarten. —
C. Die mitteldeutschen mundarten.
A. Allgemeines.
1. Zusammenfassendes.
1. Zeitschrift für deutsche mundarten. im auftrage des
Vorstandes des Allgemeinen deutschen Sprachvereins hrsg. von
0. Heilig und H. Teuchert. 4 hefte von je 6 bogen. Berlin,
Verlag des AUg. deutschen Sprachvereins (F. Berggold). 10 m. —
die einzelnen abhandlungen werden für sich aufgeführt, besondere
erwähnung verdient die in jedem heft gebotene reichhaltige zeit-
schriftenschau.
2. 0. Weise, Bericht über mundartliches im jähre 1912.
ZfdU. 1913,376—381. — besprochen werden kurz die nrn. 16
und 17 des Jsb. 1911,10 und 2, 48, 49, 51, 65, 66, 68, 70 des
Jsb. 1912,10.
2, Einzelne erscheinungen:
a) grammatische.
3. Joh. Franck, Germanisch &, d, g. ZfdA. 54,1 — 23. (vgl.
abt. 3,120.)
4. Paul Diels, Zur spontanen nasalierung der deutschen
dialekte. ZfvglSpr. 45,326—333. — forts. von Jsb. 1912,10,4.
(vgl. Jsb. 1913,3,121.)
5. J. Metzner, Nhd. o für u. ein beitrag zur geschichte
der nhd. Schriftsprache, diss. Würzburg. 46 s. (vgl. Jsb. 1912,
8,16 und 1913,8,7.)
6. K. Eother, Der worttypus faulenzen. ZfdWortf. 1913,
219 — 220. — eine reihe alter und neuer verben aus Schlesien und
192 X. Hochdeutsche mundarten (1913).
davon abgeleiteter adjektiva auf -inzen^ -inzig, die beweisen, daß
faulenzen aufzulösen ist faul-enzen (vgl. ZfdWortf. VI,40).
7. 0. Weise, Mundartliches bei Goethe. ZSprV. 1913,
162 — 164. — ausgewählte ersch einungen, die genügen, 'um einen
blick in die dichterwerkstatt zu tun'.
b) phonetische.
8. M. Rubinyi, Das problem der lautnachahmung. GRMon.
1913,497—512.
9. H. W. Pollak, Die aufnähme deutscher mundarten durch
das Phonogramm-archiv der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften
in Wien. ZfdMa. 1918,83 — 88. — legt dar, daß sich die physischen
und psj'chischen beeinflussungen des 'phonographierens' ebenso ver-
meiden lassen wie beim photographieren. für die wiedergäbe der
konsonanten, bes. der Zischlaute ist die methode weniger geeignet
(s. dazu die richtigstellung ZfdMa. 1913,286), dagegen ist sie un-
schätzbar für die festhaltung des musikalischen und exspiratorischen
akzentes. die geschichte der phonogrammaufnahmen ist vor allem
mit dem namen Seemüllers verbunden, seit 1909 besteht unter
Bachmanns leitüng ein Schwesterinstitut in Zürich, das seine auf-
nahmen dem Wiener archiv zur technischen Verarbeitung überläßt.
B. Die oberdeutschen mundarten.
Südalemannisch. Allgemein schweizerisch. 10. Jähr-
liche rundschau des Deutschschweizerischen Sprachver-
eins 1912. Bern, Gottfr. Iseli. 60 s. — enthält den 8. Jahres-
bericht des Vereins (s. 3 — 11), den bericht über das erste vereins-
jahr 1911/12 der Gesellschaft für deutsche spräche St. Gallen
(s. 12 — 15), die ortsbenennung auf geographischen karten der
Schweiz, im auftrage des Deutschschweizerischen Sprachvereins dar-
gestellt von einem besonderen ausschuß (s. 16 — 31), 'Schweizerisch'
oder 'Schweizer'? von K. Schnorf (s. 32 — 38) u. a.
11. Dass. 1913. 54 s. — enthält den 9. Jahresbericht des
Vereins (s. 4 — 14), dann die aufsätze 'Spitteler und das fremd wort'
von A. Steiger (s. 15 — 21), 'Etwas von den familiennamen unserer
mitglieder' von Paul Oettli (s. 22 — 31) u. a.
12. Schweizerisches Idiotikon, Wörterbuch der schweizer-
deutschen Sprache, begonnen von F. Staub und L. Tobler.
h. 74 — 75 (= bd. VII, sp. 1537 — 1786, enthaltend die stamme
satz — sutz, und bd. VIII, sp. 1 — 56, enthaltend die stamme seh — schih)
bearbeitet von A. Bachmann und E. Schwyzer, J. Vetsch,
W. Wiget, 0. Gröger (h. 75 für W. Wiget von W. Kodier).
Frauenfeld, Huber u. co. das heft zu 2 m. — im berichtsjahre
X. B. Die oberdeutschen mundarten. 193
st der VII. band dieses einzigartigen werkes des deutschen Sprach-
gebietes fertig gestellt worden, der buchstabe s ist damit bis zu
dem stamme sntz gediehen, trotz der großen zahl der wissenschaft-
lichen mitarbeiter ist der fortschritt langsam, dafür aber wird ein
umfangreicher stoff geboten, dessen aufbau verrät sorgfältige Sich-
tung, scharfe logische gliederung und reiche geschichtliche sprach-
kenntnisse. die an diesem werke bekannte anordnung nach stammen
kommt der raumausnutzung wie der sprachlichen und volkskund-
lichen fortbildung der benutzer zugute, achtung auch des unsicher
bezeugten sprachgutes, die m. e. manchmal das erforderliche maß
überschreitet, zumal die dazu benötigte erklärung räum in anspruch
nimmt (s. z. b. SÖd m. 322), verbindet sich mit strenger Unterdrückung
wuchernder sproßformen und ihrer vinterordnung unter eine grund-
form. jedoch erlaubt die anordnung nach stammen mehr als in
andern Wörterbüchern das selbständige auftreten primärer ab-
leitungen wie z. b. der diminutiva auf -i, da nur ein neuer absatz
benötigt wird, manchmal aber fällt die Vereinigung verschieden-
artiger wurzeln unter einem Stichwort und der unklare hinweis auf
synonyme (s. saderen 296) auf. sonst gebührt der sprachgeschicht-
lichen behandlung der Wörter, die sich nicht nur auf deren laut-
form und flexion, sondern auch auf die Wandlung ihres geschlechtes
und ihrer geographischen Verbreitung erstreckt, achtung. für die
ältere zeit wird oft abschließendes geboten. gute phonetische
kenntnisse gestatten die ausschließung lautlicher Wandlungen selt-
nerer art, wie z, b. der emphatischen dehnung und diphthongierung
(398 und 1504), bevor die urform aufgestellt wird, bei einem
solchen verfahren schwindet unsere Zurückhaltung gegenüber an-
sätzen wie einer dritten ablautsstufe säga neben saga, sega 'säge'
(424). einen großen räum nehmen die sippen sagen, sehen, vor
allem sitzen ein, und die menge der Zusammensetzungen von säge
und seil gewährt einen blick in die volkskultur. die hervorhebung
des rein schweizerischen gutes empfiehlt sich, die angaben über
flexion, wort- und formengeographie sind dankenswert.
13. L. Brun, Zum schweizerdeutschen lehngut im Romont-
schen. Revue de dialectologie romane V, 229 — 231. — fordert nach
Brandstetters Untersuchungen 'Über das schweizerdeutsche lehngut
im Eomontschen. Luzern 1905' neue nachforschungen über das
deutsche lehngut im romanischen.
14. F. Vetter, Lautverwachsung und lautabtrennung im
schweizerdeutschen. Archiv 130,249 — 268.
15. Beiträge zur schweizerdeutschen grammatik hrsg.
von A. Bachmann. Frauenfeld, Huber u. co. — III. J. Berger,
Die laute der mundarten des St. Galler Rheintals und der an-
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 13
194 ^- Hochdeutsche mundaxten (1913).
grenzenden vorarlbergischen gebiete. VIII, 231 s. mit 3 karten-
6 m. — nach einer sorgfältigen, an die sprachliche Vorstufe sich
anschließenden darstelluug der lautlehre behandelt B. das Verhältnis
von spräche und geschichte seines gebietes. unter bezugnahme auf
die 7 Sätze über Sprachbewegung, die K. Haag in der ZfdMa. I
(1900), 138 ff., aufstellt, legt er dar, daß bei ihm das schichten-
weise vorrücken einer lauterscheinung nicht das gewöhnliche sei;
besonders wichtig erscheint, daß Verkehrs- und wirtschaftliche
grenzen die politischen an bedeutung übertreffen können, neue
politische grenzen machen sich hier nach 100 jähren bemerkbar,
die natürlichen grenzen, bes. der Rhein, treten hinter den poli-
tischen und Verkehrsgrenzen zurück, die mundart des St. Galler
Rheintals bildet eine relative Spracheinheit; es zerfällt in das
schweizerische und das vorarlbergisch-österreichische gebiet, ein hd.
Wörterverzeichnis erhöht den wert der sorgfältigen arbeit. — bespr,
von Herrn. Fischer, ZfdMa. 1913,187—188.
16. VI. K. Bohnenberger, Die mundart der deutschen
Walliser im heimattal und in den außenorten. XVI, 280 s. und
1 karte. 8 m. — groß angelegte Vorarbeit für eine altalemannische
grammatik, deren abfassung B. beabsichtigt, auf grund mühsamer
Sammlungen an ort und stelle und der Verwertung einer reichen
geschichtlichen literatur werden die sprachlichen und geschicht-
lichen Verhältnisse des Walliser Sprachgebietes dargestellt, haupt-
ergebnisse aus einer glänzend durchgeführten Verbindung geschicht-
licher, meist schwachfließender nachrichtenquellen mit dem der-
zeitigen und noch erreichbaren früheren sprachbestand sind: die
Walliser sind um das 10. jahrh. vom oberen Aaretal, also aus dem
bernischen Sprachgebiet, her über die Grünsei eingewandert und
alemannischen Ursprungs, burgundische Stammesangehörige können
höchstens in beimischungen vorkommen und sind aufgesogen, die
ab Wanderungen zerfallen in zwei stufen: 1. nach Süden, 2. nach
Osten nach Graubünden und Vorarlberg, eine neue einteilung
des gesamten alemannischen Sprachgebietes wird s. 48 vorgeschlagen
und verdient allgemeine beachtung:^) 1. Nordalemannisch (k wird
beibehalten), a) schwäbisch (i, ü ^ ei, ou), b) niederalemannisch (z, ü
bleiben erhalten); 2. Südalemannisch (k ^ kx oder xx)- ^) ii^ittel-
alemannisch (rjÄ; ^ 'l^X)» b) hochalemanisch (tjk'^ i]x)- ^^^ hoch-
alemannischen rechnet das bernische und Walliser gebiet, um miß-
verständnisse zu vermeiden, nennt B. in seiner arbeit 2 b 'höchst-
alemannisch', s. 50 wird die grenze von 2 b geboten, das haupt-
merkmal von 2 b ist die Vertretung von s durch s, das hier wohl
vorwiegend auf romanischen einfluß, im südbayerischen dagegen
*) diese einteilung wende ich von jetzt an für den Jsb. an.
X. B. Die oberdeutschen mundaxten. 195
mehr auf eine dem s nahestehende artikulation des s zurückzuführen
ist (s. 53). gekennzeichnet wird die Walliser ma. außerdem durch
die bewahrung der klangfarbe der endungsvokale (vgl. auch Jsb.
1910,10,26). es ist zu hoffen, daß einzeluntersuchungen, wie sie
bereits in aussieht stehen, die ergebnisse dieser grundlegenden ar-
beit, die ein muster der Verknüpfung sprachgeschichtlicher und
geschichtlicher forschungsmethode ist, im einzelnen ergänzen werden.
— bespr. von Herrn. Fischer, ZfdMa. 1913,187—188.
17. Das buch von Bohnenberger wird ausführlich gewürdigt
von 0. Gröger, Die deutschen Walliser nach Verbreitung und
mundart. DE. 1913,127 — 134. mit einer prächtigen von P. Lang-
hans nach den Untersuchungen von Bohnenberger, Branger, Hoppeler,
AI. Schulte, Studer u. a. entworfenen karte.
Nordalemannisch. Niederalemannisch. Badisch. 18. Fr.
Hub er, Beiträge zum wortbestand badischer mundarten. ZfdMa.
1913,316 — 368. — wertvolle arbeit, in volkstümlicher schrift. eine
reichhaltige liste von pflanzen- und tiernamen wird zuerst geboten,
gute etymologische deutungen, die wohl Ph. Lenz zu verdanken
sind, mit Verweisungen auf die großen Wörterbücher der nachbar-
landschaften, als gute Vorarbeit für ein badisches Wörterbuch ein
ansporn für die hoffentlich bald in größerem umfange einsetzende
Sammeltätigkeit.
19. W. Haape, Beiträge aus der niederalemannischen mund-
art. ZSprV. 1913,332 — 333. — empfiehlt einige mundartliche Wörter
wie alem räß 'scharf vom geschmack', ahheldig 'geneigt von einer
fläche' zur aufnähme in die Schriftsprache.
20. F. Weik, Fremdwörter in der ma. von Rheinbischofs-
heim (auch diss. Freiburg 1913). ZfdMa. 1913,244 — 249. — im
ganzen anerkennenswerte Sammlung, in zweifelsfällen sind die be-
lege akzentuiert, was recht wertvoll ist, um die eindeutschende
kraft der ma. zu erkennen, aber wie fast stets bei solchen ar-
beiten wird manches deutsche gut dem französischen zugewiesen,
so z. b. hamhol f. unordentliches frauenzimmer <Cipampre weinrebe (!),
dqdlict ängstlich wird, allerdings mit fragezeichen, zu doute gestellt,
grageel <C^ quereile, mit dem es doch nur formal etwas zu tun hat,
und — das stärkste stück! — wagds m. Elsässer <^ vagahond her-
geleitet, geboten werden außer den französischen noch die hebräischen
fremdwörter.
Elsässisch. 21. dr. Kassel, Sprüche (schnaderhüpfeln) im
elsässischen volksmund. Jb. Els.-Lothr. 28,219 — 275.
Schwäbisch. 22. Herm. Fischer, Schwäbisches Wörter-
buch. Ifg. 42—46 (= bd. 4, sp. 961—1760, enthaltend Land-
kommentur — Morgengabe). Tübingen, H. Laupp. 4**. subskriptions-
13*
196 X- Hochdeutsche mundarten (1913).
preis je 3 m. — vgl. Jsb. 1912,10,26. — bespr. von R. Kap ff,
ZfdWortf. 14,312—314. Ifg. 23—35 H. Teuchert, AfdA. 36,
103-104.
23. dr. Steif f. Württembergische literatur vom jähre 1911.
Württ. jb. f. stat. u. Idk. 1913, 2. heft. — s. VIII bericht über
'Mundartliches'.
24, M. Lohss, Beiträge aus dem landwirtschaftlichen wert-
schätz des Schwäbisch-Württembergischen. Heidelberg, Carl Winter.
XIV, 115 s. 7 karten. 11 m. (= Wörter und Sachen 1914,
2. beiheft.)
Bayerisch-Österreichisch. Österreichisch. 25. J.W.Nagl,
Grundlegendes für das mundartenwörterbuch. Wiener ztg. 18. 4. 1913.
— der verdiente österreichische forscher setzt sich hier für die
anordnung nach stammen im mundartenwörterbuch ein. so gern
man ein solches verfahren beim alten Graff bis auf das Schweize-
rische Idiotikon vorfindet und es gewiß auch im neuen und großem
Schmeller, dem entstehenden Bayerisch-österreichischen Wörterbuch,
sehen mag, so wenig ratsam ist es, sich N.'s gründe dafür zu eigen
zu machen, seine symbolische ausdeutung der einzelnen 'radikale',
zu denen er die vokale nicht rechnet, gelangt, wenn sie 'rad,
rand, rinde, rund, ring, ringen, rücken, reiben, reichen, reiten,
mhd. reit gedreht' zu einer wurzelgruppe, die etwas rundes be-
deutet, zusammenfaßt, ja allerdings noch vor die zeit des idg. ab-
lauts. wenn sie aber bei einer etwas anderen betrachtungsweise
schon im Mnd. und Ahd. stecken bliebe? wenn 'ring' noch das
'radikal' h (ahd. hring) oder gar k (vorgerm. krengho-) bekäme, es
ebenso mit 'rücken' stünde und 'ringen', 'reiben', mhd. reit noch
im Mnd. mit w- aufträten? aber der vf. will, wie eine brieflich
übermittelte erklärung besagt, nur tatsachen des Sprachgefühls be-
handeln, auch dann jedoch kann ich die behaupteten zusammen-
hänge, wie ich die mundart kenne, nicht zugeben.
26. J. W. Nagl, Sonderbare ausdrücke aus der mundart.
Wiener ztg. 8. 8. 1913. — einige verbale und substantivische
bildungen mit dem suffix -zen.
27. A. Pfalz, Aufruf, kurze Übersicht über die bayerischen
mundarten Österreichs. Bayerischer heimatschutz. München 1913,
14—22.
28. E. G-amillscheg, Die romanischen elemente in der
deutschen mundart von Lusern. (Beihefte zur Zs. f. rem. phil.
nr. 43.) Halle, Niemeyer. 1912. — bespr. von K. v. Ettmayer,
DLz. 34,1066—1067; E. Bowiciez, Rev. crit. 75,231—232.
29. A.Pfalz, Die mundart des Marchfeldes. (Deutsche mund-
arten IV, XXVII. mitt. der Phonogramm-archivs-kommission. s.-b.
X, B. Die oberdeutschen mundarten. 197
d, kais. Akademie d. wiss. in Wien.) Wien, Holder. 1913. 75 s.
ladenpreis 1,80 m. — unter nr. I wird eine probe der ma. von
Deutsch- Wagram als XXI. aufnähme der phon.-arch.-komm. geboten,
in der von früher bekannten weise, daß an stelle einer belang-
losen erzählung unter B die beschreibung des landwirtschaftlichen
Wagens tritt, ist ein fortschritt. nr. II bringt (s. 6 — 41) eine laut-
lehre der ma. des Marchfeldes. aus den einleitenden bemerkungen
geht hervor, daß die ma. zum Mittelbayerischen gehört und in die
allgemeinere Marchfeldmundart, die mhd. uo zu uv entwickelt, und
in die wJ-muudart zerfällt. im Südosten wohnen germanisierte
Kroaten mit einer etwas abweichenden ma. die grenzlinien werden
mitgeteilt, die arbeit behandelt dann ausführlich und klar die laut-
lehre und läßt schon jetzt die flexion nicht außer acht, interessant
sind die ausführungen über die entstehung einer doppeldiminutiv-
form, neben der aber die alte mit der bedeutung des verächtlichen
zum teil geblieben ist (vgl. mändl verächtlicher oder doch nicht
vollwertiger mann, mändvl lieber, kleiner mann), ein reichhaltiges
Wörterverzeichnis (s. 42 — 75) bildet den beschluß der tüchtigen
arbeit. — bespr. von W. Steinhauser, DLz. 34,2141 — 2144;
Ed. Weinkopf, ZföG. 64,987—988.
Bayerisch. 30. K. Reiterer, Ennstalerisch. volkstümliches
aus der nordwestlichen Steiermark. Graz, Deutsche vereinsdruckerei
und Verlagsanstalt. 143 s.
31. K. V. Ettmayer, Die geschichtlichen grundlagen der
Sprachenverteilung in Tirol. Mitt. d. inst. f. österr. geschichtsf,
9. erg.-bd., 1—33.
32. Hans Dietl, Ergänzungen zu Schmellers Bayerischem
Wörterbuch II. progr. d. Gymn. zu Ingolstadt 1913. — forts. von
Jsb. 1912,10,22. hat zur besprechung nicht vorgelegen. I ange-
führt BfGw. 48,538.
33. A. Schacherl, Der flachsbau und die flachsbearbeitung
im südlichen Böhmerwalde. Zs. f. österr. vk. 1913,105 — 117. —
mit vielen mundartlichen ausdrücken.
34. M. Eilzi, Sprachproben aus dem Unterinntal und den
Seitentälern, progr. Pola 1911.
Oberitalienische Sprachinseln. 35. W. Hörst el. Die reste
des deutschen Volkstums in den italienischen Alpen. Tägliche rund-
schau, Unterhaltungsbeilage der nrn. 140 — 144 und 188 — 190.
Jahrg. 1913. — behandelt ausführlich die geschichte der cimbrischen
gemeinden Südtirols und der deutschen gemeinden Bladen, Zahre
und Tischlwang in Friaul. unter entschiedener ablehnung der hypo-
these A. Galantis in seinem buche 'I Tedeschi sul versante meri-
dionale deUe Alpi. Rom. 1885', daß die Deutschen in den er-
wähnten gemeinden nachkommen der Überreste aller in Italien seit
198 ^- Hochdeutsche mundarten (1913).
der Völkerwanderung eingedrungenen deutscheu stamme seien, weist
er an der hand von Urkunden und an der eigenart der jetzigen
spräche die kolonisation durch nahewohnende deutsche alpenstämme
nach, die Cimbern sind bayrisch-tirolische ansiedier des 12. und
13. jahrh., und Tischlwang ist im 15. jahrh, von kärntischen berg-
knappen und Bladen 1410 vom tirolischen Pustertal aus besiedelt
worden, während Zahre möglichweise bereits einige Jahrhunderte
früher von baj'^rischen flüchtlingen aus Kärnten angelegt worden
ist. für Zahre und Bladen wird neues Sprachmaterial geboten.
36. Joh. Kostial, Deutschruth. DE. 1913,88—92. — 'über-
sieht der noch zugänglichen angaben über das schwinden des
dortigen Deutschtums', mit den resten der tirolischen ma. aus
dem Pustertal ; jetzt völlig slovenisch. dazu eine karte von P. Langhans.
Ostfräilkisch. Allgemein (mit berücksichtigung der nach-
bargebiete): 37. Jos. Schnetz, Das Lär-problem mit besonderer
berücksichtigung der unterfränkischen Lohrorte am Main, progr.
Lohr a. M. 1912/13. 69 s. — in kritischer form behandelt vf.
unter ablehnung des irreführenden sprachlichen deutungsverfahrens
die früheren versuche, das dunkle wort zu erklären, die betrach-
tung der Überlieferung, die eigenart der Zusammensetzungen mit
lär, tatsachen geologisch-geographischer natur führen zu dem in
überzeugender weise entwickelten ergebnis, daß als grundbedeutung
von lär, das ursprünglich ein germanischer, meist neutraler a-stamm
ist, '(natürlicher) Weideplatz' ist. vf. ist geneigt, lär mit dem ags.
Ices 'weide' in Verbindung zu bringen, die arbeit ist als muster-
beispiel für die methodische behandlung eines schwierigen Orts-
namens zu empfehlen.
38. Peter Schneider, Der Wortschatz der Bamberger mund-
art von 1880 — 1910. 1. teil (70. bericht des Histor ver. zur pflege
der gesch. des ehemal. Pürstbistums Bamberg s. 99 — 123). Bam-
berg, Buchner. — hat zur besprechung nicht vorgelegen, bespr.
von 0. Weise, ZfdU. 27,377.
39. A. Förster, Phonetik und vokalismus der ostfränkischen
mundart der Stadt Neustadt (S.-Koburg). (teildruck), diss. Jena.
Borna-Leipzig, Noske. 1913. 55 s. — aus einer 'Grrammatik d.
mda. der stadt Neustadt', die erscheinen soll.
Egerländisch. 40. A. Böhringer, Volkstümliche pflanzen
des Egerlandes. ZföVk. 1913,32—34.
41. Jos. Köferl, Das eigenschaftswort im dialekt. Unser
Egerland 1912,26. — kurze aufzählung von zusammengesetzten
adjektiven in der Egerländer ma.
42. Joh. Kirchb erger , Beiträge zur Egerländer Wortforschung.
Unser Egerland 1913,34—35. 41—43. 55—58. 92—93. — enthält
Daar — Dan. zu breit und kritiklos.
X. C. Die mitteldeutschen mundarten. 199
43. AI. Swoboda, Wortsammlung aus der Tachauer gegend.
Unser Egerland 1913,102—104. 115 — 117. — kurz erklärt.
C. Die mitteldeutschen mundarten.
Rheinfränkisch. Pfälzisch. 44. Ph. Keiper, Noch ein-
mal Pfälzer appellativnamen. ZfdMa. 1913,380 — 382. — ein nach-
trag zu ZfdMa. 1910,126 — 140, zu dem Th. Zink das meiste bei-
gesteuert hat.
45. Klaus Scholl, Die mundarten des kreises Ottweiler.
Untersuchungen auf lautpsysiologischer und sprachgeschichtlicher
grundlage. Straßburg, K. Trübner, 157 s. 3,50 m, (als Straß-
burger diss. 1912.) — hat zur besprechung nicht vorgelegen.
Ungarländische mundarten. 46. R. Huß, Az erdelyi
nemet nyelvjäräs-tanulmänyozäs mai älläsa. Budapest, F. Pfeifer.
42 s. — da mir das buch nicht vorgelegen hat, bin ich nicht in
der läge, den dialekt zu bestimmen.
Ostfränkisch-rheiufränkisches grenzgebiet. 47. K.
Glöckner, Die mundarten der Rhön. diss. Gießen (= 11. Ver-
öffentlichung des Fuldaer geschichtsvereins). IV,119 s. mit 1 tafel
und 2 karten. 3 m. — die frage nach der grenzlinie zwischen ost-
und rhfrk. in der Rhön abschließende arbeit, auf grund eigener
kenntnis der hauptdialekte und zweijähriger eigener Sammlungen
nimmt der vf., den man zu dieser arbeit beglückwünschen muß,
Stellung zu den problemen des alters der Sprachgrenzen, ihres Ver-
hältnisses zu politischen und natürlichen grenzen, der frage, ob
kompromißform oder selbständige entwicklung. dadurch trägt er
zur klärung in dem streit der beiden sich seit jähren bekämpfenden
schulen bei. es entspricht durchaus der von mir stets vertretenen
ansieht von der bedeutung reinsprachlicher forschungsmethode, wenn
s. 117 für eine ganze reihe von lauterscheinungen die nachträg-
liche bildung von kompromißformen dadurch als unmöglich erwiesen
wird, daß durch sprachlich chronologische erwägungen das alter
dieser vermeintlichen kompromißformen festgelegt wird. die be-
kannte theorie des geringeren einflusses natürlicher als politischer
scheiden läßt sich an vielen stellen in der Rhön einleuchtend klar-
legen, die neueren politischen grenzen des 19. jahrhs. sind —
wenigstens an manchen orten — gänzlich bedeutungslos für die
mundart. von großem und allgemeinem wert ist die beobachtung,
daß Sprachgrenzen ohne politische oder natürliche bedingungen vor-
kommen, dadurch wird die wellentheorie von Joh. Schmidt an
schönen beispielen erläutert; denn diese linien sind entstanden, weil
die kraft gewisser lautlichen Vorgänge dort erlahmte, d. h. nicht
mehr die anders geartete artikulationsstellung umformen konnte.
200 X- Hochdeutsche mundarten (1913).
ist die wiege der rheinfrk. mundartdichtung, auch jetzt blüht sie
hier, eine zweite pflegstätte ist die Pfalz, am meisten herrscht
die epik vor. ausführlicher werden der Frankfurter Friedrich Stoltze,
der Nassauer Rudolf Dietz, der Mainzer Friedrich Lennig, der
Wetterauer Peter Geibel, der Odenwälder Georg Volk, der Münchner
Franz von Kobell, der auch liebenswürdige badisch-pfälzische ge-
dachte gemacht hat, der Heidelberger Gottfried Nadler, die West-
richer Karl Eduard Ney, Daniel Kühn, August Gotthold und Paul
Münch und die Saarbrücker Friedrich Wilhelm Schön und Karl
Schumann behandelt. — bespr. von F. Boehm, ZfVk. 23,432; von
-nn-, Cbl. 64,986.
49. W. Schoof, Die Schwälmer mundart. ZfdMa. 1913,
70—83. 146—181. 196—210. — wird fortgesetzt.
50. W. Schoof, Hessische Ortsnamen in mundartlicher ge-
stalt. ZfdMa. 1913,211 — 232. — die Ortsnamen sind im satz-
zusammenhange gefragt worden, so daß klarheit über die Ver-
wendung des artikels geschaffen ist. behandelt werden die kreise
Kassel, Eschwege, Rotenburg, Frankenberg, Hünfeld, Gersfeld,
wertvoll ist die angäbe des tons,
51. W. Schoof, Beiträge zur Fuldaer namenkunde. Fuldaer
geschieh tsblätter 1913. nr. 8. — Schwabenhimmel, Himmeldunkberg.
52. W. Schoof, Kanzleistil und flurnamenforschung. Hessen-
land 1913,1 — 16. 33 — 34. 52 — 54. — vor dem aufkommen einer
kanzleisprache schließt man sich eng an die ausspräche an. die
kataster- und flurbücher sind mit ihrer amtlichen Schreibung die
älteste quelle, interessante beispiele für mißverstehen der mundart-
lichen form durch die beamten und das wirken der Volksetymologie.
53. Ernst Bromm, Studien zur dialektgeographie der kreise
Marburg, Kirchhain, Frankenberg. diss. Marburg 1913. 73 s. —
gibt zunächst eine lautlehre der ma. von Rauschenberg im kreise
Kirchhain, dann einige angaben zur flexion und behandelt nach
einem dialektgeographischen überblick die geschichte der gegend.
in keinem teile, am wenigsten im letzten, leistet die arbeit be-
sonderes, der fast gänzliche verzieht auf sprachgeschichtliche er-
klärungen fällt auf. auch der dialektgeographische teil bietet nur
beschreibung. grundsätzliches läßt sich aus der arbeit nicht ge-
winnen.
54. E. Maurmann, Kleine beitrage zur geographie der
deutschen mundarten. ZfdMa. 1913,193 — 196. — inhalt: zur öjü-
grenze für wgerm. au = ahd. o, zur Verbreitung von ä für wgerm.
au = ahd. ou, zur gmsfejjgaisfej- grenze, die behandlung des aus-
laute in 'leute, heute, müde', zur Verbreitung des Inlauts au in
'heute' von br- und hl- in 'pflaumen' im hessischen und zur
X, C. Die mitteldeutschen mundarten. 201
feine bemerkuugen über die abweicliende sprachentwickluDg einer
kolonie (s. 116). hingewiesen wird auf die rolle, die individuelle
Schwankungen der ausspräche für die entwicklung spielen, und
deren erforschung verlangt, bemerkenswert ist, daß die kinder-
sprache sich allmählich der spräche der älteren anzupassen scheint,
vgl. die gleiche Vermutung Thumbs (Jsb. 1911,10,5). hervorzu-
heben sind schließlich die guten phonetischen angaben.
Hessen-nassauisch. Allgemein. 48. F. Schön, Ge-
schichte der rheinfränkischen mundartdichtung, Alem. 1913,18 — 33;
81 — 99 (auch als buch Ereiburg (Bad.), Fehsenfeid). — behandelt
kurz, aber gut orientierend die dichter 1. Hessen-Nassaus, 2. Hessens,
3. des rheinfränkischen mundartgebietes in Baden, 4. der bayrischen
Pfalz, 5. Deutsch-Lothringens, 6. des Saarbrücker landes, Frankfurt
diphthongierung zwischen Rhön und Thüringerwald, forts. von
Jsb. 1911,10,3. bis auf den letzten punkt mit grenzangaben nach
eigenen Untersuchungen.
55. Martin Schmidt, Der konsonantismus der Bonnländer
mundart auf frühalthochdeutscher grundlage. diss. Gießen 1912.
96 s. — als forts. der arbeit seines bruders 'Der vokalismus . . .
diss. Gießen 1905' gedacht, eine reichhaltige Stoffsammlung mit
vielen ausblicken auf etymologie und flexion. die arbeit verrät
gute grammatische kenntnisse.
Nassauisch. 56. Aug. Höfer, Die nassauische spräche.
Nassauisches heimatbuch. Wiesbaden, Petmecky. s. 661 — 680.
auch als sonderabdruck. ebd. 20 s. — skizze der ma.: allge-
meines, lautlehre phonetisch und historisch, aus der formen- und
Satzlehre, texte.
57. Wilh. Kr oh, Beiträge zur nassauischen dialektgeographie
(teildruck), diss. Marburg 1912. 66 s. — die ganze arbeit soll
in der Deutschen dialektgeographie hrsg. von F. Wrede. IV,65 ff.
veröffentlicht werden.
Moselfränkisch. 58. H. Meyers, Beiträge zur ma. der
Schneeeifel. ZfdMa. 1913,45—54. 105—130. — lexikalische Samm-
lung, die verhältnismäßig nur wenig neues material bringt, die
lautschrift ist nicht streng, der akzent und die etymologie wird
nicht berücksichtigt, mit spuren ripuarischer lauterscheinungen,
z. b. der gutturalisierung von -d- und -t.
59. T. K rings, Mundartliche fremdwörter aus der Mittel-
eifel. Eifelvereinsblatt 1913, nr. 1,
60. Edm. Protsch, Eine kirmes im Hunsrück. ZfVk. 1913,
72 — 74. — mit einigen mundartlichen ausdrücken.
Siebenbürgisch. 61. Siebenbürgisch- sächsisches
Wörterbuch, mit benutzung der Sammlungen Joh. Wolffs. hrsg.
202 S^- Hochdeutsche mundarten (1913).
vom ausschuß der Vereins für siebenbürgische landeskunde. I. bd.
4. Ifg. bearbeitet von Ad. Schullerus (s. 417 — 576 Batsche-
bi'rch — Beute). Straßburg, K. J. Trübner. 4 in.
62. Zum Wörterbuch. KblSiebLk. 1913,1— 4. — F. Hof-
städter erklärt den nösnischen familiennamen Kuales aus Calixtus;
R. Huß über nackipansi m. kleines nacktes kind, ferner d kit er
sagt; F. Holzträger über einige redewendungen; J. Jacobi über
Ystar; Joh. Roth über vtren 'nach vorn hin; A. Schullerus
8. 25 — 27 stellt die Worterklärungen von herbes n. bienenkorb,
inängelqchen rotgefärbtes osterei, röm m. weinrebpfahl, fe^hesch m.
brotkuchen von neuem zur diskussion, dazu G. Kisch s. 81 — 82;
H. Ungar, Zur Volkskunde aus Reußen s. 82 — 86; J. Roth,
Reuß. eine sprachliche und rechtsgeschichtliche Untersuchung.
8. 121 — 124. behandelt das dunkle wort rewsz^ daß bei Diefenbach-
Wülcker 819 und im Dt. wtb. 8,848 als friedensvertrag erklärt
wird, und deutet es auf grund eines siebenbürgischen gebrauches
als reis (vLrga).
Ripiiarisch, 63. M. Schollen, Aachener Sprichwörter und
redensarten. 2. aufl. Aachen, La Ruellesche druckerei. 228 s.
64. Th. Frings, Studien zur dialektgeographie des Nieder-
rheins zwischen Düsseldorf und Aachen (= Deutsche dialekt-
geographie hrsg. von F. Wrede. h. V). Marburg, N. G. Elwert.
IX,243 s. mit einer karte. 8 m, — höchst bedeutsame arbeit
über den rheinischen akzent und die daraus sich ergebenden
diphthongierungserscheinungen in ihren verschiedenen abstufungen,
mit frischer entschiedenheit kritisiert F. die arbeiten seiner zahl-
reichen Vorgänger und findet die richtige auffassung vom 'rheini-
schen akzent', wie die bekannte 'zirkumflektierte betonung' öfters
genannt worden ist, bereits bei dem alten Hardt, Vokalismus der
Sauerma, 1843 und dann wieder bei dessen nachfolger Engel-
mann, Ein mittelfränkisches akzentgesetz. Beitr. 1910,382 ff. (Jsb.
1911,10,57), die den ausdruck 'korreption' dafür verwendeten,
nach Wredes verschlag wählt F. die bezeichnung 'schärf ung'. in
der tat beweisen zwei experimentelle aufnahmen die geringere
dauer eines 'geschärften' langvokals (das t in stif 'steif ist ungefähr
^Iq länger als das i: in sti: f 'steife, stärke'), von dieser kürzung
wird auch der nachfolgende konsonant betroffen und in weiterer
ausdehnung auch die endung. in dieser reihenfolge setzt nun F.
die Vorgänge an, die zum abfall des endungs-e und der reduktion
der endung -en zu -e geführt haben, seine annähme stellt sich
demnach zu allen früheren, die die apokope als die Ursache für den
zweigipfligen ton angesehen haben, in schroffem gegensatz. den
entstehungsgrund für die 'schärfung' findet er in der satzrhythmik:
der auf der betonten stelle eines Sprechtaktes ruhende satzton sucht
X. C. Die mitteldeutschen mundarten. 203
sich im einsilbigen (stlf) wie zweisilbigen wort {stive 'steife') in der
dauer gleichzubleiben und führt durch dieses streben zur kürzung
des Vokals, so daß sich zunächst sU:v9, später, wenn auch die endung
davon erfaßt ist, sti:f entwickelt, neben der schärf ung steht die
zirkumflexion, 'der geschleifte ton', der aus langen oder gedehnten
vokalen durch dissimilation diphthonge bildet, der geschleifte ton
ist die eigentliche Ursache der diphthongierung; doch kann auch
durch schärfung ein (geschärfter) diphthong entstehen, in diesem
ist regelmäßig der erste bestandteil qualitativ gesenkt, die be-
seitigung der sogenannten 'spontanen' zirkumflektierung der alten
längen d, e, o, mit der sich die frühere forschung beholfen hatte,
die deutung der diphthongstufen Leiheners als geschärfte und un-
echte diphthonge ist beachtenswert. — eine arbeit, deren folgen
nachhaltig sein müssen und der forschung eine energische Zu-
sammenfassung und jedenfalls erfreuliche klärung geschafft haben,
doch sind weitere Untersuchungen dringend erforderlich.
65. K, Schmitz, Der handwebstuhl in der Krefelder mund-
art. ZfrhwVk. 1913,133—140.
Thüringisch. 66. G. Kirchner, Beiträge zur abgrenzung
des Zentralthüringischen, diss. Jena. 34 s. — hat zur besprechung
nicht vorgelegen.
67. C. Hankel, Sprachgrenzen im nördlichen Thüringen,
diss. Halle. 67 s. — untersucht die grenze zwischen i tcjei au,
ei ouje Ö, g-jj-, kr- kl-jj'r- jl in dem gebiet zwischen Weimar und
Sangerhausen, die diphthongierungslinie (i ü ^ ei au) und die linie
g-jj- streichen in nordsüdlicher richtung, während die beiden andern
sich nach osten abwenden, das monophthongierungsgebiet (mhd.
ei ou~^ e ö) ist fest, dagegen weichen die lü deutlich nach westen
zurück, die erhaltung der monophthonge e ö -<^ mhd. ei ou läßt
sich auf den einfluß der landschaftlichen Umgangssprache zurück-
führen, dieselbe Ursache verdrängt aber die 'gewöhnliche' aus-
spräche i ü. nach Bremer geht die diphthongierung auf fränkischen
und sächsischen einfluß zurück.
68. A. Puckel, Schmakaller quieler-born. gedichte und ge-
schichten in Schmalkalder ma. Schmalkalden , Wilisch. 48 s.
0,60 m. — schnurren und kleine Szenen aus dem Volksleben, die
in gefälliger form geboten werden und trotz einer einfachen phone-
tischen Schrift leicht lesbar sind, ein Wörterbuch der ma. gibt dem
büchlein auch für den forscher wert.
Ohersächsisch, 69. K. Müller-Praureuth, Wörterbuch
der obersächsischen und erzgebirgischen mundarten. Ifg. 7 (s. 241 — 384
Mistfink bis sagen) und Ifg. 8 (s. 385 — 528 sägen bis Sommerlatte).
Dresden, Baensch. je 3,50 m. — vgl. Jsb. 1912,10,68.
204 21. Hochdeutsche mundarten (1913).
Eragebirgisch. 70. E. Gerbet, Beiträge zur kenntnis des
westerzgebirgischen, niedererzgebirgischen u. vogtländischen. ZfdMa.
1913,54—69. 130 — 146. 249—262. 289—314. 'im anschluß an den
Wortschatz von Oberdorf im Erzgebirge' von 0. Philipp, ZfdMa.
1911,359 ff. iu zwangloser form bietet der verdiente forscher
dialektgeographische Studien zu einzelworten. behandelt werden
wohl alle in frage kommenden erscheinungen, so die unterschiede
der lautgestaltung, der flexion, der Wortbildung, des geschlechtes,
beachtet wii'd die volksumdeutung, die lautmalerei, der bedeutungs-
wandel. auch die etymologie wird gefördert, den größten gewinn
hat die dialektgeographie zu verzeichnen und zwar, was besonders
nottut, die lexikalische, die einzelnen artikel sind alphabetisch ge-
ordnet, die arbeit ist ein neues zeugnis dafür, was das Wörterbuch
von Müller-Fraureuth alles versäumt hat.
Lausitzisch-SChlesiscll. Allgemein, 71. Hämetgsang,
1. Jahrbuch, hrsg. von L. W. Roche wanski. Ereudenthal, W. Krom-
mer. 1912. geb. 2,50 kr. — eine anthologie schlesischer und
mährischer mundartdichter; im ganzen beitrage von 21 Schrift-
stellern, eine ausführliche inhaltliche und sprachliche Würdigung
gibt davon F. Graebisch, ZfdMa. 1913,185—187.
72. L. Hanke, Die Wortstellung im schlesischen (= Wort
und brauch hrsg. von Th. Siebs u. M. Hippe, 11. heft). Breslau,
M. u. H. Marcus. XIV,112 s. 4 m. — vgl. Jsb. 1911,10,73;
dort abschnitt I und II besprochen als diss. — der 3. abschnitt
behandelt die pron., der 4. die partikeln, der 5. das zahlwort und
maßbestimmungeu, der 6., umfangreichste, das verbum. dieser
schließt sich an Schiepek, Der satzbau der Egerländer ma. 1899,
1908 an. im satzbau sind nachstellungen entweder syntaktisch
nicht mit dem satze verbunden oder a) dem tonischen gewicht
eines vorangehenden Satzteils untergeordnet oder b) in den voraus-
gehenden satztakt einbezogen; doch gibt es im schlesischen auch
nachtrage, die den hauptton tragen, im nebensatz stehen inf. und
part, gern am ende, dagegen nicht so sehr das verbum finitum,
da dem volksbewußtsein die tätigkeit als das wichtigste erscheint,
ausführlich wird die parataxe behandelt, eine brauchbare arbeit.
73. Th. Siebs, Schlesische Volkskunde, in der 'Schlesischen
landeskunde' II. bd. s. 351— 393. Leipzig 1913. — darin s. 370— 388
'Sprache und dichtung' mit einer sprachkarte von Schlesien, im
anschluß an die arbeiten v. Unwerths werden die nationalitäts- und
mundartengrenzen geboten, gegen frühere behauptungen hält S.
das schlesische Sprachgebiet für mitteldeutsch ohne niederdeutsche
beimischung. eine periode gemeinsamer Sprachentwicklung, etwa
vom 13. Jahrhundert an, hat für alle gegenden des gebietes über-
einstimmende lauterscheinuDgen herausgebildet, es folgt die auf-
X. C. Die mitteldeutschen mundarten. 205
Zählung der gemeinschlesischen merkmale und der einzelnen mund-
arten (A. 1. Laus.-schles. stammmundarten, 2. gebii'gsmundarten,
3. glätzische mundarten. B. 1. Diphthongierungsmundarten, 2. kräuter-
mundart). 9 sätze des Wenkerschen Sprachatlas in diesen mund-
arten (s. 378 — 381) geben eine Vorstellung von ihnen, zum schluß
einige bemerkungen über die spi*achliche Zuverlässigkeit der schle-
sischen dialektdichter und über die Volkslieder, verse und sprüche
und Unterhaltungen, die andern abschnitte der klar geschriebenen
arbeit geben auch manches sprachliche.
74. F. Graebisch, Über die schlesische ma. des Eulen-
gebirges im kreise Reichenbach. ZfdMa. 1913,239 — 244. — kurze
augabe der hauptsächlichen lautlichen ab weichungen von der ma.
des Riesengebirges und hinweis auf grenzen innerhalb des gebietes.
II. proben aus dem ortsteil Neubielau von Langenbielau,
75. F. Graebisch, Aus einem unbekannten dorfe. Guda
obend. jahrg. 1913. — enthält mundartliches aus Brzesowie, graf-
schaft Glatz. ein zweiter artikel an derselben stelle ist zum teil
in der deutschböhmischen ma. von Gießhübel abgefaßt.
76. K. Roth er, Fremdwörter in der schlesischen mundart.
MSchlesVk. 15,137—155.
77. Deutsche Volkskunde aus dem östlichen Böhmen
von dr. Ed. Langer, Braunau i. B. XIII. bd. 1. u. 2. h. —
enthält u. a. Volkstümliche dichtung (s. 35 — 49), Sage und brauch
aus dem Isergebirge (s. 50 — 62), Mundartliches und abergläubisches
(s. 63—100).
Zipsisch. 78. E. Kövi, Volkstümliche redensarten usw.
aus Zipsen. ZfdMa. 1913,233 — 239. 315 — 316. — sprachlich ohne
belang.
79. E. Kövi, Die Zipser mundart. MSchlesVk. 15,42—83.
80. Jul. Greb, Schlesisch und Oberzipsisch. MSchlesVk. 15,
84—98. — bespr. von B. Capesius, KblSiebLk. 1913,79—80.
Iglau. 81. A. Altrichter, Schnadahüpfeln aus der Iglauer
Sprachinsel. ZföVk. 1913,245—254.
Jüdisch-Deutsch, 82. H. Bourgeois, Petite grammaire
de la langue judeo-allemande (jargon). Rev. de ling. 46,12 — 24.
99—109. 177—184.
83. S. Weissenberg, Die 'Klesmer'-sprache. Mitt. anthrop.
ges. Wien 1913,127 — 142. — Klesmorim heißen die musikanten
im jüdisch-deutschen jargon. sie sind noch jetzt in Galizien und Ruß-
land fahrende leute und finden besonders bei jüdischen hochzeiten
Verwendung, sie sind jetzt im aussterben, vf. gibt ein Wörter-
verzeichnis, das deutsche, slavische, hebräische elemente und will-
kürliche Schöpfungen sowie aus den verschiedenen gaunersprachen
206 X. Hochdeutsche mundarten (1913).
entlehnte bestandteile enthält. Es sind im ganzen 200 Wörter;
mehr hat er nicht in erfahrung bringen können.
84. A. Landau, Zur russisch-jüdischen 'Klesmer'-sprache.
Mitt. anthrop. ges. Wien, 1913,143 — 149. — die spräche der jüd.
musikanten aus dem gouv. Cherson ist aus dem Jargon durch Ver-
setzung eines konsonanten, Veränderung des anlauts, Umstellung usw.
gebildet. Wörter aus slav. maa., aus der gaunersprache sind auf-
genommen, vf. gibt einen nachtrag zu der wortsammlung des
dr. S. Weissenberg.
85. Besprechungen von werken, die in früheren Jahr-
gängen verzeichnet sind: F. Holzträger, Sjmtaktische funk-
tion der wortformen im nösnischen 1911,10,60 und 1912,10,51:
F. Hofstädter, KblSiebLk. 1913,10—13; 0. Weise, ZfdU. 27,
379 — 380. — A. Hauffen, Geschichte, art und spräche des
deutschen Volksliedes in Böhmen 1912,10,11: Ss. Kbl.SiebLk.
1913,42. — K. Gusinde, Eine vergessene deutsche Sprachinsel
im polnischen Oberschlesien 1911,10,74: B, Capesius, KblSiebLk.
1913,78—79. P.Drechsler, ZfVk. 1913,109. P. Pietsch, ZSprV.
1913,183. — Beiträge zur schweizerdeutschen grammatik,
hrsg. von A. Bachmann, h. L IL IV. V 1910,10,25. 26; 1911,
10,16. 17: P. Lessiak, AfdA. 36,22.5— 233. K. Bohnenberger,
ZfdPh. 45,361 — 384. — Gedeon Petz, XJngarländische mundarten.
1.— 7. heft, 1910,10,55 — 61: R. Huß, AfdA. 36,22—39. —
Wörterbuch der Elberfelder mundart 1910,10,73: L. Groo-
taers, Leuv. bijdr. 1913,358—359. 0. Behaghel, Litbl. 1913,
270 — 271. — J. Janiczek, Der vokalismus der mundarten in
der Schönhengster Sprachinsel 1911,10,79: 0. Behaghel, Litbl.
1913,226. — Jos. Matzke, Die mundart von Rathsdorf im Schön-
hengstgau 1911,10,77. 1912,10,73: 0. Behaghel, Litbl. 1913,
226. — Hans Reis, Die deutschen mundarten 1912,10,2: 0. Weise,
Sokrates 1,266—269; ZfdU. 27,376. F. P., Rev. germ. 9,251.
R. Kapff, Kbl. f. d. höh. schul. Württ. 20,287. A. Meillet, BSL.
61,307. — • K. Hentrich, Wörterbuch der nordwestthüringischen
mundart des Eichsfeldes 1912,10,65: A. Gebhardt, ZfdPh. 1913,
108—110. W. Kroh, DLz. 34,809—810. — P. Schneider,
Volksetymologie in Bamberger namen und in der Bamberger ma.
1911,10,44: Cascorbi, ZSprV. 1913,116—117. 0. Weise, ZfdU.
27,300. — • E. Dornfeld, Untersuchungen zu Gottfried Hagens
reimchronik der Stadt Köln 1912,10,60: V. Moser, ZfdPh. 45,
317—318. R. Spiller, Cbl. 64,955—956. — 0. Kürsten und
0. Bremer, Lautlehre der ma. von Buttelstedt 1910,10,84: 0. Phi-
lipp, ZfVk. 1913,97—98. -nn-, Cbl. 64,515. — H. Schmoeckel,
Das Siergerländer bauemhaus 1912,10,48: R. Mielke, ZfVk,
1913,99. A. Wrede, Westd. zs. 31,488—489; 0. Weise, ZfdU.
X, (1914). A. Allgemeines. 207
27,378. — P. Frisch, Studien zur grenze des mosel- und rhein-
fränkisclien im Süden desreg.-bez. Trier Jsb. 1912,10,46: Th. Frings,
Westd. zs. 32,338 — 340. — Em. Friedli, Bärndütsch als Spiegel
bernischen Volkstums. 3. bd. Jsb. 1911,10,14: 0. Ebermann,
ZfVk. 23,330. — 0. Weise, Unsere mundarten. Jsb. 1910,10,4:
A. Petak, ZfRw. 28,412. — Th. Schönborn, Das pronomen in
der schlesischen mundart Jsb. 1912,10,70: 0. Brenner, Cbl.
64,348. — Jos. Seemüller, Deutsche mundarten III. Jsb.
1911,10,29. 30. 32. 33,11. 34. 36. 38: Hans W. Pollak, ZföG.
64,326 — 328. — W. Schoof, Die Zeitbestimmungen in der schwälmer
ma. 1912,10,38: 0. Weise, ZfdU. 27,378.
H. Teuchert.
Hochdeutsche mundarten (1914).
A.Allgemeines: 1. Zusammenfassendes. 2. Lexikalisches. — B. Die ober-
deutschen mundarten: 1. In der heimat. 2. Oberdeutsche Sprachinseln.
— C. Die mitteldeutschen mundarten : 1. In der heimat, 2. Mitteldeutsche
Sprachinseln. (Mit freundlicher Unterstützung der herren S. Feist,
W. Seelmann, der die dissertationen eingesehen hat, und O. Weise.)
A. Allgemeiues.
1. Zusammenfassendes.
1. Zeitschrift für deutsche mundarten. im auftrage
des Vorstandes des Allgemeinen deutschen Sprachvereins, hrsg. von
0. Heilig und H. Teuchert. 4 hefte von je 6 bogen. Berlin,
Verlag des Allg. deutschen Sprachvereins (F. Berggold). 10 m. —
die einzelnen abhandlungen werden für sich aufgeführt.
2. Dietrich Schäfer, Die deutsch-französische Sprachgrenze.
Intern, monatsschr. f. wiss., kunst und technik 7, sp. 15 ff. —
angez. von Rud. Belitz, DE. 13,172. — betont den wert der
orts- und flurnamenforschung.
2. Lexikalisches.
3. Kökeln. belege aus Nordböhmen und Niederösterreich
von W. Steinhauser, aus Köln (zwischen 1589 und 1631) von
A. Wrede. bedeutungen 1. mit feuer spielen, 2. gaukeln, taumeln.
ZfdMa. 9,287.
4. Heinr. März eil, Die tiere in deutschen pflanzennamen.
ein botanischer beitrag zum deutschen Sprachschatze. Heidelberg,
K. Winter. 1913. XXVI,263 s. 6,80 m. — hat zur besprechung
nicht vorgelegen, doch vgl. Jsb. 1912,10,7; bespr. von W. Zimmer-
mann, Alem. 42,124 — 125.
208 ^- Hochdeutsche mundarten.
5. G. Schaaffs, Misel nebst ableitungen bei Goethe. ZfdU.
28,509 — 521. — aus der eis. ma., wie das Deutsche Wörterbuch
annimmt, die ableitungen miselei und misein aber neubildungen
Goethes, aus einer reimerei im familienkreise stammt der name
Misele (6 wie Wetterle) in einem gedieht aus dem jähr 1818.
B. Die oberdeutschen mundarten.
1. In der heimat.
Südalemannisch. Schweizerisch im ganzen, 6. E. Hoff-
mann-Krayer und Hanns Eächtold, Bibliographie über die
schweizerische volkskundeHteratiir des Jahres 1913. Schweizer,
archiv f. volksk. 18(1914), 48 — 56. — bringt unter nr. XII einen
bericht über die spräche, daraus führe ich folgende im Jsb. nicht
angezeigte arbeit an: H. Goldener, Die verbalflexion einer ost-
schweizerischen dialektgruppe mit besonderer berücksichtigung der
analogiebildungen. Bemer diss., Frauenfeld o. j. [1912?). einige
besprechungen und andere kleinigkeiten finden sich noch außerdem
angezeigt.
7. Schweizerisches idiotikon. Wörterbuch der schweize-
rischen spräche, begonnen von F. Staub und L. Tobler. 76. — 77. h.
(= bd. VIII, sp. 57 — 344, enthaltend die stamme sch-b — sch-f)
bearbeitet von A. Bachmann und E. Schwyzer, J. Vetsch,
0. Gröger, W. Hodler (für J. Vetsch ist in h. 77 K. Stucki
getreten). Erauenfeld, Huber u. co. 1914. je 2 m.
8. 0. Gröger, Schweizer mundarten. im auftrage der leiten-
den kommission des Phonogrammarchivs der Universität Zürich
bearbeitet (= XXXVI. mitt. d. Phonogrammarchivskommission der
kais. Akad. d. wiss. in Wien), s.-a. aus den Sitz.-ber. d. kais.
Akad. d. wiss. in Wien, phik-hist. kl., 176. band, 3. abhdlg, Wien,
A. Holder. 1914. 94 s. — auf anregung von prof. A. Bach-
mann, dem begründer des Zürcher phonogrammarchivs, gibt vf.
eine auswahl von phonographisch aufgenommenen mundartproben
der ganzen Schweiz, mit den 172 platten, die das archiv zurzeit
besitzt, sind 63 aufnahmen gemacht worden, für das deutsche
Sprachgebiet ist als einheitlicher text eine von dr. W. Wiget ver-
faßte Tellerzählung zugrunde gelegt worden, doch daneben noch ein
anderes stück aufgenommen, die vorliegende Sammlung bietet nur
proben der letzten art, die recht gefällig sind, die transkription
verwendet die bekannte lautschrift der 'Beiträge zur schweizer-
deutschen grammatik'. veröffentlicht werden 20 alemannische,
6 frankoprovenzalische, 4 lombardische, 4 rätoromanische aufnahmen.
Hochalemannisch. 9. Em. Friedli, Bärndütsch als Spiegel
bernischen Volkstums, 4, bd.: Ins (Seeland I. teil). Bern, A. Francke.
X. B. Die oberdeutschen mundarten. 209
1914. IX, 627 s. broscli. 10 m., geb. 12 m. — dem vf. wie dem
Verleger hat im jähre 1912 die Berner Hochschule den ehrendoktor
verliehen, in der tat verdient das Friedlische werk diese ehrung.
in ungezwungener darstellung werden 'wörter und Sachen' zu einem
bilde des Volkstums vereinigt, das ein denkmal der spräche und
der geschichte der bewohner und ihres landes bietet, von dem
brennpunkte des einen ortes, Ins, zwischen Neuenburger und Bieler
See, ausgehend, schildert der vf. die ganze landschaft mit ihrer
pflanzen- und tierweit, den fluren, ackern und Waldungen und be-
sonders ausführlich das Große moos, überall die lebensbedingungen
der bevölkerung darstellend, dabei werden die zukommenden sprach-
lichen ausdrücke in der ma. bestimmter Ortschaften gegeben, vom
wissenschaftlichen Standpunkt unsers berichtes vermissen wir weder
eine phonetische darstellung noch etymologische deutungen. auch
auf sprachliche probleme, wie die berührung der deutschen grenzma.
mit dem französischen wird eingegangen, gerate, kleidung und ge-
richte werden uns sprachlich und sachlich beschrieben, die auf-
gäbe, die mundartlichen formen lautlich treu, aber doch im üblichen
schriftbilde zu bieten, ist glücklich gelöst, eine fülle von bildern
des Inser malers Anker und Photographien beleben den text. ohne
zweifei ein unternehmen, das in den rahmen des bernischen landes
vorzüglich paßt, anderswo aber kaum den gleichen erfolg hätte,
bei aller Volkstümlichkeit ein reicher wissenschaftlicher gehalt, den
herauszuschälen ein oder mehrere sach- und Wörterverzeichnisse
helfen sollten, dies unser wünsch! — bespr. von 0. Meisinger,
ZfdMa. 9,277—278.
10. H. Ammann, Die Sprachverhältnisse des Berner Jura*
DE. 13,2 — 14. — mit 2 karten, bringt statistische angaben über
die amtsbezirke Neuenstadt, Courtelary und Freibergen.
11. Ernst Tappolet, Die alemannischen lehnwörter in den
mundarten der französischen Schweiz, kulturhistor.-linguist. Unter-
suchung. 1. teil. Straßburg, Trübner, 1914. — bespr. v. E. Gra-
millscheg, DLz. 35,1445—1446; H. Witte, DE. 13,62.
12. E. Hörburger, Die entwicklung der adjektivflexion in
der Urkundensprache Vorarlbergs, s.-a. aus d. Jsb des Realgym-
nasitims Linz 1914. 16 s. — für die Chronologie der mundart-
lichen adjektivflexion wichtige arbeit, zugrunde gelegt wird die
heutige ma. von Doren, 4 stunden östlich von Bregenz.
Nordalemanniscli. Mittelalemannisch. 13. K. Bohnen-
berger, Zur auflösung des n vor reibelaut im alemannischen.
ZfdMa. 9,377 — 382. — kurze, auf eigenen und fremden nach-
forschungen beruhende darstellung der nasalierung der kurzen
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 14
210 ^« Hochdeutsche mundarten.
vokale vor reibelauten (die gutturalen reibelaute kommen aus
dialektgeographischen gründen nicht in frage), folgendes wird fest-
gestellt: 1. auch der nordwesten des alemannischen von Basel bis
zur fränkischen grenze zeigt spuren der auflösung mit Verstärkung
des Vokals und zwar rechtsrheinisch im ersten drittel, linksrheinisch
in zwei dritteln der strecke; 2. i und u werden diphthonge rechts-
rheinisch bis zur Alb und gegen den Feldberg, ohne das schwä-
bische diphthonggebiet zu berühren, linksrheinisch bis zur Thur-
mündung und zur welschen grenze in den Vogesen und im Jura,
der Ursprung des lautvorganges ist auf schweizerischem boden zu
suchen.
Schwäbisch. 14. Herrn. Fischer, Schwäbisches Wörter-
buch. Ifg. 47 — 49 (=bd. 4, sp. 1761 — 2098 Morgengahe — Nutzung).
Tübingen, H. Laupp. 4*'. je 3 m. — vgl. Jsb. 1913,10,22. — im
bei'ichtsjahre ist der 4. band dieses großen werkes abgeschlossen
worden, er umfaßt die lieferungen 36 — 49 und enthält die buch-
staben i, y, ä;, q, l, m, n. für den größten teil des bandes hat der
vf. sich noch der Unterstützung seines langjährigen mitarbeiters
Pfleiderer erfreuen dürfen, hoffen wir, daß es F. vergönnt sein
möge, bald wieder einen tätigen helfer zu finden, damit er, der
berufenste arbeiter am schwäbischen sprachgut, sein hochverdienst-
liches werk vollenden könne, für den 4. band gilt das gleiche lob
wie für die drei ersten, besonders umfangreich sind die artikel
Katze, Kind, Ku, lassen, Leut (mit besonders vielen mundartlichen
belegen), Mai, Mann, einige bemerkungen: folgende grammatische
feststellungen verdienen beachtung: neben kam schimmel wird ein
mhd. *kuon wahrscheinlich (172); metathesis weist die form Krel)e
weidenkorb, desgleichen eine andere ablautstufe auf (718); das mhd.
langeze frühling erscheint noch in der form längs (986); ein (l-suffix
zum stamme kl- besitzt Keid keim (307); ^r-abfall im anlaut vor i
ist beachtenswert in l2)s gips (46) und in Ilge lilie (17), das auf
ital. giglio zurückgeführt wird; gemination einer media durch -el
scheint vorzuliegen in Kampel kämm (187). klore runde pflaumen
(500) heißt in der Neumark ebenso fglqrdj; das schwäbische Kauder
1. werg, 2. gebund werg mit seinen Verzweigungen Kuder abfall
von werg (818), Kutter keliricht, alles zerbröckelte (881) und Käuzen
bund gehechelten flachses (298) ist ein weitverbreitetes wort, vgl.
obers. kaute gebund flachs (Müller-Fraureuth 11,29), lüneburgisch
kÜ9, kaud (mit (Z-schwund) bündel flachs (bei Schambach), neumärk.
küdd 12 hände voll flachs und dazu wohl auch seh] es. kudlich mit
zerzaustem haar (Mitt. schles. ges. f. vk. XVI,110). zur bedeutungs-
entwicklung von Lank art und weise (989), das zu lenken gehört,
kann man das neumärk. trcn art und weise vergleichen, das zu
trendein zu stellen ist.
X. B. Die oberdeutschen mundarfcen. 211
15. r. Veit, Die ahd. a- und e-laute in der ma, von Ost-
dorf. Beitr. 40,169 — 215. — eine auf einer kurzen darstellung
der heutigen mundartlichen laute von Ostdorf aufgebaute theorie
des Umlautes von a und ä im hochdeutschen, anknüpfend an
Nagls anschauung über den umlaut, die er erheblich abändert, er-
klärt V. den sogenannten sekundären umlaut (ä) als die ursprüng-
liche ausspräche des a. diese habe sich infolge der bisher für das
entstehen des sekundären umlauts erkannten bedingungen erhalten,
während in allen andern Wörtern die ausspräche ä sich zum reinen a
verdumpft habe, der primäre umlaut machte aus dem alten ä ein
geschlossenes e. der sogenannte sekundäre umlaut sei eigentlich
als unterbliebener oder 'negativer' umlaut anzusehen, des weiteren
wendet sich V. gegen eine unmittelbare herleitung des diphthongs
aus d über da und verbleibt bei der anschauung, ä sei zu q ver-
dumpft und dann erst diphthongisch geworden, auch für ä setzt
er die ursprüngliche ausspräche ä an.
16. Herm. Fischer, Aus dem schwäbischen Wortschatz älterer
zeit. Württ. vierteljahrsh. f. landesgesch. 23,337 — 338.
17. Fr. Pf äff, Joh. Gg. Jacobi und die alemannische mund-
art. ZfdU. 28,110—114.
18. Rud. Pfeiffer, Kleine beitrage zu Johann Sprengs Wort-
schatz, ZfdMa. 9,261 — 264. — angeführt werden Wörter aus
Sprengs Ilias- und Aneisübersetzung (Augsburg 1610), die im
D. WB. fehlen oder nur in andrer Verbindung und bedeutung ge-
nannt sind, zugleich ein beitrag zu Fischers Schwäbischem wtb.,
wo Spreng nicht herangezogen wurde, einige 30 Wörter von zum
teil schwäbischem gepräge.
19. H. Marzell, Volkstümliche pflanzennamen aus dem bay-
rischen Schwaben. ein beitrag zur Volkskunde (s.-a. aus dem
41. bericht des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben und
Neuburg). 1913. 54 s.
Niederalemannisch. Elsässisch. 20. Paul Levy, Die
Verwertung der mundarten im deutschunterrichte höherer lehr-
anstalten unter besonderer berücksichtigung des elsässischen (s.-a.
aus ZfdU. 1913, 8. ergänzungsheft). 63 s. 1,50 m. — zu natio-
nalem und didaktischem zweck verfaßter aufsatz, der an dieser
stelle wegen der menge gut ausgewählter beispiele erwähnung
verdient.
21. D. Müntzer, Neues elsässer schatzkästel. eine Samm-
lung elsässischer dialektgedichte aus Vergangenheit und gegenwart.
Straßburg, Straßburger druckerei. 1913. — bespr, von Br. Stehle,
DLz. 35,2185—2186.
14*
212 ^' Hochdeutsche mundarten.
Badisch. 22. 0. Heilig, Zum wortbestand der nieder-
alemannischen mundart von Ottersdorf bei Rastatt. ZfdMa. 9,
335 — 345. — angeführt werden I. 'neuhochd. Wörter, die in der
mundart fehlen und durch andere ersetzt werden, II. hochd.-mund-
artliche Wörter (in lautlicher hinsieht vielfach bemerkenswert)',
solche durchmusterung des Sprachschatzes einer mundart ist wert-
voll nicht nur, um die bildungsstufe der bevölkerung festzustellen,
sondern auch um den Sprachschatz möglichst vollständig aufzu-
decken, auch die beziehungen zwischen ma. und Schriftsprache
lassen sich so verfolgen, natürlich reicht eine solche arbeit nicht
aus, wenn man die im volke lebenden begriffe und ihre benennungen
aufspüren will, also für die eigentliche wörterbucharbeit, ich zweifle
aber, ob sich in jedem falle das mundartliche wort mit dem nhd.
begriff deckt, der II. teil stellt eine art lautlehre in alphabetischer
abfolge dar.
23. Ders., Aus badischen mundarten. ZfdMa. 9,245 — 254.
— forts. von Jsb. 1911,10,22. lautformen und synonyme für einige
fünfzig Wörter oder wortformen aus 63 Ortschaften, die über ganz
Baden verstreut liegen.
24. W. Zimmermann, Mundartliche pflanzennamen aus
Baden. Alem. 42,175 — 189. — plan einer umfassenden Samm-
lung, fragen und probe des bisher gesammelten Wortschatzes, ent-
haltend die buchstaben a — e. die deutungen verraten oft eine
vorgefaßte meinung und lassen die fachwissenschaftlich-sprachliche
Schulung vermissen, nur das alemannische sprachgut ist berück-
sichtigt.
25. r. Weik, Kinderreime, merkverse, Sprüche, Wetterregeln
und rätsel aus Rheinbischofsheim. ZfdMa. 9,254 — 260. — 79 nr.,
in lautschrift.
Bayerisch-Österreichisch. 26. (E. Kuhn), Erster bericht
der Kommission für die herausgäbe von Wörterbüchern bayerischer
mundarten. kgl. Bayerische akademie der Wissenschaften. München.
22 s. — im arbeitskartell mit der Wiener Akademie wird ein
großes Bayerisch-österreichisches mundartliches Wörterbuch
geschaffen, dessen redaktion in Wien vorgenommen werden soll,
daneben wird die herausgäbe eines Rheinpfälzischen und eines
Ostfränkischen Wörterbuches geplant, versitzender des Münchener
ausschusses ist prof. Ernst Kuhn, der bericht gibt auskunft über
die vorbereitenden schritte und das bis ende 1913 erreichte.
27. (Jos. Seemüller), I. bericht der von der kaiserl. Aka-
demie der Wissenschaften in Wien bestellten Kommission für das
Bayerisch-österreichische Wörterbuch, erstattet von ihrem obmann.
Wien 1913. 19 s. — gibt künde von den Vorbereitungen, die
X. B. Die oberdeutschen mundarten. 213
zur Schaffung einer sorgfältig geregelten arbeitsgemeinschaft mit
der bayerischen Urheimat führten, und der Organisation des Unter-
nehmens, obmann ist prof. Jos. Seemüller, Verfasser prof. Primus
Lessiak; nahe steht dem Wörterbuch prof. Jos. Schatz und dr.
V. Kralik. — II. dass. Wien 1914. 32 s. — berichtet über
die bisherige Sammeltätigkeit.
28. H. Pollak, Das phonogramm-archiv der kaiserl. Akademie
der Wissenschaften in Wien. GRMon. 6,257 — 269.
29. 0. Abel, Kosenamen aus der altbayerischen kinderstube
und ihr gegenteil. ZfdU. 28,736 — 740, — eine fülle kosender
und tadelnder bezeichnungen für kleine kinder wie Patscherl,
Muschel, Gischpel.
Steirisch. 30. L. Bein, Beitrag zur kenntnis des ober-
steirischen haus- und ackergerätes und zum steirischen wertschätz.
Mitt. d. anthrop. gesellsch. in Wien 44,165 — 221.
Ostfränkisch. 31. Otto Dellit, Die mundart von Klein-
schmalkalden (laut- und formenlehre, syntax und Wortschatz).
Marburg, N. G. Elwert. 1914. XI,240 s. — Kleinschmalkalden
und Brotterode sind die vom Thüringischen stark beeinflußten nörd-
lichsten Vorposten der nordhennebergischen ma., die durch die er-
haltung des mhd. pf- und die 'nominativdehnung' zum oberdeutschen
gewiesen wird. thür. ist z, m, iu, e, o als monophthonge, ou, ei als
diphthonge und die diminutivendung -chen. die trotz des volks-
tümlichen tons durchaus wissenschaftlich begründete arbeit ist
durch klarheit in der darstellung ausgezeichnet, anschauliche be-
nennungen wie 'volkssuperlativ' für verstärkende adjektivzusammen-
setzungen sind glücklich gewählt, die phonetisch gute beschreibende
wie die geschichtliche lautlehre sind erfreuliche leistungen. manches
gute findet sich im abschnitt IV (Wortbildung), dankenswert sind
die abschnitte VI und VII, die teile der syntax behandeln.
VIII bringt dann noch proben des Wortschatzes, wobei auch die
personen-, straßen-, flur- und orts-, tier- und pflanzennamen mitge-
teilt werden, hoffentlich findet das gefällige buch die leser, die es
verdient. — bespr. von 0. Weise, ZfdU. 28,463.
32. E. Kaupert, Die mundart der herrschaft Schmalkalden
(teildruck), diss. Marburg 1914. 73 s.
33. Otto Feiler, Das fürwort in der mundart von Gerolz-
hofen (Ufr.). ein beitrag zur syntax der ostfränkischen mundarten.
diss. Würzburg, Dreschel & Reichart. 1914. VIII,52 s.
34. Hubert Haß mann, Zur lautlehre der mundart des Eger-
landes. Unser Egerland 18,23 ff.' — gehandelt wird in der
noch nicht zu ende geführten arbeit über die Egerländer, deren
ma. eine teilma. des Nordgauischen (Oberpfälzischen) sei, die bis-
214 X.. Hochdeutsche mundarten.
herige literatur, die ziele der forschung und die lautschrift. darauf
folgt eine phonetik der einzelnen laute.
35. Johann Kirchb erger, Beiträge zur Egerländer Wort-
forschung. Unser Egerland 17(1913),34 ff. 18,54 ff. — zahlreiche
bekannte und weniger bekannte ausdrücke werden jeder in einem
besonderen abschnitt ausführlich behandelt.
2. Oberdeutsche Sprachinseln.
Schwäbisch. 36. R. v. Pfaundler, Das deutsche Sprach-
gebiet in Südungarn. DE. 13,15—22. 56 — 60. 159—171. mit
4 karten. — ausführliche darstellung der geschichte des Siedlungs-
gebietes im Banat und in der gespanschaft Arad. die arbeit be-
ruht auf den ergebnissen der Volkszählung vom 31. dez. 1910.
s. 161 — 171 wird die gespanschaft Torontal behandelt.
37. Ders., Die ergebnisse der Volkszählung vom 31. dez. 1910
im deutschen Westungarn. DE. 13,74 — 95. — vergleichung mit
den zahlen von 1900.
38. Ders., Die ergebnisse der Volkszählung vom 31. dez. 1910
an der deutsch-italienischen Sprachgrenze im Etschtal. DE. 13,
148—152.
Badisch. 39. D. Häberle, Badische kolonien in Süd-
rußland. Alem. 42,17 — 40. — mit 2 kartenskizzen. geschicht-
liche und statistische angaben über die zu anfang des 19. jahrhs.
mit ansiedlern aus Baden, der Pfalz und dem Elsaß begi'ündeten
kolonien.
Südbayerisch. 40. Elemer Schwartz, A rdhalapincskozi
(iijelvjdräs hangtana (= Lautlehre der ma. zwischen der Raab und
Lafniz. Arbeiten zur deutschen Philologie, hrsg. von G. Petz,
J. Bleyer, H.Schmidt. X). Budapest, E. Pfeiffer. 1914. 1318.
4,50 kr. — die bewohner der komitate Eisenberg, Ödenburg und
Wieselburg sind steirische einwandrer und keine Hienzen. be-
wiesen wird diese behauptung durch eine vergleichung des körper-
baues, der speise- und kleidernamen, des häusertypus und der
familiennamen in dem gebiet zwischen Raab und Lafniz einerseits
und der Steiermark und der Henzonia anderseits. 71°/^ der fami-
liennamen stimmen mit den steirischen überein. s. 36 — 108 wird
eine ausführliche lautlehre geboten, die die vorigen ergebnisse be-
stätigt, die ma. stellt sich somit zum Südbayerischen, während die
hienzische eine nordbayerische ist. eine karte und Wörterverzeichnis
beschließen das fleißige buch, eine deutsche Inhaltsangabe ist bei-
gelegt.
41. Pr. Lessiak, Zwei deutsche Sprachinseln in Eriaul:
Bladen und die Zahre. DE. 13,132—137. — die Zahre mit
X. C. Die mitteldeutschen mundarten. 215
2 dörfern und die Bladner Sprachinsel mit deren 13 haben wie die
beiden andern fri auler Sprachinseln Grottschee und Tischelwang alte
Spracheigentümlichkeiten ihrer altbayerischen ma. bewahrt. so
heißt der Schwiegervater noch schwer, die -tochter schnür, die
Schwägerin geschwaie. L. vermutet, daß die bewohner beider
Siedelungen eines Stammes sind; ihre nächsten verwandten wohnen
im kärtnischen Leßachtal und im osttirolischen Pustertal. beachtens-
wert ist der umstand, daß die Sprachinseln allgemein frühere sprach-
stufen bewahren als das heimatgebiet.
42. Dar klöane Catechismo vor de Sihen Kameün mit
halghen Gasang. In Semindrieu von Padehe 1842. 39 s. (neu-
druck, veranstaltet vom Bund der sprachinselfreunde.) Leipzig-R.,
Nationale kanzlei. 1914. 20 m. — bespr. von A. Pfalz, ZfdMa.
1915,330 — 331: der älteste katechismus stammt aus dem jähre
1602; die ausgäbe von 1842 ist ein unveränderter abdruck des
1813 gedruckten zimbrischen katechismus. zitiert nach der be-
sprechung von A. Pfalz.
Nordbayerisch. 43. S. Graf, Hianzische märchen. ZfVk.
24,20 — 31. — in mundartlicher lautform.
C. Die mitteldeutschen mundarten.
1. In der heimat.
Rheinfränkisch. Pfälzisch. 44. Fr. Schön, Lina Sommer,
eine Pfälzer mundartdichterin. Alem. 1913,157 — 158.
45. Jak. Wille, Gottfried Nadler. rede, gehalten am Nadler-
denkmal in Heidelberg zur feier des 100. geburtstages des dichters
am 19. aug. 1909. Alem. 42,1 — 7. — diese rede wird wegen
ihrer tatsächlichen angaben und der Charakteristik des Heidelberger
dichters hier angeführt.
46. Heinr. Reichert, Lautlehre der mundart von Mönchzell.
diss. Freiburg i. B., Wagner. 1914. 88 s.
47. Roland Martin, Untersuchungen zur rhein-moselfrän-
kischen dialektgrenze (teildruck), diss. Marburg 1914. 63 s.
Hessisch. 48. W. Seh oof, Die Schwälmer mundart. IL teil,
flexionslehre. ZfdMa. 9,3—31. — forts. von Jsb. 1913,10,48. die
ganze arbeit auch als buch. Halle a. d. S., Waisenhaus. 1914.
94 s. 2,40 m. — durch das gebiet der Schwalm führt die grenze
zwischen dem Hessen- und Oberlahngau; dieser entspricht die
jetzige mundartengrenze von Ober- und Niederhessen, aber es
läßt sich kein beweis dafür erbringen, daß die Sprachgrenze auf
die gaugrenze zurückgeht, trotz der behauptung des vfs. vielmehr
ist für die sprachlinie die territoriale grenze zwischen Ober- und
216 X. Hochdeutsche mundarten.
Niederhessen verantwortlich zu machen, der II. teil bietet einen
überraschend reichen stoff für die Verwendung des genitivs und
dativs. der versprochenen syntax der Schwälmer ma. darf man
daher mit erwartung entgegensehen, die lautlehre leidet unter
Wiederholungen, sie ist fast nur beschreibend und läßt die wirken-
den lautgesetze nicht hervortreten, auch systemzwang und analogie-
wirkungen werden nicht immer erkannt, erwünscht wäre eine
darstellung der dehnung und der diphthongierung. als beachtens-
wertes lautliches ergebnis führe ich den wert ö für ahd. ou an,
während der umlaut zu e führt, im hiat geht die entwicklung für
ou zu ai, für öü zu ä. einige versehen in der grammatischen be-
nennung ('media fortis' u. a.) stören. — bespr. von 0. Philipp,
ZfVk. 24,326—327; A. Fuckel, Hessenland 1914,94.
49. W. Schoof, Beiträge zur hessischen Ortsnamenkunde III.
Hessenland 1914,81—83; 102—105; 340—343. — behandelt in
ruhig wägender, die alte urkundliche wie die heutige namensform
würdigender form die Ortsnamen Marburg, Marienthal, Weimar,
Ungedanken und Gedankenspiel.
50. Paul Freiling, Studien zur dialektgeographie des hessi-
schen Odenwaldes (teildruck), diss. Marburg, Friedrich. 1914.
76 8. — die vollständige arbeit wird in Dtsch. dialektgeographie XII
erscheinen.
51. Hans Gore 11. Studien zur dialektgeographie der ehe-
maligen graf Schaft Ziegenhain und benachbarter ge bietsteile (teil-
druck), diss. Marburg, Friedrich. 1914. 63 s. — erscheint voll-
ständig in Dtsch. dialektgeographia VII.
52. Maximilian Martin, Die französischen Wörter im Rhein-
hessischen, diss. von Gießen. Mainz, v. Zabern. 1914. 125 s.
1 karte.
53. Fritz Hackler, Der konsonantismus der Wittgensteiner
mundart (mit einer landkarte). diss. Bonn, Rhenania. 1914.
74 8. 1 karte.
Hessen-nassauisch. 54. F. Wrede, Das Hessen-nassauische
Wörterbuch. Hessenland 28,71—72; 277 — 281; 295 — 296.
Mittelfränkisch im ganzen. 55. 0. Schell, Bibliographie
zur rheinisch-westfälischen Volkskunde für 1913. ZfrhwVk. 11,
60 — 67. — von nicht notierten abhandlungen führe ich daraus u. a.
an 'Epostrakismos (flache steine übers wasser werfen)'. Köln. ztg.
11. 2. 1913 (nr. 161). — Aug. Lennartz, Flachsernte. Köln. ztg.
1913 (nr. 1177). — Ad. Wagner, 'Hillig' auf dem Vorderhunsrück.
Deutsche dorfzeitung von H. Sohnrey XVI,37. — K. R. Schmidt,
Kniereiterlieder aus dem Bergischen. — F. Halbach, Menschen an
der Wupper. ein beitrag zum 'Rhein, wörterb.' Gen.-anz. f. Elber-
feld u. Barmen 1913 (28. 11.).
X. C. Die mitteldeutsclien mundarten. 217
56. Jos. Müller, Der apfel im Spiegel rheinischer mundart.
ZfdMa. 9,31 — 53. — 'in lexikalischer form zusammengestellt', mit
21 quartseiten wohl der umfangreichste Wörterbuchartikel, den ein
deutsches mundartenwörterbuch nach der aufnähme dieses hier auf-
zuweisen hätte, aber durch die geplanten vorarbeiten zum Rheini-
schen Wörterbuch, die grammatik und den Sprachatlas werden
viele angaben zum fortfall kommen, reichliche anführung urkund-
licher belege beweist, daß das Rhein, wtb. auch die Vergangenheit
ausnutzen wird, die komposita füllen nicht weniger als 8 selten.
es zeigt sich wieder, welche vorteile die anordnung nach stammen
wie im Schweizerischen Idiotikon bietet, vielleicht entschließt sich
die Wörterbuchleitung noch hierzu.
57. Ders., Die bohne in rheinischer spräche und sitte.
ZfrhwVk. 11,4 — 42. — erschöpfende Schilderung der rolle, die die
bohne im leben des rheinländischen volkes spielt. M. weist mit
nachdruck auf die kraft der sprachschöpfung hin, die das Volk an
dieser erst nach 1570 heimisch gewordenen nährpflanze gezeigt
hat. eine anzahl eigens für die behandlung und das Wachstum
dieses gewächses geschaffener Wörter und ausdrücke finden sich
vor. die beliebtheit des bohnengerichtes zeitigt viele bildliche
redensarten; auch der abergiaube, feste und allerlei gebrauche ver-
knüpfen sich mit dem anbau und der herrichtung der frucht. das
bohnenlied steht in beziehung zum geschlechtsleben.
58. (Ders.), Probe zum Rheinischen Wörterbuch. 34 s.
(o. ].). — für die erste Versammlung der leiter der deutschen
wörterbuchanternehmungen in Marburg hergestellte probe, die eine
Vorstellung von der achtjährigen Sammeltätigkeit und einen anhält
für die endgültige form geben soll, sie bietet die mit ba und do
beginnenden wortstämme zum teil; besonders ausführlich ist Bach
behandelt, die reife und abgeschlossenheit dieses artikels eröffnet
die besten aussichten auf das ganze werk, ein für allemal sei er-
wähnt, daß das aus dem archiv des Rheinischen Wörterbuchs
stammende sprachgut auch die nieder- und rheinfränkischen be-
zirke des gebietes ausschöpft.
59. Ders., Rheinische fastnachtsrufe. ZfrhwVk. 11,271 — 276.
— necksprüche, einfache gereimte nachrufe, ausrufe und be-
nennungen von fastnachtsnarren in stattlicher menge.
60. Ders., Die butterhexe (rheinische Sprüche beim buttern).
ZfrhwVk. 10(1913),267— 272.
61. Ders., Thomasesel und pfingstfuchs. ZfrhwVk. 11,
133 — 141. — eine reihe benennungen für den langschläfer, der
im ripuarischen gebiet (zum teil auch im ndfrk., im moselfrk. fast
nicht) am Thomastage, 21. dez., als Thomasesel verspottet wird.
218 -X.. Hochdeutsche mundarten.
in den grenzbezirken und im moselfrk. besteht die in den meisten
deutschen gauen bekannte sitte, den Spätaufsteher am pfingsttage
zu necken.
62. Ders., Haudkitzelverse. ZfrhwVk. 11,144 — 147. — zwei
grundformen. die eine verwendet nur reimworte, die andere be-
gnügt sich mit dem das kitzeln ausdrückenden wort am Schlüsse.
63. K. Schwarz, Das intervokalische -g- im fränkischen,
sprachgeschichtliche Untersuchungen, mit 3 karten und 4 skizzen
im text. Straßburg, K. J. Trübner. 1914. VIII,132 s. 5 m.—
die Untersuchungen erstrecken sich an der hand eines ungewöhnlich
reichen materials, wie es nur durch die mustergültige Organisation
der Sammeltätigkeit am Rheinischen Wörterbuch zusammengebracht
werden konnte, auf das gesamte gebiet der Rheinprovinz mit ein-
schluß des rheinfränkischen striches um Saarbrücken, verwerten
also nieder-, mittel- und rheinfränkische sprachformen, darüber
hinaus zieht der vf. das rheinfränkische links des Rheins, öfters
das elsässische und schwäbische hinzu, die lautverbindungen age,
ege, ege, ige, oge, uge; äge, ege, ige, üge; eige, iege und uoge werden
geschichtlich und, was ein hervorragendes verdienst der arbeit ist,
geographisch untersucht. eine dankenswerte Vorarbeit für den
Sprachatlas der Rheinprovinz mit gelungenen, übersichtlichen karten
und skizzen. die neuartige Übersichtstabelle auf s. 93 für 'egge',
die die verschiedenen lautformen nach der geographischen läge
ihrer heimatorte nebeneinader anordnet, verdient empfehlung. als
ergebnis seiner Untersuchungen führt der vf. s. 131 und 132 folgende
punkte an: 1. die lautgeschichte des intervokalischen -g- in der
Rheinprovinz zeigt regel- und gesetzmäßigkeit. wahrscheinlich be-
steht eine ähnliche gesetzmäßigkeit für das gesamte deutsche
Sprachgebiet; 2. egi wird nicht zu ei; 3. es gibt einen älteren und
Jüngern ^-ausfall. an dem ersten nehmen teil a) die formen auf t und s,
b) die formen, bei denen die silbe mit g durch konsonant -f- silbe
gedeckt war (z. b. ahd. seganon segnen, pl. wagene wagen, kegele
keil), erst später fällt g aus, wenn age, ege usw. am wortende
standen oder nur noch ein konsonant auEer s und t folgte, den er-
gebnissen unter 1 und 2 kann man ohne weiteres zustimmen; aber
bei 3 trifft m. e. wohl die Unterscheidung eines älteren und eines
jüngeren g'-schwundes zu, aber die erklärung des älteren lautvor-
ganges, welche das hauptergebnis der arbeit darstellt, muß man
ablehnen. S. denkt sich nämlich die beseitigung des g nicht durch
kontraktion, sondern durch assimilation. er läßt beispielweise ke:l,
k7\'l 'kegel, pflock' aus kegle nach ausfall des unbetonten e (in kegele)
entstehen, nicht aus keil <<^ kegil, da egi im fränkischen nicht ei
ergibt, so läßt er auch rhein- und moselfrk. sg. tvä:n wagen aus
wagne, nä:l nagel aus nagle entstehen; nur für r (in mager mager)
X. C. Die mitteldeutsclien mundarten. 219
gibt er zu, daß es sich ablehnend gegen die assimilation verhalte;
eine gute beobachtung. daß folgendes -de den ^r-schwund be-
günstigt hat, lehren viele mundarten; aber daß sich g an n, l assi-
miliert hat, bestreite ich. auch sehe ich in dem g zurzeit dieses
Vorganges keine media mehr, sondern schon eine spirans. nach
meiner ansieht liegt frühe dehnung auf kosten der spirans g vor.
dem zirkumflektierenden akzent lege ich kein großes gewicht bei,
da er durch systemzwang in formen, die ihn lautgesetzlich nicht
beanspruchen dürfen, gedrungen sein kann. — als dissertation von
Bonn 1914 erschien s. 21 — 62 und karte unter dem titel 'Beiträge
zur entwicklungsgeschichte des intervokalischen -g- im fränkischen,
die verba tragen und sagen\
64. W. Schoof, Zur deutung des namens Hundsrück.
ZfrhwVk. 11,93 — 112. — deutet den ersten bestandteil als ndd.
hund 'ein stück feld von etwa ^/- morgen' in der erweiterten be-
deutung 'feld, ackerland' überhaupt; doch ist diese nicht belegt. —
'rück' ist nach ihm gleich ricTi 'stange, latte; gehege; hecke'.
65. K, Stuhl, Hundsrück und Hundsding. ZfrhwVk. 11,
241 — 253. — leistet das denkbar mögliche in der Vereinigung
verschiedener existierender und nicht existierender wortstämme.
QQ. F. Schön, Stadtgespenster in rhein- und mittelfrän-
kischen mundartdichtungen. ZfrhwVk. 11,141 — 144. — aus Aachen,
Trier, Saarbrücken, Frankfurt a. M., Heidelberg.
Moselfränkisch. 67. J. Heuft, Sprichwörter und redens-
arten in Maifelder mundart aus Trimbs bei Polch, kreis Mayen.
ZfrhwVk. 10(1913),284— 286.
68. F. Gregorius, Sprichwörter und redensarten aus Hörn
bei Simmern. ZfdMa. 9,265—276; 327—334. — behandelt in
19 abschnitten die verschiedenen seiten des menschlichen lebens;
in lautschrift.
69. Ders., Volkstümliches aus Hörn bei Simmern (Hunsrück).
ZfrhwVk. 11,207 — 212. — ähnliche Sammlung wie vorher.
Ripuarisch. 70. J. Klein, Oberbergische redensarten und
reime aus Brück bei Kalk. ZfrhwVk. 11,287—290.
71. Theod. Frings, Das alter der Benrather linie. Beitr.
39,362 — 376. — die Benrather linie wird von mehr fällen mit
affrikaten als von beispielen, in denen die tenues sich zu Spiranten
entwickeln, überschritten, formen wie Jiolts holz, sivats schwarz
dringen also nördlicher als Äo/, Äo% küche, krufd kriechen, diese
tatsache ist nicht, wie Behaghel nach Wenker annimmt, so zu
deuten, daß die dentale Verschiebungslinie nördlicher als die guttu-
rale und labiale verläuft; denn die dentale spirans hat denselben
220 X- Hochdeutsche mundarten.
linienverlauf wie die gutturale und labiale, F. verwertet die mit-
geteilte tatsache in Verknüpfung mit den geschichtlichen unter-
lagen für das gebiet, er macht mit hilfe zwar nicht immer aus-
reichender geschichtlicher nachrichten wahrscheinlich, daß die
Benrather sprachlinie um 1250 in anlehnung an die nordgrenze
der grafschaft Jülich und des erzbistums Köln entstanden sei. das
allmähliche vordringen dieser territorien nach norden habe auch
die ehedem völlig einheitliche Verschiebungslinie in ein strahlen-
bündel aufgelöst, dessen weiteste ausstrahlung im osten auf rechnung
der schwankenden besitzverhältnisse oder wenig gefestigter amts-
grenzen zu setzen sei. trotz der geringen zahl der von F. in
seiner arbeit (Deutsche dialektgeogr. V) benutzten beispiele —
F. bezieht sich in dem voi'Hegenden aufsatz darauf — , von denen
u. a. das zahlwort zwei so gut wie gar keine beweiskraft besitzt
— kann man das hauptergebnis, daß die politische mit der sprach-
lichen eroberung hand in hand vor sich gehe, annehmen, um auf
das wort 'zwei' zurückzukommen: tsioai spricht man nachgerade
schon nahe der ostseeküste in Hinterpommern, die beobachtung,
daß tz häufiger als ss, ff und ch die Verschiebungslinie über-
schreitet, kann man auch in der Neumark machen, vgl. ZfdMa.
1907,247. die von F. dafür vorgebi-achte begründung (Beitr. 39,365)
halte ich für zutreffend.
72, A. Wrede, Der historische Kölner Sprachschatz. ZfdMa.
9,226 — 228. — plan eines historisch- etymologischen Wörterbuches
des altkölnischen Sprachschatzes von der mitte des 12. jahrhs. bis
1815, das W. in bearbeitung hat. am 1. april 1914 waren be-
reits 30000 Zettel vorhanden, nicht nur das dialektische sprach-
gut, sondern überhaupt der sprachgeschichtlich wertvolle stoff wird
ausgezogen.
73. M. Becker, Die niederrheinische Windmühle. ZfrhwVk.
11,230. — zählt die bestandteile der nordripuarischen Windmühle
in ihrer mundartKchen gestalt auf.
Thüringisch. 74. 0. Weise, Niederdeutsches in Thüringen,
ZfdMa. 9,237 — 245, — weist niederdeutsche spuren in der lautform
(g- ^ j-, k- ohne aspiration, Verwechslung von mir und mich,
Tis ^ SS u, a,), flexion und im Sprachschatz nach, ohne zweifei
aber sind manche anscheinend rein niederdeutschen Wörter früher
gemeinbesitz mehrerer stamme gewesen, darüber klärt uns jede
neue lieferung der deutschen mundartenwörterbücher auf.
75. Gust. Kirchner, Beiträge zur abgrenzung des zentral-
thüringischen, diss. von Jena. Borna-Leipzig, Noske. 1913. 34 s.
— soll in der 'Samml. kurzer grammatiken dtsch. maa.' vollständig
erscheinen, in dem teildruck s. 15 — 25 über die ausspräche; sonst
kommt der vf. vor erörterungen allgemeiner art nicht einmal dazu,
X. C. Die mitteldeutschen mundarten. 221
den begriff des zth. (nach s. 31 die gegend, in der keine diplithon-
giening erscheint; nach s, 32 ie, ue, oa statt ostth. t, ü, a) klar
zu stellen und seine grenzen außer auf s. 32 gegen osten anzu-
geben, die heimat des vf. ist Mönchenholzhausen in der mitte
zwischen Erfurt und Weimar.
Obersächsisch-erzgebirgisch. 76. K. Müller-Fraureuth,
Wörterbuch der obersächsischen und erzgebirgischen mundarten.
lief. 9 — 10 (= bd. II, s. 529 — 819 Sommerlehne — Zypresse sowie
nachtrage). Dresden, Baensch. je 3,50 m. — mit der lief. 10 ist
das werk abgeschlossen, was ich im Jsb. 1912,10,68 gesagt habe,
gilt auch für den II. band, es ist dringend zu wünschen, daß der
abschluß, den Müllers arbeit gebracht hat, von der heimischen
forschung nicht als ein endgültiger angesehen werde, denn trotz
des 'bienenfleißes' des vfs. fehlt es an einer ausreichenden Samm-
lung des lebenden Wortschatzes, weder das volkskundliche gut
noch die fülle der redensarten und Wortbedeutungen sind erschöpft,
für die wort- und lautgeographie, die Wortbildung und flexion ist
die hauptarbeit noch zu leisten. die ungewöhnlich ausgiebige
beachtung der witz- und Schwankliteratur hat dem vf. die er-
kennung des geschichtlichen wandeis der Wortbedeutungen er-
schwert, die etymologie muß über die stufe des bloßen ratlosen
zusammenstellens früherer vorschlage gehoben werden und sich
mehr an die spräche der nachbarlandschaften anlehnen, wobei ent-
legene quellen zu meiden sind, phonetische kenntnisse sind er-
forderlich, um in die bunte fülle abgewandelter und ähnlicher
formen regel und Ordnung zu bringen (bloße vertauschung Hegt
z. b. nicht vor bei Ludel penis und Nudel, nutschen und lutschen
saugen, Hornisse und Horlsche u. a. 11,265). Schiehel altmodischer
hut (11,410) kann lautlich unmöglich zu Schauh strohbündel ge-
hören, da das erste wort auf umgelautetes ü weist, das zweite aber
altes au besitzt, wie soll Kech n. zusammengerechtes stroh 'neben-
form' zu Kaff sein? das verbum knospein (unter knispeln 11,66 an-
führt) hat mit knispeln mühsam stricken nichts zu tun, sondern ge-
hört zu ahd. knuspern, rein lautliche kenntnis hätte mit leichtig-
keit Krietschel(chen) kleine, saure kirsche zum nhd. Krieche gestellt
und die beziehung zum wend. kruzenka gebackene birne gar nicht
erst aufkommen lassen, weitere beispiele, deren es leider noch
viele gibt, übergehe ich. wenn so das Obers.-erzgeb. wtb. mit
größter vorsieht zu benutzen ist, so bietet es doch einen stoff, der
wegen seiner engen beziehung zur nhd. Schriftsprache dem Sprach-
forscher willkommen ist. — bespr, von F. Piquet, Rev. germ.
10,396; 525—526. lief. 7—8 bespr. von 0. Weise, ZfdMa. 9,
186—187 und ZfdU. 28,463. beide bände bespr. von H. Wunder-
lich, Litbl. 35,377—379.
222 31- Hochdeutsche mundarten.
77. C. Müller, Nachbarreime aus Obersachsen. ZfVk. 24,
90—94; 183—188.
78. E. Gerbet, Neue beitrage zum erzgebirgischen und vogt-
ländischen. ZfdMa. 9,131 — 159. — ein nachtrag zum Obei'-
sächsischen Wörterbuch von K. Müller-Fraureuth. das material
entstammt eigenen aufnahmen und der schriftlichen Sammlung eines
landeseingesessenen, der vf. bemerkt, daß die ma. von Brünlos
und umgegend wohl bestimmt eine Sprachinsel bilde, die dar-
stellung ist kurz, bringt aber trotzdem zahlreiche angaben geo-
graphischer und lautlicher natur. behandelt sind die buchstaben a — z.
79. Ders., Nachlese aus Westsachsen zum Obersächs. Wörter-
buch. ZfdMa. 9,345 — 376. — vervollständigt den in voriger
nummer gebotenen stoff. besonders in grammatischer hinsieht
beachtenswert; aber auch redensarten und gebrauche werden mit-
geteilt, buchstaben a — z.
80. Ad. Hausenblas, Grammatik der nordwestböhmischen
mundart (laut- und formenlehre mit textproben [= Beiträge zur
kenntnis der deutsch-böhmischen mundarten hrsg. von H. Lam-
bel. II]). Prag, Verlag des Vereins f. gesch, d. Deutschen in
Böhmen, in kommission bei J. G. Calve. 1914. XI, 143 s. — zu-
grunde liegt die ma. der Brüx-Postelberger gegend. der mund-
artliche stoff ist verhältnismäßig karg; daher ist an vielen stellen
noch nicht die abschließende deutung möglich, geboten wei'den
die üblichen teile einer mundartlichen grammatik (laut- und formen-
lehre). die beachtung der namen und interjektionen verdient er-
wähnung; am Schluß textproben und eine kartenskizze. die nord-
westböhmische ma. gehört zum obersächsischen, pf- erscheint nur
im anlaut. im norden grenzt das nordböhmische, im westen das
erzgebirgische, im Süden und Südwesten das egerländische an. die
grenzorte werden angegeben.
Lausitzisch-schlesisch. 81. Fr. Graebisch, Kinderspiele
aus der grafschaft Glatz. MSchlesVk. 15,269 — 280, — in mund-
artlicher spräche und lautschrift; meist aus dem dorfe Brzesowie.
82. Ders., Kinderspiele aus Deutsch-Böhmen. MSchlesVk.
16,95 — 98. — aus dem dorfe Nieder-Mohren, zugleich mit einigen
angaben über die ma.
83. W. Schremmer, Schlesische dreschreime. MSchlesVk.
16,102 — 103. — einige dem rhythmus des dreschertaktes ange-
paßte reime.
84. K. E,other, Ein schlesisches Wörterbuch von Hoffmann
von Fallersleben. MSchlesVk. 15,231—269 und 16,104—158. —
auszug aus dem handschriftlichen Idioticon Silesiacum des Hoff-
mann von Fallersleben, aus dem H. 1857 in Frommanns deutschen
X. C. Die mitteldeutschen mundarteo. 223
mundarten IV, 163 ff. bereits selbst etwa 400 Wörter veröff entlieht
hat. mit angaben und beitragen aus der heutigen ma. von Grünau
bei Camenz.
85. H. Sabersky, Altfranzösisches in der schlesischen mund-
art. MSchlesVk. 15,208 — 211. — möchte den Ortsnamen Nete-
plaistba als französisch erweisen und somit den Zisterziensern zu-
schreiben.
86. Fr. Lambert Schulte, Angebliche altfranzösische Orts-
namen in Schlesien. MSchlesVk. 16,88 — 93. — erhebt gegen
methode und behauptung des vorigen aufsatzes entschiedenen ein-
spruch.
87. Fr. Graebisch, Verbreitung und kennzeichen der glätzi-
schen mundaft und ihre wichtigsten unterschiede. MSchlesVk. 16,
187 — 244. — mhd. i, ü meist durch e, mhd. o, u meist durch o
vertreten, mhd. om ^ ä, inlautendes h und g ist spirantisch. G. be-
handelt die unterschiede innerhalb der glätzischen maa. (eine süd-
und nordglätzische gruppe ; vgl. die Übersicht s. 204 und die
mundartenkarte : die grenze verläuft etwas östlich an Glatz vorbei
auf das Adlergebirge zu), diese unterschiede werden mit geo-
graphischen angaben, die auch die Wortgeographie betreffen, recht
ausführlich behandelt, zum schluß mundartproben,
2. Mitteldeutsche Sprachinseln.
Rheinfränkisch. 88. Heinr. Schmidt, Die deutschen mund-
arten in Südungarn (vertrag gehalten auf der 52. Versammlung deut-
scher Philologen und Schulmänner), s.-a. aus der 'Ungarischen rund-
schau' 1914, s. 656 — 677. — für die behandlung der kolonialmund-
arten Ungarns methodisch wertvolle erfahrungen und lehren daraus,
die Viumöglichkeit, die heimat nur auf grund sprachlicher ver-
gleichung zu finden, wird nachgewiesen, weitere anregungen zu
dieser frage bietet mein aufsatz 'Grundsätzliches über die Unter-
suchung von siedelungsmundarten', ZfdMa, 10,409 — 415.
Siebenbürgisch. 89. A. Scheiner, 'Ein mittelfränkisches
akzentgesetz'. KblSiebLk, 37,1 — 22. — unter bezugnahme auf
Rene Engelmanns gleichbetitelten aufsatz, der von mir Jsb. 1911,
10,57 besprochen worden ist, faßt Seh. die ergebnisse der rheini-
schen forschung über den 'rheinischen akzent', von Hardt bis auf
Capesius, zusammen, leider hat er die wichtige arbeit von Th. Frings,
Studien zur dialektgeographie des Niederrheins zwischen Düsseldorf
und Aachen, Marburg 1913 nicht mit herangezogen, es verdient be-
achtet zu werden, daß sich Seh. und Frings in einem hauptpunkte
treffen, in der behauptung nämlich, daß der rheinische akzent die
Ursache und nicht die folge der apokope gewesen sei, womit sie
224 X. Hochdeutsche mundaxten.
beide im gegensatz zu Wredes aufstellung in seiner bekannten ab-
handluDg 'Die entstehung der nhd. diphthonge' (ZfdA. 39,257 ff.)
treten, auf grund persönlicher beobachtungen an den noch leben-
den erforschern des rheinischen akzentes (Engelmann, Maurmann,
Müller (Frings), Nörrenberg und Ramisch) glaubt Seh., daß 'der
sogenannte rheinische akzent nichts anderes ist als die konven-
tionellste melodie, auf die in i'heinischen landen die gewöhnlichen
lautgeberdentexte gesprochen zu werden pflegen' — ein anderer
ausdruck für das oben gesagte, er sieht in dem rheinischen akzent
einen Satzakzent, der den alten germanischen wortton, den das
Vernersche gesetz zur Voraussetzung hat, besiegt und verdrängt
hat. wenn er aber aus diesem rhythmisch bedingten akzent — so
sieht ihn auch Frings an — alle quantitäts- und qualitätsver-
änderungen der lautgestalt, sowohl syn-, apokope wie diphthon-
gierung und dehnung ableitet, so wirft er die von Frings scharf
geschiedenen Wirkungen des 'rheinischen akzentes' und der zirkum-
flexion wieder zusammen und hemmt den m. e. von Frings er-
zielten fortschritt in der behandlung dieser schwierigen frage,
insbesondere erscheint es fraglich, ob dieser neue akzent wirklich
ein musikalischer ist. sowohl Engelmann wie Frings finden keine
wesentlichen musikalischen elemente in den beiden von ihnen be-
schriebenen akzenten. auch bleibt abzuwarten, ob sich der 'rheini-
sche' akzent, dessen wesen nach Hardt, Engelmann und Frings die
kürzung ist — schärfung nennt ihn daher Frings — mit dem
zirkumflektierenden, aus dem Frings die diphthongierungen ableitet,
auf eine wurzel zurückführen läßt, diese wurzel ist nach Seh. die
betonte pausenstellung.
90. R. Huß, Siebenbürgisch-deutscher Sprachatlas. Kbl
SiebLk. 37,25—36, 56—59 und 101—102. — H. teilt mit, daß
er einen siebenbürgischen Sprachatlas in anlehnung an Wenker-
Wredes deutschen und John Meiers luxemburgischen, für den die
vorarbeiten getan sind, schaffen wolle. er hat fragebogen mit
44 Sätzen, von denen die ersten 40 die von Wenker entworfenen
sind, verschickt, gleichzeitig beabsichtigt er phonographische auf-
nahmen der ma. s. 34 — 36 entgegnet darauf Ad. Schullerus, daß
der Verein für siebenbürgische landeskunde bereits seit jähren
einen Sprachatlas plane, der aus der phonetischen aufnähme der
maa. von dorf zu dorf erwachsen werde, und bereits in angriff
genommen habe, ferner warnt er vor Übertragung der deutschen
Verhältnisse auf das kolonialland. darauf entgegnung von Huß, er-
widerung von Schullerus und Schlußbemerkung von Huß.
91. K. Eitel, Zum Wörterbuch aus Heitau. KblSiebLk. 37,
135 — 136. — bringt einige redensarten, in denen tiere verwendet
werden.
X. C. Die mitteldeutschen mundarten. 225
Lausitzisch-schlesiscli. 92. E. Kövi, 's Pisenstetzchen.
eine Sammlung von erzählungen uni gedichten in Zipser mundart.
Kesmärk, Santer. 1912. 164 s. 2,50 kr. — aus den vier dialekten
der Zips.
93. Rezensionen früher angezeigter werke: Th. Schön-
born, Das pronomen in der schlesischen ma. Jsb. 1912,10,70:
B. Capesius, KblSiebLk. 37,70—71; H., MSchlesVk. 15,281;
K. Gusinde, ZfdMa. 9,185—186; W. v. Unwerth, ZfdPh. 46,
166 — 168. — Jos. Schiepek, Der satzbau der Egerländer ma.
Jsb. 1909,10,31: Th. Siebs, MSchlesVk. 15,297. — Em. Eriedli,
Bärndütsch als Spiegel bernischen Volkstums I — lEE 1905,10,19;
1908,10,8; 1911,10,14: Th. Siebs, MSchlesVk. 15,297—299;
IV: E. Hoffmann-Krayer, Schweiz, arch. f. volksk. 18,119. —
E. Dornfeld, Untersuchungen zu Gottfrieds Hagens reimchronik
der Stadt Köln 1912,10,60: J. Götzen, Annal. d. hist. ver. f. d.
Niedrrhein 96,224—225; 0. Behaghel, Litbl. 35,327—328;
V. Moser, ZfdPh. 45,317 — 318. — Hans Reis, Die deutschen
mundarten 1912,10,2: W. Egg, BfGw. 50,319; H. Teuchert,
ZfdMa. 9,175 — 177. — 0. Kürsten und 0. Bremer, Lautlehre
der ma. von Buttelstedt 1910,10,84: P. Lessiak, Idg. anz. 32,
74 — 80. — C. Berndt, Die verba reflexiva in den deutschen
mundarten 1912,10,10: H. Teuchert, ZfdMa. 9,178—179. —
K. Scholl, Die mundarten des kreises Ottweiler 1913,10,45:
0. Meisinger, ZfdMa. 9,277. — A. Scheiner, Die Schenker
herrenmundart 1909,10,36: 0. Behaghel, Litbl. 35,52. — R. Engel-
mann, Der vokalismus der Viandener mundart 1910,10,75: 0. Be-
haghel, Litbl. 35,52, — K. Hentrich, Wörterbuch der nord-
westthüringischen mundart des Eichsfeldes 1912,10,65: 0. Be-
haghel, Litbl. 35,234. — E. Holzträger, Syntaktische funktion
der wortformen im nösnischen 1911,10,60 und 1912,10,51: 0. Be-
haghel, Litbl. 35,281. — L. A. Birö, Lautlehre der heanzischen
mundart von Neckenmarkt 1910,10,63: 0. Behaghel, Litbl. 35,
196—197. — K. Bohnenberger, Die mundart der deutschen
Wailiser im heimattal und in den außenorten 1913,10,16: 0. Bren-
ner, Cbl. 64,1683; E. E. Gerbet, DLz. 35,2182 — 2184. —
J. Berger, Die laute der mundarten des St. Galler Rheintals und
der angrenzenden vorarlbergischen gebiete 1913,10,15: 0. Brenner,
Cbl. 64,1683; F. E. Gerbet, DLz. 35,2182—2183. — L. Hanke,
Die Wortstellung im schlesischen 1913,10,72: J. Klapper, DLz.
35,680—681; W. Ruth, Archiv 131,490. — E. Ab egg, Die
mundart von Urseren 1911,10,16: 0. Behaghel, Litbl. 35,107 — 109;
A. Gebhardt, Archiv 131,445—446. — Th. Müller. Lautlehre
der ma. von Mühlingen 1911,10,20: 0. Meisinger, ZfdMa. 9,
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) L Teil. 15
226 XI- Niederdeutsch.
183 — 184. — F. Weik, Lautlehre der ma. von Eheinbischofs-
heim 1913,10,20: 0. Meisinger, ZfdMa. 9,183—184. — A. Pfalz,
Die mundart des Marchfeldes 1913,10,29: W. Steinhauser, ZfdMa.
9,281 — 284 (eingehend und stark berichtigend). — K. Gusinde,
Eine vergessene deutsche Sprachinsel im polnischen Oberschlesien
1911,10,74: W. V. Unwerth, AfdA. 37,20—26; 0. Behaghel,
Litbl. 35,107—109. — ¥. Enderlin, Die mundart von Keßwil
1911,10,17: 0. Behaghel, Litbl. 35,107—109; A. Gebhardt,
Archiv 131,445 — 446. — M. Lohß, Beiträge aus dem landwirtschaft-
lichen Wortschatz Württembergs 1913,10,24: K. Brunner, DLz.
35,2453 — 2454. — E. Gamillscheg, Die romanischen elemente
in der deutschen mundart von Lusern 1913,10,28: F. Rieh, AUg.
Litbl. 23,184—186; L. Spitzer, Litbl. 35,27—30. — W. Müller,
Untersuchungen zum vokalismus der stadt- und landkölnischen
mundart 1912,10,62: H. Teuchert, ZfdMa. 9,177—178. — Jos.
Schnetz, Das Lär-problem mit besonderer berücksichtigung der
unterfränkischen Lohrorte am Main 1913,10,37: J. Miedel, ZfdMa.
9,279 — 281 ('eine in ausführung und ergebnis ganz vortreffliche
arbeit'). — A. Fuckel, Schmakaller quieler-born 1913,10,68: Pflug,
ZfdMa. 9,286 — 287. — F. Schön, Geschichte der rheinfränk.
mundartdichtnng 1913,10,48: K. Helm, Hess. hl. f. volksk. 13,
203—204.
H. Teuchert.
XI. Niederdeutsch.
A. Allgemeines. — B. Altniederdeutsche spräche und denkmäler. —
C. Mittel- und neuniederdeutsche spräche: 1. Sprachlehre. 2. Wort-
kunde. 3. Die einzelnen mundarten. 4. Literaturgeschichte. — D. Mittel-
und neuniederdeutsche denkmäler: 1. Mnd. dichtungen. 2. Mnd. prosa.
3. Spätere zeit.
A. Allgemeines.
1. Korrespondenzblatt des Vereins für niederdeutsche
Sprachforschung (redigiert von C. Borchling). heft 34, nr. 2 — 6
und register = s. 21 — 100). Norden, Soltau. der jahrg. 2 m.
(zusammen mit dem Nd. Jahrbuch gegen den mitgliedsbeitrag von
5 m.) — darin außer den besonders verzeichneten beitragen mit-
teilungen über einzelne Wörter und redensarten, abdrücke von
liedern und volkssprüchen, bibliographisches, nekrologe u. a.
2. Otto Schütte, Die Verdrängung des niederdeutschen in
den Braunschweiger Urkunden. Nd. kbl. 34,27 f. — das älteste
hd. testament ist v. j. 1545, das letzte nd. von 1599, in den ersten
hochdeutschen finden sich viele nd., in den niederdeutschen des
XI. C. Mittel- und neuniederdeutsche spräche. 227
16. jahrhs. viele hd. formen, besonders ch in ich und in den
endungen -ich und -lieh.
3. Ferd. Wippermann, Englisch und plattdeutsch mit be-
sonderer berücksichtigung der mundarten des Ruhrmündungsge-
bietes. Duisburg-Meiderich, Buchdruckerei Graffmann, 1914. 38 s.
0,50 m. — hinweis auf Übereinstimmungen beider sprachen in
grammatik und Wortschatz zur erleichterung des engl. Unterrichts,
im anhange plattd. kinderreime. — angez. Cbl. 65, sp. 1385.
B. Altniederdeutsche spräche und denkmäler.
4. Wolf von Unwerth, Alsächsisch hlr. Beitr. 40,156 — 159.
— das Wort erscheint hsl. als hier, her, hir; letzteres sei wohl eine
fries. form, die afries. quellen bieten stets hir, und das i (ahd. ia)
steht fries. lautlich nicht isoliert.
C. Mittel- und neuniederdeutsche spräche.
1. Sprachlehre.
5. Agathe Lasch, Mittelniederdeutsche grammatik (= Samm-
lung kurzer grammatiken germanischer dialekte, hrsg. von Wilh.
Braune. IX). Halle a. S., Niemeyer. 1914. XI,286 s. 6,80 m.
— eine musterleistung nach dem vorbilde und in der art der ahd,
grammatik Braunes. die Verfasserin, der kaum einer der vor-
arbeitenden beitrage fremd geblieben ist, hat diese alle mit kritik
und Sorgfalt benutzt, in größerem umfange beruht ihre arbeit aber
auf dem reichen material selbst gesammelter belegstellen und auf
eigenen Untersuchungen, die lebende mundart ist vielfach heran-
gezogen, statt tondehnung führt sie leider die bezeichnung zer-
dehnung durch. — angez. von A. G. van Hamel, Litztg. 30,1026 f.,
der in dem mnd. 'eine reihe von dialekten' erkennt 'die voneinander
durch scharf ausgeprägte unterschiede getrennt sind', jedoch teilt
er gründe für diese sonst unbekannte tatsache nicht mit. ferner von
E, Schröder, Hans. gesch,-bl. 1914,385—387; 0. Behaghel,
Litbl. 36,75—81.
6. 0. Weise, Das niederdeutsche, ZSprV. 29,65—70. —
populäre darlegungen über Verschiedenheiten des niederdeutschen
vom hd. und innerhalb des nd.
7. Otto Bremer, Regeln für die plattdeutsche rechtschreibung
nebst textprobe und Wörterverzeichnis, mit Unterstützung des Vereins
f. nd. sprachf. hrsg. beilage z. Kbl. d. ver. f. nd. sprachf. Halle,
Buchdruckerei des Waisenhauses. 1914. 63 s. (Hamburg, Hermes.
0,60 m.). — nicht für lautschrift, sondern für plattd. Schriftsteller, in
der vorgeschlagenen rechtschreibung sind nicht einzelne regeln
15*
228 ^- Niederdeutsch,
streng durchgeführt, Boudern ist möglichster anschluß an die hd.
Schreibung eistrebt. im wesentlichen eine regelung der späteren
Reuterschen rechtschreibung. — im anschluß hieran sind folgende
arbeiten erschienen, in denen Bremers vorschlagen mehr oder
weniger widersprochen wird: Alb. Schwarz, Vörsläg' to en een-
heitlich plattdütsch rechtschriwung. Berlin, Thiede. 1914; L. Stüve,
Zur plattdeutschen rechtschreibung. Niedersachsen 19,200; H. Teu-
chert, desgl. ZfdMa. 9,228 — 237; R. Vonhof, desgl. Niedersachsen
19,81 f.; 20,10 f.; H. Wanner, d. alt., desgl. ebd. 19,157; Cornils
Traulsen, Öwer dat plattdütsche richdischrivn, ebd, 19,280 ff.
8. Th. Frings, Tonlange vokale. Beitr. 40,112 — 126. —
gegen Ag. Lasch (vgl. Jsb. 1913,11,12), deren indizienbeweis im
einzelnen wohl weniger widerlegt als durch die gegenteilige an-
nähme bekämpft wird, daß allgemein die dehnung zu langen
monophthongen das ursprüngliche, die diphthongierung sekundär
sei. diese entwicklung und der einfluß des akzentes dabei ergebe
sich mit Sicherheit aus den ripuarischen mundarten. auf die ent-
sprechenden lautvorgänge der ma. zwischen Ürdinger- und Benrather
linie wird genauer eingegangen.
9. Eug. Lerch, Akkusativ für nominativ im plattdeutschen.
ZfdMa. 1914,324—327. — die bekannte, auch bei Reuter belegte
erscheinung wird hier wie etwas neues aus den plattd. stellen
eines hd. romans nachgewiesen und unzulänglich besprochen.
10. 0. Weise, Die Streckformen und die akzentverschiebung.
Nd. jb. 40,55 — 80. — die von H. Schröder aufgestellte ansieht
der entstehung unregelmäßig betonter Wörter (wie z. b. ostfr.
klabattern 'galoppieren' aus Mattem 'klappern') durch Streckung,
d. h. einschub einer unbetonten silbe vor dem hochton, und seine
annähme, daß derartige gebilde aus geheimsprachen in den volks-
mund übergegangen sind, seien unhaltbar, gegen jene spreche vor
allem, daß die meisten hergehörigen formen nicht durch Streckung
erklärlich und daher von Schröder beiseite gelassen seien, gegen
diese, daß diese bildungen namentlich im kindermunde beliebt sind,
zahlreiche beispiele finde man bei Wossidlo, z. b. im kinderliede
Wie reitet der bauer? klabatter, klabatter. hieraus seien Zeit-
wörter wie klabattern hervorgegangen, aus demselben spieltrieb
erkläre sich Heinrich Kateinrich, slampampen, rumpumpeln usw.
2. Wortkunde.
11. Ernst Weißbrodt, Niederdeutsch-lateinische glossen um
1500. ZfdWortf. 15,278—310. — alphabetisch geordnete Zu-
sammenstellung vieler nd. glossen, die sich in folgenden drucken
finden: Jacobus Spirensis, CoUectanea (Deventer 1515); Johannes
de Garlandia, Composita cum commentariis Johannis Synthen (Cöln
XI. C. Mittel- und neuniederdeutsclie spräche. 229
c. 1480); Murmellius, Composita (Cöln 1504); Timannus Keme-
nerus, Opusculum usw. (1506). der herausgeber möchte den glossen
ungefähr gleiche herkunft nach ort und zeit zuschreiben und sie
als glossen aus münsterschen humanisten bezeichnen, [viele sprach-
formen sind jedoch nicht münstersch, sondern mittelfränkisch.]
welchen jener bücher die einzelnen glossen entnommen sind, ist
nicht kenntlich gemacht,
12. 0. Behagbel, missingsch. ZSprV. 29,315. — aus haupt-
wörtern werden stoffbezeichnende beiwörter mit der endung -en
oder -ern, nie mit -isch gebildet, irden 'aus erde', irdisch 'zur erde
gehörig', es kann also missingsch ursprünglich nicht 'aus messing'
bedeutet haben, (vgl. jedoch mnd. missiinghesch 'aus messing'.)
13. Ed, Kück, betest. Lüneburger museumsblätter 9,93 — 98.
— im Bardengau verbreitetes wort 'während dieser zeit' = mnd.
bi des dat; der Übergang von germ, th zu t sei langobardisch.
14. Walter Redslob, Versuch einer erklärung der wörter-
sippe von ran, rand, rant und rants, Nd, kbl. 34,29 f.
15. Walter Redslob, Die worte: plürr, kattrepel, slammdtje,
böten und kuddehnuddel. Nd. kbl. 34,31 — 33.
15a. Hans Ruhe, Zum 'breiten stein'. Nd. kbl. 34,37 — 46.
— Zusammenstellung der stellen in Volksliedern und der mundart-
artlichen redensarten, in denen das wort erscheint.
16. Otto Schütte, Zum mnd. wörterbuche. Nd. kbl. 34,30 f.
— betr. u, a. apengeter (apen mit anweisungen über zu zahlende
gelder waren in kirchen), omeke (neffe, nichte), todrepen (gebühren).
17. 0. Schütte, Zubuttern. ZfdU. 28,384. — als man mnd,
toboten 'zuschießen' (Nd. jahrb. 115) nicht mehr verstand, machte
man ndd. tobottern, hd. zubuttern daraus.
18. Außerdem sind im Nd. kbl. folgende Wörter erörtert:
ank (pfropfreis) 34,75. — auftramühen (== updramösen 'hoch-
kämmen') 34,28. — boomstill (auch dänisch) 34,29. — böten
(eigentlich büßen) 34,91. — bullen (schneeballen) 34,64. — bunke
(bursche) 34,20. 90. — drawede (band das runge und lünsstaken
zusammenhält) 34,88. — höftstua (kapital, mnd. hovetstol) 34,76. —
klae (flachsbund; mnd, klove) 34,88. — kokein (mit feuer spielen,
zu hd. gaukeln) 34,34. 63. 91. — loch (niedrig) 34,33. — moggo
(mnd. mouwe 'ärmel') 34,76. — schabelle (schemel, weibsstück)
34,90. — sjyidi (ärgerlich) 34,33. 91. — tass (mnd. tas, zu got.
ungatas) 34,75. — iinnermel (mittagsruhe ; gegen Müllenhoffs ety-
mologie) 34,76. — wrevel (geflochtener topfuntersatz) 34,33.
19. Fei-ner wurden besprochen: kokein, kökeln (mit feuer
spielen; im Ammerlande: komödie spielen, gaukeln, und kökeler,
der komödiant). Niedersachsen 19,285 u. ö. — kulpage. ebd. 19,
230 ^I- Niederdeutsch.
239 u, ö. — reren (herausfallen, schreien), ebd. 19,142. — scharr-
weger (mistkäfer, wird [falsch] von scarabaeus abgeleitet), ebd. 19,335.
— lieivekeukcn (in Lippe nach M. Höfler gegen Wehrhan nicht
lebkuchen, sondern 'liebekuchen'). ZfdRVk. 11,54 f. — pfingstfuchs
(an der Niederweser wird der hirte, der am pfingstmorgen zuletzt
austreibt, pfingstfuchs genannt), ebd. 11,133 ff. — hengelidor und
sticklegrint (Hamburger ausdrücke). Quickborn 7,68. 112 f.
3. Die einzelnen mundarten.
Rheinland. 20. Friedr. Brück er, Findlinge und fremd-
linge im niederrheinischen Sprachgebiet. Der Niederrhein 1913,
s. 228 — 239. — eine liste niederrhein. idiotismen und aus dem
holländischen und französischen entlehnter Wörter.
21. Hans Müller-Schlösser, Die niederrheinischen dialekte,
ihre Stellung zur lautverschiebung und ihre eigenarten. Der Nieder-
rhein 1(1912), h. 3,75 — 79. — populäre darlegung. nach Wenker.
22. Albert Hanenberg, Studien zur niederrheinischen dialekt-
geographie zwischen Nymegen und Ürdingen. diss. Marburg 1914.
100 s. 1 karte, (sonderabdruck aus h. 8 der Deutschen dialekt-
geographie.) — s. 14 ff. kurze lautlehre der ma. von Kalkar nach
westgermanischem schema. s. 44 ff. dialektgeogr. übersieht nach
dem gleichen Schema, s. 76 ff. historische Untersuchung der grenzen
mit demselben allgemeinen ergebnis wie bei Neuse (nr. 23).
23. Heinr. Neuse, Studien zur niederrheinischen dialekt-
geographie in den kreisen Rees, Dinslaken, Hamborn, Mülheim,
Duisburg, diss. Marburg. 16 s., 1 karte, (sonderabdruck aus
h. 8 der Deutschen dialektgeographie.) — knappe Übersicht über
den lautstand von Aldenrade mit westgermanischem schema. es
bietet nicht den rheinischen, sondern den auf weniger worte ver-
teilten kleverländischen, d. h. schwach geschnittenen akzent. in
hiatusstellung entwickelt sich halbkonsonant i und u, vor denen
dann vokalsenkung stattfindet (mei mir, dou du), s. 37 ff. ab-
weichende formen von 274 Wörtern in den verschiedenen dörfern
und bestimmung der mundartlichen grenzen, s. 73 ff. vergleichung
dieser mit den alten historischen grenzen, nicht die gau-, sondern
die politischen territorialgrenzen in Verbindung mit den alten kirch-
spielgrenzen seien für die sprachlichen grenzen maßgebend gewesen,
die hauptgrenzen seien schon im späteren mittelalter vorhanden
gewesen.
Westfalen. 24, Bernhard Heiermeier, Die landwirtschaft-
lichen fachausdrücke Westfalens auf grund der mundart des kreises
Wiedenbrück. diss. von Münster. Bielefeld 1914. 58 s. (aus
28. Jahresbericht d. hist. ver. f. d, grafschaft Ravensberg.) — reich-
haltige Verzeichnung von Wörtern betr. den bauer und seinen hof,
XI. C. Mittel- und neuniederdeutsche spräche. 231
Wohnräume, haustiere, gerate, feld- und gartenfrüchte, sträucher
und kräuter. den Wörtern sind gelegentlich kurze hinweise auf
ihre herkunft beigefügt.
25. Karl Prümer, Schelte-, spott- und Scherznamen aus
der westfälischen Mark. ZfRVk. 11,42 — 54. — reichhaltiges alpha-
betisches Verzeichnis.
26. Karl Prümer, Tod und teufel im volksmunde der west-
fälischen Mark. ZfRVk. 11,204 — 206. — Sammlung von Sprich-
wörtern und redensarten.
27. Hans Wix, Studien zur westfälischen dialektgeograpliie
im Süden des Teutoburgerwaldes. (teildruck.) Marburg, Friedrich.
1913. 64 s. — die arbeit wird vollständig in der Deutschen
dialektgeographie h. 9 erscheinen, der teildruck bietet nur Zu-
sammenstellungen der aus den westgermanischen vokalen heute in
und bei Gütersloh entwickelten laute.
Hannover. 28. A. Lohse, Eigentümlichkeiten der aus-
spräche in Niedersachsen. Hannoverland 7,88 f. — populär (nord-
westlich von Hannover) tritt bei e-apokope hinter n silbige aus-
spräche des letzteren ein: tun'n (tonne), wun'n (wunde), dagegen
ek (eiche), starke kürzung von namen: Wräist (Wrestedt), Haust
(Hanstedt), Bahnsen (Bodanhusen).
29. Hermann Kopperschmidt, Die spräche der Hildes-
heimer Urkunden in der ersten hälfte des 14. Jahrhunderts und
ihr Verhältnis zur spräche Bertholds von Holle und Eilharts von
Oberge. diss. Marburg i. H, Schaaf. 1914. 136 s. — s. 1 ff.
eine vollständige laut- und formenlehre der stadtrechtsurkiinde von
ca. 1300, s. 37 ff. desgleichen der Urkunden von 1300 bis 1350
unter beachtung der Verschiedenheit der kanzlisten, s. 56 ff. eine
vergleichung der Urkundensprache mit der heutigen mundart, wo-
nach sich s. 62 Übereinstimmung betr. des wechseis von e und ei er-
gibt, s. 65 schon für die alte ma. -lieh für lik angenommen wird,
s. 74 ff. über das mundartliche bei Holle und Eilhart.
30. Alfr. Edgar Niblett, Grammatik der osnabrückischen
mundart, teil 1. diss. von München. Osnabrück, Paal. 1913.
VI,55 s. — übersichtliche darlegung der aus den mnd, vokalen
und konsonanten heute entstandenen laute, von den nachbarma.
weicht Osn. ab, indem mnd. ä 6" in Artlande geblieben, in Münster
zu Q au, in Osw. beide zu ou geworden sind; mnd. t ü vor vokal
sind im Artl. e ö, in M. at, au, in 0. zu ig, uw geworden, mnd.
tonl. a ist heute in 0. wie M. ä.
31. Kummerfeld, Slavische spuren im dialekte des Wend-
landes, eine sprachgeschichtliche Studie. Niedersachsen 20,62. —
anlautendes h vielfach nicht gesprochen.
232 XI. Niederdeutsch.
Nordeibisch. 32. Th. Claussen, Beiträge zum schleswig-
holsteinischen Wörterbuch I. II. programm. Realsch. St. Pauli.
Hamburg 1912. 1913. 30, 33 s. 8«. — 469 a— i beginnende
süderdithmarsche Idiotismen.
32a. Ludw. Prahm, Plattdütsche plantennamen bi Hamborg
rüm. Quickborn 7,98—102.
33. Otto Mensing, Handschriftliche nachtrage zu Schützes
Holsteinischem Idiotikon I. II. Nd. kbl. 34,65—71. 82—88. —
aufgezeichnet in Süddithmarschen zwischen 1806 und 1814 mit
ausgiebigen anmerkungen von Mensing.
34. R. Stamme rjohaun, Dithmarscher und Holsteiner
Idiotismen. Nd. kbl. 34,33 f.
35. Ernst Krös, Streifzüge durch die hamburgische haus-
und kindersprache. Festschrift zur 18. hauptvers. des Allg. dtsch.
Sprachvereins in Hamburg 1914. s. 49 — 69. — aufzählung nd.
und hd. Wörter und redensarten in feuilletonistischem zusammen-
hange.
36. Gesinus Kloeke, Der vokalismus der mundart von
Finkenwärder bei Hamburg, inaug.-diss. der Universität Leipzig,
Hamburg 1914. 85 s. (erschien auch als 11. beiheft z. Jahrb. d.
Hamburgischen wissensch. anstalten. XXX. mitteilungen aus dem
Deutschen seminar zu Hamburg I.) die ma. der insel ist wesent-
lich dieselbe wie die des alten landes. auf teilweise ndl. besiedlung
weist nei, nai (nicht), 5s als nomin. 'wir', nasalierung vor ns, ns.
(der s. 9 angenommene Übergang von d zn u in raud 'rote' erklärt
sich wohl anders, d ist ausgefallen und der vokal diphthongiert.)
s. 14 — 31 phonetik der einzelnen laute mit beobachtungen, die
auch für andere ma. beachtung verdienen, s. 31 ff. historische
darstellung der vokale mit vielen belegen, alle mnd. ä sind om, alle
e zu ei, alle 6 zu eu, umgol. oi, geworden.
37. R. Stammerjohann, Die mundart von Burg in Dith-
marschen mit besonderer berücksichtigung der quantitätsverhält-
nisse. ZfdMa. 1914,54 ff. (76 s. erschienen als dissertation. Kiel
1918.) — die mundart ist fast dieselbe, wie die des nördlich an-
grenzenden ii/»i-gebietes. Kohbroks 1901 gegebene darstellung
desselben, welche ständig herangezogen wird, hat deshalb auch die
historische lautlehre der nachbarma. im wesentlichen mit erledigt
der vf. der vorliegenden arbeit hat besonders die phonetik ins
äuge gefaßt und lange reihen mit dem Marbeschen apparat er-
mittelter quantitätsmessungen der einzelnen laute zusammengestellt.
38. Heinr. Sievers, Die mundart der Stapelholmer. (teil-
druck.) diss. Marburg, Friedrich, 1914. 71 s. (soll vollständig
als Dtsch. dialektgeographie XIII erscheinen.) — St. liegt im
XI. D. Mittel- und neuniederdeutsclie spräche. 233
kreise Schleswig, phonetik mit messungen von tonhöhe und laut-
dauer an apparaten. s. 33 darstellung der entwicklung aus den
westgerm. kürzen,
Pommern. 39. Aus dem Pyritzer Weizacker. die Volks-
kunde des Weizackers von Rob. Holst en (Bau- und kunstdenk-
mäler des reg.-bez. Stettin, anhang zu heft 7). Stettin, Saunier.
1914. — darin s. 219 — 222 Von der spräche des Weizackers, der
vf. beschränkt sich, ohne irgend etwas grammatisches auch nur zu
erwähnen, auf angaben aus seinen programmen (Jsb. 1913,11,34;
1914,11,40) über die geltungsgebiete einiger plattdeutscher aus-
drücke.
40, Rob. Holstein, Coccinella septempunctata im pommer-
schen plattdeutsch, programm, Pyritz 1914. 6 s, 4°. — die
verschiedenen namen des marienkäferchen, ihre erklärung, die zum
teil aus alten mythologischen anschauungen hergeleitet wird, und
ihre Verbreitungsgebiete, die den Sprachgebieten auffällig gleichen.
Posen. 41. A. Koerth, Weitere beitrage zur niederdeut-
schen mundart der Rogasener gegend in Posen. ZfdMa. 1914,
159 ff., 312 ff. — Verzeichnis von wortformen mit unorganischem,
durch polnischen einfluß verursachten j (z. b. mjäk milch), ferner
sprichwörtliches. 312 — 324 Wörterverzeichnis.
42. Florian Steinke, Sprachproben aus Niekosken, kreis
Czarnikau (prov. Posen). Nd. jb. 40,48 — 54, — einer kurzen
Vorbemerkung über die mundart, in der in os 'uns' und vor ausl.
t lange vokale verkürzt sind {hrot 'brot', wü 'weit', jet 'geht'),
folgen in lautschrift eine Sammlung von 76 nrn, 'sprichwörtliches'
und die Wenkerschen sätze,
Preußen. 43. W. Ziesemer, Das preußische Wörterbuch,
Königsberg i. Pr. 1914, 24 s. (privatdruck,) — außer program-
matischen ausfährungen s, 14 — 18 eine Übersicht der wortformen
für eidechse, maulwurf, ameise; s. 19 f. einige redensarten, volks-
sprüche u, ä.
44, Walter Mitzka, Ostpreußisches Niederdeutsch nördlich
von Ermland. diss. (teildruck.) Marburg 1912. 60 s. — wird
vollständig in der Deutschen dialektgeographie h. 6 erscheinen, der
teildruck bietet den vokalismus und konsonantismus von Königsberg
nach westgerm, Schema.
4. Literaturgeschichte.
45. C. Borchling, Mittelniederdeutsche handschriften in den
Rheinlanden und in einigen anderen Sammlungen, (vierter reise-
bericht.) aus den Nachrichten der k. gesellschaft der Wissen-
schaften zu Göttingen, philol.-hist. klasse 1913. (beiheft.) (Göttingen
234 XI, Niederdeutsch.
1914). 256 s. — schliißband des werkes, außer aus rheinischen
bibliotheken (Cöln, Darmstadt und Süddeutschland werden nicht
berücksichtigt) sind hss. und inkunabeln aus Calbe a. d. Milde,
Gießen, Frankfurt, Fulda, Nürnberg verzeichnet, mehrere geist-
liche gedichte und ein druck des jüngeren Hildebrandsliedes in
Düsseldorf sind vollständig abgedruckt, s. 205 ff. sehr sorgfältige,
umfangreiche gesamtregister über alle vier bände: 1. der orte,
deren hss. berücksichtigt sind, 2. der vorbesitzer der hss., 3. der
Schreiber, sowie 4. sach- und titelregister.
46. F. Goebel, Die ältere niederdeutsche dichtung in ihren
hauptrichtungen. Hannoverland 5(1911),121— 123. 157—159. —
eine bis zur entstehung des mnd. reichende kurze skizze, die selb-
ständige gedanken ausspricht.
47. Waldemar Haupt, Zur niederdeutschen Dietrichsage.
Untersuchungen. (Palaestra 129.) Berlin, Mayer & Müller. 1914.
294 s. 8 m. — vf. führt eine reihe der in der nord. Thidhreks-
saga enthaltenen erzählungen auf durch kühne kombinationen kon-
struierte nordalbingische heldensagen zurück, in kap. I die sage
vom Dietleip vom Stire, der nach ausweis der böhmischen ge-
staltung und des liedes Ermenrikes dot, in dem er von der
Store heißt, ursprünglich ein ndd. Detlef van der Störe gewesen,
d. h. von dem bei Husum mündenden flusse genannt sei. kap. II
erkennt in den Hünen-, Wilcinen- und Russenkämpfen eine ab-
spiegelung der Slavenkriege der Sachsen, kap. III, IV wird die
Dietrichsage des 11. und 12. jahrhs. erschlossen.
48. Klaus Groth, Briefe über hochdeutsch und plattdeutsch,
für den Quickborn in Hamburg neu hrsg. von Jac. Bödewadt
(Quickborn-bücher bd. 6). Hamburg, Alfr. Janssen. 1914. 93 s.
0,50 m. — bloßer abdruck. bespr. von Jac. Bödewadt, Moder-
sprak 1,71 — 74.
49. H. Schönhoff, Geschichte der westfälischen dialekt-
literatur. Münster i. W., Aug. Greve. 69 s. nebst 8 bildnissen.
1,50 m. — nach flüchtigem umblick in der älteren literatur auf
s. 10 — 56 auf knappstem räume ein vortrefflicher überblick über
die dichtung des 19. jahrhs. mit ausführungen über ihre haupt-
vertreter, deren bildnisse beigegeben sind. die reinsprachliche
Würdigung läßt der vf. außer acht, das reiche material kennt der
vf. so vollständig, daß ihm nur ein paar belanglose Schriften un-
bekannt sind. 8. 57 — 61 eine bibliographie der dichter. — angez.
von Jos. Riehemann, Litztg. 1915, sp. 1445.
XI. D. Mittel- und neuniederdeutsclie denkmäler. 235
D. Mittel- und neuniederdeutsche denkmäler.
1. Mnd. dichtungen.
50. Rud. Schulze, Niederdeutsches Schrifttum einst und
jetzt, bd. 1: dichtung. für schule und haus hrsg. Münster i. W.,
Aschendorff. 240 s. 1,30 m. — nicht geliefert. angez. von
Ed. Egbring, Nd. kbl. 34,95 f. es ist darnach eine anthologie mit
mnd. und neund. stücken.
51. H. Deiter, Zwei niederdeutsche gebete des 14. Jahr-
hunderts. Nd. jb. 40,46 f. — ostergebete aus der hs. I^ nr. 74,
in Hannover s. 164 f. und s. 385 f. darin tne wie mi neben mik.
das zweite gebet ist anscheinend aus einer vorläge mit reimen und
assonanzen in prosa umgesetzt.
52. 0. Weltzien, Aus alten ndd. liederbornen. Nieder-
sachsen 20,219 — 222. — proben geistlicher lieder aus bekannten
Sammlungen (Kölscher, Schlüter u. a.) des 15., 16. jahrhs.
53. H. Deiter, Zwei priameln des 15. Jahrhunderts. Nd. jb.
40,47. — aus der hs. XI nr. 673, in Hannover s. 80 b.
Drama. 54. Fr. Krage, Zu Arnold Immessen. Nd. kbl.
34,28. — zwei leute mit namen Immesen in Einbeck sind 1453
urkundlich genannt, vielleicht stammt Arnold Immessen aus Ein-
beck nnd ist später nach Alfeld übergesiedelt.
55. W. Hohnbaum, Zur heimatbestimmung des mnd. Sünden-
falls. Nd. kbl. 34,72 — 73. — gegen Krage wird ausgeführt, daß
die mundart des Stückes nach Goslar weise.
Narrenschiff. 56. Dat Narrenschyp von Hans van Ghe-
telen, hrsg. von Herman Brandes. Halle a. S., Niemeyer. 1914.
LXXIX,576 s. — text des Lübecker Originals von 1497 mit den
abweichungen des (von Schröder herausgegebenen) jüngeren druckes,
umfangreichen anmerkungen und glossar. die einleitung stellt fest,
daß die ostfälischen eigentümlichkeiten der spräche des Narren-
schiffs und des Reynke Vos in allen nd. werken wiederkehren,
welche die mohnkopfmarke tragen, und folgert, daß sie sämtlich
von demselben Verfasser herrühren, da Mattheus Brandis, der an
der herstellung dieser werke beteiligt war, ihr Verfasser nicht sein
kann, weil sein Lucidarius von 1485 sprachlich abweicht, so muß
der Urheber jener Hans van Ghetelen sein, dessen name am Schluß
der Evangelia von 1488 genannt wird. Ghetelen und Brandis
müssen sich 1487 zu gemeinschaftlichem geschäftsbetriebe vereinigt
haben, da in diesem jähre zwei werke aus Brandis' offizin hervor-
gegangen sind, von denen nur eins die merkmale der spräche
Ghetelens aufweist, einen dritten inhaber der mohnkopfdruckerei
glaubt B. in Barth. Ghotan zu sehen, weil frühere druckwerke
236 ^I- Niederdeutsch.
desselben seit 1488 von der mohnkopfdruckerei neu aufgelegt
wurden und diese grundsätzlich gegen den nachdruck sich gelegent-
lich erklärt hat. — angez. von A. G. van Hamel, Litztg. 36,
1652 — 1554; von Ag. Lasch, MLN. june 1915, welche einige
folgerungen betr. die drucker nicht für zwingend hält, im übrigen
aber die Sorgfalt und Wichtigkeit der arbeit hervorhebt.
Statwech. 57. H. Deiter, Textkritische bemerkungen zu
Statwechs gereimter weltchronik. Nd. jb. 40,43 — 45. — ab-
weichende hsl. lesarten, die eine nachvergleichung der hs. mit dem
abdrucke Korlens ergeben hat. eine anzahl stellen werden dadurch
gebessert.
2. Mnd. prosa.
58. H. Ballschmiede, Die Sächsische weltchronik. Nd. jb.
40,81 — 140. — der vf. ermittelt zunächst den Stammbaum der
hss. und stellt in diesen die tendenz der interpolationen fest, er er-
gibt sich, daß die gruppen der hss. nicht auf verschiedene Um-
arbeitungen durch den Verfasser selbst zurückgehen, sondern auf
bearbeitungen durch fortsetzer der chronik. der ursprüngliche text
der chronik ist von demselben Eike von Repgow, der den Sachsen-
spiegel verfaßt hat. beide haben nicht nur eine stattliche anzahl
eigenartiger redewendungen gemeinsam, sondern auch wörtlich oder
stofflich übereinstimmende stellen, die hsl. Überlieferung spreche
mehr für ursprünglich nd. als für md. abfassung.
58a. Rud Schulze, Ein mittelalterliches niederdeutsches
anstandsbuch. Niedersachsen 19,257 f. — einige Inhaltsangaben
aus der Hovescheit (gedruckt in Wigands Archiv 4,315; Pfeiffers
Germania 1876,424).
59. Rieh, Brill, Mnd. predigtmärlein. Nd. jb. 40,1 — ^42. —
aus einer Hannoverschen hs., die 1473 in kloster Marienstuhl vor
Egeln bei Magdeburg hergestellt ist. die spräche entspricht im
allgemeinen der hier gesprochenen mundart. quelle der märlein:
der kleine Seelentrost, buchstäblicher abdruck. verglichen sind
5 hss. und 1 druck des kleinen Seelentrostes, aus denen lesarten
angemerkt sind.
3. Spätere zeit.
60. H. Deiter, Niederdeutsche gelegenheitsgedichte des 17. u.
18. jahrhs. aus Niedersachsen. ZfdMa. 1914,166 — 174. — 2 hoch- |
zeitsgedichte aus Osnabrück und Hannover von 1668 und 1689. |
61. Goebel, Ein niederdeutsches lied auf die schlacht an i
der Conzer brücke (1. august 1675). Niedersachsen 20,6 f. — |
nach zwei erhaltenen drucken, anfang: Düc Krequi, hör, wat wultu s
dohn? 12 mal 5 verse.
XI. D. Mittel- lind neuniederdeutsche denkmäler. 237
62. Goebel, Ein ndd. gedieht auf die abreise könig Georgs
nach England. Niedersachsen 19,517 — 519. — v. j. 1714. anfang:
Wat Gott ^eschloten hat. angeblicher vf. : Joust Görries am Deister.
24 mal 4 verse.
63. G. H. Ringeling, Ein vergessener niederdeutscher dichter.
Niedersachsen 19,213 — 215. — betr. Babst, neues wird nicht ge-
boten.
Groth. 63a. Eug. Wolff, Aus der handschrift des Quick-
born. Modersprak 1,8 f. — betr. die Urschrift des 'Peter Kunrad'
in der zuerst von dem dichter beabsichtigten Schreibweise aus
d. j. 1852, welche der gesprochenen mundart näher steht als die
der drucke.
Reuter. 64. Herrn, gen. Ant. Eckhott, Untersuchungen
über die romantechnik Fritz Reuters, inaug.-diss. zu Münster
(1913). Haselünne i. H., Lammersdorf 1912. 113 s. — die Unter-
suchung gründet sich auf Franzosen- und Stromtid, Dörchl. und
Reis' nach Konstantinopel, sie erstreckt sich auf 1. die komposition
(aufbau, personen- und sachmotive, anknüpfungs- und Verbindungs-
technik, hervortreten des dichters. symbolische Verwertung des
beiwerks); 2. die Charakteristik der personen (ihre einführung, ver-
schiedene redeweise, mimik u. a ). gelegentlich wird die technik
Scotts und besonders Dickens' herangezogen, die wohl etwas zu
früh abgeschlossene arbeit gewährt einen lehrhaften blick in einige
Züge der erzählungskunst Reuters, unbeachtet ist geblieben, daß
die rücksicht auf humoristische Wirkungen den aufbau der er-
zählungen wesentlich beeinflußt hat; ferner daß der aufbau der
Reis' nach Konstantinopel davon abhängig ist, daß ihr Reuters eigene
fahrt und die fabel des Onkel Jakob zugrunde liegen, ferner daß
die s. 86 wieder aufgetischte annähme der abhängigkeit Reuters
vom Siegfr. v. Lindenberg längst widerlegt ist. vgl. meine Reuter-
ausgabe 1,57. 2,457.
65. Hugo Geist, Fritz Reuters literarische beziehungen zu
Charles Dickens, diss. Halle 1913. 43 s. — nach Dickens vor-
gange habe Reuter in der ur-Stromtid plattd. dialog in die hd. er-
zählung eingefügt, ferner vielen personen redende namen (Bräsig,
Nüßler usw.) gegeben. manche charakterzeichnung bei Reuter
zeige züge aus Dickens, das Vorbild Pickwicks sei bei Bräsig,
das des lehrlings Tappertits (in Barnaby Rudge) bei Triddelfitz er-
kennbar, der diener Samuel in Onkel Jakob stamme aus den Pick-
wickern, eigentliche entlehnungen aus Dickens finden sich jedoch
nicht bei Reuter, reminiszenzen seien die kirschbaumszene (Nd.
jb. 22,131) und daß frau Nüßler wasser in Triddelfitz' revolver
gießt, vgl. Barnaby Rudge c. 63, wo bier in einen gewehrlauf ge-
gossen wird, durch Dickens' Hard Timer sei Reuter ermuntert
238 ^I- Niederdeutsch.
worden Kein Hüsing zu verfassen. — die in der sorgsamen arbeit
beigebrachten ähnlichkeiten zwischen Dickens und Reuter sind so
allgemeiner art, daß sich die formale abhängigkeit Reuters von Dickens,
der in deutscher Übersetzung zu seinen lieblingsbüchern gehörte,
nicht sicher ergibt, wenn man sie auch in gewissem grade an-
nehmen darf. die stoffliche abhängigkeit beschränkt sich auf
geringfügige reminiszenzen.
6G. Gr. Hamdorf, Fritz Reuters 'ollen Kapteihn' (justizrat
Albert Schultze, mitglied der Hallischen burschenschaft). Burchen-
schaftliche blätter 28,1 — 3. — schöpft aus Alfr. Schultze's buch
(vgl. Jsb. 1911,11,86) und bringt nichts neues.
67. Christian Krüger, Quellenforschungen zu Pritz Reuters
dichtungen und leben. Nd. jb. 40,141 — 149. — bisher unbekannte
beitrage Reuters: 1. für das Güstrower Wochenblatt von 1845.
(Reuter leugnet vf. zweier ihm allgemein zugeschriebener aufsätze
zu sein, von denen 'die gerissene glocke' abgedruckt wird, welche
inmitten hd. erzählung plattd. aussagen eines tagelöhners enthält,
die allerdings von Reuters sonstiger Schreibung abweichen.) —
2. für die Meckl. landw. zeitung von 1859 und 18*iO. (kritik des
theaters in Neubrandenburg.) 'eine preßfehde Reuters' gegen
Brückners kritik der aufführung von 'Blüchers tabakpfeife' und
eine 'theaterkritik' der posse 'die Maschinenbauer' von Weihrauch.
68. 0. Weltzien, Aus Reuters engstem freundeskreis.
Charakterbilder. Niedersachsen 19,135 f. 148 f. 226 f. — betr.
Reinhard, Schlöpke, Tischbein, s. 151 die (von dem landesarchivar
Dunkelmann in Rostock übernommene) hypothese, daß der Gerold
von Vollblut, durch den Reuter zur Stromtid angeregt wurde, nicht
von Brinckman, sondern von Reinhard verfaßt sei.
Brinckman. 69. R. Dohse, John Brinckman. zu seinem
100. geburtstag, 3. juli 1914. Eckart, jahrg. 8,628—643. — ein
lesbarer überblick über das leben und eine nicht tief eindringende
Würdigung der werke des dichters. neue tatsachen oder gesichts-
punkte sind nicht aufgedeckt.
70. 0. Weltzien, Der verbesserte Kaspar-Ohm. Nieder-
sachsen 19,473 f. — weist auf die schon durch Römer bekannt
gewordene tatsache hin, daß die ausgäbe des Kaspar Ohm von
1867 allein den text lückenlos bietet.
71. Otto Weltzien, Brinckman-buch. John Brinckmans
Leben und schaffen, buchschmuck von Ad. Jöhnssen. Hamburg,
Hermes. 112 s. mit bildn. u. faksim. (= Niederdeutsche bücherei
bd. 3). — nicht geliefert.
72. Besprechungen in früheren Jahresberichten verzeichneter
bücher: S. Colliander, Der paralleliemus im Heliand 1913,11,69;
XII. A. Allgemeines. — B. Sprachliches. 239
bespr. von Wilh. Brückner, ZfdPh. 46,96 — 101; von Job. Franck,
AfdA. 37,6—14. — Fr. Jostes, Heimat des Heliand 1913,11,69;
bespr. von Lütjens, Lit. Rundschau 39,585. — Fr. Krage,
Immessen, der sündenfall 1913,11.43 bespr. von J. H. Schölte,
Museum 23,265 ff. (wahrscheinlich gehen sämtliche drei mnd. be-
arbeitungen der legende vom Kreuzesholz auf eine verlorene mnd.
quelle zurück, so daß Immessen keine mnl. bearbeitung benutzt hat.)
— A, Lasch, Tonlange vokale 1913,11,12; bespr. von H. Teu-
chert, ZfdMa. 1914,80. — Franz Willecke, Arzneibuch des
Doneldey 1912,11,50; bespr. von Karl Sudhoff, ZfdPh. 46,127— 129.
Wilhelm Seelmann.
XII. Niederländisch.
A. Allgemeines. — B. Sprachliches: 1. Allgemeines, geschichtliches,
grammatisches. 2. Mundarten. 3. Wortkunde. — C. Literatur: 1. Poesie
bis 1600. 2. Prosa bis 1600. — Anhang: Bezensionen von in früheren
Jahrgängen verzeichneten werken.
A. Allgemeines.
1. Tijdschrift voor nederlandsche taal- en letterkunde, uitg.
vanwege de maatschappij der nederlandsche letterkunde te Leiden,
jg. 33. lief. 1—2. Leiden, 1914.
2. De nieuwe taalgids. jg. 8. Groningen, 1914.
3. Bijblad (van Opvoeding en onderwijs) voor taal en letteren.
jg. 2. Amsterdam, 1914.
4. Museum. Maandblad voor philologie en geschiedenis.
21ste jg. lief. 4 — 12. jan.— sept. 1914. 22ste jg. lief. 1 — 3.
okt, — dez. 1914. Leiden. — die auf ndl. philologie bezüglichen
aufsätze in diesen vier Zeitschriften werden alle besonders ver-
zeichnet.
B. Sprachliches.
1. Allgemeines, geschichtliches, grammatisches.
5. J. van Ginneken, Handboek der nederlandsche taal.
II. De sociologische structuur II; met medewerking van Willem
Kea. Nijmegen, 1914, — derde boek: de sociale taalkringen. de
Jodentaal, het Bargoensch, de handelstaal, de rechtstaal, de jagers-
taal, indeeling der sociale taalgroepen, de lagere vaktalen (am-
bachten en grootindustrie), de socialistische arbeiderstaal, de soldaten-
taal, de zeemanstaal. alles reichlich versehen mit allgemeinen
betrachtungen über die psychologie der gruppen, mit texten,
Wörterverzeichnissen, literaturangaben.
240 XII. Niederländiscli.
6. P. Kat Pzn., Klank en symbool. Zutphen, [1914], —
klank en "woord. naam en begrip. katachrese, euphemisme. de
verandering van begrippen. scheepstermen en zeemanstaal. jagers-
taal. pathognomie en physionomie. gebarentaal. symboliek.
7. G. S. Overdiep, De vormen van het aoristisch praeter-
itum in de middelnederlandsclie epische poezie. (Proefschrift
Rijksuniversiteit Leiden.) Rotterdam, 1914.
8. C. G. N. de Vooys, Het gezag van een 'Algemeen
beschaafd'. Nieuwe taalgids 8(1914), 1—14, 65—81.
9. W. de Vries, De typen der mededeeling. opmerkingen
over syntaxis. Verhandeling behoorende bij het programma v. h.
gymnasium der gemeente Groningen voor 1914 — 1915. Gron., [1914].
10. J. J. Salverda de Grave, De meervoudsvorm op -s in
het Nederlands. Nieuwe taalgids 8,15 — 23. — eine hypothese daß
dieses s nicht anders sei als der ausgang des gen. sing, der starken
deklination.
11. E. Kruisinga, Heeft het Nederlands een genitief meer-
voud? Nieuwe taalgids 8,279—280.
12. J. van Alphen, De vraagzin. Nieuwe taalgids 8,88 — 95.
13. Adr. Hollenberg, Levende hulpmiddelen voor het woord-
geslacht in het nederlandsch. Katholiek 145,162 — 169. — vf.
meint, gute hilfsmittel seien u. a. die adverbiellen bestimmungen
mit des (des avonds, des middags); ausdrücke mit ten (ten overvloede,
ten strijde), mit ter (fer hruüoft, ter plaatse); eigennamen (van der
Goot, van der Laan, van der Werf). — bespr. von L. C. Michiels,
Bijblad (van Opvoeding en onderwijs) voor taal en letteren 11(1914),
13—19.
14. G. Royen, Het woordgeslacht in het Nederlandsch.
Katholiek 146,16—33. »
15. C. G. N. de Vooys, Hoe zijn anglicismen te beschouwen? I
Nieuwe taalgids 8,124—131. 161—181. 225—235. — teilweise |
ergänzung von W. de Hoog, Studien over de Ndl. en Engeische |
taal en letteren (1902; 2. dr. 1909). |
2. Mundarten usw. t
16. J. Wolthuis, Amsterdamse woorden. De schoolwereld '
1913—1914,137—140.
17. J. Wolthuis, De amsterd. volkstaal. Amsterdammer
(weekblad). jg. 27(1914), nos. 1934, 1936, 1937. |,
18. A. H. Smith, De Westerwoldsche dialecten. Driemaand.
bladen Xin(1913),109— 129.
19. C. Breuls, Vademecum handelend over Maastrichtsch
dialect. verb. editie (met bloemlezing). Maastricht, 1914.
XIT. B. Spracliliches. 24-1
20. A. Meyer (pseiid. Ramo), Kuikkers eu kuikkerspel in
het Venloosch dialect. Limburg's jiiarboek 20,1G1 — 1G2.
21. C. J. van Rijn, Het zeer nanw verband tussen het
Afrikaans en liet Nederlands. Kaapstad, 1913. — bespr. von
D. C. Hesseling, Nieuwe taalgids 8(19M),43 — 48. — vf. meint,
daß das afrik. sich gebildet hat unter einfhiß der kindersprache;
dagegenüber verteidigt der rec. seine nieinung, daß e.s die malaisch-
portug. spräche der sklaven stark beeinflußt hat.
22. Hugo Schuchardt und D. C. Hesseling, Zum neger-
holliindischen von St. Thomas, Tijdschr. 33,123—142. — bio-
graphisches, grammatisches, text mit ndl. Übersetzung.
23. A. A. Fokker, Het papiamentoe of basterd-spaans der
West-Indiese eilanden. Tijdschr. 33,34 — 79. — diese auf den
inseln Curazao, Bonaire und Aruba gesprochene spräche besteht zu
ca. 90®/(j aus wieder erkennbaren spanischen Wörtern; die übrigen
10**/^ setzen sich zusammen aus holländisch, portugiesisch (und
karai'bisch?); der holl. bcstandteil umfaßt hunderte Wörter und
redensarten, die teils zur Umgangssprache gehören; z. b. tock, net,
of, liopi ('hoopje'), oentiki ('n tikje, 'n beetje'), danki. Dlos ('God
dank'), usw.
3. Wortkunde.
24. Woordenboek der uederlandsche taal, bewerkt door
A. Beets, A. Kluyver, Gf. J. Boekenoogen, J. Heinsius,
J. A. N. Knüttel, W. L. de Vreese, K. van der Meulen.
dl. III. afl. 21—22 (draf— dubben); dl. VII, afl. 3 (jeugdig—
jopenbier); dl. VIII, afl. 10 (leggen — lippen); dl. 12, afl. 3 (pan —
paraplu): dl. XIII (riant — riet).
25. Van Dale's Groot woordenboek der nederl. taal. 5. ver-
meerderde en bijgewerkte druk. ('s Grav. 1914 — 1915). — bespr.
von A. Beets, Museum 21,256 — 259; rec. meint, das Wörter-
buch solle nicht einen enzyklopädischen charakter tragen; auch seien
zu viel indische Wörter aufgenommen; von L. Grootaers, Leuv.
bijdr. 11,302 — 305; von A. W. Stell wagen, School en leven
15,742—747. 808—813. 822—829 (mit ergänzungen des rec).
26. E. VerwijsenJ. Verdam, Middelnederlandsch woorden-
boek. 's Gravenhage. deel VIII, afl. 9 — 12 (varuweketele — verbot).
27. Jul. Storme, Een van de brennen van Kiliaan's ety-
mologieen. Tijdschr. 33,116 — 122. — beweist, daß Kiliaan u. a.
benutzt hat den Dictionnaire franpois-latin von Johan Thierry
(1564).
28. J. Verdam, Het nederlandsch woordenboek, 1864 — 1914,
(mit abb.) Panorama, weekblad. 28. jan. 1914.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) I. Teil. 16
242 Xn. Niederländisch.
29. Dietsche kalenders, uitg. door E. Grailliard en W. de
Yreese, Jaarboek kon. vlaamsche acad. voor taal- en letterk. jg. 27
(1913), 17 — 128. forts. zu jg. 25, Jsb. 33. 12. 30. — beschrieben
sind wieder gebetbücher des 14. — 16. jahrhs. (nos 21 — 26). darin
beitrage zur mnl. lexikographie und Orthographie. ?
29 a. De kaert van der zee van Jan Severszoon (1532), het oudste f
gedrukte nederlandsche leeskaartboek uitgegeven door Johannes :J.
Knudsen naar het eenige behende exemplaar toebehorende aan de '{
kon. bibl. te Brüssel. Köbenhavn, 's Gravenhage. 1914. — wichtige |
quelle für die kenntnis der Ortsnamen, s. 79 — 99 enthält eine t
(aiphabet.) 'lijst van plaatsnamen in de leeskaertboeken von 1532, K
1540 en 1541'. 1
30. F. P. H. Prick van Wely, Plaatselijke benamingen |
voor kiis en küssen. Navorscher 63,29. — zoen, smak, smok,
doetje, mokkel, muilke, pune,
31. Gr. P. Jut in enkele woorden, Navorscher 63 — 58. —
juttemis = jodemis; juttepeer = jodepeer.
32. J. Vercoullie, Van jakken en jassen, van kwidams en
kwibussen. Volkskunde 25,12 — 16.
33. W. de Vries, Etymologische aanteekeningen. Tijdschr.
33,143 — 149. aalbes (das vorkommen in Europa), arbeid (zu
*baidian, 'zwingen'), armzaUg (zu mhd. arbeitsselec oder erbe-
saelec?), avond (urg. e unsicher), balk (zu balg, vgl. belgisches bark,
bork, ndl. 'barg'; merk, merg), bei ('bes'; ags. formen), bedaren
(verschiedene grundwörter deuten auf eine grundbed. 'beweegloos
worden, zijn'); bende (vgl. fr. bände; und kust, kuste, afr. coste),
betten (nicht friesisch).
34. A. de Cook, Spreekwoorden, zegswijzen en uitdrukkingen
op volksgeloof berustend. Volkskunde 25,128— 134. 164—168. —
235. Sint-Jans minne. de dronk van Sint-Geerten minne en Sint-
Jans geleide. 236. eerste gewin is kattegespin. — D. Het kind.
237. slimme kinderen leven niet lang. 238. een kind, waar men
overheen stapt, zal niet meer wassen. 239. spijers zijn dijers;
spugers zijn blijvers. 240. een broodlip hebben. 241. kraken de
beentjes, 't hert is goed. 242. kinderen die met vuur speien zullen
's nachts in hun bed pissen. 243. met geen ledige wieg te wiegen.
244. kinderen mögen niet 'bestoeft' worden (booze oog). 245. t'is
gevaarlijk een kind te wegen, of te meten, of zijn portret te laten
maken. 246. geeft nooit den naam van uw afgestorven kind aan
een nieuwgeborene. 247. doodenmaal(tijd), lijkmaal, grafmaal, dooden-
bier, troostelbier, uitvaartbier, zieltjespap. 248. ziele(n)brood,
zieltjeskoeken. 249. er loopt iemand over mijn graf.
XII. B. Sprachliches. 243
35. Einzelnes:^)
ayeren, haejjeren, agieren (mnl., 'in acht nemen, waarnemen,
doen wat behoort gedaan te worden, [bejhandelen'). Versl. via, acad.
1914,387—392 (E. Gailliard). — belegsteile aus dem 15. und
16. jh. zur ergänzung von Versl. 1912,346—347 (vgl. Jsb. 1912,
12,25).
(eene messe) bedienen (mnl., 'faire le service d'une chapelle').
Versl. via. acad. 1914,110 (E, Gailliard). — belegsteile aus dem
j. 1493; auch capelrie bedienen, 1507.
fheni moetenj besnyden (mnl., 'zieh beperken in het doen van
uitgaven'). Versl. via. acad. 1914,372. (E. Gailliard). — beleg-
.stelle aus dem j. 1523.
bevaen hebben (mnl., 'beslaan, tenir certaine place'). Versl.
via. acad. 1913,131 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1274.
bierig (bei Huygens, in der bed. 'luidruchtig (na het drinken
van bier)'. Tijdschr. 33,79—80. (C. Bake.)
bonnett(eJmaecker (mnl. ,'mutsenmaker') Versl. via. acad. 1914,
109 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1523.
botidke (oder boticle, mnl., 'tout endroit ou quelque chose se
fait'?) Versl. via. acad. 1914,130 (E. Gailliard). — belegstelle
aus dem j. 1522.
metten schoonen daghe = onder den Jiane = metten hane (mnl.,
*met het krieken van den dag'). Versl. via. acad. 1914,79 (E. Gail-
liard). — belegstelle aus dem j. 1531.
dansschole (mnl., 'vergadering, bijeenkomst, om te dansen'.
Versl. via. acad. 1914,133 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem
j. 1655; vgl. barbierschool, scheerschool, kaartschool (De Bo), uit
de schole klappen, mnl. dobbelscole, queecscole (= maison oü l'on
joue au trictrac).
deelnemer (mnl., 'erfgenaam'). Versl. via. acad. 1914,109
(E. Gailliard). — belegstelle aus den j. 1429—1439.
dicken (mnl., 'dikker, steviger maken'). Versl. via. acad. 1914,78.
(E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1335.
doothouc (mnl., 'in het Sint-Janshospitaal te Brügge plaats voor
een rij bedden voor de zieken die in doodsgevaar verkeerden').
Versl. via. acad. 1914,110 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem
j. 1415.
(den eersten) dronc (hebben ende nemen) (mnl., 'de wijnen
proeven voor zij verkocht worden om te zien of zij van goede
kwaliteit waren'). Versl. via. acad. 1914,135 (E. Gailliard). —
belegstelle aus dem j. 1428.
^) von den Versl. via. acad. sind nur die lieferungen 1 — 5 ver-
wertet, (nicht mehr erschienen?)
16*
244 ^^i- Niederländisch.
jegliens gacn, medegaen (mul., 'iem. ongunstig of gunstig zijn,
in ziju na -of voordeel zijn"). Versl. via. acad. 1914,132 (E. Gail-
liard). — belegstelle aus den j. 1467 — 1473.
zine jaren ghekent zijn (mnl., 'voor meerderjarig verklaard
worden'). Yev^l. via. acad. 1914,133 (E. Gailliard). — beleg-
stelle aus den j. 1429—1439.
uteri handen zijn (mnl., 'niet meer voorlianden zijn'). Versl.
via. acad. 1914,131 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 137S.
mit eender handl (mnl., 'alsof alles uit een en dezelfde band
kwam'). Versl. via. acad. 1914,111 (E. Gailliard). — belegstelle
aus dem j. 1520.
inhrinck (mnl., 'het feit, hij de massa eener ualatenschap vooruit
genoten goed weder in te brengen'). Versl. via. acad. 1914,79 — 80
(E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1535 (nicht zu lesen inbruick).
labaye^ mnl., 'penning', auch 'meel'. Tijdschr. 33,91 — 94. N. 0.
Heinertz. wohl von fr. la paye, 'sold'; unter einfluß von genn.
lahhen, 'trinken', 'zechen' entstand das verbum lahaifCn, 'trinken';
daher labaye, 'trinkgelage', 'fest', lahayhroot ; und als letzte stufe der
entwicklung labag im sinne von 'mehl'.
legghen den deel (mnl., 'rechtsvormen in zake erfenis vervullen'.
Versl. via. acad. 1914,132 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem
j. 1535.
nijdas (ndl., nijdigaard'). Tijdschr. 33,80. (C. Bake.) Zu-
sammenhang mit dem tiere 'das' (dachs); vgl. 'schoolvos', 'werkezel',
'spottvogel', hgd. frechdachs, neidhammel, neidhund.
ondervoet bliven (mnl., 'onuitgevoerd blijven'). Versl. via. acad.
(E. Gailliard). — belegstelle aus den j. 1442 — 1478.
overslaan (mnl., 'toewijzen bij openbare verkoopingen'). Versl.
vla.acad.l914,80(E.Gailliard).— belegstelle ausdenj. 1429— 1439.
,pandinghe ende stellingke (auch: stellinghe ende saisissement,
(mnl., 'gerechtelijke ontzetting van iemand uit het bezit van een
goed'). Versl. via. acad. 1914,393—400 (E. Gailliard). — beleg-
stelle aus dem 14. — 17. jh.
slovaerf (mnl., entweder 'een die met een slove [bepaalde
kleedij bij begrafenissen] is aangekleed' oder 'schreeuwer, schreier
[bij begrafenissen], fra. pleureur'. Versl. via. acad. 1914,130
(E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1527.
in de stillicheyt (in stilte, dans l'intimite). Versl. via. acad.
1914,134 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1622.
siragiers. ergänzung von Versl. via. acad. 1909,777 — 819
(E. Gailliard), 1911,12,106.
(hoedenj trecken (mnl,, fra. 'dresser un chapeau'). Versl. via.
acad. 1914,134 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1528.
auch treckeghe, 'de vrouw die het hoedentrecken uitoefende'.
XII. C. Literatur. 245
vernachten (mnl., met geweld openbreken'). Versl. via. acad.
1914,109 (E. Gailliard). — belegsteile aus dem j. 1528.
versnijden (mnl., von kleider gesagt, fra. 'detailler'). Versl.
via. acad. 1914,320 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1549.
verwerckelick (hout) (mnl., auch noch heute in mundart von
Brügge, '[hout] dat nog kan verwerkt worden'). Versl. via. acad.
1914,320 (E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1536.
int viercante van (der maerct) (mnl., 'in den omvang van, dans
Tenceinte de'). Versl. via. acad. 1914,132 (E. Gailliard). — beleg-
stelle aus dem j. 1535. dasselbe bed. hinnen den vier hoecken (van
de niard).
vulle, vulvat (mn\., 'groot vat'?). Versl. via. acad. 1914,135 — 136.
(E. Gailliard). — belegstelle aus dem j. 1523.
ivedernaent. Versl. via. acad. 1914,78 (E. Gailliard), vlg.
1913,792. — belegstelle der formen weudemaent (a. d. j. 1398),
lüodemaent, ivoidemaent (1326).
even zinen kaercwech ivederstaan, mnl., wahrscheinlich 'iem.
beletten van zijn recht van 'kerkweg' gebruik te maken': dazu
auch: tvederstandinghe. Versl. via. acad. 1914,80 (E. Gailliard). —
belegstelle aus dem j. 1374.
weeran (bei Huygens = vooruit maar', und auch: 'maar wel-
vooruit, op nieuw aan het werk'. Navorscher 63,269 (C. Bake),
drei belegstelle.
C. Literatur.
1. Allgemeines.
36. J. te Winkel, Ontwikkelingsgang (forts.) lief. 15 — 16.
Bilderdijk (forts.). 21. de Eransche tijd. 22. de dichters van den
Eranschen tijd. 23. de Eransche tijd der Zuid-Nederlanden.
24. de vestiging van het koninkrijk der Nederlanden. 25. Tollens
en zijn kring. 26. Staring. 27. het tooneel na de Omwenteling.
28. het proza na de Omwenteling. 29. Bilderdijk in opstand tegen
den tijdgeest. 30. de Zuid. Nederlanden onder Willem I. — Zesde
tijdvak, Romantiek en realisme sedert 1830. 1. Nederland en
Belgie gescheiden. 2. Scott's romantiek door van Lennep ingevoerd.
3. De cerste historische romans. 4. Byroniaansche romantiek. 5. De
voorloopei's van De Gids. 6. de eerste jaren van De Gids.
7. Beets en andere humoristen. 8. Potgieter. 9. Verzet tegen
het Byronianisme. 10. Toenadering tot de school van Tollens.
11. Da Costa en het Reveil.
37. J. Prinsen J. Lzn., Handboek tot de nederlandsche
letterkundige geschiedenis. 's-Gravenhage 1914. lief. 1. inleiding.
— de middeleeuwsche litteratuur en de drie standen, de ridder-
poezie: de wording van de ridderromans. de f rausche ridderroman
246 XII. Niederländisch.
in de Nederlanden: Britsche romans, klassieke en oostersche romans.
die Rose, de ridderroman eu zijn verval. Dirc Potter. de ridder-
roman als volksboek. de burgerlijke kunst. Jacob van Maerlant.
de Reinaert. Jan van Boendale en de verdere didactiek. boerden
en sproken. Willem van Hildegaersberch en verdere beroepsdicbters.
het wereldlijk lied. de geestelijke poezie. heiligenlevens. Hade-
wych. Beatrys en Theophilus. Ruusbroec, moderne devotie.
38. F. Bastiaanse, Overzicht van de ontwikkeling der
uederlandsche letterkunde, met bloemlezing en illustraties. Amster-
dam (1914). — deel I. voorgeschiedenis. 1. de ridderroman. 2. de
geestelijke poezie. 3. dierdicht-didactiek (Maerlant etc.). 4. sproken,
boerden, liederen, proza. 5. het tooneel. 6. de rederijkers. 7. het
tijdperk van overgang 1500 — IGOO. 8. de renaissance.
39. L. van Puyvelde, Schilderkunst en tooneelvertooningen
op het einde van de middeleeuwen. Gent, 1912. — 1. icono-
graphische Studien in verband met ons onderwerp. 2. het in-
dringen van het realisme in de schilderkunst. 3. italiaansche
invloed? 4. geschreven en geteekende oorkonden ten dienste van
de schüders. 5. konden de tooneelvertooningen op de schilders in-
werken? 6. medewerking van schilders van vertooningen. 7. nieuwe
voorstellingen in de schilderkunst. 8. het theater en decoratief in
verband met kunstschilderijen. 9. uitzicht der personages. 10. be-
sluit. — bespr. Katholiek 145,250 — 251; von A. Fierens, D. Wa-
rande 1914,1,572—578; von C. (G. N.) de Vooys, Nieuwe taal-
gids 8(1914),311— 314; von G. Kalff, Gids 1914,1,272—285.
40. A. L. A, Roessingh, De vrouw bij de dietsche mora-
listen. Proefschrift. Groningen, 1914. — 'doel . . is een beeld
te geven van de vrouw, zooals zij zieh aan ons voordoet in de
zedenschilderingen onzer Middeleeuwsche moralisten . . uit het
laatst der 13. en de geheele 14. eeuw'.
41. J. te Winkel, De kwakzalver op ons tooneel in de
16. en 17. eeuw. Ned. tijdschr. v. geneeskunde 58, 1. helft A,
1915 — 1923. — bespr. wird u. a. das Tafelspel van Meester
Kackadoris und 2 esbatemente von Corn. Everaert.
2. Poesie bis 1600.
Teldeke. 42. Chr. Mertz, Rond Hendrik van Veldeken.
Katholiek 145,74—85, 118—138, 310—333, 369— 414. — V. ist
gestorben vor dem jähre 1206, und vielleicht geboren etwa 1140;
er vollendete seine Eneide vor dem jähre 1190, begann dieselbe
vielleicht etwa 1170. Inhaltsübersicht der Eneide. der dichter war
ein feiner künstler und menschenkenner. — wendet sich gegen Fr. Wil-
helm, Sanct Servatius f^Iünchen, 1910), der dem Servatius eine
XII. C. Literatur. 247
politische bedeutung zuschreibt. inhalt des Servatius und ver-
gleichung mit der modernen arbeit von Marie Koenen, 'Hendrik
van Veldeke's Sint Servatius legende bewerkt'. (Bussum, 1912.)
43. A. Kempeneers, Hendrik van Veldeke en de bron van
zijn Servatius. Antwerpen, 1913. (Studien en tekstuitgaven 3.) —
enthält eine lateinische Vita sancti Servatii nach einer brusselschen
hs.; der ndl. S. ist nach einem anderen original bereimt als der
hgd.; vf. meint (mit Behaghel), das wirklich Veldeke der bearbeiter
sei, ungefähr im jähre 1176; er sei nicht (wie Fr. Wilhelm
meint) ein anhang der kaiser-politik, sein gedieht also keine tendenz-
arbeit. V. ist geboren im belg. Limburg; daß er in Maastricht ge-
lebt hat (wie Endepols in seiner einleitung zu M. Koenen,
'Veldeke's Sint Servatius' meint) ist gar nicht bewiesen. — bespr.
von J. P,, Dietsche warande en Beifort. 1. halfjaar 1914,497 — 498;
von A. van Poppel, Van onzen tijd 14,614 — 616; von C. (G. N.)
de Vooys, Nieuwe taalgids 8,316 — 317.
Maerlant. 44. Rogerius Hassink, Kleine fragmenten in
handschrift uit den Rijmbijbel van Jacob van Maerlant. Bijblad
(van Ovoeding en onderwijs) voor taalen letteren (II), (1914), 66 — 73.
tekst von 2 fragm. aus eine hs. im Seminarium Seraphicum zu
Langeweg (N. Brabant). die übereinst, verse aus Davids ausgäbe
(v. 7475—7483, 7527—7535, 7575—7582, 7625—7632, 7589—
7624, 7542—7574) sind hinzugefügt.
Boec van den honte. 45. P. Maximilianus, Dboec van
den houte. bijblad (van Opvoeding en onderwijs) voor taal en
letteren II(1914),38— 48. vs. 192—745 aus einer hs. (15. jht.)
in der bibliothek der Kapuziner zu Tilburg.
Reynaert. 46. W. Govaert, Van den vos Reynaerde.
Bijblad (van Opvoeding en onderwijs) voor taal en letteren II
80 — 107. — in populärer spräche Inhaltsangabe und darlegung
der frage nach den zwei Verfassern.
fladewych, 47. Aug. Vincent, Hadewige, une mystique
brabanponne du temps de Ruusbrouc. La Belgique artistique et
litteraire, okt.— dez. 1912,24—32, 92 — 101. — leben, werke, stelle
in der literaturgeschichte, einfluß.
48. D. A. Stracke, De assonancen in Hadewych's strophi-
sche gedichten. Leuvensche bijdr. 11,279 — 298.
Beatrys. 49. D. A. Stracke, Hoe oud is onze Beatrys-
legende? Leuvensche bijdr. 11,267 — 277. — bestreitet die bisher
angenommenen 'beweise', das der mnl. B. am ende des 13. jhs.
zu datieren ist, denn: 1. die Übereinstimmung von B. 521 mit zwei
versen aus dem Theophilus ist gar nicht wörtlich, und wenn sie
es wäre, so sei dieses noch kein beweis, daß die mnl, bearb. der
248 XII- Niederländisch.
Theophilussage benützt ist. 2. das wort der minnestrale kann
ebensowohl eine reininiszenz der franz. als der mnl. Rose sein;
überdies kommt es auch schon bei Hadewych vor.
Tau Joilitas eude Rosafiere. 50. P. Max im i Hanns,
Van Jouitas en Rosafiere. Bijblad (van Opvoeding en onderwijs)
voor taal en letteren 11,108 — 117. — Inhaltsverzeichnis der schon
hrsg. hss. A. (Gei\t) und B. (Amsterdam) und text eines neu ge-
fundenen hs. fragments aus der klosterbibliothek der Kapuziner zu
Handel bei Heimond; es datiert von vor dem j, 1514.
Dirc Tau Herxen. 51. W, Govaert, Een kerstlied von
Dirc van Herxen. Bijblad (van: Opvoedings en onderwijs) voor
taal en letteren 11,121 — 128. — text des liedes 'Och, Heer, der
hemelen stichter' (aus Knüttel, Geest, lied 128) mit betrachtungen
über Inhalt und form.
52. Th. de Jager, Wildi hören singhen jj enen soeten sanc |
van Jesus die ic gheere songhe || al wordet lanc (etc.). kritisch
hrsg. mit erklär. Bijblad (van: Opvoeding en onderwijs) voor taal
en letteren II(1914),5— 12.
Tondalus. Patricius. 53. Tondalus' visioen en St. Patri-
cius' vagevuur uitg. door R. Verdeyen en J. Endepols (mit
abb.) Gent, 's-Gravenhage, 1914. dl. I. — dieser 1. teil (319 s.)
enthält I. inleiding: Het visioen bij de leren; het christelijke
visioen vöor Tondalus visioen en St. Patricius' vagevuur; de theo-
logische waarde van de visioenen, in het bijzonder van het
visioen van Tondalus en van Patricius' vagevuur. II. Het visioen
van Tondalus (Inhaltsverzeichnis; datierung wahrscheinlich 1149);
de letterkundige geschiedenis der legende van Tondalus (die älteste
mnl. bearb. ist die desLod. van Velthem, nur in fragmenten aufbewahrt);
lijst van handschriften en drukken. III. Het vagevuur von St. Patri-
cius. de bedevaartsplaats van het St. P.'s vagevuur; de legende
van Owein; de letterkundige geschiedenis der legende (mnl. u. a.
bei Maerlant, Sp. Hist., und im Passionael); de pelgrimsverhalen;
lijst van handschriften en drukken. — bespr. von C. (G. N.) de
Y(ooys), Nieuwe taalgids 8, 263—264.
Riddere metter nionwen. 54. Roman van den riddere
metter mouwen, opnieuw naar het hs. uitgegeven en van een inleiding
en glossarium voorzien door Bertha M. van der Stempel.
Leiden, 1914. (in der serie: Bibl. van mnl. letterkunde.) in der
einleitung wird argumentiert, daß dieses gedieht eine freie bear-
beitung ist (nach dem muster des mnl. Moriaen) einer älteren
fassung des uns bekannten dem 'mestre Requis' zugeschriebenen
Richard li Biaus. ausgäbe nach der Haager Lancelot-hs. — bespr.
von C. G. N. de Vooys, Nieuwe taalgids 8,259—260.
Xn. C. Literatur. 249
Seghelijn. 55. N. 0. Heinertz, Seghelijn v. 1422 ff.
Tijdschr. 33,95 — 97. — a) hi decte hem so hi best mochte, als sijn
meester hem besochte op hem scermen ende wanderen, daer si
die een den anderen stonden te gader ende houwen; 'wanderen' =
'das vorrücken und siclizurückziehen eines fechters'; 'houwen' ist
prät. (analogie, vgl. mhd. prät. 'hou', das dem verbum 'bliuwen,
blouwen, blou' nachgebildet ist), h) Daer mocht men Seghelyn
scouwen so cort hem vouwen onder den seilt; 'hem cort vouwen' =
'sich durch ducken klein machen'. c) Waer zaeghdi bi uwer
trouwen enighen man so nauAve houwen, alse mi mijn meester
helt? 'houwen' ist hier nebenform des verbums 'houden', 'halten';
'nauwe houden' = 'jemanden eng auf den leib rücken'.
Spiegel Tan smenschen behoudenisse. 56. J. Verdam,
De handschriften van den Spiegel van smenschen behoudenisse.
Hand. Mij. der ndl. letterk. 1913 — 1914,53 — 54. — kurze übersieht
eines Vortrags, die eine hs. (Haarlem) ist ein prosatext vom jähre
1464, also jünger als die alten drucke; die andere (British
museum, photogr. repr. Leiden) ist eine gereimte bearbeitung des-
selben lateinischen Originals und datiert aus dem anfange des
15. jhs., ist also nicht dem Jacob van Maerlant zuzuschreiben.
Anna Bijns. 57. J. Lindeboom, Anna Bijns en haar
invloed in kerkelijke kringen. Ndl. archief kerkgesch. n. s. 11,
324—331.
Jan Tan der Noot. 58. Theo. Weiman, De fabel om-
trent Jan van der Noot. Vlaamsche arbeid 9,191 — 194. (lief 5:
die fortsetzung ist noch nicht erschienen.) — bestreitet die bis-
herige Vorstellung daß N., nachdem er erst an der Seite der re-
foi-mation gestanden hat, ein katholischer brotschreiber geworden
wäre, fest steht nur folgendes: N. hat wirklich an einem aufstand
in Antwerpen teilgenommen, der vom prinzen von Oranien unter-
drückt wurde; er flüchtete darauf 1567 nach London und schrieb
dort anderthalb jähr später das vorwort zu seinem Theätre.
Marnix. 59. G. Kalff, Een oordeel over Marnix van Sint
Aldegonde als taal- en letterkundige van het jaar 1600. Tijdschr.
33,152 — 154. — Charakteristik von Marnix, text aus einem
Pamphlete der kgl. bibl.
60. C. A. Williams, Zum ältesten druck des Wilhelmus-
liedes. Tijdschr. 33,154 — 156. — in einem Frankfurter 'lieder-
büehlein' vom jähre 1580 in hochd. Übertragung die älteste er-
haltene fassung des Wilhelmus.
61. 'Die oudt wijsman leert den jonghelinck', text des 16. jhs.
hrsg. von W. de Vreese. Volkskunde 25,17 — 20. — ine. Goet
gheselle hout dese leere reyn, altyt te leven eerlijek int ghemeyn. . .
250 "XIl. Niederländisch.
expl. Leest ooc voor die goede sielkens me, requiescant in santa
pace. amen.
3. Prosa bis 1600.
Ruusbroec. 62. Alle de werken van Jan Ruusbroec, de
Wonderbare, in nieuwere taal overgezet d, H. W. E. Moller.
Bussum, 1914. dl. I, voorbericht. inleiding. rijk der gelieven.
siering der geestelijke bruiloft. handsieraat of de stralende edelsteen.
— bespr. von W. Kloos, Nieuwe gids 29,449 — 463; von P. van
Luijk, Bijblad (van Opvoeding en onderwijs) voor taal en letteren
11,118 — 120; von C. (G. N.) de Vooys, Nieuwe taalgids 8,314— 316;
und. in den Zeitungen Centrum vom 31. okt. 1914 (von H. Linne-
bank) und Nieuwe Rotterd. Courant vom 14. dez. 1914. (Av. B.)
63. Paul O'Sheridan, Une tentative malheureuse de E,uys-
broeck: la foudation du second ordre predit par Joachim de Flore.
(Revue beige d'histoire, Brux. 1914. s. 98—147 [forts. folgt]). —
bemüht sich hauptsächlich, die unzuläßlichkeit festzustellen von
Pomerius' De origine monasterii Viridisvallis: was dieser über das
leben R.'s und die Stiftung von Groenendal erzählt, sei unbegründet;
auch der prolog des Broeder Gheraert sei unzuverläßlich. — ab-
lehnend bespr. von L. Reypens, Voor de geschiedenis van Jan
van Ruysbroek (Dietsche warande en Beifort, 1914. 1. halfjaar,
405 — 416, 505 — 522). vf. verteidigt Pomerius; er meint, dieser
sei eine sehr glaubenswürdige quelle; was den B. Gheraert an-
betrifft, so erlaube der heutige stand der Wissenschaft noch nicht,
darüber etwas festzustellen.
Yperman. 64. E. C. van Leersum, Note concernant
l'annee de la mort de Jean Yperman. Janus 19,33 — 34. — nach
den Untersuchungen des Ypernschen archivars E. de Sagher ist
Y. gestorben zwischen dem 28. okt. 1330 und 1. nov. 1331.
Drie COuinglieil. 65. Van den heilighen drien coninghen.
Middelnederlandsche teksten uitgeg. als proefschrift door T. J. A.
Scheepstra. Groningen, 1914, — die mdnl. texte sind bearbeitet
nach einer lateinischen Historia trium regum, geschrieben zwischen
den jähren 1364 und 1375 vom Karmeliter Joannes de Hildesheim,
sehr verbreitet und in mehrere sprachen übersetzt und ein merk-
würdiges den evangelien entlehntes specimen der mittelalterlichen
literatur. entwicklung der legende und Zusammenstellung der
'Historia'. beschreibung der mdnl. hss. und Inkunabeln, ihr Ver-
hältnis, die mdln. texte mit kommentar. — bespr. von C. G, N.
de Vooys, Nieuwe taalgids 8,260 — 263.
Sinte Franciscus. 66. B. Kruitwagen, Den Wijngaert
van Sinte Franciscus. (Antwerpen, 1518.) Neerlandia Franciscana
1914,1,43 — 72, 135 — 155. — kurze analyse des inhaltes dieser
XII. C. Literatur. 251
kompilatioD, quellenangabe. der vf. war ein in der literatur seines
Ordens sehr belesener Franziskaner, der noch im jähre 1518 lebte
(vielleicht frater Cornelius Petri vonZierikzee?). mit unrecht schreibt
Dirck van Bleyswijck in seiner beschryvinghe der stadt Delft
(1667), daß der Wijngaert wäre 'een boek 't welk de Francis-
canen allerwegen op doen soecken ende om groot geldt inkoopen,
ten eynde sy deselve aen het vuyr mochten opofferen ende alle
uyt de wereldt helpen, overmits aldaer beschreven staen . . walche-
Hjke . . en abominabile . . saecken'.
67. A. Stracke, Horoscopen uit de 15. eeuw, Versl. via.
acad. 1914,364 — 372. mnl. prosatext: hs. aus der mitte des 16. jhs.
in einem exemplar von: Hyginius, De mundi et sphaerae . .
declaratione . . Venetiis, 1517. — hierin u. a. viele namen von
Sternen, die nicht bei Verdam aufgenommen sind.
Marnix. 68. J. v. d. Valk, Een onitgegeven brief van
Marnix over de caesuur. Tijdschr. 33,149 — 152. — text eines
briefes von M. am prediger Arnoldus Cornelii, in Delft, 1589. (auf-
bewahrt im archiv der Stadt Delft.)
69. Besprechungen von in früheren Jahrgängen verzeichneten
werken: De Froe, Klanken 1913,12,9; bespr. von E. Kruisinga,
Nieuwe taalgids 8,53 — 57. — van Ginneken, Handb. I. 1913,
12,7; bespr. von A. de Cock, Volkskunde 25,140 — 142; von
F. H. Fischer, Amsterdammer (weekblad), 12. april 1914; von
A. Goudsmit, De school 9. — 16. mai 1914; von L. Grootaers,
Leuv. bijdr. 11,311 — 319; von A. Kluyver, Museum21,371 — 373;
von C. Kops, Bijblad taal en letteren 2,129 — 138; von J. Man-
sion, Versl. via. acad. 1914,119 — 127; von H. Padberg, Studien
jrg. 46, dl. 81,38 — 48; von D. A. Stracke, Hooger leven 27. dez.
1913; von A. V(erwey), Beweging 10,1,103—107; von C. (G. N.)
de Vooys, Nieuwe taalgids 8,302 — 314; von N. van Wijk,
Gids 1914,1,541—552 und D. lit.-ztg, 1914, nr. 18; anonym
N, Rotterd. Courant 28. Jan. 1914 (Av. B.). — Haslinghuis,
Duivel drama 1912,12,34; bespr. Volkskunde 24,251. — Hist. Chr.
Wagenaar 1913,12,63; bespr. von P. L. van Eck jr., Gulden
winckel 13,40—43. — Kalff, Geschied. VII 1912,12,27; bespr.
von J. Koopmans, Nieuwe taalgids 8,139 — 144; von C. G. N. de
Vooys, Museum 21,259 — 263. — Kern, Werkw. vormen 1912,
12,8; bespr. von A. Kluyver, Nieuwe taalgids 8,82 — 87; von
G. 0. Curme, JEGPhil. 13,173—180. — Colijn van Eyssele,
Sp. der minnen 1913,12,55; bespr. von B. v. d. S(tempel?), Het
boek 3,263—265; von C. (G. N.) de Vooys, Nieuwe taalgids
8,255 — 259. — Salverda de Grave, Influence langue franc.
1913,12,29; bespr. von P. Valkhoff, Nieuwe taalgids 8,95—102.
— Spieghel, Twespraack 1913,12,6; bespr. vonD. C. Tinbergen,
252
XnL Friesisch.
Nieuwe taalgids 8,113—123. — Teirlinck, Toponymie 1913,
12,39; bespr. von J. P., D. Warande 1914,1,403—404. — Ver-
dam,'Handwdb. 1911,12,24; bespr. von Franck, ZfdPh.XLV,316.
— Wirth, Untergang 1911,12,41; bespr. von Blöte, AfdA. 36.
C. E. Ebbinge Wubbea.
XIII. Friesisch.
(fällt aus.)
Zweiter Teil.
XIV. Nordisch.
1. Biographie — schul- und gelehrtengeschichte. — II. Zeitschriften und
Sammelwerke. — III. Bibliographie — bibliotheken. Besprechungen. —
IV. Wortkunde. 1. Wörterbücher — bedeutungslehre 2. Fachsprache
— geheimsprache. a) Rechts- und Verwaltungssprache, b) Berufs-
bezeichnungen vind handwerkersprache. c) G-eheimsprache. 3. Wort-
forschung im einzelnen — etymologie. 4. Fremd- und lehnwort. 5. Namen-
kunde, a) Götter- und personennamen. b) Völker- und Ortsnamen.
c) Andere namen, tier- und pflanzennamen. d) Verschiedenes. Be-
sprechungen. — V. Sprachgeschichte und grammatik. 1. Allgemeines.
2. Grammatik im engeren sinne, a) Gesamtdarstellungen, b) Lautlehre —
betonung. c) Wortlehre, a) Stammbildung ^ Zusammensetzung, ß) Wort-
beugung, d) Satzbildung — stil und prosarhythmus. 3. Mundarten,
Darstellung und Untersuchung. Besprechungen. — VI. Literaturge-
schichte. 1. Westnordische literatur. a) Eddalieder, b) Skalden und
rimur. c) Saga. «) Islendingasaga und verwandtes, ß) Konungasaga —
annalen. y) Fornaldar.saga. d) Gelehrtes altisländisches Schrifttum, e) Ver-
schiedenes. 2. Schwedische literatur. 3. Dänische literatur. Besprechungen.
Vn. Verslehre. — VIII. Götter- und heldensage. — IX. Volkslied
und Volksmusik. — X. Volkskunde. — XI. Urgeschichte und altertums-
kunde — XII. Kulturgeschichte. — XIII. Allgemeine Staats- und Ver-
waltungsgeschichte. — XIV. Rechtsgeschichte. — XV. Verschiedenes.
I. Biographie — schul- und gelehrtengeschichte.
1. Carl Carlsson Bonde, freiherr, einer der größten buch-
freunde Schwedens, dessen bibliothek mehrere unica umfaßte.
Msecen, besonders verdient um die geisteswissenschaften. gest.
nov. 16., 1914. nachruf von Fr. Vult von Steijern, NTfBB.
s. 76—82.
2. Bernhard Lundstedt, geb. zu Stockholm juni 11., 1846,
gest. in Castellamare bei Neapel märz 24,, 1914, bibliothekar an
der königl. bibliothek zu Stockholm, hervorragender bibliograph,
nachruf von Emil Haverman, NTfBB. 1914,374—377.
3. Ernst Meyer, geb. zu Stockholm märz 5., 1854, gest. zu
Uppsala febr. 19., 1914, erster Universitätsbibliothekar in Uppsala.
nachruf von H. B — n in Svensk h. t. 1914, s. 44.
4. J. Moltke Moe, folklorist und kulturhistoriker, prof. in
Kristiania, geb. im kirchspiel Krödsherred juni 19., 1859, gest. zu
Jahresbericht für germanische phüologie. XXXVI. (19U.) II. Teil. l
2 XIV. Nordisch.
Kristiania dez. 15., 1913. nachruf von Hj. Falk, Maal og Minne
1914,1 — 3. — von C. W. v. 83^6 ow in Folkminnen och Folk-
tankar 1914, s. 8 — 12; am ausführl. von Gerhard Gran, Edda
1914, s. 1—18.
5. Hans Ross, geb. in Holum, Norwegen, 1 833, gest. zu
Kristiania 1914, dialektforscher, lexikograph und grammatiker.
nekrolog von Amuud B. Larsen, MoM. 1914, s. 177 — 180.
6. Johannes Skar, geb. im kirchspiel Oyer im Gubrandsdal
nov. 18., 1837, gest. im Saetesdal febr. 3., 1914, folklorist und
mundartforscher, nachruf von D. A. Seip, MoM. 1914, s. 49 — 56.
7. Vilhelm Gödel: Erik SpaiTC, Till historien om hans
litterära samlingar. NTfBB. 1914, s. 238—245. — Erik Sparre, gest.
1600, war nicht nur einer der hervorragendsten politiker und
krieger Schwedens sondei'n auch — nebst Hogenskild Bielke —
der größte buchfreund seinerzeit und ein fleißiger sammler lite-
rarischer arbeiten.
8. Hallgrimur PeturSSOn, Erindi flutt i Akureyrarkirkju
1. sunnudag i föstu 1914 von Matthias Jochumsson. Skirnir
88,182—200. H. Petursson, geb. 1614, gest. 1674, bedeutender
Verfasser von isländischen geistlichen liedern.
9. Henrik Schuck, Ur gamla anteckningar IV. ett bidrag
tili Samuel Colunibus biografi. Samlaren 233 — 236.
10. Henrik Schuck, Ur gamla anteckningar V. ur Runius'
anteckningsbok. Samlaren 236 — 241. — kleinere beitrage zur
biographie des Bimius aus den jähren 1706 — 1713.
11. Leonard Bygden, Svenskt anonym- och pseudonym-
lexikon. häft XIX = skrifter utgifna af svenska litteratursäll-
skapet 17:17. Uppsala 1914. bd. II, sp. 865—960.
12. Claes Annerstedt, Upsala universitets historia. Enligt
uppdrag författad. D. 3:2. 1719 — 1792. Universitetets Organi-
sation och verksamhet. Uppsala 1914. 8:0 VIII -f- 655 s.
II, Zeitschriften und Sammelwerke.
(die einschlägigen aufsätze sind in der regel nach sachlichen gesichts-
punkten in abt. XIV eingereiht.)
13. Antikvarisk tidskrift för Sverige utgiven av kungl.
vitterhets-, historie- och antikvitets-akademien genom Emil Ekhoff.
1914. del. 20 och 21. (ATS.)
14. Arkiv för nordisk filologi utgivet av Axel Kock. bd. 31.
Lund, Gleerup. Leipzig, Harrassowitz. 1914. (Arkiv.)
15. Danske studier udgivne af Marius Kristensen og
Axel Olrik for universitetsjubilseets danske samfund. 4 hefte.
K0benhavn, Gyldendal. 1914. (DSt.)
XIV. II. Zeitschriften und Sammelwerke. 3
16. Edda, Nordisk tidskrif t f or litteraturf orskniiig. Kristiania,
Aschehoug. 1914. 1. arg. — angez. und gelobt von 0. Wiesei-
gren, NTfBB. (s. nr. 27) 1914, s. 382—384. (Edda.)
17. Tataburen, Kulturhistorisk tidskrif t utgifven (för Nor-
diska müsset) av G. Upmark. Stockholm 1914. — vom Inhalt
ist zu erwähnen: Louise Hagberg, Sägner om den förborgade
kittein. — N. E. Hammarstedt, Julklubban. — N. Lithberg,
Koskällan. — A. Sjögren, Nägot om äldre tiders klichetillverkning.
mit vielen figuren im text. — G. Upmark, Karlskrona guldsmeds-
ämbete 1695 — 1812. — K. B. Wiklund, Kastkäpp hos Lapparna.
— kleinere raitteilungen und anzeigen von fachverwandten Schriften,
u. a. Th. Hach, Lübecker glockenkunde. Lübeck 1913. (Fata-
bnren.)
18. Folkminnen och Folktankar. Populär vetenskaplig
tidskrift utgiven av folkminnesföreningen i Lund. redigiert von
C. W. V. Sydow. Lund 1914. (FoF.) enthält u. a. verschiedene
beitrage zur Volkskunde und zur heimatsforschung von C. W. v.
Sydow, Louise Hagberg, Nils Lithberg, Olof Christoffers-
son. — bespr. von N. L — g. Fataburen 1914, s. 190 — 191.
19. Foreningen til norske fortidsmindesm?erkers bevaring.
Aarsberetning for 1913. 69. aargang, med 161 illustrationer
i teksten. Kristiania 1914. gegen einen Jahresbeitrag von 4 kr.
II -f- 255 s. — enthält zahlreiche beitrage zur kunst- und bau-
geschichte, kleinere mitteilungen nebst einer kunsthistorisch-archäo-
logischen bibliografi 1913, mit einschluß von runeninschriften von
W. P. Soramerfeldt.
20. Fornvännen. Meddelanden frän K. Vitterhets-Historie
och Antikvitets Akademien 1914. under redaktion av Emil Ek-
hoff. ärgängen 9. Stockholm. — eine vortreffliche inhaltsangabe
zu 1914 ist der Zeitschrift am ende beigefügt, s. 274 — 298. (Forn-
yänuen.)
21. Förhandlingar och uppsatser 27,1913 = Skrifter
utgivna av svenska litteratursällskapet i Finland 115. Helsingfors
1915. (FoU.)
22. Hembygden, tidskrift för svensk folk- och hembygds-
kunskap in Finland utgiven av Gabriel Nikander, Wäinö Sol-
strand och Bob. Wickman. Helsingfors 1914. 10 hefte. —
darin u. a. Einar Jewelius, En blick pä hembygds forskningen
i Finland är 1913. — über den inhalt der Zeitschrift im übrigen
vgl. 'sakregister tili tidskriften Hembygden I — V, 1910—1914'.
h. 9—10.
23. Maal og minne, norske studier utgit av bymaalslaget
ved Magnus Olsen. 4hefte. Kristiania, Bymaalslagetsforlag. 1914.
1*
4 XIV. Nordisch.
()loM.) — outhält außer den an ihrer stelle erwähnten aufsätzen
noch: Smaastykker h. 1, s. 42 — 48.
24. Namn och bygd, tidskrift för nordisk ortnamnsforskning
nteiven av A. Grape, O. Liindberg, J. Sahlgren. ärgäng 2.
382 s. Uppsala, Akademiska bokh. 1914. s. 1 — 320: 'Nordiska
ortnam. hyllningsskrift tillägnad Adolf Noreen pä sextioärsdagen.'
Ol tsnamenverzeichnis s. 320 — 332. (NoB.) — angezeigt von
M. Kristensen, DSt. 1914,47—48.
25. Nordiska ortnamn, hyllningsskrift tillägnad Adolf
Noreen pä sextioärsdagen av vänner och lärjungar. utgiven
genom Namn och bygd. Uppsala 1914. VIII -\- 320 s., mit einem
bild von Adolf Noreen = Namn och bygd, ärgäng 2. 1914. —
gelobt von G. Knudsen, DSt. 1914, s. 95 — 96.
26. Nordisk tidskrift for filologi. 4. rsekke. tredie binds
4 hefte. E:0benhavn, Gyldendal. 1914(— 15). (NTfPhil.)
27. Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen under
medverkan af Oluf Kolsrud, Kristiania, Viktor Madsen, K0ben-
havn och Georg Seh au man, Helsingfors utgifven af Isak CoUijn,
Stockholm, ärgäng 1. K0benhavn und Uppsala. 1914. (NTfBB.)
28. The Proceedings of the society for the advancement
of Scandinavian stud}', edited by prof. George T. Plom of the
university of Illinois, and published at Urbana, 111., ist eine Zeit-
schrift für skan dinavische philologie und literatur. vol. I. 191 3 — 19 1 4.
enthält u. a. : Leonard Bloomfield, A type of Scandinavian word-
formation. — L. M. Hollander, The drama in Iceland. — A. M.
Sturtevant, A note on the 'Härbardsljöd'. — J. Lillehei, On
the forms of the landsmaal in Norway (with a bibliography of
landsmaal literatur). Gudm. Schütte, Swedish place-names in
Denmark.
29. Skirnir timarit hius islenzka bökmentafelags, 88. är.
Ritstjöri Gudm. Pinnbogason. Reykjavik Isafoldarprentsmidja
1914. — darin folgende anfsätze (mit auswahl verzeichnet): nach-
ruf mit bild auf Steingrimur Thorsteinsson (gest. dez. 1912) von
Gudm. Finnbogason; J. C Hauch, Svissarinn (kvaedi Stgr.
Thorsteinssons pyddi; Gudm. Fridjönsson: Visur til Vaeringjans;
Fäll Jönsson, Haed Islendinga; J>orsteinn Gislason, Island 1913;
Einar Benediktsson, Vaeringjar (kvaedi); Jonas Jönasson,
Nokkur ord um f)jödtrü og {)j6dsidi Islendinga; Gudm. Hannes son,
Unga fölkid og atvinnuvegir landsins; Gudm. Tinnbogason,
kvedjur; Hannes Haf stein, I hafisnum (kvaedi); Gudm. Kam-
ban, Faxi (saga); Gudm. Fridjönsson, Jökulsärgljüfur (kvaedi);
3Iagnus Jönsson, Saga Islands; pöri Bergsson, Hraedan (saga);
Brynjülfur Jönsson, Aefisaga min.
XIV. III. Bibliograpliie — bibliotheken. 5
30. Spräk och stil, tidskrift för nysvensk spräkforskniu»^
utgiven av E.. G:son Berg, Bengt Hesselman, Oloi' Ostergren.
14 ärgängen. Uppsala 1914. 111,276 s. (SpoSt.)
31. Studier i nordisk filologi utgivna genomHugo Pipping.
femte bandet = Skrifter utgivna av svenska litteratursällskapet
i Finland. 113. Helsingfors 1914. (SllF.)
32. Svenska landsmäl och svenskt folkliv. tidskrift ut-
given pä uppdrag av landsmälsföreningarna i Uppsala, Helsingfors
och Lund genom J. A. L und eil. Stockholm, Norstedt & söner.
1913. 4 hefte (der ganzen reihe h. 120—123). (SvLm.)
33. Svenska studier tillägnade Gustaf Cederschiöld den
25 juni 1914, utgivna genom svenska modersmälslärareföreningens
arbetsutskott. Lund, Gleerup. 1914. 483 s. festschrift, (Svenska
Studier.)
34. Aarb0ger for nordisk oldkyndighed og historie, udgivne
af det kongelige nordiske oldskrift-selskab. III. rsekke. 4. bind,
1. und 2. h. 176 s. Kbh. 1914. (Aarb.)
35. Schon früher verzeichnet: Xenia Lideniana (vgl. Job.
1912,14,34). — bespr. von E. Olson, Arkiv 31,214—226.
III. Bibliographie — bibliotheken.
36. Bibliotheca Danica. systematisk fortegnelse over den
danske literatur fra 1482 til 1830, efter samlingerne i det kongl.
bibliotek i Iv0benhavn. med suplementer fra universitetsbiblioteket
i K0benhavn og Karen Brahes bibliotek i Odense. udgivet af det
kongl. bibliotek. Supplement ved Lauritz Nielsen. Keibenhavn,
Gyldendal. 1914. — bespr. von Carl S. Petersen, NTfBB. 1914,
s. 378 — 382, der das ganze werk lobt.
37. [Svensk historisk] 34. Bibliografi 1913. upprättad af
Kristian Setterwall. s. 337 — 373. beilage zu Svensk h. t. 1914,
heft 1.
38. Sven Gren Broberg, Johan Gustav Christoff er Ceder-
schiölds bibliografi. förteckning öfver prof. J. G. C. Ceder-
schiölds intill den 11 maj 1914 frän trycket utgifna skrifter,
uppsatser och recensioner. Svenska studier, s. 456 — 483.
39. Catalogue of the Icelandic collection bequeathed by
Willard Piske. compiled by Halldor Hermannsson Cornell
university library. Ithaca, New- York 1914. VIII + 775 s. —
in diesem kataloge ist der inhalt der großen Icelandic collection
der bibliothek der Cornell university zum ersten male im druck zu-
sammengestellt, der katalog ist deshalb außerordentlich wertvoll
für alle, die sich mit isländischer Wissenschaft und isländischen
g XIV. Nordisch.
Verhältnissen beschäftigen, besonders für Sprachforscher. — gelobt
von P. Herrmanu, DLz. 35,1416 — 1420 und von Fall Eggert
Ölason, Skirnir 88, s. 422—428.
40. Isak Collijn, Tva blad af det förlorade breviarium
Nidrosiense, Hölar 1534. NTfBB. 1914, s. 11—16. zwei wieder-
gefundene blätter aus dem Brev. Nidrosiense, das sonst verloren
gegangen ist, gedruckt bei Jon Matthiasson in Hölum. mit
2 faksimilien. — bespr. von R. M. Ö. Skirnir 88, s. 222 — 223.
41. Isak Collijn, Katalog der inkunabeln der kgl. bibliothek
in Stockholm. 8:o. teil 1. XXXI,329 s. und 88 s. tafeln.
42. Dansk bogfortegnelse for 1914. 64. aargang, udgivet
og forlagt af G. E. C. Gad. K0benhavn 1914. LXXXII+127s.
43. E. Erichsen, Bibliografi (der nord. philologie) for 1912.
Arkiv 30,304—337.
44. Fem og tredivte Arsberetning fra samfund til ud-
givelse af gammel nordisk litteratur stiftet 24. maj 1877. K0ben-
havn 1914. 20 s.
45. Anders Grape, Om bröderna Salan och deras handskrift-
samling. in Bibliografiska undersökniugar tillägnade Claes An n er-
st edt pä hans sjuttiofemärsdag den 7 juni 1914. Festskrift utg.
af Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen, Uppsala 1914.
s. 139—170.
46. Anders Grape, Litteraturen rörande Ynglingatal. Biblio-
grafi = Med delandenfrän nordiska seminariet utgivna av A. Noreen.
8. III. Uppsala 1914. — diese bibliographie über Ynglingatal
genügt allen billigen ansprüchen und hilft einem lange empfundenen
bedürfnis beim Studium des Ynglingatals ab.
47. Oskar Lundberg, Ortnamnsbibliografi. Festskrift tilläg-
nad Claes Annerstedt den 7 juni 1914, s. 209—213. NTfBB.
s. 329 — 334. — ein rückblick und einige wünsche.
48. Oskar Lundberg, Nordisk ortnamslitteratur i biblio-
grafisk förteckning. I distribution hos Akad. bokhandeln, Upp-
sala 1914.
49. Axel Nelson, Svensk litteraturhistorisk bibliografi. 32.
1913. 27 besonders gezählte Seiten am schluß der Zeitschrift
Samlaren, tidskrift utgifven af Svenska litteratursällskapets ar-
betsutskott. 35 :e ärgängen 1914. Uppsala 1914.
50. Axel Nelson, Ett bidrag tili Olaus Magnus' bibliografi.
NTfBB. s. 167 — 170. — schon drei jähre nachdem 0. Magnus' be-
rühmte 'Historia om de nordiska folken' in ihrem lat. urtext in
Rom erschien, wurde in Antwerpen eine Zusammenfassung davon
durch den buchdrucker Chr. Plantin im jähre 1558 heraus-
gegeben, vier jähre später hat Plantin eine andere aufläge ge-
druckt, diese beiden auflagen sind jedoch nicht identisch.
XIV. IV. Wortkunde. 7
51. Safn tili sögu Islands og islenzkra bökmenta ad fornu
og nyja, gefid iit af hinu islenzka bökmentafelagi. IV. 8. Kaup-
mannahöfn 1914. s. 817—907.
52. Arskatalog för svenska bokhandeln utgifven a£ svenska
bokförläggareföreningen genom Axel Nelson, fyrtiotredje ärgängen
1914. 150 s.
53. Besprechungen von in früheren Jahrgängen verzeichneten
Schriften. Halldör Hermannsson, Islandica. vol. III fvgl. Jsb.
1910,14,20). bespr. v. G. Neckel, AfdA. 37,50—51. — Islan-
dica. an annual rel. to Iceland. vol. III (vgl. Jsb. 1910,14,23).
vol. IV (vgl. Jsb. 1911,14,28). bespr. v. A. Gebhardt, Litbl.
35,150 — 151. — Islandica, an annual rel. to Iceland. vol. VI
(vgl. Jsb. 1913,14,22). bespr. v. Päll Eg. Ölason, Skirnir 88
428—430.
IV. Wortkunde.
1. Wörterbücher — bedeutungslehre.
54. Vilh. Andersen, Kritik, sprog og literatur. daraus
besonders zu erwähnen: Sprog og stil, sammanfold og ber0ring.
ein beitrag zur dänischen bedeutungslehre. K0benhavn, Gyldendal.
1914. 267 s. 8«.
55. Ordbok öfver svenska spräket, utg. af Svenska Aka-
demien, h. 48. ark. 191—200 (Bland— Blifva). Lund, Gleerup.
(Leipzig, Nils Pehrsson). 1913. 1,50 kr.
56. H. Bergroth, Nägra finländska tillägg och randan-
märkningar tili svenska akademiens ordbok, häft. 1 — 47. SNF.
1914,52 s. — ergänzung aus dem schwedisch-finnischen zu Svenska
Akademiens ordbok, h. 1 — 47.
57. F. A. Dahlgren, Glossarium öfver föräldrade och
ovanliga ord och talesätt i svenska spräket. första haftet. Lund,
Gleerup. 1914. 8". 400 s. — utgives med anslag av staten,
svenska Akademien, K. Vitterhets-, Historie- och Antikvitets Aka-
demien samt svenska fornskriftsällskapet. das heft umfaßt a — hätull.
58. K. r. Söderwall, Ordbok öfver svenska medeltids-
spräket. 25 h. Lund, Gleerup, 1914. (iväruldsliker — angin.)
59. Erland Hjärne, Vid läsningen av 'Speculum vitae
humanae'. SpoSt. 1914,29 — 39. — aufzählung und erklärung von
einigen ausdrücken aus dem älteren neuschwedischen.
60. K. L. Österberg, En kort ordbok öfver Ovikens
bygdemäl. 8^ 36 s. Umeä 1914.
61. Dansk ordbog for folket udarbejdet af B. T. Dahl og
H. Hammer under medvirkning af Hans Dahl. 40. heft=:bd. II
3 XIV. Nordisch.
s. 617 — G42 und I — IV. K0benhavn, Gj^dendal. — mit dieser die
Wörter 0 bis evrighedspost sowie Dach träge und berichtigungen
umfassenden lieferung ist das als volkstümliches wb, vortreffliche
werk — vgl. Jsb. 1913,14,31 — abgeschlossen, das für alle der
lebenden dänischen spräche angehörenden Wörter die formen, in
zweifelfällen die ausspräche, ferner notizen zur etymologie und
herkunft, eine erklärung der bedeutungen, beispiele für vorkommen
und Phraseologie, wie es scheint vollständig, verzeichnet. [G.]
62. H. F. Feilberg, Bidrag til en ordbog over jyske
almuesmäl. udgivet av universitsetsjubilseets danske samfund. 43. h.
K0benhavn 1914. (nachtrage und berichtigungen. 5. h.)48 s. —
vgl. Jsb. 1912,14,53.
63. Lexicon poeticum antiquae linguse septentrionalis. ord-
bog over det norsk islandske skjaldesprog. forfattet af Sveinbjöm
Egilsson. foröget og pä ny udgivet for det Kongelige nordiske
Oldskriftselskap ved Finnur Jönsson. 1. hseft. K0benhavn 1913.
[a_fjT.] — bespr. von B. M. Ö., Skirnir 88,210—211; von -bh-,
Cbl. 65,950—951. — 2. hseft. K0benhavn 1914. [fyr— lymsku-
fljötr.]
64. Finnur Jönsson, Oldislandske ordsprog og talemäder.
Arkiv 30,61 — 111 und 170 — 217. — aufzählung, erklärung und
Zusammenstellung altisländischer Sprüche und redensarten.
65. L. Larsson, En granskning. Arkiv 31,46 — 51. — er-
gänzungen und berichtigungen zu den ausgaben der verschiedenen
teile der Delagardieschen hs. nr. 4 — 7 in der Universitätsbibliothek
zu Uppsala, die nunmehr vollständig gedruckt vorliegt.
2. Fachsprache — geheimsprache.
a) Rechts- und Verwaltungssprache.
66. Axel Kock, Belysning av ett gammalt i lagtext mötande
ord. Svenska studier 137 — 141. — in 'Kyrkobalken 9:1' des
Upplandsgesetzes kommt ein wort heye-ost vor. das erste glied ist
mit nnorw. bcegja 'krankheitsanfall', aisl. vb. hcegja 'drücken, aus-
treiben' und mehreren anderen verwandten Wörtern zusammenzu-
stellen: aschw. '^'bceghia bedeutete also 'plötzliche krankheit', be-
sonders die schmerzen einer gebärerin. — heye-ost also 'krankheits-
käse' oder 'wochenbett-käse'.
67. Hugo Pipping, Fornsvenskt lagspräk. IV. Strödda
anteckningar. SNF. 1914,V,6. — bespricht: Vgl. I. ArfJ)8erbolkser4.
2. in folstra 'sklavin' liegt umgekehrte Schreibung vor, l fällt vor s
aus oder Is ^ ss in der västgötischen mundart. — Arf{)aer bol-
kser 11. dr(Bp(E ist dat. Rg. von subst. drcepi, vgl. mandrcepi. —
XIV. IV. Wortkunde. 9
Giptaer bolkser 9. firi gipt skilice ist als 'den heiratskontrakt
formulieren' zu übersetzen; Jcloepi micetoe 'das tuch messen' (mit
längenmaß); a mungats tipcp daghi nicht = a brullops daghi, man-
gats tipir = 'der Zeitpunkt, wo die gäbe des bräutigams dem Vertreter
der familie der braut übergeben werden soll! — R£etl0S3B bolkser 13.
Laggi fr am poet han uill ok map tylptoer ep at han usw., map be-
deutet 'außerdem' und nicht 'mit'. — Jorftaer bolkser 3. 3. a pingi
skal owormaghce k^pm lysce, owormaghce ist gen. und nom. — ibdm. i.
a flcet farve = 'den hochsitz zugunsten des neuen besitzers ver-
lassen' [und sich selbst, d. h. der abtreter, auf das flset nieder-
lassen]. — Jor{)3er b. 17. 2. intakce in der phrase eigh ma han
celloer intakce bedeutet 'für den eigenen gebrauch reservieren', vgl.
aschw. hegna. — Huru myulnu skal gaerae. 1. flskigarp
at pem cdpri f. spillir. pem ist dat. komparationis vom dem-pron.
sa. — Vgl. I. Fornb. b. 7. pcen a otcar oer or a takeer, a ist mit
' Wasser' zu übersetzen. — G. L. Af allum lutum 15. einloyptri^ t
kommt aus adjektiva wie giptr-ogiptr. — Om förväxlingen av
bokstäverna z och p.
38. K. F. Söderwall, Rättsuttryck i den fornsvenska pen-
tateukparaf rasen. Svenska studier 419 — 429. — behandelt in
alphabetischer Ordnung einige rechtsausdrücke aus der sogenannten
pentateuchparaphrase, die sich in ähnlicher form auch in den land-
schaftsgesetzen finden.
69. Elis Wadstein, Eriksgata. in Svensk h. t. 1914,
s. 38 — 42. — verteidigt seine etymologie des wortes eriksgata:
eriksgata <Ci*efpJ-(w)reks-gata = eides-leistungs-weg gegen Lindroths
erklärung von eriksgata aus einem "^eprlkisgata = 'die reise, auf
der frühere eide neu beschworen werden'. — vgl. Jsb. 1912,14,65.
hj Berufshezeichnungen und handw er ker spräche.
70. E. Danielsson, Svensk matrosslang. SpoSt. 87 — 93.
II Skeppsholmsslang. aufzählung und erklärung der Wörter in
alphabetischer Ordnung.
71. Sven Hedblom, Ord och uttryck inom kustfisket i
Helsingland. SvLm. 1913,5 — 36.
72. Ragnar Ljunggren, Ord och uttryck för äkez'bruk och
boskapsskötsel i Laske-Vedums socken, Västergötland. SvLm.
1913, h. 1, s. 37 — 98. — ein genaues Verzeichnis der dem acker-
bau und der Viehzucht angehörenden Wörter und redensarten in
dem kirchspiel Laske-Vedum, Västergötland.
10 XIV. Nordisch.
c) Geheimsprachen.
73. Magnus Olsen, Sproglig fra de laveste samfundslag i
Kristiania. MoM. 37 — 41. — nach einer aufzeichnnng mit titel:
Brudstykker af Wikasprog — Tyvesprog — Teatersprog.
3. Wortforschung im einzelnen — etymologie.
74. A. Le Roy Andrews, Old norse notes. MLN. 29,
133 — 136. etymology of pengill and of glima.
75. R. G:son Berg, Duala Substantiv i nusvenskan. Svenska
studier s. 180—190.
76. E. Hell qu ist, Engrupp svenska dryckestermer. Svenska
studier s. 347 — 370. — aufzählung in alphabetischer Ordnung
und erklärung einer menge sprach- und kulturgeschichtlich intr.
ausdrücke und bezeichnungen des schnapstrinkens.
77. E. Jessen, Etymologiserende notitser, NTfFil. 4. r. 3.
97 — 112. — forts. zu Jsb. 1913,14.42. — bespricht folgende
Wörter: astrant, ata und etja, aiall, hjor-r, bryne, draug-r, dreng,
eikthyrnir, for- als präfix, fäne, gube, hwin, huo icke, ilde-, j'evn,
kirtel, kiegh, led-, mudder, iwgling, oresf, sagen in 'syn for sagen',
skamhyde, skj'ev, stemme, syver, tane, tygge, vaag isl. *väkr'.
78. E. Liden, Ett par fornsvenska bidrag. Svenska studier
s. 413 — 418. — 1. aschw. quiggrind [qtiipgrindj in Vgl. I. 2. pater
noster als aschw. femininum.
79. A. Noreen, Ett knippe folketymologier. Svenska studier
g. 114 — 118. — ergänzung zu vf.s großen Sammlungen schwed.
Volksetymologien in SvLm. VI, 5 und in Spridda studier, 1 saml.
2. uppl.
80. Johan Palm er, Tolkning av ett par i äldre nysvenskan
förekommande ord. SpoSt. s. 229 — 234. — 1. Försije daghar,
försije <C. altschw. forsea 'sich in acht nehmen'. Försije daghar
'Tage vor denen man sich in acht nehmen muß', 'Erwählte Tage'.
— 2 Ormahleck, Ein pflanzenname dessen zweites zusammens.-glied
auf isl. v. hlaka zurückgeht.
81. Julius Swenning, Nysvenska argbigga och besläktade
uttryck. SpoSt. s. 97 — 115. — gibt einen ausführlichen und
gründlichen beitrag zur etymologie des sehr umstrittenen schwed.
Wortes argbigga und damit verwandter ausdrücke.
82. Alf Torp, Ordförklaringar. MoM. s. 85 — 94. — be-
spricht folgende neunorw. Wörter: ana, aamesykja vgl. deutsch, dial.
'ehm. ahm', dav, davra, daale, desta, drßjgla, dvaa, dykje, dunskrift,
ebnen, remen, fagg, farg, fess lat. 'versus', file, fei, fjon, fj'ott, ßira,
XIV. IV. Wortkunde. U
gidd, gigg, gikk, giksel, gludren, nnorw. dial. grad und ugrad, nnorw;
grela, gül im ausdrucke 'sitja paa gül, gula'.
83. Axel Akerblom, Ordet bonet hos Aurivillius. Arkiv
30,337—338.
4. Fremd- und lehnwort,
84. Evald Ljunggren, Mejerl. en ordhistorisk Studie.
Svenska studier s. 76 — 98. — mejeri ist kein dänisches lehnwort,
sondern ist direkt aus dem holsteinischen entliehen, an der seite
von mejeri steht dej'eri als gelehrte bildung sowie holländerie.
beide sind jedoch gegenwärtig außer gebrauch.
85. Hilding Geländer. Nägra danismer hos Snoilsky.
Svenska studier s. 321 — 326.
86. P. T. Dahl, Sproglig skiftedrift mellem dansk og svensk,
DSt. 145 — 149. — zur frage nach danismen und norwegischen
idiotismen im schwedischen, nach schwedischen und norwegischen
idiotismen im dänischen.
87. Pelle Holm, Nägot om svensk spräkrensning £öre Viktor
Pydberg. Svenska studier s. 371 — 393. — Stiernhielm ist der
erste eigentliche Sprachreiniger in Schweden, in späterer zeit ist der
von ihm angeregte kämpf gegen die fremdwörter nie vollständig
erloschen, als mehr oder weniger hervorragende puristen sind zu
erwähnen: von Dalin, Sahlstedt und Hof, mitglieder der neu-
gebildeten schwedischen akademie wie Adlerbeth, 0. Celsius.
am anfang des neunzehnten Jahrhunderts huldigen Tegner, G-eijer,
Afzelius, Arwidsson puristischen tendenzen. um die mitte des
vorigen Jahrhunderts werden die puristischen ideen allgemeiner
und eifriger verteidigt, besonders von u. a. Hazelius, Jonas L.
Almqvist, E. Rydqvist.
5. Namenkunde.
n) Götter- und personennamen.
88. F. Dj^rlund, Christian(us) : Kristjarn, -stjcern, -stern:
Xrister, Kristen. DSt. 40—44. — gegen E. H. Lind, Arkiv 11,267 ff.
und A. Kock. Arkiv 9,149 unten und 12,268 f. erörtert vf. die
«ndung -rn in den oben angeführten namenreihen.
89. Hugo Jungner, Om kung Orre. nägra funderingar.
MoM. 1914, s. 123—146. — vgl. Jsb. 1912,14,88.
90. E. H. Lind, Norsk-isländska dopnamn ock f ingerade
namn frän medeltiden. samlade och utgivna. med understöd av
det svenska Ecklesiastikdepartementet, den norska Nansenfonden
och det Isländska Bokmentafelaget. attonde haftet. Uppsala,
12 XIV, Nordisch.
Lundequistska bokh., Leipzig, Harrassowitz. 1121 — 1270. [Yng-
vin — Qsurr.]
91. L. Fr. L äff 1er, Oknamn i en västgötafamilj pä 1860-
och 1870-talen. Svenska studier s. 145 — 150.
92. John Loewenthal, Drei götternamen. Arkiv31,153 — 154.
— 1. aschw. Ingvi. [2. ahd. Fhol]. 3. an. Loki. vf.s etymologien
scheinen wenig stichhaltig zu sein.
93. Birger Nerman, Konung Ragnwald i Ynglingatal. MoM.
1914, s. 65 — 75. — zur namengebungsgeschichte im Norden im
neunten Jahrhundert.
94. Gudmund Schütte, Folkelighof- och statskalender. DSt.
s. 29 — 37. — ein beitrag zur frage nach den prinzipien für ge-
schichtliche namengebung.
h) Völker- und Ortsnamen.
95. 0. Almgren, Det runristade guldhornets datering. NoB.
1914, s. 217 — 225. — ein beitrag zur Chronologie der in^re-namen.
96. N. Beck man, Randanmärkningar om västgötska ortnamn.
KoB. 1914, s. 336—345.
97. R. G:son Berg, Ortliga tendensnamn. NoB. 1914,
s. 155—159.
98. Gaardnavne i Bratsberg amt. oplysninger samlede
til brug ved matrikelns revision af 0. Rygh. = Norske gaardnavne.
7. bind. Bratsberg amt bearbeidet af A. Kja^r. Kria 1914.
99. Erik Brate, En forntida ö. NoB. 1914, s. 84—91. —
das run. hakunu — Bautil n:r 279 — wäre als ein inselname
auf -0 aufzufassen. — *Häkun-0 oder *Hä-kyn-0.
100. Eilert Ekwall, Trenne nordiska ord i engelska ort-
r.amn. NoB. arg. 2, (1914)151 — 154. — 1. me. grafswin in den
Ortsnamen Grafsuineskinkel (-cinkel) geht auf ein altdän. grafswin
zurück. — 2. me. skarth 'kluft' o. dergi. ^ isl. skard Vertiefung
in der felswand', in zusammengesetzten namen ist skarth sehr ge-
wöhnlich. — 3. me. storth in Ortsnamen wie Storthes, Quitstorth,
tScamwathlithestorthes ist auf anord. stord 'unterholz, gebüsch'
zurückzuführen.
101. H. F. Feilberg, Stedsnavne som appellativer. NoB.
1914, s. 69—74.
102. Otto V. Friesen, Gursten. NoB. 1914, s. 1—17. —
der hof Gursten im kirchspiel Lofta in N. Tjust hat seinen namen
von einem in der nähe stehenden runenstein erhalten, dieser ist
über dem grab eines mannes GöJ)e errichtet und hat im aschw.
den namen Göpa stoeinn getragen. Göpa stceinn heißt in ver-
schiedenen Perioden gudesienn, guderstenn, guerstenn und zuletzt gegen-
wärtig Gvrsten.
XIV. IV. Wortkunde. 13
103. Anders Grape, Om Petter Dijkmans Bua-haitl. NoB.
1914, s. 281—296. — Petter Dijkman, geb. 1647, Schwedens
erster ortsnamenforscher, wollte im jähre 1711 ein buch über die
Ortsnamen Upplands, 'Bua-haiti', herausgeben, das mskr. ist noch
heutzutage nicht ohne wert.
104. Bengt Hesselman, När och Närke. NoB. 1914,
s. 263 — 271. mit zwei karten. — teilt im anschluß zu Sahlgrens
erklärung des namens der landschaft Närke (vgl. Jsb. 1911,14,87),
andere beispiele mit *när als erstes glied mit, z. b. Närsjöfjäräen,
Närsjö, NärJeJwlmen in Södermanland. *När hat in diesen namen
die bedeutung von *ei'd-rücken' oder 'nehrung', schmale landzunge.
105. Th. Hjelmqvist, Nägra ortnamnmed sekundär använd-
ning i nysvenskan. NoB. 1914, s. 165 — 169.
106. K. F. Johansson, Onomatologiska bidrag. NoB. 1914,
s. 205 — 216. — zur erklärung der kirchspielsnamen DöderhuU
und Misterhidt aus Smäland, sowie des seenamens Ahnten aus Öster-
götland.
107. Pinnur Jönsson, Islandske elvenavne. NoB. 1914,
18 — 28. — die flußnamen Islands sind nur von geringem inter-
esse. eine kleine gruppe besteht aus nicht zusammengesetzten
namen; die meisten flußnamen sind zusammengesetzt und zwar
mit -fljot, mit -votn, mit personen-, tier- und fischnamen. die
Stromverhältnisse und die Umgebung, sowie lokale erscheinungen
haben auch bei der namengebung eine rolle gespielt.
108. G. Kallstenius, De fiktiva ortnamnen i Gösta Ber-
lings saga, fran spräklig synpunkt betraktade. NoB, 1914,
s. 60—62.
109. T. E. Karsten, Harjavalta och Raitio 'fjärdingar' i
Satakunda samt det svenska ordet liäracl. SNF. V,2. 12 s, —
Raitio ist aus einem urnord. kompositum *harjaraidia durch
kürzung entstanden, das dem aschwed. ja-st. hcercepe entspricht, das
schon urnord. an der seite des aschwed. a-st. hcerap vorkommt,
die grundbedeutung dieser beiden Wörter ist im aschwed. 'bygd,
trakt'. Harjavalta soll auch eine bildung von *harja-raidia durch
kürzung des letzten gliedes sein.
109. T. E. Karsten, Nägra tillägg och rättelser tili SNF.
T,2. SNF. 1914, V,7, 2 s.
110. T. E. Karsten, Tiwaz. NoB. 1914, s. 195 — 204. —
gegen Noreen (vgl. Jsb. 1911,14,88) behauptet vf., daß der wald
Tiweden seinen namen vom gotte Tir, aisl. Tf/r haben müsse.
111. A. Kjaer, Gaardnavnet Jarleif. NoB. 1914, s. 170—172.
14 XIV. Nordisch.
112. A. Kj»r, Nogle stedsnavne. MoM. 1914, s. 204 — 223.
mit 3 fig. — behandelt folgende namen: 1. Soue^ 2. Vevj'a^
3. Sivesm, 4. StreitgJclauf, 5. Trßiborg, 6. ^Fj'qlna, FJqlnir.
113. Gunnar Knudsen, Sydsjaellandsk navneskik ved aar
1600. DSt. 1914, s. 119—128. I. Rajkkenavne. II. Kortnavne
af stednavne.
114. Oluf Kolsrud, Navneskik paahedmarken i 1528. MoM.
1914, s. 101—105.
115. M. Kristensen, Nogle sydslesvigske landsbynavne.
NoB. 1914, s. 46 — 54. — nach einer orientierenden einleitung
über die Ortsnamen S0nderjyllands werden eine menge namen auf
-hy aus SydschlesAvig aufgezählt und besprochen, diese namen
sind fast alle jung und deuten auf eine rege Übersiedelung aus
dem übrigen Dänemark zur Wikingerzeit hin.
116. Sven Lampa, Grävsnäs historia i dess tidigare skede.
NoB. 1914, s. 272 — 280. — eine namen- und kulturgeschichtliche
Studie über den hof Grävsnäs in Västergötland.
117. Evald Liden, Om Frsenfjordens namn. NoB. 1914,
s. 259 — 262. — das erste glied in FrcPMfjorden^ Norwegen, ist ein
nomen agentis zum vb. aisl. frenja 'brüllen, toben', *freni d. h. der,
welcher brüllt, tobt, dessen entsprechendes fem. frenja 'kuh' ist. vgl.
z. b. aisl. Bell 'mugitor', aus aisl. vb. helj'a, nnorw. belj'a 'brüllen'.
118. E. H. Lind, Smäbidrag tili namnförklaringar. NoB,
1914, s. 173 — 178.
119. Hj. Lindroth, Namnet Gottland. NoB. 1914, s. 75—83.
mit einer karte von Gottland. — weist nach, daß der name der
insel Gottland auf einen flußnamen Crut oder Guti (Goti) zurück-
zuführen ist.
120. Hj. Lindroth, En omdebatterad önamnsgrupp. Forn-
vännen 1914, s. 125 — 201. — in Mittel-Schweden gibt es nicht
wenige zusammengesetzte Ortsnamen mit letztem glied -garn. dieses
-yarn hat man als 'insel' oder irgend einen begriff, der mit
wasser zu schaffen hat, aufgefaßt, vf. zeigt, daß sowohl das wort
arinn 'anhöhe', sowie das wort garn (gqrnj seinen anteil an der
entstehung der Ortsnamen auf -garn hat. der hauptbestandteil ist
arinn, synkop. am; er tritt bei inselnamen als -arfe)n, -arö auf. die
form -garn ist durch zusammenwirken folgender zweier faktoren
entstanden: 1. in vielen namen schloß das erste glied auf g, in
älterer zeit ^r/i. z. h. Läng-arn. dies kann genügt haben um einen neuen
typus -garn zu bilden. 2. es gab einen einfachen Ortsnamen Garn
(umord. gani), das teils einen langen, fließenden bach, teils einen
langgestreckten bergrücken oder hebung des terrains bezeichnete,
das wort am als Zusammensetzungsglied wurde von der Verbindung
XIV. IV. Wortkunde. 15
mit ariun losgerissen, das letztere starb aus, garn blieb besser
bekannt, auf diese weise wurde leicht ein inselname Läng-am
mit -garn (Garn) verbunden, und so schuf man eine menge neuer
inselnamen auf -garn. — vf. hat eine karte mit kommentar bei-
gefügt, die die Verbreitung der namen auf -am, auf -garn, ver-
mittelnder namen anf -g und unbestimmbarer namen zeigt, das
alter und die ausbreitungszeit der namen auf -am und -garn sucht
vf. mit hilfe einer niveaukarte von Uppland klarzulegen.
121. Oskar Lundberg, Kanteborg och Gassljunga. NoB.
1914, s. 255 — 258. — setzt den namen Kanteborg aus Alvsborgs län
= engl. Canterbury und leitet Gassljunga in Jönköpings län aus
^gardhs-lengib her.
122. Johan Nordlander, Nägra ortnamsförklaringar. Noß.
1914, s. 313 — 320. — erklärt werden: 1. Der stadtname Härnösand.
2. Das bestimmungswort Gärdmäl. 3. Germandö. 4. Sandtommen.
5. Yxhammarsberget.
123. E. Noreen, Quadhowi, nuvarande Kävö i Närke. NoB.
1914, s. 121—126.
124. Axel Olrik, Brdvellir. NoB. 1914, s. 297—312. —
unter heranziehung der mythischen und geschichtlichen erzählungen
von der schlacht bei Brävalla ('Brävallaslaget') und nach einer
geographischen Untersuchung der betreffenden örtlichkeiten, verlegt
vf. diese ins 'Bräbo-land', die ebene nördlich des Motalastroms bis
Kolmärden und östlich bis nach 'Bräviken'. eine stütze seiner an-
nähme sieht vf. im noch vorhandenen königshof Ringstad. könig
B/ing war in der schlacht der führer der einwohner Östergötlands
gegen die Dänen.
124b. Axel Olrik, Tilföjelser til a.fhsind\mgen om Brdvellir.
NoB. 1914, s. 321.
125. Jörgen og Axel Olrik, Äsgärd. DSt. h. 1, s. 1 — 8. —
eine namengeschichtlich-mj'thologische Studie, mit zwei nachtragen.
126. Gunnar Olsen, Skoklefald. MoM. 1914, s. 32—34.
nebst einem nachtrag von Magnus Olsen, s. 34 — 36. — Skokle-
fald, ein hofname aus dem bezirk Nesodden, Norwegen, bezeichnet
vielleicht den platz, wo man beim abschluß der ernte die gabel-
arme niederzulegen pflegte, ^skqklafald eig. = 'fall der gabelarme'.
127. Magnus Olsen, Skjeberg. NoB. 1914, s. 247—251. —
Skjeberg <^ '*Skjalfberg woraus teils Skjalherg, teils ^Skjaßerg ^
Skjaberg; das erste glied ist skjqlf (skjalfj f. mit bedeutung wie
ags. scielfe, scylfe und scylf; engl, shelf.
128. P, Persson, Till Noreens förklaring av sv. Tibhle,
Tybble. NoB. 1914, s. 235—238.
129. G. Rudberg, En häradsgräns. NoB. 1914, s. 139—142.
16 XIV. Nordisch.
130. Jöran Sahlgren, Mansuamnet Locke och ortnamnen
Läckered och Läckiorp. NoB. 1914, s. 252 — 254. — der manns-
narae Locke ist nebenform zu Lokkr, 'der gelockte', dieser name
steckt z. b. in Läckered und Läcktorp aus Alvsborgs län.
131. Ralf Saxen, Nägra nyländska byanamn. NoB. 1914,
s. 226 — 234. — eine reihe von Ortsnamen aus dem kirchspiel
Kyrkslätt in Nyland werden alphabetisch aufgezählt und erklärt.
132. H. Sperber, Djurnamn som beteckningar pä sjöar.
NoB. 1914, s. 239—243.
133. Joh. Steenstrup, Nogle studier over slesvigske sted-
navne. NoB. 1914, s. 127 — 138. — 1. Ortsnamen mit der endung
-mark. 2. namen von bürgen und anderen befestigten platzen.
134. C. W. V. Sydow, Grendel i anglosaxiska ortnamn.
NoB. 1914, s. 160—164. — mit Grendel (Grindel, Gryndel) sind
folgende ags. Ortsnamen zusammengesetzt: 1. Grendeles pyt, De-
vonshire aus dem jähre 739, 2. Grendeles mere, Wiltshire 931,
3. Grendeles sylle, Surrey 957, 4. Grendeles gate, Middlesex 912,
5. Grindeies pyt, Worcester 708, 6. Grindles hec, ibidem 932,
7. Grendels mere, Stafford 958, 8. Grendelc, Yorkshire.
135. G. Thulin, Ortnamnsundersökningarna och deras bety-
delse i kameralt avseende. NoB. 1914, s. 143 — 150.
136. Sven Tunberg, Sveriges medeltidskällor och ortnamns-
forskningen. NoB. 1914, s. 98—104.
137. E. Wadstein, Birka och Bjarköarätt NoB. 1914,
s. 92 — 97. — hirk- in Birka ist mit einem westg. herek, das im
mndl. erhalten ist, identisch und bedeutet urspr. 'rechtspruch,
rechtsgewalt' : Jurisdiktion; daraus ist später die bedeutung von
'bereich' entstanden, der name Berkö, Birca bezeichnete wahr-
scheinlich zuerst die insel, wo es eine besondere (berek-)juris-
diktion gab. Kaufstädte hatten aber oft eine eigene Jurisdiktion;
allmählich ist so Birka zum namen der stadt geworden.
138. Erik Wellander, Till frägan om ellips i vära svenska
sjönamn. NoB. 1914, s. 179—186.
139. K. B. Wiklund, Urnordiska ortnamn i de södra
lappmarkerna. NoB. 1914, s. 105 — 120. — als urnord. Ortsnamen
im lappischen müssen angesehen werden: Vindeln, nebenfluß der
Urne; der flußname Ume, Brakko Velle, Teure velle', Autje welle,
Nursfjället, Brakkfjället, Munsfjället, Stenfjället, Ottfjället, Heim-
dalshaugene.
140. Ortnamnen i Alvsborgs län pä offentligt uppdrag
utgivna av Kungl. Ortnamskommitten. = Sveriges ortnamn. del 8,
Kullings härad. Stockholm, Ljus. 1914. 301 s.
X[Y. IV. Wortkunde. 17
c) Andere nameii, Her- und pflanzennamen.
141. Elof Hellquist, Ljudhärmande svenska fägelnamn.
NTfFil. 1914, s. 539 — 554. — vf.s antrittsrede als professor an
der Universität Lund.
142. H. Petersson, Einige tiernamen aus alten farben-
bezeichnungen. Beitr. 40,81 — 111. — folgende Wörter werden
eingehend behandelt: schwed. sarf 'rotauge'; awnord. arfr 'ochs';
nhd. reh; nhd. hering; awnord. hafr 'Ziegenbock'; nschwed. dial.
hrind 'elentier'; ahd. alant.
143. Aug. Lyttkens, Svenska växtnamn: XIX u. 1891 s.
Stockholm, G. E. Fritzes bokförlag a.-b. i distribution. 1904 — 1915.
— das reichaltige und fleißige buch, die arbeit von zehn jähren
(nach dem erscheinen der 1. lief, gerechnet), ist nunmehr zum ab-
schluß gekommen, die mit der Schlußlieferung ausgegebene ein-
leitung gibt einen geschichtlichen überblick der pflanzennamen-
forschung, speziell auf germanischem Sprachgebiet und eingehender
für das schwedische, die aufzählung der verzeichneten schwedi-
schen pflanzennamen wird im vorliegenden werk in das Linnesche
System eingeordnet, zu gleicher zeit beabsichtigt vf. auch norma-
tive regeln für die pflanzenbenennung im schwedischen aufzustellen,
er berücksichtigt bei seiner Sammlung nicht nur die jetzige schwedi-
sche reichssprache, sondern auch die ältere zeit und die mund-
arten. zur vergleichung werden auch ältere und moderne deutsche,
dänische und norwegische pflanzennamen herangezogen, vf. be-
tont, daß seine arbeit verbesserungsfähig ist, besonders was die
normative seite angeht. darüber haben wir hier nicht zu ur-
teilen; hervorgehoben sei die außerordentliche belesenheit und der
Sammelfleiß des vf.s sowie die Übersichtlichkeit seines buches, die
durch ein Inhaltsverzeichnis (s.l705 — 1731) erhöht wird, an dieses
schließt sich ein Verzeichnis der lateinischen sowie der schwedischen
namen der pflanzenfamilien. das nunmehr folgende Verzeichnis
der in dem buch enthaltenen schwedischen pflanzennamen umfaßt
fast 100 dreispaltige selten, endlich findet sich noch ein chrono-
logisches Verzeichnis der benutzten literatur sowie ein solches der
für dieselbe verwendeten abkürzungen.
144. B. Hesselman, Tvä svenska växtnamn. Svenska
studier 1914, s. 406 — 442. — bespricht die pflanzennamen: 1. Mura
'Mohre oder Möhre', 2. vial 'Lathyrus pratensis, oder Vicia cracca'.
145. Hugo Pipping, Växtnamnet Jcampe. Svenska studier
1914, s. 14:2— lU.
146. E. Tegner, Plister. nägra växtfilologiska anmärkningar.
Svenska studier 1914, s. 430 — 451. — Plister, alt. blister, ein
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) IL Teil. 2
18 XIV. Nordisch.
dialektwort aus Uppland, kommt zum ersten male in 'Spec.
botanicum' 1638 vor und ist als eine ableitung des verbes hlistra
'pfeifen' aufzufassen; vgl. aisl. hlistra mit dergleichen bedeutung.
Flister ist also etwa ' pfeif enblume' und wurde so genannt, weil
man — natürlich besonders die kinder — damit zu pfeifen pflegte.
d) Verschiedenes.
147. Th. V. Grienberger, Topisches aus den urnordischen
inschriften. NoB. 1914, s. 63 — 69. — Laasauwija auf der spange
aus dem Vier-moore geht auf einen Ortsnamen *Lasawi zurück;
Walhakurne auf dem bracteaten von Tjurk0 ist vielleicht als ein
Ortsname anzusehen, '*walh-dkurne wäre dann lok. zu nom. -*akurna
aus vorausges. *-akrina; *Wdlhdkurna sollte ein ort sein im oder
am 'Walchaker' gelegen.
148. W. von Unwerth, Ein problem der nordischen orts-
uamenforschung. NoB. 1914, s. 55 — 59. — zur frage nach der
pluralendung -a(r) in nordischen Ortsnamen.
149. Besprechungen von in früheren Jahrgängen ver-
zeichneten Schriften. P. Envall, Om gärdsnamnen i Enviken
(vgl. Jsb. 1911,14,86); bespr. von M. Cahen, Rev. germ. 10,
375 — 376. — A. G-rape, Inlänade personnamn (vgl. Jsb. 1912,
14,91); bespr. von M. Cahen, Rev. germ. 10,86 — 87. — A. Kock,
Nordiska ord och uttryck (vgl. Jsb. 1912,14,83); bespr. von A. Geb-
hardt, Litbl. 35,13 — 14. — H. Lindkvist, Middle engl, place-
names (vgl. Jsb, 1912,14,93); bespr. von E. Ekwall, Angl. beibl.
25,193 — 198. — 0. Lundberg och H. Sperber, Härnevi (vgl.
Jsb. 1912,14,106); bespr. von F. Jönsson, NTfFil. 4.R, 123—124;
von M. Cahen, Rev. germ. 10,375 — 376. — J. A. Lyttkens
och F. A. Wulff, Svensk ordlista (vgl. Jsb. 1912,14,58); bespr.
von M. Cahen, Rev. germ. 10,87 — 88. — M. Olsen, Stednavne-
studier (vgl. Jsb. 1912,14,94); bespr. von M. Schönfeld, Idg. anz.
33,65 — 67. — Hans Na am an, Altnord, namenstudien (vgl. Jsb.
1912,14,84); bespr. von A. 0., DSt. 38—39. — G. T. Zoega,
A conc. dictionary of o. icel. (vgl. Jsb. 1912,14,48); bespr. von
M. Cahen, Rev. germ. 10,88.
y. Sprachgeschichte und grammatik.
1. Allgemeines.
150. Rasmus Bartholin, Tale om det danske sprog. oversat
fra latin ved C. Bohrend. = Studier fra sprog- og oldtidsforskning
udgivne af Det philologisk-historiske samfund nr. 97. K0benhavn,
Pio. 1914. 6 4" 33 8. — schon 1657 fordert Universitätsprofessor
XIV. V. Sprachgeschichte und gramrijaiik. 19
H. Bartholin seine landsleute auf, die dänische spräche nicht
nur beim sprechen sondern auch beim schreiben zu gebrauchen,
damit 'werke aller künste und Wissenschaften in der eigenen
spräche zu lesen seien'.
151. Nat. Beck man, Kritiska strövtag. SpoSt. 1914, s. 5 — 28.
mit folgenden Unterabteilungen : I. Individuelle Sprachgeschichte.
II. Die grammatikalischen kategorien nochmal. III. Zur frage
nach dem Zeugnis des reimes für die ältere ausspräche. IV. Die
sogenannte dritte schwedische konjugation im schwedischen. —
eine polemik gegen E. Olson, 'Till frägan om uppkomsten av den
s. k. tredje svaga konjugationen i svenskan'. vgl. Jsb. 1913,14,80.
152. Gustaf Ceder schiöld, Fresta duger jämte andra
uppsatser. Stockholm 1914. 257 s. — bespr. von R. Iversen,
MoM. 1914, s. 233—236.
153. Otto von Friesen, Grunddragen av det svenska spräkets
historia. 2. uppl. Uppsala 1914,
154. 0. F. Hultman, Om uppkomsten av den bildade tal-
svenskan i Finland. föredrag vid svenska litteratursällskapets
ärshögtid den 5 febr. 1914. FoU. Helsingfors 1914. s. 230—249.
155. J. C. Poestion, Lehrbuch der norwegischen spräche.
3. aufl. Wien, A. Hartleben. 1914. — mit einigen kleinen be-
merkungen anerkennend bespr. von A. B. Larsen, MoM. 1914,
8. 230—232.
156. D. A. Seip, En liten norsk sproghistorie. Kria, Asche-
houg. 1914. 30 s.
2. Grammatik im engeren sinne.
a) Gesamtdarstellungen.
157. Sigfrid Ehr ling, Grammatik och logik. SpoSt.168— 217.
Nägra synpunkter. — ausführliche und kritische rezension von
0. Jespersen, Sprogets logik. Kbhn. 1913; verschiedene ein-
wände gegen mehrere von J.'s ansichten, z. b. über 'substantiv
und adjektiv', 'overled' und 'adled', 'subjekt' und 'prädikat'; vf.
trägt eigenes in großer ausdehnung bei.
158. S. Eskeland og Knut Liest0l, Laerebok i gamalnorsk.
Kria. 1914. 127 s.
159. Adolf Noreen, Värt spräk. nysvensk grammatik i ut-
förlig framställning. 19. haftet [= band 111,3]. s. 161—240.
1914. 20 haftet [== bd. VII,2]. s. 97— 192. Lund, Gleerup. 1914.
b) Lautlehre — betommg.
160. R. C. Boer, Om st0det i dansk. Arkiv 30,283—258.
2*
20 XIV. NordLscli.
161. Olol" Gj er dm an, Övergäng av p, 1, k tili h, d, y füre
omedelbart följande b, d, g i nutida svenbka. NoB. 1914, s. 244 — 246.
— dialektisch gehen die lautverbindungen ph, pd, prj; tb usw.,
kb usw. zu resp. hb, dd, gg usw. über.
162, Axel Kock, Umlaut und brechung im altschwedischen.
eine Übersicht. IV, s. 117 — 164. V, s. 165 — 196. [programm.]
Lund 1914. — fortsetzung zu Jsb. 1913,14,74. mit dem i-umlaut
ist folgende lauten twicklung verwandt: ein durch i-umlaut ent-
standener kurzer 0-laut wird im älteren altschwed. vor k und gg
weiter zu y palatalisiert, wenn ein / oder i in der nächsten silbe
folgt, z. b. dat., akk. 0x1 ^ yxi. akk. sneggian ^ snyggian. —
sogenannter Wechsel umgelauteter und ununigelauteter vokale kommt
in einer menge von Wörtern und wortgruppen vor; z. b. bei subst.
und adj. aschwed. fand : f'ynd, aschwed. brün:bryn, 'rand', isl.
sekr: aschw. saker, — bei verba, z. b. die Verschiedenheit
zwischen! dem isl. und anorw. einerseits und dem altschwed.
andrerseits betreffend den gebrauch des i-umlauts im sing, praes.
ind. starker verba, isl. bypr: aschwed. biüper, — bei part. pass.
St. verba aschwed. Icetin : lätin, aschwed. brytin : brutin, sowie auch
bei zweisilb. praet. konjunktivi st. und schw. verba, isl. feiri:
aschwed. före zu /«va, isl. uelpi: altschwed. valde. diese Wechsel
kommt auch bei lehnwörtern vor, z. b. sg, eyrir: pl. aurar. —
der u- und «;-umlaut. u-umlaut: I, älterer «-umlaut. a) einfacher
älterer e^-umlaut, b) kombinierter älterer M-umlaut. II. jüngerer
M-umlaut. a) — einfacher — , b) kombinierter jüngerer M-umlaut.
der einfache ältere ?r-umlaut ist zu urnordischer zeit im ganzen
nordischen Sprachgebiete bei ä und ä durchgeführt, z. b. isl.
ond, aschwed. run. aiit, ont, ot aus urnord. nom. sg. '^andu. —
kombinierter älterer M-umlaut liegt z. b. im adän. run. laikfrup vor.
— der jüngere einfache M-umlaut trat auf Island und im nor-
wegischen Westland beim ä und ä ein, z. b. gafugr ^ g^ifugr,
dat. pl. allum ^ qllam, rdpum ^ rqpum, dagegen nicht in den alt-
norwegischen dialekten vom Tröndelag und des Ostlandes, auch
nicht in den ostnordischen sprachen. — jüngerer kombinierter
«-umlaut ist nicht nur beim a sondern auch bei anderen vokalen
\, I, cß auf westnord. boden eingetreten, z. b. mqnnmn zu niapr^
kicapu ^ köpu zu kvepa, kyrr 'ruhig', pr0skuldr 'schwelle', smiskr
'schwedisch', im altschwed. ist dieser umlaut beim kurzen a nur
spärlich und zwar dialektisch vertreten, beim langen a ist jüngerer
kombinierter M-umlaut im altschwed. unter denselben bedingungen
wie in den altwestnordischen sprachen durchgeführt.
163a. A. Kock, Kritiska anmärkningar tili frägan om bryt-
ningen i fornnordiska spräk, Arkiv 30,339 — 388. — gegen die
von Hesselman in Västnordiska studier (vgl. Jsb. 1913,14,72)
!
XIV. V. Sprachgeschichte und grammatik. 21
ausgesprocheneu neuen ansichten von der a- und «-brechung er-
hält Kock seine früheren theorien darüber aufrecht.
163b. A. Kock, Till arkiv 30,339 ff. — Arkiv 31,114. —
vervollständigende bemerkungen zu der oben angeführten ab-
handlung.
164. Amund B. Larsen, Vokalforla-ngelser i de norske
bygdemaal. I. Gammel vokalforla?ngelse i fremlyd. MoM. 1914,
s. 147—172.
165. Stig Olsson Nordberg, Förekomsten av akut och
grav i utländska nomiua propria vid deras användnino- i svenskt
tal. Spo8t. 1914, s. 244—270.
166. Emil Olson, Kritiska anmärkniugar tili fnigan cm
samnordisk förlust av n\ Arkiv 31,11.5 — 152. — erwiderung auf
H. Pipping, 'Zur lehre vom ?6-verlust in den altnordischen
sprachen' (vgl. Jsb. 1912,14,124); weist die ansichten H. Pippiugs
zurück.
167. E. Olson, Om behandlingen av urgerm. liw i de nor-
diska sjjräken. Arkiv 31,1 — 25. — I. in der lautverbindung
postvok. urg. hv: ist urnord. w zuerst verloren gegangen: urg.
Hahivaz ^ urn. HaliwaR ^ '-^lahaR ^ */aJS ^ altschw. Zä>-, isl.
her. eine entwicklung mit wegfall von h vor dem von tv hätte
gegeben: ''''iahwaR '^ '^läiraB'^ '-'lör; im altisl. durch E.-umlaut
*l0r. urg. '^tiehtcöz kompar. ^urn. ^nühnmR ^ "^nähaR ^ ^'näaR'^
altschw, 7iär adv. und konj. 'när'. einige scheinbare Schwierig-
keiten bieten doch Wörter wie isl. ?>ioV, pl, mdvar, altwn. jör, pferd.
vf. gibt jedoch spezialerklärungen dieser Wörter. die lautver-
bindung r oder l -{- hu- scheint in den nord. sprachen folgende
entwicklung gehabt zu haben: urg. ''^-'arhwö '^ urn. '^arJnvöR '^
arwöB ^ arvar nom. u. akk. plur. zu isl. or. urg. '""'ferhiva- ^ isl.
fjor, dat. fjqrvi mit wegfall von li früher als von ?r.
168. Emil Olson, Om konsonantforlängningen i pluraler av
typerna fötter, getter, nötter, böcker. Svenska studier 1914, s. 49 — 75.
169. Emil Olson, Andelsevokalernas växling i Östgötalagens
textkodex. Arkiv 30,259 — 303. — eine ins einzelne gehende er-
widerung auf Er. Sand wall — vgl. nr. 171 — , worin er seine
eigenen früher ausgesprochenen ansichten über die auslautenden
vokale im Ostgötagesetze verteidigt.
170. Hugo Pipping, Über den schwund des h in den alt-
nordischen sprachen. Xeuphil. mitt. 1914, s. 124 — 160.
171. Eredrik Sandwall, Andelsevokalernas växling i Östgöta-
lagens textkodex. = Uppsala universitets ärsskrift 1914. = Medde-
lenden frän nordiska seminariet utgivna av Adolf Xoreen. 8.
Uppsala 1914. 54 s. Polemik gegen E, Olson, Östgötalagens
Ijudlära. Lund 1904. — vgl. nr. 169.
22 XIV. Nordisch.
c) Wortlehre,
a) Stammbildung — Zusammensetzung.
172. A. Kock, Zur frage nach dem suffix der participia
passivi an. starker verba. Idg. forsch. 33,337 — 350. — vf. hält
gegen A. Noreen, Idg. forsch. 14,399 ff., aisl. Gr.^, aschwed. Gr.
passim, Gesch. d. nord. sprachen' seine schon in den beitragen 23
aufgestellte theorie aufrecht, 'daß part. pass. starker verba mit
gutturalem wurzelvokal zu urnord. zeit das suffix -an- hatten, daß
aber dieser a-laut unter gewissen dort angegebenen umständen
lautgesetzlich in e (i) überging'.
173. Karl J. Samuelsson, Nägra ord om sammansättningar
med -lös och -fri. 8venska studier 1914, s. 394 — 405.
174. E. Wessen, Zur geschichte der germanischen n-dekli-
nation. inaug.-diss. Uppsala 1914. 192 s.
ß) Wortbeugung.
175. Wilh. Cederschiöld, Nägot om spräkliga nybildningar,
gjorda av skolpojkar. Svenska studier 1914, s. 119 — 128.
176. Otto v. Friesen, Fornsvenska paradigm sammanställda
för elementärundervisningen i nord. spräk. 3. uppl. Uppsala 1914.
177. Einar Gerdelius, Växlande artikelböjning med n och ;fe.
SpoSt. 1914, s. 116 — 131. — alphabetisch geordnetes Verzeichnis
von Wörtern, vorwiegend fremdwörtern, die Chemikalien und Stoffe
bezeichnen, mit wechselndem geschlecht im nschwed. und er-
klärung des Vorgangs.
d) Satzhildung — stil und prosarhjthnms.
178. J. Byskov, Om begrebet grundled. DSt. 1914,
s. 129—144.
179. Jobs. Br0ndum-Nielsen, Sproglig forfatterbestemmelse.
studier over dansk sprog i det 16. ärhundredes begynnelse. K0ben-
havn og Kristiania, Gyldendal. 1914. 163 s. mit einer karte von
iSchonen.
180. Olof Gjerdman, Vär satskommatering. SpoSt.
s. 151—167.
181. Sigurd Kolsrud, Til biskop Jens Nilss0ns visitatsbdker.
MoM. 1914, s. 224 — 229. Stilistische Studien über die spräche
in bischof Jens Nilss0ns Lagbog (1574 — 1597).
182. Hj. Lindroth, Ora nägra onödiga skiljaktigheter mellan
svensktskriftspräkoch talsprak. Svenska studier 1914, s. 99 — 113.
183. Carl Rebbe, Bidrag tili frägan om passivbildningarnes
användning och betydelse i nusvenskan. Svenska studier 1914,
B. 169—179.
XIV. V. Sprachgeschichte und grammatik. 23
184. D. A. Seip, Norskhet i sproget hos Wergeland og hans
samtid. Kristiania, Aschehoug. 1914. 217 s.
185. Fr. Wulff, Om undanhällna ords behandling i svensk
sats dynamiskt och melodiskt. Lund, Gleerup. 1914. 48 s.
auch in 'Svenska studier' tillägnade G. Cederschiöld.
3. Mundarten. Darstellung und Untersuchung.
186. Bjursäsmalets ordförräd upptecknat av A. Magne-
vill. SvLm. bd. 10, 1914, s. 1 — 207. — alphabetisches ver-
zeicbnis des Wortschatzes der mundart des kirchspiels Bjurs
(Bjursäs), Dalekarlien.
187. Torsten Ericsson, Grundlinjer tili undersökning av
Södermanlands folkmäl. SvLm. 1913, h. 2. s. 1—226. — 1. all-
gemein orientierende einleitung über die geschichte der mundarten-
forschung in Södermanland und wünsche betreffend die zukünftige
erforschung. — 2. die haupteigentümlichkeiten der laut- und
formenlehre des dialekts von Södermanland: a) der lautlehre, b) der
formenlehre. — notizen zum Wortschätze und syntax.
188. Amund B. Larsen, Om de trondhjemske dialekters
'apokope'. = Kria. videnselskaps forhandl. 1914, nr. 1.
189. Bidrag tili nordisk filologi av studerende ved Kria.
universitet. utgit av Magnus Olsen. — I. Heidmarksbrev
1315 — 1560. Kjeldekritisk studio av Sigurd Kolsrud. 37 s. —
eine übersichtliche darlegung der alten Heidmarks-[= Upplands-]
mundart auf grund der Heidmarksbriefe aus den oben erwähnten
Jahren, drei entwicklungsperioden der spräche: 1. 1315 — 1420
-e und -0 tritt zuweilen für -i und -u ein, — 2. 1420 — 1480
-J) stirbt aus, -e und -o waltet. — 3. 1480 — 1560. die dänische
periode.
190. K. L. Osterberg, Ovikens bygdemal i Jämtland.
Lund 1914. 129 s. — darstellung der mundart des kirchspiels
Oviken im südlichen Jämtland.
191. J. Lillehei, Landsmaal and the language movement
in Norway. JEGPhil. 13,60—87. — eine geschichtliche dar-
stellung der 'landsmaals'-bewegung in Norwegen.
192. J. A. Lundell, Om uppteckning av folkmäl. Anvis-
ningar och räd. SvLm. 1914, h. 5. s. 5 — 45. — einführung in
die mundartenforschung.
193. E. Nordenstam, Dalarnes fornminnesförening och
landsmälsforskningen. = meddelanden frän Dalarnes fornminnes-
förening. L Ealun 1914. — geschichtliches über die altertums-
forschung und das mundartenstudium in Dalekarlien.
194. Besprechungen von in früheren Jahrgängen ver-
zeichneten Schriften. P. Hannaas, Maallsere fraa West-Agder,
24 XIY. Nordisch.
Robyggjalaget (vgl. Jsb. 1911,14,124); bespr. von Emil Olson,
Arkiv 30,229 — 232. — A. Heusler, Altisl. elementarbuch (vgl.
Jsb. 1913,14,66); bespr. v. H. Almstedt, JEGPhil. 13,318—319.
— Lis Jacobson, Sprogets forandring (vgl. Jsb. 1913,14,64);
bespr. von A. Jensen, NTfFil. 4. reihe, 4,178 — 180. — A. Kock,
Svensk Ijudhistoria 11,2 (vgl. Jsb. 1911,14,103.); bespr. von A. G-eb-
hardt, Litbl. 35,151 — 152. — A. B. Lar.sen og G. Stoltz,
Borgens bymäl (vgl. Jsb. 1912,14,149); bespr. von M. Gaben,
Rev. germ. 10,219. — A. Noreen, Värt spräk, h. 13—16 (vgl.
Jsb. 1909,14,83; 1910,14,90; 1911,14,97); bespr. von A. Geb-
hardt, Litbl. 35,50 — 51. — A. Noreen, Gesch. der nord. spr.
(vgl. Jsb. 1913,14,68); bespr. von -bh-, Cbl. 65,513.
Tl. Literaturgeschichte.
1. Westnordische literatur.
aj Eddalieder.
195. A. Le Roy Andrews, Cid norse notes, MLN. 29,
135 — 136. — handelt über Gripisspä.
196. Edda. Die lieder des codex regius nebst verwandten
denkmälern hrsg. von Gustav Neckel. Heidelberg 1914. I. text.
331 s. = Germanische bibliothek hrsg. von W. Streitberg, zweite
abt. Untersuchungen und texte. neunter band. — bespr. von
A. Heusler, DLz. 35,2609—2613.
197. G. Neckel, Untersuchungen zur Eddakritik I. Beitr.
40,48 — 80. — beschäftigt sich in diesem teil seiner Untersuchungen
mit orthographisch-lautlichen beobachtungen. ausführlich werden
die vokale der neben.silben, 7( (o) und i (e) in endungen und ab-
leitungen behandelt. — vgl. Jsb. 1912,14,163.
198. A. Bugge, Arnor Jarlaskold og det forste kvad om
Helge Hundingsbane. Edda 1914,350— 380. — Helge Hundings-
bane des Eddagedichtes ist mit dem könig Magnus dem guten
identisch, der streit Helges mit Hoddbrodd, seine fahrt nach dem
land der Grammarssöhne und die schlacht beim Erekastein ist
eine politische Umschreibung des kampfes Magnusens mit Svein
Ulfsson, seines zuges nach Vendland und der schlacht auf der
Lyrskogerheide. vf. des gedichtes von Helge H — e ist Arnor
Jarlaskold. abfassugszeit 1046.
199. Björn M. Olsen, Til Eddakvadene. Arkiv 31,52—95.
II. Til Hävamäl. — textkritische bemerkungen und erklärungen
zu vielen versen in Hävamäl. die verse 36 — 37: Bu er hetra^
J>oit litit se sind zu lesen: Bcen es hetra M, '^ot litit se. andere
XIV. 71. Literaturgeschichte. 25
ausführlich besprochene verse sind: 41, ^~^; 53; 66,*~^; 69; 73;
74; 107; 136; 137; 139; 151,^ und 1521-3 in Bugges ausgäbe.
bj Skalden und rimur.
200. Den norsk-islandske skjaldedigtning udgiven af
kommissionen for det arnamaguaeauske legat ved Finnur Jönsson.
II. band, 1. h. A. Tekst efter händskrifterne. B. Rettet tekst
med tolkning. 212 und 228 s. K0benhavn og Kristiania, Gyldeudal.
forts. von Jsb. 1912,14,171.
201. Birger Nerman, Om adilsstrofens äkthet och upprepning
inom Ynglingatal. SNF. 1914,V,1.
202. Anders Grape och Birger Nerman, Ynglingatal I — IV.
= Uppsala universitets ärsskrii't 1914, = Meddelanden fran nor-
diska seminariet utgivna av Adolf Noreen 3. Uppsala 1914.
135 s. — enthält, außer der an ihrer stelle verzeichneten biblio-
graphie der literatur vom Ynglingatal, I. text der hs. diplomatisch
wiedergegeben; II. Paleographischer kommentar nebst 4 photo-
graphischen tafeln; IV. Metrik des Ynglingatals.
cj Saga,
a) Islendingasaga und verwandtes.
203. Islandica. an annual relating to Iceland and the Fiske
Icelandic collection in Cornell university library, vol. VII The
story of Griselda in Iceland by Halldör Hermannsso n. Ithaca,
N. Y. 1914. XIV -4" 48 s. — im gegensatz zu früheren heften
von Islandica ist dieses heft keine bibliographie, sondern enthält
teils eine literaturgeschichtliche studie über die Griselda-sage auf
Island; teils werden einzelne texte — poesie und prosa — mit-
geteilt. — bespr. von Sigfus Blömdal, NTfBB. 386—387.
204. La Laxdsela saga. Legende historique islandaise.
traduite du vieux norrois avec une carte, une introduction et des
notes par Fernand Mosse. Paris, Librairie Felix Alcan. 1914.
— durch diese arbeit ist die französische Übersetzungsliteratur isl.
sagas um einen wertvollen band bereichert worden, die Über-
setzung schließt sich sehr nahe an den grundtext an und gibt in
verdienstvoller weise den geist, das leben und das historische
milieu wieder, welche die Laxdsela-saga kennzeichnen, die ein-
führung enthält eine darstellung von der entstehung, der kompo-
sition und der Überlieferung der saga und gewährt einen vorzüg-
lichen einblick in die damaligen Verhältnisse der saga-insel. der
wert der Übersetzung wird durch die am ende beigefügten er-
läuterungen erhöht. — bespr. von G. F., Skirnir 88,436 — 437.
'26 XIV. Nordisch.
ß. Konungasaga — annalen.
205. H. Gering, R<jgnvaldr und Ermingerdr in der Orkn.-
saga. ZfdPh. 46,1—17. — vgl. Jsb. 1911,14,160. — erwiderung
auf P. Jönssons einwände in 'Sagaernes lausavisur' (Aarb. f.
oldk. og. bist. 1912, s. 53 — 57) und in 'Rcjgnvald jarls jorsalfserd'.
(Eist, tidskr.-dansk 8. r. 4,151—165.)
206. Halvdan Koht, Norsk historieskriving under kong
Sverre, serskilt Sverre-soga. Edda 1914,11,67 — 102. — I. Upp-
take til konge-sogene. II. Koss Sverre-soga vart ihopsett, III. To
former av Sverre-soga.
207. Halvdan Koht, Die geschichtsauffassung der nor-
wegischen könig-sagas. Geisteswiss. 1,593 — 596.
208. Sigurdur Nor dal, Om Olof den helliges saga. en
kritisk unders0gelse. diss. K0benhavn, Gad. 1914. 204 s.
209. Sigurdur Nor dal, Orkney inga saga udgivet for sam-
fund til udgivelse af gammel nordisk litteratur. K0benhavn,
S. L. M0]ler. 1914. 2.h8efte. kap. 56—108. Fall Sveins Asleifar-
sunar. — forts. zu Xsb. 1913,14,112.
y) Foroaldarsaga.
210. A. Leroy Andrews, Studies in the FornaldarsQgur
Nodrlanda. II. The Hervarar saga. — vgl. Jsb. 1913,14,115. —
Modern philology 11,363 — 378. Studien über die verschiedenen
handschriften der saga.
211. 0. Klockhoff, Nya studier öfver pidreks saga af
Bern. Arkiv 31,156 — 213. — gibt einige bemerkungen zu den
handschriften Cod. Holm. 4 fol. und zu dem prolog, erörtert ferner
die frage nach der Originalität der saga und weist nach, daß die
J>idrekssaga keine Übersetzung sein kann, mit dem prologe verhält
69 sich ganz anders, über die komposition der saga hat sich vf,
ausführlich geäußert sowie über die Umarbeitung der Vilkina und
Velentsagas.
212. Die rrid|jj(')f ssaga in ihrer Überlieferung untersucht
und der älteren fassung kritisch hrsg. von Gustaf Wenz.
CXXXVIII + 44 s. Halle a. S. 1914.
213. Vikingasaga um Herferdir vikinga frä, Nordurlöndum
eptir Jon Jönsson. fyrsta hefti. Reykjavik 1914. — I. Inn-
gangsord. II. Frä Nordurlöndum fyrir vikinga-öldina. III. Yvirb't
yfir sögu vikingaaldarinnar.
213 a. Thule, Altnordische dichtung und prosa. hrsg. von
Felix Niedner. 5. bd.: P. Hermann, Die geschichte von dem
starken Grettir, dem geächteten, mit 8 ansichten und einer karte.
XIV. yi. Literaturgeschichte. 27
252 s. — 6. bd.: R. Meißner, Die geschichte von den leuten aus
dem Lachswassertal. mit 2 beilagen. 232 s. Jena, E. Diederichs.
1913. — 9. bd.: F. Niedner, Vier skaldengeschichten (Geschichte
von Gunnlaug Schlangenzunge, die skalden Björn und Thord,
Kormak der liebesdichter, Hallfred der königsskalde). 265 s. —
12. bd.: G. Necke 1, Sieben geschichten von den Ostland-familien.
161 s. — 4. bd.: A. Heusler, Die geschichte vom weisen Njal.
mit einer karte. 390 s, — 10. bd,: W. H. Vogt und Fr. Fischer,
Fünf geschichten aus dem westlichen Nordland (die leute aus dem
Seetal, Finnbogi der starke, Thord und sein ziehson, der durchtriebene
Ofeig, Thorhall biermütze). mit einer Übersichtskarte. 324 s.
Jena, E. Diederichs. 1914. — allen diesen mustergültigen Über-
setzungen altisl. Schrifttums sind orientierende einleitungen beige-
geben, die in mehr oder minder ausführlicher weise über den in-
halt der übersetzten dichtung, ihre entstehung und Überlieferung
sowie über die umweit unterrichten.
dj Gelehrtes alt isländisches Schrifttum.
214. Alfraedi Isleuzk udg. ved N. Beckman og Kr. Kä-
lund, Islandsk encyklopedisk litteratur. II. RimtQl. udgivet for
samfund til udgivelse af gammel nordisk litteratur. K0benhavn,
S. L, M0ller. 1914. enthält: Rim. I nebst drei ergänzungen.
Rim. II 1—146. — vgl. Jsb. 1911,14,169.
e) Verschiedenes.
215. Jon Jönsson, Aett Haralds hilditannar. Arkiv 31,
26 — 46.
216. Fredrik Pasche, St. Michael og hans Engle. en studie
over den seldre katolske skjaldedigtning, draumkvsedet, og seerlig
sölarljod. Edda 1914, s. 19—74.
2. Schwedische literatur.
217. Ragnar Alvin, Abraham Sahlstedt. Lund, Gleerup.
1914. inaug.-diss. — Sahlstedt ist einer der vielseitigsten und
fleißigsten Verfasser des achtzehnten Jahrhunderts, er hat eine
menge werke über Sprachwissenschaft, literaturkritik, national-
Ökonomie und politik geschrieben, am meisten bekannt ist er als
grammatiker und seine schwedische grammatik wurde lange zeit
bei dem Unterricht benutzt.
218. Sverker Ek, Hercules och företalet tili gambla swea-
och göta-mäles fatebur. Svenska studier s. 327 — 334. — vgl.
nr. 224.
219. Mathias Feuk, Frödings Corydon tili Chloe. SpoSt
1914, s. 235—243.
28 XIV. Nordisch.
220. Otto von Friesen, Hvem var Skogekiär Bärgbo?
Svenska studier 1914, s. 335 — 346. — eine stilistisch-literarische
Studie über die identität des pseudonyms iSk. Bärgbos mit Gustaf
Rosenbane. — vgl. nr. 228.
221. Arvid Hultin, Bidrag tili litteratur- och lärdoms-
historien i Finland. nägra anteckningar frän perioden 1640 — 1720.
Förh. och. Upps. Helsingfors 1914. s. 1 — 66.
222. E. A. Karlfeld t, Lasse Lucidor. 131 s. med illustra-
tioner frän dätidens Stockholm efter Erik Dahlbergs original-
teckningar, Stockholm, Norstedt. 1914.
223. Konung Gustaf den förstes registratur utgivet af
riksarkivet genom Joh. Ax. Almquist. Sthlm. 1914. IV-}- 738 s.
— 272 briefe des königs Gustaf Wasas aus dem jähre 1558 nebst
einem regestenauszug aus etwa acht hundert anderen, verlorenen. —
bespr. in Svensk h. t. 1914, s. 135 — 137.
224. Hjalmar Lindroth, Stiernhielms Hercules, en dikt-
monografi. Lund 1913. IV -[- 350 s. — vgl. nr. 218.
225. Johan Nordström, Hvemhar skrifvit Bröllopps Beswärs
Ihogkommelse? Samlaren 1914, s. 71 — 229. — vf.s ergebnisse
sind zweifellos richtig, die sprachliche beweisfühi'ung aber wenig
überzeugend.
226. Johan Nordström, Vär äldsta svenska hexameterdikt.
ett litet bidrag tili den svenska vorsens historia. »Samlaren 1914,
s. 230 — 232. — Georg Stiernhielm — 'Den svenska skalde-
konstens fader' — ist nicht der erste schwed, hexameter-dichter;
schon 13 jähre vor seinem 'Hercules' erscheint ein hochzeitsgedicht
in guten hexametern.
227. Erik Noreen, Om 'Sju vise mästare' pä fornsvenska.
Samlaren 1914, s. 67 — 70.
228. Einar Sundström, Studier över Skogekär Bärgbo. diss.
Uppsala 1914. XI, 130 s. — enthält einen beitrag zur frage nach
der identität Gustaf Hosen haue s mit dem pseudonym Skogekär
Bärgbo nebst einigen bemerkungen und kommentaren zu 'Wenerid',
sprachlichen und literarischen inhalts. — vgl. nr. 220.
229. Samlade dikter av Lucidor utgivna av Fr. Sand-
wall, 1 h, = Svenska författare utgivna av svenska vitterhets-
samfundet. IV. Sthlm. 1914. 320 s.
230. Samlade skrifter af Olavus Petri utgifna af Sveriges
kristliga studentrörelses förlag under redaktion af Bengt Hessel-
man. med ett förord af Harald Hjärne och Ktteraturhistoriska
inledningar af Knut B. Westman. 1 bd. XXXI,558 s, Upp-
sala 1914. — erster band einer publikation der sämtlichen werke
des reformators Olavus Petri, die Schriften aus den jähren
1526—1528 enthaltend.
XIV. VI. Literaturgeschichte. 29
231. Samlade skrifter av Erik Johan Stagnelius utgifna
af Fredrik Book. f ernte delen. kommentar. 2 h. = Svenska
författare utgifna af svenska vitterhetssamfundet III. Stockholm,
Bonnier. 1914. (s. 207—208) s. 101—281.
232. Then swänska Argus utgifven af B. Hesselman och
M. Lamm, andra delen. = Svenska författare utgifna af svenska
vitterhetssamfundet. I. Stockholm, Bonnier. 1914. 498 s.
233. H. Schuck & K. Warburg, Illustrerad svensk litte-
raturhistoria. 2 omarb. och utvidg. uppl. d. 4. h. 1. 48 s. 4 pl.
Stockholm, Geber. — angezeigt von 0. Wieseigren, Edda 1914,
s. 213—214.
234. E. Wrangel, Staffan stalledräng i ord och bild.
Svenska studier 1914, s. 257 — 277. mit 4 abbildungen.
3. Dänische literatur.
235. Just Bing, Holbergs 'Vir perillustris'. MoM. 1914,
s. 14—23.
236. H. Brix, Johannes Ewald. X^benhavn, Gyldendalske
boghandel. 1913. — gelobt von J. Ealbe-Hansen in DSt. 1914,
s. 150—152.
237. 0. James Campbell, jr., The comedies of Holberg.
Cambridge, Harward university press. 1914. 363 s. — eine
Holbergmonographie, besonders wird H.s Verhältnis zu England
hervorgehoben. Holberg sei viel mehr von der englischen lite-
ratur beeinflußt worden als man bis jetzt angenommen hat. —
gelobt von Chr. Christiensen, DSt. 160—162.
238. Besprechungen von in früheren Jahrgängen verzeich-
neten Schriften. A. Le Roy Andrews, Halfssaga (vgl. Jsb. 1909,
14,148); bespr. v. W. Ramisch, AfdA. 36,139—142. — Det
Arnamagn. haandskrift 81a fol. (vgl. Jsb. 1913,14,114); bespr.
V. A. Gebhardt, Litbl. 35,193. — W. A. Craigie, The icel.
sagas (vgl. Jsb. 1913,14,106); bespr. v. E. Mogk. v. W. H. Vogt,
DLz. 35,228—229. v. F. Jönsson, NTfFil. 4. r., 2,126—127. —
Edda übertr. von Genzmer (vgl. Jsb. 1913,14,87); bespr, von
R. Findeis, ZföG. 65,511 — 514. v. Finnur Jönsson, Arkiv 30,
27 — 29. — Die geschichte von den leuten aus dem Lachswassertal
übertr. v. R. Meißner (vgl. Jsb. 1913,14,108); bespr. v. H. Nau-
mann, DLz. 35,1830 — 1831. — Grönländern. Fär. gesch. übertr. v.
E. V. Mendelsohn (vgl. Jsb. 1912,14,181); bespr. v. A. Geb-
hardt, DLz. 35,1374—1375. bespr. Archiv 131,240. — H. Gün-
tert. Über altisl. berserkergeschichten (vgl. Jsb. 1912,14,203);
bespr. V. J. C. Poestion, Allg. Litbl. 23,33. v. W. Ramisch,
DLz. 35,1765—1766. — J. W. Hartmann, The G^ngu-Hrolfs-
30 XIV. Nordisch.
saga (vgl. Jsb. 1013,14,107); bespr. von -bh-, Cbl. 65,1326. von
Aug. Gebhardt, ZfdPh. 46,121—122. v. F. Jöusson, NTfFil.
4. r., 2,124 — 125. • — K. Hildebrand, Die lieder der älteren
Edda (vgl. Jsb. 1912,14,164); bespr. von R. C. Boer, Museum
21,255—256. — C. F. Hof k er, Die Fostbroeclrasaga (vgl. Jsb.
1908,4.179); bespr. v. G. Neckel, AfdA. 37,14—20. — Den
norsk-islandske Skaldedigtning udg. ved F. Jönsson (vgl. Jsb.
1912,14,171); bespr. v. -bh-, Cbl. 65,1143—1144. von A. Geb-
hardt, Litbl. 35,51 — 52. — E. Olson, Yngvarssaga vidforla usw
(vgl. Jsb. 1912,14,199); bespr. v. W. H. Vogt, DLz. 35,1443— 1444.
— Peder Palladius, Danske skrifter. udg. f. univ. jubilseets
danske samfund av Lis Jacobsen (vgl. Jsb. 1912,14,208); bespr.
V. J. Br0ndum-]Srielsen, Arkiv 31,106— 111. — E. Sievers, Zur
technik d. wortst. in d. Eddal. (vgl. Jsb. 1909,14,125); bespr. v.
J. Ries, AfdA. 36,129—132. — Sturlunga saga (vgl. Jsb. 1911,
14,154); bespr. v. S. Nordal, Arkiv 31,111—114. — E. Wilken,
Die pros. Edda (vgl. Jsb. 1912,14,201); bespr. v. R. C. Boer,
Museum 21,326—27. v. E. Mogk, Anglia beibl. 25,99—101.
v. J. Amsdorff, BfGw. 50,460—461. v. Poestion, Allg. Litbl.
23,390. V. W. Ramisch, DLz. 35, 1956—1957.
TU. Yerslehre.
239. Johan Götlind, Ar den fria versen poesi eller prosa?
SpoSt. 1914, s. 218 — 227. — zur frage: was ist poesie und was
ist prosa?
240. Yngve Ling-Lander, Adverbiell placering av attribut
i akademisk 1700-talsvers. SpoSt. 1914, s. 40—86.
241. L. Fr. Läffler, Om nägra underarter av Ijödahättr.
bidrag tili den fornnorsk-fornisländska versläran och tili textkritiken
av Eddasängerna, tillika en studio över Hattatals strof 101.
3 forts. SNF. 1914, 95 + VII s.
242. Josua Mjöberg, Nägot om nutida svensk rimkonst.
Svenska studier 1914, s. 242—256.
243. Marius Kristensen, Til Johannes Ewalds orlogssang.
metrische Studien über Ewalds lyrik. DSt. 1914, s. 97 — 103.
244. Otto Sy Iwan, Studier i svensk värs. Göteborg 1914. 28 s.
Vm. Götter- und heldensage.
245. Hilding Geländer, Lokeproblemet. erwiderung auf
Axel Olriks einwände in DSt. 1912, s. 90—95. DSt. 1914,
65 — 88. nachtrag von Axel Olrik ibdm. s. 88 — 93. — vgl. Jsb.
1911,14,196.
XIV. IX. Volkslied und Volksmusik. 31
246. Ludvig Sjöberg, En Odensägen frän Blekinge. FoF.
1914, s. 175—176.
247. C. W. V. Sydow, Jätten Hymes bägare. FoF. 1914,
s. 113—150.
248. Wolf von Unwerth, Ottiun und Rota. PBB. 39,
218 — 221. — zur frage nach der Identität Odinns mit dem lappi-
schen totengott Rota.
249. Besprechungen von in früheren Jahrgängen ver-
zeichneten Schriften. Finnur Jonsson, Godafrsedi Nordmanna usw.
(vgl. Jsb. 1913,14,141); bespr. von Henrik Ussing, Skirnir 88,
321 — 324. — W. V. Unwerth, Totenkult und Odinsverehrung
(vgl. Jsb. 1911,14,194); bespr. v. E.Hellquist, Arkiv 30,124— 128.
IX. Tolkslied und Yolksmusik.
250. Josef Andersson, Nägra kontradanser frän 1700-talet.
FoF. 1914, s. 96—100.
251. Danske viser fraAdelsviseb0gerogflyveblade 1530 — 1630,
udgivne af H. Grüner Nielsen, med ordbog af Marius Kristensen.
udgaven bekostet af O. A. Hagemann. 2. bind, episke viser.
udgivet af Det danske sprog- og litteraturselskab. K0benhavn,
Gyldendal. 1914. 284 s. textabdruck von 77 liedern. — vgl.
Jsb. 1912,14,237.
252. Catharinus Elling, Vore kjsempeviser, belyst fra musi-
kalisk synspunkt. [Videnskapsselskabets skrifter. IL Hist.-filos.
klasse 1913, nr. 4.] Kristiania, J. Dybwad. 1914. — anerkennend
bespr. V. H. Grüner Nielsen, DSt. 1914, s. 188—193.
253. Finnur Jönsson, De islandske folkeviser. Aarb. 1914,
s. 1 — 62. — Studien über 'islenzk fornkvsedi', d. h. über die Volks-
lieder Islands, zuerst von Gissur Sveinsson im jähre 1665 aufge-
zeichnet, diese Volkslieder sind im hohen grad bes. von dänischen
Volksliedern beeinflußt — zuweilen nur Übertragungen.
254. Knut Liest0l, Sogegrunnlaget for ei islendsk folke-
vise. MoM. 181 — 199. — das Volkslied Bjarnasona-kvsedi hat
einen geschichtlichen hintergrund: 'Drepinn Jon dröttning', Konunga-
sögur s. 213.
255. Magnus Olsen, Til Bjarnasona-kvsedi. — tillseg til
K. Liest0l, Sogegrunnlaget for ei islendsk folkevise. MoM. 1914,
s. 181 ff. — MoM. 1914, s. 2C0— 203.
256. Skrifter utgifna af svenska litteratursällskapet. 7:7:2.
1500- och 1600-talens visböcker utgifna af Adolf Noreen och
J. A. Lundell. VII. k. bibliotekets visbok i 4**. 2:a haftet.
üppsala 1913. s. 323—370. s. 77—154 der hs., 20 lieder.
32 XIV. Nordisch.
X. Volkskunde.
257. 8am. Ander sson, 'Dyngdansen'. ein fruchtbarkeitg-
ritus aus dem kirchspiel Näshulta, Södermanland. FoF. 1914,
s. 103—109.
258. Job. Boetliius, Sägner m. m. Iran Orsa. = Medde-
landen fr. Dalarnes fornminnesförening II. Sthlm., Norstedt. 1914.
259. F. J. E. Eneström, Finvedsbornas seder och lif. med
50 afbildningar. 2 uppl. Stockholm 1914. 269 s. — bespr. in
Fatabureu 1914, s. 189—190.
260. H. F. Feilberg, Sjseletro. — in Danmarks folkeminder
nr. 10. 8". 218 s. enthält: I. Sjaeletro, D0dsriget. II. Til-
givelse. III. Graven. Den d0des Bolig. IV. Et Blad af Afguds-
billedernes Historie.
261. Jan Half vordssons uppteckningar. utgivna av Gunnar
Freudenthal. SvLm. 1914, h. 5. s. 46—68. — *Stampa-Jans'
aufzeichnungen in Dalboer mundart von riesen, spukgestalten, wald-
gespenstern, hexen, wald- und seeabenteuern, aberglauben aller art.
262. Herman Geijer, En gosses märkvärdiga upplevelser,
en berättelse om djävulsanfäktelser och trolldom i Dalarme under
1890-talet. SvLm. 1913, s. 99—148. — geschichte eines Schu-
machers, der mit dem teufel im streit gewesen, aber heil davon-
gekommen ist.
263. Emil Herlenius, Bläkullafärder i nittonde ärhundradet.
SvLm. 1913, s. 143—144. — ergänzung zu Jsb. 1912,14,251.
264. M. Hörlen, Gamla seder och bruk frän södra Ingel-
stads härad. 215 s. Ystad 1914.
265. Pehr Johnsson, Sägner frän nordöstra Skäne. SvLm.
B9, 1913, s. 1 — 90. — erzählungen geschichtlichen inhalts, von
gespenstern und riesen, von Jerusalems Schumacher, Spukge-
schichten und aberglauben aus den bezirken Göinge, Willand,
Gärd und Albo in Schonen.
266. Jonas Jönasson, Nokkur ord um J)jödtrü og {»joctsidi
islendinga. Skirnir 88,116—127.
267. C. A. Lindstam, Folktro och annat frän Bohuslän.
SvLm. 1914. h. 5. s. 69 — 93. — von Vorzeichen, sitten und
gebrauchen des jahres, von ehe und kindern, von krankheiten,
vom alp u. dgl. m.
268. Nils Lithberg, Gotländska sägner om 'Bysen'. volks-
erzählungen aus Gotland. FoF. 1914, s. 78—89.
270. Jan Petersen, Overtro fra Gravhaug. MoM. 1914,
106 — 109. — anläßlich der grabfunde aus Storedal, Norwegen,
XIV. XI. Urgeschichte und altertumskunde. 33
erinnert P. an die aus der Gisle Sursson-saga [kap. 14, 17] be-
kannte sitte, helschuhe an die füssen des toten zu binden, damit
er nicht umgebe.
271. N. E. Ritzen, Ur öfre Ädalens folklif medio af 1800-
talet. Uppteckningar, Sollefteä. 1913. 123 s.
272. Georg .Sverdrup, Kamp mellem Vaetter. MoM. 1914,
s. 24—31.
273. The tolff sibyllers spädomar, som mänge undersamme
händelser ifrä werldennes begynnelse in til enden tilkenna gifwa.
Stockholm 1914. 96 s. — neudruck der ausgäbe aus dem jähre 1620.
274. Schon früher verzeichnet: Tobias Norlind, Svenska
allmogens lif i folksed (vgl. Jsb. 1912,14,246): bespr. v. M-nd-r,
FoF. 1914, s. 46—48.
XI. Urgeschichte und altertumskunde.
275. Oscar Almgren, Nägra svensk-finska stenlldersproblem.
mit vielen figuren und zwei karten im texte. ATS. 1914, s. 1 — 78.
— 1. Finsk import tili mellersta S vorige under stenälderns sista
tid. — 2. Bätyxkultur och boplatskultur. — 3. Boplatskeramikens
Ursprung. — 4. Skifferfrägan. — 5. Rasproblemet.
276. 0. Almgren, Die ältere eisenzeit Gotlands. nach den
in statens historiska museum, Stockholm, aufbewahrten funden
und ausgrabungsberichten. Zeichnungen von 0. Sörling. holz-
schnitte von E. Hansen und W. Meyer, h. 1. ij -I- 56 s. 20 pl.
Stockholm 1914.
277. Oscar Almgren, De pägäende undersökningarna om
Sveriges första bebyggelse, Fornvännen 1914. s. 1 — 16. — durch
sorgfältiges materialsammeln und durch die archäologische Unter-
suchung der verschiedenen landschaften durch mehrere forscher
ist die Chronologie der ältesten besiedeluug Schwedens ziemlich
genau festgestellt worden, die bisherigen ergebnisse sind etwa
folgende: die früheste besiedelung hat an der küste des meeres —
in Blekinge, im bezirk Kalmar — oder an der küste eines
größeren Binnensees — in Väster- und Ostergötland — schon
während der ältesten Steinzeit stattgefunden, von der küste aus
verbreiteten sich die wohnplätze in das innere des landes; während
der steinkistenzeit ist die ganze provins besiedelt worden, in diese
zeit fällt der Übergang der fischer- und Jägerstämme zum acker-
bau — zuerst in Schonen, die küstenplätze hören in der mitte
der ganggräberzeit auf. eine neue kulturform tritt auf, die durch
bandkeramik, gut geformte Steinäxte und durch einzelgräber aus-
gezeichnet ist. — auf Gotland schließen sich die wohnplätze der
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) II. Teil. 3
34 XIV. >'ordisch.
ganggräberzeit nicht unmittelbar an die alten uferbesiedlungen an,
sondern finden sich auf neubevölkerten gebieten, in Östergöt-
land ist die ackerbaukultur im westen sehr alt. die eigentüm-
liche wohnplatzkeramik stammt aus der schonisch-dänischen kera-
mik, und diese kultur ist nicht vom osten her gekommen; die
ältesten werkzeugstypen gehören nämlich der skandinavischen halb-
insel an, und die Werkzeuge sind meistenteils aus einheimischem
schiefer gemacht, die wohnplatzkultur in Ost-Schweden ist ur-
sprünglich und mutterkultur der nahe verwandten in Nord-
Skandinavien, Nordost-Pinland und Nord-Rußland.
278. T. J. Arne, La suede et l'Orient. etudes archeoio-
giques sur les relations de la Suede et de l'Orient pendant l'äge
des vikings. these pour le doctorat. Uppsala 1914. 240 s.
279. Erik Brate, Vanerna. en mytologisk undersökning. =
Svenska humanistiska förbundets skrifter. XXI. Sthlm. 1914. 32 s.
280. G. Cederschiöld, Var brändes Olav Trätälja euligt
YngUngatal? NoB. 1914, s. 29—35.
281. Carl M. Fürst, Skelettfjmd frän stenäldersgravar i
Nerike samt nägot cm vär stenäldersbefolknings sjukdomar och
äkommor. mit vielen abbildungen. Fornvännen 1914, s. 17 — 31.
282. Finn Jönsson, Hvar er Lögberg hid forna? Skirnir
88,51 — 72. — zur viel umstrittenen frage nach der lokalität des
alten Logbergs.
283. T. E. Karsten, Svenskarnas bosättningar i Finland.
FoU. Helsingfors 1914, s. 72 — 146. 6 figuren. I. Stamfrändskap.
— Förhistoriska tidsäldrar. — Rasegenheter. IL Ortnamnen:
namnet 'Finland'; natur-och kulturnamn. III. Minnen av forn-
nordisk gudatro i Finland.
284. Oluf Kolsrud, To hittil ukjendte hov i L0ten. MoM.
1914, s. 95 — 100. mit einer karte über L0ten.
285. Nils Lithberg, Gotlands stenälder. akadem. afhand-
ling. Stockholm 1914. VI + 143 s. 191 abbildungen und 8 karten
sind dem buche am ende beigefügt.
286. Oscar Montelius, Boning, grav och tempel. ATS.
del 21, nr. 1, s. 1—192.
287. Birger N er man, Svärges älsta konungalängder som
källa f'ör svensk historia. Uppsala 1914. 31 s.
288. Eskil Olsson, Översikt över de fasta fornlämningarna
i Angermanland. Fornvännen 1914, s. 49 — 80. — die bis jetzt
bekannten wohnplätze in Angermanland sind drei; sie finden sich
in Overveda im kirchspiel Nordingrä, in Barksjö im kirchspiel Ed
und in Vängel im kirchspiel Fjällsjö und stammen alle aus der
XIV. XII. Kulturgeschichte. 35
jüngeren Steinzeit, aus der bronzezeit stammen die bemerkens-
werten felsenritzungen auf den klippen des Nämnforsen im Anger-
mannafluß, stein- und erdhügel sind die wichtigsten altertums-
denkmäler Angermanlands, sie sind sehr zahlreich, etwa 500 stein-
hügel, die erdhügel sind ebenso zahlreich. — Angermanlands stein-
kreise gehören einer späten zeit an.
289. Nils Aberg, Kalmar läns stenälder. 59 s. = Medde-
landen frän Kalmar läns fornminnesförening. 7. 1914.
290. H. Schiefer, Waffenstudien zur Thidrekssaga, — vgl.
Jsb. 1912,14,262. — bespr. v. A. Gebhardt, ZfdPh. 46,119—121.
— F. Jönsson, NTfFil. 4. r., 2,125.
XII. Kulturgeschichte.
291. A. Clement, Sort salt. DSt. 1914, s. 104—118.
292. Hj. Falk, Vore Forfaeders Haeropstilling. MoM. 1914,
s. 76—84.
293. Otto V. Friesen, Gustaf Rosenhanes respublica gla-
cialis. Fataburen 1914, s. 193 — 222. — ein wertvoller beitrag zu
der schwedischen ethnographie und kulturgeschichte des 17. jahrhs.
294. Vilhelm Gr0nbech, Pteligionsskiftet i Norden, Kbhn.,
Gyldendal. 1913. — teilweise anerk. bespr. von H. Ussing, DSt.
1914, s. 179—181.
295. P. Herrmann, Island, das land und das volk. Leipzig,
Teubner. 1914. (aus Natur und geistesvvelt 461.) — bespr. von
F. Boehm, ZfVk. 24,432.
296. Ludvig Larsson, Runstenen i Växjö domkyrka — ock
Gunnar Gröpe? Svenska studier 1914, s. 128 — 136.
297. Sune Lindqvist, Ramsundsbron vid Sigurdsristningen
och en storbondesläkt frän missionstiden. Fornvännen 1914,
s. 203—230.
298. Oskar Lundberg och Anders Grape, Byar och bönder
i Alunda för 600 är sedan. = Upplands fornminnesförenings tid-
skrift, bd. 7. s. 106 — 148. — es finden sich wichtige Urkunden
über das kirchspiel Alunda, Uppland, von anfang des 14. Jahr-
hunderts, u. a. ein 'markegäldsförteckning' aus dem jähre 1312 in
lat. spräche, das einen guten einblick in die Verhältnisse des ortes
gewährt; besonders über die dörfer und bauern und ihre besteuerung
werden genaue angaben mitgeteilt, kulturgeschichtlich ist die Ur-
kunde von großer bedeutung.
299. Oscar Montelius, Svenska runstenar om färder österut.
Fornvännen 1914, s. 81 — 124. — ein beitrag zur geschichte der
Wikingerzeit, die beziehungen zwischen Schweden und den ländern
3*
36 XIV. Nordisch.
jenseits der Ostsee sind während der Wikingerzeit besonders leb-
haft, vf. gibt die erzählung der Nestorchronik wieder, die von
der gründung des russischen reiches durch Schweden künde bringt;
ferner einen bericht über mehr als 80 runeninschriften aus Upp-
land, Södermanland, Väster- und Östergötland, aus Got-
land und Oland, die von fahrten nach dem osten, nach Finland,
Gardarike, Serkland und Jursalir melden, mehr als 20 steine
erwähnen den heerzug nach osten, den der vornehme häuptling
Ingvar machte.
300. Martin P:n Nilsson, Aarets folkelige fester. auto-
riseret oversaettelse fra forfattarens manuskript ved Fr. Birket-
Smith. kl. 8". 63 s. K0benhavn, Gyldendal. 1914.
301. Helge Rosen, Phallosguden i Norden. AT8. 1914,
del 20. s. 1 — 24. — weist nach, daß noch vor kurzer zeit bei
den Lappen eine sehr primitive form von Phalloskultus vorhanden
war, wo der priapus selbst statt seines trägers verehrt wurde, zum
beweis vergleicht er die bekannte stelle im Flateyarbuch,
Volsapattr, mit einer bis jetzt unbeachteten anekdote in Mors-
kinskinna: gorjn garp um hestrepr — die sich auf einen primi-
tiven Phalloskultus beziehen müsse. daß ein stark entwickelter
Phalloskultus auch im Norden heimisch gewesen ist, beweisen die
vielen geschickt gemachten Phallosbilder, die jüngst in der erde
gefunden worden sind.
302. 8tan. Rozniecki, Varsegiske minder i den russiske
heltedigtning. diss. K0benhavn 1914. 307 s. — gelobt von
J. R. Aspelin, Finskt museum XXI,44.
303. Josef Sand ström, En gilleurkund frän medeltidens
slut. NoB. 187 — 194. — gibt an der band einer gildeurkunde aus
dem jüngeren mittelalter einen beitrag zur geschichte des gilde-
wesens im kirchspiel vSvinnegarn, Uppland.
304. Otto S}' Iwan, Pyrtiotalets Student. Stockholm, Bonnier.
1914. 261 s. — eine zusammenfassende darstellung der gedanken-
strömungen und ansichten, welche die Universitätsjugend in den
vierziger jähren beherrschten, in der zeit, wo die Studentenpolitik
ihre goldene periode hatte: 'die zeit des Skandinavismus'.
305. Vilhelm Gr0nbech, Vor folketet. — vgl. Jsb. 1912,
14,266. — bespr. von H. Ussing, DSt. 173—179.
306. F. Niedner, Islands kultur zur W^ikingerzeit. mit
24 ansichten und 2 karten. Jena, Eugen Diederichs. 1913. =
einleitungsband zu Thule. altnord. dichtung und prosa. 188 s.
— der 1. teil umfaßt das isländische Volkstum, im ersten kapital
gibt vf. eine geographisch-historische einleitung, das 2. kap. be-
XrV. XIII.— XV. Allg. Staats- u. veiwaltungsgeschichte usw. 37
faßt sich mit dem neuisl. volk, das 3. kap. behandelt die her-
kunft der Isländer, das 4. kap. die besiedlung Islands, das 5. kap.
das altisl. alltagsleben. — der 2. teil umfaßt das altisl. heldeu-
zeitalter in folgenden Unterabteilungen: 6. der altisl. Staat, 7. die
altisl. familie, 8. das altisl. fehdewesen, 9. Eddadichtung imd
sagazeit, 10. die familiengeschichten, 11. die königsgeschichten.
12. Skaldentum und Skaldendichtung. — der 3. teil umfaßt: Islän-
dische Wikingerkultur in 13. Christentum und renaissance, 14. Snorri
Sturleson, 15. die kultur der sagas, ein register bildet den schluß
des buches. die karten sowie die 24 in tief druck ausgeführten
ansichten stehen auf der höhe der technik. — bet^pr. v. R. Find eis,
ZföG. 65,511—514.
Xni. Allgemeine Staats- und verwaltiingsgeschichte.
307. Syslumannaaßfir eptir Boga Benedikt sson ä Stadarfelli
med skyringum og vidaukum eptir Hannes porsteinsson. IV. bd.
6. h. s. 633—760. forts. zu Jsb. 1913,14,170. VI. Skaptafell-
sysla und VII. Mülasysla. Reykjavik 1914.
XIV. Rechtsgeschichte.
308. A. Heusler, Straf recht d. Isländersagas. — vgl. Jsb.
1912,14,288. — bespr. v. M. Cahen, Rev. germ. 10,85—86.
XV. Verschiedenes.
309. Diplomatarium islandicum. Islenzkt fornbrefasavn,
sem hefir inni acl halda bref og gjörninga, doma og maldaga, og
adrar skr4r, er snerta Island eda islenzka menn. gefid üt af
hinu islenzka bökmentafelagi. X,3. (1538 — 1542.) Reykjavik
1914. s. 369—751.
310. Diplomatarium Norwegicu m. Oldbreve til kunskap
om norges indre og ytre forhold usw. aktstykker vedr0rende
Norges forbindelse med de Brittiske 0er. [f0rste bind.] utgit av
Alexander Bugge. nittende samling. 2. halvdei. Kria 1914.
8^ s. 641—930. umfaßt die zeit von 1322—1412.
Justus Lundberg.
38 XV. Englische spräche.
XV. Englische spräche.
A. Allgemeines. — B. Wortschatz: 1. Wörterbücher. 2. Wortforschung.
8. Namenforschung. — C. Grammatik: 1. Gesamtdarstellungen. 2. Ortho-
episten. 3. Dialekte. 4. Lautlehre, o. Formen- und wortbildungslehre.
6. Syntax. 7. Stilistik. — D. Metrik.
A. Allgemeines.
1. E. Ekwall, Fortscliritte auf dem gebiete der englischen
Sprachgeschichte, Geisteswiss. 1,410 — 412.
2. Leonard Bloomfield, An introduction to the study o£
language. New York, Henry Holt and co. 1914.
3. ßeuzensionen früher erwähnter werke: 1. 0. Jespersen,
Growth and structure of the English language (vgl. Jsb. 1913,15,4);
bespr. von W. Franz, Idg. anz. 32,58 — 59.
B. Wortschatz.
1. Wörterbücher.
4. A New English dictionarv on historical principles, ed. by
Murray, Bradley, W. A. Craigie. Clarendon Press. Oxford. —
Sorrow-Speech (vol. IX), bespr. Athenaeum 1914,1,83, NQ. 11. ser.
9^79 — 80. Shastri-Shyster (vol. VIII). bespr. Athenaeum 1914,
1,550, NQ. 11. ser. 9,338—339. Traik-Trinity (vol. X). bespr.
Athenaeum 1914,II,G9— 70, NQ. 11. ser. 10,59.
4 a. M. Born, Nachträge zu 'The Oxford English dictionary'.
Jsb. Chamisso-schule. Schöneberg bei Berlin, 1914. 12 s. —
in diesem III. und letzten teil schließt vf. seine forschungen ab,
die nach seiner angäbe in teil I 235 titelköpfe mit 443 voll-
ständigen Zitaten und 48 Verweisungen auf nicht mitgeteilte stellen,
in teil II 237 titelköpfe mit 621 zitaten und 89 verweisen und
im jetzt erschienenen teil III: 316 titelköpfe mit 874 zitaten und
113 Verweisungen umfassen, vf. gibt seiner bewunderung für die
riesenleistung des New Oxford English dictionary ausdruck.
5. Ch. M. Hathaway jr., Notes on the 'New English dictio-
nary'. ESt. 47,473—475.
6. Chambers English dictionar3^ enlarged ed. with Supple-
ment. 1302 s. Chambers Id. Edinburgh and London.
7. Walter W. Skeat, A glossary of tudor and Stuart words.
especiallv from the dramatists. edited with additions by A. L.
Mayhew!! Oxford (H. Milford), Clarendon Press. 1914, 461 s, —
aus einer nachgelassenen Sammlung heute nicht mehr gebräuch-
licher oder in anderer bedeutung gebrauchter Wörter bei älteren
dramatikem, die Skeat angelegt hatte, hat herausgeber mit hilfe
XV. B. Wortschatz. 39
von Dr. Bradley und Mr. Simpson das nützliche werk zusammen-
gestellt, eigenes hat er nicht hinzugefügt, so daß es unter Skeats
händen, falls er noch länger gelebt hätte, wohl noch umfänglicher
ausgefallen wäre. — bespr. Athenaeum 1914,1,307 — 308. DLz.
A. Schröer, 35,807—809.
8. E. ritt gel, Specimen of the Chaucer dictionary. letter E.
Anglia 37,497—532.
9. Routledge new dictionary of the English language, ed.
by Cecil Weatherley VIII— 1039. London, ßoutledge. 1914.
10. C. Weatherley, New dictionary of the English language.
London, ßoutledge. 1914.
11. Ed. D. Price et H. T. Peek, British Empire univer-
sities modern English dictionary. new ed. Syndicate Press Co. 1914.
12. J. S. Fernald, Comprehensive Standard dictionary of
the English language. London, Funk und Wagnalls. 1914.
13. H. Sabersky, Pocket dictionary of the English and
French languages. meth. Toussaint-Langenscheidt. London, Grevel.
1914. 534 s.
14. F. H. Vizetelly, The development of the dictionary
of the English language. New York, Funk & Wagnalls. 1914.
15. E. G. A. Beckwith, Military expressions in English,
French and German. Paris, Hachette & co. 1914.
16. John S. Bumpus, A dictionary of ecclesiastical terms,
cheaper ed. London, T. W. Laurie. 1914.
17. C. N. Caspar, Technical dictionary. English-German
and German-English. 272 s. Milwaukee, C. N. Caspar & co. —
Technol. Wörterbuch, Deutsch-Englisch u. Englisch-Deutsch. 264 s.
Milwaukee, C. N. Caspar & co. 1914.
18. C. S. Goldingham, Dictionar}^ of modern novel technical
terms: Germ. -Engl, and Engl.-Germ. 164 s. H. Rees. 1914.
19. Besprechungen früher verzeichneter werke: 1. C. W.
M. Grein, Sprachschatz dsr angelsächsischen dichter (vgl. Jsb.
1913,15,19). — bespr. von A. Schröer, DLz. 35,1891/92.
2. Wortforschung.
20. Ernest Weekley, The romance of words. 260 s. Lon-
don, J. Murra3^ 1912. bespr. Academy 1914,1,364. — vf., ein
mitarbeiter des N. E. D. für die etymologie, hat in anregender
weise die Wortforschung einem größeren publikum zugänglich ge-
macht. 1. Cur vocabulary. 2. Wanderings of words. 3. Words
of populär manufacture. 4. Words and places. 5. Phonetic acci-
dents. 6. Words and meanings. 7. Semantics. 8. Metaphor.
9. Folk-etymology. 10. Doublets. 11. Homonyms. 12. Family
40 ^^ • Englische spräche.
names. 13. Etymological t'act and fiction. — ein index gibt alle
behandelten Wörter, von denen die folgenden die aixfmerksamkeit des
forschers verlangen: akimbo, anlare, branks, caulk, cocknej'^, felon,
foil, kestrel, lugger, mulligrubs, mystery, oriel, patch, petronel,
salet, sentr}', suUen, trat.
21. Auguste Hansen, Ags. Schmucksachen und ihre be-
zeichungen. eine kulturgeschichtl.-etymol. Untersuchung. diss.
Kiel 1913. 59 s. — mit umsichtiger behandlung des materials:
glossen, literaturdenkmäler, bodenfunde (deren beschreibung und
illustrationen, museen) hat vf. ihren gegenständ behandelt. 1. teil:
Kulturgeschichtlicher teil: köpf schmuck, haisschmuck, brustschmuck,
gürtelschmuck, armschmuck, fingerschmuck. 2. teil: Die einzelnen
Worte werden gegeben und zwar form, bedeutung, belege, ety-
mologie. ein index gibt alle behandelten Wörter. — vgl. Jsb.
1913,15,23.
22. Jos. Matzerath, Die altengl. namen der geldwerte,
maße und gewichte sprachlich erläutert. Bonner diss. Bonn,
Georgi. 1913. VII,128 s. — die geldwerte sind nach den ags.
quellen zusammengestellt: 1. Münzen. 2. Rechenwerte, die eine
bestimmte summe von münzwerten darstellen. 3. Geldwerte, aus-
gedrückt durch gewichtsmengen edelmetalls. B. Auswärtige geld-
werte. — vf. gibt jedesmal bedeutung, belegstellen -und wort-
geschichte.
23. H. Meyn, Beteuerungen und Verwünschungen bei Mar-
lowe, Kyd, Lj'ly, Greene und Peele. diss. Kiel 1914. 92 s.
24. Otto Funke, Die gelehrten lateinischen lehn- und fremd-
wörter in der altengl. literatur von der mitte des X. jahrhs. bis
um 1066. nebst einer einleitenden abhandlung über die Quaestiones
grammaticales des Abbo Floriacensis. Halle, Niemeyer. 1914.
XVIII,210 s. — bespr. von v. Hagen, Mtschr. 13,615; U. Linde-
löf, Neuph. mitt. 1914,187—188.
25. Herrn. Hilmer, 8challnachahmuug, Wortschöpfung und
bedeutungswandel. auf grundlage der Wahrnehmungen von schlag,
fall, bruch und derartigen vergangen dargestellt in einigen laut-
wurzeln der deutschen und englischen spräche. Halle, Niemeyer.
1914. XVII,356 s.
26. A. Heinrich, Französische Wörter und Wendungen im
Englischen. NSpr. 22,398—407. 475—479.
27. H. Lindkvist, Some old Scandinavian deposits in middle
English records, minneskrift tillägnad prof. Axel Erdmann. Upp-
sala 1913. s. 198 — 219. — nordische lehnwörter im Mittel-
englischen.
28. Etymologische und lexikalische artikel: 1. P. Knaak,
Über den gebrauch des wortes yrotesque. diss. Greifswald 1913. —
XV. B. Wortschatz. 41
2. Elizabeth Wittmann, Clipped words. Dialect notes IV;11. —
3. W. W. Skeat, Notes on English etymology. Transact. of the
philol. Society 1907—1910. part. IV,332— 354. — 4. Otto B.
Schlutter, Zur echtheit von ae. dpriUen. Anglia beibl. 38,250. —
5. Otto B. Schlutter, Weitere beitrage zur ae. Wortforschung.
Anglia 38,512 — 5 IG. — ae. andbita und andbeorma. — ae. beald-
lice 'bald'. — ae. bewrltan 'zeicben machen um etwas'. — ae. burse.
— ae. cinimim 'zimt'. — ae. ci/pera = a,ndd. cupira. — 6. E. Björk-
man, Marc, onsien 'facies'. ESt. 48,115 — 123. — 7. U. Linde-
löf, Altnordhumbrisches gimungo 'hochzeit'. Anglia beibl. 25,
180 — 181. — 8. A. B. White, Early nses oi parliamentum. MLR.
9,92 — 93. — 9. J. H. Kern, Zu ae. Crist. — zu ne. oven. Anglia
beibl. 38,265—268. vgl. Jsb. 1913,15,27. — E. Weckley, Ety-
mologies. Transact. of the philol. society 1907 — 1910. part. IV,
354—391. vgl. Jsb. 1910,15,122. — 11. E. Weekley, Ety-
mologies, chiefly Anglo-Erench. Transact. of the philol. society
1907—1910. part. IV,288— 322. vgl. Jsb. 1910,15,122.
29. Besprechungen früher verzeichneter Schriften : 1. H.BrüU,
Untergegangene u. veraltete worte des Französischen im heutigen Eng-
Hsch (vgl. Jsb. 1913,15,28); bespr. v. 0. Glöde, Litbl. 35,244— 245;
Gl. Bastide, Rev. crit. 77,113. — 2. H. Michiels, Über eng-
lische bestandteile altdeutscher glossenhandschriften (vgl. Jsb.
1912,6,26. 15,32); bespr. von J. Marik, Anglia beibl. 25,140—141.
— 3. H. Jacobs, Die namen der profanen wohn- und Wirtschafts-
gebäude im Altenglischen (vgl. Jsb. 1911,15,23); bespr. v. J. Marik,
Anglia beibl. 25,139 — 140. — 4. W. Rein, Maß- und gewichts-
bezeichnungen des Englischen (vgl. Jsb. 1911,15,22); bespr. von
B. Fahr, Anglia beibl. 25,72—74.
3. Namenforschung.
30. W. St. Clair Baddeley, Place-names of Gloucestershire.
Gloucester, Bellows. 1914. XXX,185 s. — bespr. Academy
1914,1,204; NQ. 11 ser. 9,258—259.
31. R. G. Ptoberts, The place names of Surrey. Cambridge,
Univ. Press. 1914.
32. P. W. Joyce, The origin and history of Jrish names
of places. vol. 3. London, Longmans. 1913.
33. W. J. Sedgefield, The iplsice-mme Haie, Haue, Haugh,
Eale. MLR. 9,240—241.
34. A. Mawer, Some unconsidered elements in English.
Place-names, Clarendon Press. 1913.
34a. R. G. Zachrisson, Two instances of French in-
fluenca on English place-names. Studier i modern spräkvetenskap
5,1—23.
42 XV. Euglische spräche.
35. Besprechungen früher verzeichneter werke: 1. H. Lind-
kvist, Middle Enirlish place-names (vgl. Jsb. 1912,14,93); bespr.
von E. Ekwall, Anglia beibl. 25,193—198. — 2. H. Alexander,
The place-names of" Oxfordshire (vgl. Jsb. 1913,15,38); bespr. von
E. Ekwall. Anglia beibl. 25,65—71. — 3. H. Mutschmann,
The place-names of Nottinghamshire (vgl. Jsb, 1913,15,35); bespr.
von E. Ekwall, Anglia beibl. 25,198—201; W. J. Sedgefield,
MLR. 9,405—409; E. Björkmann, DLz. 35,740—742; NQ.
11. ser. 9,258—259.
C. Grammatik.
1. Gesamtdarstellungen.
36. K. Luick, Historische grammatik der englischen spräche.
lief. 1/2. Leipzig, Chr. H. Tauchnitz. 1914. (vgl. Jsb. 1913,15,39.)
— hier wird uns der beginn einer groß angelegten historischen
grammatik gegeben, die ganz ixnd gar auf der höhe der forschung
steht, das wichtige ist durch druck von unwichtigem geschieden,
so daß der student nun endlich einen gedruckten fuhrer durch das
schwierige gebiet haben wird, die verschiedenen ansichten werden
objektiv dargestellt, alle beitrage, die irgendwie Avichtig sind, sind
verzeichnet; so daß von jeder stelle aus Orientierung und detail-
forschung möglich ist. — einleitung: 1. Begriffsbestimmungen,
stand der forschung. 2. Grundzüge der äußeren geschichte des
Englischen. 3. Zeitliche und örtliche gliederung (dialekte und
schriftspraclie). 4. Die schichten des englischen Wortschatzes.
5. Schrift und Schreibung. Lautgeschichte: einleitung. L haupt-
teil: Die entwicklung der sonanten, A: bis ins 11, Jahrhundert. —
bespr. von A. Schröer, DLz. 35,1221 — 1228; Rieh, Jordan,
ESt. 152—154; M. Förster, JbdShG. 50,220—221; A. Eichler,
ZföG. 65,917—925.
37. H. C. Wyld, A short history of English with a biblio-
graphy of recent books on the subject. London, Murray. 1914.
— in übersichtlicher klarer darstellung werden die wichtigsten
erscheinungen der laut- und flexionslehre gegeben. es ist be-
sonders erfreulich, daß der vf. mit den skandinavischen und deut-
schen forscliungen gut vertraut ist, auch daß die ergebnisse der
vielen tüchtigen dissertationen berücksichtigt sind, der vf. nimmt
auf grund eigner forsch ungen Stellung in Streitfragen, wie ur-
.«;prung der Schriftsprache (kap. 9). die bibliographie bringt das
wichtigste und macht keinen anspruch auf Vollständigkeit, immer-
hin wäre es erfreulich, wenn ein hinweis auf den Jahresbericht
gegeben wurde, damit dann die Untersuchungen von einzelnen
fragen nicht an vielen einzelarbeitungen vorbeigingen, die nur im
XV. C. Grammatik. 43
Jahresbericht verzeichnet sind. — kap. 1. General considerations.
kap. 2. Position of English among languages. dialect and chrono-
logical divisions. kap. 3. Sounds of speech. kap. 4. General
principles of the history of language. kap, 5. History: Old Engl,
kap. 6. Middle Engl. kap. 7. Modern period. kap. 8. Inflections.
kap. 9. Origin and development of the Engl, literary language. —
index.
38. Frz. Horten, Studien über die spräche Defoes. nebst
einem anhang. XVI, 238 s. Bonn, Haustein. 1914. — vgl. Jsb.
1910,15,24. — für die Orthographie benutzte vf. die mss. (von
Bülbring hrsg.), The compleat English gentleman und Of Koyull
educacion, ferner die faksimileausgabe Dobsons v. Robinson Crusoe,
dasselbe material wurde für die wortbiegung benutzt; für die
übrige Untersuchung, auch die syntaktischen fragen nur die beiden
ersten Schriften, hoffentlich wird vf. auch die anderen werke für
die Syntax später ausbeuten, leider fehlt ein index, damit der
reichtum an einzelheiten, besonders des I. teils, besser ausge-
schöpft werden könnte, um so mehr als eine Zusammenfassung
nicht gegeben wird. I. teil (s. 1 — 105): Die Orthographie ver-
glichen mit dem ersten druck seines Rob. Gr.: vokale, konsonanten,
Zeichensetzung, groß- und kleindruck. II. teil Wortlehre (s. 106 — 151) :
A. Wortbiegung. B. Wortbildung. C. Wortbedeutung. III. teil
Satzlehre (s. 152 — 212): A. Allgemeines. 1. Wortstellung; 2. Ver-
neinung, B. Besonderes. 1. Einzelsatz; 2. Satzgruppe.
39. N. Bögholm, Notes on present-day English. Anglia
beibl. 38,505—511.
40. Joseph Delcourt, Essai sur la langue de Sir Thomas
More d'apres ses oeuvres anglaises. Paris, Didier. 1914, XXVIII,
471 s. — nach einer ausführlichen vorrede, die die sprachliche
erforschung englischer Schriftsteller umfaßt, und einer längeren
liste der benutzten literatur gibt vf. in einem einleitenden kapitel
'L'homme et son oeuvre', das 59 Seiten umfaßt, eine biographie des
dichtei'S und einen überblick über seine literarischen leistungeu.
im hauptteil befaßt sich kap. I 'Les textes' mit der Überlieferung seiner
werke in handschriften und drucken, kap. II 'Les sons' mit einem
anhang 'L'accent de phrase' gibt eine lautlehi-e. kap. III 'Les
formes' eine formenlehre. kap. IV 'Les tournures' eine syntax.
kap. Y 'Les mots' betrachtet die Wortbildung und den Sprach-
gebrauch, kap. VI 'Le st^^le' die stilistischen eigentümlichkeiten
des Schriftstellers, in allen kapiteln gibt vf. historische und ver-
gleichende ausblicke auf gleichzeitige autoren. in drei anhängen
behandelt vf. die selbstgeschriebenen briefe More's nach den origi-
nalien im British museum, gibt eine bibliographie von More's eng-
lischen werken und ein Verzeichnis der neubildungen und archäismen.
44 XV. Englische spräche.
41. E, Rösemeier, Über spräche und mundart einiger
kleinerer altenglischer denkmäler aus Sweet's Oldest English texts.
diss. Münster 1913. 101 s.
42. Besprechungen früher erwähnter Schriften: 1. U. Linde-
löf, Grundzüge der geschichte der englischen spräche (vgl. Jsb.
1912,15,51); bespr. von M. Krummacher, NSpr. 22,193.
2. Orthoepisten.
43. Thomas Smith, De recta et emendata linguae anglicae
scriptione dialogus (1568). hrsg. von 0. Deibel. Halle, Nie-
meyer. 1913. (als Gießener diss. vgl. Jsb. 1913,15,48.) bespr.
von A. Schröer, DLz. 35,2016—2018.
44. Butlers English grammar (1634). hrsg. von A. Eichler.
einleitung. (neudrucke frühneuengl. grammatiken, hrsg. von Brota-
nek.) Halle, Niemeyer. 1913.
45. A. Eich 1er, Schriftbild und lautwert in Chai'les Butlers
Enghsh grammar (1633,34) und Feminin monarchs (1634). VIII,
134 s. Halle, Niemeyer. — bespr. von A. Schröer, DLz. 35,
2017 — 2018. — als einen zweiten teil des neudruckes gibt hier
vf. dankenswerter weise eine systematische darstellung von Butlers
lautstand, der aus der 'EngKsh grammar' nur schwer zu ersehen
ist. ein index verborum und ein register zum lautstand Butlers
machen es leicht möglich, sich nun schnell und zuverlässig über
Butlers ausspräche eines wortes zu orientieren.
46. Engelb. Müller, Englische lautlehre nach James Elphinstou
(1765, 1787, 1790). Xn,272 s. (Angl. forschg. 43 heft.) Heidel-
berg, Winter. 1914. — es werden die grammatischen werke, be-
sonders das wichtigste, The principles of the English language or
English grammar 1765, untersucht, auch die anderen Schriften
des Sprachforschers E. (1721 — 1809) sind berücksichtigt, es liegt
so eine weitere eingehende Untersuchung der quellen vor, die für
die spätere Sprachentwicklung wichtig sind, einleitung: 1. E.'s
Leben und werke. 2. E.'s Sprachbücher. 3. E.'s Englisch. 4. E.'s
Reformierte Orthographie, lautlehre: Phonetischer teil: 1. E.
System der sprechlaute. 2. Lautwert der vokale und diphthonge
und E.'s phonetische terminologie. historischer teil: vokale, konso-
nanten, wortbetonung (sehr aufschlußreich), anhang: E.'s engl,
bearbeitung von Martial V,8 (vulgäre Londoner spräche), index
der Wörter in ne. Schreibung.
47. R. E. Zachrisson, Notes on some early English and
French grammars. Anglia beibl. 25,245 — 253.
48. Besprechungen früher erwähnter Schriften: 1. Th. Spira,
Die englische lautentwicklung (vgl. Jsb. 1913,15,2); bespr. von
0. Deibel, Sokrates 2,53—55^: R. Jordan, Archiv 131,186—187.
XY. C. Grammatik. 45
3. Dialekte.
49. Elizabeth Mary Wright, Rnstic speech and folklore.
Oxford, Univ. Press. 1914. 841 s. — das buch ist eine fund-
grube für den dialektforscher und den folkloristen; allerdings ist
das buch nicht wissenschaftlich angelegt, sondern die vf, gibt aus
allen dialekten, was ihr gerade interessant erscheint, seien es
Wörter, redewendungen, sitten. so muß sich denn der leser das
wertvolle selbst zusammenstellen, um so mehr als leider kein wort-
index den zugang zu den einzelheiten eröffnet, besonders ertrag-
reich für den linguisten sind Corruptions and populär etymologies,
archaic literary words in the dialects, archaic meanings and forms
in the dialects, foreign loan words, literary words with dialect
meanings, phonology and grammar (sehr kursorisch), populär phrases
and sayings, plant names and names of animals. — bespr. von
M. Weyrauch, Cbl. 65,1374; Anglia beibl. 25,231—232.
50. W. Klein, Der dialekt von Stokesley in Yorkshire,
North Riding. nach den dialektdichtungen von Mrs. E. Tweddel
und nach grammophonischen aufnahmen der Vortragsweise ihres
öohnes T. C. Tweddel. XII,251 s. Berlin, Mayer & Müller,
pal. 124. (als teildruck-diss. vgl. Jsb. 1913,15,56.) bespr. von
A. Schröer, DLz. 35,2255 — 2257. — die ersten sieben kapitel
erschienen als Berliner diss. das buch ist eine wertvolle be-
reicherung der dialektforschung ; der vf. basiert seine Unter-
suchungen auf 1. Rhymes and sketches to illustrate the Cleve-
land dialect by Mrs. George Markham Tweddel, 2. ed. Stokesley,
Tweddel and sons 1892, publ. by D. W. Richardson, Stokesley
1903 und 2. Poems in the North Yorkshire dialect by John
Castillo, ed. with a memoir and glossaiy, by George Markham
Tweddel, Stokesle}" 1878. vf. hat sodann seine dialektstudien in
einer entlegenen farm im ort Dauby begonnen und dann in
Stokesley fortgesetzt, wo der söhn (Tom C. Tweddel) der ver-
storbenen dialektdichterin ihm den wertvollsten aufschluß geben
konnte, um sein so gewonnenes material noch weiter zu stützen,
ließ er Tweddel 3 abschnitte aus dem buch seiner mutter in einen
Gdeonapparat sprechen, so daß nun durch die schallplatten erneute
prüfung möglich ist. nach den nötigen angaben über leben und
werke der dialektautoren wird im 6. kap. eine transkription der
schallplatten gegeben, so daß Tweddels Schreibung und Kleins
phonetische Schreibung gegenüberstehen; Übersetzung ins engl,
wird auch geboten, auf grund dessen gibt die leselehre kap. 7
eine deskriptive lautlehre. kap. 8. Lautgeschichte, kap. 9. Ei'-
gebnisse: kritik der Schreibweise, der Sprechweise; vergleich des
dialekts von Stokesley mit denen von South Cleveland, Dauby,
46 X^ • Englische s^prache.
Mid Yorkshire, Whitby, Windhill, Bowness sowie mit der Schrift-
sprache, kap. 10, Glossar.
51. James St out Angus, A glossary of the Shetland dia-
lect. Paisley, A. Gardner. 1914. 170 s. — dieses glossar ist
nicht nur eine sehr interessante und aufschlußreiche Wortliste; es
gibt auch hilfsmittel zur ausspräche und viele idiomatische aus-
drücke.
52. W. E. Me ad , The American dialect dictionary. PMLAss.
29,225—235.
53. W. Heuser, Alt-London mit besonderer berücksichtigung
des dialekts. progr. Osnabrück 1914. 64 s.
54. Sir J. Wilson, The dialect of the New Forest in
Hampshire (as spoken in the Village of Burley). (Publications of
the philolog. society IV.) Oxford, Clarendon Press. 1914.
55. W. Grant, The pronunciation of English in Scotland.
Cambridge, Universit}- Press. 1913. — bespr. von H. Mutsch-
mann, MLR. 9,273—275.
56. E.. E. Zachrisson, Northern English or London Eng-
ish as the Standard pronunciation. Anglia beibl. 38,405 — 432.
56a. T. H. P. Williams, Some points of similarity in the
phonology of Welsh and Briton. diss. Preiburg i. B. 1913. 117 s.
57. Jos. Mafik, Entwicklung von me. ö in den heutigen
schottischen mundarten. progr. der Landes-oberrealschule Wiener-
Neustadt. 1912. — bespr. von J. Ellinger, ZföG. 65,480.
57a. Olof E. Bossen, Slang and cant in J. K. Jerome's
werk, a study. Cambridge 1911. 71 s.
58. Besprechungen früher erwähnter Schriften: 1. B. Bri-
lioth, A grammar of the dialect of Lorton (vgl. Jsb. 1913,15,58);
bespr. von W. J. Sedgefield, MLR. 9,409—410. — 2. Bruno
Schulze, Exmoor Scolding (vgl. Jsb. 1913,15,59); bespr. von
A. Schröer, DLz. 35,2255 — 2257. — 3. J. Sixtus, Der dialekt-
schriftsteller Frank Robinson (vgl. Jsb. 1912,15,43); bespr. von
H. Mutschmann, Archiv 131,181 — 183.
4. Lautlehre.
59. W. Schlemilch, Beiträge zur spräche und Orthographie
spätaltenglischer Sprachdenkmäler der Übergangszeit (1000 — 1150),
XIV,73 s. (Studien zur engl, phil., ed. Morsbach, heft 34.)
HaUe, Niemeyer. 1914. 73 s. — die arbeit behandelt das auf-
kommen me. laute und lautzeichen in der Übergangszeit, über
deren dauer aber etwas hinausgegriffen wird. vf. behandelt vor-
nehmlich den vokalismus, den konsonantismus nur in anglofrz.
XV. C. Grammatik. 47
Schreibungen und in der konsonantendehnung. nach einer liste
der benutzten denkmäler wird das thema in folgenden abteilungen
behandelt: I. Vokalismus. A. Die ae. kurzen vokale. B. Die ae.
langen vokale. 0. Die ae. kurzen diphthonge. D. Die ae. langen
diphthonge. E. Früheng!, diphthongierung durch palatale. F. Ae.
vokal oder diphthong + folg. Spirans. G. Chz'onologische übersieht.
11. Anglofranzösische Schreibungen. III. Dehnung auslautender
und intervokalischer konsonanten. IV. Zusammenfassung. nach-
trage, vf. hat ein reiches material von den wests. evangelien bis
zur Peterborough chronik bearbeitet und dabei die große menge
von einzeluntersuchungen sorgsam herangezogen. hauptresultat
ist, daß das Spätwestsächsische in den gesetzen und Urkunden
vorherrscht und daß es wohl auch als Schriftsprache über den
größten teil Englands verbreitet war. bis zur ersten hälfte des
12. jahrhs. erhalten sich ihre grundzüge, während dann lautliche
und orthographische änderungen zunehmen, bis sie sich im letzten
teil der Peterborough chronik als me. durchsetzen. — bespr. von
B. Fehr, DLz. 35,2571—2573.
60. Friedrich Seiffert, Die behandlung der Wörter mit aus-
lautenden ursprünglichen silbischen liquiden oder nasalen und mit
kontraktionsvokalen in der genesis A und im Beowulf. Halle,
diss. 1913. 56 s. — vf. sucht das zeitKche Verhältnis von genesis A
und Beowulf zu bestimmen, er hat eine von Richter (Chronolog.
Studien zur ags. lit. Halle 1910) und Sarrazin (ESt. 38,190) er-
heblich verschiedene auffassung der in betracht kommenden fälle,
im ersten teil ist die metrik der beiden denkmäler auf grund der
Sieversschen typen gegeben, im zweiten folgt die behandlung der
einschlägigen Wörter, ergebnis : die kriterien widersprechen sich :
genesis hat schon a) häufig zweisilbige messung von Wörtern, wie
beacen (spätere zeit), b) noch fast keine kontrahierten formen (ältere
zeit). Beowulf hat meist einsilbige messung von Wörtern mit aus-
lautenden liquiden oder nasalen (ältere zeit), c) schon kontraktions-
formen (jüngere zeit), den Widerspruch sucht vf. durch dialekt-
verschiedenheit zu erklären.
61. E. Björkman, Orrms doppelkonsonanten. Anglia beibl.
37,351 — 381. 494 — 496. — vf. erörtert die alte Streitfrage über
die bedeutung der doppelkonsonanten. im ersten teil bespricht er
alle bisher vorgetragenen theorien in eingehender weise (Sweet,
Morsbach, Trautmann, Lambertz u. a.); im zweiten teil verficht er
sehr überzeugend seine ansieht, daß Orrms prinzip rein phonetisch
war, daß er so schreiben wollte, wie er wirklich sprach; aber er
schrieb, wie er zu sprechen glaubte; unbetonte silben nicht in der
natürlichen ausspräche, sondern so wie diese in isolierter Stellung
unter hochton gesprochen würden (vgl. langsames sprechen eines
Schulkindes: gü — tenn, mÖrr — genn).
48 XV. Englische spräche.
62. Edm. A schan er, Englisch- französische lautstudien. Progr.
d. 2. k. k. Staats-realschule. Wien 1910. — bespr. von F. Wawra,
ZföG. 65,284—286.
63. 0. T. Williams, The development of ai und ei in
iniddle Scotch. Transact. of the philol. society 1907 — 1910.
part. IV,285— 288.
64. R. E. Zachrisson, The pronunciation of English vowels
1400—1700. Göteburg, Wettergren. 1913.
65. J. K. Rasmussen, Die spräche John Andelays (laut-
und flexionslehre). diss. Bonn 1914. 90 s.
66. Eilert Ekwall, Historische neuengl. laut- und formen-
lehre. 150 s. Berlin, Göschen. 1914.
67. Will. A. Read, A Vernerian sound-change in English.
ESt. 47,167—184.
68. J. Lawrence, Authorities on English pronunciation.
MLR. 9,53—62.
69. K. Sisam, Epenthesis in the consonant groups sl, sn.
Archiv 131,305—310.
70. Arvid Gabrielson, The development of early modern
English ijr (+ cons.). Minneskrift tillägnad prof. Axel Er d mann.
Uppsala 1913. s. 68—119.
71. Archer Wilde, Sounds and signs. a criticism of the
aiphabet, with suggestions for reform. London, Constable & co.
1914. 180 s. — als motte setzt vf. vor sein buch: Not(e)! Not!
No(ugh)t! worin die drei verschiedenen o-laute in der von ihm ge-
planten art gedruckt sind, der Inhalt zerfällt in folgende ab-
schnitte: I. Reforms of type and aiphabet independent of spelling
reform. IL Some reasons for spelling reform. III. Ellis and Pit-
man's phonotype. IV. Theory and purpose of literary notation.
V. The mental progress of reading. VI. Principles of notation of
Speech. VII. The English phonetic aiphabet. VIII. The present
notation examined. IX. Proposed reforms. X. Boustrofedon
arrangement of print. IX. Various considerations. XII. Summary
and conclusion. index. — die ideen des vfs. sind richtig, ihre
Verwirklichung ist aber nicht zu erwarten.
72. W. H. P. Pythe, 18000 words often mispronounced.
London, Putnam sons. 1914.
73. M. Trautmann, Kleine lautlehre des Deutschen, Fran-
zösischen und Englischen. 2. aufl. Bonn, Carl Georgi. 1914.
74. G. Panconcelli-Calzia, Einführung in die angewandte
phonetik. 131 s. mit 118 abbildungen. Berlin, Tischers med.
buchhandlung. — das buch folgt den methoden der experimentellen
XT. C. Grammatik. 49
phonetik. das wichtigste über die stimme, die laute (nach klang-
farbe, dauer, stärke, höhe), und über die laute in gruppen (allge-
meines, klangfarbe, dauer, stärke, höhe, akzent) wird in knapper
form gegeben, die erläuternden Zeichnungen und Photographien
sind vorzüglich ausgeführt; vor allem werden die technischen appa-
rate in ihrer funktion sehr gut veranschaulicht, das buch wird
jedem Sprachlehrer ein wertvolles rüstzeug sein.
75. Henry Sweet, Collected papers. arranged by H. C.
Wyld. (H. Milford.) Clarendon Press. 1913. 600 s.
76. A. Kamp, Die spräche der altengl. genesis. eine laut-
untersuchung. diss. Münster 1913. Vin,55 s.
76a. R. E. Zachrisson, Shakespeares uttal. studier i modern
spräkvetenskap 5,25 — 43. Uppsala 1914.
77. Besprechungen früher verzeichneter Schriften: 1. Rob.
Bridges, Present state of English pronunciation (vgl. Jsb. 1913,
15,81); bespr. von M. Montgomery, Anglia beibl. 25,17 — 20;
Archiv 131,500. — 2. A. C. Dunstan, Englische phonetik (vgl.
Jsb. 1913,15,74); bespr. von K. Weitnauer, BfGw. 50,312.
Archiv 131,256. — 3. Hans Raudnitzky, Die Bell-Sweetsche
schule (vgl. Jsb. 1911,15,75); bespr. von A. Schröer, DL. 34^
2214 f. — 4. 0. Jespersen, Engelsk fonetik (vgl. Jsb. 1913,
15,88); bespr. von A. Trampe B0dtker, NTfFil. n. r. 1,133—137.
-T- 5. A. Schröer, Neuengliches aussprachewörterbuch (vgl. Jsb.
1913,15,75); bespr. v. A. Eichler, ZfRw. 39,608— 609; L. Petry,
NSpr. 22,206— 207; W. Franz, DLz. 35,167—168; H. Jantzen,
ZfenglU. 13,379—380; Fr. Depken, Das humanist. gymn. 25,
146 — 147; Ders., Allg. Litbl. 23,492; 0. Jespersen, Greisteswiss,
1,972—973. — 6. Laura Soames, The Teacher's Manual (vgl.
Jsb. 1913,15,79; bespr. v. A. Schröer, ESt. 47,72—77; M. Mont-
gomery, Anglia beibl. 25,12 — 16. — 7. H. Michaelis and
D. Jones, A phonetic dictionary (vgl. Jsb. 1913,15,76); bespr.
von A. Rambeau, NSpr. 22,337—338; H. C. Wyld, MLR. 9,
107 — 109; F. Piquet, Rev. germ. 10,255; W.Franz, Geisteswiss.
1,972—973; A. Eichler, ZfRw. 39,216—217; J. Kleyntjens
Leuvensche bydr. 11,320—322; Archiv 131,256. — 8. H. John-
ston, Phonetic spelling (vgl. Jsb. 1913,15,87); bespr. von R. E.
Zachrisson, ESt. 48,291 — 295.
5. Formen- und wortbildungslehre,
78. Louise Po und, Blends, their relation to EngHsh word-
formation. (Angl. forschg., heft 42.) Heidelberg 1913. IV,58 s.
(vgl. Jsb. 1913,15,91, wo ein teildruck verzeichnet ist.) — eine
sehr interessante arbeit, die auf die große anzahl von 'blendwords'
Jkiurasberieht für germaniacbe pküologie. XXXYI. (19U.) II. Teil. 4
50 X^- Englische spräche.
oder 'sportmanteau words' (nach L, Caroll's Through the Looking
Glass), z. b. misterne = austere -\- stern; fiurrij = flaiv -}- hurry ein-
geht, die meisten dieser Wörter gehen auf bewußte Wortschöpfung
moderner autoren zurück, doch finden sich vereinzelte fälle in
früherer zeit, z. b. Shakespeare hubukle = huho -\- carbuncle, re-
Imse = rebuke -\- dbiise, porpentine = porcypine -f- pourpoint. heute
ist diese Wortbildung sehr beliebt geworden und besonders in
Amerika, wo sogar eine ganze reihe von städten auf diese weise
ihre nauien empfangen haben (Uvada, town in Utals near Nevada),
folo-ende klassen werden unterschieden: 1. Literarische prägungen,
oft witzig, z. b. Caroll, Kipling u. a.: z. b. galumphing = gallop -|-
iriumph. 2. Politische ausdrücke: Mooseveit = Boosevelt -f- Bull
3/0060 (polit. Organisation). 3. Eine art aphesie: swindle -\- ivheedh =
.siveedle. 4. Kinderprägung: smokolotive = smoke -{- locomotive.
5. Bewußte volksprägung : siceatspiration = siveat -\- Perspiration.
6. Unbewußte volksprägung, nicht humoristisch gemeint: insi-
nuendo = insimmtiori -\- innuendo. 7. Orts- und personennamen:
Uvada, s. o. ; Mayheth == May -f- Elizabeth. 8. Wissenschaftliche
namen: Chloroform. 9. Warenbezeichnung: Nabisco = National
Biscnit Company, Pebeco. u. a. den beschluß der interessanten und
anregenden studio machen Wortlisten, in denen die vf. die quellen
der neugeprägten Wörter gibt.
79. Eil. Ekwall, The s-less genitive in early modern Eng-
lish. Minneskrift tillägnad prof. Axel Erdmann. Uppsala 1913.
s. 53—67.
80. J. S. Kenyon, Ye and You in the king James Version.
PMLAss. 29,453—471.
81. J. Plaut, Das poetische genus personifizierter substan-
tiva bei Alfred Tennyson. diss. Kiel 1913. 128 s.
82. R. Bohndorf, Das persönliche geschlecht unpersön-
licher substantiva bei Thomas Moore, diss. Kiel 1913. 85 s.
83. V. Schultz, Das persönliche geschlecht unpersönlicher
Substantive (mit einschluß der tiernamen) bei Spenser. diss. Kiel
1913. 114 s.
84. F. Bergeder, Die periphrastische form des engl, ver-
bums im 17. jahrh. diss. Halle 1914. 86 s.
85. W. Schrader, For and fore verbalkomposita im ver-
lauf der engl. Sprachgeschichte, diss. Greifswald 1914.
86. E. Meyerhoff, Die verbalflexion in den Vices and
Virtues. diss. Kiel 1913. 86 s.
87. J. Trede, Das persönliche geschlecht unpersönlicher
substantiva (mit einschluß der tiernamen) bei Lord Byron, diss.
Kiel 1914. 149 s.
XV. C. Grammatik. 51^
87a. J, Reinius, A f'ew miscellaneous notes on Englisli
pronouns. Studier i modern spräkvetenskap 5,1 37— 146. üpp-
sala 1914.
88. Besprechungen früher verzeiclineter schritten: 1. Francis
A. Wood, Parallel formations in English (vgl. Jsb. 1913,15,90);
bespr. von E. Ekwall, Anglia beibl. 25,133—135. — 2. V. Bla-
din, Studies on denominative verbs (vgl. Jsb. 1911,15,97); bespr,
von M. Krummacher, NSpr. 22,197—198. — 3. Th. Kolbe,
Die konjugation der Lindisfarner evangelien (vgl. Jsb. 1912,15,76);
bespr. K. Wildhagen, Archiv 131,461—462. — 4. H. T. Price,
A history of ablaut (vgl. Jsb. 1910,15,58); bespr. von J. H. Kern,
Museum2 1,175 — 178. — 5. H. C. A. Carpenter, Deklination in
der nordhumbrischen evangelienübersetzung (vgl. Jsb. 1911,15,87);
bespr. von J. H. Kern, Museum 21,215 — 219. — 6. J. Booker,
The French 'inchoative' suffix -iss (vgl. Jsb. 1913,15,94); bespr.
vonE. Biörkman, ESt. 48,157— 162; H. T. Price, Anglia beibl
25,71—72.
6. Syntax.
89. G. Wendt, Syntax des heutigen Englisch. 2. teil.
Satzlehre. Heidelberg, C. Winter. 1914. XII,279 s. — dieser
zweite teil schließt nach der wortlehre (vgl, Jsb. 1911,15,106) die
Syntax ab. die bearbeitung ist selbständig, die einleitung klar,
der vf. hält an dem allein richtigen Standpunkt fest, induktiv die
erscheinungen vor uns auszubreiten. dem dogmatiker ist die
lektüre sehr zu empfehlen, damit er sieht, wie 'regellos' und
darum wie unendlich sch%ver die spräche ist. ein weiterer wert-
voller beitrag zu der erfreulichen erforschung der modernen syntax,
90. 0. Jespersen, A modern English grammar on historical
principles. part. I, Sounds and spellings. London, D. Nutt. 1913. —
part.II, Syntax, 1vol. Heidelberg, C, Winter, 1914. XXVIII,486 s.
— part. II, 1 vol. London, Dulau & CO. 1914. 514s. — bespr. Athen.
1914,11,144 — 145. — in diesem ersten teil liegt die syntax des
numerus, adjektivs, Substantivs und pronomens vor. die beispiele
zeigen eine bewundernswerte belesenheit bis in die modernste
literatur. wegen seiner originellen anläge, wegen der historischen
und psychologischen erklärungen ist das werk neben Krüger und
Wendt unentbehrlich, ein sorgfältiger index gestattet ein nach-
schlagen jeder einzelheit.
91. H. Poutsma, A grammar of late modern English, for
the use of continental, especially Dutch, students. part. II,
sect. lA. Groningen, Noordhoff. 1914. XII u. 702 s. — part. I
umfassend section I: The elements of the sentence und section II:
The composite sentence erschienen 1904/1905. in diesem teil von
4*
52 ^V. Englische spräche.
part. II: The parts of speech werden nouns, adjectives und ar-
ticles behandelt, neben der theoretischen erörterung der gramm.
Probleme findet sich überall eine reiche fülle von beispielen, die
eine ungeheure belesenheit und einen erstaunlichen sammelfleiß des
vfs. bekunden, das werk eine unerschöpfliche fundgrube für alle,
die sich theoretisch und praktisch mit fragen der engl, grammatik
befassen. — bespr. von J. H. A. Günther, Museum 21,420 — 422
und von A. Western, Anglia beibl. 25,304 — 309.
92. G. Krüger, Schwierigkeiten des Englischen. II. teil:
Syntax der englischen spräche vom englischen und deutschen
Standpunkte. 1. abt. hauptwort. 2. abt. : Eigenschaftswort, Um-
standswort. 2. neu bearb. u. stark verm. aufläge. XII u. s. 219 — 702.
Dresden, C. A. Koch. 1914. — 3. abt.: Fürwort. 2. neu bearb. u.
stark verm. aufi. XVI,703— 1026 s. Dresden, C. A. Koch. 1914.
— bespr. W. Franz, DLz. 35,2792—2793. NQ. ser. 11, IX,
239—240.
93. Herrn. Eitle, Die satzverknüpfung bei Chaucer. (Angl.
forsch. 44. heft.) XVII,214 s. Heidelberg, C. Winter. 1914. —
vgl. J. Koch, Litbl. 35,332 — 336. — die gliederung der Unter-
suchung folgt Mätzner und Schücking; sie schließt relativver-
knüpfuug aus. das ergebnis der eindringenden abhandlung wird
im anhang übersichtlich zusammengestellt, das wichtigste: and = if
sehr häufig, viele moderne konjunktionen schon bei Gh., vor-
dringen des Indikativs. den beschluß machen ergänzungen zu
Mätzners gramm. und zum N. E. D. ein register ermöglicht be-
queme benutzung für einzelfragen.
94. R. Krohn, Der gebrauch des schwachen adjektivs in
den wichtigsten prosaschriften der zeit Alfreds des großen, diss.
Breslau 1914. VIII,78 s.
95. E. Hüttmann, Das partizipium präsentis bei Lydgate
im vergleich mit Chaucers gebrauch, diss. Kiel 1914. 92 s.
96. W. Roth, Die Wortstellung im aussagehauptsatz angels.
Originalprosa, kap. A — E. diss. Berlin 1914. VII,97 s.
97. Alex. Green, The dative of agency (Columbia diss.).
New York, Milford. 1914.
98. A. Akerlund, A word on the passive definite tenses.
ESt. 47,321—337.
99. Eug. Einenkel, Die entwicklung des englischen gerun-
diums. Anglia beibl. 38,1 — 76.
100. Eug. Einenkel, Zur herkunft des englischen gerun-
diuma. Anglia beibl. 38,499—504.
101. Eug. Einenkel, Zur geschichte des englischen gerun-
diums. Anglia beibl. 37,382—392.
XV. C. Grammatik. 6S
102. G. O. Curme, The gerund in Old English and German.
Anglia beibl. 38,491—498.
103. 0. Johnsen, On some uses of the indefinite relative»
in Old English and on the origin of the definite relatives. Anglia
37,281—302.
104. Eug. Einenkel, Nochmals zur ftigung a good one.
Anglia beibl. 38,193—212.
105. K. Luick, Zur Vorgeschichte der fügung a good one.
Anglia 37,548—548. — vgl. Luick, Anglia 29,339; Einenkel,
Anglia 36,539.
106. Fr. Schmidt, The indefinite article before plural com-
binations in English. Minneskrift tillägnad prof. Axel Erdmann.
Uppsala 1913. s. 147—170.
107. Olaf Johnson, On some oe. adverbs and conjunctions
of time. Anglia 38,83—100.
108. C. T. Onions, The history of the English gerund.
ESt. 48,169—171.
109. G. 0. Curme, Origin and force of the split infinitive.
MLN. 29,41—45.
110. J. Reinius, A few miscellaneous notes on English
pronouns. Studier i modern spräkvetenskap 5,137 — 146.
110a. R. E. Zachrisson, Two instances of Erench influence
on English place-names. Studier i modern spräkvetenskap 5,1 — 23..
Uppsala 1914.
111. Besprechungen früher verzeichneter Schriften: 1. Mor-
gan Callaway, The infinitive in Anglo-Saxon (vgl. Jsb. 1913,
15,101); bespr. von E. Einenkel, Anglia beibl. 25,129—131;
E. Piquet, Rev. crit. 77,282; J. Zeitlin, JEGPhil. 13,479—482.
— 2. G. Wen dt, Syntax des heutigen Englisch, teil I (vgl. Jsb.
1911,15,106); bespr. von Clodius, ZfrenglU. 13,37—49. —
3. W. Zenke, Synthesis und analysis im Orrmulum (vgl. Jsb.
1911,15,151); bespr. von K. Wildhagen, Archiv 131,461. —
4. H. Druve, Der absolute infinitiv (vgl. Jsb. 1910,15,74); bespr.
von B. Fehr, Anglia beibl. 25,75 — 76. — 5. J. M. Burnham,.
Concessive constructions (vgl. Jsb. 1911,15,110); bespr. von
M. Krummacher, NSpr. 22,194. — 6. Osk. Nusser, Disjunktiv-
konstruktionen im Englischen (vgl. Jsb. 1913,15,100); bespr. von
Erik Björkman, ESt. 48,156—157. — 7. H. David, Zur syntax
des adnominalen genitivs (vgl. Jsb. 1913,15,104); bespr. von
E. Einenkel, Anglia beibl. 25,131—133. — 8. H. G. Shearin,
The 'that'-clause (vgl. Jsb. 1910,15,67); bespr. v. J. S. Eenyon,
JEGPhil. 13,147—167. — 9. Lor. Morsbach, Grammatisches
und psychologisches geschlecht im Englischen (vgl. Jsb. 1913,.
5-4 Xy. Englische spräche.
15,97); bespr. von J. Mai'ik, E8t. 48,155—156. — 10. A. Dahl-
stedt, The modern English word-order (vgl. Jsb. 1912,15,87a);
bespr. Archiv 131,257.
7. Stilistik.
112. G. Krüger, Die wichtigsten sinnverwandten Wörter
des Englischen. 2. aufl. Dresden u. Leipzig, Koch. 1914. 78 s.
113. H. Ulbrich, Zu G. Krügers Synonymik und wort-
gebrauch der englischen spräche. ZfrenglU. 13,433 — 443.
114. R. K. Torrens and Hub. Parker, English idiomatic
and slang expressions done into German. Straßburg, K. J, Trübner.
1914. XII,119 s. — bespr. Academy 1914,1.686.
115. H. Barth, Das epitheton in den dramen des jungen
Shakespeare und seiner Vorgänger (== Studien zur engl. phil. ed.
Morsbach nr. 52.) Halle, Max Niemeyer. 1914. XI u. 203 s. —
nachdem vf. Umgrenzung und ziel der arbeit angegeben, behandelt
er sein thema in 3 teilen: I. Form des epithetons. IL Bedeutung
des epithetons (bei Greene, Peel, Kyd, Marlowe, Shakespeare).
III. Das epitheton in einigen stilfiguren. während für die Vor-
gänger Shakespeares das ergebnis der Untersuchung in statistischen
tabellen am Schlüsse des betreffenden abschnitts festgelegt wird,
kommt vf. am ende des buches zu dem gesamtergebnis für Shake-
speare, an dessen stil er besonders die konkrete wirkung hervor-
hebt, er faßt seine stilmittel bei der Verwendung der epitheta in
6 punkten zusammen: 1. Zusammensetzungen; 2. verstärktes part.
präs.; 3. charakteristische sinnliche epitheta; 4. charakterzeichnung
wirklicher menschen; 5. metaphorische epitheta; 6. häufung der
epitheta.
115a. R. H. rietcher, Principles of composition and lite-
rature. New York, A. S. Barnes co. 1914. 355 s. — vf. will
im 1. teil seines buches praktische anweisungen zur abfassung
englischer aufsätze und im 2. teil anweisungen zum Verständnis
literarischer werke geben, das buch ist für schüler, Studenten,
bibliotheken und zum Selbstunterricht bestimmt, es will auch eine
lanze für die humanistische bildung brechen.
116. Früher verzeichnet: 1. G. Krüger, Schwierigkeiten
des Englischen. 1. teil (vgl. Jsb. 1910,15,83); bespr. v. M. Krum-
macher, NSpr. 22,194—195. — 2. teil, 1. abt. (vgl. Jsb. 1913,
15,96); bespr. v. W. Franz, DLz. 35,856—357. — 2. Fr. Stro-
hecker, Doppelformen und rhythmus (vgl. Jsb. 1913,15,120);
bespr. von Fr. Jung, Litbl. 35,14 — 15.
XV. D. Metrik. 55
D. Metrik.
117. Karl Schumacher, Studien über den Stabreim in der
mittelenglischen alliterationsdichtung. 213 s. Bonn, Hanstein.
1914. (Bonner stud. z. engl. philoL, hrsg. von Bülbring. 11. h.)
— vgl. Jsb. 1913,15,128. — der Unsicherheit in bezug auf den
Stabreim in den me. alliterierenden dichtungen will vf. durch
sorgfältige Untersuchung aller einschlägigen denkmäler des 14.,
15. und 16. jahrhs. ein ende machen, (bis jetzt Schipper, Kaluza
metrik; Luick, Gedr.) der erste teil untersucht die stabreimkunst,
und damit wird die Verläßlichkeit der zu ziehenden Schlüsse be-
stimmt, im hauptteil wird die qualität der alliteration besprochen
(reine, unvollkommene und fragliche reime), auf grund der resultate
gibt vf. im 3. teil textkritische Verbesserungen, eine tabelle der
ergebnisse macht den beschluß; die unvollkommenen reime sind
danach verhältnismäßig gering, solche wie d:t, g:k, f:w, t:ch,
d : j, s:p, c:ch nirgend zu belegen.
118. R. Wieners, Zur metrik des codex Junius XI. diss.
Bonn 1913. 70 s.
119. E. Leiblein, Prinzipien und anwendung des Stabreims
in W. Morris, Sigurd the volsung. diss. Würzburg 1913.
120. W. Trapp, Zum versbau Kynewulfs. diss. Bonn
1913. 73 s.
121. W. Grohmann, Vers oder prosa im hohen drama im
18. jahrh. diss. 1914.
122. A. Kerrl, Unterschiede in der behandlung von satz-
schiuß und versschluß in Shakespeares King John und Julius Caesar.
diss. Bonn 1913.
123. Fr. Klee, Das enjambement bei Chaucer. diss. Halle.
1913. 70 s.
124. C. F. Babeock, A study of the metrical use of the
inflectional e in middle English, with particular reference to
Chaucer and Lydgate. PMLAss. 29,59 — 92.
125. G. A. Bergström, On some cases of poetic licence in
modern English. Minneskrift tillägnad prof. Axel Erdmann. Upp-
sala 1913. s. 18—33.
126. P. Fijn van Draat, The cursus in Old English poetry.
Anglia 38,377—404.
127. K. Luick, Zur me. Verslehre L Anglia 38,269 — 348.
— vf. nimmt Stellung zu Bülbrings Untersuchung der Avowynge
of Arthur (Stud. z. engl. phil. 50,511 ff.), indem er das vers-
material dieser dichtung neu analysiert, er bespricht in drei ab-
schnitten die schweifreimverse, die tripletverse sowie allgemeines.
Georg Kartzke.
56 XVI. Englische literatur.
XVI. Englische literatur.
A. Literaturgeschichte. 1. Gesamtdarstellungen, einzelne perioden und
Sammelwerke. 2. Bibliographie. 3. Landschaftliches 4. Einzelne gattungen :
a) Lyrik, b) Spruchdichtving. c) Eoman. d) Sage, e) Drama, i) Theater-
geschicht«. g) Balladen. 5. Einzelne Stoffe. 6. Auswärtige beziehungen.
7. Stilistik. 8. Kritik. 9. Kulturgeschichtliches. — B. Altenglische
denkmäler. — C. Mittelenglische denkmäler. — D. Neuenglische
denkmäler.
A. Literaturgeschichte.
1. Gesamtdarstellungen, einzelne perioden
und Sammelwerke.
a) Gesamtdarstellungen.
1. The Cambridge history of English literature, volume XI.
the period of the French revolution ed. by A. W. Ward and
A. R. Waller. Cambridge, University press. 1914. — Inhalt:
1. Edmund Burke. 2. Political writers and Speakers. 3. Bentham
and the early utilitarians. 4. William Cowper. 5. William Words-
worth. 6. Coleridge. 7. Georg Crabbe. 8. Southey; lesser poets
o£ the later 18th Century. 9. Blake. 10. Burns; lesser Scottish
verse. 11. The prosody of the ISth Century. 12. The Georgian
drama. 13. The growth of the later novel. 14. Book production
and distribution 1625—1800. 15. The blue-stockings. 16. Chil-
dren's books — bibliographies. table of principal dates. index
of names. — bd. VII — X bespr. von Rud. Imelmann, DLz. 35,
1958 — 1961. bd. IX bespr. von F. C. Danchin, Rev. germ. 10,
89 — 90. bd. X (vgl. Jsb. 1913,16,17) bespr. von Ph. Aronstein,
Anglia beibl. 25,315—321; von C. van Doren MLR. 9,254—259
und von Ch. Bastide, Rev. crit. 77,360—361.
2. F. Sefton Delmer, English literature from 'Beowulf to
Bernard Shaw, for the use of schools, seminaries and privat©
students. 4. ed. Berlin, Weidman. 1914. 234 s. — die neue
aufläge ist durch einige zusätze gegenüber der vorhergehenden ver-
mehrt worden, außerdem ist eine graphische darstellung des ein-
flusses der englischen dialekte auf die Schriftsprache in den ein-
zelnen perioden und des Verwandtschaftsverhältnisses der idg. und
germ. sprachen beigegeben worden, letztere ist indes verbesserungs-
bedürftig.
3. Amy Cruse, English literature through the ages: Beo-
wulf to Stevenson. London, Harrap. 1914.
4. E. M. Tapp an, A brief history of English literature.
illustrated. London, Harrap. 1914. 320 s.
XVI. A. Literatnrgcschichtt. 57
5. W. T. Young, A primer of English literature. Cambridge,
University press. 1914.
6. A. Schröer, Grundzüge und haupttypen der engl, lite-
raturgeschichte. 2. teil. Von Shakespeare bis zur gegenwart.
2. aufl. (Sammlung Göschen nr. 287.) Leipzig 1914. 150 s.
7. R. Burton, Little essays in literature and life. New
York, The Century co. 1914.
8. r. Olivero, Saggi di letteratura inglese. Bari, G. Laterza
e figli. 1913. 471 s.
b) Einzelne perioden.
9. A. J. Barnouw, Anglo-Saxon Christian poetry: an address
delivered at the opening of the lectures on the English language
and literature at Leiden, transl. by Louise Dudley. The Hague,
M. Nijhoff. 1914.
10. Ch. Sears Baldwin, An introduction to English medieval
literature. London, Longmans & co. 1914.
11. H. E. Sandison, The 'Chanson d'aventure' in middle
English. (Bryn Mawr College Monographs. Monograph series,
vol. XIL) Bryn Mawr, Pa. 1913. 152 + XII s. — bespr. von
K. Brunner, ESt. 48,297—299.
12. G. H. Mair, Modern English literature from Chaucer
to the present day. London, Williams and Norgate. 1914.
c) Sammelwerke.
13. Th, W. Hunt, English literary miscellany. Ist and
2nd series. Oberlin (Ohio), Bialiotheca Sacra Co. 1914. 320 s.
bzw. 318 s. — die hier gesammelten aufsätze sind bereits früher
in der 'Bibliotheca Sacra' veröffentlicht worden, sie umfassen im
1. band die gruppen: I. Allgemeine themata: 1. Die abhängigkeit
der neueren englischen literatur von der älteren. 2. Historische
entwicklung der englischen prosa. 3. Geschichte des engl, lyri-
schen verses. 4. Entwicklung der Elisabethanischen dramatik.
5. Der engl, dramatische vers nach Shakespeare. 6. Das roman-
tische element in der Elisabethanischen literatur. II. Besondere
themata. 1/2. Spenser. 3. Shakespeare's sonette. 4. Coleridge's
dichtung. 5. Wordworth's dichtung. 6. Tennyson's 'Idylls of the
king'. 7. Tennysons 'In Memoriam'. der 2. band bringt: I. All-
gemeine themata: 1. Das Elisabethanische Zeitalter der schönen
literatur. 2. Die geschichtlichen Vorläufer des englischen dramas.
3. Übergang zur modernen engl, dichtung. 4. Engl. lit. kritik.
5. Engl. 'Poets laureates'. IL Besondere themata: 1. The Cle-
ments of Shakespeare's Genius. 2. Shakespeareana. 3. The epie
verse of Milton's 'Paradise lost'. 4. John Keats' dichtung. 5. Matthew
58 XVI. Englische literatur.
Arnold's dichtung. 6. Robert Browning's dichtung. 7. Eine Studie
über Mrs. Browning. 8. Swinburne's dichtung. — die leicht ver-
ständlichen aufsätze dienen dem gewollten zweck.
14. Essays and studies by members of the English asso-
ciation. vol. 4. collected by C. H. Herford 1914. — inhalt:
J. E. Spingarn, A note on dramatic criticism; 0. Elton, Eng-
lish prose numbers; A. Mawer, Some uneonsidered elements in
English place-names; L. Win Stanley, Platonism in Shelley;
A. C. Guthkelch, Defoe's *True-Born Englishman'; A. R. Skemp,
The plays of Mr. John Galsworthy; G. P. Baker, Dramatic
technique in Marlowe.
15. Festschrift für Lorenz Morsbach, dargebracht von freunden
und Schülern, redigiert von F. Holthausen und H. Spies. Studien
zur engl, phil., hrsg. von Lorenz Morsbach. 50. Halle a. S.,
Max Niemeyer. 1913. 7'21 s, — inhalt: 1. Erik Björkmann, Die
'festermen des Aelfric, eine namenliste aus York. s. 1 — 19. 2. Max
Förster, Der Vercelli-codex CXVII nebst abdruck einiger alt-
englischer homilien der handschrift. s. 20 — 179. 3. Wendelin
Foerster, Der feuertod als strafe in der altfrz. erzählenden
dichtung. s. 180 — 189. 4. F. Holthausen, Das altenglische reim-
lied. (s. nachtrag s. 722.) s. 190 — 200. 5. Hans Hecht, Deacon
Brodie. eine quellenstudie zu R. L. Stevenson (mit einem porträt).
201 — 222. 6. Richard Rohde, Zu Marlowes Doctor Faustus.
erörterung einiger probleme. s. 222 — 232. 7. Theodor Mühe,
W. M. Thackeray über die liebe, s. 233—250. 8. Willi Brei er,
Synthesis und analj'sis des konjunktivs in dem frühmittelenglischen
Streitgedicht 'Eule und nachtigall'. s. 251 — 277. 9. John Matthews
Manly, What is the parlement of foules? s. 278 — 290. 10. Max
Deutschbein, Beowulf, der Gautenkönig. s.291 — 297. 11. Oskar
Boerner, Reimuntersuchung über die qualität der betonten langen
e-vokale bei Robert of Brunne, s. 298 — 351. 12. Heinrich Cor-
nelius, Die englischen Ortsnamen auf -wick, -wich. s. 352 — 416.
13. Karl Wildhagen, Studien zum psalterium romanum in Eng-
land und zu seinen glossierungen (in geschichtlicher entwicklung).
s. 417 — 472. 14. Johannes Hoops, Virginien zur kolonialzeit.
eine kulturgeschichtliche Studie, s. 473 — 509. 15. K. D. Bül-
bring, Untersuchungen zur mittelenglischen metrik. s. 510 — 624.
16. Fritz Roeder, Neue beitrage zur erziehung der angelsächsischen
Jugend. (dieser beitrag erscheint in kürze separat.) s. 625.
17. Heinrich Spies, Chaucer's religiöse grundstimmung und die
echtheit der Parson's Tale. s. 626 — 721.
16. The golden treasury of the best songs and lyrical poems
in the English language. selected and arranged by Francis Turner
XVI. A. Literaturgeschichte. 59
■Palgrave, with additional poems, and with notes b}^ C. B. Wheeler.
Oxford, University press. 1914. — bespr. Athenaeum 1914,1,
485—486.
17. Schon früher besprochen: 1. Gr. Sarrazin, Von Käd-
inon bis Kynewulf (vgl. Jsb. 1913,16,50); bespr. von W. A.
Bereudsohn, Litbl. 35,386—388. — 2. W. P. Ker, English
literature medieval (vgl. Jsb. 1913,16,51); bespr. Archiv 131,
248—249.
2. Bibliographie.
18. Wilfrid M. Voynich, Catalogue of early works on
English history, literature and science. 1914.
19. Ar. Esdaile, A list of English tales and prose romances
printed before 1740. London, Printed for the bibliographical
Society. 1912. — bespr. von R. S. Crane, MLN. 29,45 — 49 und
Tr. Brie, Anglia beibl. 25,257—259.
20. M. Eörster, Der Vercelli-codex CXVII nebst abdruck
einiger ae. homilien der hs. s. Festschrift f. L. Morsbach, oben
nr. 19.
21. ß. Wieners, Zur kritik des Cod. Junius XI. diss.
Bonn. 70 s.
22. W. W. Greg, Facsimiles of twelve early English mss.
in the library of trinity College, Cambridge, ed. with transcriptions.
London, H.'^Milford. 1914.
23. J. M. Booker, A middle English bibliography — dates,
dialects and sources of the XII, XIII and XIV Century monu-
ments and manuscripts, exclusive of the works of Wyclif, Gower
and the documents in the London dialect. Heidelberg, C. Winter.
1912. — bespr. von C. Brown, MLN. 29,153—156.
3. Landschaftliches.
24. Alma Blount, Intensive studies in American literature.
New York, The Macmillan Company. 1914. 331 s. — das buch
zerfällt in zwei teile, einen theoretischen und einen induktiven,
teil I: Rhetorical introduction befaßt sich mit 1. einer allgemeinen
erörterung über den begriff literatur. 2. Metrischen fragen.
3. Melodie und harmonie. 4. Der satzform. 5. Stil. 6. Stil-
figuren. 7. Stilarten. 8. Anspielungen. 9. Gedanke und stil.
10. Der frage, wie man eine literarische leistung studieren soll,
teil II: intensive studies bringt die anwendung des in teil I aus-
geführten auf ausgewählte stücke aus den werken von 11. Irving,
12. Bryant. 13. Poe. 14. Longfellow. 15. Whittier. 16. Lowell.
17. Holmes. 18. Hawthome. 19. Lanier. 20. Whitman. 21. Emer-
son, ein anhang bringt 1. eine liste von 90 aufsatzthemen.
60 XVI. Engliacbe literatur.
2. Einen auszug aus Forman's Greater Love nach Harper's Maga-
zine 1908. S.Addison: Thoughts in Westminster Abbey. 19 illustra-
tionen sind dem werk beigegeben, die freilich nur zum. teil im
Zusammenhang mit. den im buch behandelten gegenständen stehen^
reichliche literaturangaben und winke zur Vertiefung machen das
buch zu einem nützlichen ratgeber für den studierenden.
25. Br. Matthews, Einführung in die amerikanische lite-
ratur. Berlin, Weidmann. 1914.
26. D. J. O'Donoghue, The poetsof Ireland; a biographical
dictionary of Irish writers of English verse. New York, Oxford
university press.. 1914. 508 s.
27. Schon früher besprochen: Will. B. Cairns, A history
of American literature (vgl. Jsb. 1913,16,18); bespr. von G. E.
Hadow, MLR. 9,398—400.
4. Einzelne gattungen.
a) Lyrik.
28. Fr. A. Patterson, The middle English penitential lyric,
New York, Columbia Univ. press. 1911. IX, 203 s. — bespr. von
Fr. M. Padelford, JEGPhil. 13,624—628.
29. G. Saintsbury, The historical character of English
lyric. London, Frowde. 1912. — bespr. Fl. Delattre, Rev. germ.
10,376—377.
30. E. Rhys, Lyric poetry. London, Dent & sons. 1913.
— bespr. von S. C. Chew, MLN. 29,173—178.
31. Geschichte des engl, lyrischen verses in Th. W. Hunt,
English literary miscellany (s. oben nr. 19), 1,3.
32. E. Sieper, Die altenglische elegie. Straßburg, K. J.
Trübner. 1914.
33. Th. Wright, The lives of the British hymn- writers :
vol. ni. Isaac Watts and contemporary hymn-writers. London,
Farncombe. 1914.
34. Schon früher besprochen: 1. F. E. Schelling, The
EngUsh lyric (vgl. Jsb. 1913,16,22); bespr. von S. C. Chew,
MLN. 29,173—179. — 2. E. B. Reed, English lyrical poetry
(vgl. Jsb. 1913,16,26,2); bespr. von S. C. Chew, MLN. 29,
173—178 und von Fl. Delattre, Rev. germ. 10,376—377.
h) Sprachdichtung.
35. C. Williams Blanche, Gnomic poetry in Anglo-Saxon.
ed. with introduction, notes and glossary. New York, Columbia
Univ. press. 1914. 171 s. — das buch zerfällt in zwei teile:
XVI. A. Literaturgeschich t«. gl
1. eine umfängliche einleitung auf 82 Seiten, in der die geschichte
der Spruchliteratur in weitem umfang behandelt wird, bei Griechen,
lüdern, Persern, Germanen, von germ. denkmälern werden die
Germania des Tacitus, das runenlied, die Edda, Beowulf, wanderer,
Seefahrer usw. sowie christl. literatur betrachtet, von s. 83 an
werden besonders die Exeter und Cotton Sprüche ins äuge gefaßt,
deren text weiterhin abgedruckt und mit anmerkungen und einem
glossar versehen wird.
c) Boman.
36. G. Saintsbury, The English novel. London, Dent & co.
1913. — bespr. v. S. C. Chew jr., MLN. 29,89—90.
37. E. A. Baker, A guide to historical fiction. London,
Houtledge & sons. 1914. 582 s.
d) Sage.
38. The song of the V. A. D. with legends of Sussex und
■'Surrey, old and rqw. by 'commandment'. London, St. Catherine
press. 1914.
e) Drama.
39. F. E. Schelling, The English drama. London, J. M.
Dent & sons. 1914.
40. G. B. Dutton, Dramatic Fashions illustrated in six
old plays. JEGPhil. 13,398—418.
41. J. Palm er s, The comedyof manners. London, Bell & sons.
1913. — bespr. von M. Förster, JbdShG. 50,229—230.
42. J. Palm er, The comedy of manners. New York, The
Macmillan Co. 1914. (dasselbe werk wie die vorangehende nr.?)
43. Notta Syrett, The old miracle plays of England,
illustrated. new ed. London, Mowbray. 1914. 126 s.
44. W. Roy Mackenzie, The English moralities from the
point of view of allegory. Boston, Ginn & co. 1914.
45. H. Craig, The Corpus Christi procession and the Corpus
Christi play. JEGPhil. 13,589—602.
46. 0. Spaar, Prolog und epilog im mittelalterlichen engl,
drama. diss. Gießen. 81 s.
47. W. W. Greg, Bibliographical and textual problems of
the English miracle circles. London, Moring. 1914.
48. B. Cron, Zur entwicklungsgeschichte der engl, misterien
alten testaments. diss. Marburg. 121 s.
49. Ch. W. Wallace, The first London theatre. materials
f'or a history. univ. studies. Lincoln, Nebr. 1914.
62 XVI. Englische literatur.
fj TheatergescMchte.
5Ü. Ch. C. Stopes, The debt the English stage owes to'
the Burbages. Archiv 131,155 — 161.
51. Th. Sh. Graves, The court and the London theatres
during the reign of Elizabeth, diss. the university of Chicago.
Menasha Wisc, G. Banta Publishing Co. 1914.
52. T. S. Graves, The origin of the Custom of Sitting on
the stage. JEGPhil. 13,104—109
53. T. S. Graves, The political use of the stage during
the reign of James I. Anglia 38,137 — 156.
54. Schon früher besprochen: W. J. Lawrence, Elizabethan
playhouse (vgl. Jsb. 1912,16,75); bespr. von J. Quincy Adams jr.,
JEGPhil. 13,356—361.
g) Balladen.
55. Frank Egb. Bryant, A history of English fcalladry and
other studies. Boston, Badger. 1913. 443 s. — bespr. Archiv
131,250.
56. English and Scottish populär ballads edited from the
collection of Francis James Child and others. Cambridge edition.
London, D. Nutt. 1914.
57. A. Wirth, Tod und grab in der schottisch-englischen
volksballade. Jahresber. des Karlsrealgymnasiums zu Bernburg
1914. — bespr. von 0. Glöde, ZfrenglU. 13,471—472.
58. J. R. Moore, Ommission of the central action in Eng-
lish ballads. Modern philology 11,391—406.
59. K. Ehrke, Das geistermotiv in den schottisch-englischen
volksballaden. ein beitrag zur geschichte der Volksdichtung, diss.
Marburg a. L. 1914. 119 s. — vf. zerlegt seine arbeit in einen
analytischen und einen synthetischen teil, im ersten behandelt er
11 geisterballaden nach inhalt, Überlieferung, motiven, einfluß auf
die kunstdichtung; im zweiten teil faßt er die ergebnisse zusammen
unter den Überschriften: 1. Die geisterweit bei Kelten, Skandinaviern
und Schotten. 2. Heidnisch-germ. und christl.-kath. Weltanschauung,
3. Stil und komposition in den geisterballaden. 4. Das trägt die
Untersuchung zur lösung der allgemeinen balladenprobleme bei? —
für seine bemerkungen über kelt. Volksglauben hätte vf. das buch
von G. Henderson, Survival in belief among the Celts mit nutzen
verwerten können, dann wäre sein urteil über diesen punkt wohl
anders ausgefallen.
60. R. S. Forsythe, Modern imitations of the populär
bailad. JEGPhil. 13,88—97.
61. W. Bolle, Forbes' 'Songs and fancies', das erste in
Schottland gedruckte Liederbuch. Archiv 131,320—333. — die
XV. A. Literaturgeschichte. 63
Sammlung, die meist Forbes' (des Verlegers) cantus genannt wird,
erschien in drei ausgaben: 1662, 1665, 1682, die in der zahl und
auswahl der lieder nicht ganz übereinstimmen, über herausgeber
und Verleger, die lieder und ihre quellen, die dichter und den text
werden Untersuchungen angestellt.
62. W. Bolle, Forbes' 'Songs and fancies', das erste in
Schottland gedruckte liederbuch. (fortsetzung.) Archiv 132,36 — 65
(schluß), ebd. 281 — 300. — vf. bringt die 35 lieder zum abdruck.
bei jedem sind die quellen sowie die textvarianten angegeben.
63. The songs of the Ettrick shepherd. London, Foulis.
1914. 158 s.
64. B. Neuendorff, Nachklänge des 'nußbraunen mädchens'.
Archiv 132,139—141.
5. Einzelne Stoffe.
65. J. Kirchhoff, Zur geschichte der Karlssage in der
engl, literatur des mittelalters, diss. Marburg 1914. 87 s,
66. K. Sandkühler, Der drachenkampf des hl, Georg in
englischer legende und dichtung vom 14. bis 16. jahrh. Wiss.
beil. zum jsb. progymn. Pasing. 1913. 119 s. (vgl. Jsb. 1913,
16,33.) — die vorliegende abhandlung bildet einen ausschnitt aus
einem geplanten größeren werke: Drachenkämpfe in engl, sage iind
dichtung. durch die bedeutung, die dem Schutzpatron Englands
auch in der dichtung zukommt, rechtfertigt es sich, daß vf. gerade
die aut ihn bezüglichen dichtungen zuerst betrachtet, er tut es
in 10 abschnitten, die sich mit lat., me. und ne. bearbeitungen der
legende befassen, darunter die von Lydgate und Spenser. die
Schrift ist ein gut orientierender beitrag zur engl, literaturgeschichte.
67. Fr, Funk, Die englischen Hannibaldramatisierungen mit
berücksichtigung der bearbeitungen des Stoffs in den übrigen lite-
raturen. diss. München. 85 s.
68. E. Koeppel, Zu 'Amor und Psyche in England'. Archiv
131,161—163.
69. J, Blaß, Die entwicklung der figur des gedungenen
mörders im älteren engl, drama bis Shakespeare, diss. Gießen. 77 s.
70. H. Detlefsen, Die namengebung in den dramen der
Vorläufer Shakespeares, diss. Kiel. 60 s.
71. R. M. Alden, The use of comic material in the tragedy
of Shakespeare and his contemporaries. JEGPhil. 13,281 — 298.
72. Schon früher verzeichnet: 1. W. H. Schofield, Chivalry
in English literature (vgl. Jsb. 1913,16,8); bespr. von R. Acker-
mann, Litbl. 35,283—284. — 2. Jul. Wirl, Orpheus in der
engl, literatur (vgl. Jsb. 1913,16,61); bespr. von Fr, Jung, Litbl.
64 XVI. Englische literatur.
35,58—59; von J. Ellinger, ZföG. 65,50—551 und Arch. 132,
239 — 240. — 3. K. Borchers, Die Jagd in den me. romanzen
(vgl. Jsb. 1913,16,58); bespr. von J. Mafik, Anglia beibl. 25,141.
— 4. Frank A3'delotte, Elizabethan rogues and vagabonds (vgl.
Jsb. 1913,16,62); bespr. von M. Förster, JbdShG. 50,226—227
und von F. P. Wilson, MLR. 9,391—394.
6. Auswärtige beziehungen.
73. W. F. Trench, An inaugural lecture entitled: An intro-
duction to the stud}'^ of renaissance in its relation to English lite-
rature. delivered in Trinity College 3d febr. 1914. 31 s. London,
Hodge, Figgis & co.
74. Gr. Waterhouse, The literar}- relations of England and
German}' in the sevententh centurJ^ Cambridge, University press.
1914. XX u. 190 s. — vf. benutzte bei einem teil seines buches die
vorarbeiten deutscher gelehrter; bei anderen teilen lagen solche
nicht vor. das buch zerfällt in 14 kapitel: 1. Early IVavellers
(vgl. nr. 90 dieses berichts). 2. Earlier lyrical poetry. 3. Sid-
ney's 'Arcadia' in Germany. 4. The latin novel. 5. The epigram.
6. History in literature. 7. English philosophers in Germany.
8. The theologians. 9. Later travellers. 10. The Awakening of
Germany and the Growth of English influence. 11. Later lyrics.
12. Later satire. 13. Milton in Germany. 14. Conclusion. 3 appen-
dices. index, während im 16. jahrh. der deutsche einfluß auf
England durch die reformation vorwiegt, hat sich das Verhältnis
im 18. jahrh. umgekehrt, dazwischen liegt die im vorliegenden werk
behandelte zeit, in der die deutsche literatur daniederliegt, ihren
einfluß auf England vervor, so daß der konnex zwischen beiden
ländern verloren ging, der erst am ende des Zeitraums wieder an-
geknüpft wurde. Deutschland steht unter der einwirkung der
ital., Span., franz. und holl. lit. ; ihnen gegenüber trat England in
den hintergrund. mit der Übersetzung von Milton's Paradise Lost
(1680) setzt der Umschwung ein, der in Klopstock einen höhe-
punkt erreicht, der anhang A gibt ausführliche literarische nach-
weise für die einzelnen kapitel. — bespr. Athenaeum 1914,11,144.
75. Schon früher verzeichnet: 1. G. S. Gordon, English
literature and the classics (vgl. Jsb. 1912,16,120 und 1913,16,68,1);
bespr. von E. Wolff, Wschr. 31,1038—1043. — 2. W. Wodick,
Jakob Ayrers dramen (vgl. Jsb. 1912,16,65); bespr. von W. Stamm-
ler, ZfdU. 28,132—133. — 3. S. L. Wolff, The Greek romances
(vgl. Jsb. 1912,16,123); bespr. von A. J. Tieje, JEGPhil 13,
482—487.
XVI. A. Literaturgeschichte. 65
7. Stilistik.
76. Th. MacDonagh, Thomas Campion and the art of
English poetry. Dublin 1913. — bespr. von Fl. Delattre, Rev.
germ. 10,508.
77. R. P. Corl, The theory of poetry in England, its develop-
ment in doctrines and ideas from the IGth Century to the 19th Cen-
tury. London, Macmillan & co. 1914. — bietet eine auslese
aus Schriftstellern über dichtkunst und literatur. — bespr. Athe-
naeum 1914,11,244—245.
8. Kritik.
78. J. E. 8 p in gar n, A note on dramatic ci-iticism s. u.
Essays and studies usw. oben nr. 14.
79. A. J. Tieje, The critical heritage of fiction in 1579.
ESt. 47,415 — 448. — vf. betrachtet zunächst die typen der
renaissance-prosadichtung bis 1579: Unterhaltung, erbauung, be-
lehrung, lebensbeschreibung, erregung und wendet sich dann zu
den Stilmitteln, mit denen diese ziele erreicht wurden: berufung
auf autoritäten, abwendung von traditionellen phrasen, aus-
schmückende darstellung. die begründenden noten sind ans ende
des aufsatzes verwiesen.
80. Schon früher verzeichnet: G. M. Miller, The historical
point of view in English literary criticism (vgl. Jsb. 1912,16,252);
bespr. von Fr. Jung, Litbl. .34,400—401.
9. Kulturgeschichtliches.
84. J. Müller, Das kulturbild des Beowulfepos. Stud. z.
engl, phil., hrsg. von L. Morsbach 53. Halle, Max Niemeyer.
1914. 88 s. — das werk zerfällt in zwei teile: 1. Darstellung
des kulturbilds und 2. Kritische Untersuchungen, der 1. teil zer-
fällt in die kapitel: 1. Königtum und gefolgschaft. 2. Kampf
und krieg. 3. Recht. 4. Ethos und Seelenleben. 5. Christentum
und heidentum. 6. Die materielle kultur. 7. Sport und Ver-
gnügungen, dieser teil stellt eine Sammlung der kulturgeschicht-
lichen angaben im Beowulflied dar. im 2. teil wird geprüft, ob
die dichtung ae. oder skand. kultur schildert und die frage nach
der geschichtlichen Wahrheit des kulturbildes erörtert, das kultur-
bild glaubt vf. als wesentlich ae, erwiesen zu haben, wenn auch
England und der Norden sich noch in vielen beziehungen gleichen,
da die einzelnen germanischen Völker in der frühen zeit vor 700
noch wenig auseinandergewachsen waren, wo sich jedoch ae. und
Jahresbericht für germanische philologie. XXXYI. (1914.) II. Teil. 5
QQ XVI. Englische literatur.
skand. kultur voneinander scheiden — bei der Salbung des königs,
bei der religion und beim ethos — , da entspricht die schildei'ung
des Beowulf den ao. Verhältnissen.
85. Margarete Rösler, Erziehung in England vor der nor-
mannischen eroberung. ESt. 48,1 — 114. — 1. Weltliche erziehung
der Angelsachsen. 2. Geistliche erziehung: Jona und Lindisfarne,
Malmesbury, Wearmouth und Yarrow, St. Augustine bei Canterbury,
frauenklöster, kathederschule zu York, die klöster zur zeit der
Benediktinerreform.
86. P. H, Boyntou, London in English literature. Chicago
(111.) o. J., The university of Chicago press. 346 s. — vf. will
eine Vorstellung der atmosphäre des geistigen Londons in den ver-
schiedenen literarischen epochen geben und die stellen schildern,
wo sich das interesse der aufeinander folgenden generationeu
konzentrierte, eine reichliche auswahl älterer und neuerer radie-
rungen und Photographien (38 an der zahl) sollen diesen zweck
unterstützen, das buch verfällt in 10 kapitel, die London zur zeit
Chaucers, Shakespeares, Miltons, Drydens, Addisons, Johnsons,
Lamb und Byrons, Dickens, Viktorias und in der gegenwart
schildern, im anhang werden eine anzahl werke charakterisiert,
in denen Londoner örtlichkeiten vorkommen, den Schluß des buches
bildet ein reichlicher index der darin vorkommenden personen-,
sti'aßen-, häuser- usw. namen. — bespr. NQ. 11. ser. 9,59 und
Arch. 132,240—241.
87. J. Routh, The purpose of art as conceived in English
literary criticism of the 16th and 17th centuries. ESt. 48,124 — 144.
88. G. B. Brown, Anglo-Saxon art and industry in the
Pagan period. vol. 3 and 4. London, John Murray. 1914.
89. R. Taylor, The political prophecy in England. (Columbia
universit}'- studies in English.) New York 1911. — bespr. von
H. T. Price, Anglia beibl. 25,49— .50.
90. W. Dibelius, Englische berichte über Hamburg und
Xorddeutschland aus dem 16. bis 18, Jahrhundert. Zs. d. ver. f.
Hamburgische geschichte 19,51 — 82. — im mittelalter ist Deutsch-
land für die Engländer ein im wesentlichen unbekanntes land; die
Vermittlung zwischen beiden bildete, wie noch heute in vieler hin-
sieht, Prankreich, das bild ändert sich erst mit der reformation:
Roger Ascham kommt 1551 nach Augsburg, Coryat und Henry
Wotton nach Heidelberg, aber in der hauptsache ist Deutschland
noch immer das land der seltsamen, ungeheuerlichen ereignisse;
daneben geht bis in die neueste zeit die Vorstellung von dem selt-
sam tiefen, wunderbar mystischen im deutschen Charakter. Deutsch-
XVL ß. Altenglische denkmäler. 67
land wird aber als tief unter dem englischen niveau stehend an-
gesehen; deutsche kleinstaaterei, titelsucht, Völlerei werden ver-
spottet, die kleineren höfe kommen tneist schlecht weg, gerühmt
wird dagegen (schon 1749!) der Berliner hof und der preußische
Staat, dem allgemeinen bild von Deutschland fügt sich das von
Hamburg an; charakteristische züge sind in den berichten nur
spärlich vertreten.
B. Altenglische denkmäler.
a) Sammehverke.
91. C. W. M. Grein, Sprachschatz der ags. dichter, neu
hrsg. von J. J. Köhler, lief. 12 (schluß des werks). Heidelberg,
C. Winter. 1914.
92. Schon früher verzeichnet: 1. M. Förster, Altengl, lese-
buch (vgl. Jsb. 1913,16,78); bespr. von M, Dyboski, Allg Litbl.
23,236 und von Fr. Klaeber, Anglia beibl. 25,294—296. —
2. Rud. Brotanek, Texte und Untersuchungen zur ae. literatur
(vgl. Jsb. 1913,16,87); bespr. von B. Neuendorff, Cbl. 64,1611.
b) Einzelne denkmäler.
Aelfric. 93. B. Fehr, Die hirtenbriefe Aelfrics in alt-
englischer und lateinischer fassung. hrsg. und mit Übersetzung
und einleitung versehen. = Bibl. d. ags. prosa X. Hamburg,
Henri Grand. 1914. CXXVI u. 209 s. — die sehr ausführliche
einleitung (teil 1) behandelt zunächst die einrichtung der vor-
liegenden ausgäbe, gibt ein Verzeichnis der hss. und der ausgaben
der hirtenbriefe bis 1900, behandelt ihre entstehungsgeschichte
und abfassungszeit, die handschriftenverhältnisse im allgemeinen,
die Sonderstellung der fassung D von brief II, die quellen, der
2. teil bringt die texte: l. ae. brief, 1. lat. brief; 2. lat. brief, 2. ae.
brief; 3. ae. brief, einen bisher unbekannten lat. brief und in acht
anhängen verschiedene kleinere ae. fragmente und lat. texte, eine
abhandlung über die Interpunktion der ae. briefe, eine konkordanz
zwischen der vorliegenden und Thorpes ausgäbe, endlich Ver-
besserungen und nachtrage zu den texten, die auswahl der dem
diplomatischen abdruck zugrunde gelegten texte ist verschieden-
artig je nach der gute der hs., zuweilen z. beim 2. ae. brief sind
drei fassungen nebeneinander gedruckt, insoweit ein bestimmter
text zugrunde gelegt ist (zumeist 0, d. h. die Parkerhs. des Cam-
bridge Corpus Christi College 190), sind in noten die Varianten
der andern hss. gegeben, besonderes gewicht wurde auf die in
den noten enthaltenen quellennachweise gelegt.
5*
68 XVI. Englische literatur.
Alleren Riwle. 94. G. C. Macaulay, The 'Ancren Riwle*.
MLR. 9,63—78. 145—160. 309—331.
95. Schon früher verzeichnet: TheRecluse. a fourteenth Cen-
tury Version of the Ancren Riwle (vgl. Jsb. 1911,16,194); bespr.
von B. Fahr, Anglia beibl. 25,75.
Beowulf. 96. Beowulf, edited with introduction, notes,
glossary and appendices by W. J. Sedgefield. 2nd ed. (Publi-
cations of the university of Manchester, Engl, series nr. II.) Man-
chester 1913. — zur 1. aufl. vgl. Jsb. 1912,16,190; bespr. von
Fr. Klaeber, AngHa beibl. 25,166—168.
97. A. J. Wyatt, Beowulf with the Finnsburg fragmenti
new. ed. with 4 facsimiles. London, Cambridge University
press. 1914.
98. H. Gering, Beowulf nebst dem Finnsburg-frugment.
übersetzt und erläutert. 2. aufl. Heidelberg, C. Winter. 1914.
XV,123 s.
99. The story of Beowulf. translated from Anglo-Saxon
into Modern English prose by E. J. B. Kirtlan. London, C. H.
Kelly. 1914. 212 s.
100. M. Deuts chbein, Beowulf der Gautenkönig, s. Fest-
schrift für Lorenz Morsbach, oben nr. 15.
101. 0. L. Olson, 'Beowulf and 'The feast of Bricrin'.
MPhil. 11,407—427.
102. E. J. B. Kirtlan, The story of Beowulf. London,
Kelly. 1914. — bespr. Athenaeum 1914,11,71.
1©3. Schon früher verzeichnet: 1. H. Pierquin, Le poeme
Anglo-Saxon de Beowulf (vgl. Jsb. 1912,16,184 u. 1913,16,102,5);
bespr von -tz-, Cbl. 65,444 — 445. — 2. Beowulf. mit ausführlichem
glossar, hrsg. von M. Heyne (vgl. Jsb. 1913^16,102,1); bespr. von
A. Olrik, NTfFil. 4. r. 2,128. — 3. Knut Stjerna, Essays on
questions connected with Beowulf (vgl. Jsb. 1913,16,102,6); bespr.
Arch. 132,239—239; von Fr. Klaeber, JEGPhil. 13,167-173
und A. Olrik, NTfFil. 4. r. 2,127—128. — 4. R. C. Boer, Die
ae. heldendichtung. bd. 1: Beowulf (vgl. Jsb. 1912,16,182); bespr.
von W. A. Berendsohn, Litbl. 35,152—154.
Christ and Satan. 104. Th. Frings, Christ and Satan.
ZfdPh. 45,216—236.
105. S. Moore, Notes on the Cid English Christ. Archiv
131,311—314.
Deor. 106. Svet. Stefanovic, Zur dritten strophe des
'Deor'. Anglia 37,533 — 538. — gegen Fr Tupper jr., Anglia
XVI. B. Altenglische denkmäler. 69
37,118—124 (vgl. Jsb. 1913,16,110) und MPhil. okt. 1911 (vgl.
Jsb. 1911,16,178) wird der text als einwandfrei nachgewiesen.
Genesis A. 107. F. Holthausen, Die ältere Genesis, mit
einleitung, anmerkungen, glossar und der lat. quelle. Heidelberg,
C. Winter. 1914. 132 s.
Genesis B. 108. Ft. Klaeber, Notizen zur jüngeren Genesis.
Anglia 37,539—542.
109. Schon früher verzeichnet: Fr. Klaeber, The later
Genesis (vgl. Jsb. 1913,16,113); bespr. von E. Björkman, Anglia
beibl. 25,202—203 undW. W. Lawrence, JEGPhil. 13,144— 146
Glossen. 110. K. Wildhagen, Zum Psalterium Romanum
in England und zu seinen glossierungen, s. Festschrift für L. Mors-
bach, oben nr. 15.
111. Schon früher verzeichnet: 0. B. Schlutter, Das epi-
nales und Erfurter glossar (vgl. Jsb. 1912,16,203); bespr. von
J. Delcourt, Rev. germ. 10,88 — 89 und G. Götz, Idg. anz. 33,
13—14.
Grave. 112. Louise Dudley, 'The Grave'. MPhil. 11,
429—442.
Guthlac. 113. Schon früher verzeichnet: Das ags. prosa-
leben des hl. Guthlac (vgl. Jsb. 1909,16,166); bespr. Archiv
131,249.
Psalmen. 114. U. Lindelöf, Der Lambeth-psalter. eine
altenglische interlinearversion des psalters in der hs. 427 der erz-
bischöflichen Lambeth Palace Library. IL Beschreibung und ge-
schichte der hs. Verhältnis der glosse zu anderen psalterversionen.
bemerkungen über die spräche des denkmals. Acta Societatis
Scientiarum Fennicae. bd. 48, nr. 3. Helsingfors 1914. 4°. 104 s.
— im anschluß an seine ausgäbe des Lambeth-psalters: I: text
und glossar (vgl. Jsb. 1909,16,171), gibt vf. im vorliegenden heft
Äuf 15 Seiten eine eingehende beschreibung der hs., bespricht dann
kurz den lat. text und wendet sich im hauptteil des heftes zu-
nächst zur Charakterisierung der Lambethglosse und der darstellung
ihres Verhältnisses zu den übrigen ae. psalterglossen. er stellt die
fälle zusammen, wo die Lambethglosse nicht die eigne, sondern
eine sonst bekannte lat. lesart wiedergibt, ferner fälle fehlerhafter
Übersetzung der lat. konstruktion. er betrachtet die doppelten
und mehrfachen glossen zu demselben lat. wort usw. als ergebnis
kann vf. feststellen, daß die Lambethglosse sehr selbständig und
reich ist. des weiteren behandelt vf. den Wortschatz und wort-
gebrauch des Lambeth-psalters und gibt bemerkungen zur lautlehr©
und flexionslehre.
70 X^I- Englische literatvir.
115. M. Förster, Die altenglischeu beigaben des Lambeth-
psalters. Archiv 132,328 — 335. — nachtrag zu dem in U. Linde-
löf's abdruck (vgl, Jsb. 1909,16,171) gebotenen text, enthaltend
3 gebete, davon 2 in lat. spräche mit ae. glossen, die hier zum
erstenmal vollständig abgedruckt werden, während ein ae. gebet
bereits von Logemann, Anglia 11,103 veröffentlioht ist. zwei
hagiologische fragmente (St. Mildryd und St. Seaxburh) werden
erneut abgedruckt.
Rätsel. 116. B. Schneider, Satzbau und wertschätz der
ae. rätsei des Exeterbuches. ein beitrag zur lösung der verfasser-
frage, diss. Breslau 1914.
117. Mor. Trautmann, Die zahl der ae. rätsei. Anglia
beibl. 25,272—273.
118. Mor. Trautmann, Zu den lösungen der ae. rätsei.
AngUa beibl. 25,273—279.
119. F. Holthausen, Nochmals die ae. rätsei. Anglia 38,
77 — 82. — diese fortsetzung der durch Tuppers neuausgabe ver-
anlaßten textkritischen bemerkungen (vgl. Anglia 35,165 — 177)
beschäftigt sich mit den rätseln 1, 4, 5, 15, 32, 40, 49, 56, 60,
64, 68, 71—73, 77—78, 81—84, 87—89, 91—94.
120. J. H. Kern, Noch einmal zum Leidener rätsei. Anglia
38,261—265. — gegen Schlutter vgl. Anglia 32,334 ff., 516,
33,452 ff., 457 ff.
121. Mor. Trautmann, Die quellen der ae. rätsei. Anglia
38,349 — 354. — im gegensatz zu Tupper, der ihm den einfluß
der vier wichtigsten lateinischen Sammlungen (Symposius, Aldhelm,
Tatwine, Eusebius-Hwsetberht) auf die Exeter-rätsel zu gering ein-
schätzt, und zuPrehn, der für nahezu jedes ae, rätsei eine oder
mehrere lat. quellen nachweisen zu können glaubt, findet vf. die
Wahrheit auf der mittleren linie. zwar lassen sich für die mehrzahl
der ae. fassungen lateinische Vorbilder nicht nachweisen, und auch
wo das gelingt, zeigt die entlehnung (von den übersetzten
nummern 33 und 38 abgesehen) größte Selbständigkeit in der form;
aber deshalb ist die ae. rätseldichtung doch durchaus die tochter
der lateinischen, und ohne die genannten vier Sammlungen gäbe
es wohl kein einziges der Exeter-rätsel. dagegen habe vf. für
ihre abhängigkeit von den Lorscher und Berner Sammlungen sowie
von der des Bonifatius und den sogen. Flores Bedae keinen
sicheren beleg gefunden, wenn auch gewisse anklänge nicht zu
leugnen sind.
122. Mor. Trautmann, Sprache und versbau der ae. rätsei.
Anglia 38,355—364.
123. Mor. Trautmann, Zeit, heimat und Verfasser der ae.
rätsei. Anglia 38,365—373.
XVI. C. Mittelenglische denkmäler. 71
124. Schon früher verzeichnet: 1. Old English riddles. ed.
ty A. J. Wyatt (vgl. Jsb. 1913,10,121,1); bespr. von A. R..
Skemp, MLR. 9,400 — 402 und Mor. Trautmann, Anglia beibl.
25,290—294. — 2. The riddles of the Exeter book. ed. Fr. Tupper
(vgl. Jsb. 1912,16,223); bespr. von R. W. Chambers, MLR. 9,
271—273.
Reimlied. 125. F. Holthausen, Das ae. reimlied, s. Fest-
schrii't für L. Morsbach, oben nr. 15.
Widsith. 12G. A. Anscombe, 'Widsith' 11. 4,5. NQ. 11. ser.
9,161—162.
127. A. Anscombe, Wala of 'Widsith' and 'Valliarica©
Insulae'. NQ. 11. ser. 10,8—9.
128. Schon früher verzeichnet: R. W. Chambers, Widsith
(vgl. Jsb. 1913,16,129); bespr. von W. A. Berendsohn, LitbL
35,384—386 und A. Olrik, NTfFil. 4. r. 1,129—130.
C. Mittelenglische denkmüler.
aj Smmnelausgahen.
129. Gr. H. MacKnight, Middle English humorous tales in
verse. (The Belles-Lettres-Series. sect. II. Middle English lite-
rature.) Boston, D. C. Heath & co. LXXV,156 s. — bespr.
Arch. 132,239.
130. Jessie L. Weston, The chief middle English poems.
newly rendered and edited, with notes and bibliographical references.
Boston, Houghton Mifflin Co. o. J. (1914). 396 s. — vf. hat
die übersetzten texte entweder vollständig oder wenigstens in ge-
schlossenen episoden wiedergegeben; sie umfassen alle hauptzweige
der me. literatur: historische und legendarische texte, romane, er-
zählungen, Sprichwörter nnd didaktisches, religiöses und lyrisches,
unter den historischen texten sind Layamon und Barbour's Bruce
besonders berücksichtigt, erklärende noten und eine kleine biblio-
graphie mit hinweisen für Studenten zur weiteren information sind
dem buche beigegeben.
131. K. Brunner, Hs. Brit. mus. additional 31042. Archiv
32,316 — 327. — vf. gibt eine neue beschreibung der hs. und ver-
öffentlicht einige kleinere me. stücke lyrischen und epischen in-
halts vollständig.
h) Ein.zelausgahen.
Bruce. 132. Fr. W. Mühleisen, Textkritische, metrisch»
und grammatische Untersuchungen von Barbour's Bruce. Bonn»
C. Georgi. 1913. XVI,222 s. — bespr. Archiv 131,494—495.
73 XVI. Englische literatur.
133. M. Macmillan, Tlie Bruce of Banuockburn: being a
translation of the greater portion of Barbour's Bruce. Stirling,
E. Mackay, o. J. (1914). XXXIII u. 275 s. — vf. hat seine
Übersetzung zum GOOjälirigen gedächtnis der berühmten Schlacht
veröffentlicht, sie ist möglichst wortgetreu abgefaßt, eine ein-
leitung unterrichtet über das leben Barbours, den Inhalt, die stil-
mittel, die spräche, die geschichtliche treue seines werkes. die
Übersetzung liest sich leicht, wenn sie auch infolge der gewollten
nachahmung der Originalsprache etwas holprig klingt. einige
noten und ein index der in der dichtung vorkommenden eigen-
namen sind dem buche beigegeben. — bespr. NQ. 11. ser. 9,499.
Brunne. 134. 0. B. Schlutter, Zu Robert Brunne, 'Hand-
lyng Synne 9863—9866'. Anglia 38,251—254.
Caxton. 135. Caxton's Mirrour of the World, ed. by Oliver
H. Prior. London, H. Milford. 1914. 218 s.
136. J. Munro, The history of Jason, translated from the
French of Raoul le Fevre by William Caxton, c. 1477. the
text. 208 8. London, H. Milford. 1914.
Charters. 137. Mary Caroline Spalding, The middle Eng-
lish Charters of Christ. Bryn Mawr College Monographs. Mon.
series 15. Bryn Mawr, 1914. CXXIV u. 104 s. — die hier
veröffentlichten texte sind mit zwei ausnahmen (Kent Charter,
KQ. 9. ß. 8,240 und Short Charter, Fairfax text, Archiv 106,
69 — 70) hier zum erstenmal gedruckt, der eigenartige literarische
typus, allegorische dichtung in form einer Urkunde, wird vom vf.
in einer einführung charakterisiert, daran schließt sich eine dar-
stellung des überlieferten materials, zwei lat. und drei engl, texte :
Carta dei, Short Charter und Long Charter, letztere in drei
fassungen. abseits stehen die Charter of Pardon (Mercy), die im
34. kap. der Pylgrymage of the Soul (ed. Caxton 1483) steht
nach Furnivall dem dichter Hoccleve zugeschrieben wird, ferner
zwei andere Pardons, die vf. nicht zugänglich waren, die über-
lieferten texte werden betrachtet, die geschichte und quellen des
Charter beleuchtet und die genauigkeit der interlinearversionen
der Short und Long Charter untersucht, im zweiten teil der schrift
werden die texte abgedruckt und daran schließen sich drei an-
hänge: einer mit beobachtungen über die spräche der texte, ein
zweiter mit vier kleineren texten (zwei lat. und zwei me.).
Chaucer.
a) Biof/raphisches und allgemeines.
138. Grace E. Hadow, Chaucer and his times. London,
Williams and Norgate. 1914. 8^. 256 s. — in 7 kapiteln
XVI. C. Mitteienglische denkmäler. 73
behandelt vf. : 1. Chaucer's leben und Zeitalter. 2. Cii.'s werke.
3. Ch.'s behandlunf^ seiner quellen. 4. Ch.'s charak terzeich nung.
ö. Ch.'s humor. 6. Ch.'s darstellungskunst. 6. Einige ansichten
Ch.'s von menschen und dingen. 7. Ch.'s einfluß.
139. J.Koch, Neuere Chaucer-literatur. ESt. 48,251— 281. —
©ingehende besprechungen von 1 : W. S. Cornick and K. K. Root,
Specimen extracts from the nine unprinted mss. of Ohaucer's
Troilus and from Caxton's and Thynne's Ist editions. London
1914. 2. J. Koch, A detailed comparison of the 8 mss. of Ch.'s
Canterbury tales. London 1913. 3. 0. F. Emerson, Poems of
Chaucer. New York 1911 und 4. E. Meyer, Die charakterzeich-
nung bei Chaucer. Halle 1913.
140. J. Koch, Nouere beitrage zur Chaucer] iteratur aus
Amerika. Anglia beibl. 25,327 — 342. — vf bespricht 1. Fr. T Up-
per jr., Chaucer and the seven deadly sins. PMLAss. 29,93 — 128.
2. Drei arbeiten von J. Livingstone Lowes und 3. Eünf arbeiten
von J. P. S. Tatlock.
141. Fr. T Upper, Chaucer and the seven deadly sins.
PMLAss. 29,93—128.
142. W. G. Dodd, Courtly love in Chaucer and Gower.
Boston, Ginn & co. 1913.
143. G. H. Campbell, Chaucer's prophecv in 1586. MLN.
29,195—196.
144. E. P. Kühl, Some friends of Chaucer. PMLAss. 29,
1270—276.
145. J. S. P. Tat lock, Chaucer's retractations. PMLAss.
28,521—529.
hj Gesamtausgaben.
146. H. N. MacCracken, The College Chaucer. New Haven,
Yale University press. 1913. 713 s. — die ausgäbe will in dem
umfang eines bandes so viel von Chaucer geben, daß der lehrer
die möglichkeit einer gewissen auswahl hat. der text lehnt sich
möglichst an die frühesten und besten hss. an. statt erklärender
noten ist ein umfangreicheres glossar gegeben, das auch etymolo-
gische erklärungen bringt, in fußnoten sind gelegentlich lesarten-
variationen verzeichnet, neben der auswahl aus den Canterbury
tales enthält die ausgäbe auch 22 von den kleineren gedichten.
ein anhang gibt winke für die ausspräche des me., die spräche
Chaucer's (deklination, konjugation), die versformen, einen kurzen
bericht über Chaucer's leben u. dgl. m. das glossar am schluß
umfaßt mehr als 100 selten, druck und ausstattung sind zu loben.
147. J. S. P. Tatlock and P. Mackaye, The complete
poetical works of Geoffrey Chaucer now first put into modern
74 XVI. Englische literatur.
Englieh, with illustrations by W. Goble. London, Macmillaa
& CO. 1914.
c) Canterbttry tales.
148. John Koch, Geoffrey Chaucer's Canterbury talea.
nach dem Ellesmere manuskript mit lesarten, anmerkungen und
einem glossar. Engl, textbibl. ed. J. Hoops. 16. Heidelberg;^
C. Winter. 1915. 475 s, — die einleitung unterrichtet über die
handschriftliche Überlieferung, die drucke, die Chaucer Society, die
entwicklung der C. t., ihre quellen, die ausgaben und die ein-
richtung der vorliegenden ausgäbe, daran schließt sich der te.xt
mit den lesarten: The general Prologue, the Knyghtes tale, the
JVIilleres tale, the Reues tale, the Cokes tale usw. bis zu 25 :
the Parsouns tale. ein anhang gibt längere lat. randglossen
wieder, den schluß des werkes bildet das ausführliche glossar
auf 55 zweispaltigen seiten, das auch texterläuterungen bringt,
aber leicht zu deutende Wörter ausläßt. — vf., ein gründlicher
kenner Chaucer's, hat seiner ausgäbe den text der Ellesmere-bs.
nach Furnivall's ausgäbe mit Elügel's korrekturen zugrunde ge-
legt; von deren lesarten ist er nur abgewichen, wo der sinn der
stelle, grammatik oder versbau es zu verlangen schien, doch sind
die änderungen durch kursiven druck hervorgehoben, die Ortho-
graphie der hs. ist möglichst beibehalten.
149. G. Chaucer, I racconti di Canterbury, tradotti e
illustrati da Cino Chiarini. vol. 2. Eirenze, Sansoni, LXXI,247 s.
150. J. S. P. Tatlock, Notes on Chaucer: the Canterbury
tales. MLN. 29,140—144.
151. J. Koch, Textkritische bemerkungen zu Chaucer's
Canterbury tales. ESt. 47,338 — 414. — vf. gibt hier die be-
gründung für eine anzahl fälle, wo er in seiner neuausgabe der
C. t. (vgl. nr. 148) von den früheren herausgebern abweicht.
152. M. Förster, Chauceriana I. 1. Die nonnenkaplanin
(me. chapeleine). Archiv 132,399—401.
153. Fr. Tupper, The Pardoner's Tavern. JEGPhil. 13,
553—565.
154. W. H. Williams, 'Palamon and Arcite' and the 'Knights
tale'. MLR. 9,161—172.
155. J. L. Lowes, The 'Coroners tM^o' of the 'Second Nun'*
tale': a supplementary note. PMLAss. 29,129 — 133.
156. W. H. Schofield, The Sea-battle in Chaucer's Legend
of Cleopatra. Kittredge Anniversary Papers. 1914.
157. B. L. Jefferaon, Queen Anne and Queen Alcestis.
JEGPhil. 13,434 — 443. — vf. bekennt sich zu der schon von ten
Brink vertretenen, aber von Lowes (PMLAss. 19,593 ff.) bekämpften,
XVI. C. Mittelenglische denkmäler. 75
ansieht, das vorbild der Alcestis in Ch.'s Prologue of the legend
of good women sei königin Anna gewesen, insofern als er züge
von beiden in der fassung B wiederfinden will, während in der
redaktion A die erinnerung an königin Anna unterdrückt sei.
dj Kleinere Schriften.
Parlement of foules. 158. C. M. Drennan, Chaucer.
Parlement of foules. with an introduction, notes and glossary.
London, W. B. Clive, University tutorial Press. 1914. 94 s. —
die kleine ausgäbe bringt in einer einleitung angaben über Chau-
cer's leben und werke, seinen einfluß auf die engl, lit,, abfassung,
quellen, versmaß des Parlement of foules, die spräche und den
satzbau Chaucer's. daran schließt sich der text der dichtung mit
reichlichen noten und einem glossar.
159. J. M. Manly, What is the Parlement of foules? s. Fest-
schrift für L. Morsbach oben nr. 15.
160. 0. F. Emerson, What is the Parlement of foules?
JEGPhil. 13,566—582.
Boseuroman. 161. Dean Spruill Fansler, Chaucer and
the Eoman de la Rose. New York, Columbia University press.
1914. 269 s. — die arbeit befaßt sich in sieben kapiteln mit dem
einfluß des Roman de la Rose auf Chaucer's lektüre, seine an-
spielungen auf historische und legendarische personen und orte,
seine mythologischen anspielungen, den einfluß des R. de la R.
auf Ch.'s Stil, Schilderungen und Situationen, Sprichwörter, den
einfluß des R. de la R. auf Ch.'s philosophische anschauungen. —
eine einleitung orientiert über die bisherigen forschungen zu dem
behandelten thema und gibt vfs. eignes ziel an; in einer schluß-
betrachtung faßt vf. seine ergebnisse zusammen: Ch. hat vor-
nehmlich den von Jean de Meung herrührenden teil des R. de la R.
benutzt, eine bibliographie und indices verschiedener art bilden
den Schluß des verdienstlichen buches. — bespr. von E. Koeppel,
Anglia beibl. 25,203—205.
162. H. Lange, Zur datierung de me. Rosenromanfrag-
ments A. Anglia 38,477 — 490. — die Übersetzung des A-frag-
ments des Romaunt of the Rose muß nach dem jähre 1377
vollendet worden sein.
HOUS of Farne. 163. R. Imelmaun, Chaucer's Haus der
Fama. ESt. 45,397—431. — bespr. von J. Koch, Anglia beibL
25,82—84.
Minor Poems. 164. J. S. P. Tatlock, Notes on Chaucer:
Earlier or Minor Poems. MLN. 29,97—101.
76 XVI. Englische literatur.
e) Grammatisches unp metrisches.
165. H. Eitle, Die satzverknüpf ung bei Chaucer. Angl.
forsch. 44. Heidelberg, C. Winter. 1914. XVII,210 s.
166. Fr. Klee, Das enjambement bei Chaucer. diss.
Halle. 70 s.
167. Schon früher verzeichnet: 1. John Koch, A detailed
comparison of the eight mss. of Chaucer's Canterbury tales (vgl.
Jsb. 1913,16,145); bespr. von C. Hammond, Anglia beibl. 25,
234 — 239. — 2. The complete works of Chaucer. ed. by W. W.
Skeat (vgl. Jsb. 1913,16,160,1); bespr. von H. T. Price, Anglia
beibl. 25,50. — 3. J, R. Hulbert, Chaucer's official life (vgl.
Jsb. 1913,16,138); bespr. von J. Koch, Anglia beibl. 25,79—82
und Archiv 131,249 — 250. — 4. E. Meyer, Die charakterzeich-
nung bei Chaucer (vgl. Jsb. 1913,16,142); bespr. von 0. Glöde,
Litbl. 35,245 — 246. — 5. H. Spies, Chaucers religiöse grund-
stimmuug (vgl. Jsb. 1913,16,150); bespr. von J. Koch, Anglia
beibl. 25,84—86.
Drama. 168. K. Joung, The origin of the Easter play.
PMLAss. 29,1—58.
169. Frances A. Fester, The north ern Passion, four
parallel texts and the French original. London, 11. Milford. 1914.
'256 s.
170. F. M. Warren, An earlier version of the Roland
miracle. MLN. 29,3—4.
171. J. K. Bonnell, The source in art of the so-called
*Prophets play' in the Hegge collection. PMLAss. 29,327—340.
172. M. H. Dodds, The problem of the 'Ludus Coventriae'.
MLR. 9,79—91.
173. A. Feuillerat, An unknown protestant morality play.
MLR. 9,94—96.
Oawaiu. 174. Sir Gawayne and the green knight. (I. Text
of the poem.) re-edited from the Cotton ms. Nero A. X. in the
British museum by R. Morris, revised by J. Gollancz. London,
H. Milford. 1914. 84 s.
Gregorius. 175. K. Keller, Die mittelenglische Gregorius-
legende. alt- und me. texte. 6. Heidelberg, C. Winter. 1914.
XIV,195 s.
Havelock. 176. H. Le Sourd Creek, The author of 'Have-
lock the Dane'. ESt. 48,193 — 212. — vf. kommt zum ergebnis,
daß: 'a cleareyed, kindly, practical man, interested in common
people, thoroughly patriotic, very religious in character, if not in
profession, priest rather than minstrel, wrote our English Havelock.'
XVI. C. Mittelenglische Denkmäler. 77
Isunibras. 177. C, Brown, A passage from 'Sir Isumbras'.
ESt. 48,329.
Kinge's Quair. 178. A. Lawson, King's Quair and the
Quare of Jelusy (vgl. Jsb. 1910,16,226); bespr. von B. Fehr,
Anglia beibl. 25,38—40.
Loveres Slaladye. 179. J. L. Lowes, The Loveres Maladye
of Hereos. MPbil. 11,491—546.
Lnyamon. 180. L. Bartels, Die Zuverlässigkeit der hand-
scbriften von Layamons 'Brut' und ihr Verhältnis zum original.
(Stud. z. engl. phil. 51.) Halle, Max Niemeyer. 1913. 96 s. —
bespr. von K. Brunner, ESt. 48,439 — 441 und E. Björkmann,
Anglia beibl. 25,296—302.
Lydgate. 181. H. N. MacCracken, Lydgatiana. Archiv
131,40 — 63. — vf. bringt den text von 14 kurzen religiösen ge-
dichten des 15. jahrhs., die unter Lydgate's einfluß entstanden
sind, ihre Verfasser sind unbekannt mit ausnähme von The live
joys, das in John Shirley's Ashmole ms. 59 einer 'holy ankaresse of
Mansfeld' zugeschrieben wird, und ABC to the virgin, das mit
John Marrion unterzeichnet ist.
182. H. Beutner, Lydgate's testament. progr. München
1914. 58 s.
183. J. Duschl, Das Sprichwort bei Lydgate nebst quellen
und parallelen, diss. München 1914. 99 s.
184. El. Prescott Hammond, Poet and patron in the 'Fall
of princes': Lydgate and Humphrey of Gloucester. Anglia 38,
121—136.
Medicina de Qiiadrupedibus. 185. J. Delcourt, Medicina
de Quadrupedibus. an early me. version, with introduction, notes,
translation and glossary edited. (Angl. forsch, heft 40.) Heidel-
berg, C. Winter. 1914. LI u, 40 s. — bespr. von E. Björk-
mann, ESt. 48,438—439.
Merlin. 186. E. A. Koch, Merlin, a middle-English me-
trical Version of a French romance. by Harry Lovelich, skinner
and Citizen of London (about 1450 a. d.). ed. with introduction,
notes and glossaries. part. 2. London, H. Milford. 1914. 212 s.
Patience. 187. Select early English poems. ed. by J. Grol-
lancz. I. Patience, an alliterative Version of Jonah by the poet
of Pearl, with preface, notes, glossary, and appendix giving the
vulgate text of Jonah, together with the Wicclifite version usw.
London, H. Milford. 1914. — mit dieser ausgäbe beginnt eine
neue Sammlung ae. texte zu erscheinen. 6 bände bilden eine
Serie, preis eines bandes 2/6 s.; einer serie 10/6 s. — bespr.
von K. Brunner, Archiv 32,184—185; Athenaeum 1914,11,71;
J. H. G. Grattan, MLR. 9,403—405.
78 XVI. Englische literatur.
188. S. B. Liljegren, Has the poet of 'Patience' read 'De
Jona'? ESt. 48,337—341.
189. 0. F. Emerson, Two notes of 'Patience'. MLN. 29,
85—86.
Perceyal. 190. Schon früher verzeichnet: Sir Perceval of
Gales, hrsg. von J. Campion u. F. Holthausen (vgl. Jsb. 1913,
16,181); bespr. von W. Golther, Litbl. 35,154—156 u. W. Förster,
ZfromPhil. 38,116—119.
Piers Plowman. 191. H. S. V. Jones, Imaginatif in Piers
Plowman. JEGPhil. 13,583—588.
192. S. Moore, Studies in Piers the Plowman. MPhil. 12,
19—50.
Richard Löwenherz. 193. Schon früher verzeichnet:
K. Brunn er, Der me. versroman über Richard Löwenherz (vgl.
Jsb. 1913,16,182); bespr. Academy 1914,1,202; Archiv 134,494;
V. R. Imelmann, DLz. 35,2375—2379 und M. Förster, Cbl. 65,
480—481.
D. Neuenglische denkmäler.
Allot. 194. Englands Parnassus. compiled by Rob. Allot,
1600. ed. from the original text etc. by Ch. Crawford. with
introduction, notes, tables and Indexes. Oxford, Clarendon press.
1913. — bespr. von Förster, JbdShG. 50,245—246 undPh. Aron-
stein, Anglia beibl. 25,170—172.
Bacon. 195. Roger Bacon, Essays, contributed by various
writers on the occasion of the commemoration of the seventh
centenary of his birth. collected and edited by A. G. Little.
London, H. Milford. 1914. 434 s.
196. J. H. Bridges, The life and works of Roger Bacon.
an introduction to the Opus majus. edited, with additional notes
and tables by J. H. Jones. London, Williams and Norgate. 1914.
173 s. — das buch enthält die einleitung zu der 1897 in der
Clarendon press erschienen ausgäbe von Bacon's Opus majus von
Bridges. dieser hat dem lat. text eine analyse in englischer spräche
beigegeben, auch eine schrift 'Essays and addresses' im jähre 1907
veröffentlicht, ferner Bacon's biographie geschrieben (1892). alle
diese werke sind neben der einleitung zum Opus majus für das
vorliegende buch verwertet worden, es enthält in 12 kapiteln
eine darstellung von Bacons leben, seiner ausgedehnten wissen-
schaftlichen tätigkeit auf zahlreichen gebieten und eine allgemeine
Charakteristik des Opus majus. ein anhang auf 22 Seiten be-
handelt in 7 abschnitten verschiedene nebensächliche fragen, die
in dem hauptteil gestreift wurden, ein Verzeichnis der in dem
buch vorkommenden eigennamen bildet den Schluß.
XVI. D. Neuenglische denkmäler. 79
197. J. E. Sandys, Roger Bacon. British academy. 1914. 18 s.
Baldwin. 198. rriedr. Brie, William Baldwin als drama-
tiker. Anglia 38,157 — 172. — untersucht werden lediglich zwei
stücke, die am hofe Eduards VI. zur aufführung gelangten: ein
interlude, genannt Aesop's Crowe, worin die Schauspieler als vögel
auftreten, und ein Irisshe play of the State of Ireland. bekannt
ist uns indes von diesen stücken nichts, ebenso wie von einem
dritten stück, Love and Lyve, das in einem brief Baldwin's an
Sir Thomas Cawarden besprochen wird.
199. Fr. Brie, William Baldwin's 'Beware the Cat' (1561).
Anglia 37,303 — 350. — die dichtung nimmt als erste originelle
prosaerzählung in der entwicklung der engl. lit. eine bedeutsame
Stellung ein. vorher gab es auf dem gebiete der erzählenden
prosa lediglich Übersetzungen aus fremden sprachen .... die rahmen-
erzählung hat kein eigentliches Vorbild gehabt; aber nach Wirkungen
Chaucer's und des Mirror of magistrates verbinden sich mit selbst-
erlebtem und sonstigen reminiszenzen.
JBeanmont. 200. Ch. Mills Gailey, Beaumont the drama-
tist. New York, Century Co. 1914.
201. Eloise Robinson, The minor poems of Joseph Beau-
mont (1616 — 1699). edited from the autograph ms. with intro-
duction and notes. London, Constable & co. Itd. 1914. 463 s.
— das mit einem bildnis des dichters geschmückte buch gibt zu-
nächst in einer einleitung auskunft über das einzige ms. der
kleineren gedichte B.'s, das jetzt prof. Palmer von der Harvard
Universität gehört, es ist von B.'s hand geschrieben, trägt aber
korrekturen in anderer schrift. es enthält 177 gedichte, die in
der ausgäbe von 1749 zum teil abgedruckt sind, weiterhin wird
B.'s leben dargestellt und seine poetische tätigkeit gewürdigt,
druck und ausstattung des buches sind vorzüglich; über die Sorg-
falt des abdrucks läßt sich bei dem mangel einer möglichkeit zur
nachprüfung nichts sagen, doch scheint sie nicht zu fehlen. —
bespr. Athenaeum 1914,1,193 — 194.
Beaumont und Fletcher. 202. 0. Ulrich, Die pseudo-
historischen dramen Beaumonts and Eletchers 'Thierrey and Theo-
doret', 'Valentinian', 'The Prophetess' und 'The False One' und
ihre quellen, diss. Straßburg 1913. — bespr. von Phil. Aron-
stein, Angliabeibl. 25,168— 170 und M. Förster, JbdShG. 50,242.
Brome. 203. Schon früher verzeichnet: Cl. E. Andrews,
Richard Brome (vgl. Jsb. 1913,16,188); bespr. von Ph. Aron-
stein, Anglia beibl. 25,44 — 47.
Browne. 204. E. M. Cox, The first edition of Browne's
'Britannia's Pastorais'. NQ. 11. ser. 9,3 — 4.
so XVI. Englische literatur.
ChapniaM. 205. Th. M. Parrott, The plays änd poems
of George Chapman. the comedies. ed. with introductions and
notes. London, G. Routledge & sons. New York, E. P. Dutton & co.^
o. J. IX u. 911 s. — der 2. bd. der vorliegenden ausgäbe um-
faßt die comedies (der 1. bd. enthielt die tragödien, der 3. bd.
soll die gedichte umfassen), jedes stück wurde von dem heraus-
geber sorgfältig mit den quartoausgaben des British museum und
der Bodleiana verglichen, der band enthält; The blind beggar of
Alexandria, An humourous day's Mirth, All Fools, May-Day, The
Gentleman-Usher, Monsieur d'Olive, The Window's Tears, The
Masque of the Middle Temple and Lincoln's Inn, Eastward Ho,
The Ball und Sir Giles Goosecap. die autorschaft Chapman's an
dem letzteren ist indes zweifelhaft; herausgeber glaubt sie aller-
dings wahrscheinlich gemacht zu haben, andererseits meint er, Cb.
habe keinen anteil an der abfassung von The Ball gehabt, wenn
er das stück auch widerstrebend abdruckt, da es in der erstaus-
gabe von Ch.'s werken enthalten ist. Eastward Ho ist ein©
kollektivarbeit Ch.'s mit Johnson und Marston, wobei Ch.'s anteil
nicht mit Sicherheit festzustellen ist. — neben 670 Seiten text
stehen 200 selten einleitungen und anmerkungen zu den einzelnen
stücken, die über zahlreiche anspielungen, örtliche Verhältnisse,
idiomatische ausdrücke usw. aufklären. — bespr. Athenaeum
1914,1,903 und M. Förster, JbdShG. 50,238—239.
Cibber. 206. C. de Witt, Croissant. Studies in the worlc
of Colley Cibber. (Bulletin of the university of Kansas, vol. XIV.
Humanistic studies. vol. I, nr. 1.) Lawrence 1912. — bespr. von
Förster, JbdShG. 50,245.
207. Th. Roop, Das Verhältnis von Colley Cibbers lustspiel
'The Rival Fools' zu Beaumont and Fletcher's *Wit at several
Weapon's. diss. Greifswald. 76 s.
Davies. 208. Schon früher verzeichnet: Marg. Seemann,
Sir John Davies', sein leben und seine werke (vgl. Jsb. 1913,
16,191); bespr. von Frank Gschwind, Anglia beibl. 25,205—206;
Archiv 131,497 und 0. Gl öde, Litbl. 35,285—286.
Dekker. 209. Satiromastix s. u. nr. 251,4.
Donne, 210. Schon früher verzeichnet: The poems of John
Donne ed. by H. J. C. Grierson (vgl. Jsb. 1912,16,308); bespr.
von M. Eimer, Anglia beibl. 25,41 — 44 und E. K. Chambers,
MLR. 9,269—271.
a) Sammlangen.
Dramen. 211. Clyomon and Clamydes (1599). The Malone
Society reprints 1913. Oxford, University press. — bespr. von
M. Förster, JbdShG. 50,232.
XVI. D. Neu englische denkmäler. 81
212. Look about you (1600). The Malone society reprints
1913. Oxford, University press. — bespr. von M. Förster,
JbdSLG. 50,232.
213. The wit of a woman (1604). The Malone society re-
prints 1913. Oxford, University press. — bespr. von M. Förster,
JbdShG. 50,231.
214. The love of king David and Fair Bethsabe by George
Peele (1599). The Malone society reprints. Oxford, University
press. — bespr. von M. Förster, JbdShG. 50,235—236.
215. The contention betweenliberality and prodigality (1602).
The Malone society reprints 1913. Oxford, University press. —
bespr. von M. Förster, JbdShG. 50,230—231.
216. A larum for London (1602). The Malone society re-
prints 1913. Oxford, University press. — bespr. von M. Förster,
JbdShG. 50,232.
217. The resurrection of our lord. The Malone society re-
prints 1912. Oxford, University press. — bespr. von M. Förster,
JbdShG. 50,230.
218. The two angry women of Abington (1599), The Malone
society 1912. Oxford, University press. — bespr. von M. Förster,
JbdShG. 50,231—232.
219. Englishmen for my money. The Malone society re-
prints 1912. Oxford, University press. — bespr. von M. Förster,
JbdShG. 50,231.
221. Representative English comedies under the general
editorship ofCh. Mills Gayley: vol. IIL The later contemporaries of
Shakespeare: Fletcher and others. London, Macmillan & co. 1914.
— inhalt: sechs Schauspiele von Dekker, Middleton, Rowley,
Fletcher, Massinger, Richard ßrome, James Shirley mit einleitungen
von verschiedenen Verfassern.
222. Schon früher verzeichnet: Representative English come-
dies. general editor: Charles Mills Gayley. vol. I: From the
beginnings to Shakespeare, vol. U: The later contemporaries of
Shakespeare: Ben Jonson and others (vgl. Jsb. 1912,16,66); bespr.
von M. Förster, JbdShG. 50,227—228.
223. Masterpieces of the English drama. general editor Fei. E.
Schellin g. New York, American Book Company. 1912. —
Christopher Marlowe, ed. by W. L. Phelps. Beaumont and Flet-
cher, ed by F. E. Schelling. Webster and Tourneur, ed. by
A. H. Thorndike. Ph. Massinger, ed. by L. A. Sherman. — bespr.
von G. C. Macauley, MLR. 9,111—113.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) II. Teil. g
82 XYI. Englische literatur.
224. W. Bang, Materialien zur künde des älteren englischen
dramas. bd. 41: Jasper Heywood and his translations of Seneca's
Troas, Thyestes and Hercules Furens ed. from the octavos of
1559, 1560 and 1561 by H. de Vocht. Louvain, A. Uystpruyst.
Leipzig, 0. Harrassowitz. London, D. Nutt. LIV,355 s.
2'25. Materialien zur künde des älteren englischen dramas,
begründet und hrsg. von W. Bang. bd. 44: Documents relating
to the revels at court in the time of king Edward VI. and Queen
Mary. The Loseley mss. ed. with notes and indexes by A. Feuillerat.
Loewen, S. Uystpruyst. 1914. XV u. 340 s.
226. Schon früher verzeichnet: 1. John W. Cunliffe,
Early English classical tragedies (vgl. Jsb. 1913,16,37); bespr.
von A. Peuillerat, Anglia beibl. 25,33—35. — 2. Wily Beguiled
1606. The Malone society reprints 1912. Oxford, University
press. (vgl. ESt. 43,189; Jsb. 1911,16,276); bespr. von M. Förster,
JbdShG. 50,232.
bj Einzelausgaben.
227. Ralph Roister Doister, With introd. and notes by
Cl. Griffin Child. (The Riverside literature series.) London, Har-
rap & CO. 1913. — bespr. von M. Förster, JbdShG. 50,238.
228. Wm. Chislett, The sources of 'Ralph Roister Doister'.
MLN. 29,166—167.
Warning for fair women. 229. J. Qu. Adams, jr., The
authorship of 'A warning for fair women'. PMLAss. 28,594 — 620.
230. Schon früher besprochen: 1. A tale of a tub nach dem
drucke von 1640 hrsg. von H. Scherer (vgl. Jsb. 1913,16,198);
bespr. von B. Neuendorff, Cbl. 65,185—186 und M. Förster,
JbdShG. 50,241. — 2. How a man may chuse a good wife from
a bad, ed. by A. E. H. Swaen (vgl. Jsb. 1913,16,199); bespr.
von B. Neuendorff, Cbl. 65,185—186.
Drilinmond. 231. The poetical works of Will. Drummond
of Hawthornden with 'A Cypresse Grove'. ed. by L. E. Kastner.
(Publications of the university of Manchester. Engl. ser. nr. 5.)
Manchester 1913. — bespr. von M. Förster, JbdSG. 50,246;
G. C. Moore Smith, MLR. 9,262—269 und Ch. Bastide, Rev.
crit. 77,112.
Dryden. 232. A. W. Verrall, Lectures on Dryden. Cam-
bridge, University press. 1914. 280 s.
233. A. J. F. Co Hins, Johnson's life of Dryden. Univer-
sity tutorial press. 1914.
284. J. Dryden, All for love and The Spanish Fryar. ed.
by Will. Strunk. (The belles-lettres series. sect. IH.) Boston,
Heath & co. 1913. — bespr. von M. Förster, JbdShG. 50,243.
XVI. D. Neuenglische denkmäler. gg^
235. F. Heigl, Die dramatischen einheiten bei Dryden.
diss. München 1912. — bespr. von M. Förster, JbdShGr. 50,
243—244.
Dunbar. 236. W. D. Howells, The complete works of
Laurence Dunbar. with introduction to 'Lyrics of lowly life'.
New York, Dodd, Mead & co. 1914.
Glapthorne. 237. J. Qu. Adams jr., Some notes on Henry
Glapthorne's Wit in a Constable. JEGPhil. 13,299—304.
Goosecappe. 238. Fr. L. S oho eil, A new source o£ 'Sir
Gyles Goosecappe'. MPhil. 11,547—558.
Greene. 239. 0. Petersen, Beiträge zu Greene's Friar
Bacon and Friar Bungay. ZfrenglU. 13,449 — 451. — vf. behandelt
Szene V,75, IX,273— 274, XII,66— 67, XV,23 ff.
Hall. 240. K. Schulze, Zu Halls Satiren. Archiv 131,
430 — 434. — im anschluß an E. Dicks besprechung seiner neu-
ausgabe (Palaestra 106) in Anglia beibl. 22,7,201 ff. bringt vf. eine
reihe von nachtragen zur textkritik und deutung einer anzahl stellen.
Harvey. 241. Gabriel Harvey's Marginalia. collected and
ed. by G. C. Moore Smith, Stratford, Shakespeare Head press.
Stratford 1913. — bespr. Athenaeum 1913,11,723 und Friedr. Brie,
Anglia beibl. 25,259—260.
242. H. Berli, Gabriel Harvey, der dichterfreund und
kritiker. diss, Zürich 1913. — bespr. von 0. Glöde, Litbl. 35,
389—390; Ph. Aronstein, Anglia beibl. 25,102— 104 und Fr. Brie,
Anglia beibl. 25,259—261.
HemillgS. 243. H.A. Cohn, The jewes tragedy by William
Hemings. diss. Straßburg 1914. 103 s.
244. Schon früher verzeichnet: The jewes tragedy von Will.
Hemings, hrsg. von H. A. Cohn (vgl. Jsb. 1913,16,202); bespr.
von M. Förster, JbdShG. 50,236—238 und B, Neuendorff,
Cbl. 65,185—186,
Heywootl. 245. Jasper Heywood and his translations of
Seneca's Troas, Thyestes and Hercules Fureus, ed, from the
octavos of 1559, 1560 and 1561 by H. de Vocht. (Materialien
zur künde d. älteren engl, dramas, hrsg. von W. Bang. 41.)
Louvain, Uystpruyst. 1913. — bespr. von B. Neuendorff, Cbl.
65,185—186 und von M. Förster, JbdShG. 50,233—234.
Ben Jonson. 246. W. D. Briggs, Studies in Ben Jenson.
Anglia 37,463—493.
247. W. Briggs, Studies in Ben Jonson. 11. The 4to and
12mo of 1640. Anglia 38,101—120.
6*
84 XVI. D. Neuenglische denkmäler.
248. W. D. Briggs, Recovered lines of Ben Jonson. MLN.
29,156—157.
249. J. Gutmann, Die dramatischen einheiten bei Ben
Jonson. diss. München. 1913. — bespr. von M. Förster, JbdShG.
50,239—240.
250. Ben Jonson on Shakespeare's sonnets. an exposition
of English by J. M. Cr. London, Sherratt & Hughes. 1914. 21 s.
251. Schon früher verzeichnet: 1. Ben Jonson, Sejanus.
ed. by W. D. Briggs (vgl. Jsb. 1912,16,336); bespr. von C. R.
Baskervill, JEGPhil. 13,366—368. — 2. C. R. Baskervill,
English Clements in Jonson's Early comedy (vgl. Jsb. 1911,16,303);
bespr. von R. Ackermann, Litbl. 35,284 — 285 und M. Castelain,
Rev. germ. 10,377 — 378. — 3. Cynthias' Revels, or the fountain
of self-love by Ben Jonson. ed. by A. C. Judson (vgl. Jsb.
1912,16,339); bespr. von W. W. Greg, MLR. 9,259—262. —
4. Poetaster by Ben Jonson and satiromastix by Thos. Dekker.
ed. bj^ J. Penniman (vgl. Jsb. 1913,16,212); bespr. von M. Förster,
JbdShG. 50,241—242; J. Quincy Adams jr., JEGPhil. 13,
613—624 und Ph. Aronstein, Anglia beibl. 25,106—108.
Marlowe. 252. H. Logeman, The name of Christopher
Marlowe's Murderer. Anglia 38,374 — 376. — die von J. H. Ingram
1904 faksimilierte eintraguDg im kirchenbuch von St. Nicolas zu
Deptford liest L. mit Halliwell, W. G. Zeigler (1898) und dem
ortsgeistlichen Chandler als: 'Christopher Marlow slaine by ffrancis
ffrezer, the 1. of june' (1593). der mörder hieß also Frezer oder
Frazer, nicht Archer, das datum ist natürlich das des begräb-
nisses, wenn auch Ingram fälschlich das 'the' als 'sepultus' ge-
gedeutet hat.
253. W. D. Briggs, Marlowe's Edward IL London, David
Nutt. 1914. CXXX u. 221 s. — bespr. von E. Einenkel, Anglia
beibl. 25,312—314; Athenaeum 1914,1,350— 351; NQ. 11, ser. 9,318.
254. G. H. Baker. Drmnatic technique in Marlow in Essays
and studies usw. (s. oben nr 14.)
255. 0. Petersen, Beiträge zu Marlowes Doctor Faustus.
ZfrenglU. 13,443 — 449. — vf. behandelt einige stellen, die er im
gegensatz zu Wards ausgäbe s. CLXXI nicht als Marlowes eigen-
tum ansieht bzw. für ihn in anspruch nimmt., (szene V, Fausts
vertrag; szene I, VI, IX, XI.)
256. F. C. Danchin, Etüde critique sur Christopher Mar-
lowe. IL Rev. germ. 10,52—68.
257. H. Meyn, Beteuerungen und Verwünschungen bei Mar-
low, Kyd, Lyly, Greene und Peele. diss. Kiel. 92 s.
XVI. D. Neuenglisclie denkmäler. 85
258. Schon früher verzeichnet: Harm de Vries, Die Über-
lieferung von Marlowe's Doctor Faustus (vgl. Jsb. 1911,16,320);
bespr. von R. Ackermann, Lithl. 35,113 — 114.
Masoil. 259. John Mason's The Türke ed. by J. Q. Adams
(vgl. Jsb. 1913,10,220); bespr. von B. Neuendorff, Cbl. 65,
185—186.
May. 260. Th. Maj^'s Tragedy of Julia Agrippina, Em-
presse of Rome, nebst einem anhang: die tragödie Nero und
Thomas May von F. E. Schmidt. 85 und 127 s. =: Materialien
zur künde des älteren engl, dramas, hrsg. von W. Bang. bd. 43.
Löwen, A. Uystpruyst. 1914.
Medwall. 261. W. Roy Mackenzie, A source for Med-
wall's 'Nature'. PMLAss. 29,189—199.
Munday. 262. P. D. Mundy, Anthony Munday, dramatist.
NQ. 11. ser. 9,181—183.
Peele. 262. Schon früher verzeichnet: P. H. Cheffaud,
Georg Peele (vgl. Jsb. 1913,16,223); bespr. von F. L. Schoell,
Rev. germ. 10,96—98.
Phaer. 264. Schon früher verzeichnet: Ed. J. W. Brenner,
Thomas Phaer (vgl. Jsb. 1913,16,225); bespr. von R. Acker-
mann, Anglia beibl. 25,47 — 49 und Er. Jung, Litbl. 35,15 — 16.
Prior. 265. F. Bickley, The lifo of Matthew Prior.
London, J. Pitman. 1914. 304 s.
Rieh. 266. G. Becker, 'The adventures of Don Simonides'
ein roman von Barnabe Rieh und seine quelle. Archiv 131,64 — 80.
— vf. hat von diesem in den jähren 1581 (1. teil) und 1584
(2. teil) erschienenen englischen roman die exx. des British museum
und der Bodleyana verglichen, die inhaltlich im wesentlichen über-
einstimmen, der inhalt der beiden teile wird erzählt und den
quellen des romans (Selva de aventuras von Jerönimo Contreras
und kleinere für mehrere geschichten) nachgegangen.
Rymer. 267. G. B. Dutton, The French Aristotelian
Formalists and Thomas Rymer. PMLAss. 29,152 — 188.
Sampson. 268. Materialien zur künde des älteren eng-
lischen dramas, hrsg. von W. Bang. bd. 42: William Sampson's
Vow-Breaker', hrsg. von A. Wallrath. 58 und 82 s. Löwen,
A. Uystpruyst. 1914.
Schwankbücher. 269. Schon früher verzeichnet: E. Schulz,
Die englischen schwankbücher (vgl. Jsb. 1913,16,227); bespr. von
Fr. Brie, DLz. 35,1314—1315.
ShadwelL 270. Th. Schenk, Charles Shadwell. hiscomedy:
*The fair quaker of deal'. diss. Bern 1913. — bespr. von
M. Förster, JbdShG. 50,244.
86 XVI. Englische literatur.
E. Sharphiisn. 271. Schon früher verzeichnet: The fleire,
hrsg. H. Nibbe (vgl. Jsb. 1913,16,230); bespr. von B. JSTeuen-
dorff, Cbl. 05,185—186.
Shirley. 272. K. Fröhlich, Quellenstudien zu einigen
dramen Shirlej^'s. diss. Kiel 1913. — bespr. von M. Förster,
JbdShG. 50,242.
Spenser 273. E. G. Harm an, Edmund Spenser and the
impersonations of Francis Bacon. London, Constable & co. 1914.
— besprechung der gewöhnlich Spenser, Shakespeare, Sidney,
Bacon, Webbe und andern Schriftstellern des Elisabethanischen
Zeitalters zugeschriebenen werken, worüber vf. seine eignen theorien
in bezug auf die Verfasserschaft mitteilt, historische parallelen
werden vielfach aufgestellt, so z. b. verarbeite Shakespeare züge
der Werbung Raleigh's in seinem Othello. — bespr. von B. Neueii-
dorff, Cbl. 65,1498.
274. Lilian Winstantley, E. Spenser, The fairie queen,
book II. Cambridge, Univ. press. 1914. LXII u. 294 s. — bespr.
voa Fr. Gschwind, Anglia beibl. 25,365.
275. P. W. Long, Spenser and Sidney. Anglia 38,173— 192.
— vf. behandelt die frage nach der gegenseitigen literarischen
abhängigkeit der beiden Schriftsteller, für die es weder ent-
scheidende beweise noch gegenbeweise gäbe.
276. E. Koeppel, Über die echtheit der Edmund Spenser
zugeschriebenen 'Visions of Petrarch' und 'Vision of Bellay'. ESt,
48,330—332.
277. J. L. Lowes, Spenser and the 'Mirror de l'Omme'.
PMLAss. 29,388—452.
278. E. A. Hall, Spenser and two old French Grail roraances.
PMLAss. 28,539—554.
279. F. M. Padelford, Spenser and the theology of Calvin.
MPhil. 12,1—18.
280. J. B. Fletcher, Spenser's earliest translations. JEGPhil.
13,305—308.
281. Fr. M. Padelford, Spenser's fowre hymnes. JEGPhil.
13,418—433.
282. K. Brunuer, Die dialektwörter in Spenser's 'Shepherds'
Calendar'. Archiv 132,401 — 404. — vgl. Th. W. Hurt, English
literary miscellany, oben nr. 13. 11,1 — 2.
283. Schon früher verzeichnet: 1. J. J. Higginson, Spen-
ser's Shepherd's Calender (vgl. Jsb. 1912,16,372); bespr, von
H. T. Price, Anglia beibl. 25,50—51; Ch. Bastide, Rev. crit.
77,95; B. Neuendorff, Cbl. 65,1229; G. C.Moore Smith, MLR.
9,394—398 und Percy W. Long, JEGPhil. 13,344—350. —
2. Ida Langdon, Materials for a study of fine art (vgl. Jsb.
XVII. A. Volkslied. 87
1912,16,375); bespr. Archiv 132,241. — 3. Traug. Böhme, Spensers
literar. nachleben (vgl. Jsb. 1912,16,377); bespr. von R. Acker-
mann, DLz. 35,295—296.
Studley. 284. Schon früher verzeichnet: Studley's trans-
lations of Seneca's Agamemnon and Medea, ed. by E I. Spea-
ring (vgl. Jsb. 1913,16,228); bespr. von B. Neuendorff, Cbl.
65,185—186.
Waltou. 285. R. Schummer, John Waltons metrische
Übersetzung der Consolatio philosophiae. Untersuchung des hand-
schriftenverhältnisses und probe eines kritischen textes. (Bonner
stud. z. engl. phil. 6.) Bonn, P. Hanstein. 1914. LXXI u. 149 s.
Webster. 286. H. Dugdale Sykes, Webster; a question
of authorship. NQ. 11. ser. 9,382—384, 404—405, 443—445,
463—464.
287. B. A. F. Bourgeois, Webster and The 'N. E. D.'
NQ. 11. ser. 9,302—304, 324—325, 343—344.
288. B. A. E. Bourgeois, John Webster, a contributor to
Sir Thomas Overbury's 'Characters'. NQ. 11. ser., bd. 10,3—6.
23—24.
289. B. A. E. Bourgeois, John Webster: The probable
date of 'The Devil's Law Gase'. NQ. 11. ser., bd. 10,41—42.
290. Schon früher verzeichnet: Fr. E. Pierce, The colla-
boration of Webster and Dekker (vgl. Jsb. 1912,16,305); bespr.
von E,. Ackermann, Litbl. 35,59 — 60.
Wiat. 291. A. R. Fox well, Poems of Sir Thomas Wiat,
ed. from the mss. and early editions, 2 voll. London, Hodder & sons.
1914.
(begonnen von) Richard Röhmer
(fortgeführt und abgeschlossen von) Sigmund Feist.
XVn. Volksdichtung.
A. Volkslied. 1. Deutsch: allgemeines, Sammlungen, balladen und liebes-
lieder, Standes- vmd festlieder, kinderlieder, historische, volkstümliche
lieder. 2. Niederländisch. 3. Englisch. 4. Skandinavisch. — B. Volks-
schauspiel. — C. Spruch und Sprichwort. — D. Eätsel und volkswitz.
A. Volkslied.
1. Deutsche Volkslieder.
1. A. Abt, Die volkskundliche literatur des Jahres 1911
(Leipzig, Teubner. 1912) s. 70 — 83: Volksdichtung (allgemeines,
Sprichwort, rätsei, volks- und kinderlied, schwanke und neckereien,
Schauspiel).
88 XVII. Volksdichtung.
2. J. W. Bruiuier, Das deutsche Volkslied, über wesen
und werden des deutschen volksgesanges. 5. umgearbeitete aufläge.
Leipzig, Teubner. VI, 137 s. 1 m. (Aus natur und geistes-
weit 7.) — rec. J. W. B., GRMon. 6,595.
3. A. Götze, Der begriff des Volksliedes, ein wort zur Ver-
ständigung. ZfdU. 28,577—592. — G. verteidigt seine 1912 auf-
gestellte definition des Volksliedes als 'eines liedes, das im gesang
der unterschiebt eines kulturvolkes in längerer gedächtnismäßiger
Überlieferung und in ihrem stil derart eingebürgert ist oder war,
daß, wer es singt, vom individuellen anrecht eines Urhebers an
wort und weise nichts empfindet', gegen Pommer und Jungbaur,
die das in den volksgesang übergegangene kunstlied ausschließen,
die berücksichtigung des letzteren ist aber schon deshalb zweck-
mäßig, weil der Sammler oft gar nicht das kunstlied heraus er-
kennt, weil ferner kunst- und Volkslieder in der Überlieferung die-
selben Veränderungen (kürzung, Umstellung) erleiden und beide die
kraft besitzen, neue dichtung anzuregen.
4. A. Götze, Der stil des Volkslieds, ebd. 28,241 — 260. —
das von Herder und Goethe bewunderte sprunghafte und dunkele
der balladen entstammt der mündlichen Überlieferung, die nur die
höhepunkte der handlung festhält und subjektive eigenart des
dichters tilgt, eigentümlichkeiten des mündlichen Vortrags sind
die formelhaften Wendungen, die natursymbolik u, a., während der
vor 400 jähren aufgekommene lesestil sich vom gesange abge-
kehrt hat. volkläufig sind zumeist dichtungen ohne ausgeprägte
sonderart geworden, meist werden kunstlieder stark zersungen;
keine adoption ohne adaption.
5. K. Kronfuß, Das deutsche Volkslied, dessen Verbreitung
und pflege in Niederösterreich. DdVl. 16,2 — 5. 25—28. 49—51
(Schluß zu Jsb, 1913,17,5).
6. J. E. Wackernell, Der Tiroler bauerndichter Christian
Dandler (1853—1894). DdVl. 16,185—188. 205—210. 225—229.
— J. Gollob, Wie Volkslieder entstehen (über den Kühhalter
Irgl in Graz), ebd. 16,97 — 100. — Th. Ebner, Allerlei gedanken
über das Volkslied, ebd. 16,117 — 122.
7. E. Lerch, Wie entsteht ein Volkslied? Voss. ztg. 1914,
6. nov. nr. 565.
8. R. Wohlers, Wandervogel, Volkslied und heimat. Hanno ver-
land 8,55—57.
9. Ph. Barry, The transmission of folk-song. Journal of
american folklore 27,67 — 76 (mit lehrreichen beispielen). — The
collection of folk-song. ebd. 27,77 f. (drei melodien aus Canada).
9 a. M. Steidel, Die zech er- und schlemmerlieder. oben.
9,137.
XVII. A. Volkslied. 8&
10. H. Dübi, Die Verdienste der Berner um die Volkskunde
im 18. jährt. Schweiz, archiv 18,57 — 77. — von S. Studer hatte
F. V. d. Hagen 1802 die Schweizer Volkslieder erhalten, die er
1807 in seinen Deutschen Volksliedern herausgab, seine texte
zeigen im vergleich zu den Kühreihen von F. S. v. Wagner (1805),
Kuhn und Wyß eine ursprünglichere gestalt.
10a. F. Naumann, Matthias Claudius und das Volkslied,
diss. Greifswald. 94 s.
11. G. Brügel, Kritische mitteilungeu zu Silchers Volks-
liedern, zugleich ein beitrag zur volksliedforschung. Sammelbände
d'^r internat. musikges. 15,439 — 457. — eine dankenswerte biblio-
graphie von Silchers hauptwerk 'Volkslieder für vier männer-
stimmen' (12 hefte 1826 — 1860) mit berücksichtigung der andern
werke Silchers und genauen quellenangaben.
12. 0. Hieß, Joh. Abr. Peter Schulz' leben (1747—1800).
ebd. 15,169—170.
12a. D. F. Heilmann, Mörikes lyrik und das Volkslied.
Berlin, Ehering. 1913. VIII,133 s. 4 m. — s. 1—93 als Mar-
burger diss.
18. S. Ankenbrand, Die gärtnersfrau, ein kunstlied [von
L. Dreves 1836] im volksmunde. Hess. bl. 13,145 — 153.
13a. 0. Stückrath, Drei kunstlieder im volksmunde. ZfVk.
24,315—317. — 1. Döring, Der sternlein beer (1780). G. Leon,
Holde sittsamkeit (1778). 3. Seyd fröhlich (1824).
14. J. Bolte, M. Friedlaender, John Meier, M. E.oe-
diger, Aufruf zur Sammlung deutscher Volkslieder, vom volks-
liedausschuß des Verbandes deutscher vereine für Volkskunde.
Hess. bl. f. volksk. 13,206—208 = ZfrheinVk. 11,302—304.
15. Ankenbrand, Bericht über die fränkische Volkslieder-
sammlung. Blätter zur bayr. volksk. 3, VI f.
16. C. Rotter, Das Volkslied in Österreich, arbeitsgebiet
Salzburg. Anleitung zum sammeln und aufzeichnen. Wien o. j.
44 s. 8°. — das büchlein schließt sich an den entwurf J. Pom-
mers v. j. 1904 an, führt jedoch die musikalische seite der sammel-
arbeit näher aus.
17. J. Pommer, Über die beste anläge eines melodien-
registers. DdVl. 16,37— 40. — nach H. Rietsch, AfdA. 36,153.
18. E,. Zoder, Die melodisch-stichische anordnungvon ländler-
melodien. DdVl. 16,87—89. 106—108. 128—130. 159—162.
19. G. Brandsch, Noch ein verschlag zur lexikalischen
anordnung von volksmelodien. ZfVk, 24,196 — 199.
20. 0. Bö ekel, Die auf Zeichnung der deutschen volkslied-
weisen. Deutscher voLkswart 1,58 — 62.
90 XYII. Volksdichtung.
21. Plass, Sammlung alter ortseigentümlicher weisen. AUg.
musikztg. 41,23.
22. K. Wehrhan, Zur erforschung des deutschen Volks-
liedes. Geisteswiss. 1,1044 f.
33. Zack, Das Volkslied in Steiermark. Dt. sängerbundes-
zeitung 5,18.
24. R au sse, Neue Volkslieder. Köln, volksztg. 1913, 7. august.
25. Metz, Das entartete Volkslied, Musikal. rundschau
1,11 — 12. — Riemann, Das Volkslied in der gesellschaft. ebd. 1,5.
26. Singer, Vom Schema des gassenhauers, Allg. musikztg.
40,49.
27. A. Biese, Die poesie des krieges uud der krieg in der
poesie. Konservative mtschr. 72,1,61 — 69. 117 — 128,
28. M, Pines, Die geschichte der jüdisch-deutschen lite-
ratur, nach dem französischen original bearbeitet von G, Hecht.
Leipzig, G, Engel, 1913, 253 s. 4,50 m. — s, 30—37 Die
Volkslieder (über die Sammlung von Günzburg und Marek 1901).
— rec. K, Wehrhan, ZfrheinVk. 11,159.
Sammlimgeu. 29. Das deutsche Volkslied, Zeitschrift für
seine kenntnis und pflege, unter der leitung von J. Pommer,
H. Praungruber, K. Kronfuß hrsg. 16. jahrg. Wien XVIII,
Exnerg, 4. 240 s. in 10 nummern, 5 m. — 15 Sitzung des
redaktionsausschusses für die publikation 'Das Volkslied in Öster-
reich', 94 arbeitsausschuß für Kärnten. 131 — 134. 164 — 171
hauptausschuß, 134 — 139. 171 — 181 arbeitsausschuß für Böhmen,
Oberösterreich, Steiermark. — 29 f. 78 f. 100 f. 122 f. 188 f.
231 Th. Berger, Singweisen zu oberösterreichischen krippelliedern
VII— XVII. 213 Wänns heumahn so lusti wa. 216 Glocken-
sprache. 236 Hiaslund Jägl. — 58 H. Commenda, Zwei schaukel-
liedchen aus Linz. 59 Ruf der rettich verkaufenden buben.
82 Hiwaskorn, häwaskorn. 105 f. Neckverse. — 7 — 9 0. Eber-
hard, Streit zwischen Jäger und wildschütz. 151 f. s händwerk-
gsäng. — 57 K. Eckl, Wenn ne af Paschläwitz gäih. 236 f.
Vierzeiler aus Deutschbohmen. — 31 J. Pischinger und L. Raab,
Singweise zum binderlied. — 28 A Prank, Hirtenlied. 55 f. Zwei
ansinglieder aus Gommersdorf. 145 — 149 Volksliedvergewaltigung
und Vernichtung durch gebildete auf dem lande. 189 Ulingerlied.
231 Graf und nonne. — 59 H, Priedl, Schnaderhüpflweise.
214 Waberl wiar! Ei was rumpelt am bodn? 237 f. Kinderlied-
chen aus dem oberen Mühlviertel. — 51 f. A. Gaertner, 0 himm-
lischer väda. — 217 A. L. Gaßmann, Dr Habsburger, — 9 f.
J. Gaub}^, Meini fadH sein älls zaundürr. 80 Vor unserm herr-
gott sind wir alle gleich. — 36. A. Gerlach, Altes nachtgebet.
XVII. A. Volkslied. 91'
100 Regina. — 238 f. J. Götz, Die drossel. — 60 L. Hartenstein,
Der totenkopf. 85 f. 240 Alte tanzweisen 3 — 4: walzer. — 5 H.
Herbst, Adam und Eva. — 33. F. Jugl, Schenkenlied. — 73 — 76
E. Jungwirth, Kinderreime. 126 Der mai sei willekommen.
191 Vogelnest ausnehmen. 216 Anszählreime. — 11 f. H. Kell-
ner, Bastlösereim. 82 Kreislied aus Hauskirchen. 152 f. Kreis-
lied aus Meidling. — 35 K. Klier, Schnäderhüpfelweise aus Perch-
toldsdorf. 104 Bauer und dirn. 156 f. Vierzeilige aus Perch-
toldsdorf. 216 Kohlbauernbuam. 232 f. Der Blankenstein-husar.
— 59 G. V. Kotek, Der Preiner Jodler. 149 K. Kronfuß,
Das totenkopflied. — 5 M, Kuck ei, Preußisch-Eylau ist eine
wunderschöne stadt. 11 Pingerspiele. 54 Soldatenlieder aus
Schleswig-Holstein (1864). 192 Kniereiterliedchen. — 58 M. v.
Kurz, Aufn untern grias. — 77 £. K. Liebleitner, Dräust auf
da grean beiden. 125 f. Ja die bedlleit. — 13. 35 f. 84. 105.
127. 159. 193. 217 E. Lohwag u. J. Götz, Nachahmungen von
vogel- und tierstimmen (3 — 14). — 127 H. Lobitzer, Schups auf
d höh! 237 Einstimmiger jodler aus Eisenerz. — 125 R. Maier,
Rögg n'r außr dei handli unts schlüssale mit. — 33 S. Mathieu,
Zeppelinlied aus Eschweiler. 79 f. Lieder, die ich von meinen
Schulkindern gehört habe. — 216 A. Matosch, Schnaderhüpfel.
- — 40 f. 218 K. Mautner, Nachträge zum 13. und 14. Jahrgang.
80 Da fruahling. 157^/„ auf ^j^. 212 Bauer und dirn. — 215
L. Pirkl, Staudinger lieder. — 6. 30 f. 56. 81. 103. 124 f. 150 f.
192 f. 233 f. J. Pommer, Tiroler aufzeichnungen (14—22).
12 Ein zweistimmiger vom Grundlsee, Ein juchzer. Ein steirischer.
32 Kimp schon mehr die samstagsnächt. 35 Der Meran ludler.
60 Es fuhr ein bauer ins holz. 83 f. Lackners preisjodler.
104. Schnäderhüpfelweise. 105 Der bohnhalmer. 108 f. A wunda-
scheans jargale. 155 f. Das Amerikalied. 159 f. Ein juchezer.
190 f. Steirerlieder: Springt der hirsch übern bach. 216 Napoleon-
schnad erhüpf el. 217. Juchezer. 219 AVie Blattl-lieder wandern.
238 Diholli äi äli ä. Eine musikalische knacknuß. — 235 F. Pöschl,
Die faule senndrin. — 11 M. Rödl, Sprücheln aus Leifers, Süd-
tirol. — 33 f. H. Ruhe, Zu 'Ein Schneider fing ne maus'.
153 — 155 Schäfer und edelmann. — 190 J. Schallaudek, Schön
und lustig häts bei uns da jagersbua. — 52 P. Schaller, Krippen-
lieder aus Oberösterreich 1. 234 f. Steirer schützenlied. — 156
P. Schreiber, Kettenreim aus Schlesien. — 158 f. M. Seifert-
Kuntner, Zwei alte Neuwaldegger tanze. — 10 A. Stahl,
s gamserl is schon gfälln. — 101 — 103 J. Weber, s vögei. —
53 f. K. AVieser, Altes jägerlied. — 123 f. W. de Witt, Schön
ist die Jugend. 212 Ich wand mir einst einen veilchenkranz.
213 Hallo wir wolln nach hause gehn.
92 XVII. Volksdichtung.
30. K. Henniger, Neues wunderhorn. 3. aufl. München,
Holbeinverlag. VII,23G s.
31. 0. Meisinger, Das Volkslied im badischen Oberland.
Mein heimatland, bad. blätter 1,24 — 26.
32. 0. Meisinger, Oberländer volksliederbuch, im auftrage
des Vereins Badische heimat hrsg. Heidelberg, Winter. VIII,
167 s. 0,60 m. — 162 nr. mit melodien, ein handlicher auszug
aus den 1913 erschienenen trefflichen 'Volksliedern aus dem badi-
schen Oberlande'. — rec. R. Kapff, ZfdMa. 1914,285.
33. Kettnacker und Sänger, Lieder und volkssprüche
aus der Umgebung von Kandern. Alem. 42,44 — 49.
34. E. Fehrle, Zwei Volkslieder aus Aasen (Mein schätz
der will wandern. Macht man im leben kaum). Mein heimatland
1,51—54.
35. Fränkische Volkslieder. Heimatbilder aus Oberfrankeu
3,47. — Altes rockenstubenlied. ebd. 3,46. — Kriegszeitliche aus-
zählsprüchlein. ebd. 3,80.
36. R. Bauer, Zur Sammlung der Volkslieder. Mitt. f.
Sachs, volksk. 6,206 — 208. — F. Hälsig, Volkskundliches aus
dem Vogtlande, ebd. 6,178—191.
37. K. Brügmann und W. Rittinghaus, Westfälisches
liederblatt, 2. heft. Osnabrück, Wandervogel. 61 s. — rec.
K. Wehrhan, ZfrheinVk. 11,237. W. Heidemann, Ravens-
berger bl. 1914,4.
Balladen nnd liebeslieder. 38. J. Vollschwitz, Die
frau von der Weißenburg, das lied und die sage. Straßburg, Trübner,
VIII, 144 s., 3 taf. 4 m. (Freie forschungen zur dt. litgesch. 1.)
— s. 1 — 57 erschienen als Straßburger diss. V. sucht die urform
der in sieben fassungen des 16. — 19. jahrh. vorliegenden ballade
zu ermitteln und vergleicht sie mit den berichten der um 1150
abgefaßten Gosecker chronik (MGr. scr. 10,140) und der wohl eine
um 1200 geschriebene erzählung benutzenden Reinhardsbrunner
chronik (MG. scr. 30,1,522). nach jener ließ graf Ludwig von
Thüringen 1085 den sächsischen pfalzgrafen Friedrich durch drei
ritter auf der jagd töten und heiratete seine witwe Adelheid; nach
dieser tötete ihn Ludwig selber bei Zscheiplitz, nachdem Adelheid
ihren badenden gatten gereizt hatte, dem unberechtigt in der nähe
jagenden grafen nachzueilen, die Spielmannsdichtung, welche der
Gosecker chronik näher steht, mag im 13. Jahrhundert abgefaßt
sein; an die stelle der Weißenburg trat später die Luxemburg,
die Löwenburg im Siebengebirge, das Steinathal im Schwarzwald
oder das Simmental in der Schweiz.
39. K. Gusinde, Bruchstück eines Blaubartliedes (Ulinger).
MSchlesVk. 16,94.
XVIT. A. Volkslied. 93
40. R. Stammerjohann, Zu dem Volkslied 31,48. 71 (Die
treulose braut. Erk-Böhme 1,62.5). Nd. kbl. 34,46 f.
41. H. Ruhe, Zum 'breiten stein' (Erk-Böhme 1,146 'Als
die wunderschöne Anna'). Nd. kbl. 34,37 — 46. — dazu Ph. Strauch,
ebd. 34,63.
42. E. Egbring, Der fähnrich zog zum kriege, emsländisches
Volkslied. Hanno verland 8,251.
43. H. Deiter, Von pasters sine kauh. Nd. kbl. 34,34 f.
— Volksdichtung in Mecklenburg 1 — 4, ebd. 34,36 f.
Standes- und festlieder. 44. G. Christ und F. W. Utsch,
Der Jäger aus Kurpfalz. Mannheimer geschichtsblätter 14,229 — 235.
15,3—15. — vgl. Jsb. 1913,17,47.
45. J. Keiper, Ein Jäger aus Kurpfalz. Pfalz, museum
1914(1). — vgl. Mannh. geschichtsblätter 14,259 f.
46. Gaß, Ein unbekanntes lied aus dem dreißigjährigen
kriege. Caecilia 31,1.
47. Martell, Über soemannslieder. Dt. sängerbundsztg. 5,41.
48. P. Heidelbach, Das volkstümlichste deutsche Soldaten-
lied im Weltkrieg 1914 (Heimat, ach heimat, ich muß dich ver-
lassen). Hessenland 28,325 — 327.
49. W. Heinz, Das bergmannslied. diss. Greifswald 1913.
97 s.
50. E. Fehrle, Waffentänze. Badische heimat 1,160—180.
51. H. Tardel, Zwei liedstudien nr. 2. Das Lammerstraten-
lied. progr. Bremen (1914, nr. 1040). s. 30—70.
52. L. Riemann, Das ehestandslied (Mir gefällt das eh-
standsleben). ZfrheinVk. 11,58—60.
53. M. Helf , Das faule- weib-singen zu Mareit im Ridnaun-
tal, Tirol. ZföVk. 20,169 f. — spottlied auf ein hochzeitspaar
(10 Str.). vgl. Jsb. 1913,17,50.
54. K. A. Mai er, Das maifest in Knielingen. Badische
heimat 1,117—119.
55. H. Treseburg, Gebräuche zu Martini im und am Harz.
Niedersachsen 19,68. — H. Severin, Sitten, gebrauche und be-
lustigungen im Sauerlande. ebd. 19,125 — 128 (lied auf einen
Wilddieb, auf dreikönigstag). — H. v. Lüneburg-Uetze, Die
lustigen Hänigser (nd. trinklieder). ebd. 19,80. — Köhlerlied auf
einer hillebüle. ebd. 19,375. — KegeUieder. ebd. 19,239 (Gloria
victoria, alle neune liegen da). 398.
56. Jos. Müller, Der stoppelhahn. Der kirchturmhahn.
ZfrheinVk. 11,297.
57. W. Schremmer, Schlesische dreschreime. MSchlesVk.
16,102 f. — F. Graebisch, Besenbinderlied. ebd. 16,99—102.
94 XVII. Yolksdichtung.
58. A. S., Alte weihnachtslieder. Schweizer Volkskunde 4,
81 — 90. — 9 nr., zum teil mit melodie.
59. Klingemann, Deutsche osterlieder an der Sprach-
grenze und in den Sprachinseln. Mtschr. f. gottesdienst 19,
121—125. 154—157. 185—191. 219—211.
60. D. Bollinger-Frey, Was die marktfrauen aus Blotz-
heim bei jedem stundenschlage beten. Schweizer Volkskunde 4,5.
— J. Müller, Stundengebet, ebd. 4,26 f. — Abend- und morgen-
gebete. ebd. 4,27—31.
61. E. Egbring, Zwei niederdeutsche gebete (das zweite:
14 engel). Nd. kbl. 34,89 f. = ZfrheinVk. 11,294 f.
Kinderlieder. 62. J. Lewalter, Deutsche kinderlieder in
Hessen aus kindermund in wort und weise gesammelt und hrsg.
mit einer wissenschaftlichen abhandlung von G. Schläger, heft 8.
Cassel, Victor. s. 393 — 464. 0,75 m. — das hiermit abge-
schlossene werk, das 1911 begonnen wurde, ist die umfänglichste
provinzialsammlung deutscher kinderlieder und übertrifft durch
die den 1000 nummern folgenden vortrefflichen anmerkungen
(s. 263 — 429) und die beiden register auch Böhmes größeres werk
y. j. 1897, bei welchem Lewalter einer der eifrigsten mitarbeiter
war. Schläger hat in den anmerkungen an die stelle der beliebten
raschen deutung auf altgermanische mythologie geduldige ver-
gleichung der vielfältigen, oft verworrenen Überlieferung der kinder-
reime und methodische ermittlung der urform gesetzt und eine
reihe von sichren entlehnungen aus balladen, liebesliedern, rätseln,
gesellschaftspielen der erwachsenen nachgewiesen, die auf dem
titel angekündigte abhandlung soll später als ein besonderes büch-
lein erscheinen. — rec. A. Abt, Litbl. 1914,329 f.
63. J. Götz, Kindervolkslieder, eine Sammlung echter Volks-
lieder. Wien, Schulbücherverlag. VI,54 s. 1,10 kr.
64. Gertrud Meyer, Tanzspiele und singtänze. 6. aufl.
Leipzig, Teubner. VIII, 63 s. 1 m.
65. G. Meyer, Tanzspiele und Volkstänze, neue folge. Leipzig,
Teubner. 57 s."^ 1,20 m.
66. K. Henniger, Ringel-ringel-reihen, 100 kinderspiele mit
singweisen. Köln, Schaffstein. 1913. 82 s. 0,30 m. (Blaue
bändchen 51.) — rec. H. Ruhe, DdVl. 16,162 f.
67. K. Dienel, Reigen und spinnstubenlieder. Berlin,
CoUignon. 0,80 m.
68. R. Heller, Kinderlieder und spiele aus Hallatatt. ZföVk.
20,49 f.
69. F. Graebisch, Kinderspiele aus Deutsch-Böhmen.
MSchlesVk. 16,95—98.
XVII. A. Volkslied. 95
70. H. Deiter, Das laternenlied in Mecklenburg. Nd. kbl,
34,35 f. 78.
71. E. Möller, Altes Wiegenlied. Heimat (Kiel) 24,119.
72. F. Krön ig, Kinderlieder am Südharze. Niedersachsen
19,341 f. — Bastlösereime, ebd. 19,308. — Abzählreime, ebd.
19,504. — Wiegenlied, ebd. 19,39. — Weihnacbtskinderreim.
ebd. 19,119. — Lied beim einsammeln für das osterfeuer. ebd.
19,285. — Martinslied. ebd. 19,80. — T. Jode, Hamburger
kinderspiele. ebd. 19,298. 504.
73. A. Götze, Das weinscbröterlied des Wunderborns.
Badische heimat 1,181 — 183.
74. J. Müller, Handkitzelverse. ZfrheinVk. 11,144—147.
— Pingerspiel, ebd. 11,153.
75. P. Henke, Wiegenliedchen aus Geseke. ebd. 11,154.
233. — Knabenspiele und lieder aus Geseke. ebd. 11,213 — 219.
— Ein melklied. ebd. 11,295.
76. K. Prüm er. Einige alte Dortmunder kinderspiele (hink-
hüuschen; Jakob wo bist du; ball; bickeln; müttken driven;
dütschen; külken oder kalütkeu; knicker). ZfrheinVk. 11,147 — 152.
— E. Arens, Ein kinderspiel. ebd. 11,292 f. — H. B eisen-
herz, Das düppenschloen. ebd. 11,293 f.
77. Prigyes Schwarz, A Soproni nemet gyermekdal [Das
Oedenburger kindeidied]. Budapest, Pfeiffer. 1913. 130s. 4,50 kr.
(Nemet philologiai dolgozatok szerkesztik G. Petz, J. Bleyer.
H. Schmidt 7.) — rec. Archiv 131,246. K. Helm, Hess. bl. f.
volksk. 13,140. ZfrheinVk. 12,75.
77 a. J. E. und P. S., Volkslieder und kinderreime aus den
Wolgakolonien, gesammelt und mit einem anhang von rätseln zum
150jährigen Jubiläum der Wolgakolonien hrsg. Ssaratow, buch-
druckerei Energie. XXVIII, 256 s. — die 280 lieder und reime
sind teils aus der hessischen (?) heimat mitgebracht, teils später
durch gedruckte liederbücher eingeführt, nur wenige nummern
(113. 160. 177. 191) sind in Rußland selber entstanden, ganz
selten ist ein russisches wort eingedrungen, seit der russifizierung
der dorfschulen bildet neben der deutschen predigt das Volkslied
den rettungsanker für das Volkstum der kolonisten. beigegeben
sind gute verweise auf neuere literatur, wie Erk-Böhmes lieder-
hort, sowie 200 rätsei.
Historische yolkslieder. 78. F. Jacobsohn, Der dar-
stellungsstil der historischen Volkslieder des 14. und 15. jahrh.
und die lieder von der schlacht bei Sempach. diss. Berlin.
Rostock, Hinstorff. 115 s.
96 XVn. Volksdichtung.
79. A. Bernoulli, Noch ein lied vom bauernkrieg (1525).
Alem. 42,51—53.
79a. H. Deiter, Ein lied auf die niederlage des herzogs
Heinrich von Braunschweig i. j. 1545. Zs. f. niedersächs. kg.
18,237—240.
80. K. H. Wels, Zur Volksdichtung über die Schlacht bei
Wimpfen (1622), die echtheit der 'Zwey gantz newen liedlein'.
ZfGeschdOberrheins 29,130 — 144. — die echtheit der beiden bei
Ditfurth, Volkslieder des dreißigjährigen krieges 1882, s. 61 ab-
gedruckten lieder bezweifelte schon der herausgeber Bartsch s. IV.
W. dagegen glaubt, daß sie um 1650 metrisch überarbeitet und daß
erst im 19. jahrh. die beiden letzten strophen angeflickt wurden,
die den tod Deimlings und der 400 Pforzheimer erwähnen.
81. Irma Hift, Das alte lied vom prinzen Eugen. ZföVk.
20,157 — 160. — das lied reiht an die am 18. august 1717 er-
folgte eroberung von Belgrad den tod des 1683 bei Petronell ge-
fallenen prinzen Ludwig an, was Kralik ebd. 1,53 (1895) durch
eine zusammenfügung mehrerer lieder erklären wollte. Stratils
angebliche entdeckung (1904) wird mit recht als unglaubwürdig
bezeichnet.
82. E. Hoffmann-Krayer, Zu Straßburg auf der schanz.
Schweiz, volksk. 4,14.
83. Napoleonlieder. Niedersachsen 19,37. 58. 160. 182. 240.
83a. A. Schmidt, Kriegsgesang aus der zeit der befreiungs-
kriege. Ravensberger blätter 1914,46.
84. R. Wielandt, Ein lustiges spottlied v. j. 1849 aus dem
Eggener tal. Alem. 42,120—124.
85. J. Bolte, Nochmals das Soldatenlied 'Hurra, die schanze
vier'. ZfVk. 24,319. — vgl. Jsb. 1912,17,90. von landwehrleutnant
Bernau 1864 gedichtet.
85a, F. Lorentzen, Soldatenlieder vom Düppelsturm 1864.
Heimat (Kiel) 24,89. 100—102.
86. P. Heidelbach, Die Hessen und das Soldatenlied
1870/71. Hessenland 28,373— 375. — O. Gerland, Schmalkalder
kriegslied von 1870/71 (Wir sitzen so fröhlich), ebd. 28,296. —
H. Bertelmann, Kriegslied von 1870/71 (Napoleon du schuster-
geselle), ebd. 28,309 f.
87. Ein Hamburger moritatenlied (0 wie tut das herz mir
bluten). Schweizer volksk. 4,7. 47 f.
88. E. Fehrle, Eine Wandlung des liedes vom eisenbahn-
unglück. Alem. 42,49—51. — vgl. 33,49.
Volkstümliche lieder. 89. R. Michaelis, Der gesang-
freund, ein liederschatz des deutschen volkes. Leipzig, A. Michaelis.
48 8. 0,25 m.
XVII. A. Volkslied. 97
90. Der ußtig, schweizerisches taschenliederbuch hrsg. von
der Schweizerischen gesellschaft für Volkskunde. Bern, A. Francke.
15G s. 8". 1,35 fr. — die herausgeber H. Bächtold und
W. Merian liefern in alphabetischer folge eine auswahl von
93 liedern, 'die in der Schweiz von allen ständen gern und viel
gesungen werden', in guten texten und melodien, indem sie soviel
als möglich die im volk eingebürgerte form berücksichtigen, neben
den Volksliedern sind auch volkstümliche lieder aufgenommen,
angehängt sind sorgfältige notizen über dichter und komponisten.
— rec. E. Hoffmann-Kraver, Schweizer, archiv 18,120. J. Pom-
mer, DdVl. 1G,1G4.
91. A. L. Gaßmann, Juhui! volksliedbüchlein der Schweizer-
jugend, GO echte Volkslieder, jodel und gsätzli für eine vor- und
nachstimme. Zürich, Gebr. Hug & co. IV, 108 s. 8^. — die aus
dem allgemeinen deutschen liederschatze, wie aus der Schweiz und
aus Tiroler aufgenommenen lieder sind zweistimmig gesetzt und
für alle klassen der Volksschule neben den vorgeschriebenen schul-
gesangbüchern zu verwenden, gelobt von J. Pommer, DdVl. 16,196.
92. W. Wer ckm eist er, Wandervogel-liederborn für die
deutsche Jugend. 2. aufl. Halle a. S., Gebauer-Schwetschke. [1914].
VIII, 427 s. 2,50 m. — 548 nr. mit melodien.
93. W. Wer ckm eist er, Deutsches lautenlied. Berlin-Pankow,
Köster.
94. W. Je cht und K. Walter, Oberlausitzer liederblatt,
1. heft. 2. aufl. See b. Niesky, Oberlausitzer landbuchh. 48 s.
0,60 m.
95. E. Günther, Turnliederbuch der Niedersachsen und
Friesen. Crefeld, Hohns. 1G8 s. geb. 0,50 m.
96. H. Böhm, Volkslieder für heim und Wanderung, im auf-
trage der Zentralstelle für die arbeitende Jugend Deutschlands hrsg.
Berlin, Vorwärts. XI,280 s. geb. 1,50 m.
97. R. Umbreit, Arbeiterliederbuch für massengesang. Dort-
mund, Gerisch & co. 0,05 m.
98. J. Pommer, Liedei'buch für die Deutschen in Oster-
reich. 5. aufl. Wien, Pichlers witwe. 1905. VIII,408 s. 2 m.
— vgl. DdVl. 16,194—196.
99. R. Preiß, Unsere lieder, singbuch für Österreichs Wander-
vögel. Leipzig, F. Hofmeister 0. j. [1913?]. 280 s. geb. 2 kr.
— rec. DdVl. 16,131. 222.
100. Neues Wiener volksliederbuch für alle geselligen kreise,
gesammelt von freunden des volksgesanges. 2. aufl. Wien, Hart-
leben. XV,304 s. geb. 2 m.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) II. Teil. 7
98 XVII. Volksdichtung.
101. Turner- und Wanderlieder für die Jugend. Wien, Wiener
volksbuchh. 16 s. 0,10 m.
102. Harzmann, Alte kommersbücher, ein bibliographisclies
Verzeichnis. Burschenschaf tl. blätter 27,5.
103. Alpers, Der Student im volksliede. Kartellzeitung
(Hannover) 30,17.
104. C. Hartenstein, Schulliederbuch, echte deutsche Volks-
lieder und volkstümliche lieder. 3, heft: Oberstufe. Gera 1913.
0,80 m. — rec. DdVl. 16,130 f.
105. E. Wißkott, Jung-Schlesiens lieder. Langensalza,
J. Beltz. 176 s. 0,40 m.
106. Koldewey und H. Sil ex, Jungdeutschland, taschen-
liederbuch. Braunschweig, Appelhans. 79 s. 0,10 m.
107. Soldatenliederbuch, ausgegeben vom kgl. preußischen
kriegsministerium. einstimmige gesänge. ausgäbe für die kaiserl.
marine, vermehrt durch einen 3. teil: Lieder für seeleute. Berlin,
Mittler u. söhn. XX,386 s. 8^ kart. 1,25 m. — 159 -j- 61 nr.,
meist mit melodien.
108. Kriegsliederbuch für das deutsche beer 1914. hrsg.
von der kommission für das kaiserliche volksliederbuch. Berlin,
Trowitzsch & söhn. 40 s. 0,15 s. — 52 nr.
109. F. Jode, Musketier seins lustge brüder. alte liebe
Soldatenlieder. Jena, Diederichs. 31 s. 0,25 m.
110. G. E,. Kruse, Kriegslieder, gesammelt u. hrsg. Leipzig,
Eeclam. 96 s. 0,20 m. (Uuiversalbibl. nr. 5711.)
111. F, Ludwig, 33 Soldatenlieder. Regensburg, Habbel.
48 s. 0,10 m.
112. J. Manitius, Jung Deutschland voran! 2. aufl. Leipzig,
Jansa. 48 s. 0,15 m. — 100 volks- und vaterlandslieder. 2. aufl.
ebd. 48 s. 0,15 m.
118. F. Müller, Vaterlands- und Soldatenlieder. 2. aufl.
Halle, A. H. Müller. VI,98 s. 0,60 m.
114. E. Neubert, Kleines taschenliederbuch für den deut-
schen Soldaten. 8. aufl. Dresden, C. Heinrich. 110 s. 0,20 m.
115. C. V. Richthofen, Soldatenlieder gesammelt im 1. kriegs-
monat 1914. Breslau. 28 s. 0,15 m.
116. F. Rumpf, Wenns die Soldaten durch die stadt
marschieren. Soldatenlieder gesammelt und mit bildern versehen.
Berlin, E. Reiß. 104 s. geb. 2,80 m.
117. H. Scherrer, Deutsche Soldatenlieder mit gitarre-
begleitung. Leipzig, Hofmeister. VI,289 s. geb. 4,50 m.
XVII. A. Volkslied. 99
118. F. Schloemp, Liebe und trompetenblasen, lustige
Soldaten- und kriegslieder aus alter und neuester zeit, mit bildern
von F. Wolff. München, G. Müller. 134 s. 2 m.
119. D. Schrutz, Die schönsten lieder für Deutschlands
Soldaten, gesammelt. Bonn, Heidelmann. 32 s. 0,10 m.
120. Stein, Etwas vom soldatensang. Dt. sängerbundes-
zeitung 5,28.
121. M. Walter, Neues armeeliederbuch, 225 lieder mit
20 abbildungeu von ß, Knötel. Oldenburg, Stelling. 4 bl. 144 s.
122. F. Weber, Des deutschen kriegers liederbuch. Breslau,
Goerlich. 78 s. 0,10 m.
123. Lieder unserer Soldaten im kriegsjahr 1914, mit Zeich-
nungen von H. Rosenberg. Berlin, A. Juncker. 63 s. kart. 1 m.
(Orplid-bücher 11.) — Deutsche kriegslieder. Leipzig, Inselverlag.
0,50 m. — Deutsche vaterlandslieder. ebd. 0,50 m. — Kriegs-
und siegeslieder, dem Vaterland und seiner wehr zu rühm und ehr.
Kempten, Kösel. 64 s. 0,15 m. — Kriegs- und vaterlandslieder.
Berlin, Weichert. 64 s. 0,10 m. — Unsere vaterlandslieder zum
mitsingen. Berlin, Schlesinger. Wien, Haslinger. 32 s. 0,10 m.
(36 nr.) — Vaterlandslieder und andere, mit noten für gesang und
klavierbegleitung. Berlin, E. Litfaß. 32 s. 0,20 m. (37 nr. mit
melodien.) — Deutsche Soldaten- und Volkslieder. Berlin u. Wien,
Ullstein & co. 62 s. 0,25 m. (= Kriegstaschenbücher 4). (51 nr.
mit melodien.) — Alte und neue Soldatenlieder, hrsg. im kriegs-
jahre 1914. München, Seyfried & co. 32 s. — Sammlung vater-
ländischer lieder, veranstaltet im auftrage des rates zu Dresden.
Dresden, Adler. 24 s. 0,15 m. — Deutsches kriegsliederbuch,
dargeboten vom christlichen soldatenbund im königreich Sachsen.
Dresden, Verbandsbuchh. 59 s. 0,15 m. — Gott mit uns! vater-
ländische und religiöse lieder für unsre kiieger. Stuttgart, Ev. ge-
sellschaft. 0,15 m. — 0 Deutschland hoch in ehren! die be-
liebtesten Soldatenlieder nach schriftlicher und mündlicher Über-
lieferung. Stuttgart, A. Auer. 112 s. 0,40 m. — Haltet aus
im sturmgebraus. kriegsliederbuch und sämtliche militärsignale.
Dresden, Mignon. 64 s. 0,10 m. — Kriegs- und Soldatenlieder,
6. aufl. Karlsruhe, Gutsch. 20 s. 0,15 m. — Marschlieder-
buch für unsre truppen. Wiesbaden, Bechtold & co. 42 s.
0,15 m. — Singbüchlein für Soldaten, heer und flotte gewidmet
vom Dürerbund. München, Callwey. 32 s. 0,10 m. — Soldaten-
marschlieder (46 nr,). Köln, Tonger. 0,10 m. — Deutsche kriegs-
und Soldatenlieder. Lübeck, Wessel. 64 s. 0,10 m. — Auf der
wacht, 100 kriegs- und heimatslieder. Leipzig, Zschocher. 64 s.
0,10 m. — Feinde ringsum! Vater ich rufe dich! 50 soldaten-
7*
100 XVII. Volksdichtung.
lieder. Halle, Waisenhaus. 23 s. 0,10 m. — Deutschland über
alles! Braunschweiger soldatenliederbuch für den tornister. Braun-
schweig, Appelhans, 48 s. 0,10 m. — Kriegsliederbuch. Mit
gott für kaiser und reich. Leipzig, Winter. 32 s. 0,10 m. —
Krieger- und Soldatenlieder nebst Vaterlands- und Volksliedern,
hrsg. von M. B. Stuttgart, Mähler. 59 s. 0,20 m. — 2. aufl.
63 s. — Kleines Soldaten- und kriegerliederbuch. ebd. 32 s.
0,15 m. — Soldaten- und vaterlandslieder. Reutlingen, Enßlin
und Laiblin. 64 s. 0,10 m. — Deutsches soldatenliederbuch,
eine Sammlung von kriegs- und vaterlandsliedern. Eßlingen, Lang-
guth. 32 s. 0,10 m.
124. Kammerer, Zu Mantua in banden. DdVl. 16,241. —
Die weise von Mosens gedieht soll angeblich von dem Kloster-
neuburger Sänger Leop. Knebelsberger (1814 — 1869) herrühren.
125. 0. Gerland, Die wacht am Rhein. Hessenland 28,251.
126. Friedr. Wilhelm fürst zu Ysenburg, Die deutsche
nationalhymne. Hessenland 28,261.
127. Hüsing, Doi clan, doi clan diebe rahales. Mtschr. f.
gottesdienst [?] 9,2.
128. Schollenberger, Eine neue schweizerische national-
hj^mne. Schweiz, musikztg. 54,1. 8. — Appia, ebd. 54,12.
129. Besprechungen früher verzeichneter Schriften: 1. 0.
Böckel, Psychologie der Volksdichtung 1913,17,2. F. B., ZfVk.
24,218. E. Ebner, BZfRw. 1914,81. A. Becker, BfGw. 50,449.
Bertsche, ZSprV. 29,388 f. K. Helm, Hess. bl. f. volksk. 13,
204 f. ZfrheinVk. 11,69. — 2. P. Geiger, Volksliedinteresse in
der Schweiz 1911,17,2. E. Panzer, DLz. 1914,2608 f. —
3. G. Jungbauer, Bibliographie des Volksliedes in Böhmen
1913,17,6. H. Commenda, DdVl. 16,91—93. J. Blau, ZföVk.
20,59 f. — 4. C. Rotter, Der schnaderhüpfel-rhythmus 1912,
17,12. A. Webinger, Zbl. 1914,304—306 und ZföVk. 20,
144—152. Auguste Müller, ZfdPh. 46,324—326. — 5. W. Uhl,
Winüiod, Supplement 1913,17,13. K. Helm, Litbl. 1914,379 f.
K. Euling, ZfdPh. 46,459—465. Uhl selber, Zbl. 1914,86 und
GRMon. 6,365. — 6. F. Arnold, Das deutsche Volkslied 1912,
17.15. A. Biese, Mtschr. 13,30. — 7. K. Rattay, Die Ostracher
liederhandschrift 1911,17,20. H. Rietsch, AfdA. 36,152—159.
K. Helm, Litbl. 1914,278 f. — 8. 0. Meisinger, Volkslieder
aus dem badischen Oberlande 1913,17,28. R. Kapff, ZfdMa.
9.285. 0. M., GRMon. 6,191 f. — 9. C. Köhler und L. Rie-
mann. Die spinnstube 1913,17,29. J. Pommer, DdVl. 16,14.
66 f. K. Wehrhan, ZfrheinVk. 11,237. — 10. W. Schremmer
und E. Schönbrunn, Volkslieder aus dem Eulengebirge 1913,
XVII. A. Volkslied. 101
17,31. G. Jungbauer, DdVl. 16,61 f. — 11. E. Roese, Lebende
spinnstubenlieder 1911,17,31. W. Ziesemer, Hess. bl. f. volksk.
13,135. K. Wehrhan, ZfrheinVk. 11,238. — 12. M. Kuckei
xmd M. Ruhe Volkslieder aus Schleswig-Holstein 1^13,17,37.
Köhler, ZfrheinVk. 11,80. — 13. R. Thietz, Die l ade vom
grafen und der magd 1913,17,40. G. Jungbauer, DdVl. 16,62.
— 14. G. J. Kuhn, VolksHeder 1913,17,92. E. Schröder, AfdA.
37,61.
2. Niederländische Volkslieder.
130. H. F. Wirth, Der Untergang des niederländischen
Volksliedes 1911,17,84. rec. E. Schnitze, Zs. f. sozialwiss. n. f.
5(11).
131. G. J. Boekenoogen, Een Antwerpsch driekoningenlied
uit de 17. eeuw en andere parodieen van het sterrelied. Volks-
kunde 25,24 — 36. — M. Sabbe, Nog het driekoningenlied. ebd.
25,138 f.
132. Th, Peeters, Oude Kempische liederen nr. 27 — 28.
Volkskunde 25,64 f. 134—138.
133. D. F. Scheurleer, Onze mannen ter zee in dicht en
beeld. gedichten, portretten, penningen en grafmonumenten door
tijdgenooten, verzameld, 1. deel: 1572 — 1654, 2. deel: 1655 — 1678.
3. deel: 1679—1800. 's-Gravenhage, M. Nijhoff. 1912—1914.
XXIV,209. XVI,270. XVI,268 s. 4" mit vielen abbildungen.
— enthält neben vielen kunstdichtungen auch Volkslieder auf see-
helden und seeleben.
134. D. F. Scheurleer, Van varen en van vechten. verzen
van tijdgenooten op onze zeehelden en zeeslagen, lof -en schimp-
dichten, verzameld. 's-Gravenhage, M. Nijhoff. 1914. bd. 1 — 3.
XIV,467. XI,564. X,642 s. 8°. 16 m. — eine kleinere text-
ausgabe der vorigen nummer ohne abbildungen.
135. Das Geusenlied, hrsg. von Muck. Leipzig, C. Matthes.
13 s. 0,20 m.
3. Englische Volkslieder.
136. A. Wirth, Tod und grab in der schottisch-englischen
volksballade. eine studio zum Volkslied, progr. Bernburg (nr. 982).
48 s. 4". — behandelt die motive: todesursachen, Vorzeichen,
Scheintod, tod und trauer, geisterleben, grab, räche in Childs
großer Sammlung. — rec. ZfVk. 24,221.
137. 0. Sauer, Die quellen der Chevy-chase-balladen. diss.
Halle 1913. 40 s. — rec. Archiv 132,240.
138. K. Ehrke, Das geistermotiv in der schottisch-englischen
volksballade, ein beitrag zur geschichte der Volksdichtung, diss.
102 XVII. Volksdichtung.
Marburg. 119 s. — rec. A. Ludwig, LE. 16,1648. Archiv
132,240.
139. H. Tardel, Zwei liedstudien, 1. Die englisch-schottische
rabenballade. progr. Bremen. 70 s,
140. M. Dametz, Englische Volkslieder und morisken tanze,
progr. der staatsrealschule Wien 1912. — rec. A. Eichler, ZföG-.
64,1148.
141. W. Bolle, Porbes' 'Songs and fancies', das erste in
Schottland gedruckte liederbuch. Archiv 131,320 — 333. 132,36—65.
142. B. Neuendorf f. Nachklänge des 'nußbraunen mädchens'
(in dramen des 16. jahrh.). Archiv 132,139 — 141.
143. H. Spies, Posies, ein beitrag zur englischen Volks-
kunde. Festschrift zum 16. neuphilogentag in Bremen (Heidel-
berg, Winter) s. 45 — 69. — proben aus der 1624 gedruckten
Sammlung von ringsprüchen : 'Loues garland, or Posies for rings,
handkerchers and gloues' und einigen ähnlichen werken des
17.— 18. jahrh.
144. J. Pulver, The dances of Shakespeare's England.
Sammelbde. der Internat, musikges. 15,99 — 102.
145. 0. Elek, Über die schottischen volksballaden (unga-
risch). Egyetemes philologiai közlöny 38,31 — 39. 90 — 105.
146. H. Rhyn, Die balladendichtung Th. Fontanes mit be-
sondrer berücksichtigung seiner bearbeitungen altenglischer und
altschottischer balladen aus den Sammlungen von Percy und Scott.
Bern, Franke. 208 s. 4,80 m.
147. English and scottish populär ballads, edited from the
collection of F. J. Child and others. Cambridge edition. London,
Nutt. 12/6.
148. E,. Smith, The traditional ballad in the South. J. of
american folklore 27,55 — 66. — statistische übersieht der Ver-
breitung englischer balladen in Amerika.
149. Evelyn E. Gardner, Ballads (Lady Isabel and the
elf-knight. Jenny Troy). ebd. 27,90—93.
4. Skandinavische Volkslieder.
150. H. Grüner Nielsen, Danske viser fra adelsviseböger
of flyveblad 1530—1630 udgivne, 2. bd. K0benhavn, Gyldendal.
280 s. — nr. 37 — 114, epische und moralisierende stücke, darunter
aus dem deutschen nr. 59 'Mester Hildebrand', 60 'Danyser',
61 'Ridderen af Steiermark', 62 'Skomageren og edelmanden',
63 'Kongedatteren og l0ven', 64 'Jomfruen og dvsergen'. — rec.
Beets, Museum 20(1. 9). — vgl. Jsb. 1912,17,115.
XVII. B. Volksschauspifcl. 103
151. J. Bolte, Aus Hermann Kestners volksliedersamm-
lung 1. Vogel im käfig (übersetzt aus Berggreen, Folkesange 1^,
200). ZfVk. 24,424.
152. Tb. Laub og C. Ellin g, Omkvsede-rytmen, Danske
studier 1914,94 f.
153. C. Elling, Vore kjsempeviser belyst fra musikalsk
synspunkt. Kristiania, Dybwad, (Videnskabs selskabets skrifter,
bist, filos. klasse 1918, nr, 4.) — reo. H. Grüner Nielsen,
Danske studier 1914,188—193.
154. J. C. H. R. Steenstrup, The medieeval populär ballad
transl. by E. Gr. Cox. Boston u. New York, Ginn & co.
155. C. W. V. Sydow, Folkminnena och deras insamling,
räd och anvisningar. Eolkminnen och folktankar 1,177 — 216. —
s. 205 — 213 über lieder, melodien, tanze, rätsei, Sprichwörter.
156. 0. Christofferson, Majfirandet i Fru Alstad är 1861.
Folkminnen och folktankar 1,25 — 28. — S. Andersson, Maj-
och pingstfirandet vid Alnarp pä 1850-talet. ebd. 1,29 — 34. —
E. Sjöberg, Majvisa frän Blekinge. ebd. 1,35 £.
157. J. Andersson, Nägra kontradanser frän 1700-talet.
ebd. 1,96—100.
B. Yolksscliaiispiel.
158. J. Bolte, Das Görlitzer weihnachtspiel von 1667. Mitt.
der schles. GfVk. 16,249 — 258. — die in alexandrin ern und trochäi-
schen Versen abgefaßte schulkomödie, die der aus Altenburg nach
Görlitz gekommene rektor Chr. Funke dort aufführte, verbindet
die Verkündigung auf dem felde und die anbetung der hirten mit
einer christbescherung und einem von gottvater abgehaltenen
examen der kinder; Nicolaus und Petrus treten als ankläger,
Maria und Joseph als fürbitter auf. ein repertorium des Görlitzer
Schultheaters bis 1695 ist beigefügt.
159. P. Stöbe, Zu den Zittauer weihnachtspielen III. Zs.
f. gottesdienst 19,24 — 28. — Die weisen aus dem morgenlande
und der tod des Herodes. vgl. Jsb. 1913,17,131.
160. F. Vogt, Weihnachtspiele des schlesischen volkes, ge-
sammelt und für die aufführung wieder eingerichtet. Leipzig,
Teubner. IV, 44 s. 1 m. — drei spieltexte, aus Vogts Schlesi-
schen weihnachtsspielen (1900) abgedruckt. — rec. F. B., ZfVk.
24,436. K. Helm, Hess. bl. f. volksk. 13,201 f.
161. Elsa Richar, Die geburt Christi und der Bethlehe-
mitische kindermord, ein spiel aus Gmünd in Kärnten. DdVl.
16,210 f. 229 f.
104 XVII. Volksdichtung.
162. D. 8tratil, Weibnachtslieder aus Mähren (zwei advent-
spiele). ZfVk. 24,188—190.
163. H. Reutter, Südmährische weihnachtspiele. Zs. f. d.
gesch. Mährens 18,138 — 152. — ein weihnachts])iel aus Zlabings
und ein adventspiel aus Frainersdorf.
164. Das Puppenspiel vom doktor Faust. Leipzig, Inscl-
verlag. 74 s. 0,50 m.
C. Spruch und spriclnvort.
165. H. Müller, Hochzeitseinladung aus dem kirchspiel
Sottrum. Hannoverland 8,116 f.
166. H. Deiter, Zwei priameln des 15. jahrh. Nd. jb. 40,47.
167. 0. Goebel, Stammbuch Pilaumbaum 1736—1740.
Niedersachsen 19,143 f.
168. E. Richar, Zwei grabschriften aus Kärnten. DdVl.
16,193. — K. Wurdack, Zwei marterin. ebd. 16,36. — Wohn-
hausinschriften aus Sachsen, ebd. 16,86 f. 57.
169. J. Rest, Alte inschriften in Münchweier und Etten-
heimmünster. Die Ortenau 5,108 — 110.
170. A. Andrae, Hausinschriftcu aus Nord- und Mittel-
deutschland (66 nr.). ZfVk. 24,31—47.
171. Hausinschrift in Uhrn. Niedersachsen 19,97. 160. —
Neckvers. ebd. 19,142. — Gottstreu. ebd. 19,307. — Menden,
ebd. 19,444. — Hameln, ebd. 19,504, — Glockeniuschrift. ebd.
19,238. — R. Mielke, Der neidkopf. ebd. 19,407—410. 466.
172. H. Kühn, Kulturgeschichtliche bilder aus Thüringen
(Leipzig, Weicher) s. 308 — 314: Hausinschriftcu aus dem -herzog-
tum Altenburg.
173. Schmöckel, Siegerländer haussprüche. Siegerland
2,181.
174. F. Waters, Niederrheinische glockeniuschi'iften. Der
Niederrhein 1914, heft 12. — Volkstümliche inschriften. ebd.
1914,64.
175. J. Pommer, Kellerauf schritt: wein trinken und gott
lieben. DdVl. 16,239.
176. R. Schlegel, Uhrumschriften, gesammelt und hrsg.
Berlin, B. Poetschki. 1913. 22 s. 0,80 m. — rec. F. B., ZfVk.
^4,104.
177. K. P., Inschrift auf einem deckelglas, ZfrheinVk. 1 1,58.
178. D. Steilen, Inschriften auf pfeifenköpfen, tassen,
tellem, wockenblättern. Hanno verland 8.115 f.
179. M. Sooder, Sprüche auf Berner bauerngeschirr (80 nr.).
Schweizer, archiv 18,188—191.
XVII. C. Spruch und Sprichwort. 105
180. K. Hof'facker, Sprüche und Inschriften auf alten
töpfereien. Badische heimat 1,184 — 198.
181. E. Landes, Biedermeierpoesie auf Mosbacher schützen-
scheiben. Mein heimatland 1,110 — 113.
182. Keck, Eigentumsverraerke. ZfrheinVk. 11,156.
183. F. Weik, Kinderreime, merkverse, Sprüche, Wetter-
regeln und rätsei aus ßheinbischofsheim. ZfdMa. 9,254 — 260.
184. A. Hilka, Beiträge zur fabel- und sprichwörterliteratur
des mittelalters. Breslau, Aderholz. 38 s. 1 m. (aus Jsb. der
schles. ges. f. vaterld. kultur.)
185. C. Weyman, Randbemerkungen zu den lateinischen
Sprichwörtern und Sinnsprüchen des mittelalters (ed. J. Wex'ner
1912). Münchener museum 2,117 — 145.
186. E. Höfer, Der volksmund. sprichwörtliche redens-
arten neu hrsg. von M. Bruns. Minden i. W., Bruns. XXXII,
202 s. geb. 2 m. — Höfers Sammlung apologischer Sprichwörter
erschien zuerst 1859 u. d. t. 'Wie das volk spricht' und brachte
eine fülle derben, vor unflätereien nicht zurückschreckenden volks-
witzes zum Vorschein. die neue ausgäbe verzichtet auf eine
numerierung, fügt einige neue stücke und erklärungen hinzu
und versucht im Vorwort eine sachliche gruppierung herzustellen.
187. Lippische Sinnsprüche und geflügelte werte. Nieder-
sachsen 19,59. — Sprichwort, ebd. 19,308. — Kortenspälen. ebd.
19,182.
188. K. Prümer, Tod und teufel im volksmunde der west-
fälischen Mark. ZfrheinVk. 11,204—206. — W. Sieben, Bibli-
sches im volksmund zu Kempen, ebd. 11,284 — 287. — J. Klein,
Oberbergische redensarten und reime aus Brück, ebd. 11,287 — 290.
189. M. Schollen, Aachener Sprichwörter und redensarten,
gesammelt und erläutert. 2. aufläge. Aachen, La Ruelle. 1913.
XII,228 s. 4 m.— rec. A. Wrede, ZfrheinVk. 11,75.
190. J. H. Schwalm, 'Schwälmer wees' (weizen). das
Schwälmerleben im eigenen Sprichwort. Kassel, F. Scheel. 1913,
€6 s. 1,20 m. — rec. F. B., ZfVk. 24,104.
191. F. Gregorius, Volkstümliches aus Hörn bei Simmern.
ZfrheinVk. 11,207 — 212. — rätseln, bauernregeln, Sprüche.
192. E. Gregorius, Sprichwörterund redensarten aus Hörn
bei Simmern (Hunsrück). ZfdMa. 9,265—276. 327—334.
193. K. Prümer, Schelte-, spott- und Scherznamen aus der
westfälischen Mark. ZfrheinVk, 11,42 — 54. — A. Alt haus,
Redensarten aus Coesfeld. Kinderspottruf. ebd. 11,156. Josef
Müller, Thomasesel und Pfingstfuchs. ebd. 11,133—141.
106 XVII. Volksdichtung.
194. P. Benndorf, Volkstümlicher humor und andere redens-
arten. Mitt. f. säclis. volksk. 6,205 f.
195. Tb. Baader, Zu den Posener Sprichwörtern (33,69).
Nd. kbl. 34,75.
196. A. de Cock, Spreekwoorden, zegswijzen en uitdruk-
kingen op volksgeloof berustend nr. 235 — 246. Volkskunde 25,
128—134.
197. C. W. V. S3rdow, Nägra ordspräk frän Smäland, Folk-
minnen och folktankar 1,41 f.
D. Rätsel lind yolkswitz.
198. E,. Lehmann-Nitsche, Volksrätsel aus dem La Plata-
gebiete. ZfVk. 24,240 — 255. — berichtet über die seiner spanischen
Sammlung 'Adivinanzas Rioplatenses' (Buenos Aires 1911) zugrunde
gelegte Systematik: biomorphe, zoomorphe, anthropomorphe, phyto-
morphe, poikilomorphe, vergleichende, beschreibende, erzählende,
arithmetische, verwandtschal'ts-, kryptomorphe, homonyme, scherz-,
doktrinäre, künstliche und erotische gruppe.
199. P. Bender, Biblische rätsei als hausinschriften an
hessischen bauernhäusern. ZfdU. 28,834 — 837.
200. K. Klier, Rätsel aus Perchtoldsdorf. DdVl. 16,86. —
E. Jungwirth, ebd. 16,239.
201. Rätsel. Niedersachsen 19,240. — Wibbe, Ein gesell-
Schaftsspiel aus der großeitern tagen (rätsei von wolf, ziege, kohl-
kopf; vgl. ZfVk. 13,95. 311. — 15 Christen und 15 Türken^
vgl. Euph. 3,360. AKultG. 11,129). ebd. 19,503.
202. Th. Imme, Volksrätsel. Nachr. des ver. der Krupp-
schen beamten 1914, nr. 12 — 15.
203. A. Witt, Doppeldeutige volksrätsel aus Schleswig-
Holstein (10 nr.). ZiVk. 24,194 f.
204. E. T. Kristensen, Danske folkegaader, efter trykte
og utrykte kilder, samlede. Struer, M. Christensens bogtrykkeri.
320 s. 2 kr. — von den rund 4000 rätseln hat K. mehr als ein,
viertel zum ersten male aufgezeichnet, die erste abteilung ist
alphabetisch nach den lösungen geordnet, die zweite umfaßt
21 sachlich verschiedene gruppen. ein register fehlt leider.
205. H. Mai an der, Skänska gator. Eolkminnen och folk-
tankar 1,43 f.
206. P. Geiger, Schweizerische kiltsprüche. Schweizer,
archiv 18,121 — 149. — eine gereimte hausratsaufzählung und
fünf prosaische lügenerzählungen, die der bursche nachts vor
XVII. D. Eätsel und volkswitz. 107
dem fenster des mädchens aufsagt, um dieses zu necken oder sich
einlaß zu verschaffen.
207. J. Müller, Glockeustimmen, vogelstimmen, ausdrücke
beim kartenspiel. Schweizer. Volkskunde 4,31 f. — C. Flubacher,
Ausdrücke beim kartenspiel. ebd. 4,46 f.
208. W. Brinckhoff, Vogelstimmen. ZfrheinVk. 11,153 f.
209. Sinn und bedeutung von naturklängen. Niedersachsen
19,19. 96. 160. 181. 238. 420. — Glockensprachen, ebd. 19,308.
210. G. F. Meyer, Glockensprache. Heimat (Kiel) 24,119.
— W. Ehlers, Topographischer volkshumor. ebd. 24,119. —
A. Ladenburg, Neckreime, ebd. 24,119.
211. M. Nerese-Wietholz, Das dorf gedieht. Niedersachsen
19,179. — Dorfreime, ebd. 19,39. 221. 376. — Neckreime, ebd.
19,376. 504.
212. Gurt Müller, Nachbarrreime aus Obersachsen. ZfVk.
24,90—94. 183—188. — 74 nr.
213. Gurt Müller, Namenverachten (vornamen mit reim-
zusatz). Mitt. f. Sachs, volksk. 6,163—172. 191—195.
214. W. Brinckhoff, Vornamenscherze. ZfrheinVk. 11,234.
215. Jos. Müller, Rheinische fastnachtsrufe. ZfrheinVk.
11,271 — 276.
216. A. Keller, Die handwerker im volkshumor 1911,
17,162. — rec. A. Abt, Hess. bl. f. volksk. 13,134.
217. A. Hoursch, Kölsche krätzscher, gesammelt. 9. bdch«
Köln, Hoursch u. Bechstedt. 40 s. 0,50 m.
218. P. Arras, Äußerungen von soldatenernst und soldaten-
humor. Bautzen, Weller. 16 s. 0,20 m.
219. K. Ahnert, Fröhliche heerfahrt. heitere soldaten-
gedichte an eisenbahnwagen, gesammelt. 1. — 3. folge. Nürnberg,
Ahnert. je 24 s. 16^ 0,10 m. — vgl F. B., ZfVk. 24,431.
220. Carl Müller, Deutsche soldatenart, gekennzeichnet in
Sprüchen und versen. Altenburg, Bonde. 16 s. 0,20 m.
221. Kriegshumor 1914. Berlin, Litfaß erben. 0,20 m.
222. TonyMarkolf, Deutscher kriegshumor 1914 gesammelt.
Köln, Hoursch u. Bechstedt. 0,60 m.
223. H. Grimme, Mit ernst und scherz in den krieg, eisen-
bahnaufschriften gesammelt. Münster, Aschendorff. 40 s. 0,30 m.
224. Deutscher humor im weitkrieg 1914. Wien, J. Heine.
32 s. 0,30 m.
J. Holte.
108 XVm. Mythologie und sagenkunde.
XVIII. Mythologie und sagenkunde.
A. Mythologie. — B. Sagenkunde. 1. Heldensage. 2. Mittelalterliche
sagen und legenden. 3. Yolkssagen. 4. Märchen.
A, Mythologie.
1. Andreas Heusler, Die altgermauische religion. die kultur
der gegenwart hrsg. von Paul Hinneberg 1,3,1. die religionen
des Orients und die altgermanische religion. 2. vermehrta und
verbesserte aufläge. Berlin und Leipzig, B. G. Teubner. 1913.
s. 258—271.
2. Wolfgang Golther, Germanische mj'^thologie. Geistes-
wissenschaften 1,460 — 463.
3. Finnur Jonsson, Godafroedi nordmanna og islendinga
eftir heimildum. Reykjavik. IV, 159 s.
4. Albrecht Dieterich, Mutter erde, ein versuch über volks-
religion. 2. aufläge bearbeitet von Richard Wünsch. Leipzig
«nd Berlin, B. G. Teubner. 138 s.
5. Just Bing, Germanische religion der älteren bronzezeit.
Studien über skandinavische felsenzeichnungen. Mannus 6,149 — 180.
mit 33 abbildungen. — deutsche beai'beitung des artikels Helle-
ristningsstudier in Oldtiden. hrsg. von A. W. Brögger. bd. 3,
77 — 116, erweitert und verbessert von Gustav Kossinna.
6. Just Bing, Der götterwagen. Mannus 6,261 — 282. mit
15 textabbildungen.
7. W. Schulz, Deutungsversuche einer felsenzeichnung.
Mannus 6,324 — 325. — eine felsenzeichnung von Bohuslän wird
als Thor gedeutet, der einen enthaupteten riesen und eine Jung-
frau vor sich habe, das schiff über dem riesen bedeutet, daß der
held und sein begleiter über see gekommen sind.
Zauber. 8. Julius Schwietering, Der erste Merseburger
Zauberspruch. ZfdA. 55,148 — 156. — die idisi, auf welche die
schon von Jakob Grimm herangezogene lateinische beschwörungs-
formel aus Marcellus übertragen ist, werden auf die drei Marien
zurückgeführt und darauf hingewiesen, daß in der kirchlichen
literatur die leichentücher Christi SA'mbolisch auf die sündenfesseln
gedeutet werden, die durch die auferstehung gelöst sind, wie im
volkstümlichen Zauberspruch die Marieen Christi wunden heilen,
so sollen sie auch als löserinnen dieser bände aufgefaßt worden sein.
9. Eugen Fehrle, Deutsche segen und beschwörungen.
Mein heimatland, badische blätter für Volkskunde 1,1.
XVIIT. A. Mythologie. 109
10. Gerhard Gesemann, Regenzauber in Deutschland. Kieler
diss. 1913. 96 s.
11. H. Berkusky, Regenzauber. Mitteilungen der anthro-
pologischen gesellschaft in Wien 33,6.
Naturverehriing. 12. Karl Knortz, Die vögel in ge-
schichte, sage, brauch und literatur. mit buchschmuck von Hans
Berthold. München, Fr. Seybold. 296 s. — die neun kapitel
des hübsch ausgestatteten buches tragen unter anführung der be-
nutzten literatur reichen stoff an abergläubischen Vorstellungen,
mythologischen beziehungen, sagen und liedern zusammen, der
sich gruppiert um: gans; ente und schwan; storch und schwalbe;
rabe; unglücksvögel (eule, kuckuck); adler, Zaunkönig, kolibri;
hahn; huhn und taube; Sperling, lerche, nachtigall, elster, falke,
rotkehlchen usw.
13. Heinrich März eil. Volkskundliches aus den kräuter-
büchern des 16. jahrhs. ZfVk. 24,1—19.
14. Otto Lauf f er, Der kometim Volksglauben. Kbl.Ges.Ver.
62,6. 7.
15. L. Ft. Läffler, Det evigt grönskande trädet i den
fornnordiska mytologien och det fno. ordet barr, fish barr, nägra
ord tili försvar. Arkiv 30,112—123.
16. Hjalmar Lindroth, Yggdrasils 'barr' och eviga grönska.
en replik. Arkiv 30,218—226.
Seelenglaube. 17. A. Ackermann, Der seelenglaube bei
Shakespeare. eine mythologisch-literarwissenschaftliche abhand-
lung. Frauenfeld, Huber u. Co. VI,151 s.
18. Jan Petersen, Overtro fra gravhaug. Maal og minne
1914,106 — 109. — in gräbern der Wikingerzeit und nach einem
bericht der Gislasaga wird dem im boot begrabenen toten zur
Verhinderung schädigenden umgehens ein schwerer stein beigegeben.
19. G. S., Folketro om gravhauger, Maal og minne 1914,45.
20. Birger Norman, Konung Ragnvald i Ynglingatal. Maal
og minne 1914,65 — 75. — der mit dem Wiedergeburtsglauben zu-
sammenhängende brauch, kinder nach jüngst verstorbenen ver-
wandten zu nennen, läßt sich genau nachweisen in der namen-
gebung des Ynglingergeschlechts von Ingjaldr illrädi ab und in
den namen von Haraldr härfagris söhnen, daraus, daß einer von
diesen E,Qgnvaldr heißt, ist zu schließen, daß der im Ynglingatal
genannte könig ßQgnvaldr eine historische persönlichkeit war und
nicht nach 875 gestorben sein kann.
Dämonische wesen. 21. Georg Sverdrup, Kamp mellem
Vaetter. Maal og minne 1914,24 — 31.
22. Just Bing, Tilf0ielse (zu Elverskud og Elverh0j, vgl.
1913,18,23). Maal og minne 1914,47.
110 XVIII. Mythologie und sagenkunde.
23. E. Havekost, Die Vampirsage in England, diss.
Halle. 101 s.
24. Reidar Th. Christiansen, Met Maren. Maal og minne
1914,44.
25. Eilert Mo, Drakjinn. Maal og minne 1914,45.
26. K. Spiegel, Hexenprozesse und Volkskunde. Blätter
zur bayrischen Volkskunde, zweite reihe. Würzburg 1913.
27. Viktor Waschnitius, Perht, Holda und verwandte ge-
stalten, ein beitrag zur deutschen religionsgeschichte. Sitzungs-
berichte der kaiserlichen akademie der Wissenschaften in Wien.
Phil.-hist. klasse. band 174, abhandlung 2. Wien, A. Holder.
184 s. — der erste teil der abhandlung bringt eine reichhaltige
geographisch geordnete Zusammenstellung der sagen, mythischen
motive und gebrauche, die sich auf oberdeutschem boden an die
Perht, im fränkischen und nd. gebiet an Holda, Fru Frie, Harke,
Gode u. a., sowie auf skandinavischem, nd. und md. boden an das
volk der huldrer, holden usw. knüpfen, wertvoll ist die fest-
stellung, daß die bei Burchard von Worms neben Holda vor-
kommende lesart friga Jiolda, als striga holda aufgefaßt, durch das
vorkommen von Strigholden im steyrischen Volksglauben bestätigt
wird (s. 84 f.). Perht als führei'in von kinderseelen wird direkt
aus dem seelenglauben, ihr name, wenigstens vorläufig, aus dem
Perht entag hergeleitet; auf seelenkult weisen die ihr dargebrachten
Speiseopfer und der Perhtenlauf 'ein bewegungsritus, verbunden
mit einer mimischen darstellung des umziehenden seelenheeres zur
förderung der animalischen und vegetabilischen fruchtbarkeit'. die
holden und holda werden für elbische vegetationsdämonen erklärt,
ihr name vom adjektivum hold, nord. huldr dagegen von helan ab-
geleitet.
Götter. 28. Tor E. Karsten, Tiwaz. nordiska ortnamn.
hyllningsskrift tillägnad Adolf Noi'een pä sextioarsdagen av vänner
och lärjungar, utgiven genom Namn och bj'gd. s. 195 — 204. —
der name der finnischen roggengottheit Runkoteivas und der pferde-
gottheit rukotivo werden als Zusammensetzung von germ. tiwaz
(älter teiwaz), acc. tlwo(m) mit finnisch runko 'baumstumpf aufge-
faßt und sein kult mit der auch in Finnland nachweisbai"en Ver-
ehrung von holzidolen zusammengestellt. der name Tiwaz be-
gegnet in der Stammform auch in einem finnisch-schwedischen
Ortsnamen, dementsprechend darf man schwedisch Tived auch als
derartige Zusammensetzung ansehen, eine korrekturnote weist auch
auf eine dem vf. noch nicht zugängliche schrift von C. Marstrander
hin, worin tived als identisch mit irisch deßd 'heiliger wald' er-
wiesen wird.
XVIII. A. Mythologie. 111
29. R. Classen, Der dienst der Nerthus. Die älteste ge-
schichtliche künde aus Holstein, Kbl. f. Anthr. 1914,80 — 85. —
die von Tacitus erwähnten Völkerschaften, bei denen der kult der
Nerthus zuhause war, wohnten in einem gebiete, dessen mittelpunkt
das land Oldenburg in Holstein mit der insel Fehmarn bildete,
ersteres war früher auch eine insel. der Nerthussee ist der ehe-
malige Siggener see; der name lautete früher Siggheme (Zyggehme)
nnd klingt nicht wendisch wie viele namen dieser gegend. er ist
al.io älter als die wendische besiedlung.
Ortsnameil. 30. Magnus Olsen, Hedenske kultminder i
norske stedsnavne I (med 3 karter i teksten og 1 st0rre kart). Skrif ter
utgit av videnskapsselskapet i Kristiania 1914. II. hist.-filos.
klasse. 2. bind. 315 s. Kristiania, Jacob Dybwad. 1915. —
seinen verschiedenen einzeluntersuchungen über Mythologisches in
nordischen Ortsnamen läßt Olsen nunmehr eine zusammenfassende
behandlung dieses themas für ganz Norwegen folgen, von der hier
der erste teil vorliegt, vorangestellt wird eine tabellarische Über-
sicht sämtlicher in betracht kommenden namen (kap. 2, auch
s. 73 ff.), unter den mit r'r0y zusammengesetzten namen, die an
und für sich mehrdeutig sind, werden zunächst diejenigen ausge-
scfiieden, die kaum etwas mit kult zu tun haben (übersieht s. 45 f.);
die übrigen erweisen sich als Zusammensetzungen mit dem namen
Freya; der name Nj(jrdr begegnet in Njarcl0y und Njardvik in der
Stammform, nicht wie sonst im genetiv, wodurch hier der gott
mehr als schutzherr, dem die statte geweiht ist, und nicht wie
gewöhnlich als rechtlicher eigentümer der örtlichkeit bezeichnet ist
(kap. 3). als hauptgebiete für den kult bestimmter gottheiten
kommen in betracht: das Drontheimische für Freyr (ziemlich spät
von Schweden eingeführt), Westnorwegen für Nj^rdr (Zusammen-
hang mit Dänemark), die Upplande (Südostnorwegen) für Uliin und
die disar (kap. 4). die mit -vin zusammengesetzten namen werden
in Verbindung gebracht mit einer von dem botaniker Sernander
nachgewiesenen temperaturmindei'ung in der zweiten hälfte des
ersten vorchristlichen Jahrtausends, infolge deren die schon vorher
bestehende ackerwirtschaft im Norden großenteils wieder zur Weide-
wirtschaft herabgesunken sei, eine annähme, die auch für die auf-
fassung der urnordischen Sprachverhältnisse und der Völkerwande-
rung wichtig ist (kap. 6). das einfache Vin scheint in einzelnen
gegenden (Heidm(;)rk) allein schon die bedeutung versammlungs-
und kultstätte angenommen zu haben, ebenso unzusammengesetztes
Äkr (kap. 18); dasselbe gilt in einer etwas späteren zeit für Vangr,
das selbständig und in Zusammensetzungen für das innere Nor-
wegens im gegensatz zum küstenrande charakteristisch ist und
noch später wiederum von vqllr abgelöst wird (kap. 9. 10). natürlich
112 XVIII. Mythologie und sagenkunde.
bezeichnen die namen auf -vin und -akr eine primitivere stufe des
kultus (kap. 17) als die Zusammensetzungen mit -hof und der ein-
fache name Hof; letzterer gehört mehr in abgelegene gegenden,
^vo die bezeichnung 'der tempel' schlechthin nur auf ein bestimmtes
einzelnes heiligtum bezogen werden konnte, Zusammensetzungen
mit götternamen dagegen in mehr oder weniger ausgedehnte ver-
kehrsgemeinschaften (kap. 12). eine sehr alte bezeichnung ist
hi^rgr (steinaltar); es hat sich in Südostnorwegen (H^rgvin) und
Schweden als benennung öffentlicher kultstätten noch in die zeit
des hof hinein gehalten, während es in Westnorwegen und auf
Island nur als bezeichnung privater heiligtümer fortlebte (kap. 25).
die bedeutung 'heiligtum' wird schließlich auf grund der läge damit
bezeichneter örtlichkeiten (drontheimisch Elgissetr, ostnorw. Elg-
jartün) und der etymologie {*algiö neben alhs, das selbst in
Aelin = alh-vin begegnet) auch dem namensgliede Elgjar- und
Elgl- zugesprochen (kap. 23). dagegen bezeichnet das in ver-
schiedenen gegenden vorkommende lygi- nach läge und wort-
bedeutug (got. lüigan, ahd. urliugi) wohl eine unter göttlichem
frieden stehende Thingstätte (kap. 9). — ausführliche religions-
geschichtliche einzeluntersuchungen werden in diesem bände zunächst
den kultverhältnissen der Upplande gewidmet, als ein hauptgott
dieses gebietes erscheint Ullin, den seine aus den Ortsnamen er-
kennbaren beziehungen zu andern gottheiten als identisch mit
Ullr erweisen (kap. 13). heiligtümer namens Ullinshof liegen an
späteren kirchlichen mittelpunkten in Eaumariki und HeidmQrk
(kap. 11). |>6rr, der eine ähnlich bedeutsame Stellung einnimmt,
gehört offenbar einer späteren zeit an; sein name erscheint nicht
wie der des Ullin-Ullr in den altertümlichen Zusammensetzungen
mit -akr und -vin (kap. 5, s. 89 ff.). Verwandtschaft mit förr,
seinem Stiefvater in der nordischen mythologie, zeigt Ullr auch
darin, daß die heiligtümer beider mehrfach in der nachbarschaft
von kultstätten der disar erscheinen: in den Upplanden neben
höfen namens Disin (dtsvin, vgl. idisiaviso nahe dem Herkules-
walde an der Weser), bei Uppsala: Ulleräker, Ulltuna sowie der
an die eddischen Ydalir erinnernde heilige Eibenbaum neben dem
Markt Disting (kap. 14, 16). in Schweden zeigen Ortsnamen
den kult des Ullr und vielleicht des |>örr auch in Verbindung mit
dem der göttin Harn, die Olsen im anschluß an Sperber nunmehr
als flachsgöttin auffaßt (kap. 15). auf beinamen des Ullr werden
zurückgeführt die namen zweier scheinbaren hauptkultstätten in
HeidmQrk: Hringisakr (Hringir, vgl. Ullar hringr) und Skjaldarakr;
für den letzeren wird aus der schildkenning 'Ullrs schiff gefolgert,
daß auf Ullr die Vorstellung von dem auf einem schilde segelnden
Korndämon (Scyld Scefing) übertragen worden sei (kap. 19). —
XVIII. A. Mythologie. 113
die weitgehendsten kombinationen knüpfen sich an das Verhältnis
des Ullr zu Freyr: einander eng benachbarte gleichartige kult-
stätten beider — zweimal Ullinsakr und Fr0y8akr, einmal ÜUinsin
und Fillinsin (nach einem vom werte 'Feld' abgeleiteten beinamen
des Freyr, der aus dem finnischen namen Pellonpecko 'Feld-Pecko'
für Byggvir, den diener des Frej^r, gefolgert wird), einmal Ullarin
und Fr0ysin (vgl. Ullvättern und Frövättern im schwedischen
Värmland) — deuten auf einen gemeinsamen kult beider als 'männ-
liches götterpaar' (kap. 7. 8. 20). innerhalb des kultgebietes dieses
götterpaars begegnet nun in Hallingdal und Raumariki der ge-
schlechtsname Haddingjar (kap. 22), und der Verfasser kombiniert
dies mit den teilweise gleichfalls diesem gebiet angehörigen namen
auf Lygi- und alh-, -elgi- dahin, daß in Raumariki sich derselbe
kultische namenskreis zusammenfindet wie bei Tacitus' Lugiem
(lug-j leiig-), wo die priesterlich-königlichen Asdingi (Haddingjar)
ein männliches götterpaar Alcis (alh-) verehren, als dessen namen
Raus und Rafts angesetzt werden ('stab' und' querbalken', wie in
dem lappischen gemeinsamen kult von fruchtbarkeits- und donner-
gott hölzernes götterbild und erhöhtes altargestell nebeneinander
stehen, kap. 21). auf grund dieser gleichsetzung wird für die
Lugier skandinavische herkunft vermutet (kap. 24).
81. Erik Noreen, Quadhovi. Nordiska ortnamn (vgl. 28),
s. 121 — 126. — der name wird mit kväda 'harz' zusammengestellt
und auf die rolle hingewiesen, die das harz in kult und Volks-
medizin spielt.
32. Hjalmar Lindroth, En nordisk gudagestalt i ny belys-
ning genom ortnamn. Antikvarisk tidskrift för Sverige 20. — be-
handelt die gottheit Skadi, deren name in dem mehrfach vor-
kommenden norwegischen Ortsnamen Skedjuhof die form Skedja zeigt.
33. Oluf Kolsrud, To hittil ukjendte hov i L0ten. Maal
og minne 1914,95 — 100.
34. Erik Brate, Vanerna, en mytologisk undersökning,
Svenska humanistiska förbundets skrifter 21.
35. Helge Ros6n, Phallosguden i norden. Antikvarisk tid-
skrift för Sverige 20,2. 24 s. — zunächst wird der aus dem Frey-
kult entlehnte Phalluskult eines unter verschiedenen namen auf-
tretenden lappischen gottes besprochen, primitivere formen der nordi-
schen Phallusverehrung bezeugen der V9lsaJ)4ttr und eine strophe
der Morkinskinna (s. 28: görpi eigi sa garcl um hestrePr seni Sigurdr syr
sa var pinn fapir). die steinzeichnungen älterer zeit lehren eine
gottheit kennen, die Hammer und Phallus als Symbole führt.
36. Helge Rosen, Freykult och djurkult. Fornvännen 1913,
213—244.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) II. Teil. 8
114 XVIII. M3'tliologie und sagenkunde.
37. Rudolf Much, Vagdavercustis. ZfdA. 55,284—296.
38. J. (x, Frazer, Balder the beautiful, the fire-festivals
ot' Eui-ope and the doctrine of the external soul. the golden
bough: a stud}- in magic aud religion. part. VII. 2 bde. London,
Macmillan.
39. G. S., Lokes arvtager? Maal og minne 1914,45 — 46.
40. E. N. 8etälä, Väinämöinen und Joukahainen. eine wort-
und m3^thengeschichtliche Studie. Memoires de la societe finno-
ougrienne. Helsingfors 1914. Leipzig, 0. Harrassowitz. 48 s.
41. Erik Brate, Voluspa. Arkiv 30,43—61.
42. Alfred W. Johnston, Ragnarök and Orkney. The
scottisli bist, review 9,148 — 158.
Feste. 43. Martin Nilsson, Die volkstümlichen feste des
Jahres. Religionsgeschichtliche Volksbücher für die deutsche gegen-
wart, hrsg. von Friedrich Michael Schiele. 3. reihe, heft 17. 18.
Tübingen. Mohr. 76 s.
44. Rudolf Meringer, Der name des julfestes. WS. 5,
184—194.
45. Hugo Jungner, Om kung Orre. Maal og minne 1914,
123 — 146. — Kung Orre und sein diener Buske Josse, die zum
abschluß der julzeit vertrieben werden, sind herzuleiten von könig
Erich und seinem vogt Josse Eriksson, die durch die erhebung
der schwedischen bauern verjagt wurden.
46. E. Hoff mann-Krayer, Feste und brauche des Schweizer-
volkes. Zürich, Schultheß u. co. 1913.
47. Hilding Geländer, Loke-problemet. ett genmäle och
en efterskrift. Danske studier 1914,65 — 88 mit einer nachschrift
von Axel Olrik, s. 88—93.
48. D. von Hansemann, Der aberglaube in der medizin
und seine gefahr für gesundheit und leben. 2. aufl. Aus natur
und geistesweit 83. Leipzig u. Berlin, B. G. Toubner. IV, 116 s.
49. Eva Wigström, Folktro och sägner, Svenska lands-
mäl 1914.
50. Lind st am, Folktro och annat frän Bohuslän. Svenska
landsmäl 1914.
51. Hans Eber, Der Franken wald und das Vogtland, kultur-
\ind heimatbilder. München, Bayerland-verlag. 178 s. — bringt
8. 161 — 173 sagen und Volksglauben aus dem Vogtland und dem
Frankenwaldgebiet.
52. Heinrich Carstens, Volksglauben und Volksmeinungen
aus Schleswig-Holstein. ZfVk. 24,55—62.
53. H. Franz, Die ungebornen und der neugeborne mensch
im hessischen Volksglauben. Hessenland 28,9.
XVIII. B. Sagenkunde. 115
54. Th. Imme, Geburt und kindheit in sitte und Volks-
glauben Altessens. ZfrhwV. 10,4.
55. H. Clauß, Volksmedizinisches und abergläubisches aus
Franken und Schwaben. Bll. zur bayr. volksk. 2. reihe. Jahr-
buch des ver. f. bayr. volksk. und mundartenforschung. Würz-
burg 1913.
56. A. Stölzel, Ein streifzug in die Volksetymologie und
Volksmythologie. Grenzboten 72,49. 73,6.
57. Altjungfernschicksal nach dem tod in sage und Volks-
glauben des Elsaß. Elsässische monatsschrift 1913, dez.
58. Besprechungen früher verzeichneter Schriften. l.A.Zehme,
Göttersage 1913,18,2. P.Kolb, Cbl. f. die höheren schulen Württ.
21,38.-2. Karl Helm, Religionsgeschichte 1912,18,2. F. Piquet,
Rev. germ. 10,226. Fr. Neklapil, Allg. litbl. 23,330. C. C. Uhlen-
beck, Museum 21,268 — 269. — 3. Eugen Mogk, Menschenopfer
1909,18,12. Hjalmar Lindroth, Idg. anz. 32,38—40. — 4. Andreas
Heusler, Altgermauische religion 1914,18,1. S. Levi, Rev. crit.
77,21. — 5. E. Hoffmann-Krayer, Feste und brauche 1914,
18,46. Hanns Bächthold, DLz. 35,118—119. — 6. Wolf von
Unwerth, Odinn Verehrung 1911,18,43. Elof Hellquist, Arkiv
30,124—128. — 7. von Hansemann, Aberglaube 1914,18,48.
A. Eulenburg, DLz. 35,2747. — 8. Dieterich, Mutter erde
1914,18,4. W. Kroll, DLz. 35,2641— 2642. — 9. Erich Klingner,
Luther 1912,18,20. MSchlesVk. 16,263—264. — 10. August Lüt-
jens, Zwerg 1911,18,42a. Karl Helm, Litbl. 35,196. — 11. Karl
Knortz, Hexen 1913,18,26. R. T. House, MLN. 29,122—123.
— 12. Ernst Böklen, Unglückszahl 1913,18,58. Kurt Latte,
DLz. 35,1939—1940. — 13. Ackermann, Seelenglaube bei
Shakespeare 1914,18,17. M. J. W , Cbl. 65,1057.
B. Sagenkunde.
1. Heldensage.
59. Hugo Gering, ßeowulf nebst dem Finnsburg-bruchstttck,
übersetzt und erläutert. 2. aufl. Heidelberg, Karl Winter. 2 m.
60. Fr. Klaeber, Das Grändelsmor — eine frage. Archiv
131,427.
61. C. W. von Sydow, Grendel i anglosaxiska ortnamn.
Nordiska ortnamn. (vgl. nr. 28) s. 160 — 164.
62. Hans Grüner, Die Riganusschlacht in den Vitae duorum
Offarum des Matthseus Variscensis (saec. XIII). ein beitrag zur
bibel- und legendenkunde des mittelalters wie zur geschichte der
älteren heldensage. progr. der Oberrealschule zu Eimsbüttel. 26 s.
116 XYIII. Mythologie und sagenkunde.
63. Axel Olrik, Brävellir. Nordiska ortnamn (vgl. nr. 28)
8. 297 — 312. — die Bravallaschlacht hat in der fruchtbaren ost-
götischen ebene an der Brävik (Saxo nennt Brävik und Vata,
d. h. den heut dort mündenden Vadsbäck) stattgefunden, wo heut
Bräbo härad liegt, der name des königs Hringr lebt in dem früher
bedeutsamen Ringstad fort, der flotten an griff des Dänenkönigs
auf Gautland ist zusammenzustellen mit Jordanes' bericht, daß
diese reichen gegenden häufig den angriffen anderer stamme aus-
gesetzt seien und mit der archäologisch erwiesenen tatsache, daß
im Gautenreich in jener zeit steinburgen gegen angriffe von der
see aus angelegt worden sind, die sage bewahrt also die er-
innerung an die niederlage eines Dänenkönigs, die dieser bei einem
eroberungszuge gegen das Gautenreich um ca. 550 erlitten haben
wird, noch bevor dieses seinem anderen hauptgegner, dem nörd-
lichen Schwedenreiche, endgültig unterlag.
64. Alexander Bugge, Amor jarlaskald og det forste kvad
om Helge Hundingsbane. Edda 1,2.
65. Helmut de Boor, Das schwert Maering. ZfdPh. 45,
292—297.
Walther. 66. L. Simons, Waltharius en de Walthersage.
Lier, Jozef van In u. co. Leipzig, Harrassowitz. 340 s. (auch
als L. Simons, W. en de W. I. II. Leuvensche bijdr. 11,149 — 246.
12,1—132.)
67. Wilhelm Tavernier, Waltharius, Carmen de prodicione
Guenonis und Rolandsepos. Zs. f. frz. spr. u. lit. 42,41 — 81.
Nibelungen. 68. Georg Holz, Der Sagenkreis der Nibe-
lungen. 2. aufl. Wissenschaft und bildung. bd. 6. Leipzig,
QueUe & Meyer. Vn,142 s.
69. Hermann Patzig, Die Verbindung der Sigfrids- und der
Burgundensage. Dortmund, Fr. Wilhelm Ruhfus. 49 s. — die
Ortsnamen in den Helgi- und Sigfridsdichtungen werden mit
heutigen namen im gebiet der unteren Weser und Elbe gleich-
gesetzt und die sage von den Weisungen und Hundingen hierhin
verlegt. Helgis kämpf am Frekastein gilt als erinnerung an einen
ca. 880 erfolgten Normanneneinfall; auf den dänischen Wikiog
Helgi wurden züge der Sigfridsage übertragen. — die Sigfrid-
Brynhild- und die Etzel-Kriemhildsage sind nord- und süddeutsche
Varianten der Hildesage, auf die ausgestaltung der durch Ver-
bindung norddeutscher und süddeutscher elemente gebildeten Sig-
frid-Burgundensage übte die Welsungenaage bedeutsamen einfluß.
— Nibelunge ist urspr. stammname der Umwohner des alemanni-
schen flusses Nibel.
70. Andreas Heusler, Die heldenrollen im Burgunden unter-
gang. Sitzungsber. d. kgl. preuß. akad. d. wiss. XLVn,1114 — 1143.
XVIII. ß. Sagenkunde. 117
— die mannigfachen Verschiebungen und bereicherungen in den
rollen der mitkämpfer beim Burgundenuntergang haben sich auf
folgenden stufen der dichterischen eutwicklung vollzogen: alt-
fränkisches lied (vgl. Atlakvida), baiwarisches lied (einführung
der gotischen Etzelgestalt), älteres bairisches epos (luu 1160),
Nibelungenlied, die Nifluugasaga beruht auf dem älteren bairi-
schen epos, ihre gewährsmänner aber fügten in dessen erzählung
elemente einer iid. tradition ein (Soest; Osid = Hosed, vgL nr. 78;
beseitigung der Horterfragungsszene zugunsten der geschichte von
Etzels Tod und vom Schlangenturm).
71. Karl Christ, Der augebliche Brunholdisstuhl und andre
Irrtümer. Mannheimer geschichtsbll. 15,1.
72. Christian Böhm, Nochmals der Brunholdisstuhl. Mann-
heimer geschichtsbll. 15,2.
73. Karl Christ, Die beziehungen der Nibelungen zum
E.hein und zum Odenwald. Mannheimer geschichtsbll. 15,4.
74. Scheidweiler, Die entstehung und gagengeschichtliche
bedeutung des Seifridsliedes. progr. Neuwied. 42 s.
ßüedeger, 75. Rudolf Much, Rüdiger von Pechlarn. ver-
trag. Wien, A. Holder. 1913. 18 s.
76. S. Friedmann, Rüdiger e Terdiad e di un preteso
rapporto di Ferdiad con Siegfrid. s.-a. aus Pubblicazioni della
R. Accademia scientifico-ietteraria, facoltä, universitaria di filosofia
e storia. Milano, Hoepli.
Dietrichssage. 77. Hans Friese, Thidrekssaga \ind Diet-
richsepos. Untersuchungen zur inneren und äußeren form. Palasstra
CXXVIII. Berlin, Mayer u. Müller. VIII,185 s. — bei der be-
urteilung der Überlieferung wird Berteisens theorie zugrunde ge-
legt, sodann wird gezeigt, wie in der saga die verschiedenen
Stoffgruppen chronologisch, genealogisch und ursächlich zusammen-
gearbeitet sind, der vf. führt aus, wie die Schilderung von be-
waffnung und kleidung, die einführung nordisch aussehender ele-
mente, die form der Charakteristik, bestimmte lieblingssituationen
und formein sich durch die ganze saga hindurchziehen, doch wird
die Scheidung von deutschen und nordischen bestandteilen und
damit von quelle und eigner arbeit des sagaschreibers nicht auf
eine tiefer greifende Stilunterscheidung zwischen den in frage
kommenden deutschen und nordischen literaturgattungen aufgebaut.
— der zweite hauptabschnitt bringt eine ausführliche sachliche
und wörtliche vergleichung der den volksepen und der saga ge-
meinsamen erzählungen und Situationen : Hildegrim, Ecke und
Fasold, Sintram, Zwölfkampf (der sagaschreiber benutzte ein
tendenziöses gegenstück der Rosengartendichtuug), Dietrichs flucht
und erste rückkehr (Wegeners Scheidung verschiedener schichten
118 XVIII. Mj'thologie und sagenkunde.
innerhalb von Dietrichs flucht uud rabenschlacht wird mehrfach
bestätigt und weitergeführt), Dietrichs endgültige heimkehr. schließ-
lich wird die deutsche auffassung von Dietrichs persönlichkeit der
des Sagaschreibers gegenübergestellt.
78. Waldemar Haupt, Zur niederdeutschen Dietrichssage.
Paljestra CXXIX. Berlin, Maj-er u. Müller. 294 s. — werden
in der soeben genannten arbeit von Friese als quellen der Thidreks-
saga ohne nähere begründung niederdeutsche dichtungen angesetzt,
so sucht Haupt die entwicklung von Dietrichssage und Dietrichs-
dichtung auf nd. boden ausführlich darzustellen, die jugendaben-
teuer Dietleibs werden zweifellos mit recht in Zusammenhang ge-
bracht mit den russischen Volksliedern über den beiden Ilja.
seine sage gelangte durch lübischen handelsverkehr nach Xord-
albingien, der heimat Dietleibs von Stire (d. i, von der Störe),
in derselben gegend erhielt auch die sage von Dietleibs kämpf
gegen Hertnit, als deren grundlage die im heidnischen Dänemark
entstandene dichtung von Helgi und Kära angesehen wird, ihre
deutsche gestalt. die Wilzen- und Russenkämpfe der saga werden
mit den Slavenkämpfen der Sachsen um 1090 — 1140 verglichen,
von denen Helmold und der Annalista Saxo berichten; graf Rodolf
ist eine historische persönlichkeit dieser zeit, Osid dagegen ein
Slavenkämpfer des 10 Jahrhunderts, weitere Stoffe spiegeln andre
historische Schicksale des Sachsenstammes wieder: Samsons kämpf
gegen Rodgeir von Salerno gleicht kaiser Lothars zug gegen Roger
von Unteritalien; die Schlacht bei Gronsport ist die schlacht an
der Grone-Furt (1080), wo Rudolf von Schwaben fiel; Dietrichs
heimkehr und sieg über Sifka entspricht Lothars kaiserkrönung
und Unterwerfung Friedrichs von Staufen; Rienolt von Meilan ist
Reinald von Dassel, das letzte kapitel bringt eine zusammen-
fassende geschichte der Dietrichsdichtung. im eingang stehen
zwei gotische lieder: 1. Dietrichs Vertreibung und siegreiche rück-
kehr mit Rabenschlacht. 2. Der kämpf Witeges mit den Etzel-
söhnen. ein nd. Spielmannsepos, die quelle der saga, nahm die
fabel des zweiten liedes als episode in die des ersten auf und
und fügte die friedliche heimkehr an. in Oberdeutschland hielten
sich neben schwacher einwirkung des nd. epos die beiden alten
liedfabeln getrennt als Vorstufe von Dietrichs flucht und Raben-
schlacht.
79. Wolf von Unwerth, Ostacia und Kdra. Beitr. 40,
160 — 163. — bemerkungen zum ersten abschnitt von Haupts
Dietrichssage (nr. 78).
80. R. Hünnerkopf, Beiträge zur deskriptiven poetik in
den mhd. volksepen und in der Thidrekssaga. diss. Heidel-
berg. 70 s.
XVIII. B. Sugenkunde. 119
81. Elemer Moor, A Toldimonda es nemet kapesolatai (die
ungarische Toldisage iind ihre zusammenhänge mit der deutschen
sage). Nemet philologiai dolgozatok XIII (Arbeiten zur deutschen
Philologie, hrsg. von G. Petz, J. Bleyer, H. Schmidt). Buda-
pest, Ferdinand Pfeifer. 84 s. • — avis den ungarischen bezeich-
nungen für die mittelalterlichen spielleute und ihr handwerk geht
hervor, daß diese stark unter dem einfluß ihrer deutschen kunst-
genossen standen. deutsche spielleute haben sich auch nach-
weislich in Ungarn aufgehalten. Stoffe der deutschen volksepik
finden sich daher in der ungarischen Toldisage, die in einer
bearbeitung des 16. jahrhs. erhalten ist: die Jugendgeschichte des
beiden erinnert an die märchen vom Starken Hans und Goldener;
seine späteren Schicksale berühren sich mit der Rosengarten-
dichtung und den erzählungen von Heimes und Ilsans Kloster-
leben, mit rücksicht auf die mehrzahl seiner wissenschaftlichen
beni;tzer verdiente das buch eine deutsche Übersetzung.
82. Heinrich Hempel, Untersuchungen zum Wunderer, diss.
Halle 101 s.
83. J. Bedier, Les legendes epiques. recherches sur la
formation des chansons de geste. t. 3. 4. Paris, Champion.
1912,1913.
84. G. Brockstedt, L'origine frani^aise des epopees popu-
laires du moyen-haut-allemaud. ßev. germ. 10,273 — 293.
85. Besprechungen früher verzeichneter Schriften: 1. Fried
rieh Panzer, Sigfrid 1912,18,96. G. Binz, Anglia beibl. 25
142—158. — 2. W. Benary, Ermanarichsage 1912,18,98
F. Piquet, Rev. crit. 78,21 — 22. — J. Bedier, Legendes epi
ques 1914,18,83. G. Huet, Moyen-age 26,427—433. — 4. Fried
rieh Panzer, Beowulf 1910,18,58. G. Binz, Angl. beibl. 24
321—337.-5. Georg Holz, Nibelungen 1914,18,68. H. Jantzen
LE. 17,182—183. — 6. R. W. Chambers, Widsith 1912,18,88
Walther A. Berendsohn, Litbl. 35,384—386. — 7. R. C. Boer
Methodologische bemerkungen 1911,18,61. Leon Polak, ZfdPh
45,522—530.-8. Hermann Schneider, Wolfdietrich 1913,18,75
Archiv 131,486—487. W. Benary, ZfromPh. 38,500—509. Wolf
von Unwerth, ZfdPh. 46,115— 119. F. Piquet, Rev. crit. 76,512
— 9. R. C. Boer, Beowulf 1912,18,86. Barnouw, Museum 1913
11.12. Walther A. Berendsohn, Litbl. 35,152— 154. — 10. E. N
Setälä, Kullervo-Hamlet 1912,18,91. Otto L. Jiriczek, DLz
35,476—481.
2. Mittelalterliche sagen und legenden.
Artus. 86. K. Meyer, Eine verschollene Artursage. fest-
echrift Ernst Windisch zum 70. geburtstag dargebracht. Leipzig,
120 XVIII. Mj-thologie und sagenkunde.
0. Harrassowitz. 1914. s. 63 — 67. — der älteste beleg für das
vorkommen des sagenhaften Ärtur bei den Iren stammt aus dem
anfang des 9. jabrh. (vgl. vf. Sitz.-ber. Berl. akad. d. wiss. 1912,
1156). doch der name ist schon aus dem jähre 697 belegt, in
der Cäin Adamnäin (ed. K, Mej-er), s. 16, z. 30 wird ein geist-
licher Feradach höa Ärtur genannt, zu derselben zeit kommt der
name auch bei den Südbriten vor (Zimmer, Nennius Vindicatus,
8. 283). eine liste irischer sagen aus dem ende des 10. jahrhs.
erwähnt eine solche: äigidechf Ärtüir 'bewirtung Arturs', ver-
mutlich trat in dieser sage Arthur als kühner Jäger und vertilger
wilder tiere auf (besonders auf der eberjagd), verirrte sich im
walde und entdeckte ein einsames haus, wo sich nun das eigent-
liche abenteuer abspielte, ähnliche Situationen gehören zu den ge-
meinplätzen irischer sagenerzähluug. vielleicht tritt der text der
sage noch einmal irgendwo zutage.
87. Leo Landau, Hebrew-German romances and tales and
their relation to the romantic literature of the middle ages. part. I:
Arthui'ian legends. Teutonia. Leipzig, Avenarius. 1912.
Oral. 88. Josef Dostal-Winkler, Die heimat der Gral-
sage. Stellungnahme zu den hypothesen der jähre 1909/11 vom
Standpunkt der Völkerpsychologie. 1. heft. Kremsier, H. Gusek.
25 s. — bespricht im anschluß an die arbeiten von L. von Schroe-
der, Junk, Wundt das bretonische märchen von Peronnik,
das er inzwischen auch in freier nachdichtung herausgegeben hat
(Theo Arthur Talwinkler, Wunschland. Leipzig, Xenien-verlag),
und andre Überlieferungen, die als arische mythen von der ge-
winnung der sonne, des mondes und der donnerwaffe betrachtet
werden.
89. Lotus P^ralte, L'esoterisme de Parsifal. l'esoterisme
de la vieille legende celtique du cj'^cle d'Artus. suivi d'une
tradition litt^rale de Parsifal de Richard Wagner. Paris, Perrin
u. CO. 219 8.
Tristan. 90. J. J. Meyer, Isoldes gottesurteil in seiner
erotischen bedeutung. ein beitrag zur vgl. Literaturgeschichte, mit
einleitendem Vorwort von Richard Schmidt. Berlin, Hermann
Barsdorf. 290 s. — die grundlage der erzählung ist eine wohl
aus Indien stammende, namentlich im Orient weit verbreitete ge-
schichte, nach der eine ehebrecherin sich durch einen zweideutigen
eid reinigt, nachdem sie zuvor ihren als narren verkleideten lieb-
haber umarmt hat.
91. J. J. Meyer, Zur aufklärung über 'Isoldes gottesurteil'.
MPhil. 12,129—132.
92. Pio Rajna, Intorno a due antiche coperte con figurazioni
tratte dalle storie di Tristane. Romania 42,617 — 519.
XVIII. B. Sagenkunde. 121
93. Wilhelm Gaede, Die bearbeitungen von Clirestiens Erec
und die Mabinogionfrage. diss. Münster. 56 s.
94. H. Steinberger, Untersuchungen zur entstehung der
sage von Hirlanda von Bretagne sowie zu den ihr am nächsten
verwandten sagen, progr. München. 33 s.
95. Joseph Klapper, Der zauberer von Magdeburg, ein
beitrag zur erforschung der mittelalterlichen wandersage. MSchlesVk.
16,49—63.
96. Friedrich Wilhelm, Zur dreikönigslegende. Münchener
museum f. philologie des mittelalters und der renaissance 2,2.
97. Fr. Bär, Die Marienlegenden der Straßburger hdschr.
Mscr. Germ. 863 und ihr literarhistorischer Zusammenhang, diss.
Straßburg. 217 8.
Armer Heinrich. 98. Joseph Klapper, Die legende vom
Armen Heinrich. Wissenschaftliche beilage zum bericht der Ober-
realschule ZU Breslau, ostern 1914. — vgl. auch 1913,18,85.
99. A. V. Ow, Die Arme Heinrich-sage. Hist.-polit. bll.
151,169—181. 287—300.
100. Th. II gen, Die legende der 11000 Jungfrauen. Westd. zs.
30,141—296.
101. Besprechungen früher verzeichneter Schriften : 1. Lotus
Peralte, Parsifal 1914,18,89. Julius Pokorny, DLz. 35,
2076—2077. — 2. Leo Landau, Arthurian legends 1914,18,87.
Kobert Petsch, Archiv 132,175—181. F. Piquet, Rev. crit.
77,313—314. — 3. ^^. Lewis Jones, King Arthur 1911,18,81.
M. Krummacher, NSpr. 22,418. — 4. Th. Ilgen, 11000 Jung-
frauen 1914,18,100. A. Hofmeister, Neues arch. d. ges. für
alt. deutsche geschichtsk. 38,333 — 337. — 5. H. Steinberger,
Hirlanda von Bretagne 1914,18,94. A. Wallensköld, Neuphil,
mitteil. 1914,23—24. — 6. R. J. Peebles, Longinus 1912,18,119.
Gertrud Schoepperle, JEGPhil. 13,350—355. — 7. J. J. Meyer,
Isoldes gottesurteil 1914,18,90. Wolfgang Goltber, DLz. 35,
673 — 674. — 8. Joseph Klapper, Erzählungen des mittelalters
1913,18,85. H., MÖchlesVk. 16,259—260. — 9. Leopold von
Schroeder, Gral 1910,18,71. HansHessen, DLz. 35,1689— 1691.
— 10. Viktor Junk, Gralsage 1911,18,76. Paul Hagen, ZfdPh.
46,109—114. Poirot, Neuphilol. mitteil. 1914,141—143. —
11. Gertrud Schoepperle, Tristan 1913,18,87. William A. Nitze,
JEGPhil. 13,444—449. Wolfgang Golther, DLz. 35,669—673.
Lot, Romania43,l. — 12. Joseph Klapper, Exempla 1911,18,138.
Kruitwagen, -Museum sept. 1913.
122 XVIII. Mythologie und eagenkunde.
3. Volkssagen.
102. Friedrich Ranke, Sage und erlebnis. Bayerische hefte
für Volkskunde, hrsg. vom Bayr. verein für Volkskunst und Volks-
kunde (schriftleitung Adolf Spam er und Friedrich von der Leyen)
1,40 — 51. — erzählungen von der entrückung einzelner laute
durch das wilde heer werden überzeugend auf tatsächliche er-
lebnisse epileptischer zurückgeführt, die gelegentlich im dämmer-
zustand weite Wanderungen unternehmen.
103. H. Schneider, Die deutschen sagen der brüder Grimm^
hrsg., mit einleitungen und anmerkungen versehen. Berlin, Bong u. co.
Goldne klassikerbibliothek.
104. Geza Roh ei m, Nachtrag zu den Igelsagen. ZfVk. 24,94
(vgl. 1913,18,102).
105. J. Vollschwitz, Die frau von der Weißenburg. Das
lied und die sage. Straßburg, C. J. Trübner.
106. Georg Graber, Sagen aus Kärnten. Leipzig, Diete-
richsche Verlagsbuchhandlung, Theodor Weicher. XL,458 s. —
die Sammlung bietet nur zum kleinsten teil wie Rappolds 'Sagen
aus Kärnten' stücke, die der älteren literatur entnommen sind
(Quellenverzeichnis s. 457 f.). die masse der erzählungen ist aus
der noch lebendigen Volksüberlieferung geschöpft und mit angäbe der
aufzeichnungsorte (Ortsregister s. 449 ff.) versehen, der stoff stammt
teils von der deutschen, teils von der slavischen bevölkerung des
landes. eine einführung charakterisiert kurz die verschiedenen
gattungen der sagen, auch legenden haben aufnähme gefunden.
107. K. Spiegel, Nachtrag zu den Überfahrtssagen am
Main. Bll. zur bayrischen Volkskunde. 2. reihe. Jb. des Vereins
f. bayr. Volkskunde und mundartenforschung. Wtirzburg 1913.
108. Wassersagen am Oberrhein. Elsässische mtschr. f. gesch.
u. volksk. 4,10.
Rübezahl. 109. Paul Regell, Zur geschichte der Rübe-
zahlsage. MSchlesVk. 16,1—48.
110. Wolf von Unwerth, Christian Weises dramen Regnerus
und Ulvilda nebst einer abhandlung zur deutschen und schwedi-
schen literaturgeschichte. Germanistische abhandlungen 46. Breslau,
Marcus. VIII,296 s. — enthält s. 161 ff. ein neues zeugnis für
den Rübezahlglauben und in den anmerkungen s. 216 ff. weitere
beitrage zur Volkskunde.
111. Georg Hü sing, Zum Rübenzagel. ZfVk. 24,320— 326.
112. Georg Seh oppe, Zeugnisse zur volkskun'de. MSchlesVk.
16,244—247. — Rübezahl u. a. m.
XVIII. B. Sagenkunde. 123
113. 0. Schütte, Braunschweigische sagen, ZfVk. 24,
414—420.
114. P. Graffunder, Nachtrag zu den sagen der Mark
Brandenburg, progr. des Prinz-Heinrich-Gymnasiums zu Berlin-
Schöneberg 1914.
115. A. Haas, Eine alte Greifs walder lokalsage. ZfVk. 24,
256—264.
116. Pritz B ehrend, Aus den reiseberichten des freiherra
Augustin von Mörsperg. 1. Vom Rattenfänger zu Hameln. ZfVk.
24,77—79.
117. Peter Lunde, Segner fraa S0gne. bidrag til Agders
historie 1. udg. av Agders historielag 1914.
118. H. Güntert, Über altisländische Berserkergeschichten,
progr. des Heidelberger gymnasiums 1912. Heidelberg, Univ.-
buchdruckerei J. Hörning. 33 s.
119. Besprechungen früher verzeichneter Schriften : 1 . V. Z u c-
camaglio, Sagen von Jülich usw. 1912,18,180. J. Götzen,
Annalen d. bist. ver. f. d. Niederrh. 96,175—176. — 2. P. Graf-
funder, Sagen der Mark 1914,18,114. Heinrich Lohre, ZfVk.
24,219. — 3. Pr. G. Schultheiß, Kaiser Friedrich II. 1911,18,96.
Er. W. Taube, Mitt. a. d. bist. lit. 41,386-387.-4. R. Kühnau,
Schlesische sagen 3. 4. 1913,18,137. H. Gürtler, Preuß. jbb.
155,542—546. Kosch, Allg. litbl. 23,249—250. — 5. Otto
Dähnhardt, Natursagen bd. 4. 1912,18,124. M. D., Pev. crit.
76,488 — 489. bd. 3. 4. 1910,18,93. Archiv 131,482—483. —
6. Georg Graber, Sagen aus Kärnten 1914,18,106. Johannes
Bolte, ZfVk. 24,327—332. von Geramb, Zs. bist. ver. f. Steierm.
12,218—220. A. Bechtel, ZfRw 39,488. — 7. Otto Knoop,
Sagen der provinz Posen 1913,18,143. H. Jantzen, MSchlesVk.
15,291 — 292. — 8. H. Schneider, Grimms deutsche sagen 1914,
18,103. A.Götze,NJb. 33,295— 296. —9. H. Güntert, Berserker-
geschichten 1914,18,118. W. Panisch, DLz. 35,1765—1766.
4. Märchen.
120. Antti Aarne, Leitfaden für die vergleichende märchen-
forsch ung. Folklore fellows Communications 13. Hamina 1913. — ■
Geschichte der märchenforschung; Entwicklungsgesetze des mär-
chens; die historisch-geographische methode; Technik der märchen-
forschung.
121. Antti Aarne, Übersicht der märchenliteratur. Folk-
lore fellows Communications 14. Hamina 1914.
122. Antti Aarne, Der tiersprachige mann und seine neu-
gierige frau, eine vergleichende märchenstudie. Folklore fellows
Communications 15. Hamina 1914.
124; XVIII. Mythologia und sagenkande.
123. Friedrieb von der Leyeu, Neuere arbeiten zur märcben-
forscbung. Bayer, befte f. volksk. (oben nr. 102) 1,52 — 61. —
bringt bedeutsame bemerkungen über märchenmotive im Gilgamesch-
epos, über abbängigkeit der iuder von hellenistischer und alt-
orientalischer erzählungskuust, über Amor und Psyche.
124. Alfred Lehmann, Dreiheit und dreifache Wieder-
holung im deutschen Volksmärchen, ein beitrag zur technik des
märchens überhaupt. Leipziger diss. 54 s.
125. Erich Schmidt, Aus der jüngeren romantik 11: Glrimms
märchen. Jb. d. fr. dtsch. höchst. 1913,136 — 154.
126. Paul Zaunert, Deutsche märchen seit Grimm. Jena,
Diederichs. 1912. (vgl. unten nr. 130.)
127. H. Däumling, Studie über den typus des 'Mädchens
ohne bände' innerhalb des Konstanzezyklus, diss. München. 114 s.
128. Samuel Graf, Hianzische märchen. ZfVk. 24,20—81.
129. Blätter zur bayrischen Volkskunde, hrsg. von Otto
Brenner. 3. reihe. — 30 bayrische märchen.
130. Wilhelm "Wisser, Plattdeutsche Volksmärchen, die
märchen der Weltliteratur, hrsg. von Friedrich von der Leyen
und Paul Zaunert. Jena, E. Diederichs. 323 s.
131. Johannes Skar, Reven og Bj0rnen. seventyr fra Saetes-
dal. Maal og minne 1914,57 — 58.
132. Asbj0rnsen, Norskefolkeseventyr. Ny saml. 3. vidg. h. 1.
133. Anathon Aall, Eventyr og dr0m. en literaturpsykologisk
hypotese. Maal og minne 1914,59 — 64.
134. Otto Knoop, Die kluge königstochter, ein polnisches
märchen. ZfVk. 24,191 — 192.
135. Besprechungen früher verzeichneter Schriften: 1. Hans
Siuts, Jenseitsmotive 1912,18,192. H. Gürtler, Preuß. jbb. 151,
372—374. Karl Helm, Litbl. 35,148. — 2. Wilhelm Wisser,
Plattdeutsche märchen 1914,18,130. H. Gürtler, Preuß. jbb. 157,
352 — 356. — 3. Friedrich Panzer, Grimms märchen 1913,18,158.
H. Gürtler, Preuß. jbb. 157,352—356. E. T., Rev. germ. 10,
101 — 102. — 4. Johannes Bolte und Georg Polivka, An-
merkungen zu Grimms märchen 1913,18,156. Friedrich von der
Leyen, ZfVk. 24,425—427. F. Piquet, Rev. germ 10,123.
Jobs. Hertel, Cbl. 64,1731. — 5. Märchen der Weltliteratur 1914,
18,126. 130. H. Gürtler, Preuß. jbb. 157,352—356. — 6. Paul
Zaunert, Märchen seit Grimm 1914,18,126. H. Gürtler, Preuß.
jbb. 151,370 — 372. — 7. Friedrich von der Leyen, Das märchen
1911,18,127. Friedrich Panzer, DLz. 35,2302—2306. — 8. Ernst
Böklen, Sneewittchen 1910,18,138. Friedrich Panzer, DLz.
35,2303 — 2306. — 9. Antti Aarne, Leitfaden d. märchenforschung
XIX. A. Ennenkunde. 125
1914,18,120. Johannes Bolte, ZfVk. 24,330—332. — 10. Antti
Aarne, Märchenliteratur 1914,18,121. Johannes Bolte, ZfVk.
24,330 — 382. — 11. Antti Aarne, Tiere auf der Wanderschaft
1913,18,167. Johannes Bolte, ZfVk. 24,330—332. — 12. Antti
Aarne, Der tiersprachige mann 1914,18,122. Johannes Bolte,
ZfVk. 24,380—332.
Wolf von ünwerth.
XIX. A. Runenkunde.
1. Oskar Almgren, Det runristade guldhornets datering.
ett bidrag tili -inge-mmnenä kronologie : Nordiska ortnamn. hyllnings-
skrift tillägnad Adolf Noreen. Uppsala 1914. s. 217 — 225 mit
6 figuren. — die Inschrift des heute nicht mehr bestehenden
goldenen hornes von Gallehus ist mit den Ornamenten desselben
gleichzeitig und rührt von dem ursprünglichen verfertiger her. die
figuralen Ornamente des hornes in relief waren jeweils für sich
gegossen und aufgelötet, diese herstellung des reliefs sowie die
eingestempelten Ornamente, i. b. das fischornament und das stern-
förmige Ornament, verbinden das hörn mit zwei aufeinander folgen-
den gruppen von altsachen, die der eng begrenzten zeit der Unter-
brechung des goldmünzenzuflusses nach dem norden durch die
Hunnen im letzten viertel des 4. jahrhs. und des neuen zuströmens
nach dem stürze derselben i. j. 453 angehören, für die Ornamentik
des goldenen hornes und die der beiden Vergleichsgruppen läßt
sich demnach das erste viertel des 5. jahrhs. als höhepunkt er-
mitteln, jedenfalls kann das hörn nach dem jähre 450 schwerlich
mehr angefertigt sein, da eben zu dieser zeit in Dänemark und
in den benachbarten ländern eine neue stilart in erster blute steht.
der lebendige gebrauch der patronymica auf -ing sei im norden
für den beginn des 5. jahrhs. anzusetzen. die besonders zahl-
reichen -ingen-namen im alemannischen hauptlande in Süddeutsch-
land gehörten wohl einer noch früheren zeit an, etwa dem letzten
drittel des 3. jahrhs., und ungefähr gleichzeitig mit diesen sei ver-
mutlich das speerblatt von Övre Stabn in Norwegen mit der
runeninschrift ranninga ....
2. T. J. Arne, Ein archäologischer beitrag zur bestimmung
des alters von der stadt Sigtuna: Tornvännen 1911. s. 306. —
deutsche inhaltsangabe des ebenda s. 203 — 204 vorfindlichen
Originalaufsatzes, vgl. nr. 3.
3. T. J. Arne, Ett arkeologiskt bidrag tili bestämmandet af
Sigtuna Stada älder, meddelande : Fornvännen 1911. s. 203 — 204. —
126 XIX. A. Runenkunde.
die imgefähr der zeit von 1025 — 1050 angehörige, mit runen be-
schriebene kupferdose von Sigtuna ein zeugnis für das bestehen
dieser stadt in der ersten hälfte des 11. jahrhs. vgl. Jsb. 1911,
19A,7 u. 32; 1912,19A,7 und oben nr. i.
4. T. J. Arne, Die gewich tsdose von Sigtuna: Fornvännen
1913. s. 238 — 239. — deutsche inhaltsangabe des ebenda 1912,
s. 64 — ^& stehenden Originalaufsatzes, vgl. nr. 5.
5. T. J. Arne, Viktdosan frän Sigtuna: Tornvännen 1912,
ö. 64 — 66. — derartige verwahrungsdosen für wagen waren den
archäologen schon früher bekannt, das aussehen der nicht mehr vor-
handenen wagschalen der dose von Sigtuna ist nach den zahlreichen
funden von zusammenlegbaren wagen leicht zu beurteilen, das
Verbreitungsgebiet der funde umfaßt Schweden, Norwegen, Däne-
mark, Mecklenburg, Schlesien, Ostpreußen, von woher auch der
samländische Spender der dose von Sigtuna stammt, ferner Estland,
Livland und Kurland, vgl. nr. 4.
6. Helmut de Boor, Das schwert Maering: ZfdPh. 45,
292 — 297. — der vermeintliche schwertname Mceringr in der
lausovisa des Bi^rn Hitdcßlakappi, eigentlich ein mannsname, ge-
hört zu der gruppe appellativisch gewordener völkernamen wie
Gotar, Gautr, Danr und stellt sich zu den frühe vergessenen volks-
uamen, der durch skati Marika, runenstein von Rök, für den norden
bezeugt ist und in ags. Mmringa hurg, Deor, ahd. 12. jahrh.
Regensburger glosse Goti Meranare, sowie in dem Meran der mhd.
epik steckt, und der eine andere bezeichnnng für Goten gewesen
zu sein scheint.
7. Erik Brate, Möjebro-stenen: Arkiv 31,227 — 235; vgl.
Jsb. 1900,11,68 u. IV,129; 1913,19A,4. — die siebente rune in
dem komplexe slaginaR nach den lesungen Wimmer's, v. Friesen's,
Xoreen's, Pipping's und seiner eigenen sicher ^, nicht I ; die deut-
lichen punkte in der oberen und unteren Öffnung des X entweder
zufällig oder eine ornamentierung des Zeichens, an stelle der 8,
ihrem wesentlichen inhalte nach mitgeteilten auffassungen des in-
schriftlichen textes von Bugge, Hempl, v. Friesen, 0. F. Hultman
und V. Grienberger empfiehlt vf, : FräwarädaR ana Haha is sla-
ginaR, übersetzt 'Frawarad zu Hag ist erschlagen', wobei 'der
Charakter der Inschrift als solcher eines bautasteines gewahrt
bleibt, nur daß der name des errichters des denkmales nicht ge-
nannt ist. hierbei wird got. ana, an. ä <Ci ein, auch für das urnord.
beansprucht, das inlautende li in haha als g, gesprochen gr/i, erklärt
und *Haga, eigentlich *Hagan, als ältere form des namens des
kirchspiels Haghy, in dem Möjebro gelegen ist, angesehen, der
Ortsname Haga und Hagen ist in Schweden reichlich bezeugt, der
li-verlust, auch in der form der Inschrift, sei als erscheinung jüngerer
XIX. A. Runenkunde. 127
zeit, oder als dialektische eigentümlichkeit, gegenüber den sonstigen
urnord. dativen sing, von maskulinen ?t-stämmen auf -an zu ver-
stehen.
8. Erik Brate, Pireus-lejonets runinskrift, särtryck ur Antik-
varisk tidskrift för Sverige del 20, 48 ss.. — antiker marmor-
löwe, ursprünglich in dem, nach ihm später Porto Leone genannten
hafen Piraeus von Athen, 1687 von Francisco Morosini nach
Vrnedig gebracht, im 11. jahrh., um 1070, von schwedischer band
ni ii einer runeninschrift versehen, dierunen als solche seit 1797 — 1799
durch den schwedischen diplomaten Akerblad bekannt, in 4 Vari-
anten gelesen von C. C. Rafn, H. Kempff, F. Sander, 8. Bugge;
am originale neu untersucht und in allen einzelheiten festgestellt
von E. Brate den 2., 3. ixnd 5. juli 1913. die inschrift betrifft
nach Brate's entdeckung denselben mann wie die des bekannten,
gleichfalls um das jähr 1070 zu datierenden steines von Ulunda
(Bautil 632, Liljegren 729, D3^beck 1,96), der nach seiner und von
Friesens ansieht von dem Uppländer Balle oder seiner schule her-
rührt, sie gliedert sich in 6 abschnitte und lautet mit aus-
gleichung der von Brate typographisch zum ausdruck gebrachten
Unterscheidung der unzweifelhaften (fett), der unsicheren (kursiv)
und der bloß vermuteten runen (stehende antiqua) in translitte-
rierung und Übersetzung: A. die schlinge auf der linken seite des
Vorderbeines von oben abwärts und der Vorderseite des beines von
unten und aufwärts: hiuku pir Jiüfniks milum hna: en i hafn pesi
pir min eoku riinar at haursa huta kiipan a nah 'es hieben für ihn
die in der mitte der heerschar; aber in diesem hafen hieben die
männer rixnen nach Horse, einen guten landmann, an der meeres-
bucht'. B. runenzeile ohne einfassungslinie von der nähe des
höchsten punktes der vorhergehenden schlinge schräg die linke
seite des löwen hinab, a) die obere reihe: ripu suiar pita linii
'das brachten Schweden auf den löwen an', b) die untere reihe:
furapum {r haplographisch !) kul uan farin 'er gieng mit klugheit
zu werke, gold gewann er auf seiner fahrt'. C. die Bertouch'sche
schlinge am oberen rande des linken hinterschenkels des löwen
ohne einfassungslinie: trikiar istii (das zweite r haplographisch!)
runar [a rikan strinjk hiuku 'krieger ritzten die runen, [auf reich
verzierter schlinge] hieben sie sie'. IL rechte seite des löwen.
A. die hauptschlinge auf dem leibe des drachen vom ausgangs-
punkte des beines: X J>air X isk . . . rlifr litu auka X uil . . . roprs
X lauti X b a X sun ink X runar pisar 'die Äskil (u. a. und [To])rler
ließen hauen wol, die in Rodrsland (ßoslagen, seeküste) wohnten.
N. N. söhn des N. N. hieb diese runen'. B. die inschiüft das bein
des drachen hinan mit fortsetzung: ufr uk . . . ü sii . . . a . . . uan
128 XIX. A. Eunenkunde.
fmii X 'ülr nach N. N. malten [nach Horse (?)-gold] gewann er auf
seiner fahrt', mit einem exkurs 'über aschwed. *h(elfningr, isl.
helfningr, helmingr 'kriegerschar' s. 44 — 48.
9. Alexander Bugge, Paavirkning fra norr0n paa vest-
fransk sjöret i middelalderen: Forhandlinger i Videnskapsselskapet
i Kristiania aar 1912. Kristiania, 1913, abhandlung nr 5, 15 ss.
— 8. 9 — 10 der ausdruck fe'lagi in historischer zeit 'eine art
handelsgenosse zur see' findet sich auf einer reihe von dänischen
und schwedischen runensteinen der Wikingerzeit ausschließlich in
der bedeutung 'kriegskamerad, gefährte', mit inschriftlichen bei-
spielen erläutert.
10. Sigmund Feist, Erwiderung: Cbl. 65, col. 319. vgl.
Jsb. 1912,19A,9; 1013,19A,1. — der finder der in frage stehen-
den (Weimarer) stücke sei ein maurermeister in Weimar und nie-
mand habe zwischen diesem und dem entdecker und veröffentHcher
der runeninschriften A. Götze (1912) dieselben in bänden gehabt,
die authenticität der inschriften zu bezweifeln sei nicht berechtigt.
die deutschen runeninschriften seien von wandernden gotischen
händlern ausgeführt, Hub könne also eine gelegentliche got. form
sein. s. auch nr. 11, 18, 19, 24.
11. Sigmund Feist, Nochmals zu den Weimarer runen: Cbl.
65, col. 422 — 423. — die konstruktion eines gegensatzes zwischen
den Weimarer und anderen runenfunden sei nicht erklärlich, die
Weimarer inschriften, vor 12 jähren entdeckt, aber erst 1912 — 1913
der öffentlichkeit zugänglich gemacht, seien im gegensatze zu den
anderen durchweg leicht deutbar und allerdings, vielleicht nur mit
einer ausnähme, nur namen, die sich auch wiederholen, dieselben
stehen ferner nicht nur auf dem bügel, sondern auf den knöpfen
der Spangen, aber es sei doch die frage, ob diese inschriften alle
nach einem von den runologen vorausgesetzten Schema geritzt sein
müssen, s. auch nr. 10, 18, 19, 24.
12. Otto von Friesen, Gursten, en runsten och ett gärd-
namn: Nordiska Ortnamn, hyllningsskrift tillägnad Adolf Noreen.
Uppsala, 1914, s. 1 — 17. — der stein, heute auf dem baugrunde
der Volkshochschule in Gamleby aufgestellt, 1.20 m über der
erde; die 3 beschriebenen Seiten 0.25, 0.43, 0.35 m breit, die in-
schrift translitteriert : kuPaskakifapi || uifrPaRfsJun . • • || su-
nuRna \ utsmip \ akata, in aisl. Umsetzung: Göda-Skeggi fddi
Vefr{i)dar sun[ar]. Sunr naut smida Kata. übersetzt: 'Skägge der
söhn des Gode Vifredsson führte (die inschrift) aus. der söhn
erhielt (von dem vater) die von Kate verfertigten gerate', wobei
an Waffen, schwert, axt, spieß, heim, schildbeschläge, von einem
berühmten schmied Kate herrührend, zu denken sei. der stein,
ein bautastein, gleich dem ostgötländischen Bobergssteine: ikuar
XIX. A. Eunenkunde. 129
satt stain eigentlich nur mit dem namen des errichtenden versehen,
doch im gegebenen falle so, daß der name des abgeschiedenen
aus der den widmenden betreffenden namenkombination erschließbar
ist und sich die absieht des Steines aus dem das erbe an waffen
betreffenden beisatze ergibt, wie der urnord. stein von Rävsae,
Bohuslän (ende des 8. jahrhs.), nebst einem oder mehreren anderen
Harhculfs staüiaR heißt, oder wie sich der dänische stein von
Kallrup (beginn des 9. jahrhs.) selbst Hornhora stceinn . . . oder
der von Snoldelev: Gunnvaldsstoeinn . . . nennt, kann auch der in
rede stehende ^' Göpastmnn genannt worden sein und ist als ältere
gestalt des heutigen hof namens Gursten, urkundl. 1383 Godhasten,
1544 Gadestenn, 1575 Gicderstenn zu betrachten.
13. Otto von Friesen, Die runeninschriften an einer kupfernen
dose, im august 1911 in Sigtuna gefunden: Fornvännen 1913.
s. 234 — 235. — deutsche inhaltsangabe des ebenda 1912. s. 6 — 19
abgedruckten Originalaufsatzes, vgl. Jsb. 1912, 19A, 7.
14. Otto von Friesen, Historische runeninschriften; III. die
Lingsbergssteine im kirchspiel Wallentuna Uppland, IV. der Bjäl-
bostein inÖstergötland: Fornvännen 1911. s. 298 — 299. — deutsche
inhaltsangabe des ebenda s. 105 — 125 veröffentlichten original-
aufsatzes. vgl. Jsb. 1911,19A,8.
15. Otto von Friesen, Gotische schrift: Reallexikon der
germanischen altertumskunde, hrsg. von .Johannes Hoops 11,3(1914),
s. 306 — 310. — das runenalphabet neben dem griechischen und
lateinischen zur zeit der entstehung des got. alphabets im 4. jahrh.,
u. z. in den ländern um die untere Donau und das Schwarze Meer
bekannt, das armenische aiphabet erst im 5. jahrh. entstanden;
(wegen S. Bugge NIndskrifter . . . indledning kap. 6 — 9. vgl.
Jsb. 1913,19A,9). von den got. zeichen u = 10 [Tl] und o = 800 [X\
nimmt man allgemein an, daß sie aus der runenschrift [Pl und ^.]
herstammen, die rune ^ ist die kursive, das got. {) [ifi] die lite-
rarische (unziale) form des griechischen g) [CD], got. /= 60 [C] niuß
man aus der rune j: ^ herleiten, got. w^ 400 [F] hat dieselbe
form und denselben platz wie griech. v = 400 [/], während sein laut-
wert sich aus der rune tv p" erklärt, das got. h [h] stamme direkt
von den runen und gehe indirekt auf das lateinische aiphabet
zurück, auch got. /" [j^] trage spuren, daß es das runenalphabet
passiert habe, bevor es unter die got. schriftzeichen aufgenommen
worden sei, insofern nämlich beim lat. f [f] der oberen seitenast
von der spitze des hauptstabes ausgehe, bei der rune und beim
got. f aber unterhalb der spitze, die rune entsprechend dem W, am
Schwarzen Meere = Jis, nicht in das got. aiphabet aufgenommen,
wo sie überflüssig war. auch die den lateinischen formen ent-
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) II. Teil. 9
130 XIX. A. Eunenkunde.
sprechenden got.buchstaben/i = 8; r=100[j(,]; s = 200 [S] ; /"^ÖOO
stammen am ehesten aus den runen. es sieht fast so aus, als ob
Wulfila das lat. aiphabet gar nicht gekannt habe, wenigstens zur
zeit als er seine schrift bildete, es sind somit die runen und das
griech, aiphabet die quellen des gotischen alphabets. die runen
werden als Zahlzeichen nicht verwendet: Wulfila aber bedurfte der
Zahlzeichen, ein grund für die wesentliche bevorzugung des griech.
alphabets für seine got. schrift. die reihe von 24 runen geht mit
ausnähme von 4 zeichen genau im got. aiphabet auf. eine be-
stätigung der art der tätigkeit Wulfila's als Schriftreformator ist,
daß die got. buchstaben — wie aus dem Cod. Salisburgensis hervor-
geht — die namen der runen oder nach analogie dieser gebildete
namen tragen.
16. Theodor von Grienberger, Bemerkungen zum Beowulf :
Beitr. 36,77 — 101. — s. 98: der plural rünstafas 'die buchstaben'
im passus 1695 — 1698 verhält sich zum sing, rünstcef 'der mit
schriftzeichen bedeckte stab' wie lat. litterae zu littera (ursprüng-
lich bezeichnung des beschreibstoffes).
17. Theodor von Grienberger, Die deutschen bestandteile
der lex Baiuvariorum von Dietrich von Kralik ... 1913, rezension
in den Mitteilungen des instit. für österr. geschichtsforschung 35.
— s. 161: der abair. rechtsausdruck stapsaken bedeutet das her-
sagen althergebrachter formein; die materielle grundlage für stap
im sinne einer formel ist der mit derselben beschriebene holzstab.
18. Theodor von Grienberger, Erklärung: Cbl, 65, col. 279.
— beugt der möglichen auffassung vor, daß er S. Feist in der
Überzeugung von der echtheit der thüringischen runeninschriften
bestärkt habe und lehnt die meinungen ab, daß das wort leub der
Spange von Engers auf der einen thüringischen fibel zugleich als
leoh und Hub erscheinen könne, daß es möglich sei das runische
zeichen für iv an stelle von \> zu gebrauchen, daß Böso, Frei-
laubersheim, ein got. frauenname und daß der wirkliche frauen-
name dieser Inschrift Dalina [recte *Dallena: ags. deall adj.] kel-
tisch sei. s. auch nr. 10, 11, 19, 24.
19. Theodor von Grienberger, Die Weimarer runen: Cbl.
65, col. 391 — 392. — die frage der authentizität aufzuwerfen, sei
im gegebenen falle ganz besonders angebracht, da diese inschriften
sich von den bisher bekannten deutschen spangeninschriften durch-
aus entfernen und durch ihre anhäufung von bloßen namen ohne
manifesten, verbindenden text, durch mehrfache Wiederholung ein
und desselben namens, durch anbringung von runischen komplexen
;.n ungewöhnlichen stellen (spangenknöpfen!) überraschen und im
ganzen genommen die für die ersten deutschen spangeninschriften
XIX. A. Runenkunde. 131
charakteristische, historische patina vermissen lassen, s. auch
nr. 10, 11, 18, 24.
20. Theodor von Grienberger, Topisches aus den ur-
nordischen inschriften: Nordiska Ortnamn, hyllningsskrift tillägnad
Adolf Noreen. Uppsala, 1914, s. 63 — 68. — 1. die inschrift
der Spange aus dem Vier moore translitteriert: laasauwija | aada-
gasu gelesen und ergänzt: *Laasamvija AadagasfsJufnuR], erklärt
als kombination: persönlicher, maskuliner name, auf" einem Orts-
namen *Läsaiüi (ags. löes, abair. caläsneo, aisl. lesi) 'waldinsel' be-
ruhend, mehr einem patronymikon *AdagassunuR, von einem männ-
lichen Personennamen *AdagaR ausgehend, der gleich urnord.
*GödagaR, WllagaR, HhclgaR ein adj. mit ^-suffix darstellt, die
grundlage dieses adjektivischen beinamens kann auch in ahd. ÄtOy
Aata, skir. Edica gelegen und dementsprechend die inschrift des
schwertchens von Arum ein zusammengesetzter afries. mask. per-
sonenname *Edoel)oda sein. 2. der passus in der legende des brak-
teaten von Tjurkö an. '^ Walhakurne wahrscheinlich örtlich zu ver-
stehen und etymologisch nicht icälha-kürne, sondern wälh-dkurne
aufzulösen, der zweite teil dieses kompositums, nom. *akurna, eine
-öja-ableitung aus urnord. *akraR^ got. akrs, ahd. achar in orts-
bezeichnungen bekannt. *akurna aus *akrina, verhalte sich wie
ags. easterne gegen an. austrcenn, ahd. üströni.
21, Lis Jacobsen, Nyfundne runeindskrifter i Danmark:
Aarb0ger for nordisk oldkyndighed og historie . . . Kj0benhavn
1913, III. rsekke, 3. bind, s. 106 — 168. — 1. der stein von Hurup,
großer block, lichtgrauer granit, fragmentiert, gefunden 1910. in-
schrift in 5 reihen, in adän. Umsetzung: pörmödr respi kuml pccsi
ceftiR . . . hrödiir sinn, göOr drmngR. mit einem exkurs über den
verlorenen stein Flarup, zuerst erwähnt bei Pontoppidan, Marmora
Danica 1739, s. 349. nach S0ren Abildgaards Zeichnung v. j. 1767
gelesen, in adän. sprachform: pörgtsl satti d we Suna steh oft
Gerle'fa || Jyiga i stad pemsi. 2. der sein von Randers, rötlich
grauer granit, gefunden 1910, 5 zeilen, zwischen 1000 und 1025
in adän. sprachform: Töki rcspi sten paunnsi ceft pörsten sinn brödur
Ciuk . . . sinn fadur. 3. der stein von S0nder Vilstrup, graulicher
granit gefunden 1910, fragment des Steines von Landerup. die
inschrift des steines um das jähr 1000 nach Worm, Monumenta
Danica s. 445 und Abildgaards Zeichnung in adän. spräche versuchs-
weise ergänzt: [Swenn konungR] le't kumhl plsi [gjörwa, Harald[s
Gojrmfs sunaR sunr, aß] Sig[rid . . .]. 4. der stein von Aas0,
grobkörniger granit, gefunden 1910, 4 zeilen, adän. umgesetzt und
ergänzt: *Gnypli (oder Sturla) gcerdi stcein at Ma . . . u Ncefa,
harda gödan pegn. 5. der stein von Bodilsker, Bornholm, fein-
körniger grauer granit, gefunden 1911. inschrift in aschwedischer
132 2[II. A. Eunenkunde.
Umsetzung: Äshiarn let retta stcein ceftiR Bötirdu kunu (oder konu)
siita. Giid Utin and (e), nach ant ein punkt und ein l-strich, der
vielleicht nur dekorativ ist, so daß c entfällt. 6. der sockelstein
iu der kirche von S0ndbjiBrg, granit, entdeckt 1909, inschrift
transliteriert: ihi okulus : Jakop : nnlce • Skialm : gurdoe : uhi
ara. die mittelpartie, in der tmlce = an. olli oder volU ist, bau-
inschrift, übersetzt 'Jakob waltete (d. h. war baiiherr der kirche),
Skjalm führte aus (erbaute)', die beiden außenpartien eine sentenz:
'//// oadus uhi ara. 7. kalkritzungen in der kirche von Tornby,
gefunden 1908. a) eine lange zeile in aon. sprachform: porstcein
Brceidi reeist rünar dessar d plkiz dagum (zu pfingsten!) . . . mikit
gaman af Jöannom um morginin doßr. zu beachten die besondere
form des jp: K- ferner b) die runischen komplexe porstce und
pceR unter anderen wandkritzeleien. 8. die kalkritzungen in der
kirche von Asmin drup vom ende des 13, oder beginn des
14. Jahrhunderts, gefunden 1909. a) in Umschrift: Töki ristcedoi
mik pd Ulsmissudag von der inschrift gesagt, wozu parallel eine
wandritziuig in der kii-che zu Drontheim: Ämunde han riste mik.
Giid signi! außerdem b) drei kleinere inschriften: Töki tök silf at
Idni af Bcegnildu, ferner mit einer pferdezeichnung verbunden atcßl,
^^elleicht name des pferdes, und drceJigs möglicherweise in '^Ariv
li(agg). Gfud) s(igncej aufzulösen, (vgl. auch nr. 41.)
22. Axel Kock, Zur frage nach dem suffix der partizipia
passivi altnordischer starker verba: Idg. forsch. 33(1914),337 — 350.
— enthält s. 337 — 350 als abschnitt III einen exkurs über das
wort slaginaR, 'die runenkombination slaxinaR', und behauptet,
daß dieselbe für sprachwissenschaftliche Untersuchungen keinen
wert habe und, implicite, einen ablaiitenden Wechsel von -ina mit
-ana im suffixe des part. pass. der starken verba nicht erweisen
könne, die lesung g sei unsicher, da das zeichen nicht unbe-
deutend kleiner als die übrigen und mit punkten versehen sei,
die lesung der vorletzten rune sei noch vor nicht langer zeit um-
stritten gewesen und die wortgemäße abteilung des komplexes sei
nicht einhellig anerkannt.
23. R. Kögel und W. Brückner, Ahd. und andd. literatur:
Grundriß der germanischen philologie 11,1, Straßburg 1901 — 1909,
s. 46. — angeführt als frühestes beispiel einer metrischen in-
schrift auf einem gerate Ek Hlewagastiz Höltlngaz hörnä tdividö.
die bewertung der auslaute der beiden namen als z ist jedoch
nicht zutreffend; es muß vielmehr in beiden fällen B gelesen
werden.
24. Konstantin Koenen, Die altthüringischen funde bei
Weimar, hrsg. von A. Götze. Berlin, 1912: Cbl. 65, col. 375—378;
XIX. A. Runenkuncle. 133
besprechung. — im jähre 1894 nahm G. die erste fachmännische
Untersuchung (des gräberfeldes) vor und setzte sie in den jähren
1899 — 1900 fort. 1895 — 1902 hatte der maurermeister 0. Götze
den erfolg eine große anzahl weiterer gräber des totenackers zu
leeren, wichtig sei das vorkommen von namen und anderen be-
zeichnungen, wie eines silberlöffels mit der aufschrift Basenne.
G. verweist mit recht auf die bei Gregor von Tours 11,12 genannte
Thüringer königin Basina. s. auch nr. 10, 11, 18, 19.
25. Sune Lindqvist, Ramsundsbron vid Sigurdsristningen och
en storbonde släkt frän missionstiden : Fornvännen 1914, s. 203 — 230.
— die ritzung am Ramsundsfelsen um 1050 mit szenen aus
der sage von Sigurd Fafnesbane abgebildet am köpfe der seite 203.
im Schriftbande: siripr : kiarpi : tur : pqsirmupiB : alriks :
iutirR : urms : für : saln : hulmkirs : fapiir : snltrupar huata-
sis. zu deutsch: 'Si(g)rid, Alriks mutter und Orns tochter, erbaute
diese brücke für Holmgers, Sigröds vaters und ihres ehegemahles
seele'. hur Schreibfehler für hrü, schwed, hrö, worunter eine wirk-
liche, 75 m lange brücke über ein 3 m tiefes wasser zu verstehen
ist. aus 6 weiteren Inschriften in Kjula, der kirche von Sundby,
Bro im Uppland und Hillersjö im kirchspiel Färentuna schließt vf.
auf ein großbauerngeschlecht des 11. jahrhs. in Rekarne, dessen
familienstand und besitzverhältnisse entworfen werden.
26. 8une Lindqvist, DiQ Ramsundsbrücke an der Sigurds-
ritzung und ein großbauerngeschlecht aus der missionszeit: Forn-
vännen 1914, s. 290 — 293. — deutsche Inhaltsangabe des ebenda
s. 203 — 230 erscheinenden Originalaufsatzes.
27. Oskar Montelius, Schwedische runensteine über fahrten
im Osten, ein beitrag zur geschichte der Vikingerzeit: Fornvännen
1914, s. 286 — 287. — deutsche Inhaltsangabe des ebenda s. 81 — 124
vorfindlichen Originalaufsatzes, vgl. nr. 28.
28. Oskar Montelius, Svenska runstenar om färder österut.
ett bidrag tili vikingatidens historia: Fornvännen 1914, s. 81 — 124.
— enthält u. a. den Kjälfvesten-stein in Östergötland (L. 1173^)
Stikur karpi kühl pan aft Äuinf sunn sin sa fial austr, der dem be-
ginne des 10. jahrhs. angehört, und gruppiert in zusammen-
hängender darstellung die Inhalte anderer, dem folgenden jahrh,
angehöriger runensteine, die von nach osten gezogenen oder im
osten verstorbenen leuteu sprechen, entweder ganz im allgemeinen
oder mit genauerer angäbe des bezüglichen landes: Finnland,
Tavastland, Ösel, Estland, Rußland (loc. Gardum), Livland, Sem-
gallen oder der bezüglichen örtlichkeit: Dünamünde, Windau,
Nowgorod (Hulmgard). hierzu kommen noch andere geographische
beziehungen: der name eines Dnjeprkataraktes Aifur (vermutlich
'der nicht fahrbare'), der ausdruck Asfare 'der Asienfahrer', die
134 XIX. A. Runenkunde.
nenuung des asiatischen Arabiens unter der bezeichnung Serklant.
nicht wenige steine gedenken 'Ingvars des weitgereisten', vgl. Jsb.
1910,19A,9. zahlreiche schwedische runensteine sprechen von leuten,
die nach Griechenland fuhren, wofür auch die schwedische in-
schrift des Piraeuslöwen ein zengnis ablegt (vgl. nr. 10). außer-
dem werden genannt die Rumänen als Blakumen und Süditalien
unter dem namen Langbanlaland. die meisten dieser steine ge-
hören einer ganz kurzen zeit an, einigen Jahrzehnten des 11. jahrhs.,
während ja allerdings die ostfahrten eine sehr viel längere zeit
umfassen, und finden sich zuvörderst in Uppland und Söderman-
land, einige aber auch in Westschweden, ebenso ergibt es sich
■aus den inschriften, daß die zahlreichen Schweden, die an den
Wikingerfahrten nach westen teilgenommen haben, nicht bloß aus
dem w^estlichen, sondei'n auch aus dem östlichen Schweden stammten.
vgl. nr. 27.
29. Johannes Müller, Das kulturbild des Beowulfepos
(= Studien i;ur engl, philologie hrsg. von Lorenz Morsbach 53),
Halle a. S., 1914. — s. 56: der griff (?) des riesenschwertes in
der Grendelwohnung trägt eine runeninschrift, die über seine her-
kunft berichtet.
80. Moderne plastik eines isl. künstlers: Leipziger ill. ztg.
vom 27. nov. 1910, nr. 3517. — statue benannt 'der friedlose',
mann mit kind auf dem arme und hund am boden zu seiner
rechten seite. am fuße die inschrift in geminaten runen an-
scheinend utilegumapr. vgl. Jsb. 1910,19A,20: runen in legenden
modei'ner kunsterzeugnisse.
31. Wolf gang Schlüter, Kurze mitteilung zu einem runen-
kalender: Sitzungsberichte der gelehrten estnischen gesellschaft
1908, Jurjev-Dorpat 1909, s. XII (und X). — der dem museum
von pastor Embeck zu Emmast auf Dago geschenkte runen-
kalender, 13 täf eichen, stammt laut schreiben des Spenders von
einem Dagö'schen bauern, in dessen familie er von geschlecht zu
geschlecht vererbt war. ein zweites exemplar eines solchen
kalenders friimid) dürfte auf Dago schwedisch anzutreffen sein.
32. Ph(ilipp) Stauff, Haussymbolik und fach werkbau: Über
land und meer 56,297 — 298. — enthält eine Zusammenstellung
von 30 runen der älteren und jüngeren nordischen reihe sowie
von anderen zeichen mit zum teil nordischen, zum teil deutschen,
zum teil willkürlich erfundenen oder umgestalteten namen und
deutungen nach art der egyptischen traumbücher, wie z. b. 'yr-
rune: irren', 'hamar, hammer: heimrecht' usw., bestimmt die angeb-
lichen 'runengeheimnisse unserer alten riegelf achbauten' zu er-
läutern, bloße einbildungen und willkürliche erfindungen!
XIX. A. Runenkunde. 135
33. Statens historiska Museum och kgl. myntkabinettet ; till-
växten under är 1911, Fornvännen 1911, s. 205 — 290. — enthält
s. 242, inv. 14392, Västergötland, Kinnefjerdings härad, Säfvare
socken, Grumpan: 3 brakteaten, worunter einer mit runen [älteres
rnnenfupark in 3 reihen!] abgebildet, fig. 32 in \. v;;!. nr. 36.
s. 274 — 275, inv. 14533, Öland, Repplinge kyrka: graustein mit
dreiflächiger in runen geritzter oberseite; Resmo kyrka: unvoll-
ständiger bildstein aus kalkstein mit runeninschrift fig. 126. är
1913, Fornvännen 1913, s. 245—290. enthält s. 267, inv. 14926,
Svarta jorden, Björkö, Adelsö sn., Färentuna hd., Uppland: 2 runen-
steinfragmente aus rotem Sandstein.
34. (Alf) Torp, En bemerkning til indskriften paa Rök-
stenen: Forhandlinger i Videnskapsselskapet i Kristiania; Oversigt
over Videnskapsselskapts m0ter i 1912. Kristiania, 1913, s. 11 — 12,
Vortrag. — neue deutung des abschnittes über Theodorik, durch
die bewiesen werden soll, daß alles, was in dieser Inschrift nach
der eigentlichen grabschrift folge, mit dieser in keinerlei Ver-
bindung stehe.
35. Moritz Trautmann, Sprachschatz der ags. dichter von
C. W. M. Grein . . . neu hrsg. von J. J. Köhler, 1912. rezension:
Beiblatt zur Anglia 24. — s. 41 : in rätsei 22 (Grein 25) steht
in vers 8, rune F^ ce für e, wonach liigore (nicht -a) zu lesen ist.
s. 42: llc-fcet 'leib, körper' [findet] sich auch Jul. 708 durch die
ranen T und j? angedeutet.
36. Ludwig Wilser, Der brakteat von Grumpan und die
runenfrage: Mannus 6, s. 103 — 106 mit 1 tafel. — im vorigen
jähre seien nur 3 denkmäler bekannt gewesen, aus deren ver-
gleichung sich der gesamtbestand des als gemeingermanisch zu
betrachtenden, in 3 geschlechter mit je 8 zeichen geordneten
fuj>arks erschließen ließ: der 1774 bei Vadstena gefundene gold-
brakteat, die 1857 einem burgundischen grabe entnommene spange
von Charnay und das im gleichen jähre aus dem flußbette der
Themse gehobene hiebmesser. dazu seien 1905 eine felsinschrift
bei Kylfver auf Gotland und 1911 der brakteat von Grumpan,
kirchspiel Säfvare in Västergötland gekommen, der verfertiger
des letzteren sei jedoch, wie aus mehrfachen Verwechslungen und
versehen geschlossen werden könne, nur ein nachahmer gewesen,
im ersten geschlechte fehle das k und das 3. und 7. zeichen p
und w seien vertauscht, schwieriger seien die eigenheiten des
mittleren, nur aus 6 zeichen bestehenden geschlechtes zu deuten;
im dritten weise das 6. zeichen eine auffallende bildung für
ng und die zeichen für m und d seien wegen ihrer ähnlichkeit
wieder verwechselt; vgl. Jsb. 1912, 19A, 8. [hierzu nach 2 mir von
r. Läffler zur Verfügung gestellten Photographien des brakteaten:
136 XIX. A. Eunenkunde.
die erste und die dritte reihe haben je 8 runen, das k in der
ersten fehlt keineswegs und die buchstaben p und w sind nicht
vertauscht, auch in der dritten reihe sind die buchstaben m und ä
nicht verwechselt, sondern nur in der ausführung einander ge-
nähert, am sechsten platze dieser reihe steht nicht ng, sondern i?,
die zweite reihe dürfte nur 7 zeichen enthalten haben, ferner als
bemerkungen v. Priesens mitgeteilt von F. Läffler 13, 9, 15:
in der zweiten reihe liest man h n l j e p lil, wovon e und j>
noch ziemlich deutlich seien, das zeichen für j erscheine zu-
sammengepreßt, die runen 7 und 8 der 2. reihe seien durch die
hitze beim anlöten des henkeis zerstört worden.]
37. Ludv. F. A. Wimmer, De danske runemindesmserker,.
haandudgave ved Lis Jacobsen. K0benhavn og Kristiania^
Cryldendalske boghandel, Nordisk forlag. 1914, 263 ss. 1 karten
berichtigung. — enthält s. 5 — 48 a) vorwort und inhaltsverzeichnis.
b) einleitung. 1. bestimmung und platz der runensteine. 2. an-
ordnung der inschriften. 3. form der runen. 4. lautwert der runen,
5. Sprache der inschriften. 6. inhalt, form und alter der inschriften
s. 49 — 207. die runeninschrifton, 266 nummern. s. 209 — 257.
wertschätz, a) der allgemeine wortvorrat. b) eigennamen. 1. per-
sonennamen. 2, orts- und völkernamen. 3. lateinische Wörter.
s. 258 — 263. alphabetisches Verzeichnis der runeninschrif ten : 261
nach den orten geordnete nachweise, die handausgabe enthält alle
in Wimmers werke De danske runemindesmserker behandelten
runeninschrifton mit weglassung von 6 steinen ohne runen sowie
der nicht dänischen, sondern gotländischen Inschrift des tauf-
beckens von Aakirkeby, die von Wimmer in einem anhange zur
einleitung mitgeteilt wurde, dazu kommen 16 neugefundene runen-
inschrifton aus Dänemark und Schonen (vgl. auch nr. 24). jede
Inschrift wird in 3 Versionen: transliterierung, text in adän. sprach-
form, neudän. Übersetzung verzeichnet, ferner wird die mutmaß-
liche abfassungszeit mitgeteilt, sowie auch Wimmers angaben, wo
eine Inschrift zum ersten male genannt ist und wo sich dieselbe
heute vorfindet, in beigefügten noten werden zweideutige lesungen,
erklärungen und ausführungen, die im wertschätze keine stelle
haben, behandelt, alle Zeichnungen in dem werke Wimmers sind
in die handausgabe, auf */„ der große reduziert, aufgenommen,
der ganze stock der runeninschrifton ist nach landschaftlichen
und gegenständlichen gesichtspunkten in folgende gruppen unter-
geteilt: 1. Nordjütland. 2. Südjütland. 3. runensteine von den
inseln mit ausnähme Bornholms. 4. runensteine in Schonen.
5. runensteine auf Bornholm. 6. runengrabsteine. 7. zu kirchen
gehörige denkmäler. a) taufbecken. b) räuchergefäße. c) andere
kirchliche gegenstände, d) zu kirchen gehörige runensteine. 8, däni-
XIX. B. Schriftkunde. — XX. Latein. 137
sehe mnendenkmäler außerhalb Dänemarks. 9. fremde nmendenk-
mäler in Dänemark. 10. zugäbe: neugefundene runeninschriften.
der wortvorrat ist vollständig verzeichnet, die Stichwörter, auch
der eigennamen, sind in adän. form herausgesetzt, die belege
hierzu in der bezüglichen form der inschriften mit beigesetzter,
die nummer der ausgäbe bezeichnender zahl, ebenso sind die
lemmata des kleinen latein. glossares in korrektes Latein, verba
im infinitiv, nomina in der 1. sing.! — umgeschrieben, das buch,
mit aller Sorgfalt und umsieht gemacht, vermittelt in bequemer
form den gesamten ertrag des großen inschriftenwerkes L. F. A,
Wimmer's ohne dasselbe ersetzen zu wollen und, namentlich in
illustrativer hinsieht, ersetzen zu können.
38. Besprechungen von in früheren Jahrgängen verzeichneten
werken: 1. Otto von Friesen, Om runskriftens härkomst 1904,
4,121; 1906,4,68; 1909,2B,6: Wolfgang Schlüter, Sitzungs-
berichte der gelehrten estnischen gesellschaft 1907, Jurjev-Dorpat
1908, s. 80 — 87. — 2. Magnus Olsen, Om sproget i de manske
runeindskrifter 1909,2B,24: August Gebhardt (flS. okt. 1915),
Litbl. 35, col. 113.
Tb. von Grienberger.
XIX. B, Schriftkunde.
1. E. Hänisch, Die deutsche schrift als deutscher kultur-
träger im ausländ, die deutsche und die 'englische' schrift. Leipzig,
K. F. Koehler. 1914. 16 s.
2. Jos. Müller, Die schrift im anfangsunterricht. (die fibel-
frage.) mit einem vorwort des schriftbundes deutscher hochschul-
lehrer. Leipzig, K. F. Koehler. 1914. 38 s.
Sigmund Feist.
XX. Latein.
A. Mittellatein. 1. Allgemeines. 2. Einzelne autoren. — B. Humanismus.
1. Allgemeines. 2. Einzelne autoren.
A. Mittellatein.
1. Allgemeines.
Handschriften. 1. G. Es au, Glossae ad rem librariam et
institutionem scholasticam pertinentes. Marburg, diss. VIII, 126 s.
2. E. A. Loew, The Bonaventan script, a history of the
south italian minuscula. Oxford, Clarendon press. XX, 384 s. —
sehr anerkennend bespr. E. v. Ottenthai, Mitt. f. österr. ge-
schichteforßchung 36,204—213.
138 XX. Latein.
3. Beauvais. Henri Om out, Recherches sur la bibliotlieqne
de l'eglise cathedrale de Beauvais. s.-a. aus M^moires de l'acad.
d. inscript. tome40. Paris, C. Klincksieck. — bespr. P. Deschamps,
Moyen äge 16,286—287.
4. Berlin. Mitteilungen aus der k. bibliothek. II. Neue
erw'erbungen der handschriftenabteilung. 1. Lateinische und deut-
sche hand Schriften, erworben 1911. Berlin, Weidmann. 121 8.
5. Cambridge. M. R. James, Supplement to the cata-
logue of manuscripts in the library of Gonville and Cains College.
Cambridge, Univers, press. 56 s.
6. Dublin, Tom. Ant. O'Reilly, Manuscripta Pranciscana
archivi conventus Dublinensis. Arch. Pranc. hist. 7,749 — 759.
7. Grünberg und Corbach. Wilh. Dersch, Die bücher-
verzeichnisse der Pranziskanerklöster Grünberg und Corbach.
Pranziskan. Studien 1,438 — 478. — der Grünberger katalog, wohl
kurz vor aufhebung des klosters 1527 aufgestellt, zählt ca. 500,
der Corbacher ca. 130 hss.
8. Karlsruhe. Alf. Holder, Die Reichenauer handschriften,
beschrieben und erläutert. 2. band. Die papierhandschriften. frag-
menta. nachtrage. Leipzig, Teubner. VI, 6 84 s. 10 taf. = Die
handschriften d. großherzogl. badischen hof- und landesbibliothek
in Karlsruhe.
9. Lüttich. Hugo Lippens, Descriptio codicum Francis-
canorum bibliothecae maioris seminarii Leodiensis. Arch. Pranc.
bist. 7,122—131; 341—346; 527—532; 739—748.
10. Rom. Marc. Vattasso et Henr. Carusi, Codices Vati-
cani latini IV. Codices 9852 — 10300. Romae, typ. Vatican.
XII,800 s.
11. Toledo. Ach. Lopez et Luc. M. Nunez, Descriptio
codicum Pranciscanorum bibliothecae ecclesiae primitialis Toletanae.
Archive Ibero-Americano 369—390, 542—563.
12. Trier. M. Keuffer, Beschreibendes Verzeichnis der
handschriften der stadtbibliothek zu Trier. 8. heft. Verzeichnis
der handschriften des historischen archivs von Max Keuffer und
Gottfried Kentenich. Trier, P. Lintz. 351 s,
BibeL 13. Bibliorum sacrorum iuxta vulgatam Giemen tinam
nova editio. curavit A. Grammati ca. Mediolani, U. Hoepli.
XII,1152 und 24 s. — bespr. H. Vogels, Hist. jb. 35,409—410.
14. Collectanea biblica latina. vol. 3. Codex Vercellensis
iamdudum ab Irico et Bianchino bis editus, denuo cum manu scripto
collatus, in lucem profertur curante Aidano Gasquet. Roma,
Pustet, pars prior: XXIV,242 s. pars altera: 242 s.
15. J. B. Nisius, Schlußergebnisse der forschung und kontro-
verse über die vulgata Sixtina. Zs. f. kath. theol. 38,183 — 266.
XX. A. Mittellatein. I39
16. n salterio latino in Africa. Civiltä cattol. 1914, 3 bd.
468—473.
17. Alb. Maichle, Das dekret 'De editione et usu sacrorum.
librorum', seine entstehung und erklärung. = Freiburger theol.
Studien. 15. heft. Freiburg, Herder. XVI,118 s.
Hymnologie. 18. Ul, Chevalier, Repertorium hymno-
logicum. addenda et corrigenda. Analecta Bolland. 83,177 — 224.
19. Friedr. Wolters, Hymnen und Sequenzen übersetzt.
Berlin, v. Holten. 207 s. 4,50 m. = Übertragungen aus den
lateinischen dichtem der kirche vom 4. — 15. Jahrhundert. — bespr.
M. M., Cbl. 65,1004—1005; K. Hildebrandt, Preuß. jb. 157,
385—396.
Dichtung. 20. Karl Borinski, Die antike in poetik und
kunsttheorie von ausgang des klassischen altertums bis auf Goethe
und Wilhelm von Humboldt, I. mittelalter, renaissance, barock.
Leipzig, Diederich. XII,324 s. = Das erbe der alten, 9. heft. —
bespr. W. Schonack, Cbl. 65,1547—1558.
21. Poetae latini medii aevi. tomi IV. pars 11,1. Berlin,
Weidmann, s. 445 — 900, 4 taf. 20 m. = Monumenta Grermaniae
histor. poetae latini aevi Carolini IV,2. — bespr, C. Weyman,
Hist. jb. 36,449.
22. Erzählungen des mittelalters in deutscher Übersetzung
und lateinischem urtext hrsg. von Joseph Klapper. Breslau,
Marcus. 474 s. = Wort und brauch, volkskundliche arbeiten.
12. heft.
23. J. Th. Welter, Un recueil d'exempla du 13. siecle.
Etudes francisc. 1914.
24. C. Weyman, Lesefrüchte. Münchener mus. 2,334 — 342.
— 1. Gregorius Dialogos. 2. Zu Gildas. 3. Zu Apollinaris Sidonius.
4. Zu den Psotiusakten. 5. Zur Vita s. Genovefae. 6. Zu den
randbemerkungen Münchener mus. 2,117. 7. Zu den gedichten
des Ascanio Grimaldo.
25. M. M. Manitius, Zur poetischen literatur aus Bruxellensis
30615—10729. NA. 39,153—175. — Wiederabdruck des Carmen
Winrici, der gedichte des Theodericus, des martyrologium Wandal-
berts, der visio Wettini Walahfrids, zweier anonymen gedichte und
eines epigramms des Ausonius.
26. J. M. Rudwin, Zum Verhältnis des religiösen dramas
zur liturgie der kirche. MLN. 29,108—109.
27. N. C. Brooks, Osterfeiern aus Bamberger und Wolfen-
büttler handschriften. ZfdA. 55,52 — 61.
28. L. Laurand, Le cursus dans le sacramentaire leonien.
Bev. hist. eccles. 14,
140 XX. Latein.
29. Franc, di Capua, II cursus nel De consolatione philo-
sophiae e nei trattati theologici di Severino Boezio. Didaskaleion
3,269—304.
Sprachliches. 30. Remigio Sabbadini, L'elemento vol-
gare uelle grammatiche latine del medio evo. Athenaeum 3,464 — 465.
31. Gius. Manacorda, Un testo di grammatica latino-veneta
del secolo 13. Atti d, accad. di Torino. vol. 49,231 — 239.
32. P. Rossi, Claudio Tolomei e il latino dei giuristi. Studi
Senesi 29,5.
33. Otto Funke, Die gelehrten lateinischen lehn- und fremd-
Wörter in der altenglischen literatur von der mitte des 10. Jahr-
hunderts bis um das jähr 1066. nebst einer einleitenden abhand-
lung über die 'quaestiones grammaticales' des Abbo Floriacensis.
Halle, Niemeyer. XVIII,210 s.
34. Albert B. White, Early uses of 'parliamentum'. MLR.
9,92 — 93. — das wort erscheint in England zum erstenmal in den
Worcester annalen zum j. 1223.
35. J. J. Mikkola, Ein unbeachtet gebliebenes vulgär-
lateinisches wort. Neuph. mitteil. 16,4. — sculca — custodia,
deverbale ableitung von excollocare.
36. Jos. de Ghellinck, Note sur l'expression Geminae Gigas
substantiae. Rech, de science i-elig. 5,416 — 421.
37. Herrn. Kalbfuß, Eine Bologneser Ars dictandi de»
12. Jahrhunderts. QF. aus ital. archiv. 16,1 — 35.
Literaturgeschichte. 38. M. Schanz, Geschichte der römi-
schen literatur bis zum gesetzgebungswerk des kaisers Justinian.
4. teil, die römische literatur von Constantin bis zum gesetz-
gebungswerk Justinians. 1. hälfte. die literatur des 4. Jahrhunderts,
2. vermehrte aufläge, mit alphabetischem register. München, Beck.
XVI, 572 s. 10 m. = Handbuch der klassischen altertumswissen-
ßchaft 8. band, 4. teil, 1. hälfte. — bespr. C. Weyman, Hist. jb.
35,462—463.
39. Paul Lehmann, Vom mittelalter und der lateinischen
philol. 5. band, 1. heft. — bespr. C. Weyman, Hist. jb. 35,956 — 957.
— Huemer, ZföG. 60,902—904.
40. J. de Ghellinck, Le mouvement theologique du 12. sifecle.
^fetudes, recherches et documents. Paris, Lecoffre. X,410 s. 6 m. =
Etudes d'histoire des dogmes vol. 5. — ausgezeichnete darstellung,
in deren mittelpunkt Petrus Lombardus steht.
41. M. Jansen und L. Schmitz-Kallenberg, Historio-
graphie und quellen der deutschen geschichte bis 1500. 2. aufl. =
Grundriß der geschichtswissenschaft. Leipzig, Teubner. IV,130 s.
XX. A. Mittellatein. 141
42. Gl. Bäumker, Zur rezeption des Aristoteles im latei-
nischen mittelalter. Philos. jb. 27,478 — 487.
43. Gl. Bäumker, Lateinische Übersetzungen der Aristote-
lischen analytica posteriora. Philos. jb. 28,320 — 326.
44. W. Ganzenmiiller, Die empfindsame naturbetrachtung
im mittelalter. AKultG. 12,195—228.
45. Fritz Knopp, Die libri Carolin! und die epistola Hadriani
papae de imaginibus als quellen für das Verhältnis Karls d. gr.
zum griechischen kaiser und römischen papst auf grund der augusti-
nisch-eschatologischen anschauungen. diss. Greifswald. 54 s.
46. H. Hintz, Mittelalterliche geschichtsanschauung und
eschatologie in einem apokalipsekommentar aus dem 13. jahrh.
Scriptum super apocalypsim. cod. Prag. ed. 1873. diss, Greifs-
wald. 94 s.
47. Max Jos. Metzger, Zwei karolingische pontifikalien vom
Oberrhein, hrsg. und auf ihre Stellung in der liturgischen Literatur
untersucht, mit geschichtlichen Studien über die entstehung der
pontifikalien, über die riten der Ordinationen, der dedicatio eccle-
siae und des ordo baptismi. = Studien, Freiburger theol. 17. heft.
Freiburg i. B., Herder. XV,190,115 s.
48. Georg Heinr. Hörle, Frühmittelalterliche mönchs- und
klerikerbildung in Italien, geschichtliche bildungsideale und bildungs-
einrichtungen vom 6. bis zum 9. Jahrhundert. = Freiburger theolog,
Studien, 13. heft. Freiburg i, B., Herder. XII,87 s. 2 m. —
die beiden großen bildungskreise, der römische und der nord-
italienisch-langobardische lassen eich in diesen Jahrhunderten noch
deutlich getrennt voneinander erkennen; in Rom waren alle reste
weltlicher macht und heidnischer bildung vor dem papsttum ge-
schwunden, große brennpunkte geistiger bildung fehlen, die zahl
der schulen ist gering, ebenso die berühmter lehrer. — bespr.
K, Heinr. Schäfer, DLz. 36,493—496.
49. Apollonia Koperska, Die Stellung der religiösen orden
zu den profan Wissenschaften im 12. und 13. Jahrhundert, diss.
Freiburg i. Schw. XVI,211 s.
50. F. Schulze, Geschichte der hauptlaster- und haupt-
tugendlehre von Gregor dem großen bis Petrus Lombardus und
ihr einfluß auf die frühdeutsche literatur. Greifswald. 125 s.
51. Rob. Kopp, Vaterland und Vaterlandsliebe nach der
chiistlichen moral mit besonderer berücksichtigung des hl. Thomas.
Divus Thomas 1,89—107; 160—199; 297—332.
52. H. 0. Taylor, The medieval mind, a history of the
development of thought and emotion in the middle ages. 2. edition.
London, Macmillan. 2 bde. 622, 628 s.
142 XX. Latein.
53. B. Jarrett, S. Antonio and mediaeval economies. London,
Herder. 130 s. 1 sh.
54. A. d'Ales, L'edit de Calliste. Etudes sur les origines
de la penitence chretienne. Paris, Beauchesne. VIII,484 s.
Sammelwerke. 55. G. Rauschen, Florilegium patristicum.
fasciculus 9. textus antinicaeni ad primatum Romanum spectantes.
Bonn, Hanstein. VI,60 s.
56. Rieh. Scholz, Unbekannte kirchenpolitische Streitschriften
aus der zeit Ludwigs des Bayern 1327 — 1354. 2. teil, texte.
Rom, Loescher. X,611 s. 21 m, = Bibliothek d. preuß. histor.
Instituts. 10. band. — eine reihe unbekannter und wichtiger stücke
von Peter von Kaiserslautern, Hermann von Schilditz, Konrad
von Megenberg, Occam und Alvarius Pelagius u. a. werden abge-
druckt. — bespr. Joh. Hof er, Pranziskan. Studien 1,491 — 505.
57. C. R. Paste, Tre scritti apocalittici medievali del
codice CXCI dell' archivio capitolare. Archivio d. soc. Vercellese
di storia 6. — Prophezeiungen von Sibilla und Merlin.
58. Andre Wilmart, Benedictiones Bobienses. Bullet,
d'ancienne litter. 14,176 — 187. — Aus kod. Gr. V. 26 der national-
bibliothek Turin s. 7.
59. Bibliotheca juridica medii aevi. Bologna, Beltrami di
Capali. vol. 1. 48 m.
2. Einzelne autoren.
Adam von Bremen. 60. Bemh. Schmeidler, Neuere lite-
ratur über Adam von Bremen. Zs. f. Lübeck, gesch. 16,111 — 120.
Afralegende. 61. Andr. Bigelmeier, Zur Afralegende.
Hist. polit. blätter 154,624 — 630. 1
Anges YOn Prag. 62. Walt. W. Seton, Some new somes
for the life of blessed Agnes of Prag including some chronological
notes and a new text of the benediction of saint Cläre. Arch.
Franc, hist. 7,185—197.
Albertus Magnus. 63. Mart. Grab mann. Das Albertus-
autograph in der k. k. hofbibliothek zu Wien. Hist. jb. 35,
352—356. Kod. 273, bl. 65 — 168 enthält einen kleinen teil von
Alberts kommentar zur aristotelischen physik vom 2. kapitel des
8. buchs an, seinen kommentar zu den 4 büchern de coelo et mundo
und seine Schriften de natura locorum und de 12 causis proprie-
tatum elementorum.
64. Georg v. Hertling, Albertus Magnus, beitrage zu
seiner Würdigung. 2. aufläge. = Beiträge z. gesch. der philosophie
d. mittelalters, 14. bd., heft 6 und 6. VIII, 183 s.
XX. A. Mittellatein. 143
Aldhelmus. 65. Aldhelmi opera ed. R. Ehwald. fasc. 2.
Berlin, Weidmann, s. 325 — 554. 3 taf. = Monumenta Germaniae
hist. Auetores antiquiss. XV, pars 2. — bespr. C. Weyman,
Hist. jb. 36,448—449.
66. Donato Mazzini, Note Aldelmiane. Didaskaleion 3,
165 — 172.
S. Aldrich. 67. Max Buchner, Zur biographie des hl.
Aldrich, abtes von Ferneres und erzbischofs von Sens 829 — 836,
zugleich ein beitrag zur entstehungszeit der sog. formelsammlung
von St. Denis. Stud. u. mitteilgn. GBenediktinerord. n. f. 4,201 — 215.
— die Sammlung ist nicht vor 829 abgeschlossen worden, der
24. brief ist eigentum des hl. Alderich aus dem juni 829; ein
weiterer brief bei Zeuner, Pormulae 508 ist ein schreiben der
mönche von Ferrieres an Aldrich.
Alexandersage. 68. E. Faral, Une source latine de l'histoire
d' Alexandre sur les merveilles de l'Inde. Romania 43,199 — 215,
Ambrosiaster. 69. G. Morin, Qui est Ambrosiaster? Solu-
tion nouvelle. Revue Bened. 31,1 — 34. — Ambrosiaster ist Euagrius
von Antiochia.
AmbrosiliS. 70. Des heiligen kirchenlehrers Ambrosius von
Mailand ausgewählte Schriften aus dem lateinischen übersetzt.
1. band. Exameron erstmals übersetzt von J. E. Niederhuber.
nebst einer allgemeinen einleitung über des hl. Ambrosius leben,
Schriften und theologie. Kempten, Kösel. CXXIV,294 s. = Biblio-
thek der kirchenväter bd. 17.
Andreas de S. cruce. 71. Ubaldo Mannucci, Andreae
de Sanctacruce, patritii romani, apostolici consistorii advocati,
dialogus de ecclesiae primatu in Ludovicum Pontanum nunc primum
in lucem editus. Bessarione 30,153 — 194.
Anualen. 72. Hermann Steinberge r. Zu dem berichte
der Altaicher annalen über die eroberung Englands durch die Nor-
mannen. Hist. jb. 35,349 — 352.
73. Wendel Schlachter, Beiträge zur latinität der annales
Fuldenses. 838—887. diss. Greifswald. 125 s.
74. F. Kurze, Die annales Laubacenses und ihre nähere
Verwandtschaft. NA. 39,13 — 41.
75. Joh. Haller, Zu den Marbacher annalen. Hist. Viertjs,
17,343—360.
Anselm yon Canterbury. 76. E. Lohmeyer, Die lehre
vom willen bei Anselm von Canterbury. Leipzig, Deichert. avich
diss. Erlangen. 111,74 s.
S. Antonius. 77. A. Wilmart, Une Version latine ine-
dite de la yie de saint Antoine. Revue Bened. 31,163 — 173.
1 44 XX. Latein.
Apollonius TOn Tyrus. 78. Franz Garin, De historia
Ai)ollonii Tyrii. Muemosyne n. s. 42,198 — 212, — der griechische
text ist nicht vor 230 n. Chr. abgefaßt, bald darauf entstand die
lateinische Übersetzung.
Arsitor. 79. Alfr. Ansorg e. De Aratore, veterum poetarum
latinoiiiin imitatore. diss. Breslau. 82 s.
Archipoeta. 80. Max Herrn. Jellinek, Archipoeta. ZfdA.
55,156-
81. Wilh. Meyer, Der Kölner archipoeta. CrgA. geschäftl.
mitteilgn. 99 — 114. — feine Charakteristik.
AthenasillS. 82. Rieh. Reitzensein, Des Athenasius werk
über das leben des Antonius, ein philologischer beitrag zur ge-
schichte des mönchtums = Sitzungsberichte der Heidelberger akad.
philos. klasse. 8. abhandlung. Heidelberg, Winter. 68 s.
S. Augustinus. 83. Les confessions de saint Augustin.
traduction nouvelle par L. Moreau. Paris, Flammarion. 1912.
84. Des hl. kirchenvaters Aurelius Augustinus 22 bücher
über den gottesstaat aus dem lateinischen übersetzt von A. Schrö-
der. 2, bd. buch 9 — 16. Kempten, Kösel. 512 s. 5 m. =
Bibliothek der kirchenväter bd. 16.
85. Des hl. kirchenvaters Aurelius Augustinus ausgewählte
Schriften, aus dem lateinischen übersetzt. 7. bd. bekenntnisse.
aus dem lateinischen übersetzt von A. Hoffmann. Kempten,
Kösel. X,380 s. 4 m. = Bibliothek der kirchenväter bd. 18. —
bespr. C. Weyman, Hist. jb. 35,914.
86. G. Moriu, Les tractatus s. Augustini du ms. 4096 de
Wolfenbüttel. Revue Bened. 31,117 — 155.
87. H. T. Karsten, Een commentaar op Augustinus De
civitate dei. Kieuwe theolog. tijdschr. 3,64 — 74. — eingehende
besprechung des werkes von H. Scholz, Glaube und Unglaube in
der Weltgeschichte.
88. G. Morin, Une compilation antiarienne inedite sous le
nom de s. Augustin issue du milieu de Cassiodore. Revue Ben6d.
31,237—243.
89. H. Lesetre, Une conversion classique, saint Augustin.
RPA. 17,561—582.
90. Friedr. Hünermann, Die bußlehre des hl. Augustinus. =
Forschungen zur christl. literatur- u. dogmengesch. 12 bd., 1. heft.
Paderborn, Schöningh. Xn,159 s. 5 m. — bespr. Th. Specht,
DLz. 35,1493—1495.
91. Friedr. Hünermann, Zur bußlehre des hl. Augustinus.
Theologie u. glaube 6,191—200.
XX. A. Mittellatein. I45
92. 0hl, Augustins lehre über die lügenden der heiden,
kirchengeschichtlich und biblisch beleuchtet. Neue kirchl. zs. 25,
413—448.
93. Franz Offergelt, Die Staatslehre des hl. Augustinus
nach seinen sämtlichen werken. Bonn, Hanstein. VIII, 8 6 s. 1,50 m.
— bespr. Sänge, Cbl. 66,522.
94. W. Schulz, Der einfluß der gedanken Augustins über
das Verhältnis von ratio und fides im 11. Jahrhundert. Zs. f.
kirchengesch. 35,9 — 39.
95. H. T. Karsten, Augustinus over het godsrijk. Haarlem,
Willink. — sehr anerkennend bespr. von J. S. in Onze eeuw, 1914,
4. bd. 159.
96. Pierre Bernard, S. Augustin et les juifs. These, Lyon.
VIII,87 y.
Roger Bacoil. 97. John Henry Bridges, The life and
work of Roger Bacon being an introduction to the opus majus.
edited by H. Gordon Jones. London, Williams. 174 s. 3 sh.
98. Roger Bacon. Essays contributed by various writers
on the occasion of the commemoration of the seventh centenary
of his birth collected and edited by A. G. Little. Oxford,
Clarendon press. VII,425 s.
99. Franc. Picaret, Roger Bacon. La formation intellec-
tuelle d'un homme de genie au 13. siecle. Revue des deux mondes
36,643—674.
100. Lynn Thorndike, Roger Bacon and the experimental
method in the ages. The philosophic. review 23,270 — 298.
101. J. E. Sandys, Roger Bacon. published for the British
academy by H. Milford. = Proceedings of the Brit. academy
vol. 6. 18 s.
Benediktinerregel. 102. Die klosterregel des hl. Benedikt
übersetzt von P. Edm. Schmidt. 4. neu bearbeitete aufl. Regens-
burg, Pustet. 159 s.
103. P. Delatte, Commentaire sur la regle de saint Benoit.
Paris, Plon-Nourrit. VII,569 s. 10 f. — bespr. H. Vogels,
Hist. jb. 35,655.
104. Alb. Viehbacher, Ein gang durch die geschichte der
deutschen Benediktinerregel. Studien u. mitt. z. gesch. Bene-
diktinerordens 35,525 — 529.
105. Fr. Stabile, Studi sul testo e la lingua della regola
di s. Benedetto. Rivista di filologia class.
106. Edm. Schmidt, Einige bemerkungen zur jüngsten aus-
gäbe der Benediktinerregel. Studien u. mitt. z. gesch. Benediktiner-
ordens 35,130-— 137.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914.) II. Teil. 10
146 XX. Latein.
Beiiedictus Levita. 107. Emil Esckel, Studien zu Bene-
dictus Levita. VIIL 1. teil. NA. 39,327—431.
S. Bernardiuo. 108. Massim. Bontempelli, S. Bernardino
da Siena. Genova, Formiggini. 72 s. = Profili, nr. 34.
S. BeruardllS. 109. Jos Guillermin, Le grand s. Bernard.
Etudes 138,286—320; 450—474.
Bernardus Compostellanus. 110. Heinr. Singer, Die
dekretalensammlung des Bernardus Compostellanus antiquus. mit
benutzung der in Friedr. Maassens nachlasse enthaltenen vorar-
beiten. 120 s. = SB. Wiener akademie, philos. kl. 171 bd. 2.
abhandlung.
BoiiayeuturJl. lll. G. Israel, Die tugendlehre Bonaven-
turas, diss. Berlin. 77 s.
112. M. Deanesly, The 'incendium amoris' of Richard Rolle
and s. Bonaventura. The engl, histor, review 29,98 — 101.
113. Rem. Boving, St. Bonaventura und der grundgedankc
der disputa Raffaels. Franziskan. Studien 1,1 — 17.
S. Boilifaz. 114. M. R. James, St. Boniface's poem to
Nithardus. The engl. hist. review 29,94. — Wiederherstellung des
in dem gedichte enthaltenen akrostichs: Nithardus vive felix.
Cassiodor. 115. Paul Lehmannn, Cassiodorstudien. Philo-
logus 73, n. f. 27,253—273.
Chrodegang. 116. Otto Hanemann, Die kanonikerregeln
Chrodegangs von Metz und der Aachener synode von 816 und das
Verhältnis Gregors VII. dazu. Greifswald. diss. 86 s.
Chroniken. 117. P. Silva, Questioni e ricerche di cro-
nistica Pisana. Archivio Murator. 2,1 — 67. — vgl. dazu NA. 39,562.
S. Clara. 118. Mich. Bihl, Tres legendae minores sanctae
Clarae Assisinensis. Franc, hist. 7,32 — 54.
Claudianus ManiertuS. 119. Frz. Zimmermann, Des
Claudianus Mamertus schrift 'de statu animae libri tres'. Divus
Thomas 1,238—256; 332—368.
Commodianus. 120. Pier Luigi Ciceri^ Le 'instructiones'
Commodiane e la tradizione bibüca. Atti e memorie accad. Padova
30,233—252.
121. S. Cucco, La grammatica di Commodiauo. Didaskaleion
3,183—220.
CorMnian. 122. G. Morin, A propos des preliminaires de
B. Krusch ä la vita Corbiniani, Revue Bened. 31,178 — 184. —
vgl. dazu Krusch, NA. 39,550 — 552.
Cosmas. 123. Joh. Paul Czumpelik, Eine anmerkung zur
kritik des Cosmas. Mitt. d. ver. f. d. gesch d. Deutschen i. Böhmen
52.358—364.
XX. A. Mittellatein. 147
S. Cyprian. 124. P. Monceaux, Saint Cyprien 210 — 258.
Paris, Gabarda. 200 s. 2 f. — s.-a. aus Histoire litter. de l'Afrique
cliretieiine.
125. G. Morin, Une liste des traites de saint Cyprien dans
un sermon inedit de saint Justin. Bullet, d'ancienne litter. 4,16 — 22.
126. P. Corssen, Das martyrium des bischofs Cyprian.
Zs. f. ueutestament. wissensch. 15,221 — 233.
127. K. H. Mengis, Ein beitrag zur Cyprianforschung.
Zs, f. neutestamentl. wissensch. 15,274 — 279.
üares und Dictys. 128. R. T. Clark, Notes on Dares
and Dictys. Classic, phil. 8,17 — 20.
Dietrich von Freiberg:. 129. Dietrich von Freiberg über
den regenbogen und die durch strahlen erzeugten eindrücke, zum
erstenmale nach den handschriften hrsg. und mit einer einleitung
versehen von Joseph Würschmidt. Münster, Aschendorf f. XV,
205 s. = Beiträge z. gesch. d. philosophie d. mittelalters 12 bd.,
heft 5 u. 6. — bespr. E. Krebs, DLz. 36,678— 679. — Cbl. G6,
145—146.
S. Dominicus. 130. L. Claudio, S. Domenico e la sua
leggenda in rapporto a Dante. Molfetta, Panunzio. XVIII, 144 s.
DracontillS. 131. Dracontii de laudibus dei; satisf actio;
Romulea; Orest's tragoedia; fragmenta; incerti aegritudo Perdicae.
Leipzig, Teubner. VIII,268 s. 4,40 m. = Poetae latinis minores
post Aemilium Baehrens iterum recensuit Fridericus Vollmers,
vol. 5. — bespr. C. W— n, Cbl. 66,296—297.
Dunchad. 132. Mar. Esposito, Sur le pretendu commen-
taire de Dunchad sur Marcien Capella. Didaskaieion 3,173 — 182.
Duns Scotus. 133. Donato Zuccharelli, II problema
cristeriologico nel pensiero del Giovanni Duns Scotus. Studi
Francesc. 1,201—211.
134. Jos. Klein, Zur Sittenlehre des Johannes Duns Scotus.
Franziskan. Studien 1,401 — 437.
135. Agost. Fioravanti, La distinzione tra l'anima e le sue
facoltä nella dottrina del D. Scoto. Studi Francesc. 1,235 — 244.
Ermoldus Nigellus. 136. Max Buchner, Ein brief des
Ermoldus Nigellus an Pippin I. von Aquitanien. Hist. jb. 35,1 — 25.
S. Elirosia. 137. E. A. Stückelberg, Eine apokryphe
heilige des späten mittelalters. Archiv f. religionswiss. 17,159 — 164.
Ferreto de Ferreti. 138. Le opere di Ferreto de' Ferreti
Vicentino a cura di Carlo Cipolla. vol. 2. Roma, istituto stör,
ital. 298 s. 2 tal = Fonti per la storia ital. scrittori, sec. 14. —
enthält die historia rerum in Italia gestarum ab anno 1250 — 1318.
10*
148 ^^- Latein.
Firmat. 139. G. Moriu, Un trait6 inedit de Guillaume
Firmat sur l'amour du cloitre et les saintes lectures. Revue Ben6d.
31,244—240.
S. FraiiziskllS. 140. Sacrum commercium, les noces mysti-
ques du bienheureux Fran^ois d'Assise avec madame la pauvrete
1227. premiere traduction francaise par Ubald d'Alencon. Paris,
librair. s. Fran^ois. XXII,83 s. 1 f. = Nouvelle bibliotheque
Franciscaine 2. ser. tome 11,
141. A. G. Little, M. R. James and H. Bannister,
Collectanea Franciscana I. = British society of Franciscan studies
vol. 5. Aberdeen. 163 s.
142. Cuthbert, Life of s. Francis of Assisi. New York.
13,536 s. 13 taf.
143. A. Verger, Vie des. Francois d'Assise. Tours, A. Marne
et fils. 144 s.
144. A. Groeteken, Die goldene legende. Franziskus von
Assisi in der poesie der Völker. M.-Gladbach, Kuelilen, 1913. 191s.
145. Hans Brosius, Franziskus von Assisi und moderne
lebensideale, progr. Bamberger gymn.
146. Heinr. Tilemann, Studien zur individualität des Fran-
ziskus von Assisi. Leipzig, Teubner. 228 s. 8 m. ^ Beiträge
z. kulturgescli. mittelalter. bd. 20. — bespr. G. Kr., Cbl. 66,626 :
feinfühlige Untersuchungen. — F. X. Seppelt, DLz. 39,1980—1981.
147. P, Cesaire, La perfection seraphique d'apres s. Fran-
pois. Etudes Francisc.
148. Beda Kleinschmidt, Der hl. Franziskus in der elfen-
beinplastik. Franziskan. Studien 1,86 — 96.
Ganfred. 149. Paul Lehmann, Disputatio Ganfredi et
Aprilis de statu curiae Romanae. Hist. Viertjs. 26,86 — 94.
S. Gaudentius. 150. C. R. Norcock, St. Gaudentius of
Brescia and the Tome of st. Leo. The Journal of theolog. studies
15,593—596.
S. GenOTefa. 151. E. Vacandard, La vie de sainte Gene-
vieve. Revue du clerge fran9, 78,412 — 426.
S. Gerard yon Czanad. 152. Emer. Mardzsar, Die legende
des hl. Gerhard. Ungar, revue 1914,288—297.
Gesta Herwardi. 153. Georg Noack, Sagenhistorische
Untersuchungen zu den Gesta Herwardi. diss. Halle. 59 s.
S. Godescalcus. 154. A. Zak, De b. Godescalco, primo
abbate Siloensi eiusque alumno charissimo b. Gerlaco, postea primo
abbate Miloviciensi. Analectes de l'ordre Premontre 10, nr. 1.
Gratian. 155. A. Debil, La premiere distinction du 'De
paenitentia' de Gratien. Revue d'hist. ecclesiast. 15,251 — 273.
XX. A. MitteUatein. 149
Gregor d. gr. 156. A. Mercati, L'autore della expositio
in VII ps. poenitentiales fra le opere di s. Gregorio Magno. Revue
Bened. 31,250—257.
S. (Jueiioliu. 157. R. Latouche, Melanges d'liistoire de
Cornouaille. — s. 24 f. behandelt die vita Guenolins, die aus dem
9. jahrh. stammt und keinen wert für das leben des heiligen be-
sitzt. — vgl. NA. 39,547.
Guido d'Arezzo. 158. Cölestin Vivell, Ein anonymer
kommentar zum mikrologus des Guido d'Arezzo, Studien u. mitt.
z. gesch. d. Benediktinerordens 35,56 — 80. — aus Cod. Vindob.
2502, s. 11 — 12; der vf. war vielleicht ein Benediktinermönch der
abtei s. Jakob in Lüttich.
Heinrich TOn Freimar. 159. Winfried Hümpfner, Hein-
rich von Freimar, Zs. d. ver. f. thüring. gesch. n. f. 22,49 — 64.
Hero lind Leander. 160. E. Wink 1er, Eine mittelalterlich-
kirchliche fassung der sage von Hero und Leander. Archiv 132,
405 — 408. — aus cod. 638 Admont s. 12.
S. Hieronymus. 161. Des hl, kirchenvaters Eusebius Hiero-
nymus ausgewählte Schriften. 1. bd. ausgewählte historische, homi-
letische, dogmatische Schriften, aus dem lateinischen übersetzt von
L. Schade. Kempten, Kösel. LXXVI,500 s. 5 m. = Bibliothek
der kirchenväter 15. bd. — bespr. C. Weyman, Hist. jb. 35,417.
162. E. Wutz, Onomastica sacra. Untersuchungen zum Hb er
interpretationis nominum hebraicorum des hl. Hieronymus. 1. hälfte,
quellen und system der onomastica. Leipzig, Hinrichs, 672 s.
21 m, = Texte und Untersuchungen z. gesch. d. altchristl. literat.
3. reihe, 11. bd,, 1, hälfte,
163. De Bruync, Une nouvelle preface de la traduction
hexaplaire de s. Jerome. Rev. Bened. 31,229 — 236,
164. Gonzague Menneson, L'amitie chez s. Jerome, Etudes
140,5—27,
Historia Septem sapientum. 165, Er. Moldenhauer,
Verzeichnis der drucke der historia Septem sapientum Rome. Zs, f.
bücherfr, n, f, 6,11,226—231,
Honorius. 166. Erz. Bäumker, Das Inevitabile des Hono-
rius Augustodunensis und dessen lehre über das zusammenwirken
von Wille und gnade. Münster, Aschendorff. 93 s. = Beiträge z.
gesch. d, Philosophie d. mittelalters 13, bd,, 6. heft. — es existiert
in zwei textredaktionen, die beide von Honorius herrühren; in der
älteren ist Honorius reiner Augustinianer, in der jüngeren zeigt sich
eine synthese von Augustin und Anselm.
Honorat TOn Lerins. 167. Four. Bonnard, S. Honorat
de Lerins. Tours, Mame. 189 s.
150 31X. Latein.
Hrabauus Maiirus. 168. C. Landi, Per un' allusione di
Rabauo Maiiro. Athenaeum 2,214 — 217. — das gedieht salve fidus
amor enthält anspielungen auf Lucan und Juvenal.
Hugo V. S. Yictor. 169. J. de Ghellinck, A propos d'un
catalogue des oeuvres de Hugues de Saint- Victor. Revue neo-scolast.
21,86 — 88. — ergänzungen zu dem artikel desselben Verfassers
über diesen gegenständ in der Revue 20,226 ff.
Hugo VOU Trimberg. 170. Hugo von Trimbergs latei-
nische werke, hrsg. von E, Seemann. I. das solsequium. München,
Callwej*. 78 s. = Münchener texte hrsg. v. Wilhelm, 9. heft.
Jakob von Jtiterbock. 171. Schillmann, Neue beitrage
zu Jakob von Jüterbock. Zs. f. kirchengesch. 35,64 — 76; 363 — 371.
Jakob von Titry. 172. Goswin Franken, Die exempla
des Jakob von Vitry, ein beitrag zur geschichte der erzählungs-
literatur des mittelalters. München, Beck. 154 s. = Quellen und
Untersuchungen zur latein. literatur des mittelalters 5. bd., 1. heft.
— bespr. E, Slijper, Museum 23,107 — 110; J. Huemer, ZföG.
65,902—904; Hans Naumann, DLz. 36,1683 — 1685.
173. Die exempla aus den sermones feriales et communes des
Jakob von Vitry, .hrsg. von Jos. Greven. Heidelberg, Winter.
XVin,65 s. = Sammlung mittellatein. texte 9. heft.
Jacopoue da Todi. 174. J. Pacheu, Jacopone da Todi
frere mineur del saint Francois, auteur presume du Stabat mater.
Paris, Tralin. — abfällig bespr. E. Bouvy, Bullet, ital. 14,26.
S. lUuminata. 175. Ant. Maturo, Gli acta di s. Illuminata.
Roma e l'Oriente 7,101 — 118. — abdruck des textes nach einer
hs. von Monte Cassino und 3 codd. Alexandrini.
Johannes Damascenus. 176. P. Minges, Zum gebrauch
der Schrift 'De fide orthodoxa' des Johannes Damascenus in der
Scholastik. Theol. quartalschrift 96, 225 — 246.
Johannes von Erfurt. 177. Bertrand Kurtscheid, Die
tabula utriusque juris des Johann von Erfurt. Franziskan. Studien
1,269 — 290. — ist 1285 entstanden, nachweis der verschiedenen
redaktionen.
Johannes de Keading. 178. Chronica Johannis de Reading
et anonymi Cantuariensis (1346 — 1367). edited with introduction
and notes by James Tait. Manchester, Univ. press. X,394 s. =
Publications of the university of Manchester, hist. ser. nr. 20.
Johannes de Rupella. 179. P. Minges, Zur erkenntnis-
lehre des Franziskaners Johannes von Rupella. Philos. jb. d. Görres-
gesellsch. 27,461—477.
Johannes Scotus Eriugena. 180. J. Dräseke, Zu Johannes
Scotus Erigena. AG. philos. 27,428 — 448.
XX. A. Mittellatein. 151
Jordanes. 181. Tb. v. Grlenberger, Ostgermanische fluß-
namen bei Jordanes. ZfdA. 35,41 — 51. (vgl. abt. 4,12.)
Jourdain Fantosme. 182. Friedr. Willi e Im, Ein rhythmus
des Jourdain Fantosme und ein conflictus rationis et fidei. Mün-
chener museum 2,230 — 238.
Isidor von Sevilla. 183. A. Schmekel, Die positive philo-
sopMe in ihrer geschichtlichen entwicklung. forschungen. 2. bd.
Isidor von Sevilla, sein system und seine quelle. Berlin. X,291 s.
184. 0. Probst, Isidors schrift 'De medicina'. Etymol.
lib. IV. Leipzig, Barth. 17 s. s.-a. aus AG. medizin bd. 8.
185. S. G. Oliphant, The story of the staix: Isidorus and
the glossographers. = Transactions and proceedings of the Americ.
philol. assoc. vol. 45.
Konrad von Oelnliausen. 186. David C. CuUey, Konrad
von Gelnhausen, sein leben, seine werke und seine quellen, diss.
Leipzig 1913. 104 s. — wertvolle Untersuchung.
Konrad von Megenberg. 187. Richard Salomon, Zur
oeconomie des Konrad von Megenberg, NA, 39,190 — 200.
188. Herm. Meyer, Lacrima ecclesiae. neue forschungen zu
den Schriften Konrads von Megenberg. NA. 39,469 — 503.
S. Lanrenz. 189. Charles Plummer, Vie et miracles de
s. Laurent archeveque de Dublin. Annal. BoUand. 33,121 — 187.
Legenden. 190. Th. Pelizaeus, Beiträge zur geschichte
der legende vom Judenknaben, Halle, diss, 93 s.
191. Friedr, Wilhelm, Zur dreikönigslegende. Münchener
museum 2,146 — 190.
Liber Lombardae. 192, Alfonso Gallo, Un ignoto fram-
mento palimseste del 'liber Lombardae' nota. Rendiconti istit,
Lombardo 47,257—269,
Liebeskonzil in Remiremont. 193, Wilh. Meyer, Das
liebeskonzil in Remiremont neu hrsg. GgA. phil, kl. 1 — 19.
Ligurinus. 194. Otto Drinkweide r, Ist Günther von
Pairis der Verfasser des Ligurinus? Studien u, mitt. z. gesch, d.
Benediktinerord. 35,671 — 683. — alle inneren kriterien sprechen für
die Identität Günthers und des dichters von Solimarius und Ligurinus ;
das letzte wort wird die stilkritik zu sprechen haben.
Ludwig von Preußen. 195. Parth. Minges, Das trilogium
des Ludwig von Preußen. Franziskan, Studien 1,291 — 311, —
wurde 1498 in Nürnberg gedruckt und war eine enzyklopädie des
Wissens für junge franziskanerkleriker.
Ludus de Antichristo. 196. Ferd. Vetter, Das Tegern-
seer spiel vom deutschen kaisertum und Antichrist. Münchener
mus. 2,279—333.
152 ^^- Latein.
x\Iauegol(l von Lauterbach. 197. M. T. Stead, Manegold
of Lauterbacb. Tlie engl, liist. i-eview 29,1 — 15.
Tres Mariae. 198. G-. Pesenti, Epigrammi 'de tribus
Mariis'. Didaskaleion 4,333—338.
S. MarillUS. 199. Ludwig St^inberger, Zum drittenmal
die legende des hl. Marinus und Annian. Studien u. mitt. z. gesch,
d. Benediktinerord. 35,293—312.
Marsilius YOll Padlia. 200. Rieh. Scholz, Marsilius von
Padua defensor pacis. Leipzig, Tcubner. VII,137 s. = Quellen-
sammlug z. deutsch, geschichte.
201. Pasqu. Villari, Storia, politica e istruzione. saggi
critici. Milano, Hoepli. 440 s. — darin s. 3 — 32: Marsilio di
Padova e il defensor pacis.
202. Leop. Stieglitz, Die staatstheorie des Marsilius von
Padua. ein beitrag zur Staatslehre im mittelalter. Leipzig, Teubnei'.
IV, 56 s. = Beiträge z. kulturgesch. d. mittelalters. bd. 19.
Mattheus Yariscensis. 203. Hans Grüner, Die Riganus-
schlacht in den vitae duorum offarum des Matthaeus Variscensis
saec. XIII. ein beitrag zur bibel- und legendenkunde des mittel-
alters wie zur altenglischen heldensage. Einsbüttel, reasch. progr.
26 s.
Metellus von Tegernsee. 204. P. Peters, Die quirinalien
des Metell von Tegernsee, mit ausnähme der eklogen auf die
quellen hin untersucht und herausgegeben. Greifswald. diss. 178 s.
— bespr. C. Weyman, Hist. jb. 36,450.
Mimicius Felix. 205. C. Synnerberg, Die neuesten bei-
trage zur Minuciusliteratur. Berlin, Mayer u, Müller. 27 s. —
s. a. aus Oefersigt af Pinska vetenskaps societ. förhandlingar.
206. S. Colombo, Osservazioni sulla composizione letteraria
e sulle fonti dell' Octavius di M. Minucio Felice. Didaskaleion
3,79—122.
207. Blaz. Blajer, Dyalog Minucyusza Eelixa p. t. Octavus.
Przeglad powszechny 123,174 — 212.
Nikolaus. 208. Ernst Per eis, Die briefe papst Nikolaus I.
NA. 39,43—152.
Notker Balbulus. 209. Notker der stammler, die ge-
schichten von Karl d. gr. Leipzig, Inselverlag.
Odo de Castro. 210. P. Gratien, Sermons fransciscains
du cardinal Eudes de Chateauroux (f 1273). Paris, Libr. s. Eran-
f;ois. 92 s. — ausgäbe der predigten des Odo de Castro Radulpi,
kanzlers der Universität Paris.
Paulus Diaconus. 211. Pauli diaconi historia Romana a
cura di Amadeo Crivelluci. con 5 tavole. Roma, istituto storico
ital. = Fonti per la storia d'Italia, nr. 51. LI,305 s.
XX. A. Mittellatein. 153
Petrus Dresdensis. 212. Matth. Uhllrz, Petrus von
Dresden, ein beitrag zur geschichte des laienkelclis. Zs, f. d.
gesch. Mährens u. Schlesiens 18,227 — 2.38. — Petrus von Dresden
ist eine historische persönlichkeit; er war in Prag und Dresden
tätig und gehörte zu den deutschen anhängern Wiclifs.
Praecepta vivendi. 213. Adam Streib, Wer ist der Ver-
fasser der praecepta vivendi? Münchener museum 2,343 — 464. —
der Verfasser weist die schrift Alcuin zu.
Preces. 214. Wilh. Meyer, Die preces der mosarabischen
liturgie. Berlin, Weidmann. 119 s. 8 m. = Abhandlungen d. k.
gesellschaft der wissensch. Göttingen, n. f. 15. philos. hist. klasse.
— bespr. M. M., Cbl. 66,175; J. Werner, DLz! 86,2691—2696.
Prudeiltius. 215. Gr. L. Bisoffi, In contra Symmachum
di Aurelio Prudenzio demente. Treviso, Zoppel. XII, 204 s. 4 1.
das werk, ende 402 oder anfang 403 entstanden, fällt in die zeit
seines römischen aufenthaltes. — bespr. C. Weyman, Hist. jb.
36,171—172.
216. Pilippo E r m i n i , Peristephanon, studi Prudenziani. Roma,
Loescher. 262 s.
Pseudocyprian. 217. R. Reitzenstein, Ein donatistisches
corpus Cj'prianischer Schriften. Gg. nachrichten, philos. kl. 85 — 92.
218. R. Reitzenstein, Eine frühchristliche schrift von den
dreierlei fruchten des christlichen lebens. Zs. f. neutestamentliche
Wissenschaft 15,60 — 90. — bespr. M. Heer, LitRundschau 40,
261—263.
219. Michael Heer, Pseudocyprian vom lohn der frommen
und das evangelium Justins. Rom. quartalschrift 28,97 — 186.
220. G. Wohlenberg, Eine pseudocyprianische schrift über
dreifach verschiedenen lohn. Theol. litbl. 35,169 — 175, 193 — 198,
217—219.
221. E. Seeberg, Eine neugefundene lateinische predigt aus
dem 3. Jahrhundert, bemerkungen zu der von R. Reitzenstein
edierten frühchristlichen schrift 'von den dreierlei fruchten des
christlichen lebens.' Neue kirchl. zs. 25,472 — 544.
222. M. Heer, Cyprian und der primat. LitRundschau 40,
357—362, 409—414.
Pseudofredegar. 223. F. Lot, Encore la chronique du
Pseudo-Fredegaire. Revue hist. 115,305 — 337. vgl. dazu B. Kr.
in NA. 39,548—549.
Radbert von Corbie. 224. M. Jaquin, Le 'de corpore et
sanguine domini' de Pascase Radbert. Revue d. sciences phil. et
theol. 8,81—103.
154 XX. Latein.
S. Radegund. 225. G. Kurth, Sainte Radegonde et Samuel.
Revue d'hist. eccl^s. 15,246 — 250. — der hier auftretende kleriker
Samuel ist der prophet Samuel.
Raimund Frousiacus. 226. L. Öliger, De novo codice
collectionis actuum fr. Raymundi Fronsiaci, ordinis procuratoris.
Arch. Francisc. hist. 7,159—160.
Raimuudus LulluS. 227. J. H. Probst, La mystique de
Ramou Lull et l'art de contemplacio. etude philosopliique suivie
de la publication du texte Catalan retabli d'apres le ms. nr. 67
de la königliche hof- und Staatsbibliothek in München. Münster,
Aschendorf f. YIII,126 s. = Beiträge z. gesch. d. philosophie des
mittelalters 13. bd., 2. u. 3. heft.
228. Neue literatur zu Ramon Lull, Franziskan. Studien
1,506—512.
Raiimindus Parthenopaeiis. 229. Alex. Gal, Die Staats-
lehre des Ra}Tnundus Parthenopeus. Österr. zs. f. öffentl. recht
1,66—83.
Rhythmus. 229a. Jak. Werner, Ein satyrischer rhythmus
des 13. Jahrhunderts, festgabe für Hugo Blümner. Zürich 1914,
Robert von Melun. 230. Die handschriften der summa
trinitatis des Robert von Melun. Der katholik 94,267 — 270. —
die hs. der Brügger stadtbibl. 191 ist älter als die beiden hss. der
Pariser nat.-bibl. 14885 und 14522; letztere sind ein wahrschein-
lich von Robert selbst herrührender auszug aus dem längeren
Brügger urtypus.
RufiiS. 231. A. Wilmart, Le commentaire sur les psaumes
imprimes sous le nom de Rufus. Rev. Benedict. 31,258 — 276.
Salomon und Marcolfus. 232. Salomon und Marcolfus.
kritischer text und einleitung, anmerkungen, übersieht über die
Sprüche, namen und Wörterverzeichnis, hrsg. von Walter Benary.
Heidelberg, Winter, XL,56 s. =^ Sammlung mittellateinischer texte,
heft 8.
Sigihert. 233. P. Kath, Sigiberti continuatio Aquicinctina.
eine quellenkritische Untersuchung. Bulletin de la commiss. royale
d'hist. BruxeUes 83,1—122.
Speculum laicorum. 234. J. Th. Welt er, Le -Speculum
laicorum': edition d'une collection d'exempla, composee en Angle-
terre ä la fin du 13. siecle. Paris, Picard. XLIV,170 s. — bespr,
A, M., Giorn. stör, letteratura ital. 65,129 — 131.
Sprichwörter. 235. Fr. Seiler, Deutsche Sprichwörter in
mittelalterlicher lateinischer fassung. ZfdPh. 45.236 — 291.
Statins. 236. Carlo Landi, D'un commento medievale ine-
dito delle 'Tebaide' di Stazio, — Atti e memorie d. accademia
Padova, n, s. 30,315—344.
XX. A. Mittellatein. I55
Tertullian. 237. C. Callemaert, La valeur du codex
Fuldensis pour le retablissement du texte de l'apologeticum de
Tertullien. extrait des melanges Ch. Moeller. Universite catliol.
de Louvain. recueil de travaux, fasc. 40 — 41. 14 s. — Der
Fuldensis, der nicht überarbeitet wurde, muß jeder textausgabe
zugrunde gelegt werden,
238. F. di Capua, Osservazioni criticlie sul testo dell'
apologetico di Tertulliano. Bollettino di filol. class. 20,161 — 192.
239. H. Schrörs, Zur textgeschichte und erklärung von
Tertullians apologeticum. Leipzig, Hinrichs. III, VI,125 s. 4,50 m.
=r Texte u. Untersuchungen z. gesch. d. altchristl. literatur. 10. bd.,
4. heft. — bespr. C. Weyman, Hist. jb. 35,912—913; G. Kr.,
Cbl. 66,89—91; H. Jordan, Theol. litbl. 35,612—613.
240. Gerh. Rauschen, Prof. Heinr. Schrörs und meine aus-
gäbe von Tertullians apologeticum. Bonn, Hanstein. VII, 136 s.
— bespr. G. Kr., Cbl. 66,89—91.
241. P. de Labriole, Tertullien a-t-il connu une version
latine de la bible? Bulletin d'ancienne literat. 4,210 — 213.
242. Adolf H a r n a c k, Tertullians bibliothek christlicher Schriften.
SB. preuß. akad. 303—334.
243. Hugo Koch, Tertullians laienstand. Zs, f. kirchengesch.
35,1—8.
244. Gerh. Esser, Der adressat der schrift Tertullians 'De
pudicitia' und der Verfasser des römischen bußediktes. Bonn, Han-
stein. 46 s. — der adressat ist der bischof von Karthago, der
Verfasser papst Zephirinus. — bespr. E. Preusch, DLz. 36,
1340—1341.
245. Nikol. Geiselhart, Beiträge zur politischen und kultur-
geschichte aus Tertullian mit einer einleitung über Tertullian.
progr. Ravensburg, gymn. 34 s.
Thomas von Aquiuo. 246. Summa theologica of s. Thomas
Aquinas. the part 3. Literally translated by fathers of the Eng-
lish Dominican province. Lund, Washourne.
247. Emile Brunetau, De ente et essen tia divi Thomae.
texte latin precede d'une introduction accompagne d'une traduction
et d'un double commentaire historique et philosophique. Paris,
Bloud & Gay. 160 s.
248. J. H. E. J. Hoogveld, Thomas van Aqmno. inleiding
tot leven en leer, naar M. Grabmann bewerkt. Utrecht, Rossum.
XII,250 s.
249. M. Chassat, Saint Thomas d'Aquine et Siger de Brabant.
Revue de philosoph.
156 ^^- Latein.
250. Die wichtigsten leitsätze der philosopie des hl. Thomas
von Thomas. Der katholik, 4. folge 13.
251. Chr. Pesch, Die summa theologica des hl. Thomas von
Aquin als schulbuch. Stimmen der zeit 88.
252. Domen. Facchini. L'eucaristia nelle opere di s. Tom-
maso d'Aquino. Bessarione 30,42—54; 202—212; 384—395.
253. Joh. Chr. Gspann, Des hl. Thomas 'Summa contra
gentiles' als predigtquelle. Der katholik, 4. folge 13,64 — 69;
281—286.
254. P. A. M. Orlich, L'uso dei beni nella morale di san
Tommaso. Monza, Artigianelli.
255. Louis Richard, D'un desaccord entre s. Thomas poete
et s. Thomas theologien. Recherches de science religieuse 5,162.
256. R. Welschen, Le concept de personne selon s. Thomas.
Revue Thomiste 22,129—140.
257. Chr. Schreiber, Die erkenntnislehre des hl. Thomas
und die moderne erkenntniskritik. Philos. jb. 27,482 — 520.
258. J. Bittremieux, Die lehre des hl. Thomas über das
heil der ungläubigen. Theologie und glaube 6,375 — 387.
259. Winkler, Die tugendlehre des hl. Thomas von Aquin
nach ihren aristotelischen, plotinischen und christlichen bestand-
t eilen. Erlangen, diss. 178 s.
260. F. Beemelmans, Zeit und ewigkeit nach Thomas von
Aquino. Münster, Aschendorff. 64 s. = Beiträge z. gesch. d.
Philosophie d. mittelalters. XVII. bd., 1. heft. — bespr. Math.
Meier, Philos. jb. 27,530 — 532: reiches wissen und selbständiges
urteil.
261. D. Roland Gosselin, Ce que s. Thomas pense de la
Sensation immediate et de son Organe. Revue d. sciences philos. et
theol. 8,104—105.
262. S. Tommaso maestro nelle scuole teologiche. Civiltä
cattolica 1914, vol. 4,16—32.
Thomas TOn Kempen. 263. Thomas von Kempen, die nach-
folge Christi, hrsg. von Franz Blei. München, Müller.
ljl)ertinilS TOn Casale. 264. Amicetus Chiappini, Commu-
nitatis responsio 'religiosi viri' ad rotulum fratris Ubertini de Casali.
Arch. Franc, hist. 7,654 — 675.
Tiiicenz von Beaiivais. 265. Parthenius Minges, Excerpte
aus Alexander von Haies bei Vincenz von Beauvais. Franziskan.
Studien 1,52 — 64. der hauptteil der kapitel 12—51 seines speculum
naturale ist Alexander von Haies entnommen.
Tirgil von Salzburg. 266. H. van der Linden, Virgile
de Salzbourg et les theories cosmographiques au 8. siecle. Bulletin
XX. B. Humanismus. 157
de l'acad. de Belgique, classe des beaux arts 163 — 487. — die
theorie Virgils bezeiclinet nicht eine aera des fortschritts in den
kosmograpliischen Studien, sondern ist einer der letzten refiexe der
klassischen kultur vor der nacht des 10. jahrhs.
Wilhelm von Paris. 267. Jos, de C-fuibert, Le texte de
Guillaume de Paris sur l'essence au sacrament de mariage. Kecherches
d. Sciences relig. 5,422 — 427.
B. Humanismus.
1. Allgemeines.
268. Beiträge zur österreichischen erziehungs- und schul-
geschichte. Wien, Fromme. 14. heft. darin: Ludw. Koller,
Deutsch-österreichisches Schulwesen vor der reformation.
269. Max Herrmann, Forschungen zur deutschen theater-
geschichte des mittelalters und der renaissance. Berlin, Weidmann.
XV,541 s.
270. Konrad Burdach, Über den Ursprung des humanismus.
Deutsche rundschau 158,161—190; 159,66—83. — stimmt Thode
in der auffassung bei, daß Franz von Assisi eine der hauptqaellen
des humanismus gewesen sei. 'die Stimmung der renaissance, die
grenzenlose Sehnsucht nach neuem leben, nach Vereinfachung, er-
warmung und reinigung der in künstlichkeit und formelkram er-
starrenden kultur ist durch die aufwühlende, die ganze nation er-
fassende franziskanische Strömung und gerade auch durch die zelan-
tische der auf Joachim von Fiore sich berufenden spiritualen zwar
nicht hervorgebracht, aber mächtig gefördert worden.' wichtige
aufschlüsse über die anfange des humanismus, namentlich in Böhmen:
Ackermann aus Böhmen.
271. R. F. Arnold, Die kultur der renaissance. gesittung,
forschung, dichtung. 2. neu bearbeitete und vermehrte aufläge.
Berlin, Göschen. 136 s. = Sammlung Göschen nr. 189.
272. Walter Goetz, Renaissance und antike. Hist. zs. 113,
237 — 259. — 'die Verehrung für die antike war der feste rückhalt
für eine summe von neuen gedanken, die der mittelalterlichen weit
kaum erträglich gewesen wären.'
273. J. Schairer, Das religiöse Volksleben am ausgange des
mittelalters. nach Augsburger quellen. — Leipzig, Teubner. VII,
136 s. = Beiträge z. kulturgesch. des mittelalters heft 13.
274. Wilhelm Germ an, Der buchhändler Johannes Rynmann
von Ohringen 1160 — 1522. Württemberg, vierteljahrshefte n. f.
23,155 — 194. — druckte bis 1501 nur lateinische werke. Geltes
widmet ihm ein epigramm am schloß eines verlagsverzeichnisses
seiner werke.
158 ^2i.. Latein.
275. Hehle, Zwei bibliothekstiftungen in Ehingen a. D. von
1475 und 1508 sowie die späteren Schicksale und die noch er-
haltenen Überreste der beiden aus Inkunabeln, teilweise auch aus
handschriften bestehenden bibliotheken. Württemberg, vierteljahrs-
hefte n. f. 23,279—287.
276. W. Dilthej^s Schriften. Leipzig, Teubner. 2. bd.
Weltanschauung und analyse des menschen seit renaissance und re-
formation. XI, 528 s.
277. Baccio Ziliotti, La cultura letteraria di Trieste e
deir Istria. parte I. Dali' antichitä all' umanesimo. Trieste,
Uram. 1913. 196 s. — bespr. R. Sabbadini, Giornale stör,
della letteratura ital. 64,405 — 407.
2. Einzelne autoren.
Beatus Rhenanus. 278. K. Stenzel, Beatus Ehenanus
und Johann von Botzheim. Zs. f. gesch. d, Oberrheins 29,120 — 129.
— mit 2 briefen der beiden männer aneinander.
Cusa. 279. Della dotta ignoranza di Niccolö Cusano. testo
latino con uote di Paolo Rotta. Bari, Laterza. 1913.
280. J. Zibermayr, Die legation des kardinals Nicolaus
Cusanus und die ordensreform in der kirchenprovinz Salzburg.
Münster, Aschendorff. XX, 128 s. = Reformationsgeschichtliche
Studien u. texte. 29. heft. — bespr. F. X. Seppelt, Hist. jb.
36,175—176.
Johann Eck. 281. Joseph Schlecht, Johann Ecks an-
fange. Hist. jb. 36,1—36.
Erasnms. 282. P. C. Allen, The age of Erasmus. lectures
delivered in the universities of Oxford and London. Oxford,
Clarendon press. 303 s.
Felix Fabri. 283. Max Häußler, Felix Fabri aus Ulm
und seine Stellung zum geistigen leben seiner zeit. Leipzig, Teubner.
VII,119 s. = Beiträge z. kulturgesch. des mittelalters 15. bd.
Ulrich von Hütten. 284. D. F. Strauß, Ulrich von
Hütten, neu hrsg. von Otto Giemen. Leipzig, Inselverlag. 327 s.
35 taf.
285. G. Eskuche, Rachelieder Ulrichs von Hütten gegen
den Greif swalder bürgermeister Lotze und dessen söhn. Hessen-
land 28.
286. Laurent Tailhade, Ulrich von Hütten, chevalier de
Franconie et precurseur de la reforme. Mercure de France 108,
689—716.
Simon Lemnius. 287. Janett Michel, Die quellen zur
Raeteis des Simon Lemnius. diss. = Jsb. d. hist, antiquar. gesellsch.
XX. B. Humanismus. 159
Graubünden 1912 und 1913. Chur, VIII,233 s. — bespr. Herm.
Michel, DLz. 35,2502—2504.
Johann May. 288. G. Mehring, Die schrift des Johann
May übei' eine lauwarme quelle in Calw von ca. 1470. Württem-
bergischen vierteljahrshefte n. f. 23,394 — 404. — Aus clm. 339;
der vf. war leibarzt Ulrichs des vielgeliebten; 1477 wurde er von
Eberhard im bart zum 1. Ordinarius der medizin an der Universität
Tübingen ernannt.
Konrad Peutinger. 289. E. König, Peutingerstudien. Erei-
burg, Herder. 177 s. = Studien und darstellungen a. d. gebiete
der geschichte 9. bd., heft 1 und 2. — anerkennend bespr. von
Steinlein, Theol. litbl. 35,23.
Piccolomini. 290. Aeneas öylvius: Eurialus und Lukretia.
übersetzt von Octavien de Saint-Gelais. nebst bruchstücken der
Anthitus-übersetzung. mit einleitung, anmerkungen und glossar
von Elise Richter. Halle a. S,, Niemeyer. LXIII,189 s.
291. W. Schürmeyer, Das kardinalkollegium unter Pius IL
Berlin, Ebering. VIII,139 s. 4 m. = Histor. Studien 122. heft.
292. G. B. Picotti, La pubblicazione e i primi effetti della
'Execrabilis' di Pio IL Archivio d. societä Romana di storia patria
37,5—56.
Protasius Yon Czernahora. 293. Ant. Prochaska, Prota-
zego biskupa poselstwo do Polski r. 1471. Rozprawy akad.
umijgtnosci wydz. historiczno-filozof. ser. 2, tom. 31,1 — 14.
SteinhöweL 294. Walter Borvitz, Übersetzungstechnik
Heinrich Steinhöwels, dargestellt auf grund seiner Verdeutschung
des speculum vitae humanae von Rodericus Zamorensis. Halle, Nie-
meyer. XI, 159 s. = Hermaea 13. bd.
Wimpheling. 295. Er. Pfaff, Hans Michel Moscherosch's
vorrede zu Jakob Wimpheling Germania. Alemannia 42.
Niklas von Wyle. 296. Rud. Wolkan, Neue briefe von
und an Niklas von Wyle. Beitr. 39,524 — 538. — briefe an
Fei. Hemmerlin, Erh. Sachs, Joh. Kerer, Eneas Silvius, Ulrich
Weltzli, Joh. Oehem, Joh. Zeller, Konr. Schatz, Ludw. Rad, Kil.
Wolff, Joh. Harscher, Mich. Cristan, Mart. Mair, Bernh. Schöfferlin,
Barthol. Leplin, Joh. Krumwiser und Jak. Warrenburg.
297. Besprechungen von in früheren Jahrgängen verzeichneten
werken: 1. Ch. H. Beeson, Isidorstudien 1913,20,284; P. de L.,
Rev. crit. 77,311; A. Hofmeister, Cbl. 65,984—985; C. Wey-
man, Hist. jb. 35,247; Jan van Wageningen, Museum 22,74;
K. Reinwald, BfGw. 50,460. — 2. A. Bockhoff u. S. Singer,
Heinrichs von Neustadt Apollonius von Tyrland 1911,7,56; A. L.
Stiefel, ZfromPh. 37,381-383.-3. Brock, Hygins fabeln 1913,
5,76; A. Hausrath, Berl. ph. wschr. 34,1394—1396. — 4. Jos.
160 ^^- Latein.
Bruch, Der einfluß der germanischen sprachen auf das Yulgär-
hitein 1913,20,58; K. v. Ettmayer, Idg. anz. 33,59—62. — Cbl.
G5,760 — 7G1. — 5. K. Burdach, Der briefwechsel des Cola
Rienzi 1913,20,393; Pietro Fedeli, Giorn. stör, letterat. ital. 64,
386—405; G. Moyen äge 18,163—165; R. S., NA. 38,387—389.
— 6. A. Dürrwächter, Jakob Gretser 1912; W. Stammler,
ZfdU. 28,131—132; E. L. Stahl, Cbl. 65,1120—1121; A. Wei-
len, DLz. 35,610—611; Gg. Lurz, BfGw. 50,61; K. Schotten-
loher, LitRundschau 40,338 — 339. — 7. E. Faral, Recherches
sur les sources latines 1913,20,95; J. J. Salverda de Grave,
Museum 22,422 — 423; A. Guesson, Moyen äge 26,423 — 426;
F. M. Warren, MLN. 29,168—173; E. Piquet, Rev. germ. 10,
251—253. — 8. M. Geiger, Die visio Philiberti 1912,20,160;
K. Helm, Litbl. 34,362—364. — 9. M. Grabmann, Thomas von
Aquino 1912,20,241; J. A. Endres, LitRundschau 40,172—173.
— 10. Hefele, ßernardino von Siena 1912,20,96; E. Do eile,
Eranziskan. Studien 1,106 — 108. — 11. A.Hilkau. W. Söderhjelm,
Disciplina clericalis 1913,20,436; E. Hoepffner, ZfromPhii. 38,
233 — 239. — 12. A. Hilka, Neue beitrage zur erzählung der
literatur des mittelalters 1913,20,90; R. Bitschofsky, Berl. ph.
wschr. 54,680 — 681. — 13. A. Hilka, Historia Septem sapien-
tum 1912,20,169; J. Bolte, ZfVk. 24,101; H. W. Rev. crit. 76,
489—490; Fr. Pfister, ZffrzSpr. 41,171—172; R. Bitschofsky,
Berl. ph. wschr. 31,574 — 577. — 14. Höpfl, Beiträge zur vulgata
1913,20,38; F. Aman, LitRundschau 40,169 — 171. — 15. Mich.
Huber, Johannes monachus liber de miraculis 1913,20,276; Fr,
Pfister, ZffrzSpr. 42,9—12; H. Vanman, DLz. 35,1308—1309;
C. Weyman, Wschr. 31,578—579; C. Weyman, Hist. jb. 35,196.
— 16. Imelmann, Johannes Bramis historia regis Waldei 1912,
20,102; J. Delcourt, Rev. germ. 10,507 — 508. — 17. Paul Leh-
mann, Johannes Sichardus 1912,20,309; A, Hofmeister, Cbl.
65^69 — 70. — 18. Loe, Alberti M. commentarii in librum Boethii
1913,20,110; Leop. Gaul, Phil. jb. 27,222—223. — 19. E. Löf-
stedt, Philol. kommentar zur peregrinatio Aetheriae 1911,20,112;
W. Kroll, Glotta 5,360—362. — 20. M. Manitius, Die ge-
dichte des archipoeta 1913,20,136; Fr. Pfister, ZffrzSpr. 41,
169—170; H. W., Rev. crit. 66,489—490; Er. Heußner, Sokrates
2,298—299. — 21. Lucius, Pius IL und Ludwig XL 1913,20,430;
F. X. Seppelt, Hist. jb. 36,176— 177. — 22. J.Medert, Quaestiones
criticae ad gynaecia Mustionis 1911,20,106; W. Kroll, Glotta 5,
363^ — 23. E. Müller-Marquardt, Die spräche der alten vita
Wandregiseli 1912,20,260; W. Meyer-Lübke, ZffrzSpr. 42,
125 — 131. — 24. Niessen, Mariologie des h. Hieronymus 1913,
20,262;B. Bartmann, LitRundschau 40,229— 230. — 25. H. Peter,
XX. B. Humanismus. 161
Die Schrift origo gentis Romanae 1912,20,208; K. Hönn, Cbl. 65,
793 — 794. _ 26. M. Petschenig, Ambrosii opera 1913,20,125;
G. Landgraf, Cbl. 65,1301. — 27. Fr. Pfister, Der Alexander-
roman des arcliipresbyter Leo 1913,20,298; R. Bitschofsky, Berl.
ph. wschr. 34,952—654; C. Weyman, Wschr. 31,574—578. —
28. J. Pirson, Merowingische und karolingische formulare 1913;
P. Grillet, Rev. crit. 77,233—234; E. Slijper, Museum 21,
411—412; C. Weyman, Wscbr. 31,1574; C. Weyman, Hist. jb.
35,481; Fr. Pfister, ZffrzSpr. 43,1—3. — 29. 0. Riedner, Der
geschichtliche wert der Afralegende 1913,20,107; Andr. Bigel-
mair, DLz. 35,2110—2112. — 30. J. A. Rüegg, Heinr. Gundel-
fingen 1910,29,65; P. Joachimsen, Hist. Viertjs. 16,449. —
31. Schottenloher, Jakob Ziegler 1910,20,81; A. Bigelmair,
Hist. jb. 35,238—240. — 32. Th. Steinbuchel, Zweckgedanke
bei Thomas von Aquino 1912,20,243; A. Humbert, Moyen äge
18,153—157. — 33. Jos. Sturm, Der Ligurinus 1911,20,104;
B. Schmeidler, Hist. Viertjs. 26,105—106; B. Lundius, ZfdPh.
46,101 — 109. — 34. Vollert, Lateinische facetiensammlungen
1912,20,280; A. L. Stiefel, ZfdPh. 45,504-508. — 35. J. Wer-
ner, Sprichwörter und Sinnsprüche des mittelalters 1912,20,229;
Pr. Pfister, ZffrzSpr. 41,170— 171 ; H. W., Rev. crit. 76,489—490.
— 36. P. V. Winterfeld, Deutsche dichter des lateinischen mittel-
alters 1913,20,51; E. Ebner, BZfRw. 1914,84; A. Patin, BfGw.
50,461—462; F. Piquet, Rev. germ. 10.251; J. Stach, ZfBücherfr.
n. f. 6,11,375—376.
Rudolf Wolkan.
Jahresbericht für germanische Philologie. XXXVI. (1914.) II. Teil. H
Autorenregister
A.all, A. Eventyr og
drem 18, \53.
Aarne, A. Märclienfor-
schung 18, ^20. Mär-
chenliteratur 18, \2\.
Tiersprachiger mann
18, ^22.
Abel, O. Kosenamen 8,
<k9' 10, 29.
Aber, A. Musikwiss.
vortrage 5B,28.
Aberg, N. Kalmar läns
stenälder 14, 289.
Abt, A. Volksdichtung
17, \. rec. 17, 62. 2\6.
Ach er, J. anz. 3, 28.
Ackermann, A. Seelen-
glaube 18, \7. rec. 16,
72,^. 25^,2. 258. 26'\.
283,3. 290.
Adams, J. Qu. jr. 'A
warning for fair wo-
men' 16, 229. Henry
Glapthorne 16, 23".
John Mason's Türke.
16,259. rec.16,54^. 25^,^.
Adrian. Nibelungen-
lied 7, 76.
Ahner t, K. Heerfahrt
17, 2^9.
Almquist, Joh. A.
Gustaf I. registratur
14, 223.
Almstedt,H. rec.l4,^9'^.
Ahrendts, fr. Siede-
lungen der Vorzeit 2, 6.
Akerblom, A. Ordet
bonet 14, 83.
Akerlund, A. Passive
definite tenses 15, 98.
Ä.lbrecht, O. Luthers
werke 9, 7^. Luthers
handexemplar des N. T.
9, 95. rec. 9, 7^ 76. 87.
89. 90.
Alden, ß, M. Comic
material in the tragedy
16, 7\.
Alen9on, U. d'. Sacrum
commercium 2o, ^'^o.
Ales, A. d'. L'edit de
Calliste 20, 5^.
Alexander, H. Place
of Oxfordshire 15, 35.
anz. 3, 22.
Allen, P. C. The age
of Erasmus 20, 282.
Allot, Eob. England's
Parnassus 16, \9^.
Almgren, O. Eisenzeit
Gotlands 2, 7^^. Under-
sökningarna 2, ^2.
Runristade guldhor-
nets datering 14, 95.
19A,i. Svensk-finska
stenäldersproblem 14,
275. Ältere eisenzeit
Gotlands 14, 276. Sve-
riges älsta bebyggelse
14, 277.
Alpers. Student 17, ^03.
Alphen, J. van. Yraag-
zin 12, ^2.
Althaus, A. Redens-
arten 17, ^93.
Altrichter, A. Dorf-
namen 8, 79,5. Schnada-
hüpfeln 10, 8^.
Alvin, E. Abraham
Sahlstedt 14, 2\7.
Aman, F. rec. 20, 298, \^.
Ammann, H. Sprach-
verhältnisse des Bern er
Jura 10, \o.
Ammon, G. rec. 8, 3.
Amsdorff,J. rec. 14,238.
Andersen, E.E. Nomi-
nativ und akkusativ
3, 50.
Andersen, V. Kritik
14, 5^;^.
Andersson.J. Kontra-
dauser 14, 250. 17, ^5^.
Andersson, S. Maj-
tirandetl7, ^56. 'Dyng-
dausen' 14, 257.
Andrae, A. Hausin-
schriften 17, ^70
Andrews, Cl.E. Richard
Brome 16, 203.
Andrews, Le Roy. A.
Old norse notes 14, 7^.
^95. FornaWars. Nodr-
landa 14, 2 ^0. Halfssaga
14, 238.
Angus, J. S. Shetland
dialect 15, 5\.
Ankenbrand, S. Gärt-
nersfrau 17, ^3. Bericht
17, \5.
Anrieh, G. Bucer 9, ^3.
Ansorge, A. De Ara-
tore 20, 79.
Anscombe,A. Widsith
16, ^26. (27.
Anthes. Sigillata 2, 156.
Römischer glasbecher
2, (57.
Anz,H.rec.7,33,^ U6,5.6.
Appia. Nationalhymne
17, \28.
Arens, E. Kinderspiel
17, 76.
Arentz, F. PalieolitMc
chronology 2, 2 ^. Anti-
diluvian man 2, 22. Pa-
leolithic period ofScan-
dinavia 2, i\i{.
Armitage, L. Ahd.
gramm. 6, \5,[.
Arne, T. J. La Suede et
rOrient 2, \\5. 14,278.
Archäol. beitrag 19A,2.
Arkeol. bidrag 19A,3.
Gewichtsdose von Sig-
tuna 19A,^. Viktdosan
frän Sigtuna 19A,5.
Arnold, E. V. On Syn-
tax 3, 58.
Arnold, F. Volkslied
17, 129-
Arnold, Eobert F. Mi-
nor 1, 60. Kultur der
renaissance 20, 27 ^.
Aronstein,Th. rec.l6,^
^9^^;. 202. 203. 2'^2. 25^,^.
Arras.P. Soldatenhumor
17,218.
Aron,A. W. Progressive
formen im MM. 5, 5.
7,^.
Asbjernsen. Norske
teventyr 18, \32.
Aschauer, E. Engl.-
franz.lautstudien 15,62.
Aspelin, J. B,. rec. 14,
302.
Avebury, Lord. Pre-
historic times 2, n^.
Baader, Tli. Sprich-
wörter 17, 195.
B ab in g er, J.Faust 9,22.
Bachmann, A. Schwei-
zerisches Idiotikon (13)
10, 7. \2. Schweizer-
deutsche grammatik
10, \5. \6.
Bächtold, H. Schwei-
zer hochzeiten 9, 4:1.
Schweizerische volks-
kundeliteratur 1913
Aall— Baur.
10, 6. Ußtig 17, 90.
rec. 18, 58,5.
Bacon,R. Essaysl6, 195.
Bacon,S. A. Source of
Willehalm 7, 102,2.
Baddeley, W. St. Clair.
Place-names of Glou-
cestershire 15, 50.
Baesecke, Georg, rec.
7, 10'^,22. 26.
Bagge, Lilian Mary,
anz. 3, {0^.
Bahder, K. von. Deut-
scheswörterbuch 1,103.
Laiebuch 9,56. rec. 8,6.
Bähnisch,A. Deutsche
Personennamen 8, ^7.
Bake, C. Ndl. Wortfor-
schung 12, 35.
B a k e r , E . A. Historical
fiction 16, 37.
Baker, G. H. Dramatic
technique in Marlow
16, 251.
Babcock, C. F. The
inflectional e InMiddle-
English 15, 121.
Baldensperger, F. La
litterature 3, 172.
Baldes, H. Birkenfeld
2,97. Eingfeldaufdem
Elsenfels 2, 98. Gladius
und Henkelkrug 2, 120.
Baldwin, Ch. English
literature 16, 10.
Ballschmiede, H.
Sachs, weltchronik 11,
58.
Bally, Ch. Pens6e et
formes linguistiques 3,
61. Langage et vie 3,
71. Ferd. de Saussure
3, 80.
Bang, W. Engl, drama
16, 22^. 225.
Bannister, H. Collec-
tanea Franciscana 20,
Bär, Fr. Marienlegenden
7, 8. 18, 97.
Baranowski, S. Lu-
thers lehre von der ehe
9, 87.
163
B a r g e, H . Luthers werke
9, 66.
Barnouw,A. J. Anglo-
Saxon poetry 16, 9. rec.
18, 85,9.
Barry, Ph. Folk-song
17,9.
Bartels, A. Nationale
oder universale lit.-
wissenschaft 3, 17;^.
Weltliteratur 3, 173—
175. 178,1.
Bartels, L. Layamon's
Brut 16, 180.
Barth, Br. Liebe und
ehe 7, 33,5.
Barth, H. Epitheton
15, 115. anz. 3, 5.
Bartholin, R. Danske
sprog 14, 150.
Bartmann, B. rec. 20,
298,24[:.
Baskervill, C. E. Jon-
son's Early comedy 16,
251,2. rec. 16, 251,1.
Bas 1er, 0. Sprache des
arbeiters 8, ^o.
Bastiaanse, F. Ndl,
letterkunde 12, 38.
Bastide, Ch. rec. 3, 170.
15, 29. 16, 1. 231. 283,1.
Bauer, Karl. Luther u.
Loyola 9, 81.
Baumann, G. Ursprung
der spräche 3, 71.
Baumgarten, A. Welt-
literatur 3, 188,2.
Bäumker, Cl. Zur re-
zeption des Aristoteles
20, 12. Latein. Über-
setzungen der Aristo-
telisch, analyticaposte-
riora 20, 13. Inevita-
bile d. Honor. Augusto-
dunensis 20, 166.
Bäumker, W. Kirchen-
lied 9, 152.
Bauer, ß. Volkslieder
17, 36.
Bauermeister, Karl,
rec. 1, 23.
Baur, A. rec. 9, 150.
11*
164
Autorenregister.
Bayer. J. Diluviale kul-
turell 2, 58. Jahresbe-
richt 2, 87.
Bechler, K. Sprache
des Sports 8, '^5.
B echte I.A. reo. 18, U9.6-
Bechtel, Fr. Namen des
menschlichen körpers
3, HO. 8, 82.
Beck, Chr. Neuere spra-
chen in Nürnberg l,i 28.
Becker, A. Straßburger
hss. 7, 5^. Sprache
Friedrichs von Spee 8,
39. Faust 9, 25. rec.
3, \:o. 17, 129.
B e c k e r , G. ' Adventures
of Don Simonides'. 16,
266.
Becker, M. Nieder-
rheinische Windmühle
10. 75.
Beckman, N. Randan-
märkningar om västg.
ortnamn 14, 96. Kri-
tiska strövläg 14, \5\.
Alf raedi Islenzk 14, 2 U-
Beckwith, E. G. A.
Military expressions
15, ^5.
B edier. J. Legendes epi-
ques 18, 83.
Beelmans, F. Zeit u.
ewigkeit nach Thomas
Aquino 20, 260.
Beer, A. Futurum im
Deutschen und Slavi-
schen 3, (32. Fiskja
nuta 4, 9.
Beets, A. rec. 12, 25.
17, ^50.
Behaghel, 0. Fach-
wörter zur Sprachlehre
3, 70. 8. [6. Deutsche
Sprache 5, 8,1. Binde-
wörter 8, H • Missingsch
11, {2. rec. 3, 170. 6,
15,3. 7, 5,^. 10^^,7.
102,1. 154,*. 8. 96,'^.
9, 68. (13) 10, 85. 93.
11,5.
Behn, S. Der deutsche
rhythmus 3, 7i. 5, 51.
B ehrend, F. Spangen-
berg 'J, \2^. ßatten-
fänger 18, \\6. rec. 7,
104,19-
Behrens, G. Birken-
feld 2, 97. Zur rotbe-
malten wäre 2, ^54.
Bein.L. Haus- u. acker-
gerät 10, 50.
Beisenherz, H. Düp-
penschloen 17, 76.
Belitz, E. rec. 10, 2.
Beltz-Schwerin, R.
Fibeln 2, 65.
Benary, W. Salomon
und Marcolfus 20, 252.
rec. 18, 85,8.
Bender, P. Rätsel 17,
199-
Benediktsson, E. Vee-
ringjar 14, 29.
Benndorf, P. Humor
17, \9'k.
Benson, Ch. H. anz.
3, ^04.
Benz, R. Volksbücher
7, 28.
Benziger, K. J. Parzi-
val 7, 97.
Benzmann, H. Ballade
5, 58.
Berendsohn, W. A.
rec. 16, \7,\. 105,4. 128.
18, 85,6. 9.
Berg, G:son, R. Duala
Substantiv 14, 75. Ort-
b'gatendensnamnl4,97.
Bergeder, F. Periphr.
verb im Engl. 15, 84.
ß erger, J. Maa. des
St. Galler Rheintals
(13) 10, \5.
Berg er, Th. Krippel-
lieder 17, 29.
Bergmann, E. rec. 7, 76.
Bergmann, K. Sprach-
wissenschaft u. kultur-
geschichte3, {2\. 8, ;o6.
Beziehungen des Deut-
schen, Englischen und
Französischen 3, (54.
^70. Deutscher Wort-
schatz 8, 96,3.
Bergroth, H. Tillägg
och randanmärkningar
t. SAOB. 14, 56.
Bergsson, ]). Hreedan
14, 29.
Bergström, G. A. Poe-
tic licence 15, ^25.
Berkhoff, A. Apollo-
nius 7, ;o4,;2.
Berkusky, H. Regen-
zauber 18, [[.
Berli, H. Gabriel Har-
vey 16, 242.
Bernard, P.S. Augustin
et les juifs 20, 96.
Bernhart, J. Meister
Eckhart 7, 122.
BernouUi, A. Stumpf
9, ^50. Bauernkrieg 17,
79.
Bernt, A. Ign. Peters
1, 66.
Bersu, G. Hausbau der
Steinzeit 2, 50-
Bertelsmann, H.
Kriegslied 17, 86.
Berthelsen, H. anz.
3,45.
Bertoni, Giulio. Ele-
mentogermanico3, ^58.
Bertrand, J. J. A.
L. Tieck 1, 90.
Bertsche. K. rec. 8, 22.
17, \2<).
Beschorner, H. rec.
2, \28.
Bess. rec. 9, 49. 150.
Bethge, 0. Fränkische
Siedelungen 8, 72.
Bettelheim, A. Bio-
graph. Jahrbuch 1, i,.
Beutner, H. Lydgate's
testament 16, ^82.
Bezzenberger, A.
Bronzezeit 2, 67.
Bickley, F. Matthew
Prior 16, 265.
Bieber, H. rec. 7, 33, ^
Biese, A. P. v. Winter-
feld 1, 99. Poesie des
krieges 17, 27. rec.
3, ^88,6. 5, ^o,4. 7, 33,^
17, 129.
Bigelmeier, A. Zur
Afralegende 29, 6 \. rec.
20, 298,31.
Bilil, M. Tres legendae
minores 20, U8.
Bihlmeyer, K. rec.
9, 68. 79.
Bings, J. Holbergs 'Vir
perillustris' 14, 235.
Felsenzeichnungen 18,
5. Götterwagen 18, 6.
Tilfoielse 18, 22.
Binz, G. rec. 8, )108,H.
18, 85, ^ 'k-
Björkmann,E. Fester-
men Aelfrics 1, U2.
16, \5,H. Orrms doppel-
konsonanten 15, 6I.
Merc. onsien 15, 38. rec.
15, 35. 88. \\\.
Björkman, E. rec. 16,
^09. \85.
Birkner, F. Der paläo-
litMsche menscli 2, 3^^.
Bisoffi,G. L. In contra
Symmachvini 20, 2^5.
Bitschofsky, E. rec.
20, 298,12. 113,27.
Bittremieux, J. Hl.
Thomas über das heil
der ungläubigen 20,258.
B ladin, V. Denomina-
tive verbs 15, 88.
Blajer, B. Dyalog Mi-
nucyuszaFelixa 20,207.
Blanc, F. Tumulus du
premierägedufer 2,7 2.
Deux tumuli ä Uerzli-
kon 2, 73.
Blanche, C. Williams,
Poetry in Anglo-Saxon
16, 35.
Blankenstein, M. van.
anz. 3, 7^. \0H.
Blaß, J. Gedungener
mörder 16, 69.
Blau, J. rec. 17, ^29.
Blei, Fr. Thomas von
Kempen 20, 263.
Bleyer, J. Frdr. Schle-
gel 1, 78.
Block, B,. Rechtschrei-
bung 8, '{.
Bayer — Borbein.
Bloomfield, L. Study
of language 3, 29. 15, 2.
anz. 3, XZik-
Blöte, D. rec. 7, \02,2.
12, 69.
ßlount, Alma. Ameri-
can literature 16, 2*^.
Blume, E,. Faust 9, 2^.
Blümel,ß. Syntax3,59.
8, 9. Wortstellung 8, \0.
Syntaktische beziehun-
gen 8, U- Nhd. modus
8, ^2. Appositionsgrup-
pen 8, 20, \. rec. 6, 32,2.
Bo dtker, A. Trampe,
rec. 15, 77.
Bö ekel, O. Volkslied-
weisen 17, 20. Psycho-
logie 17, \29.
Bodenheim. Gesetzes-
sprache 8, 'k'k.
Boehm, F. rec. 9, 19.
rec. 10, ^^7. (13) 10, ^8.
14, 295.
Boekenoogen, G. J.
Driekoningenlied 17,
\5\.
Boethius, J. Sägner fr.
Orsa 14, 258.
Boer, R. C. Wulfstän
1, ^3. Stadet i dansk
14, H60. Ae. helden-
dichtung 16, ^03,'J;. rec.
6, H5,2. 14, 238.
Boerner, O. Lange e-
vokale 1, U2. ßeim-
untersuchung 16,15,U.
Bögholm, N. Present
Day English 15, 39-
Böhm , Chr. Brunholdis-
stuhl 18, 72.
Böhm, F. rec. 8, 7^,^.
Böhm, H. Volkslieder
17, 96.
Böhme, Traug. Spen-
sers literar, nachleben
16, 283,3.
Böhmer, H. Luther in
der neueren forschung
9, 59. 76. Handschriften
von und über Luther
9, 80. Luthers Rom-
fahrt 9, 92.
165
Bohndorf,R. Persönl.
geschlecht unpersönl.
subst. bei Th. Moore
15, 82.
Bohnenberger, K.
Mundart der deutschen
Walliser (13) 10, \6.
Auflösung des 71 vor
reibelaut 10, {5. rec.
(13) 10, 85.
Böhringer, A. Volks-
tümliche pflanzen des
Egerlandes 10, 39. (18)
10, '^O.
Brillioth, B. Dialect
of Lorton 15, 58.
B 0 j u n g a , Kl. Deutscher
Unterricht 1, \2(k. Cauer
u.d.DGV.l,]l 2^. Deut-
sche fachwörter 3, 70.
8, ^5. rec. 1, ;25.
Böklen, E. TJnglücks-
zahl 18, A:7.
Bolle, W. Songs and
fancies 16, G,\ u. 62.
17, u\-
Bollinger-Frey, D.
Stundenschlag 17, 60.
Bolte, J. Volkslieder 17,
XU.. Schanze vier 17, 89-
Kestners Sammlung 17,
\5\. Görlitzer wei h-
nachtspiel 17, H58. rec.
18, U9,6- U5,9. \o. \\.
\2. 20, 298,13.
Bonnard, F. St. Hono-
rat de Lerins 20, 167.
Bonneil, J. K. 'Pro-
phets play' 16, 171.
Bonner, J.R. anz. 3, 104;.
Bontempelli, M. S.
Bernardino da Siena
20, 108.
Book, F. Samlade skn'f-
ter ad Stagnelius 14,
14,231.
Booker, J. M. Frerjch
■iss and the French ir-
konjugationl5,88. Eng-
lish bibliography 16,23.
Boor, H. de. Schwert
Msering 18, 65. 19A,6.
Borbein, 0. Lit.-ges> h.
5, 59.
166
Autorenregister.
Borchers, K. Roman-
zen 16, 72,3.
Borchling, C. Chr.
Walther 1, 95. Mnd.
hss. 11, ^5. rec. 7, '^'^,3.
[ö^,{. 9, 152.
Borcherdt. H. H. Lu-
thers werke 9, 66.
Borinski, K. Die an-
tike poetik u. kunstlit.
3, {8\. 20, 20.
B o r n , M. Nachträge zum
Oxford English dict.
Borvitz, W. Uber-
setzungstechnik Stein-
höwels 7, ^55. 8, 5\.
9, 129. 20, 29^^.
Bessert, G. Vallensia
9,99. Melanchthoniana
9, ^02. rec. 9, 3. '^o. U".
\52.
Bossen, O. E. Slang
and cant in Jerome
15, 58.
Bourciez,E. rec. 2, ^76.
3, \56.
Bourier,H. rec. 8,28,1.
Bourgeois, B. A. F.
Webster 16, 287. 289.
Bourgeois, H. Langue
judeo-allemande 10, 82.
Bouvy, E. rec. 2o, [7^.
B oving, ß. S. Bonaven-
tura und die disputa
Saffael.s 20, \\5.
Boynton, P. H. Lon-
don 16, 86.
Boysen, J. L. Genetiv
bei Wolfram 7, ^02,1.
Brahm, 0. Schriften
1, 6. 104.
Brandes, H. Ghetelens
narrenschiff 11. 56.
Brandl,W. Wild5B,^5.
9, \'k5.
Brandsch, G. Anord-
nung 17, 19.
Brandstetter, E. Ar-
tikel im Indonesischen
und Idg. 3, 79.
Brandt, A. Eck 9, 17.
Brans, Eob. ßeiche-
nauer glossen 6, 19.
B r a t e , E. En f orntida 0
14,99. Vanerna 14, 279.
18, 3"^. Voluspa 18, ti:\.
Möjebrostenen 19A,7.
Pireus-lejonets runin-
skrift 19A,8.
Braungart, R. Süd-
gerraanen 2, U9. 3, U'^-
Breal, M. Semantique "
3, 55.
B r oh m, Helene. Namen
aus Hessenland 8, 65.
Breier, W. Konjunktiv
in Eule u. nachtigall
I, \\2. Synthesis und
analysis 16, ^5,8.
Bremer, 0. Plattd.
rechtschreibung 11, 7.
Brenner, E. Grabfunde
aus Westfalen 2, ^72.
Brenner, Ed. J.W. Tho-
mas Phaer 16, 26'^.
Brenner, O. Un.sere
rechtschreibung 8, 3.
Luthers werke 9, 6^.
rec. 3. 32. 8, 29. 37.
9, 90. 10, 85. (13) 10, 85.
93.
Breth, E. Der Kleo-
madesstoff in der welt-
lit. 3, 177.
Bretholz, B. Akad. d.
wiss. in Wien 1, ^29.
Brettschneider, E.
Deutsche erzählung
8, 27.
B r e u 1 s, C. Maastrichtsch
dialect 12, \^.
Bridges, J. H. Roger
Bacon 16, ^96. 20, 97.
Bridges, B/. Engl, pro-
nunciation 15, 77.
Brie, Fr. William Bald-
win 16, 198. ;99. rec.
16, ^9. 2';^. 2'i2. 269.
Brietzmann, Fr. Die
bösefrau 3, 178. 7,33,6.
Briggs, W. D. Studies
in Ben Jonson 16, 2'^6.
21^7. 2118. Mario we's
Edward IL 16, 253.
Brill, E. Predigtmärlein
II, 59.
Brinckhoff, W.Vogel-
Stimmen 17, 208. Vor-
namenscherze 17, 2\H.
Brix, H. Joh. Ewald
14, 236.
Broberg, A. Gren. G.
Cederschiölds biblio-
grafi 14, 38.
Broch, 0. Eytmennor-
men 1, Wk.
Brock, J. Hygins fabeln
3, ^88,3.
Brockstedt, G. Mhd.
volksepos 7, {2. L'ori-
gine fran^aise 18, 8i\.
Broens,0. Paul, Wundt
und Marty 3, 3^
Bromm, E. Dialektgeo-
graphie der kreise Mar-
burg, Kirchhain, Fran-
kenberg 10, 52. 53.
Bröndal, Viggo. Notes
d'etymologie romane
3, \57.
Brandum-Nielsen, J.
Sproglig forfatterbe-
stemmelse 14, ^79. rec.
14 238.
Brooks, N.C. Mittelall.
rel. drama 7, 20. Oster-
f eiern 7, ^^i. 20, 27. rec.
7, 33,U. U8,l.
Brosius, H. Franz. v.
Assisi 20, {1(5.
Brotanek, E. Engl.
hexameter5B,'t6. Texte
zurae.literatur 16,92,2.
Brown, C. 'Sir Isum-
bras' 16,^77. rec.16,25.
Brown, G. B. Anglo-
Saxon art 16, 88.
Bruch, J. Vulgärlatein
3, ^70.
Brücker, Fr. Findlinge
11, 20.
Bruchmann, K. an/,.
3, 39. '^o. ^^. 7\.
Brückner, A. Buchen-
benennung 3, U8.
Schimpf worte aus Orts-
namen 8, 75.
Brückner, Joh. Pfaffe
Amis 7, 6H.
Brückner, W. Ahd.
und andd. literatur 19A,
25. rec. 3, ^58. 11, 72.
Borchers — Cheffand.
167
Brögel, G. Silcherl7,u.
Brugmann, K. Grund-
riß 2, ö,\. 3, ^0'^. Hia-
tische vokal Verbindun-
gen 3, 87. Nominale
Stammbildung d. germ.
sprachen 3, \28.
Brugmann, K. Lieder-
blatt 17, 37.
Bruinier, J. W. Minne-
sang 7, 33,8. Zu Wal-
ther 7, U'^- Volkslied
17,2.
Brüll. H. Untergegan-
gene franz. worte im
Englischen 3, \ 70. 15,29.
Brun,L. Schweizerdeut-
sches lehngut im Eo-
montschen 10, \5.
Brunetati, E. De ente
et essentia 20, 246.
E runner, K. Hs. Brit.
mus. add. 31042 16,
;3^ Me. versroman 16,
^93. Dialekt Wörter in
'Spenser's Shepherds'
Calendar 16, 282. rec.
10, 93. 16, u- 187.
ßruns, K. Das dativ -e
8, ^7. rec. 8, ';^3.
Bruync, De. Traduc-
tion de s. Jerome 20,
163.
Bryant, Fr. E. English
balladry 16, 55.
Buchner, M. Zur bio-
graphie des hl. Aldrich
20, 67. Brief des Erm.
Nigellus 20, ^36.
Buchwald, G. Luther
9,59.78. Luthers werke
9,66. 7 ^ rec. 9, 65. 82. 86.
Buchwald, E. Lyrik
9, \. rec. 9, 3^. '^O.
Bück, C. D. anz. 3, ^0^;^.
Bückmannn, W. Her-
stellung der "Wendel-
ringe 2, ^77.
Bugge, A. 0en Man 1,
U^. Amor Jarlaskold
og det forste kvad om
Helge Hundingsbane
14, \98. 18, 61^. Paavirk-
ning fra norren paa
vestfransk si0retl9A,9.
Bülbring,K. D. Mittel-
engl. metrik 1, ^2. 16,
^5,^5.
Bulthaupt, F. Genesis
u. Exodus 7, \0<k,7.
Bumpers, J. S. Eccle-
siastical terms 15, \6.
Burchardt,K. Frauen-
treue 7, [0i\,6.
Burckhardt, F. rec. 7,
^o'^,^9.
Burdach, K. Deutsche
kommission 1, ;o3.Nhd.
sprach- und bildungs-
gesch. 1, ^03. Hum-
boldts Schriften 1, ^07.
Deutsche erziehung 1,
;25. Humanismus 7,
127. 20, 270.
Bürger, E. Ebert 1, n.
anz. 3, ^39.
Burgsdorf f, W. von.
Briefe an Humboldt
1, -^0.
Bxirnham, J. M. Con-
cessive constructions
in Old Engl, prose 15,
U\.
Burton, E. Essays in
literature 16, 7.
Buske, W. Eädlein 7,
^o^,^6.
Busse, E. K. Ulrich v.
Türheim 7, ^0-^,28.
Byskov, J. Begrebet
grundled 14, ^78.
Cahen, M. rec. 14, ^-^9.
^9^. 308.
Cairus, Will. B. Ame-
rican literature 16, 27.
Callaway, M. Infini-
tive in Anglo-Saxon
15, \\\.
Callemaert, C. Codex
Fuldensis 20, 237.
Campbell, G. H. Chau-
cer's prophecy 16, ;'^3.
Campbell, O. J. Come-
dies of Holberg 14, 257.
Campion, John L. Ul-
rich Lanzelet 7, 90. Sir
Perceval 16, \30.
Capesius, B. rec.(13)10,
85. (14) 10, 93.
Capua, F. di. TL cursus
20, 29. Testo apolo-
getico di Tertuliiano
20, 238.
Carlowitz-Hartitzsch,
8, 28,^.2. 79,2.
Carpenter, C. H. A.
Deklination in d. nord-
humb. evangelienüber-
setzung 15, 88.
Castelain, M. rec. 16,
25^,2.
Carstens, H. Vorbil-
dung der deutschlehrer
1, \2<\. Volksglauben
18, 52.
Carusi.H. Codices Vati-
cani latini 20, no.
Cascorbi, P. rec. 7, 32.
rec. (13) lo, 85.
Caspar, C. N. Techni-
cal dictionary 15, ^7.
Castle, Ed. Stil 3, 62.
8,2^.
Cederschiöld,G.Fresta
duger 14, ^52. Nybild-
ningar av skolpojkar
14, ^75. Var brändes
Olav Trätälja 14, 280.
Celander,H. Danismer
hos Snoilsky 14, 85.
Lokeproblemet 14, 2'^5.
Cesaire, P. Perfection
seraphique 20, ^'^7.
Chadwick, H. M. Ger-
manriver-names3, ^4t^.
Chambers. Engl, dic-
tionary 15, 6.
Chambers, E. K. rec
16, 2^o.
Chambers, E.W.Wid-
sith 16, ^28. rec. 16,
12^^,2.
Charpentier, Jarl. Zur
aind. etymologie 3, 98.
Chaslin,Ph. anz. 3, ^^5.
Chassat.M. Saint Tho-
mas d'Aquine 20, 2'^9.
Chavon, A. Ehythmus
5B,23.
Chef fand, P. H. Georg
Peele 16, 262.
168
Chevalier, U. Reper-
torium h3'mnoloo;icum
20, ^8.
Chew, S. C. rec. 16, 30.
34.1- -■ 36.
Chiappini, A. Commu-
nitatis responsio reli-
giös! viri 20, 26^^.
Chislett, Wm. 'ßalph
Eoister Doister' 16, 228.
Chlumsky, J. Cordes
vocales 3, 8. Hauteur
musicale 3, ;3. anz.
3, 7. 28.
Christ, G. Jäger aus
Kurpfalz 17, i^^.
Christ,K. Grenzmarken
6, 26. Nibelungen und
Odenwald 7, 94^. Brun-
holdisstuhl 18, 7 ; . Nibe-
lungen 18, 73.
Christensen, Chr. rec.
14, 237.
Christiansen, B,. Tb.
Maren 18, 2^^.
Christof ferson,O.Maj-
firandet 17, ^56.
Ciceri, P. L. Instruc-
tiones Commodiane 20,
120.
Cipolla, C. Opere di
Ferreto de Ferreti 20,
^38.
Clark, E. F. Frosch und
maus 9, U2.
Clark, J.M. Periphrasti-
sche konjugation 5, ^.
Clark, R. T. Dares and
Dictus 20, ^28.
Classe, K. Gust. Frey-
tag 1, 19.
Classen, E. Vowel al-
literation 3, ^70. 5, 3^
Classen, R. Nerthus
18, 29.
Claudio, L. S. Dome-
nico 20, ^30.
Clauß,H. Volksmedizi-
nisches 18, 55.
Claussen, B, Gesang-
buch 9, 5^.
Claussen, Th, Zum
schlesw.-holst. Wörter-
buch 11, 32,
Autorenregister.
Clemen, O. Seh erf lein
8, \04:. Hütten 9, '{b.
Lieder 9, 50. Refor-
mationsgeschichte9, 5 8 .
Luthers werke 9, 59.
6^^. 68. Vallensia 9, 98.
Melanchthon9,\03. ^52.
rec. 9, 3. \0a. ^3. 20.
33. 65. \{6. \ö2.
Clement, A. Sort salt
14, 29^
Clodius. rec. 15, \\\.
Cock, A. de. Spreek-
woorden 12, 5^. 17, ^96.
rec. 12, 69.
Cohn,G. Sachsenspiegel
1, H35.
Cohn, H. A. William
Heming 16, 2i\5.
Cohrs, F. Luther 9, \.
Luther u. d. reforma-
tion 9, 60. Luthers
werke 9, ö'^. rec. 9, 65.
68.
Colliander, S. Paralle-
lismus 11, 72.
Collijn, J. Breviarium
Nidros 14, -^o. Katol.
d. inkun. d. kgl. biblio-
thek in Sthlm. 14, '^^.
Collins, A. J. F. Dry-
den 16, 233.
Collitz,H. Zumschwa-
chen Präteritum 3, \5{.
Schwaches präteritum
3, ^70.
Colombo, S. Octavius
di M. Minucio Feiice
20, 206.
Colze, L. Sachs 9, \\o.
Commenda, H. Volks-
lied 17, 29. rec. 17, ^29.
Cor eil, H. Dialektgeo-
graphie von Ziegen-
hain (14) 10, 51.
Corl, R. P. Poetry in
England 16, 77.
Cornelius, H. Engl.
Ortsnamen 1, ^2. 16,
\5,\2.
Cornelius, K. Leit-
faden d. litgesch. 5, 59.
Cornick, W. S. rec. 16,
139-
Corssen, P. Bischof
Cyprian 20, ^26.
Cox, E. G. Bailad 17,
Cox, E. M. Browne's
'Britannia's Pastorais '
16, 20*^.
Craig,H. Corpus Christi
play 16, ^^6.
Craigie, W. A. Icel.
sagas 14, 238.
Cr am er, Fr. Römisch-
germanische Studien
2, \29. Ortsnamenfor-
schung 8, 57. Namen
Münsters 8, 70.
Crane, R. S. rec. 16, ^9.
Creck, H. L. 'Havelock
the Dane' 16, 176.
Creizenach,W. Drama
9, ^
Crivellucci, A. Pauli
diaconi historia Ro-
mana 20, 2\\.
Crome,B. D.W. lO.bd.,
3. abt., 1. lief. 8, 3\.
Engl, misterien 16, 4:9-
Cruse, A. Engl.lit. 16,3.
Cucco, S. Grammatica
di Commodiane 20, ^2 1,.
Culley, D. C. Konrad
von Gelnhausen 20, ;86.
Cunliffe, J. W. Engl.
classical tragedies 16,
226,^.
Cuny, A. anz. 3, ^o^^.
Curdy, G. Gr. Man of
Piltdown 2, 0,2. Man
from Ehringsdorf 2, '^3.
Curme, G. 0. Group
stress 3, ^30. Verbal
Compounds 3, 133. Ge-
rund in Old Engl. 15,
103. Split Infinitive 15,
\\o. rec. 3, 59. 12, 69.
Cuthbert. Francis of
Assisi 20, U2.
Cutting, St. W. Wal-
ther V. d. Vogelweide
7, U3.
Czerny,J. Die deutsche
dichtung 5, 59. rec. 3,
188,6.
I
I
Czinkotzky, E. Os-
wald d. Schreiber 7. 78.
Czumpelik, J. P. Kri-
tik des Cosmas 20, ^:5.
öahl.B. T. Danskord-
bog 14. 61. Sprogh'g
skiftedrift in. dansk og
svensk 14, 86.
Dahlerup, V. basse-
ralle 1, ijö.
Dahlgren. F.A.Glossa-
rium 14, 57.
Dale, van. Woorden-
boek 12, 25.
Dahlstedt, A. Modern
English word-order 15,
96.
Dametz, M. Volkslieder
17, 1,^0.
Danchin, F. C. Christo-
pber Marlowe 16, 256.
rec. 16, \.
Danielsson, E. Ma-
trosslang 14, 70.
Däumling, H. Mäd-
clien ohne bände 18,
Dauzat,A. Philosophie
du langage 3, 7^. anz.
3, IX.
D a V 1 d , H. Adnominaler
genitiv Ib, \\\.
Deanesly, M. Incen-
dium amoris of R. Rolle
20, \\2.
Debil, A. De Paeaiten-
tia de Gratien 20, 155.
Dechelette, J. Archeo-
logie prehistorique 2, J,.
Degen, A. rec. 3, ^88, 6.
Deibel, 0. Th. Smith
15, ^3. rec. 15, 4;8.
Deiter. H. Gebete 11,
b\. Priameln 11, 53.
17, \k>6. Zu Statwed
11, 5 7. Gelegenheits-
gedichte 11, 60. Volks-
dichtung 17, ^^3. La-
ternenlied 17, 70. Hein-
rich von Braunschweig
17, 79.
Delatte, P. Regle de
s. Benoit 20, 1,03.
Chevalier— Dutton.
Delattre, Fr. rec.16,29.
34,2. 76.
Delcourt, J. Langue
de Sir Th. Morus 15, ^^o.
Medicina de quadru-
pedibus 16, ^85. rec.
16, \\\. 20. 298, \6.
Dellit, 0. Mundart von
Kleinschmalkalden (14)
10, 3\.
Delmer, F. S. Engl.
literature 16, 2.
Demeter, K. arichsteti
6, 8.
Deneke, O. kazungali
6, \s.
Depken, Fr. rec. 15, 77.
DerschjW. Bücherver-
zeichnisse von Grün-
berg u. Corbach 20, 7.
I Deschamps,P.rec.20,j.
IDetlefsen, H. Namen-
i gebung in den dramen
der vorl. Shakespeares
16, 70.
Deutschbein, M. Beo-
wulf 1, \\2. 16, \5,^0.
\oo.
Dibelius, W. Engl, be-
richte über Hamburg
j 16, 90.
, Dieff enbacher. anz.
! 3, ^i.
I D i e 1 s , P. Idg. passivum
1 3, 9^. Luthers werke
1 9, 6^. Spontane nasa-
! lierung (13) 10, ^.
I Dienel,K. Reigenl7,67.
I Dieterich, A. Mutter
I erde 18, ^,
Dietl, H. Ergänzungen
zu Schmellers Bayer,
wtb. (13) 10, 32.
Dietterle. rec. 9, ^52.
Dietz, C. Deutscher
Unterricht 1, ^24:.
Dilthey, W. Schriften
1, \5. ^06. 20, 276.
Dinges, G. Donau-
eschinger passion 7,
U8,2. 9, ^52.
Di t trieb, Br. Gestalten
im Tristan 7, 5^.
169
Dodd, W. G. Chaucer
and Gower 16, [i^2.
Dodds, M. H. -Ludus
conventrae' 16, \72.
Doelle, F. rec. 20, 298,^0.
Dohse, R. Brinckmau
11, 69.
Dolch, W. Miniaturen-
hss. 7, 36.
DoUmayr, V.Deutsches
Wörterbuch 1, ^03. rec.
7, 35, ^
D 0 r e n , C. van. rec. 16, \ .
Dostal- Winkler, J.
Gralsage 7, \oo. 18, 88.
Doutrepont, A. anz.
3, ^55.
Draat, P. F.van. Cursus
in Old Engl. 15, ^26.
Dräseke, J. Johannes
Scotus 20, ^80.
Drechsler, P. rec. (13)
10, 85.
Drees, H. Familien-
namen 8, 53.
Drennan,C. M. Chau-
cer 16, \58.
Drescher, K. Luthers
werke 9, e-i.
Drexel, F. rec. 2, \5ü.
Dreyhaus, H. Niebuhr
u. Arnim 1, 3.
Drinkwelder, 0. Se-
quentiar 5B,'^'^. Ligu-
rinus. 20, \C)<\.
Dronke. rec. 8, \ß^.
Druve, H. Absol. In-
finitiv 15, \\\.
Dübi, H. Berner 17, \o.
Dudley, Louise. -The
Grave' 16, t \2.
Dunlagis, K. Time
and rhythm 5B,\4;.
Dunstan, A. C. Eng!,
phonetik 15, 7 7.
Duriez, G. Theologie
dans le drame rel. 7'
22. Apokryphes d. 1.
dr. rel. 7, 23.
D Uschi, J. Sprichwort
bei Lydgate 16, I83.
Dutton, G.B. Drama-ic
fashions 16, ^0. Tho-
mas Rymer 16, 26^.
170
Autorenresrister.
D\-boski, M. rec. 16,
Dyrlund. F. Christia-
n(us): Kristjar usw. 14,
S8.
Eber, H. Frankenwald
18.51.
Eberhard. O. Volks-
lied 17, 29.
Ebermann, O. rec. (13)
10. 85.
Ebner, E. rec. 3, ^88.
20. 208,56.
Ebner, Th. Volkslied
17, 6.
Eck, jr. P. L. van. rec.
12, 6q.
Eckl, K.Volkslied 17,29.
Eckholt, H.A. Eoman-
technik Keuters 11, 6^.
Eckinger, Th. Panvon
Viudouissa 2, ^58.
Egan, A. German pho-
netic reader 3, 25. 8. 2.
Egbring, E. Der fähn-
rich 17, ^2. Gebete
17. 6\. rec. 11. 50.
Egg. W. rec. 5. 8.5. (14)
10, 95.
Egger, A. Ansiedlung
von Stufeis 2, 88.
Egli, E. Zwingli 9, ^^9.
Ehrismann, Gust. rec.
7, ^-^,6. \o\,{. \5. 25.
U6,*.
Ehrke,K. Geistermotiv
16, 59.
Ehrlich, H. Biblio-
graphie 3, {.
Ehlers. W. Volkshumor
17. 2\0.
E h r k e . K. Geistermotiv
17. XZ8.
Ehrling.S. Grammatik
og logik 3, 40. 14. (57.
Ehwald, R. Aldhelmi
opera 20, 65.
pjichler. A. ed. But-
lers grammar 15, 4^.
Schriftbild u. lautwert
in Butlers grammar
15, "^5. rec. 15. 56. 7?.
•T, HO.
Eimer, M. rec. 16, 2(0.
Eineukel,E. Engl, ge-
ruudium 15, (00. \0[.
(02. A good oue 15,
\0^. rec. 15, {[[.
Eitel, K. Zum siebenb.-
sächs. wtb. (14) 10, 9(.
Eitle, H. Satzverknüp-
fung b. Chaucer 15, 93.
16, (65.
Ek, S. Hercules 14,2(8.
Ekhoff, E. Gotlands-
kj-rkornas krouologi 2,
(75.
Ekwall, E. Nord, ord
i engelska ortnamn 14,
(00. Engl, sprachge-
geschichtel5, (. Histor.
neueugl. lautlehre 15,
66. s-less genetive 15,
79. rec. 14, (^9. 15,
55. 88.
Elek, 0. Volksballaden
17, H5.
EUing, E. Vore kj?em-
peviser 14, 252. 17,(55.
Omkvaede 17, (53.
Ellinger, J. rec. 15, 57.
16, 72,2.'
Elster. E. Vorbildung
f. d. d. Unterricht 1, (25.
Prinzipien 3, (88,5.
Elster, H. M. Grund-
züge einer literatur-
beurteilung 3, (75.
Emerson, 0. F. Parle-
ment of foules 16, (60.
'Patience' 16, (89. rec.
16, (59.
Endepols, J. Tondalus
12, 55.
Enders, C. Frdr. Schle-
gel 1, 77.
Enders, L. Luthers
Briefwechsel 9, 7^. Me-
lanchthon 9, (0(.
Endres, J. A. rec. 20,
298,9.
Eneström, F. J. E.
Finvedbornas seder 14,
259-
Engel, E. Ge.sch. d. d.
lit. 5, 60, (. Deutsche
Stilkunst 8, 22.
Engelberg, Br. Adjek-
tiv b. Otfrid 6, 32,2.
Englmann, L. Mhd.
lesebuch 7, i\^,z.
Euvall,P.Gi\rdsnamneu
i Enviken 14, (^9.
Erichsen, E. Biblio-
graphie 14, '{ö.
Ericsson, T. Söder-
manlands folkemäl 14.
(87.
Erixon, S. Stenäldern
i Blekinge 2, 59.
Er mini, F. Peristepha-
non 20, 2(6.
Ernst, P. Dramatischer
und lyrischer vers 5B.
(8.
Esau, G. Glossae ad
rem librariam 20, (.
Esdaile,Ad. Engl.tales
16, (9.
Es ekel, E. Benedictus
Levita 20, (07.
Eskeland, S. Laerebok
i gammeln 14, (58.
Eskuche, G. Hütten
9, '^^. 20, 285.
EspositOjM. Commen-
taire de Dunchad 20.
(32.
Esser, G. Tertullian de
pudicitia 20, 2't4.
Ettlinger, F. E. Be-
schummeln, beschuppen
3, (^^2.
Ettlinger-Linde-
mann, M. Gesch. d. d.
lit. 5, 55.
Ettmayer, K. v. Des-
kriptive granunatik 3,
48. Sprachen Verteilung
inTirol(13)10, 3(. rec.
3, (70. 20, 298,4.
Eulenburg, A. rec. 18,
58,7.
Euling, K. Deutsches
Wörterbuch 1, (03.
11. bd., 3 abt., 3. lief.
8,9(. rec. 7, 33,5. (04,24.
17, (29.
Eyser, J. Thomsen-
bibliografi 1, ((3.
Fabricius, E. Pfahl 8,
100.
Facchiui, D. Opere di
s. Tommaso d'Aquino
20, 252.
Falk, Hj. Begravel-
seterminologien 1, u^-
Altnordische waffen-
kunde 2, \7ö. Vorefor-
f8edresh0eropstillingl4,
292.
F ansier, D. Sp. Chau-
cer 16. ^6^.
Faral, E. Une source
latine 20, 68.
Fastlinger, M. Hosi =
Osi 2, ^58.
Fauth, G. Wickram 9,
Fay, E. W. "Word-studies
3.99. Idg. Verbalflexion
3, ;o^.
Fedde, K. rec. 8, 79,5.
Fiideli,P. reo. 20,298,5.
Fahr. B. Hirtenbriefe
Aelfrics 16, 95. rec. 15,
29. 5(). Ul-'16, 95.
Fehrle, E. Flurnamen
vonAasen8,79,6. Volks-
lieder 17, 3^. Waffen-
tänze 17, 50. Eisen-
bahnunglück 17, 88.
Segen und beschwö-
rungen 18. 0.
Feichtlbauer, M. rec.
5, 60,^.
Feilberg, H. F. Ordbog
over jyske almuesmäl
14,62. Stedsnavne som
appellativer 14, \o\.
Sjaeletro 14, 260.
F e i s t , S. Indogermanen
und Germanen 3, \08.
109. Sprachliches neu-
land3, U"- Erwiderung
19A,io. Weimarer ru-
nen 19A,u. rec. 2, 60.
(07. U8. 128. 3, ^70.
4, \^,2. 8, 56.5. 96,1. 3.
Feller, 0. Fürwort in
der mda. von Gerolz-
hofen (14) 10, 53.
Fernald, J. S. Dictio-
nary 15, 12.
Ferrand, G. rec. 3, 79.
Dyboski — Franke.
Feuillerat, A. Mora-
lity play 16, \73. rec.
16^ 226. r
Feuk, M. Frödings Co-
rydon 14, 219-
Fickel, M. Unsere ge-
setzessprache 8, 42.
Ficker, G. rec. 9, lOa.
Ficker, J. Bildnisse 9,
[5. Hohenlohe 9, i^o.
Fierens, A. rec. 12, 39.
Filzi, M. Sprachproben
aus dem Unterinntal
(13) jO, 5i.
Findeis, R. rec. 3, ^o^.
14, 306.
Finke. H. Eömischer
meilenstein 2, ^39. Eö-
merstraßen von Trier
nach Metz 2, 1 4 1 . Mer-
curstein aus Spachbuch
2, 150.
Finnbogason,G.Kved-
jur 14, 29.
Finsler, G. Zwingli 9,
Fioravanti,A.L'anima
e le sue facoltä 20, 135.
Fischer, F. Fünf ge-
schickten aus d. westl.
Nordland 14, 2i3a.
Fischer, F.H. rec. 12,69-
Fischer, H. Entst. d.
Nibelungenliedes 7, 72.
Schwäbisches Wörter-
buch (1.3) 10, 22. (14)
10, H- Schwäbischer
Wortschatz (14) 10, ^6.
rec. (13) 10, (5. {6.
Fischer, 0. rec. 1, 78.
Fischer, W. Deutsche
spräche 5, 3.
Fischinger. J. Kinder-
lied 17, 29.
Fitger, E. rec. 2, {[6.
Fitzhugh, Th. Origin
of verse oB.^i. Indo-
europeanrhythm5B,5i.
Flemming, F. Vallen-
sia 9, 99. rec. 9, 152.
Fletcher, J. B. Spenser
16, 280.
Fletcher, E. H. Com-
position and literature
15, Uöa.
171
Florer,W. W. Luther".^
use of the prelutheriaM
versions of the bible
9,96.
Flubacher, C. Karten-
spiel 17, 207.
Flügel, E. Chaucer
dictionary 15, 8.
Foerster,W. Feuertod
als strafe 16, 15, 3.
Fokker, A. A. Papia-
mentoe 12, 23.
Förstemann, E. F.
Ernst Wilh. Förste-
mann 1, \7. Altdeut-
deutsches namenbuch
8, 5^,2.
Förster, A. Ostfrk.mda.
der Stadt Neustadt (13)
10, 39.
Förster, M. Vercelli-
codex CXVII 1, \\2.
16, 15,2. 20. Altengl.
lesebuch 16, 92,^. Lam-
beth-psalter 16, {\ö.
Chauceriana I 16, 152.
rec. 15, 36. 16, -^i. 72,3.
190. 193. 19^^. 202. 205.
206. 211—219. 222.
226,2. 227. 230,1. 231-
23^. 235. 2'^'!. 21:5. 219.
251,4. 270. 272.
Forsythe, E. S. Popu-
lär bailad 16,60.
F oster, F. A. Northern
passion 16, I69.
Foulet, L. rec. 3, \8.
Foxweil, A. E. Poems
of Thomas Wiat 16,291.
Fraenkel,E. Frdr.Leo
1, 52. rec. 3, 124.
F r a h m,L. Plantennamen
11, 32a.
FranckjJ. GeTva.b,d,g
3, 125. (13)10,3. Altfr.
gramm. 6, 15,3. rec. 6,
15,8. 11, 72. 12, 6H.
Frank, A. Volkslied
17, 29.
Frank, J. rec. 9, 78.
Franke, C. Schriftspra-
che Luthers 8, 29. 9,90.
Luthers Schöpfung 8,
30. Luther u. d. nhd.
Schriftsprache 9, 93.
172
Franken, G. Jak. von
Vitry 20, \72.
Frantzen, A. A. rec.
7, 5,2. ^^,'k. 10^,18.
15<^,3. ^.
Franz, A. rec. 3, 60.
Franz, H. Volksglauben
18, 55.
Franz, W. rec. 1, \\8.
rec. 15, 5. 77. 92. \\\.
FraunÄruber,H. Volks-
lied 17, 29.
Frazer, J. G. Balder
18, 38.
Fredenhagen, H. Mo-
natsnamen 1, ^22. 8,8-1;.
Frederking.A. Luthers
tischreden 9, 75.
Fridjönsson, G. Visur
tu Vseringjans 14, 29.
Freiling, P. Dialekt-
geographie des hessi-
schen Odenwaldes (14)
10, 50.
Freitag, A. Luthers
werke 9, 6^.
Freudenthal, G. Half-
vordssous upptecknin-
gar 14, 261.
Frickhinger, E. Mero-
vingischereihengräber
2, ;70.
Friedemann, T. rec.
3, \2\.
Friedensburg, W.
Karlstadt 9, ^6. Refor-
mationsgesch. 9, 62 f.
;Melanchthoniana9, ^02.
rec. 9, \52.
Friedl, H. Volkslied
17, 29.
Friedl an der, M.Volks-
lieder 17, \^.
Friedli, Em. Bärn-
dütsch als Spiegel ber-
nischen Volkstums IV
(14) 10, 9.
Friedmann, S. Rüdi-
ger 18, 76.
Friedwagner, M. rec.
3, 32.
F r i e s e , H. Thidrekssaga
18, 77.
Autorenregister.
Friesen, O. v. Gursten
14, 102. 19A,\2. Svens-
ka spräkets historia 14,
\53. Fornsvenska para-
digm 14, ^76. (Hvem
var) Skogikär Bärgbo?
14, 220. ßosenhanes
Respublica glacialis 14,
293. Runeninschriften
an einer kupfernen dose
19A,\3. Historische ru-
nen Inschriften III, IV
IBAj^i^. Gotische Schrift
19A,\5. vgl. auch 19A,
36. Om runskriftens
härkomst 19A,38.
Frings, Th. Tonlange
vokale bB,\2. Dialekt-
geographie des JSIieder-
rheinszwischenDüssel-
dorf und Aachen (13)
10, 64. Das alter der
Benrather Knie (14) 10,
7\. Tonlange vokale
11, 8. Christ and Satan
16, \0<k. rec. 7, 33,9.
8, 56,3. (13) 10, 85.
Fritz, J. Faust 9, 2^
Wagnervolksbuch 9, ^ 33.
Fröhlich, K. Shirley's
dramen 16, 272.
Fuchs, A. Keltische
Vogesensiedlungen 2,
78.
Fuckel,A. Schmakaller
qnielerborn (13) 10, 68.
rec. (13) 10, ({'k-
Funk, Fr. Hannibal-
dramatisierung 16, 67.
Funke, 0. Lat. lehn-
wörter im altengl.15,2'^.
20, 33.
Furrer, A. Römische
bauten 2, ^3^;^.
Für st, CM. Skelettfynd
2, 58. 14, 281.
Gäbert, C. Altsteinzeit-
liche fundstelle Mark-
kleeberg 2, 35.
Gabrielson, A. Modern
English ijr -\- cons. 15,
70.
G a e d e , W. Mabinogion
18, 93.
Gaertner,A. Volkslied
17, 29.
Gagel, C. Altsteinzeit-
liche fundstelle Mark-
kleeberg 2, 36.
Gailey, Ch. M. Beau-
mont 16, 200. English
comedies 16, 22\. 222.
Gailliard, E. Kalen-
ders 12,29- Ndl. Wort-
forschung 12, 35.
Gal, A. Staatslehre des
Raymundus Partheno-
paeus 20, 229.
Gallo, A. Liber Lom-
bardae 20, ^92.
Gamillschegg,E.La-jt-
substitution3, i^Oi^. Ko-
manische elemente der
mundart von Luseru
3, \70. (13) 10, 28. rec.
3, \56. (13) 10, u.
Ganter, F. L. Römi-
sche Moselbrücke 2,^45-
Ganzenmüller,W. Ka-
turbetrachtung 7, 50.
8, \07. 20, ^n.
Gardner, E. E. Ballads
17, 1*9-
Gar in, F. Historia Apol-
lonii Tyrii 20, 78.
Gasquet,A. CoUectanea
biblica vol. 3 20, \^.
Gaßmann,A. L. Volks-
lied 17, 29. Juhui 17,91 .
Gauby, J. Volkslied 17,
29.
Gauby, L. Kurzmann
9, 55.
Gauchat, L. Sprach-
quellen 1, H35. 3, 38.
rec. 3, 4;8. HO'^.
Gaul, L. rec. 20, 298,(8.
Gauthiot, R. La fin
de mot 3, lO'^.
Gebhardt, A. St. Mar-
tins freuden 7. ^08. 9,
^39. Diemeringen 1,15\.
rec. 2, U6. 3, ^^5. (13)
10, 85. (14) 10, 93. 14,
53. ^'^9. 1(9'*. 238. 290.
19A,38.
Gehre, M. rec. 8, 79,5.
Frankea- Graebisch.
173
Geiger, M. Visio Phili-
berti 7, ^0^,^'^. Volks-
liedinteresse 17, {2^.
Kiltsprüche 17, 206.
Geijer, H. En gosses
upplevelser 14, 262.
Geiselhart, N. Tertul-
lian 20, 245.
Geist, H. Eeuters be-
ziehungeu zu Dickens
11, 65.
Genest, 0. rec. 2, \28.
G^eramb, von. rec. 18,
U9,6-
Gerbet, E. Das West-
erzgeb irdische usw.(13)
10, "0. Das erzgebir-
gische und Vogtland i-
sche (14) 10, 78. Nach-
lese aus Westsachsen
zum Obers, wtb. (14)
10, ?9. rec. (14) 10, 93.
Gercke, A. Altertums-
wissenschaft 3, ^O'^.
Gerdelius, E. Artikel-
böjning med n och t
14, ^77. Satskommate-
ring 14. ISO.
Gering, H. Eqgnwaldr
u. Ermingerdr 14, 205.
Beowulf 16, 98. 18, 59.
Gerlach, A. Volkslied
17, 29.
Gerland, 0. Kriegslied
17,86. WachtamEhein
17, \25.
German, W. Joh. ßyn-
mann von Ohringen
20, 2?-^.
Gesemann, G. Begen-
zauber 18, ^0.
Getzuhn,K. Sprachge-
orauch d. klage 7, 67.
Ghellinck, J. de. L'ex-
pression Geminae Gi-
gas substantiae 20, 36.
Le mouvement theo-
logique 20, «^O. Cata-
logue des oeuvres de
Hugues de S. Victor 20,
169-
Gherphal, J. Zwei ro-
manische Wörter deut-
scher abstammung 3,
159.
Gierach, E. Armer
Heinrich 7, 58. HO'^,9.
rec. 7, \o^,5. 28.
Gjerdman, 0. Över-
gäng av p, t, k tili
b, d, g före omedelb.
följ. h, d, g U, \G\.
Gillieron, J. Geogra-
phie liuguistique 3, 7\.
Gilow, H. Berlinische
ges. f. deutsche spräche
1, \2\. rec. 1, \36.
Ginneken, J. van.
Handboek 12, 5.
Gislason,p. Island 1913.
14, 29.
Glöckner, K. Mund-
arten der Rhön (18)
10, ^^7. rec. 6, ^5,5.
Glöde, O. rec. 3, \20.
15, 29. 16, 57. ^67,'^.
208. 2'^2.
Göbel, M. Höh. lied 7,
\\. Nd. gedieht auf
könig Georg 11, 62;
Schlacht an Conzer
brücke 11, 6^.
Goebel, J. Rud. Hilde-
brand 1, 3-^. 7, \\2.
Goebel, O. Stammbuch
17, \67.
Goetz, W. Eenaissance
und antike 20, 272.
Goetze, E. Puschmann
9, ^08. Sachs 9, ^09.
Gogala di Leesthal,
Olga. Zu Veldeckes
Eneide 7, 6"^.
G 0 1 d e n e r, H. Die verbal-
flexion (14) 10, 6.
Goldingham,C. S. Na-
val terms 15, ^8.
Goldscheider, P. rec.
3, ^88,6.
Goldschmidt, M. Bre-
mer neuphilologentag
1, U7.
Gollancz, J. Sir Ga-
wayneie, ;7^. English
poems 16, ;87.
Golling, J. rec. 3, 32.
Gollob, J. Volkslieder
17, 6.
Golther, W. Deutsche
dichtung 7, 33, ^ Germ,
mythologie 18, 2. rec.
3, ^80. 7, 52. ^04,8. 16.
\90. 18, 10\,7. u-
Gordon, G. S. Engl,
literature 16, 75, \.
Gosselin,D. R. S.Tho-
mas et la Sensation
immediate 20, 26 \.
Gütlind, J. Poesi eller
prosa 14, 239.
G ottschick, Johannes.
Luthers theologie 9, 86.
Gottwald, A. Pred-
historiske nälezy 2, 91.
Götz, J. Volkslied 17, 29'
Kindervolkslieder 17'
63.
Götze, A. D.W. 14. bd..
1. abt., 3. lief. 8, 91.
Frühnhd.glossar 8,96,'};.
Volkslied 17, 3. t{. Wein-
schröterlied 17, 73. rec.
7, ;5^,5. 18, U9-8.
Götzen, J. rec. (14) 10.
93. 18, \\%\.
Goudsmit,A. rec. 12,69.
Govaert, W. Reynaert
12, '^ 6. DircvanHerxen
12,51.
Graber, G. Sagen aus
Kärnten 18, ^06.
Grabinski, B. Wie ist
Luther gestorben? 9,
59.
Grabmann, M. Albert-
autograph 20, 63.
Graebisch, F. Schle-
sische mda. des Eulen-
gebirges (13) 10, 2^. Aus
einem unbekannten
dorfe (13) 10, 75. Kin-
derspiele aus der graf-
schaft Glatz (14) 10,
8 ( . Kinderspiele aus
Deutsch-Böhmen (14)
10, 82. 17, 69. Verbrei-
tung und kennzeich en
der glätzischen mda.
(14) 10, 8 7. Besenbinder-
lied 17, 57.
174
Autorenregister
Graebner, F. rec. 8,
56,3.
Graf ,S. Hianzische mär-
chen (14)10, -^3. 18,128.
Graffurder, P. Sagen
der Mark 18, U4.
Grammatica, A. Biblio-
rum sacrorum no va edi-
tio 20, [5.
Grammont, M. Phon6-
tique historique et ex-
perimentale 3, 28.
Grant, W. Pronuncia-
tion of English in
Scotland 15, 55.
Grape, A. Bröderna
Satan 14, ^5. 'Bua-
haiti' 14, {o3. Inlanade
porsonnamn 14, xt^^.
Ynglingatal 14, 202.
Byar och bönder i
Alunda 14, 298.
Grasserie, de la. Du
verbe 3, 92.
GrauertjH. Gürresl,25.
Magister Heinrich 7,
U6,7.
Gratien, P. Cardin.
Eudes de Chateauroux
20, 2;o.
Grattan, J. H. G. rec.
16, \87.
Grave, J. J. Salverda
de. 12, \o.
Graves, Th. Sh. Lon-
don theatres 16, 5\.
Graves, T. S. Sitting
on the stage 16, 52. Use
of the stage 16, 53.
G r e b , J. Schlesisch und
Oberzipsisch (13) 10, so.
Green, A. Dative of
agency 3, \0^. 15, 93.
The analytic agent in
Germ. 3, ^35. rec. 6,
\5,\.
Greg, W. W. Twelve
early English mss. 16,
22. Engl, miracle circles
16, 48. 25^, 3.
Gregorius, F. Sprich-
wörter und redensarten
(14) 10, 68. 17, ;92.
Volkstümliches (14)10,
69. 17, \9\.
Grein, C.W. M. Sprach-
schatz 15, ^9. 16, 91.
19A,35.
Greulich, Laura. Reim-
studien 5B,22. 7, 96.
Greven, J. Sermones
f eriales des Jak. v. Vitry
20, 173.
Grienberger, Th. v.
Ostgerm, flußnamen 4,
\2. Leudus 6, U- To-
pisches aus urn. in-
schriften 14, \47. Be-
merkungen zum Bco-
wulf 19A,16. LexBaiu-
variorum 19A,17. Er-
klärung 19A,18. Wei-
marer runen 19A,19.
Topisches aus den ur-
nord. inschriften 19A,
20. Ostgermanische
flußnamen 20, \8\. rec.
Grierson, H. J. C.
Poems of John Donne
16, 210.
Grießmann, Johann.
Fremdwörter 8, 95.
Grill et,P. rec. 20,298,28.
Grimm, J. u. W. Deut-
sches wörterbuch'.8, 9 \.
Grimme, H. Ernst u.
scherz 17, 223.
Grisar,H. Luther 9, 79.
Groeteken,A. Goldene
legende 20, 1^4.
Gröger, 0. Kompo-
sitionsfuge 3, 170. 6,
15,1^. Schweizerisches
Idiotikon (13) 10, 12.
(14) 10, 7. Schweizer
mundarten (14) 10, 8.
rec. (13)10, 17.
Grohmann, W. Vers
oder prosa? 5B,16. 15,
121.
Gromaire, G. rec. 7,
33,1- 104,19-'
Granbech, W. Reli-
gionsskiftet 14, 29^.
Vor folkeset 14, 305.
Grootaers, L. rec. (13)
10, 12. 85. 12, 25.
Groth, Klaus. Briefe
über hd. u. ndd. 11, ns.
Gruaz, J. Cimetiere
Gaulois 2, 76.
Grüner, H. Eiganus-
schlacht 18, 62. 20, 203.
Danske viser 17, 150.
rec. 17, 153.
Grüninger, H. Wie
stellt der dichter die
außenweit dar? 3, 185.
Grünwald, Fr. Got.
Synonymik 4, 7.
Grupp. rec. 2, 128. 3.
12-^.
Gschwind, Frank, rec.
16, 208. 27^1;.
Gspann, J. Chr. Des
heil. Thema summa
contra gentiles 20, 253.
Guesson, A. rec. 20,
298,7,
Guibert, J. de. Guill.
de Paris sur le sacra-
ment de mariage 20, 2 6 7 .
Guillerm in, J. Legrand
s. Bernard 20, 109.
Gülzow, E. Stilk. Hein-
richs V. d. Türlin 7, 63.
Güntert,H. Eeimwort-
bildungen 3, 81. rec.
3, 104. Altisl.berserker-
geschichten 14, 238. 18,
118.
Günther, A. Germanen-
statuette aus t^rmitz
2, 121.
Günther,E, Turnlieder-
buch 17, 95.
Günther, J. H. A. rec.
15, 91.
Günther, H. L. Tieck
1, 89.
Günther, L. Speise-
karte des landstrei-
chers 8, 4i.
Günther, 0. Hasen-
tödter 9, 38.
Gürtler, H. rec. 4, 1^,2.
: 18,119,'^. 145,1.2.3.5.6.
I Gusinde, K. Blaubart-
lied 17, 39. rec. (14) 10,
i 93-
Graebncr — Häusler.
175
Guth, G. Alexander 7.
Gutmacher, E. Wort-
kunde 6, n. 8, 97.
Gutmann, J. Dram.
einheiten bei Ben Jon-
son 16, 2'^9.
Guttmann, A. Klang-
liche konstanten 3, 26.
5B,3\. 33. 36.
Gutzmann, H. Ge-
wöhnung und gewohn-
heit 3, 6. Wesen der
nasalität 3, 7.
H a ap e , W. Beiträge aus
dermundart(13)10, ^9.
Haas, A. Greif swalder
sage 18, \{5.
Haas, J. Frz. syntax
3, 60.
Haas, L. J. rec. 7, 33,U-
Häberlandt, M. rec.
3, \o^.
Häberle, D. Badische
kolonien in Südrußland
(14) 10, 39.
Habermann, P. rec.
9, 3^.
Hackler, F. Konsonan-
tismus der Wittgen-
steiner ma. (14) 10, 53.
Hadlich, Marie. Be-
deutungswandel 3, 5'^.
'ladow, G. E. Chaucer
16, \58. rec. 16, 27.
Haeberlin,K.F. Briefe
an Klüber 1, ^3^^.
Hafstein, H. 1 hafis-
num 14, 29.
Hagen, J. Akk. c. inf.
8, ^8.
Hagen, von. Die Indo-
germanen 3, ^05. rec.
15, 2^^.
Hagen, P. rec. 7, \o\.
18, ^on.^o.
Hagenbring,P. Ehyth-
mus,klangfarbe,sprach-
melodie 5B, H5.
H se g s t a d t,Marius. Kyn-
lause pronomen 1, U'';-
Hahn, Ph. Maria. Bert.
Kiehl 1, 67.
Hahn, ß. Fund mittel-
alterlicher gefäße 2,
\67.
Hall, E. A. Spenser 16,
278.
Hall er, J. Marbacher
annalen 20, 75.
Hälsig, F. Volkskund-
liches 17, 36.
Halter, E. Deutsche
spräche 5, 6.
Hamdorf, G. Beuters
Kapteihn 11, 66.
Hamel, A. G. van. rec.
11, 5. 56.
Hammer, H. Dansk
ordbog 14, 6^
Hammond,El.Pr. 'Fall
of princes" 16, isi-. rec.
16, 167, ^
Handeck, Joh. Egerer
Urkunde 7, \^6.
Hanemann, O. Kano-
nikerregeln Chrode-
gangs 20, \\6.
Hanenberg, Alb. Nie-
derrh. dialektgeogr. 11,
22.
Hanke, L. Wortstellung
im schlesischen (13) 10,
72.
Hankel, C. Sprach-
grenzen im nördlichen
Thüringen (13) 10, 67.
Hannaas, T. Maaltere;
Eobyggjalaget 14, ^9^.
Hannesson, G. TJnga
folkid 14,29.
Hannink, Osk. IJlr. v.
Zatzichoven 7, 89.
Hansemann, D. von.
Aberglaube 18, ^8.
Hansen, A. Ags.
Schmucksachen 15, 21.
Hansen, ß. Aug. Sach
1, 68.
Hantschel,F, Ign .Pe-
ters 1, 66.
Härder, F. rec. 3, ^05.
Harling, O. v. rec. 7,.
Harmann, E. G. Ed-
mund Spenser 16, 275.
Harnack,A. TertuUians
bibliothek 20, 2^2.
Härtel, M. H. Meier
Helmbrecht 7, 93.
Hartenstein, C. Schul-
liederbuch 17, {O'k.
Hartenstein, L. 17,29.
Hartmann, J. Uhlands
brief wechseil, 92. Sachs
9, ^52.
Hartmann, J. W. Gon-
gu-Hrolfs saga 14, 2'58.
Hartmann, K, rec. 3,
^88,6.
Hartranft, C. D.
Schwenkfeld 9, U9-
Hartwig, H. rec.8,79,^.
Harzmann. Kommers-
bücher 17, ^02.
Hasenclever, A. rec.
9, H6. ^^7.
Hassink, Bog. Bijm-
bijbel van Maerlant
12, ^4.
Haßmann, Hub. Mda.
des Egerlandes (14) 10,
Hastenpflug, Fr. Di-
minutiv 7, 5.
Hathaway , Ch.M. New
Engl, dictionary 15, 5.
Hauber, A. Hss, in
frauenklöstern 7, 27.
Haubold, Fr. Original-
drucke und druck-
manuskripte Luthers
9,91.
Hauch, J. C. Svissarin
14, 29.
Hau.g. Römische In-
schriften 2, ^^^9.
Haupt,W. Dietrichsage
11, ^7. 18, 78.
Hauschild, 0. Kauf-
männische Schreibart
1, \:2.
Hausen blas, Ad. Gram-
matik der nordwest-
bühmischen mda. (14)
10, 80.
Hauser, A. rec. 3, \88,7.
Häusler, B. „Iteste
ppuren vom menschen
2, 30. Ausgrabungen
i 2, 86.
176
Autorenregister.
Hausrath, A. Luther
9, 59. :t 20, 2<18,5.
Häußler.M. Fabri9. 20.
20. 283.
H^^vekost, E. Vainpyr-
-age 18. 25.
Haynel, "W. rec. 5. 59.
60.5.
Hebier,E. Kinderlieder
17, 68.
Hecht, G. Jüdisch-
deutsch 17, 28.
Hecht, H. Deacon Bro-
die 16, \5.5.
Hedblom, S. Ord och
uttrjxk 14, 71.
II e er , M. Pseudocyprian
20. 2^9. Cj'prian und
der primat 20, 222. rec.
20. 2(8.
11 e g i. Fr. Gesellennamen
8, +8.
Hehle. Zwei bibliotheks-
Stiftungen in Ehingen
20. 275.
Öei'delbach, P. Sol-
datenlied 17, i\S. 86.
Heidemann, "W. rec.
17, 57.
Heiermeier, B. Land-
wirtsch. fachausdrücke
11, 24.
Keigl. F. Dram. ein-
heiten bei Dryden 16,
Heilig, 0. ZfdMa. (13)
10, i. Niederalemanni-
sche mda. von Otters-
dorf il4) 10, 22. Aus
badischen mundarten
<14) 10. 25.
Heilmann, D. F. Mö-
rike 17, ^2a.
H e i m s, W. Alliterations-
vers 5B,26.
Heinertz, Js. 0. Nhd.
felberS, I05. Ndl. Wort-
forschung 12, 55. Seg-
helyn 12, 55.
Heinrich, A. Franz.
Wörter im Engl. 15, 26.
Heinrich, G.Faust 9,26.
Heinsius. rec. 3, 170.
Heintze, A. Deutsche
familiennameu 8, ^6.
Heinz. AV. Bergmanns-
lied 17, ^9.
Heitz, Paul. Stilkunst
Seuses 7, \ö^.
Helf, M. 'Faules weih'
17, 55.
Helldorf. Therese v.
Kuno Fischer 1, ^5.
Hellquist, E. Svenska
dryckestermer 14, 76.
Ljudhärmande fägel-
namn 14, m. rec. 14,
2^9. 18, 58,6.
Helm, K. Ahd. evan-
geljo 6, 9. Keron.
glossar 6, 2\. Beitr. z.
Wiener Oswald 7, 77.
rec. 3, 170. 6, 15,-^. 7.
7, 35,1. 5. 'k. \0. 102,2.
^0^,3. '^. 6. U- {2. \5.\^.
20. U6>2. U8,2. 9, 152.
(14) 10, 95. 17, 77. ^29.
^60. 18, 58,10. HöfX.
20, 298,8.
Hempel, H. Wunderer
7, 103. 18, 82.
Henke. P. Wiegenlied-
chen 17, 75.
Hennig, B. rec. 9, 152.
Henniger, K. Wunder-
horn 17, 50. Ringel-
reihen 17, 66.
Henning, H. Wulfila
4, {.
Henrici, E. Barbaro-
lexis 3, 139. 7, 6. 9, 1*1.
Henz, W. Stimme und
spräche 3, 5.
Henze, H. Allegorie 9,
152.
Herbst, H. 17, 29.
Herlenius,E. Blakulla-
färder 14, 265.
Herlet. rec. 3, 170.
Hermann, P. Gesch.
vom st. Grettir 14, 2 1 3a.
Hermannson.H. Islan-
dica III, IV, VI 14, 53.
Story of Griselda in
Iceland 14, 203.
Herold, R. Vorgeschich-
te Erlangens 2, 96.
Herr, E. 'Elsaß' 8, 62.
rec. 2, 128. 7, -i^jS. 9,
loa. 68.
Herre, P. Die kultur
im mittelalter 7, 29.
Herrmann, M. Theater-
geschichte 9, 117. 20,
269.
Herrmann, P. Island
14, 295. rec. 14, 39.
HerteLJ. rec. 18, i^^Sjf^.
HerteljV. rec.9,i7. 152.
Hertling,G.v. Albertu.^;
Magnus 20, 6^.
Hesseling,D.C. Neger-
holländisch 12. 22. rec.
12, 21.
Hesselman, B. När.
Närke 14, lo^. Tvä
vältnamn 14, i^*. Sam-
lade skrif ter av 0. Petri,
hrsg. 14, 230. Swänska
Argus 14, 252.
Hessen, H. rec. 3, 170.
8, 56,2. 5. 18, 101,9.
Hettich, L. Jambus
bei Goethe 5B,51.
Heuberg er, S. Gra-
bungen in Vindonissa
2, 157.
Heuf t, J. Sprichwörter
undredensarten in Mai-
felder mda. (\i) 10, 67.
Heuser, W. Alt-London
u.altlond.dialektlö, 55.
Heusler, A. Deutsche
kommissionl, i03.Aisl.
elementarbuch 14, {^^.
Geschichte vom weisen
Njal 14, 21, 3a. Straf -
recht der isländersagas
14, 308. Altgerm, re-
ligion 18, 1 . Burgundeii
Untergang 18, 70.
Heußner,Fr. rec.3, 104.
20, 298,20.
H e y c k , Ed. Volksname
'Germanen' 3, U3.
Heyden reich, Aug. An
dree 1, 2.
Heydt,D.v. D. Kirchen
lied 9, -^8.
Heymann, Ernst, rec.
1,93.
Heymann, P. Heil,
kreuz 7, 10<^,15.
Hausrath— Hübner,
177
Heyne, M. Beowulf 16,
103,2.
Heyse, J. Chr. A. Deut-
sche grammatik 8, 7.
H j ärn e, E. Ordförklarin-
garur'Spec. vitae hum.'
14, 59.
Hjelmqvist, Th. Ort-
namn med sekundär
användning 14, \05.
Hift, J. Eugen 17, 8^.
Hildebrand, K. Lieder
d. alt. Edda 14, 238.
Hildebrandt, K. rec.
20, 19.
Hilka, A. Fabelliteratur
17, ^8^.
Hilm er, H. Schallnach-
ahmung, Wortschöp-
fung und bedeutungs-
wandel 3, 53. 15, 25.
nintner,F.Sachs9, Wk.
Hintz, H. Mittelalterl.
geschichtsanschauung
20, -^6.
Hippe, M. Wort und
brauch (13) 10, 72.
Hoch, W. Lehre vom
satz 8, H9.
H o ck , Gr. Frühhallstatt-
zeit 2, 71.
Hodler, W. Schweize-
risches Idiotikon (13)
10, \2. (14) 10, 7.
Hoepfner, E. rec. 20,
298,u.
Hoernes, M. Gräber-
funde 2, 69. rec. 2,^^.60.
6\. U3. \\8.
Höfer, A. Die nassau-
ische spräche (13) 10, 56.
Höfer, E. Volksmund
17, 180.
Hofer, J. rec. 20, 56.
Hof er, St. rec. 1,7^;^. 90.
Hoffacker,K. Sprüche
17, 180.
Hoffmann, A. Straßen-
namen 8, 77. Hl. Au-
gustinus 20, 85.
Hoffmann, P. F. L.
Wörterbuch der deut-
schen spräche 8, 9*^.
Hof f mann-Kra3'er, E.
Schweizerische volks-
kundeliteratur des Jah-
res 1913 (14) 10, 6. Zu
Straßburg 17, 82. Feste
und brauche 18, '{6, rec.
(14) 10, 93. 17, 90.
Hofker, C. F. Fost-
broedrasaga 14, 238.
Hofmann, H. Enchiri-
dion 9, '{O).
Hofmeister, A. rec.
18, \0\,^. 20, 298,1. 17.
Hofstädter, F. Zum
(sieb.-sächs.) wtb. (13)
10, 62. rec. (13) 10, 85.
Hof staetter, W. Gym-
nasialunterricht 1, 12')^.
Hohberger, C. ß. Wag-
ners Parsifal 7, 99.
Hohn baum,W. Sünden-
fall 11, 55.
Holder, A. Reich enauer
handschriften 20, 8.
Hollenberg, A.Woord-
geslacht 12, \5.
H o 1 m , P. Svensk spräk-
rensning 14, 87.
Holsten, R. Coccinella
11, 4:0. Sprache des
Weizackers 11, 39.
Holtermann, K, Welt-
lit. 3, 188,6.
Holthausen, F. Fest-
schrift für Morsbach
1, 112. Altengl. reim-
liedl, U2.16, 15,^^. (25.
Wortmischungen 3, 97.
Ältere Genesis 16, ;07.
Ae. rätsei 16, u 9. Sir
Perceval 16, 190.
Holwerda, J. H. Stein-
grab bei Emmen 2, 5^.
Holz, G. Nibelungen
18, 68.
Holzträger, F. Zum
(sieb.-sächs.) wtb. (18)
10, 62.
Hommel, Fr. Zum na-
menderPlejaden3, 100.
Hönn,K. rec. 20, 298,25.
Hoogveld, J. H. E. J.
Thomas van Aquino
20, 2^8.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914
Hoogvliet, J. M. Die
geschlechter im Indo-
europäischen 3, 90.
Hoops, .T. Swinburnes
Tale of Baien 1, i \8.
Virginien zur kolonial-
zeit 16, IS,!'^. Eeal-
lexikon der germ. alter-
tumskvinde 2,U5. 19 A,
15.
Hopf, W. Vilmar 1, 93.
Höpfner, B. Inus-
brucker osterspiel 7,
U8,l.
Hörburger, Fr. Adjek-
tivflexion 7, 1.(14)10,12.
Hörle, G. H. Früh-
mittelalterl. mönchs-u.
klerikerbildung 20, -^8.
Hörlen, M. Seder och
brnk fr. s. Ingelstadt
14, 26'5-.
Hörstel,W. Devitsches
Volkstum in den ita-
lienischen alpen (13)
10, 35.
Horten, F. Sprache De-
foes 15, 38.
Hört er, P. Basaltlava-
industrie 2, 101.
Hotz, W. Flurnamen
der grafschaft Schlitz
8, 79,'^.
Hotzy, Fr. Gebetslite-
ratur 7, 37.
Hoursch, A. Kölsche
krätzscher 17, 217.
House, R. T. rec. 18,
58,U.
Hoverka,v. rec. 2, u 8.
Hovgaard, William.
Voyages of the Nor-
semen to America 2,
Howells, W. D. Lau-
rence Dunbar 16, 236.
Hub er. Fr. Wortbestand
badischer maa. (13)
10, 18.
Huber, P. rec. 2, 180.
Hübner, A. D.W.4.bd.,
1. abt, 6. teil, 1. lief.
8,91. rec.7, U6,3. 8,3ci.
) II. Teil. 12
178
Autorenregister.
Hückel,G.A. rec.3, ^24;.
Huet, Q. rec. 18, 85,3.
HulbertjJ. E. Chaucer
16, ^67, 3.
Hüllen,Ferd.Friedricli-
Wilhelms-gymn. in
Trier 1, ^37.
Hultin, A. Litteratur-
ocli lärdomsliistorien i
Finlaud 14, 22 ^
Hultman, 0. F. Upp-
komsten av bildade
talsvenskan i Finland
14, \5^.
Humbert, A. rec. 20,
298,32.
H u m b 0 1 d t , W.y . Schrif-
ten 1, ^\. \08.
Huemer, J. rec. 20, 39.
^72.
Hümpfner, W. Hein-
rich von Freimar 20,
159.
Hünnerkopf, ß. De-
scriptive poetik 3, 183.
7, ^3. Thidrekssaga 18,
80.
Hünermann, Fr. Buß-
lehre des hl. Augustin
20, 90. 91-
Hunt, Th. W. Engl,
literary miscellany 16,
\5.
Hüsing.G. Doiclan 17,
27. Eübenzagell8, Ul-
Huß, E. Az erdelyi ne-
met nyelvjärästanul-
mänyozäs mai älläsa
(l3)10,-^6.Zunnsiebeab.-
.sächs.) wtb. (13) 10, 62.
Siebenbürgisch - deut-
scher Sprachatlas (14)
10, 90. rec. (13) 10, 85.
Hüttmann, E. Part,
präsentis b. Lydgate
15, 95.
Ihmels, L. Dogma Lu-
thers 9, 88.
Ilgen, Th. 11000 Jung-
frauen 18, 100.
Imelmann, E. Chau-
cer's House of Farne
16, ;63. rec. 16, [. 193.
Imme, Th. Orts- und
flurnamen 8, "8. Volks-
rätsel 17, 202. Geburt
u. kindheit 18, 5'^;.
In gl, F. Schenkenlied
17, 29.
Intekof er,E. rec.3, {21^.
Israel, G. Tugendlehre
Bonaventuras 20, \\\.
Iversen,ßagnvald. Sjo-
mandssprog 1, U'^- J^^c.
14, H52.
Iwer, Joh. Modaslchre
des Renners 7, 65.
Jacob, K. H. Altstein-
zeitliche fundstelle
Markkleeberg 2,35. Hü-
gelgräber 2, \oo. rec.
2, 60.
Jacobi, H. Sigillata 2,
Jacobson, Lis. Spro-
gets forandring 3, 7\.
14, x^/k- Grosch 9, 32.
PederPalladius danske
skrifter 14, 238. Ny-
fundne runeinskrifter
i Danmark 19A,2i. L.F.
"Wimmer de danske ru-
nemindesmserker 19A,
37.
Jacobsohn, F. Schlacht
bei Sempach 7, ^9.
Histor. Volkslieder 17,
78.
Jacoby, A. Bamberger
blutsegen 7, \\5.
Jag er, Th.de. Mnl. lied
lied 12, 52.
Jakobs, H. Namen der
wohngebäude 15, 29.
James, M.R. Catalogue
of Gonville and Cains
College 20, 5. St. Boni-
face's poem to Nithar-
dus 20, U'^- Collectanea
Franciscana 20, \^\.
Janko, J. Nibelungen-
lied 1,7\. rec. 3, 170.
8, 96,2.
Jansen, M. Historio-
graphie der deutschen
geschieh te 20, m.
J a n t z e n , H. Got. Sprach-
denkmäler 4, 2. rec.
3, 188,2. 15, 77. 18,85,5.
U9,'Z-
Jaquin, M. Le Pascase
Eadbert 20, 2211.
Jarrett, B. S. Antonio
and medieval econo-
mics 20, 53.
Je cht, R. Hussitenzug
1, \5{.
Jecht, W. Lieder blatt
17,9'!.
Jecklin, F. Urbar v.
St. Peter 7, i^o.
Jef f erson,B. L. Queen
Anne 16, 157.
Jelinek, F. Wörter-
buch 7, 5,2.
Jellinek, M. H. Minne-
sangs frühling 7, 106.
Nhd. grammatik 8, 6.
Archipoeta 20. 80. rec.
5, 8,'!.
Jensen, A. rec. 3, 71.
14, 19-^.
Jensen, J. S. Crone.
rec. 3, ^5.
Jensen, K. S. Calques
linguistiques 1, 1 13.
Sprogvidenskaben3,7 1.
Jespersen, O. Lehr-
buch der phonetik 3.
28. 8, 1. Elementar-
buch 3, 28. Sprogets
logik 3, 15. Energetik
der spräche 3, 19. Tid
og tempus 3, 93. En-
gelsk fonetik 15, 77.
Modern syntax 15, 90.
Engl, language 15, 3.
rec. 3, 71. 15, 77.
Jessen, E. Notitser 14,
77.
Jiriczek, O. L. Armi-
niuslieder bei Tacitus
2, 12^^. rec. 18, 85, lo.
Joachimsen, P. rec.
20, 298,30.
Jode, F. Kinderspiele
17, 72. Musketier 17, 109.
Johansson, K. F. Ono-
matologiska bidrag 14,
106.
Hückel— Keller.
179
Johnson, 0. Indef. re-
latives in Old Engl. 15,
104:. Oldengl. adverbs
and conjunctions of
timo 15, \08.
Johnsson, P. Sägner
frän Skäne 14, 265.
Johnston, A. W. Kag-
narök 18, ^^2.
Johnstou.H. Phonetic
spelling 3, 22.
J 6 a a s s o n , J. Um p jöd-
trü Dg pjodsidi Islen-
dinga 14, 266.
J 0 n e s , D. Phonetic dic-
tionary 15, 77.
Jones, H. S. V. Piers
Plowman 16, ^9^.
Jönsson, P. Aefisaga
min 14, 29.
Jönsson. F. Lexicon
poeticuml4,63. Oldisl.
ordsprog 14, 6'^. Is-
landske elvenavne 14,
(07. Norsk-isl. skjalde-
digtningll. bd. 14,200.
Norsk isl. skjaldedigt-
ningl4, 238. Godafrsedi
Nordmanna 14, 2^9. Is-
landske folkeviser 14,
253. Godafroedi 18, 3.
rec. 14, {ik^. 238. 290.
Jönsson, Finn. Lögberg
hid forna 14, 282.
Jönsson, J. Vikinga-
saga um herferetir vi-
kinga 14, 2\5. Aett
Haralds hildit 14, 2(5.
Jön§son, M. Saga Is-
lands 14, 29.
Jönsson, P. Hsed Islen-
dinga 14, 24.
Jordan, H. rec. 20, 239.
Jordan, R. rec. 15, 36.
^8.
J o r 6 1 , Ch. Noms de lieu
2, (76.
Jostes,Frz. Entstehung
des Heiland 11, 72.
Joung, K. Easter play
8, (68.
Joyce, P.W. Irish place
names 15, 32.-
Jud, ,J. Mots allemands
d'origineromaneS, (60.
rec. 3, (0-^.
Juethe, Er. Hiltbold
7, ((6,3.
Junck, V. Gralsage 7,
(0(. rec. 7, 33,2.
Jung, F. rec. 15, ((6.
16, 72,2. 80. 26'^.
Jungbauer, G. Biblio-
graphie 17, (29. rec.
17, (29.
Jungner, H. KungOrre
14, 89. 18, -^5.
JungwirthjE. Kinder-
reime 17, 29. Rätsel 17,
200.
Kabilinski, F. Jak.
Grimm 1, 29.
Kade, R. Scandellus 9,
Kaemmel,0. rec. 1, 20.
KalbfußjH. Bologneser
ars dictandi 20, 37.
Kalbow.W. Germ. Per-
sonennamen 3, (6(. 8,
5^,3.
Kaiinka, E. rec. 3, (O'^.
Kalff, G. Inleiding to
de Studie der lit.-ge-
schiedenis 3, (86. Over
Marnix 12, 59. rec. 12,
39.
Kalkoff, P. Luthers kalden (14) 10, 32
röm. prozeß 9,59. Lu-|Kawerau, G. Buch-
thers werke 9, 6ö. 1 holzer 9, 29. Luthers
Kailiefe, H. Hohen- werke 9, 6^. Luthers
salza 2, 65. Hügelgrab briefwechsel 9, 7^. Me-
von Schedboiewitz 2, lanchthon 9, (0(. rec.
^08. 77. 78. 82. 96.
Kallstenius, G. Fik-p^e.^?®^/ /\ ^^"^^ ^"^
tiva ortnamn i Gösta' ^.^'"P*^^^ 1^' '^S.
Berlingssaga 14, (08. B:eiper,Ph. Ortsnamen
Kalund, Kr. Alfraedi
Islenzk 14, 2('^.
Karlfeldt, E. A. Luci-
dor 14, 222.
Karsten, H. T. Com-
mentaar op Augustinus
de civitate dei 20, 87.
Augustinus over het
godsrijk 20, 95.
Karsten, T. E. Sven-
skarnas Bosättningar
iFiuland2, ((<^. 3, (63.
14, 283. Ein europäi-
scher verwandtschafts-
name 3, (0(. Germ,
lehn Wörter im Finni-
schen 3, (6-^. Tillägg
14, (09. Harjavalta och
Raitio 14, (09. Tiwaz
14, ((0. 18, 28.
Kassel. Sprüche im el-
sässischen volksmund
(13)10, 2 (.
Kastner, L. E. Will.
Drummond 16, 23 (.
Kat Pzn. P. Klank en
symbool 12, 6.
Kath, P. Sigiberti con-
tinuatio Aquicinctina
20, 233.
Kauff mann, Fr. Deut-
sche altertumskunde
2, (28. rec. 2, ((6.
Katifmann, G. rec.
1, (3(. (32.
Kaupert, E. Mundart
der herrschaft Schmal-
Kamban,P. Fasil4,29. |
Kammerer. ZuMantua
17, (2^.
I Kamp, A. Altengl. ge-
j nesis 15, 76.
Kapff , R. rec. (13) 10,
I 22. 85. 17, 32. (29.
in Goethes 'Götz von
Berlichingen' 8, 73.
Pfälzer appellativna-
men (13) 10, w.
K e 1 1 e r , A. Handwerker
17, 2(6.
Keller, J. Reden 1, 1^3.
(09.
Keller, K. Gregor ius-
legende 16, (75.
12*
ISO
Keller, ß. A. Univer-
sität Heidelberg 1. \5{.
Kellner, H. Bastlöse-
reim 17, 29.
Kempeneers, A. Yel-
deke 12, 45.
Kentenich, G. Hand-
schriften der Stadt-
bibliothek Trier 20, \2.
Ken von, J. S. Ye and
Yo'u 15, 80. reo. 15, Ul-
Ker, W. P. Engl, lite-
rature 16, ;7.2.
Kern, Fritz. K. Zeumer
1, \o\.
Kern. J. H. Ae. Christ
— ne. Oven 15, 28. Lei-
dener rätsei 16, ;20.
rec. 15, 88.
Kerrl, A. Satzschluß u.
versschluß 15, 122.
Keßler, F. Morsheim 9,
104.
Keßler, H. Fünffüßiger
Jambus bei Grabbe 5B,
2^.
Kettnacker. Lieder 17,
33.
Keuffer, M. Hand-
schriften der stadt-
bibliothek Trier 20, \2.
Kjaer, A. Gaardnavne i
Bratsberg 14,98. Gaard-
navnet Jarleif 14, \\\.
Sted&navne 14, \ \2. rec.
3, \2\.
Kieckers, E. Sclialte-
sätze 8, \5.
Kiekebusch, A. Bücher
funde 2, ^05. Siedlung
von Lagardesmühlen
2, i 22. Wendisches dorf
Clößnitz 2, ;78.
Kinateder, G. Mhd.
lesebuch 7, <l;'k,2. rec.
2, t28.
Kirchberger, J. Eger-
länder Wortforschung
(13) 10, 35. 42.
Kirchhoff, J. Karls-
sage 16, 65.
Kirchner, G. Abgren-
zung des Zentralthü-
rrngischen (13) 10, 66.
(14) 10, 75.
Autorenregister.
Kirfel, W. Schlegels
u. Lassensbxief Wechsel
1,-2.
Kirtlan, E. J. B. Beo-
wulf 16, 99. ;o2.
Kisch, G. Zum (sieb.-
sächs.) wtb. (13) 10, 62.
Klaatsch, H. Paläo-
lithische skelettreste
2, 26.
Klaeber, Fr. Jüngere
genesis 16. ^08. Later
genesis 16, H09. Grän-
delsmor 18, 60. rec.
3, 170. 16, 92,^. 96.
^03, 3.
Klapper, J.Armer Hein-
rich 7, 59. Privatgebet
9, 6. Zauberer V. Magde-
burg 18, 95. Erzäh-
lungen des mittelalters
20, 22. rec. (14) 10, 93.
Klee, Fr. Enjambement
bei Chaucer 15, ^25.
Chaucer 16, ^66.
Klee, G. Die alten Deut-
schon 2, H60. Grund-
züge d. d. litg. 5, 59.
Klein, J. Oberbergische
redensarten (14) 10, 70.
17, ;88. Sittenlehre des
D. Scotus 20, \5^.
Klein, W. Dialekt von
Stokesley 15, 50.
Kleinmayr, H. von.
Bleyers Schlegel 1, 79.
Kleinpaul, E. Länder-
u. Völkernamen 8, 79, \.
Ortsnamen im Deut-
schen 8, 79,2.
Kleinschmidt, B. Der
hl. Franziskus 20, {i^e.
Kleinstück, H. Waldis
5B,5^ 9, ^52.
Kleukens,C.H. Wick-
ram 9, ^'^'^.
Kleyntjen,J. rec. 15,77.
Klier, K. Volkslied 17,
29. Eätsel 17, 200.
Klingemann. Oster-
lieder 17, 59.
Klinghardt, H. ArK-
kulations- und hör-
übungen 3, 9. Aus-
.sprache der Deutschen
3,19-
Klipstein, W. Vergl.
Syntax 3, \5<{.
Klockhof f, O. )ndreks
saga af Bern 14, 2^.
Kloeke, Ges. Ma. von
Finken wärder 11, 06.
Kloos, W. rec. 12, 62.
Kluckhohn, P. Minne-
sang als Staudesdich-
tung 7, ^6.
Kluge, Fr. Unser
Deutsch 1,'^5. uo Kul-
turwerte der spräche
1, ^2'^:. Etymologisches
Wörterbuchs, \38.8,92.
Urgermanisch 3, J;70.
Elemente des Got. 4,
Hjl. Deutsche wortbil-
dungslehre5,8,'^. Wort-
forschung 8, 90.
Kluyver, A. Histo-
rische Studie der syn-
taxis3,56. Lapsitexillis
7, ^o^a. rec. 12, 69.
Knauer, F. Zur Rust-
frage 3, U9•
Knoop,0. Kluge königs-
tochter 18, m.
Knopp, Fr. Die libri
Carolin! 20, 45.
Knortz, Karl. Vögel
18, H2.
Knudsen, G. Sydsjael-
lansk navneskik 14,
U3.
Knudsen, J. rec.l2,29a.
Kober, A. Marien dich -
tung 6, ^4. 7, 7. 9, 5.
Koblischke, J. Orts-
namenkunde 8, 60.
Koch, E. A. Merlin 16,
^86.
Koch, H. Tertullians
laienstand 20, 243.
Koch, J. Chaucer-lite-
ratur 16, 139. {^0. H48.
^5^. Canterbury tales
16, 167, ^ rec. 15, 93.
16, ^67,3. 5.
Koch,P. Arische grün d-
lagen der bibel 3, ^23.
Koch, W. rec. 9, 85.
Keller— Kronfuß.
181
K o c k , A. Belysning av
ett g. i lagt. möt. ord.
14, 66. Nord, ord och
uttryck 14, ^i^9. Um-
laut u. brechung 14,
1 62.Brytningen i f ornn.
spräk 14, ^63. Till Ar-
kiv XXVI, 339 ff. 14,
^63a, Part. pass. altn.
öt. ve^bal4,^72. Svensk
ljudli.II14,\9^. Suffix
der part. pass. 9A,22.
Kock. Eigentumsver-
raerke 17, ^82.
Koenen, K. altthürin-
2;ische funde 19A,2^.
Koepp, Fr. rec. 2, \2^.
Koeppel, E. Amor u.
Psyche in England 16,
68. Edmund Spenser
16, 276.
Koerth, A. Eogasener
ma. 11, tj^\.
Köferl, Jos. Eigen-
schaftswort im eger-
ländischen dialekt (13)
10, ^\.
Koffmane, G. Luthers
werke 9, 6-^.
K 3 g e 1 , E.. Ahd. a. andd.
Hteratur 19A,23.
Kögler, H. Brant9, ^2.
Kohfeldt, Gr. Epos,
didaktik 9, \.
Köhler, C. Spinnstube
17, \2^. rec. 17, ^29.
Köhler, Fr. Tatian-
glossar 6, 29.
Köhler, J. rec. 3, ^2'^.
Köhler, W. Eeforma-
tionsgeschichte 9, 58.
59. Zwingli 9, ^'^9. rec.
9, 68. 76. 77. 78. 79.
Koht, H. Setningslsere
1, w^. Historieskriv-
ning under kong S verre
14, 206. Norw. könig-
sagas 14, 207.
Kolb, P. rec. 8, 28,2.
18, 58, ^
Kolbe, P. R. Variation
6, 25.
Kolbe,Th. Konjugation
d. Lindisf. ev. 15, 88.
Koldewey. Jung-
deutschland 17, \06.
Koller, L. Deutsch-
österr. Schulwesen 20.
268.
KolsrudjO. Navneskik
paa Hedmarken 14, \\i\.
Ukjendte hov i Leten
14, 28-1;. 18, 33.
Kolsrud,S. Heidmarks-
brev 14, ^89.
Kolsryd, S. Biskops
Nilss0ns visitatsbeker
14, \8\.
König, E. Peutinger-
studien 20, 289.
König, H. rec. 3, ^88,2.
6, \5,2. 7, 5,3. ^0^,9. 26.
Konow, Sten. Indiske
sprogverden 1, { H4;.
Kon r ad, K. Studenten-
schaft 9, 152.
Koopmans, J. rec. 12,
69.
Koperska,A. Religiöse
Orden u. profanwissen-
schaften 20, ^9.
Kopp, ß. Vaterland u.
Vaterlandsliebe 20, 51.
Kopperschmidt, H.
Hildesh. Urkunden 7,^6.
11, 29.
Kör her, K. Eömische
Inschrift 2, n^^s.
Körner, E. Alberus 9,
\0.
Körner, J. A.W.Schle-
gel 1, 73. Briefe von
A. W. u. Frdr. Schlegel
1, 75. Nibelungen 7,
10'J:,20. rec. 1,80. 5,57.
Kosch. rec. 18, U9,'^-
Kossinna, G. Paul
Höfer 1, 36. Goldreich-
tum 2, 60. Goldgefäße
2, 62. Depotfund 2, 66.
Herkunft der Germa-
nen 3, X2'\.
Kostial.J. Deutschruth
(13) 10,' 36.
Kotek, G. V. Jodler
17, 29.
Kövi, E. Eedensarten
aus Zipsen (13) 10, 78.
Die Zipser mundart
(13) 10, 79. 's Pisen-
stetzchen (14) 10, 92.
Krabbo, H. Urkunden
d. markgr. v. Branden-
burg 7, 152.
Krage, Fr. Immessen
11, 5^^. 72.
Kralik, D. von. Deut-
sches Wörterbuch 1,103.
Neitharts tanzlieder 7,
X\\. Die deutschen be-
standteüe 19A,17. rec.
6, 15,6. 8, 56,1.
Kramiär, K. Die Ger-
manen des Tacitus 2'
123. 3, 111.
Kr am er. Spät-Latöne-
siedelung 2, 82.
Kraus, C. von. Mhd.
Übungsbuch 7, 'k'kjX.
Konr. V. Heimesfurt
7, 68. Wigalois 7, 95.
Reinbot 7, 10^,21.
Krauß, E. rec. 1, 92.
Krebs, E. rec. 20, 129.
Kr eil, L. Sprache Fi-
scharts 8, 38.
Kremser, "W. V. v.
Scheffel 1, 71.
Krieg, E. Mülverstedt
1, 65.
K r i n g s , T . Fremdwörter
aus der Mitteleifel (13)
10, 59.
Kristensen, E. T. Fol-
kegaarder 17, 20'^.
Kristensen, M. Syd-
slesvigske landsbynav-
nel4, ii5.TilEvaldsor-
logssangl4,2l;3 .Danske
viser f ra adelsvisbeger
14,251.
Kr oh, W. Nassauische
dialektgeographie (13)
10, 57. rec. (13) 10, 85.
Krohn, E. Schwaches
adjektiv b. Alfred 15,9^^.
Kroll, W. rec. 18,58,8.
20, 298,19. 22.
Krömer, G. Präpo-
sitionen i. d. genesis
7, ^^9-
Kronfuß, K. Volkslied
17, 5. 29.
182
Autoreurearister.
Krönig, F. Kinderlieder
17, 72.
Kropatscliek, H. reo.
9, '^S.
Kr öS, E. Hamburg.
haussprache 1, \22. 11,
55.
Krüer, F. Bindevokal
6, 2.
Krüger, Chr. Quellen-
forschungen zu Eeuter
11, 67.
Krüger, G. Engl. Syn-
tax 15, 92. Schwierig-
keiten des Engl. II, 1
15, m. Sinnverwandte
Wörter des Engl. 15,
^ 2. Synonymik 15, U6-
Krüger, Johanna. Frdr.
Schlegel 1, 80.
Krüger, V. A. D. lit.-
lexikon 5, 57.
Kruisinga,E. Genitief
meervoud 12, \\. rec.
3, 28. 12, 69.
Kruitwagen, B. Wijn-
gaert van S.Franciscus
12, 66. rec. 18, ^0^,^2.
Krummacher, M. rec.
15, ^^2. 88. \\\. \\6.
18, \0\,3.
Kruse, G. E. Kriegs-
lieder 17, \\o.
Küchler, C, Ein ver-
gessenes Germanen-
volk 2, \63.
Kück,Ed. betest 11, ^3.
Kuck ei, M. Volkslied
17, 29. Volkslieder 17,
129.
Kühl, E. P. Friends of
Chaucer 16, m.
Kuhn, E. Kommission
für Wörterbücher baye-
rischer maa. (14) 10, 26.
Kuhn,G. J. Volkslieder
17, ;29.
Kühn, H. Kulturge-
schichtl. bilder17, ^2.
Kühn, J. Luther und
Worms 9, 83.
Kühnau,B,. Weiße frau
1, ^07.
Kühnemann, E. Her-
der 1, 33.
Kummer, K. F. v. rec.
2, ^28. 3, :^88,5. 5, 8,\.
8, 28,2.
Kummerfeld. Sla-
wische spuren 11, 5\.
Kurth, G. Sainte Rade-
gonde 20, 225.
Kurtscheid, B. Joh.
von Erfurt 20, ^77.
Kurz, M. V. Volkslied
17, 29.
Kurze, F. Annales Lau-
bacenses 20, 71^.
Kyrie, E. Prähist. funde
2, 70.
Labriole, P. de. Ter-
tuUien et la version
latine de la bible 20, 2^^ \ .
Ladenburg, A. Neck-
reime 17, 2^0. ..
Läf fler,L. Fr. Öknamn
14, 9;. ünderarter av
Ijödahattr 14,2^^ ^ . Evigt
grönskande trädet 18,
\5. rec. 19A,36.
Laing, G. J. rec. 3, {O^.
Lambel, H. Deutsch-
böhmische maa. II (14)
10, 80.
Lambertz, P. Fünf-
füßiger Jambus bei
Halm 5B,25.
Lamm, M. Swänska Ar-
gus 14, 232.
Lampa, S. Grävsnäs
historia 14, \\6.
Lampert. Prähistor.
fischerei 2, ^5.
Lampp,Fr. Dieschwan-
rittersage in der lit. 3,
^79.
Landau, A. Russisch-
jüdische Sprache (13)
10, 83.
Landau, H. Zweig-
verein Hamburg des
ADSprV. 1, ^22.
Landau, L. Arthurian
legends 18, 87.
L a n d e s , F. Biedermeier-
poesie 17, 16[.
Landgraf, G. rec. 20,
298,26.
L a n d i , C. Rabano Mauro
20, ^68. Commento me-
dievale delle Tebaide
di Stazio 20, 236.
Landwehr, M. rec. 7, 29.
Lang,A. Zwingli9, ^50.
Langdon, J. Study of
fine art 16, 283,2.
Lange, H. Me. rosen-
romanfragment 16, ^62.
Langer, Ed. Deutsche
Volkskunde aus Böh-
men (13) 10, 77.
Langer, 0. rec. 8, 3.
Larsen,A. B. Betoning
1, U-^;. Vokalforlseii-
gelser i norske bygde-
maall4, {öt^. Detrondh-
jemske dial. apokope
14, ^88. Bergensbymal
14, \o)q.. rec. 14, :^55.
Larsson,L. En gransk-
ning 14, 65. Runstenen
i Växjö domkyrka-ock
Gröpe? 14, 296.
Lasch, Ag. Mnd. gram-
matik 11, 5. Tonlange
vokale 11, 72. rec. 11, 56.
Lassen, Chr. Brief-
wechsel mit Schlegel
1, 72.
Laßmann, H. rec.3, \2^.
Latouche, R. Melanges
d'histoire de Cornoua-
ille 20, ^57.
Latte, K. rec. 18, 58,12.
Laub, Th. Omkvtede
17, \52.
Lauffer,0. Komet9.50.
18, \^.
Laurand, L. Le cursus
dans le sacramenta ire
leonien 20, 28.
Lawrence, J. Autho-
rities in Engl, pronun-
ciation 15, 68.
Lawrence, W.J. Eliza-
bethan playhouse 16,
Lawrence, W. W. rec.
16, 1109.
Krönig — Little.
183
Lawson, A. King's
Quair 16, \78.
Lazarus, M. Jugend 1,
L a z a r u s,Nahida. Moritz
Lazarus 1, '^9.
Leersum, E. C. van.
12, 6^.
Lehmann, A. Dreiheit
im märchen 18, \2i\.
Lehmann, P. Huma-
nisten 9, n. Vommittel-
alter20,39. Disputatio
Ganfredi et Aprilis 20,
^'^9. Cassiodorstudien
20, X\5.
Lehmann, ß. Deutsche
poetik 5, H3a.
Lehmann-Nitsche, E.
Volkrätsel 17, ;98.
Leib lein, E. Stabreim
bei W. Morris 15, U9.
Leibniz. Ausgabel, 5\,
Leitzmann, A. Klein.
ahd. denkmäler 6, \7.
Isidor 6, 2'^. Luthers
werke9, 68. rec. 7,^02,2.
Leopold, M. Deutsches
wörterbuchl, ^03. D. W.
12. bd., 1. abt., 11. lief.
8, n-
L e r ch , E. Grammatische
terminologie 3, 68. Ak-
kusativ 11, 9. Volkslied
17, 7. rec. 3, 59. 60.
\7\. 8,6. 9.
Lerche, 0. rec. 9, 35.
Lesetre, H. Une con-
version classique20, 89.
Lessiak, P. Deutsche
Sprachinseln (14) 10, ^^ < .
rec. (12) 10, 85. (14) 10,
93.
Leumann, E. Gr. avv
und lat. cum 3, 95.
Leuthold, H. Ulfila.
4,3.
Levy, P. Die maa. im
Deutschunterrichte(14)
10, 20.
Levi, S. rec. 18, 58,';^.
L e w a r k , H. Windberger
psalmen 7, H32.
Lewalter, J. Kinder-
lieder 17, 62.
Lewenhaupt, E. Ernst
Meyer 1, 58.
Lewy, Ernst. Sprach-
mischung 1, \07.
Leyen,vonder. Merseb.
zauberspr. 6, 3\. Mär-
chenforschung 18, \2ö.
rec. 18, X'k^j'k.
Leyhausen, W. ßutz-
sche theorie 3, 25.
Lichtenberg, von. rec.
3, m.
L i d e n , E. Fornsvenska
bidrag 14, 78. Frsen-
fjordens namn 14, \\7.
Liebenau , Th. V. Mur-
ner 9, ^52.
Liebleitner,K. Volks-
lied 17, 29.
Liederwald, C. edel
bei Goethe 8, \o\.
Liehl, ß. Mittel vokale
6, \5,5.
Lienan, M. M. Mega-
lithgräber 2, \07.
Lienhard, A. Butzer
9, {^.
Lienhard, Fr. Tauler
7, ^37.
Liestel, K. Lserebok
i gammelnorsk 14, ^58.
Sogegrunnlaget for ei
isl. folkevise 14, 25'^.
Liljegren, S. B. 'Pa-
tience' 16, ^88.
Lillehei,J. Land.smaal
movement in Norway
14, \9\.
Lind, E. H. Norsk-is-
ländska dopnamn 14,
90. Till namnförkla-
ringar 14, U8.
Lindau, G. rec. 8, 56,3.
Lindeboom, J. Anna
Bijns 12, 57.
Lindelöf, U. Altnhbr.
gimungo 'hochzeit' 15,
28. Geschichte der
engl, spräche 15, ^^2.
Lambeth - psalter 16,
WH. rec. 3, 28. 15, z'k-
Lindemann, J. Allite-
ration als kunstform
5B,50. Alliteration im
volksepos 7, ^<j;.
Lindemann, Th. For-
meulehre des Hürnen
Seyfrid 8, 37. 9, \2\.
Lindem ann-Ettlin-
ger, W. Gesch. d. d.
lit. 5, 55.
L i n d e n , H. van der. Vir-
gile de Salzbourg 20,
266.
LindkvistjH. Middle-
engl. place names 14,
t'^9. 15, 35. Scandina-
vian deposits in Middle
Engl. 15, 27.
Lindqvist, A. Nhd.
schwanen 8, 99.
Lindqvist, S. Ram-
sundsbron vid Sigurds-
ristningen 14,297. 19 A,
25. Die ßamsunds-
brücke 19A,26.
Lindroth, H. Onödiga
skiljaktigheter mellan
skrift- och talspräk 14,
182. Gottland 14, U9.
Een omdebatterad ö-
namnsgrupp 14, H20.
Stiernhielms Hercules
14, 22*;^. Iggdrasils harr
18, ;6. Nordisk guda-
gestalt 18, 32. rec. 18,
58,3.
Linschmann, Th. rec.
3, 7{.
Lindstam. Folktro 18,
50. 14, 267.
Ling-Lander, Y. Ad-
yerbiell placering av
attribut 14, 24;0.
Linnebank, H. rec.
12, 62.
Lippens,H. Codd.Fran-
ciscan. bibliothecae
Leodiensis 20, 9.
Lippert, E. Deutsche
dichtung 5, 59.
Lithberg, N. Got-
länska sögner 14, 268.
Gotlands stenälder 14,
285.
Little, A. G. Eoger
Bacon 20, 98. Coli.
Franciscana 20, \\[.
184
Autoreareeister.
Ljemgren, E. Ord och
uttryck 14, 72.
Ljunggren, E. Mejeri
14, 8+.
Lobitzer.H. Volkslied
17, 29-
Lochner, J. Deutsches
Wörterbuch 1, (03.
Loega, G. T. Dictio-
uary of old icelandic
Loesche, G. Vallensia
9, 99.
Loeschke, S. Muschel-
verzierung 2, ^^o.
Loewe, B. Germ, pflan-
zennamen3, ^70. 8,5S;3.
Deutsches Wörterbuch
8, 96,2. rec. 2, ^80.
Lrewenthal, J. Drei
götternamen 14, 92.
Löffler, H. Weingar-
tener hss. 7, 35. Ha-
melmann9, 33. Oester-
reicher 9, ^06. Tappe
9, ;3;.
Logemann, H. Christo-
pher Mario we's Mur-
derer 16, 252.
Lohmeyer, E. Ans. v.
Canterbury 20, 76.
Lehre, H. rec. 18, U9,2.
Lohse, A. Aussprache
in Niedersachsen 11, 28.
Lohß, M. Landwirt-
schaftlicher Wortschatz
i-ies Schwäbisch- Würt-
tembergischen (13) 10,
2^.
Lohwag, E. Vogel-
stimmen 17, 29.
Lommel, H. rec. 3, {O'k-
Long, P. W. Spenser
and Sidney 16,275. rec.
16, 285,^
Lopez, A. Codd. Fran-
cisc. bibliothecae Tole-
tanae 20, {\.
Lorentzen.F. Soldaten-
lieder 17, 85a.
Lorentzen, Th. Flug-
.^chriften 9, 27.
Lorentz, P. 52. Philo-
logen Versammlung 1,
\\6.
Lorenz, K. Fritz Sta-
venhagen 1, ^22.
Lot, F. Pseudo-Frede-
gaire 20, 223. rec. 18,
Loew, E. A. The Bona-
ventan script 20, 2.
Löwenthal, F. German.
rätsei 7. ^7.
Löwenthal, J. Drei
götternamen 3, ^4:3.
Lowes, J. L. 'Curoners
two'. 16, ^55. Maladye
of Heroesl6, ^79. Spen-
ser 16, 277.
Lucas, W. Adj. b. Ulr.
V. Lichtenstein 7, 88.
Lucerna, C. Paum-
gartner 9, 107.
L ü c k , R. Vorbildung
f. d.d. Unterricht 1, \25.
Lüders,H. Literarische
funde vonOstturkistan
3, U6-
Ludwig, A. rec. 17, ^38.
Ludwig, F. Soldaten-
lieder 17, {[{.
Luebke, W. F. Lan-
g^age of Berthold von
Chiemsee 8, 32.
Luick, K. Mittelengl.
Verslehre 5, 20. 15, 127. j
Hist. gramm. 15, 36.
A good one 15, ;oö.
Lundberg, 0. Ort-
nammsbibiiogr. 14, '^7.
Kanteborg och Gass-
Ijunga 14, \2[. Här-
nevi 14, ^'^9. Byaroch
bönder i Alunda 14, 29s.
Lunde, P. Segner fraa
Sogne 18, u?-
Lundell, J. A. Ui^p-
teckning av folkmäl
14, 192. 1500- och 1600
talensvi.sböckerl4,256.
Lundius, B. rec. 20,
298.33.
Lüneburg-Uetze, H. V,
Hänigser 17, 55.
Lunzer, J. Dietrich u.
Wenezlan 7, 1^7.
Lurz, G. rec. 20, 298,6.
Lustig, W. Paläolithi-
sche Skelettreste 2, 26.
Lütcke, H. Meister-
singer 7, 33, \o. 9, \52.
Luther, J. Titelein-
fassungen 9, 8. Witten-
berger buchdrucker 9,9.
M. Luthers werke ü,
6*^. Wittenberger buch-
druckerpressen 9, 92.
Luther, Martin. Werke
9, 58 ff.
Lütjens, A. Zwerg 7,
SS,'^. rec. 11, 72.
Luijk, P. van. rec. 12,
62.
L y 0 n , 0 . Deutsche gr am-
matik 5, 8, 3.
Lyttkens, J. A. Sven-
ska växtnamn 14, \H5.
Svensk ordlista 14, n^.
M a a s , H. Spätmittelen gl.
texte 1, \\8.
Macaulay, G. C. 'An-
cren Riwle 16, 9-^. rec.
16, 223.
MacCracken, H. N,
Chaucer 16, 1^6. Lj^d-
gatiana 16, \8\.
MacDonagh, Th. Tho-
mas Campion 16, 76.
Mackaye, P. Chaucer
16, W.
Mackenzie, W.B.. Eng-
lish moralities 16, ^5.
MedwaU's 'Nature' 16,
26\.
MacKnight,G. H. Hu
morous tales 16, [2^.
Macmillan, M. Bruce
of Bannockburnl6, \55.
Magne vill, A. Bjursäs-
mäletsordförrädl4, ^86.
Mahr, A. Prähist. Samm-
lungen 2, 93.
M a h r , S. Besiedlung des
Linzer bodens 2, 89.
Mai, E. Mönch Felix 7,
Ljemgren — Meiler.
185
Maiander, H. Gätor
17, 205.
Maiclile, A. Dekret de
editione et usu sacro-
rum librorum 20, ^7.
Maier, K. A. Maifest
17, 5^.
Maier, E. Volkslied 17,
29.
Mair, G. H. Engl, lite-
rature 16, ^2.
Malisch, K. Phonetik
3, [-.
Manacorda, G. Gram-
maticalatino-veneta20,
5{.
Mangold, H. W. Te-
renz 9, [52.
Manitias, J. Lieder
17, U2.
Manitius, M. Zur poe-
tischen literatur 20, 25.
Jilanly, J. M. Parle-
ment of Foules 1, \\2.
16, ^5,9. ^59.
Mann, G. Ehythmus
06,-^9.
Mannucci, U. Andreae
de sancta cruce dialo-
gus 20, 71.
Mansion, Jos. Finale
indo-europeenne 3, 86.
Oudgermanisch mis-
cellanea 3, \i;i\. Ori-
gines du Christianisme
4, 5. Ahd. lesebuch 6,
\5,2. reo. 3, \2*. 155.
12, 69.
Mardzsar, E. Legende
des h. Gerhard 20, \d2.
Marik, J. Me. g in
Schott, mundarten 15,
5". reo. 15, 29. \{[.
Markolf, T. Kriegs-
humor 17, 222.
Markstaller. Einwan-
derung der Bayern 2,
;68.
Marquart, J. Widsid
1, U3. Herkunft der
aussen 3, 120.
Marstrander, C. Iri-
sche beitrage 1, [['j(.
Mar teil. Seemannslie-
der 17, ^7.
Marti, Maria. Goethes
Zukunft 7, 10^^,13.
Martin, M. Frz. Wörter
im JRheinhessischan
(U) 10, 52.
Martin, E. Untersu-
chungen zur rhein.-
moselfrk. dialektgrenze
(14) 10, ^7.
Marzell, H. Tiere in
deutschen pflanzen-
namen 8, 56,2. (14) 10,
4. Pflanzennamen aus
Schwaben (14) 10, 19.
Kräuterbücher 18, \5.
rec. 3, 170. 8, 56,3.
M a s i n g , 0 . Quellenbuch
5, 59.
Massey, Isabella. Sie-
ben weise meister 7, 83.
Mathieu, P. Zeppelin-
lied 17, 29.
Matosch, A. Schnader-
hüpfel 17, 29.
Matthaei, Ad. rec. 8,
90.
Matthaei, K. Minne-
reden 7, ^n,5. rec. 3, 71.
Matthews, Br. Ameri-
kanische literatur 16,
25.
Matthias, A. rec. 8, 6.
96,5.
Matthias, W. Geogr.
nomenklatur 7, 33,5.
Maturo, O. Acta di s.
Illuminata 20, 175.
Matzerath, J. Altengl.
geldwerte, maße und
gewichte 15, 22.
Matzura, Kl. Deutscher
Sprachgebrauch 8, 25.
Mauermann, S. Büh-
nenanweisungen 9, 152.
Maurmann, E. Geo-
graphie der deutschen
mundarten (13) 10, 51.
Maus, Th. rec. 9, 152.
Mauthner, Fr. Kritik
der Sprache 3,71. Die
spräche 3, 71.
Mautner, K. Volkslied
17, 29.
Mawer, A. Engl, place-
namesl5, 3^^. rec. 3. 170.
Maximilianus. Boec
van den houte 12, 15.
Jonitas en Eosafiere
12, 50.
Mayer, A. Ehythmus
in Goethes Heiderös-
lein 5B,21.
Maync, H. Tirol und
Fridebrant 7, 101,26.
Mazzini,D. NoteAldel-
miane 20, 66.
Mead, W. E. American
dialect dictionary 15,
52.
Mechel, K. Vier kauf-
männer 9, 39.
Meer, M. J. van der.
Gotica 4, 8.
M e h 1 i s, 0. Vorgeschicht-
liche befestigung 2, 99.
Mehring, G. Job. May
über eine quelle bei
Calw 20, 288.
Meier, A. Eömischer
meilenstein 2, 117.
Meier, J. Volkslieder
17, 11.
Meier, M. rec. 20, 260.
Meillet, A. Genitif
indo-europeen 1, 113.
Parente des langues
3, 72. rec. 3, 15. 79. 81.
101. 155. (13) 10, 85.
Meinhold, P. rec. 9, 78.
Meisinger, O. Volks-
lied 17, 31. Volksliäder-
buch 17, 32. Volkslieder
17, 129. rec. (14) 10,
9. 93.
Meißner, E. Deutsches
Wörterbuch 1, 103 idrei-
ga, idreigön4:, \ \. Leute
aus dem Lachswasser-
tal 14, 213a. 238.
Melber, J. rec. 2, 180.
Meli, A. Steir. gerichts-
beschreibungen 7, ii5.
Meiler, E- Deutsche
namenabstammung 8,
80.
186
Autorenregister.
Meltzer, II. rec. 3, 90.
Mendelsohu, E. von.
Grönl. uud Far. ge-
schichte 14, 238.
Menghin ,0. Diluvialer
mensch in Österreich
2, 5\. Latene-pfahlbau
2, 81. Ansiedlurg von
Stuf eis 2, 88.
M e n g i s , K. H. Cy prian-
forschung 20, ^27.
MennesoHjG. L'amitie
chez s. Jerome 20, \6^.
Meunicken, Franz Jo-
seph. Friedrich-Wii-
hems-gymu. in Trier
1, \57.
Mensin g,0. Nachträge
zu Schütze 11, 33.
Mente, H. Depotfund
2, 66.
Mentz, F. Der name
Elsaß 8, 63.
Menzel, H. Postglazial-
zeit 2, ^0. Diluvial-
mensch 2, l^X- Burg-
wall bei Cratzig 2, \\\.
Menzerath, P. rec. 3,
Mercati, A. L'autore
della expositio in VII
ps. 20, \ö6.
Merian, W. Ußtig 17,
90.
Meringer, R. "OfjupaXoq
3, JO*. Nachtrag dazu
3, H02. Julfest 18, ^4;.
Merke r,P. Tischzuchten
7, 33,7. 9, 7.
Mertz, Chr. Eond Vel-
deken 12, 42.
Mertz, R. Athis und
Prophilias 7, 45.
Metz, Fr. Der Kraich-
gau 2, 9^^. Volkslied 17,
25.
Metzger, M. J. Zwei
karoling. pontifikalien
20, ^7.
Metzner, J. Nhd 0 fürt*
(13j 10, 5. rec. 8, 20,^.
Meyer, A. Venloosch
dialect 12, 20.
Meyer, E. Chaucer 16,
^67,^. rec. 16, ^39.
Meyer, Gertrud. Tanz-
spiele 17, 6^^. 65.
Meyer, G. F. Glocken-
sprache 17, 2\o.
Meyer, H. Lacrimae
ecclesiae7, \2Q. 20, \88.
Meyer, J. (Göttingen).
Luthers Großer kate-
chismus 9, 7\.
Meyer, J. J. Isoldes
gottesurteil 3, \m. 7,
52 f. 18, 90. 9t.
Meyer, K. Artursage
1, U5. 18. 86.
Meyer, R. M. Deutsch-
humanistisch 1, \2'k.
Kürenberger wise 5B,
38. 7, \09. Deutsche
Stilistik 8, 28,2.
Meyer, Th. rec. 9, \52.
Meyer, W. Der Kölner
archipoeta 20, Q\. Lie-
beskonzil in Remire-
mont 20, \^7>. Preces
der mosarabischen li-
turgie 20, 2\'k.
Meyer vonKnonau,G.
Zwingli 9, \b\.
Meyer-Lübke, W. Ro-
man, etymologisches
Wörterbuch 3, ^70. rec.
3, H6t. 8, 5'^,3. 20,298,23.
Meyerhof, E. Verbal-
üexion 15, 86.
Meyers, H. Mda. der
Schnee-Eifel(13)10,58.
Meyn, H. Beteurungen
und Verwünschungen
15, 23. 16, 257.
Michaelis, H. Phonetic
dictionary 15, 77.
Michaelis, R. Gesang-
freund 17, 89.
Michel, H. rec. 8, ^08,;.
20, 287.
Michel, J. Lat6ne-grä-
berfeld 2, 83. Simon
Lemnius 20, 287.
Michels, V. Mhd. ele-
mentarbuch 7, 5,t.
Michiels,H. Engl.be-
standteile altd. glossen
15, 29.
Michiels, L. C. rec.
12, ^3.
Miedel, J. Bayerische
Ortsnamen 8, 6t. reo.
8,76. 79,'^. 6. (14)10,93.
Mielke, R. Neidkopf
17, \7\. (13)10,85.
Mikkola, J. J. Altgerm.
lehn Wörter! , \ 1 3. Germ.
lehnwort im JKsl. 3,
1 65 . Vulgärlateinisches
wort 20, 35.
Millardet,G. rec. 3, \Q\.
Miller, G. M. Engl.
literary criticism 16, 80-
Minges, P. De iide
orthodoxa 20, \1Q. Joh.
V. Rupella 20, \79.
Ludwig V. Preußen 20,
t95. Alex. V. Haies
bei Vincenz von Beau-
vais 20, 265.
Mjöberg, J. Nutida
sven.sk rimkonst 14,2 4:2 .
Mitzka, "W. Ostpreuß.
ndd. 11, <\ik.
M-nd-r. rec. 14, 27*.
Mo, E. Drakjinn 18. 25.
Moeller, H. Parentela
delle lingue 3, 73. In-
doeuropaeisk-semitiske
misceller3,76. rec.3,\70.
Mogk, E. rec. 14, 238.
Mol dehn, A. Luthers
pädagog. Schriften 9,69.
Moldenhauer,F. Histo-
ria 7 sapientum 20, t65.
Moller, H.W.E. Ruus-
broec 12, 62.
Möller, E. Wiegenlied
17, 7\.
Monceaux, P. S. Cy-
prien 20, 12'^.
Montelius, O. Järn 2,
68. Boning, grav och
tempel 14, 286. Schwe-
sche runensteine 19A,
27. Svenska runstenar
14, 299. 19A,28.
Montgomery, M. rec.
3,2t. 23. 28. 15, 77.
Moog, W. rec. 9, t52.
M 0 6 r , E. Toldisage 18,8 \
Meltzer— Naumann.
187
Moore, J. E. English
balladsl6,58.01dEngl.
Christ 16, ^05. Pier
the Plowman 16, \92.
Mordhorst, O. Egen
V. Bamberg 7, ^O't,'^.
Moreau,L. Confessions
de s. Augustin 20, 83.
Morf, H. rec. 3, 7^
Morgan, B. Q. Natur
in mhd. lyrik 7, 33,9.
rec. 3, ^70. 7, ^%\.
Morgenroth, K. Wort-
bildung 3, 37. rec. o,
60. 7^ 155.
Morin, G. Qui est Am-
brosiaster? 20, 69. Les
tractatus s. Augustini
20, 86. Une compilation
antiarienne inedite 20,
88. Preliminaires de
B. Krusch ä la vita
Corbiniani 20, \22.
Trait6 inedit de Firmat
20, \39.
Morris, ß. SirGawayne
16, \H.
Morsbach, L. Univer-
sität u. schule 1, \26.
Gramm, und psychol.
geschlecht 15, m. Stu-
dien zur engl, philol.
19A,29.
Mosapp,H. Weitbrecht
1, 96.
Moser, H. J. Obertöne
3, \^.
Moser, V. Lautlehre
Spees 8, 33. Sprache
und Orthographie Fi-
scharts 8, 3'^. rec. 5,
8,2. 8, 39. (13) 10, 85.
(14) 10, 93.
M o s s e , F. Laxdaelasaga,
übertragen 14, 20^^.
Mötefindt, H. Paul
Höfer 1, 37. Neander-
talers von La Quina
2, 27. Diebeshöhle bei
TJftrungen 2, ^03. Thü-
ringisch-sächsische pri-
vatsammlungen 2, ^o*.
Funde aus provinzial-
römischer zeit 2, )152.
Moulton, J. H. Notes
on Iranian ethnogra-
phy 3, U5.
Much, B, Vagdaver-
custis 3, U5. 18, 37.
Rüdiger 7, 75. 18, 75.
Muck. Geusenlied 17,
135.
Mühe, Th. Über die liebe
16, ^5,7.
Mühleisen,Fr. W. Bar-
bour's Bruce 16, ^32.
Mühlhausen, L. Lehn-
wörter 1, U5. 3, ^62.
Mulert, H. Lagarde 1,
^8.
Müller, A. V. Luthers
theolog. quellen 9, 85.
Müller, Auguste, rec.
17, 1=9-
Müller, V. rec. 1, 20.
Müller, C. Altgerm,
meeresherrschaft 2, u 6.
Ulfilas ende 4,^. Nach-
barreime aus Ober-
sachsen (14) 10,77. Sol-
datenart 17, 220.
Müller, Gurt. Nachbar-
reime 17, 2^2. Namen-
verachten 17, 2^3.
Müller, Engelb. Engl,
lautlehre nach Elphin-
ston 15, »^6.
Müller, Ernst. Herrn.
Kurz 1, ^^7.
Müller, F. Vaterlands-
lieder 17, U3-
M Uli er, H. Hochzeits-
einladung 17, ^65.
Müller, J. B,heinisches
Wörterbuch 1, ^03. Der
apfel im Spiegel rhei-
nischer mda. (14)10, 56
Die bohne in rheini-
scher spräche und sitte
(14)10,5 7. Rheinisches
wtb. (14) 10, 58. Rhei-
nische fastnachtsrufe
(14) 10,59. 17, 2^5. Die
butterhexe (14) 10, 60.
Thomasesel u. pfingst-
fuchs(14)10,6^ 17,^93.
Handkitzelverse (14) 10,
62. 17,74;.Beowulf 16,84^.
19A,29. Stoppelhahnl7,
56.6ebetl 7,60. Glocken-
stimmea 17, 207.
Müller, K. 0. Schweiz.
Ordeuskommenden 7,
\39. Elsäss. Ordens-
kommenden 7, HI-
Müller, M. Mod. lang,
association of America
I, \20.
Müller, V. Deutsche
rechtochreibung 8, 5.
Müller, W. "Wormser
zolle 7, H8.
MüUer-Fraureuth, K.
Wörterbuch der ober-
sächsischen und erzge-
birgischen mundarten
(13) 10, 69. (14) 10, 76.
Müller-Freienfels, R.
Poetik 3, ^82. Psycho-
logische grundfragen
der metrik 06,19.
Müller-Schlösser, H.
Niederrhein, dialekte
II, 2 ^
Mummenhoff, E. Sac^s
Munro, J. History of
Jason 16, ^36.
Müntzer, D. Neues
Elsässer schatzkästel
(14) 10, 2 U
Musehold, A. Akustik
3, 28.
Mutschmann,H. Place
names of Nottingham-
shire 15, 35. rec. 3, 28.
15, 55. 58.
Nadler, J. Litg. d. ä.
stamme 5, 60, \.
NagljJ. W. Mundarten
Wörterbuch (13) 10, 25.
Sonderbare ausdrücke
(13) 10, 26.
Nathansk}', A. rec. 1,
33. 7, 33,2.
Naumann, F. Claudius
17, ^Oa.
Naumann, H. Biblio-
graphie 3, 3. Aiid.
gramm. 6, {. Ahd.
lesebuchG, ne.Boethius
188
Autorenregrister.
6, 32, U Altn. nameu-
studiea 14, ^■^9. rec. 9,
152. 14, 238. 20, 172.
Naumann, L. Predigten
Taulers 7, {06.
Neckel, G. Edda 14,
^96. Zur Eddakritik I
14, \<)7. Ostland-fami-
lien 14, 2^3a. rec. 14,
53. 258.
Neklapil, Fr. rec. 18,
58.2.
Nelson, A. Svensklitte-
raturk. bibliogr. 14, ^^9.
Bidrag tili 0. Magnus'
bibliogr. 14, 00. Ärs-
katalog 14, 52.
Nerese-Wietholz, M.
Dorfgedicbt 17, 2^.
Kerman, B. Konung
Eagnvald 14,93. Adils-
strofen äkthet 14, 201.
Ynglingatal 14, 202.
Svärgesälste konunga-
längder 14, 287.
Nestle, Eberhard. Lu-
thers werke 9, 6^.
Nestle, Erwin. Luthers
werke 9, 6^.
Neubauer, E. Luthers
werke 9, 67.
Neubaur,L. Ahas verus
9, 19-
Neubert, E. Taschen-
liederbuch 17, u^.
Neuendorff, B. 'Nuß-
braunes mädchen' 16,
6^. 17. \^2. rec. 16,
92,2. 250,^ 2. 2'^'^. Z'tS.
259. 27\. 273. 283,^
284.
Neumann, Fr. Nhd.
reim 5B,42.
Neumann, R. Flur-
namen 8, 66.
Neupert, A. Plauische
Urkunde 7, ^50.
Neuse,H. Niederrhein,
dialektgeogr. 11, 25.
Nibbe. H. The fleire
16, 271.
Niblett, A. E. Osnabr.
iria. 11. 30.
Nickel, W. rec. 5. 8,3.
7, 104,26.
Nicklas, Anna. Termi-
nologie Seuses 7, \33.
Niebergall, F. rec. 1,
Niederhuber.J.E. Am-
brosius v. Mailand 20,
70.
Niedermann, M. rec.
Niedner, F. Vier skal-
dengesch. 14, 2^3a. Is-
lands kultur 14, 506.
Nieländer, F. Luthers
thesen 9, 72.
Nielsen, H. G. Danske
viser 14, 25 ^.
Nielsen, K. Lappiske
0navn 1, \\n. 3, ^66.
Niewöhner, H. Sper-
ber 7, ^0-4,23.
Nilsson, M. Aarets
folkel. fester 14, 300.
Feste des jahres 18, ^^3.
Nilsson, M. P. rec. 3,
Nisius, J. B. Yulgata
Sixtina 20, ^5.
Nithack-Stahn,"W.rec.
7, 22. 24.
Nitze, W. A. rec. 7,
^0^,8. 18, \0\,\\.
Noack, G. Gesta Her-
wardi 20, ^53.
Noch, C. rec. 1, 7^
Nohle, C. rec. 1, 78.
Norcock,C.ß. St. Gau-
dentius 20, ^50.
Nordal, S. Olof den
helliges saga 14, 2O8.
Orkneyinga saga 14,
209. rec. 14, 238.
Nordberg, OLson Stig.
Akut och grav 14, {65.
Norden, E. Altertums-
wissenschaft 3, 104.
Nordenstam, E. Da-
larnes fornminnesföre-
ning 14, (93.
Nordlander, J. Ortn.-
förklaringar 14, ^22.
Nordmeyer, H. W.
Schallanalj-tisches bei
Gottfried 5B,^o. Gott-
frieds Vierzeiler 7, 55.
Nordström, J. Bröllops
Beswärs Ihogkommel-
se 14, 225, Vär älsta
hexameterdikt 14, 226.
Noreen, A. Folketymo-
logier 14, 79. Vart
spräk 14, 159. \94;. Ge-
schichte d. nord. spr.
14, \9^. 1500- och 1600-
talensvisböckerl4,256.
Nordiska ortnamnl9A,
\. [2. 20. Quadhovi 14,
123. 18, 5\. 'Sju vise
mästare' 14, 227. rec.
3, ^70.
Norlind, T. Svenska
allmogens lif 14, 27'^.
Nörrenberg, C. Ahd. v
6,3.
Nunez, L. M. Codd.
Francisc. bibliothecae
Toletanae 20, U-
Nußberger, M. W. v.
d. Vogel weide 7, \\6,6.
Nusser, 0. Disjunktiv-
konstruktion im Engl.
15, \\\.
Nygren,E. Värmlands
stenalder 2, 57.
Obermaier, H. Dilu-
viales aus Österreich
2,29.
Ochsenbein, B,. Aus-
burgerrodel 7, \m.
O'Donoghue, D. J. Po-
ets of Ireland 16, 26.
Oechsler, E. St. Mar-
tins freuden 7, 108. 9,
Oettli, P. Familien-
namen (13) 10, [[.
Offergelt, Fr. Staats-
lehre des hl. Augustin
20, 93.
Offner, M. rec. 3, \[.
0 hl. Angustins lehre
überd. tugenden20,92.
Ohmann. Melodie und
akzent 5B,35.
Ohnesorge, W. Name
'Lübeck' 8, 79,3.
Naumann — Petersen.
189
OjansuUjHeikki. Finn.
tnalja 3, ^67.
Ölason,P. E. rec.14,53.
Oldenberg.H. rec.1,72.
Öliger, L. Eaymundus
Fronsiacus 20, 226.
Oliphant, S. G. Story
o£ the staix 20, \8ö.
Olivero, F. Saggi di
letteratura inglesel6,8.
Olrik, A. Brävellir 14,
\2H. 18, 63. Tilföjelser
14, l2^a. Asgardl4, 125.
rec. 16, ^03,2. 3. ;28.
Olsen, B.M. Eddakva-
dene II 14, ^99.
Olsen, G. Skoklefald
14, ^26.
Olsen, M. Runenin-
schriften 1, \\5. Edda-
digte 1, u^- Sproglig
fra de laveste sam- 1
fundslag 14, 73. Skje- !
bergl4, t27.Stednavne-
studier 14, n^. Bidrag
tu nord. filologi 14,
\8^. Til Bjarnasona-
kvsedi 14, 255. Kult-
minder i stedsnavne
18, 30. Manske runeind-
skriften 19A,38.
Olson, E. Samnordisk
förlust av w 14, \66.
ITrg. hw i nord. sprak
14, \67. Konsonant-
f örlängning 14, ^ 68. Än-
delsevokalernas väx-
ling i östgötalagen 14,
H69. Ynvarssaga vid-
forla 14, 238. rec. 14,
35. ^9^.
Olson, 0. L. Beowulf
16, ^o^.
Olsson, Eskil. ^Farte
f ornlämningar i Anger-
manland 14, 287.
Omont,H. Bibliotheque
de Beauvais 20, 5.
Oncken, H. rec. 1, 20.
Onions, C. T. Engl,
gerund 15, ;o9.
Onnes, Helena. Her-
mann Damen 7, U6)2.
O'Eeilly, T. A. Ma-
nuscripta Franciscana
20, 6.
Orlich, P. A. M. Mo-
rale di s. Tommaso 20,
25'^.
O'Sheridan, P. Tenta-
tive de B,uusbroec 12,
63.
Osten-Sacken, W. v. d.
Idg. cs-stämme 3, 89.
Österberg, K. L. Ord-
bok över Ovikens byg-
demäl 14, 60. ^90.
Ottenthal, E. v. rec.
20, 2.
Otto, E. Was ist stil?
3, 63. XSik.
Overdiep, G. S. Aoris-
tiscb praeritum 12, 7.
Ow, A. von. Armer Hein-
rich 18, 99.
Pacheu, J. Jacopone
da Todi 20, [H.
Padberg,J. rec. 12, 69-
Padelford, F. M. Spen-
ser 16, 279. 28^. rec.
16, 28.
Paetzel,W. Variationen
6, ^5,8. rec. 4, \^,\.
Palliardi, J. Chrono-
logie der jüngeren
Steinzeit 2, 92.
Palmer, J. Tolkning
av äldre nysv. ord 14,
80.
Palmer, J. Comedy of
manners 16, '^l. ^2.
Panconcelli-Calzia,G.
Sprachmelodie 3, 28.
Phonetik 5B,37. 15, 7^^.
Panzer, F. rec, 7, 5,2.
17, ^29. 18, ^45,7.
Päpke, M. Schweizer
"Werner 7, I0'^,29.
Parker, H. Idiomatic
and slang expressions
15, Wk.
Parrott, Th. M, George
Chapman 16, 205.
Pasche, F. St. Michael
14, 216.
P a s s y , P. Phonetic asso-
ciation 3, 2;. Petita
phonetique'' 3, 28.
Paste, CR. Tre scritti
apocalittici 20. 57.
Patin, A. rec. 20,298.56.
Patterson, Fr. A. Eng-
lish lyrics 16, 28.
Patzig, H. Sigfrid- und
Burgundensage 7. 75.
18, 69.
Paul, H. Ulrich von
Eschenbach 7, 86 f.
Paulus, M. Friedrich-
Wilhelms - gymn. in
Trier 1, \37.
Paulus, N. rec. 9, 65.
Paulussen, H. Sechs-
füßiger Jambus 5B,5^.
Peck,H. T. Dictionary
15, u.
Peeters, Th. Liederen
17, ;32.
Pelizaeus,Th. Legende
vom Judenknaben 20,
190.
Peralte, L. Par.sif al 18,
89.
Pereis, E. Papst Niko-
laus I 20, 208.
Perlbach, M. rec. 7,
^30.
Pernot, H. rec. 3, 'i.
Persson, P. Beiträge
zur idg. Wortforschung
3, \on. Tibble och
Tybble 14, ;28.
P e s c h , Chr. Summa
theologica des hl. Tho-
mas 20, 25 ^
Pesenti.G. Epigrammi
de tribusMariis20, \^8.
Petak, A. reo. (13) 10,
85.
Peters, P. Metell von
Tegernsee 20, 20"^.
Petersen, J. Litgesch.
als Wissenschaft 3, \7\.
Overtro fra gravhaug
14, 270. 18, ^8.
Petersen, 0. Greene's
Friar Bacon 16, 239.
Mario wes Doctor Fau?--
tus 16, 255.
190
Petersen, \V. Exozen-
trika 3, 9^.
Petersson, H. Tier-
namen 3, H6. 6, 7. lö.
14, 1^2. Ahd. thcesben
3, H7. 6. 12.
Petry, L. rec. 15, rr.
Petsch, K. Lercheimer
9, 25. rec. 18, ^0^,2.
Pettengill, E. W. Zu
Heinr. v. Neustadt 7,
<J2.
Pf äff, F. Heidelb. lie-
derhs. 7, ^^n^fi. Die ale-
mannische mda. (14)
10, \7. Hans Michel
Moscherosch's vorrede
zu Jak. Wimpheling
Germania 20, 295.
Pfalz, A. rec. 6, 52, ^
Aufruf (13) 10, 27.
Mundart des March-
feldes (13) 10, 29. rec.
(13) 10, 39.
Pfalz, J. Volksname
der Bayern 8, 8^.
Pfannmüller, L. Nu
zuo des der neve si 7,
9^. Heidin 7, \0H,\\.
Frauenlobs Marien-
ieich 7, \\6,\. rec. 7,
55,6. ^0'^,27.
Pfaundler, R. v. Das
deutsche Sprachgebiet
in Südungarn (14) 10,
36. Volkszählung im
deutsch. Westungarn
: 14) 10, 57. Voikszäh-
zählucgan derdeutsch-
ital. .«prachgrenze (14)
10, 38.
Pfeiffer, Fr. Deutsche
mystiker 7, ^2^.
Pfeiffer, R. Spreng 9,
?27. (14) 10, ^8.
Pfister,rTec.20,298,t3.
15. 20. 28. 35.
Pfleger, L. Predigt-
wesen 9, 1:.
Pflug, E. Suchensinn
7, U6,4. rec. (14) 10, 93.
Pf lugk-Har tung, von.
rec. 7. [H2.
Philipp, 0. rec. (13)10,
S5. (14) 10, ^4.
Autorenregister.
Phillpotts, B. S. Kin-
dred and Clan 2, ^79.
Phythe, W.H.P. Words
mispronounced 15, 72.
Picaret, F. Roger Ba-
con 20, 99.
Pick, A. Sprachstörun-
gen 3, '^3.
Picotti, G. B. Execra-
bilis di Pio II. 20, 292.
Pierquin, H. Beowulf
16, ^03,u
Pierre, Fr. E. Webster
and Dekker 16, 290.
Pietsch, P. Deutsche
frauennamen 8,5\. rec.
(13) 10, 85.
Pilcz. rec. 3, ^^3.
Pin es, M. Jüdisch-
deutsch 17, 28.
Pippin^, H. Fornsv.
lagsprnk 14, 67. Väst-
iiamnet kampe 14, ^1^5.
Schwund des h 14, ^70.
Piquet, F. rec 2, ^76.
3, 7\. 5, 60,2. 7, 33,U-
'^'^,5. ^0^,2. 5. 9. {\6,\.
[\8,\. 8, 29. 5-^,3. (14)
10, 76. 15, 77. \l\. 18,
58,2.85,2.8. ^0^,2. l'kö,^.
20, 298,7. 56.
Pirchegger, H. Steir.
geschichtsbeschreibun-
gen 7 ,^'^5.
Pirkl, L. Lieder 17, 29.
PI aß, J. An die deut-
sche nation 9, 53. Wei-
sen 17, 2\.
Plaut,J. Personif. sub-
stantiva b. Tennyson
15, 8^.
Plenio, K. Frauenlobs
Marienieich 7, ^05. Mur-
ner 9, 105.
Plummer, Ch. Vie et
miracles de s. Laurent
20, 189-
Poestion, J. C. Lehr-
buch der norw. spr.
14, 155. rec. 14, 238.
Pogatscher, F. König
Eother5B,5l. 7, I0'l:,22.
Pohl, J. rec. 5, 60,2.
Pohlenz, M. Frdr. Leo
1, 53.
Poirot, J. Questions de
technique et de m6-
thode 3, ^o. rec. 18,
10(,10.
Pokorny, J. Eisen 3,
^^^8. rec. 18, \o\,\.
Polak, L. reo. 18, 85,7.
Polheim, K, Altd.prosa
7, 26.
PoUak, W. Phono-
grammarchiv 3, \5.
5B,u. (13)10, 9. (14),
10, 28. rec. (13) 10, 85.
Polzer-van-Kol, H.
Priester Arnold 7, ^ 0*^, 2.
Pommer, J. Melodien-
register 7, \7. Volks-
lied 17, 29. Liederbuch
17, 98. Kelleraufschrift
17, ^75. rec. 17, 90. 91.
129.
Poppel, A. van. rec.
12, ^3.
Poppelreuter. In-
schriftenbruchstück 2,
^5^.
Poppen, H. Hartliebs
Alexander 7, ^25. 9, 37.
Posch 1, F. Seundrin
17, 29.
Pott, L. Gesch. d. d. lit.
5, 52.
Pound,L. Elends 15, 78.
Poutsma, H. A. Gram-
mar of modern English
15,91.
Preiß, E. Lieder 17, 99.
Premerstein, A. von.
rec. 2, ^50.
Preskott, H. W. rec.
3, 10^.
Preusch,E. rec.20,2'^'^.
Preuß, H. Lutherbild-
nisse 9, 66. rec. 9, 3.
^3. ^5. 82. 86.
Price, Ed. D. Engl.
dictionary 15, u. Histo-
ry of ablaut 15, 88. rec.
15, 88. 16, 89. 167,2.
283, H.
Priebsch, E. Heilige
regel 7, 15^,3.
Petersen— Ries.
191
Prick van Wely, F. P.
H. Etymol. 12, 50.
Prinsen, J. Lzn., J.
Handboek ndl. letterk.
12, 37.
Prior, Oliver H. Cax-
ton's Mirrour 16, ;35.
Probst, J.H. Mystique
de Eamon Lull 20, 227.
P r o b s t,0 . Isidors schrif t
Dö medicina 20, ye^k-
Prochaska, A. Prota-
zego poselstwo do
Polski 20, 293.
Procksch, A. Wort-
schatz Th.Storms 3, 5 ^
Prokoscb, E. Germ.
konsonantensystem 3,
^27.
Protscli, E. Kirmes im
Hunsrück (13) 10, 60.
Prümer, K. Schelte-
namen 11, 25. 17, \93.
Tod und teufel 11, 26.
17, 188. Kinderspiele
17, 76.
Pschmadt,C. Jescbute
7,98.
Pulver, J. Dances 17,
Puttkamer, Wanda v.
Supban 1, 87.
Puyvelde,L. van. Schil-
derkunst en tooneel-
vertooningen 12, 39.
Quente, P. Steinzeit-
liche ackerbaugeräte
2,52.
Rajna, P. Tristane 18,
92.
E.Hmbeau,A. rec.15,77.
Eanisch, W. rec. 14,
238. 18, U9,9-
Ranke, Fr. Gottfrieds
Tristan 7, 5^ Wälsch.
gast 7, ;0'^,25. Sage u.
erlebnis 18, 102. rec.
7, U6,5.
Rasmussen,K.H. Spra-
che John Andelays 15,
65.
Rattay, K. Ostracher
liederhs. 17, ^29.
Raudnitzky, H. Bell
Sweet schule 15, 77.
Rauschen, G. Flori-
legium patristicum 20,
55. Meine ausgäbe von
TertuUians apologeti-
cum 20, 2^^^
R au s s e , H. Volkslieder
17, 2^.
Read, AV. A. Vernerian
sound change 15, 67.
Rebbe, C. Passivbild-
ningarnas användning
14, 182.
Reber, P. Villages pre-
bistoriques 2, S'^. Fou-
illes ä Geneve 2, 85.
Reber, F. von. Bert.
Riehl 1, 67.
Redslob, W. mn 11, x^.
plilrr usw. 11, \5.
Reed, E. B. English
poetry 16, 3'^,2.
Regell, P. Rübezahl-
sage 18, 109.
Reiche, H. von. Arznei-
mittel 1, 122. 8, 83.
Reich el, E. Gottsched
1, 27 f. Quelle fürs
deutsche Wörterbuch 8,
88.
Reichert, H. Ma. von
Mönchzell (14) 10, -^6.
Reichert, 0. Luthers
werke 9, 6^5:.
Rein, W. Maß- und ge-
wichtsbezeichnungen
15, 29-
Reinecke, P. Ausgra-
bungen 2, 95. Kastell
Eining 2, \i\8.
Reinhardt, L. Der
mensch zur eiszeit in
Europa 2, 2.
Reinius, J. English
pronouns 15, \ [Oa..
Reinwald, K. rec. 20,
298,1.
Reissenberger,K. Vä-
terbuch 7, 91.
Reissinger, K. Deut-
sche Sprachlehre 8, 8.
Reiterer, K. Ennstale-
risch (13) 10, 30.
Reitzenstein,R. Atha-
nasius über das leben
des Antonius 20, 82.
Donatistisches corpus
Cyprianischer Schrif-
ten 20, 217. Dreierlei
fruchte des christlichen
lebens 20, 218.
Renner, A. Unsere ge-
setzessprache 8, 42.
Rest, J. Inschriften 17,
169.
Reuschel-Schultz, K.
Gesch. d. d. lit. 5, 53.
Reutter, H. Weih-
nachtsspiele 17, 165.
Revilliod, P. Präbist,
ansiedlung 2, 80.
Reypens,L. rec. 12, 63.
Rhyn, H. Fontane 17,
Rhys, E. Lyric poetry
16, 30.
Rieh, F. rec. 3, 170.
(14) 10, 93.
Richar, E. Geburt
Christi 17, 161. Grab-
schriften 17, 168.
Richard, L.S. Thomas
poete et theologien 20,
255.
Richter, E. Aeneas Syl-
vius 20, 290.
Richter, Elise, rec. 8,
131. 170.
Richter, G. Witzel 9,
116. 117.
Richter, W. rec. 7, 33,6.
101,16.23.28.31. 151,2.
9, 152.
Richters, F. Paläo-
lithische artef akte 2,28.
Richthofen, C. v. Sol-
datenlieder 17, 115.
Riegel, Jos. Salomo
von Konstanz 6, 28.
Riemann, L. Volkslied
17, 25. Ehestaiidslied
17, 52. Spinnstube 17,
129-
Riemer, G. Wörterbuch
z. arm. Heinr. 7, 101,10.
Ries, J. rec. 8, 20,1.
14, 238.
192
Kiese, A. Das rheini-
sche Germanien 2, 1,30.
Rieß, 0. Schulz 17, \2.
Rietsch.H. Frauenlob,
Reinmar von Zweter
und Alexander 5B,5^
rec. 17, \2^.
Riehemann, Jos. rec.
11, ^9.
Riezler, S. rec. 2, ;80.
Rijn, C. J. van. Afri-
kaans 12, 2\.
Ringeling,G.H. Babst
11, 63.
Risch, A. Deutsche
bibelsprache 9, 9^^. rec.
9, loa.
Rischen, K. Flecks
Floire 7, \0^,5.
Rittler, P.Leibniz 1,50.
Rittinghaus, W. Lie-
derblatt 17, 37.^
Ritzen, N. E. Adalens
folklif 14, 27 \.
Roberts, R. G. Place-
names of Surrey 15, 3 1 .
Robinson, Eloise. Jo-
seph Beaumont 16, 20 \ ,
Rochowanski, L. W.
Hämetgsang (13) 10, 7 1 .
Rödl, M. Sprücheln 17,
29.
Roder, P. Schuldrama
in Trier 1, \5'.
Roeder,Fr. Ags.jugend
16, \5. \6.
Roediger, M. Höfler 1,
58. Volklieder 17, \^.
Roese, E. Spinnstuben-
lieder 17, 129.
Roessingh, A. L. A.
De vrouw bij dietsche
moralisten 12, 40.
Roethe, G. Deutsche
kommission 1, \03. Vo-
gel 9, 132.
Rohde, R. Marlowes
Faustusl, U2. 16, )15,6.
R 6 heim, Geza. Igel-
sagen 18, (0-^.
Rühl, H. Gesch. d. d.
dicht. 5, 60,3.
Autorenregister.
Bonjat, J. Langaged'un
enfant bilingue 3, ~\.
rec. 3, 7\. ^6^. 8, s-^jS.
Roof, R. K. rec. 16, \5<).
Boop, Tb. Colley Cib-
ber s 'The Rival Fools'
16, 207.
EoqueSjM. Geographie
linguistique 3, 7^. rec.
3, \0^.
Rösemeier,E. Sprache
ae. denkmäler 15, ^\.
Ros6n,H. Phalloskulten
i Norden 14, 30 \. Phal-
losguden 18, 35. Frey-
kuit 18, 36.
Rosenhagen, G. Wort
u. gedanke 1, 122. Mhd.
erzählungen 7, '{%'^.
Charakteristik Hart-
manns 7, 56. Zobel V,
Connelant 7, 57. D.W.
16. bd., 1. lief. 8, 91-
rec. 7, 10^,2^.
R Osler, Margarete. Er-
ziehung in England IC,
85.
Rossi,P. Claudio Tolo-
mei 20, 32.
Roth, F. Spangenberg
9, 122.
Roth, J. Zum (sieb.-
sächs.)wtb. (13)10, 62.
Roth,P. Zeitungen 9, 28.
Roth,W. Wortstellung
im ags. 15, 96.
Roth er, K. Worttypus
faulenzen (13) 10, 6.
Fremdwörter in der
schlesischen mundart
(13) 10, 76. Ein schles.
wtb. von Hoffmann von
Fallersleben (14) 10, 8^.
Rotta, P. Niccolo Cu-
sano 20, 279.
Rotter, C. Schnader-
hüpfl 5B,5^ 17, \29.
Volkslied 17, ^6.
Routh, J. English lit.
criticism 16, 87.
Routledge. Newdictio-
nary 15, 9.
Royen, G. Woordge-
slacht 12, H-
Rozniecki, Stan. Va-
reegiske minder 14, 302.
Rozwadowski, J. v.
rec. 3, 7\.
Rubel, K. Fränkische
Siedelungen 2, ;62.
R ü b e 1 , R. Sprachstörun-
gen 3, ^^2.
Rubinyi, M. Problem
der lautnachahmung
(13) 10, 8.
Ruckmich,C.A. Biblio-
graphy of rhythm 3,
65. Kinsesthesis and
rhythm 3, 66.
Rudberg, G. Enhärads-
gräns 14, \2^.
Rudwin,J. M. Teufels-
szenen 1, 2\. Drama
u. liturgie 7, 2^. 20, 26.
Prophetensprüche 7,
33,U-
Ruhe, H. Breiter stein
11, \5a. 17, i{\. Volks-
lied 17, 29. Volkslieder
17, ^29.
Rühlemann, C. Span-
genberg 9, (23.
Rühlemann, M. Harle-
qtiin 3, ;70.
Rumpf, F. Soldaten-
lieder 17, \\6.
Ruschke, Frz. rec. 8, 3.
Ruth,W. rec. (14)10,93.
Rutz, 0. Musik, wort
und körper 5B,30.
Rygh, 0. Gaardnavne
i Bratsberg 14, 98.
Sabbadini, R. L'ele-
mento volgare nelle
grammatiche latine 20.
30. reo. 20, 277.
Sabbe,M.Driekoningen-
lied 17, {5\.
Sabersky, H. Altfran-
zösisches in der schle-
sischen mda (14) 10, 85.
Dictionary 15, \5.
Sachsse, C Hubmaier
9,^3,
Saxen, E. Nyländska
byanamn 14, ^3^.
Sahlgren, J. Locke,
Läckered og Lacktorp
14, ^30.
Sahr, J. Brant 9, ^52.
Saintsbury, G. Eng-
lish lyric 16, 29. Eng-
lish novel 16, 36.
Salomon, R. K. Zeu-
merl,\o^ Konrad von
Megenberg 7, ^29. 20,
^87.
Salverda de Grave,
J. J. La langue fran-
(jaise en Hollande 3,
\55. rec.3, 7{. 20,298,7.
S a 1 z e r , A. Illustr. litg.
5, 60,^^.
Samuelsson,K. J. Sam-
mansättningarmed -lös
och -fri 14, ;^73.
Sandison, H. E. 'Chan-
son d'aventure' 16, \ \.
Sandkühler, K. Dra-
chenkopf des hl. Georg
16, 66.
Sandström, J. Gille-
urkund frän medel-
tiden 14, 303.
Sandwall, F. Ändelse-
vokalernas växling i
östgötalagra 14, ^7H.
Samlade dikter av Lu-
cidor 14, 229.
Sandys, J. E. Eoger
Bacon 16, \()7. 20, \o\.
Sänge, rec. 20, 93.
Sänger. Lieder 17, 33.
Sarauw, G.F.L. Magie-
mose 2, 55. Rentier in
Europa 2, ^27.
Sarrazin, Gr. Kädmon
16, \7,\.
Sarrazin, 0. Luther
und der Sarrazinismus
9, 97. Hans Delbrück
u. d. ADSprY. 9, 97.
Sauer, A. Minor 1, 6^
Sauer, 0. Chevy-chase
17, ^37.
Schaaffs, G. Misel bei
Goethe 10, 5.
Schacherl, A. Flachs-
bau (13) 10, 33.
Eiese - Schmeck.
Schaching, 0. v. Eu-
lenspiegei 9, \8.
Schade, L. Hieronymus
ausgewählte Schriften
20, ^6^.
Schädel, B. rec. 3, 9.
Schaefer, H. Waffen-
studien 14, 290.
Schäfer, D. Deutsch-
französische Sprach-
grenze (14) 10, 2.
Schäfer, K. H. rec. 20,
Schagen, A. Görres 1,
26.
Schairer, J. Religiöses
Volksleben 1, 5\. 9, 3.
20, 273.
Schallaudek, J. Volks-
lied 17, 29.
Schaller, F. Krippen-
lieder 17, 29.
Schanz, M. Eömische
literatur 20, 38.
Schatz, J. Bruchst. von
Eudolfs weltchronik 7,
Scheel, 0. rec. 9, 68.
79. 88.
Scheepstra, T. J. A.
Drie coninghen 12,65.
Scheftelowitz,J. Laut-
gruppe zg 3, 88.
Scheidweiler. Sei-
fridslied 9, ;^20. 18, 7*^.
Scheiner,A. Ein mittel-
fränkisch es akzentge-
setz (14) 10, 89.
Schell, O. Eheinisch-
westfälische Volkskun-
de i. j. 1913 (14) 10, 5^.
Schelling, F. E. Eng-
lish lyric 16, 3^^, ^ Eng-
lish drama 16, 39. 223.
Schenk, Th. Charles
Shadwell 16, 270.
Scherer, H. Tale of a
tub 16, 230, ^.
Scherer, W. Gesch. d.
d. lit. 5, 5^.
Scherrer, H. Soldaten-
lieder 17, \\7.
Scheurleer, D.F. Man-
nen ter zee 17, \55. Ya-
ren en vechten 17, ^3';^.
Jahresbericht für germanische philologie. XXXVI. (1914
193
Schiemann, Th. Victor
Hehn 1, 32.
Schill mann, Fr. Württ.
Urkunden 7, ^4^3.
Schillmann. Jak. von
Jüterbock 20, ^7^.
Schissel v. Fleschen-
berg, 0. rec. 6, ^5,7.
Schi ach ter,W. Annales
Fuldenses 20, 73.
Schläger, G. Kinder-
Heder 16, 62.
Schlecht, J. Joh. Ecks
anfange 20, 28 ^
Schlegel, A. W. von.
Briefwechsel mit Las-
sen 1, 72. Briefe 1, 75.
Schlegel, Caroline.
Briefe 1, 8^.
Schlegel, Dorothea.
Briefe 1, 8^.
Schlegel, Friedrich.
Briefe 1, 75.
Schlegel, E. Uhrum-
schriften 17, ^76.
Schlemilch, W. Spät-
engl. Sprachdenkmäler
15, 59.
Schienther, P.Brahms
Schriften 1, {O'k.
Schlessing, A. Deut-
scher Wortschatz 8, 93.
Schliz,A. Steinzeitliche
wirtsch af tsf ormen2,'(; 6 .
Nordeuropäische schä-
delbildung 2, ^7.
Schloemp,F. Soldaten-
lieder 17, U8.
Schlosser, H. rec. 9,
^Oa.
Schlupkoten, P. Her-
mann Damen 7, ^07.
Schlüter, O. rec. 2, ^62.
Schlüter, W. Eunen-
kalender 19A,3\. rec.
19A,38.
Schlutter, 0. B. Ahd.
glossen6,22. Ae. apru-
ten 15, 28. Ae. Wort-
forschung 15, 28. Er-
furter glossar 16, \\i.
Eobert Brunne 16, \5^.
Schmeck, A. Kirchen-
lied 9,^7. rec. 7, ^0'^;,29.
) n. Teil. 13
1LJ4
Autorenrcarister.
Schmeidler, B. Adam
von Bremen 2Ü, 60. rec.
20, 298,55.
Schmekel, A. Positive
Philosophie 20, ;85.
Schmidt, A. Kriegs-
gesang 17, 85a.
Schmidt, Benno. Frank-
furt er Zunfturkunden
7, U9-
Schmidt, Bernhard.
Gajtz 3, H9- 8. 98.
Schmidt, E. Grimms
märchen 18, \2ö.
Schmidt, Fr. ludef. ar-
ticle 15, 107.
Schmidt, Heinr. Deut-
sche maa. in Südungarn
(14) 10, 88.
Schmidt, K. W. F. rec.
3, 170.
Schmidt, L. Fränkisch-
alamannische grenze 2,
\6[. Reiche der völker-
wanderuag2,\6'^. Deut-
sche Stämme 2, ^80.
Schmidt, Leonh. Gu-
drun 7, 70. rec. 2, ^28.
129-
Schmidt, Martin. Kon-
sonantismus derBonn-
läuder mda. (13) 10, 55.
Schmidt, P.E. Kloster-
regel des hl. Benedikt
20, ^02. Ausgabe der
Benediktinerregel 20,
106.
Schmitz, K. Der hand-
webstuhl in der Kre-
felder mda. (13) 10, 65.
Schmitz-Kallenberg,
L. Historiographie d.
deutschen geschichte
20, n-
Schmöckel. Haussprü-
che 17, ^75.
Schneider, Franz. Uni-
versität Heidelberg 1,
^52. Universität Helm-
stedt 1, \5^. Briefe
Haeberlins 1, {ZU.
Schneide r,Heinr. Wolf-
dieterich 7, \0't,50.
Grimms dt. sagen 18,
105. rec. 8, 96,3.
Schneider, K. Ausge-
staltuug der deutschen
spräche 8, 35.
Schneide r.Peter. Wort-
schatz der Bamberger
mda. (1.3) 10, 58.
Schneider, ß. Ae. rät-
sei des Exeterbuches
16, \\6.
Schneegans, H. Gust.
Gröber 1, 30.
Schnetz, J. Das Lur-
problem 8, 76. (13) 10,
57.
Schnorf, K. 'Schweize-
risch' oder 'Schweizer'?
(13) 10, ^0.
SchnuckjM. rec.5,60,3.
Schoell, Fr. L. 'Sir
Gyles Goosecappe' 16,
238. rec. 16, 262.
Schoepperle, G. rec.
18, \0\,6.
Schofield, W.H. Engl,
literature 16, 7 2, ^ . Chau-
cer's Legend of Cleo-
patra 16, ^56.
Scholl, K. Maa. des
kreises Ottweiler (13)
10, ^5.
Schollen, M. Aachener
Sprichwörter (13) 10, 63.
17, ^89-
Schollenberger. Na-
tionalhymne 17, ^28.
Schölte, J.H. rec. 7,5, ^
H'^,,\. 11, 72.
Scholz, B,. Elirchen-
politische Streitschrif-
ten 20, 56. Marsilius
von Padua defensor
pacis 20, 200.
Schön, F. Eheinf rän-
kische madichtung I
(13) 10, 48. Lina Som-
mer (14j 10, 'k'k. Stadt-
gespenster 10, 66.
Schonack. W. rec. 1,
72. ^36. 20, 20.
Schönbrunn, E. Volks-
lieder 17, ^29.
Schönfeld, M. Alt-
germ. Personennamen
3, 170. 8, 5'k,\. rec. 3,
170. 8, 56,3. 14, H9-
Schönhoff, H. Westf.
dialektliteratur 11, <^9,
Schon ing, O. Sprog-
forskningens vilde
skudd. 3, 52. rec. 3, 7{.
Schoof, W. Der name
'Altkönig' 8, 6^. Hessi-
sche Ortsnamenkunde
8,67.68. (13)10,50. (14)
10, ^9. Volkstümliche
namenkunde 8, 7/^.
Schwälmer mundart
(13) 10, 49. (14) 10, ^8.
Fuldaer namenkunde
(13) 10, 51. Kanzleistil
u. flurnamenforschung
(13) 10, 52. Hundrück
(14) 10, 6^.
Schopen, E. Centum-
völker 3, 122
Schoppe,Gg. Geschich-
te der fremdwörtor 8,
89. Volkskunde 18, U 2.
Schopper, F. Niobe-
mythus in der d. lit.
3, U6.
Schöpperle, Gertrud.
Tristan 7, ^0^,8.
Schornbaum, K. Me-
lanchthon 9, ^oo.
Schottenloher,K. rec.
20, 298,6.
Sehr ader, 0. Germanen
und Indogermanen 3,
^07. Herkunft der Ger-
manen 3, \\0. Indo-
germanen 3, ^2^^. Viktor
Hehn und die Sprach-
wissenschaft 3, ^2'^.
Schrader, W. for- and
fore - Verbalkomposita
im Engl. 1.5, 85.
Schramm, F. Schlag-
worte der Alamodezeit
8, H05.
Schrank, W. Luther-
buch 9, 70.
Schreiber, Ch. Er-
kenntnislehre des hl.
Thomas 20, 257.
Schreiber, F. Ketten-
reim 17, 29.
Schreibmüller, H. rec.
2, \6<k.
Schmeidler — Sechehaye.
195
Sclireiner, A. Mfrk.
akzentgesetz 5B,\7.
Schremnie r.W. Dresch-
reime (14)10,83. 17, 57.
Volkslieder 17, ^29.
Schreuer, H. Altgerm,
sakralrecht 2, \2ö.
Schröder, A. Augusti
nus über den gottes-
staat 20, 8*.
Schröder, E. Wilmanns
1,9?. Otfrid 8,27. Ezzo
7, ^^8. Altd. schwanke
7, 10-^,27. rec. 7, 33,U-
11, 5. 17, U9-
Schroeder, Fr. Fried-
rich - Wilhelms -gymn.
in Trier 1, \57.
Schroeder, L. von. Alfr.
Ludwig 1, 57.
Schroeder, O. Papier-
ner Stil 8, 28,V
Schröer, A. Engl, aus-
sprachewörterbuch 15,
77. Engl, literaturge-
schichte 16, 6. rec. 15,
19. 36. !\5. '{ö. 50. 58. 77.
Schrörs,H. Tertullians
apologeticum 20, 239
Schrutz, n. Lieder 17,
U9-
SchuberthjH. von. Lu-
thers leben 9, 77.
Schuchardt, H. Nu-
bisch und Baskisch 3,
10^. Deutsche schmer-
zen 3, \37. Negerhollän-
disch 12, 22. rec. 3, ^5.
Seh uchhardt, C. Liss-
dorf 2, 5\. Goldfund
bei Eberswalde 2, 6^.
Schuck, H. Svensk
litteraturhistoria 14,
23.'>.
Schuhmache r,K. Stab-
reim 56,^^8.
Schullerus,Ad. Sieben-
bürgisch - sächsisches
Wörterbuch (13) 10,6t.
Zum (sieb.-sächs.) wtb.
(13) 10, 62.
Schulte, F Lamb. An-
gebliche altfranzösi-
sche Ortsnamen in
Schlesien 10, 86.
Schulthess, O. In-
schriften aus der
Schweiz 2, ^33. Römi-
sche augenarztstompel
2, \35.
Schultz, V. Unpers.
subst. bei Spensor 15,
83.
Schultz-Gerhard, S.
Schwenkfeld 9, \[<).
Schult z- J o h n s o n,E.E.
Schwenkfeld 9, U9-
Schultz-Reaschel, E.
Ge«ch. d. d. lit. 5, 53.
Schultze,E. rec.l7, t30.
Schnitze, Fr. rec. 5,
60,2.
Schnitze, M. Frühneo-
lithische jagdgeräte 2,
Schulz, E. Englische
schwaukbücher 16, 269.
Schulz, H. Deutsche
gramraatik 5, {. Deut-
sches fremd Wörterbuch
8, 96,5.
Schulz, W. Felsenzeich-
nung 18,7. rec. 2, 60.
Schulz, W. Augustinus
über d. Verhältnis von
ratio und fides 20, 9'^^.
Schulz-Gora, 0. rec.
3, 170.
Schulze, B. Exmor
Scolding 15, 58.
Schulze, E. Die d. lit.
5,5^.
Schulze, F. Geschichte
derhauptlasterlehre20,
50.
Schulz, K. Zu Halls
Satiren 16,2'^0.
Schulze, Rud. Niederd.
schriittum 11, 50. Ndd.
austandsbuch 11, 58a.
Schulze, Werner. G.
Schwab 1, 86. Ahd.
hnegen 6, \o.
Schumacher, K. Neo-
lithische depotfunde 2,
4:9. Galliscüe stamme
2, 79. rec. 2, ?28.
Schumacher, K. Stab-
reim im Mittelengl. 15,
U7.
Schumann, M. Luthers
werke 9, 66.
Schummer, R. John
Walton 16, 285.
Schuppe, E. Grego'ius
Peccator 7, 60.
S chürmeyer, W. Kar-
dinalkollegium unter
Pius IL 20, 291.
Schütte, G. Ptolemy's
atlas2, 131. Ptolemäus-
karten 2. 132. Hof- og
statskalender 14, 9^^.
Schütte, 0. Verdrän-
gung des ndd. 11, 2.
Zum mnd. wörterbuche
11, 16. zubuttern 11, 17.
Braunschweigische sa-
gen 18, 113.
Schwab, F. Forster 9,
136.
Schwaller, J. Spangen-
berg 9, 125.
Schwalm, J. H. Schwäl-
mer wees 17, 190.
Seh wantes, G.Deutsch-
lands Urgeschichte 2,
117.
Schwartz,E. A räbala-
pinesközi nyclvjäräs
hangtana (14) 10, ^^0.
Schwartz, W. A. W.
Schlegel 1, IH'.
Schwarz, Fr. Kinder-
lied 17, 77.
Schwarz,K. Intervoka-
lisches -g- im fränki-
schen (14) 10, 63.
Seh wer in, Gl. V. Rechts-
geschichte 2, 126.
Schwietering, J. Mer-
seb. zauberspr. 6, 30.
18, 8.
Schwyzer, E. Sprach-
verwandtschaft 1, 135.
3, 7'^. Schweizerisches
Idiotikon (13) 10, 12.
(14) 10, 7.
Scott, Elliot, G. F. Pre-
historic man. 2, 5.
Sechehaye, A. La
grammaire et Ja vie
du langage S, ^i^.
196
Autorenregister.
Sedgefield,W.J. Beo-
wulf 16, 96.
Seeberg, E. Lateinische
predigt aus dem 3. Jahr-
hundert 20, 221-
Seedorf, H. Deutsches
Wi.rterbuch 1, \03.
Seeh ausen.W. Wyssen-
heni 7, 10"^, 31- 9, \52.
Seemann, E. Hugo von
Trimberg 7, 66. 20, ;70.
Seemann, Marg. Sir
John Davies 16, 208.
Seemüller, J. Kom-
mission für das Baj'e-
risch-üsterr. wtb. (i4)
10, 27.
Sedgef ield,W.J. Place-
name 'Haie' 15, 33. reo.
15, 35. 58.
Seger. Urgeschichts-
forschung in Schlesien
2, uo.
Seiberth, Ph. Lin-
guistic change 3, 35.
Seifert-Kuntner, M.
Tänze 17, 29.
Seiffert, F. Genesis A
und Beowulf 15, 60.
Seiler, Frz. Deutsche
kultur 8, ^08,\. Deut-
sche Sprichwörter in
latein. fassung 20, 235.
Seip, D. A. Storm
Munchs Saga 1, Wk.
Norsk sproghistorie 14,
156. Sproget hos Wer-
geland 14, {8^.
Seppelt, F. X. Hed-
wigslegenden 7, 9. rec.
20, ^^6. 280. 293,2;.
Setälä, E. N. Entleh-
nung und Urverwandt-
schaft 3, 75. Germ, be-
standteile im Ostsee-
finnischen 3, ^70. Väi-
nämöinen 18, ^{0.
Seton, W. W. Life of
Agnes of Prag 20, 62.
Settegast,F. Deutsche
volksnamen im franz.
volksepos 8, 59.
Setterwall, K. Sv.hist.
bibliogr. 14, 37.
Seuffert, B. Wieland-
aui^gabe 1. ;03.
Severin, H. Sauerland
17, 55.
Shorey, P. rec. 3, {O^k-
Sieben, W. Biblisches
17, 188.
Siebourg, M. rec. 2,
;30.
Siebs, Th. Dahn und
Scheffel 1, U- '0. Hu-
manist, und deutsche
bildung 1, ^2'^. Wort
und brauch (13) 10, 72.
Schlesische Volkskunde
(13) 10, 73. rec. 8, 56, ;.
(14) 10, 93.
Sieper, E. Altengl. ele-
gie 16, 32.
Sievers, E. Die Butz-
schen reaktionen 5B,3 2,
3'^. Technik d. wortst.
in d. Eddal. 14, 238.
Sievers,H Stapelholmer
ma. 11, 38.
Sijmons,B. Kudrun 7,
69.
Silex, H. Jangdeutsch-
land 17, H06.
Silva, P. Cronistica Pi-
sana 20, U7.
Simek, E. Vorgeschichte
Böhmens 2, 90.
Simon, W. Brahm 1, 5.
Simons, L. Walther-
sage 18, 65.
Simonsen, C. Brandes
1,7.
Singer, H. Bernardus
Compostellanus anti-
quus 20, uo.
Singer, S. Aufsätze 7,
33,2. ApoUonius 7,
\oi^.{2. Gassenhauer
17, 26.
SjöbergjF. Majvisa 17,
;56.
Sjöberg,L. Odensägen
fr. Blekinge 14, 2'?;6.
Sisam, K. Epenthesis
in sl, sn 15, 69.
Sixt. Eömische Inschrif-
ten 2, ;'^9-
Sixtus, G. Dialekt-
schriftsteller Frank ßo
binson 15. 58.
Skar, J. RevenogBjer-
nen 18, ;3;.
Shearin, H. G. That-
clause 15, \ \ \.
Skeat, W. W. Glossary
of Tudor and Stuart
words 15, 7. Engl, ety-
mology 15,28. Chaucer
16, ;67,2.
Skemp, A. R. rec. 16,
Skulerud,O.Nyenorske
ord 1, U'^-
Slijper, E. rec. 20, ^72.
298,28.
Smith, A. H. Wester-
woldsche dialecten 12,
18.
Smith, G. CM. rec. 16.
23 ;. Gabriel Harvey
16, 2^\. rec. 16, 283, ;.
Smith. R. Balladl7, U8.
Soames, Laura. Tea-
cher's manual 3, 28. 15,
77.
Sobolewski, A. J.
Wohlklang 3, 83.
Söderwall, K F. Ord-
bok 14, 58. Rättsut-
tryck 14, 68.
Sohm, W. rec. 9, 76.
Sommer, F. Konträr-
bildungen 3, 85.
Sommerfeldt, W. P.
Kunsthist. - archäolog.
bibliogr. 1913 14, ;9-
Sonnenschein, A. Re-
form in gramm. nomen-
clature 3, 69.
Sonnleithner, R. Wie-
ner neuphüol. verein
1, U9-
Sooder, M. Sprüche 17,
Spaar, 0. Mittelalter-
liches engl, drama 16,
Spahn, M. rec. 9, 28.
Spalding, Mary C. Char-
ters of Christ 16, (37.
Spanier, M. rec. 9, (52.
Sparmberg, P. Stein-
höwel 9, (28.
Specht, Th. rec. 20,80.
Sperber, H. Sprachver-
änderung 3, 39. Germ,
wortkunde 3, (50. 6, 6.
Djurnamnl4, (32. Här-
nevi 14, (^9.
Speyer, J.S. rec. 3, (O^^.
Spiegel, K. Hexen-
prozesse 18, 26. Über-
fahrtssagen 18, (07.
Spies. H. Festschrift
für Morsbach 1, ((2.
Chaucer's religiöse
grundstimmuug 1, ((2.
Posies 1, ((8. 17, x^Z.
Chaucer 16, (5. (7.
(67,5.
Spiller, R. rec. (13) 10,
85.
Spingarn, J. E. Dra-
matic criticism 16, 78.
Spira, Th. Engl, laut-
entwicklung 15, ^8.
Spitta, F. Blaurer9, ((.
Hubert 9, ^(2. Ein feste
bürg 9, 52. Sattler 9,
((5. Weisse 9, (35.
Kirchenlied 9, (52. rec.
9, (52.
Spitzer, L. rec.3,7(. (70.
(14) 10, 93.
Sprengel, J. G. DGV.
1, (2';^- rec. 5, 57.
Stabile, Fr. Eegola di
s. Benedetto 20, (05.
Stach, J. rec. 20, 298,36.
Stahl, A. Volkslied 17,
29.
Stahl, E. L. rec. 20,
298,6.
Stählin, W. Sprach-
psychologie 3, 36. Me-
taphern 3, 'liO.
Staiger.E. Watt 9, (34;.
St alz er, Jos. Glossar Ic
6, 20.
Stammerjohann, ß.
Idiotismen 11, 34;. 37.
Volkslied 17, ^0.
Sedgefield — Stratil.
Stamm-Heyne. Ulfilas
4, (4,2.
Stammler, W. Luthers
werke 9, 66. rec. 5, 56.
7, 33,8. 16, 75,2. 20,
298,6.
Stärk, J. Rückumlaut
5, 8,2.
Staub, F. Schweize-
risches idiotikon (13)
10, (2. (14) 10, 7.
Stauff, Ph. Haussym-
bolik 19A,32.
Stead, M. T. Manegold
of Lauterbach 20, (97.
Steenstrup, J. Sles-
vigske stednavne 14,
(33. Ballad 17, (54.
Stefanovic, S. 'Deor'
16, (06.
Steffen, E. Name der
Germanen 3, ((2.
Stehle, Br. rec. (14) 10,
2(.
Stehlin, H. G. Prähist.
ansiedlung 2, 80.
Stehmann, W. Studen-
tenabenteuer 7, (04,2^^.
Steidel,R. Zecherlieder
9, (37.
St elf f. Württ. literatur
vom jähre 1911 (13)
10, 23.
Steiger, A. Spitteler
und das fremdwort
(13)10, ((.
Steilen, D. Inschriften
17, (78.
Stein. Soldatensang 17,
(20.
Steinberg, H. Reyen
bei Gryphius 5B,27.
Steinberger, H. Hir-
landa 18, 94. Altaiche
annalen 20, 72.
Steinberger, L. Hl.
Marinus u. Annian 20,
(99.
Steiner, P. Römische
mosaiken 2, (44.
St einhausen,Gg. Deut-
sche kultur 8, (08,2.
Steinhauser, W. Ko-
kein (14) 10, 3. rec. (13)
10, 29. (14) 10, 93.
197
Steinke, Fl. Sprach-
proben 11, ^2.
Steinlein. rec. 9,87.
Steinmeyer, E. von.
A. E. Schönbach 1, 8'^,
Stellhorn, F. W. rec.
7, 33,1 (.
Stellwagen, A. W. rec.
12, 25.
Stempel, B. v. d. Rid-
dere wetter mouwen
12, 54. rec. 12, 69.
Stemplinger. rec. 3,
(04.
Stenzel,K. BeatusRhe-
nanus 20, 278.
Stephan, H. rec. 1, 93.
Stern, J. Goethe, welt-
lit. u. Berteis 3, (74.
rec. 3,(88,3. 4. 6. 5,60,2.
Sternberg, L. Die
nassauische lit. 5, 56.
Stiefel, A. L. rec. 7,
(04,(2. 20, 298,2. 34;.
Stjerna, K. Beowulf
16, (03,3.
Stieglitz, L. Marsilius
von Padua 20, 202.
Stiller, 0. Luther u.
Zwingli 9, 59.
Stimming, R. Fibel-
formen 2, (06.
Stöbe, P. Weihnachts-
spiele 17, (59.
Stoll, J. Schreibfehler
3,41-
Stoltz, G. Bergens by-
mäl 14, (94.
Stolze, W. Jsb. 9, (.
Stölzel,A. Volksmytho-
logie 3, 64. 18, 56.
Stop es, Ch. C. English
stage 16, 50.
Storme, J. Bronnen
van Kiliaan 12, 27.
Stracke, D. A. Hade-
wych 12, 48. Beatrys
12, 49. Horoscopen
15. eeuw 12, 67. rec.
12, 69.
S t r a t i 1 , D . Weihnachts-
lieder 17, (62.
198
Strauch, Ph. Eckart-
probleme 7. 15^,2. Brei-
ter stein 17, ■^\. rec.
9,90.
Strauß, Br. Niclas von
Wyle 7, 15^,5.
Strauß, D. F. Hütten
9, ^5. 20, 28^.
S treib, A. Praecepta
vivendi 20, 2^3.
Streicher, O. rec. 1,
\2\. 8, 93.
Streitberg, W. Zur
got. grammatik 1, ^5.
Zu Graßmanns gesetz
3, 8\. Grot. grammatik
4, 6. Metrik 5B,9.
Strohecker, Fr. Dop-
pelformen 15, \\6.
Stückelberg, E. A.
Apokryphe heilige 20,
^37.
Stucki, K. Schweize-
risches Idiotikon (14)
10, 7.
Stuckmann, A. Prä-
historische gräber2, 53.
Stückrath, O. Drei
kunstlieder 17, ^3a.
Stuhl, K. Hundrück
oder Hunsding (14) 10,
65.
Stumme, H. Harff 9,
Stur, J. Slaw. sprach-
elemente 8, 58.
Stütz, F. Reimpaare
öBj-^i. Gengen bach 9,
Sudhoff, K. rec. 11, 72.
Sundström, E. Studier
Ö. Skogekär Bärgbo 14,
228.
Suolathi, H. Germ,
namen für körperteile
im Finnischen 3, ^68.
Französisches suf fix im
Mhd.3, ^69. 7,2. Vogel-
namen 6, ^5,6. 8, 56, ^
rec. 3, ^70.
Sütt erlin, L.Deutsches
Wörterbuch 1, ^03. Wer-
den und wesen der
spräche 3, 7^.
Autorenregister.
Sverdrup, G. Kamp
mellem Vsetterl4, 272.
18,21.
Sverdrup, J. Aksent-
veksel 1, U4- 3, ^26.
Swaen. A. E. H. How
a man may chuse a
good wife from a bad
16, 250,2.
S w e n u i u g , J. Argbigga
14, 81.
Sweet, A. Collectedpa-
pers 15, 75.
Svvoboda, AI. Wort-
sammlung aus der Ta-
chauer gegend (13) 10,
Sydow, C. W. V. Gren-
del i angs. ortnamn
14, \3a:. 18, 6^. Hymes
bägare 14, 2'^7. Folk-
miunena 17, \55. Ord-
spräk 17, ^97.
Sykes, H. 'Webster 16
286.
Sylwan, 0. Studier i
svensk vers 14, 2^-^
Fj^rtiotalets Student 14
504:-
Synnerberg, C. Minu
ciusliteratur 20, 205.
Syrett, Notta. Miracle
plays 16, 4; 4.
Tailhade,L. Ulrich von
Hütten 20, 286.
Tait, J. Chronica Jo-
hannis de Reading 20,
\78.
Tapp an, E. M. English
literature 16, '^.
Tappolet, E. Haustier-
namen 3,96. Alemanni-
sche lehnwörter 3, ][56.
(14) 10, 1 \.
Tarbeil, F. B. rec. 3,
Tardel, H. Liedstudien
17,51. 139-
Tatarinoff, E. 6. be-
richt d. Schweizer ges.
f. urgesch. 2, 18.
Tatlock, S. J. P. Chau-
cer 16, H5. 147. 150.
IM-
Taube, Fr. W. rec. 18,
U9,5.
Tavernier,W. Waltha-
rius 18, 67.
Taylor, H. 0. The me-
dieval mind. 20, 52.
Taylor, E. Political
prophecv 16, 89.
Tegner, E. Plister 14,
Tejessy, F. Lieder 7,
^0. 9, {iko.
Tertsch, H. rec. 2, U7.
Teuchert, H. Job.
Franckl. ^8. Chr. Wal-
ther 1, 95. ZfdMa. (13)
10, \. rec. (13) 10, 22.
(14) 10, 93. 11, 72.
Teuf fei. Dername 'Teu-
fel' 8, 52.
Thedieck. rec. 7, ^0^,\7.
Theobald, L. rec. 9, \7.
Thiele, E. Luthers
werke 9, 64;.
Thietz, ß. Ballade 17,
129-
T h o d e,H. Luthers werke
9, 66. Luther und die
deutsche kultur 9, 89.
Thomas, S. Pantzer-
hjelm. Wortgeschichtl.
kleinigkeiten 1, Wk.
Thommen, E. Univer-
sität Basel 1, H30.
Thorndike, L. E. Ba-
con and the experi-
mental method 20, ^00.
Thulin, J. Ortnamns-
undersökningarnas ka-
merala betydelse 14,
^35.
Thumb, A. Satzrhyth-
mus 5B,29. rec. 3, (2^^.
Tieck, L. Briefe 1, 89.
Tiede, J. Persönl. gn-
schlecht 15, 87.
Tieje, A. J. Critical
heritage of fiction 16,
79. rec. 16, 75,3.
Tilemann, H. Franzis-
kus V. Assisi 20, H6.
Tinbergen, D. C. rec.
12, 69.
Strauch — Vogt.
199
Tobler, L. Schweize-
risches idiotikon (13)
10,^2. (U)10, 7.
Tomsa, A. Dalimilsche
reimchronik 7, 79.
Torf, A. brente 1, \\5.
Torp, A. Ordförklarin-
gar 14, 82. Indskriften
paaRök-stenen igAjS^^,
Torrens, R. K. Eng-
lish idiomatic expres-
sions 15, Wk.
Trapp. W. Vers im
Kynewulf 15, ^20.
Trautmann, M. Wül-
fing 1, \oo. Altengl.
rätsei 5B,'^7. Kl. iaut-
lehre 15, 73. Sprach-
schatz 19A,35. Ae. rät-
sei 16, U7. \\8. \2\.
^22. ^23. \2%\.
Trautmann, E,. rec.
3, \2^. Got. mag und
slav. mogq 4, \o.
Travnik,E. Hartlieb 7,
^2«^. 9, 36.
Tröcsänyi, D. Hum-
boldts sprachphiloso-
phie 3, 30.
Trench, W. F. Inau-
gural lecture 16, 73.
Trenkel, P. Vülkerbe-
wegungen 2. ^59.
Treseburg,H. Martini
17, 55.
Tschinkel, H. Bedeu-
tungswandels, ^36. 5,7.
Tschirch, 0. Görres
1, Z'k.
Tunberg, S. Sveriges
medeltidskällor 14, {56.
T Upper, Fr. Exeter
bock 16, H2'^,2. Chau-
cerl6, H-^^ Pardoner's
Tavern 16, \53.
porsteinsson, H. Sy-
slumannasefir 14, 307.
Uhl,W.Winiliod6, \5,7.
17, ^29.
Uhland. Briefwechsel
1, 92.
Uhlenbeck,C. C. Bas-
kisch und Indogerma-
nisch3,78. rec. 18,58,2.
Uhlirz, M. Petrus von
Dresden 20, 2^2.
Uhlmann, J. Görres
1,23.
Ulbrich, H. Zu Krü-
gers sjoionymik 15, \\5.
Ulm, D. Joh. Hartlieb
7, ^26. 9, 35.
Ulrich, 0. Beaumonts
dramen 16, 202.
Umbreit, E,. Arbeiter-
liederbuch 17, 97.
Unwerth, AV. v. Mogk
1, 62. Namengebung
1, ^07. Schlesische ma.
(13)10, 73. As.hirll,^.
Nord. ortsnamenfor-
schung 14, WS. Odinn
und Rota 14, 2'^B. To-
tenkult u. Odinnver-
ehruug 14, 2'^9. Osta-
cia und Kära 18, 79.
Regnerus nnd Ulvilda
18, \\0. rec. 7, ^0'^:,30.
(14) 10, 93. 18, 85,8.
Uppström, A. Indo-
europeiska och semi-
tiska spraken 3, 7^.
Usbeck, C. Namen in
Niederzwehren 8, 50.
Ussing, H. rec. 14, 2'^9.
29'J;. 305.
Utsch, F.W. Jäger aus
Kur pf alz 17, ^t^.
Tacandard, E. La vie
de s. Genevieve20, \5\.
Valk, J. V. d. Brief van
Marnix 12, 68.
Valkhoff,P. rec. 12, 69.
Vangensten, 0. C. L.
Leonardo da Vinci og
fonetiken 3, U•
Vanman, H. rec. 20,
298, \5.
Vasters, P. Jupiter-
pfeiler 2, ^^1^6.
Vatasso, M. Codices
Vaticani latini 20, \0.
Veit, F. Ahd. a und e
in der mda. von Ost-
dorf (14) 10, ^5.
Veiten, R. Gesell-
schaftslied 9, ^38.
Vercoulie, J. Jakken
en jassen (usw.) 12, 32.
Verdam, J. Mnl. wtb.
12, 26. Het ndl. wdb.
12, 28. Spiegel smen-
schen behondenisse 12,
56.
Verdeyen,R. Tondalus
12, 53.
Verger, A. Vie de s.
Fran9ois d'Assise 20,
Verrall, A. W. Lec-
turesonDrydenl6, 232.
Verwey, A. rec. 12, 69.
Vetsch, J. Schweize-
risches idiotikon (13)
10, H2. (14) 10, 7.
Vetter, F. Tegernseer
antichrist 7, U7. Pre-
digten Taulers 7, \5'\,'i(.
Manuel 9, 98. Lautver-
wachsung und laut-
abtrennung (13) 10, {<{.
Tegernseerspiel20,\96.
Viebacher, A. Deutsche
Benediktinerregel 20,
;o^.
Vietor, W. Kongreß für
experimentelle phone-
tik 3, \2. Elemente der
phonetik^ 3, 27.
Villari, P. Storia, poli-
tica e istruzione 20, 20 \ .
Vincent, A. Hadewige
12, ^7.
Viollier, D. Untumu-
lus de l'äge du fer
2, 72. Deux tumuli k
Uerzlikon 2, 73. Les
Ceites 2, 77.
Virchüw, H. Unter-
kiefer von Ehringsdorf
2,37.
V i V e 1 1,C. Guido d' Arezzo
20, ^58.
Vitzetelly, F. H. De-
velopment of dictio-
nary 15, u.
Vogels, H. rec. 20, ^3.
H03.
Vogt, E. Drohbrief 7,
U9. Mainz u. Hessen
7, ^^7.
200
Autorjüregister.
Vogt, F. MSF. 7, 30.
Weihnachtspiele 17,
\hO.
Vogt, W.H. Fünfgesch,
aus (1. westl. Nordland
14, 2;3a. rec. 14, 238.
Voigt, A. Brandes 1, T.
Völker, K. Beforma-
tionsgeschichte 9, 58.
Vollmer, F. Bibelge-
schichte 7, ^^,0. Adam-
buch 7, \5^,\. Histo-
rieubibeln 9, ^Oa.
Vollmer, Vera, triuive
und staete 7, I8.
Vollmers, F. Di-acontii
delaudibus dei 20, \3^.
Vollschwitz, J. Frau
von der Weißenburg
17, 58. 18. ^05.
Vooys,C. G. N.de. All-
gemeen beschaafd 12, 8.
Anglicismen 12, \5.rec.
12, 59. ^5. 53. 54;. 62.
65. 69.
Voretzsch, K. Eefor-
mationsschauspiel 9,
\\6.
Vos, B. J. rec. 7, ^o*,^o.
V 0 ß 1 e r , K. System der
grpmmatik B, ^7.
Vouga, P. La Teno 2, 75.
Voynich,Wiefrid. Eng-
lish literature 16, ^8.
Vreese, W. de. Die
ouüt wijsman 9, 7. Ka-
lenders 12, 29. Lied
des 16. jahrhs. 12, 6^
Vries, Harm. de. Mar-
lowe's Doctor Faustus
16, 258.
Vries, W. de. Typen
der mededeeling 12, 9.
Etyai. aant. 12, 33.
Wackerneil, J.E. Dand-
1er 17, 6. rec. 9, \52.
Wadstein, E. Eriksgata
14, 69. Biika och Björ-
köarätt 14, ^37.
Wagen in gen, J. van.
rec. 20, 298, {.
Wagner, A.M. lö.jahrh.
9, 2. rec. 8, 29. 96,';.
9. ^52.
AVagner, E. Prähist.
gräberfeld 2, 6^. Ala-
mannische gräber2, {7\.
Wagner, F. Namen-
gebung 7, 32.
Wagner, R. Suffix des
Superlativs 3, 170. Deut-
.=;cho spräche 5, 2.
W ahm er, E. Spracher-
lernung und Sprach-
wissenschaft 3, 33.
Walde,A. rec. 3, 90. [0^.
Wallace, Ch. W. First
London theatre 16, a;3.
Wallensköld, A. rec.
18, 101,5.
Waller, A. R. English
literature 16, ^.
Wallner, A. Thomas
von Britannien 7, 6^
Böse frp.u 7, 85. rec.
7, 33,^. -^4,2. [0^,\^.
Walsch, A. Präf. ge-
b. K. v. Würzburg 7,
^o^,^7.
W a 1 1 e r , J. von. Luther
9,81.
Walter, K. Liederblatt
17, 9'^-
Walter,M. Armeelieder-
buch 17, \2\.
Walz, J. A. ReilS, ^02.
Walzel, 0. Goethe und
die Schlegel 1,76. Caro-
line und Bettine 1, 82.
Kunst der prosa 8, 23.
Warburg, K. Svensk
litteraturhist. 14, 233.
Ward, A. W. English
literature 16, ^.
Warren, F. M. Roland
miracle 16, ^70. rec.
20, 298,7.
Waschnitius,V. Perht,
Holdais, 27. rec. 2, U6.
Wassen, E. Germ, n-
deklination 3, \2<).
Waterhouse, G. Lite-
rary relations 16, 7'^.
Waters, F. Glocken-
inschriften 17, ^74.
Wawra, F. rec. 15, 62.
Weatherley, C. Dic-
tionary 15, \o.
Weber, F. Liederbuch
17, ^22.
Weber, J. Volkslied 17,
29.
Webinger, A. rec. 17,
\2<).
Werk, H. Sprache im
deutschen recht 8, 1^3.
Weekley,E. Romance
of names 15, 20. Ety-
mologies 15, 28.
Weeks, R. Bibliogra-
phie 3. 2.
Wegner, 0. Reimwör-
terbuch 5B,43. 7, 82.
Wehrhan, K. Volks-
lied 17, 22. rec. 17, 28.
37. 129.
Wehrmann, M. rec.
1, \57.
Weidenmüller, Otto.
rec. 3, 82.
Weidling,F. Schaiden-
reisser 9, ;52.
Weidmann, K. Fi-
scharts wortschatz8.36.
Weigand, Hirt. Deut-
sches Wörterbuch 8,
96,1-
Weihrauch, M. rec.
3, 33.
Weik, F. Fremdwörter
in der ma. von Rhein-
bischof sheim (13) 10, 20.
Kinderreime usw. aus
Rheinbischof sheim (^ 1 4)
10, 25. 17, ^83.
Weilen, A. v. rec. 9,
^52. 20, 298,6.
W ei man, Th. Jan v.
d. Noot 12, 58.
Weinkopf, E. rec. (13)
10, 29.
Weise,G. Die Sebastian-
kirche 2, (69.
Weise, O. Literaturbe-
richt 3, 4. Mundart-
liches im jähre 1912
(13) 10, 2. Mundart-
liches bei Goethe (13)
10, 7- Niederdeutsches
in Thüringen(14) 10,7^^.
Das niederdeutsche 11,
6. Streckformen 11, ^o.
Vogt — Wilmart.
201
rec. 8, ö. 20, ^ 29. 0:2.
56,2. 5. 108,1. (13)10,38.
85. (14)10,31. "ö.
Weisleder, Otto. Kg.
Eother 7, 80.
Weiß, J. rec. 2, ^80.
Weiß, K. Vom reim
und refrain 5B,39.
Weißbrodt, Ernst.
Ndd.-lat. glossen 11, ^ ^.
Weißenberg, S. Die
Klesmersprache (13) 10,
8^.
Weitnauer, K. rec. 3,
28. 7\. 15, 77.
Weiland er, E. Partikel
ab 7, 5,5. Om ellips i
svenska sjönamn 14,
;38.
Well er, A. Frühmhd.
Genesis 7, 50.
Wels, K. H. Wimpfen
17, 80.
Welschen, E. Le con-
cept de personne selon
s. Thomas 20, 256.
Welt er, J. Tb. Un re-
cueil d'exempla 20, 23.
Le specuium laicorum
20, 25^.
Weltzien, O. Aus nd.
liederbornen 11, 52.
Reuters freundeskreis
11,68. Kasper-Ohm 11,
70. Brinckmanbuchll,
Wendland, P. Frdr.
Leo 1, 5/^;.
Wendt, G. Engl. Syn-
tax II 15, 89. \\\.
Wentzcke, P. Görres
1,25.
Wenz,G. Die Fridpjöfs-
saga übertr. 14, 2^2.
WenZjS. Triererzauber-
nagel2, \'^2. rec. 2, ^ 30.
Wenzer, G. Th. Fon-
tane 8, 26.
Werckmeister, W.
Wandervogel 17, 92.
Lautenlied 17, 93.
Werner,H. Litertg,5,59.
AVerner, J. Satyrischer
rhythmus des 13. jhs.
20, 230. rec. 20, 2\<{.
Wernicke, S. Sachs 9,
U3.
W e r t h , E . Magdalenien
am Bodensee 2, 32.
W er th, G. Uferterrassen
des Bodensees 2, 33.
Wessen, E. Germ, n-
deklination 14, \Tk.
Weston, JessieL. Eng-
lish poems 16. ;50.
Weyh, Wilh. rec. 3, 7^.
Weyman, C. Sprich-
wörter 17, ^85. Lese-
früchte 20, 2ik. — rec.
15, 27. 28. 20, 2\. 38.
39. 65. 85. ^6^ 2]i5.
239. 2984.
Weynand, E. rec.2, ^29.
Weyrauch, M. Unter-
richt in den neueren
sprachen 1, ^27. rec.
15, ^9.
White, A. B. Parlia-
mentum 15, 28. 20, d^k-
Wibbe. Gesellschafts-
spiel 17, 20^.
Wichmann, L. rec. 3,
Wiegand, F. Vilmar
1,9^.
Wiegers, Fr. Diluvial-
mensch 2, 23. 2^. Dilu-
viale kunst 2, 25. Dilu-
vialfundstätten 2, 39.
Wiegler, P. Weltlit.
3, ^88,7.
Wielaiidt,E. Spottlied
17, 8CI..
Wieneke, E. Carol. u.
Dor. Schlegel 1, 8^.
Wiener, L. Philological
fallacies 4, ^5.
Wieners, E. Metrik d.
codex Junius 15, U8.
Cod. Junius XL 16, 2\.
Wies er, K. Jägerlied
17, 29.
Wiesotzky, Br. Buch
d. rügen 7, {O'k,^-
Wiget, W. Schweize-
risches Idiotikon (13)
10, {2.
Wijk, N. van. Ameise
3, \03.
Wigström, E. Folktro
18, '^9-
Wiklund,K.B.Urnord.
ortnamn 14, 139.
Wilcke, G. Steinerne
armschutzplatte 2, ^02.
Gräberfeld in Wil-
helmshöhe 2, ^09.
Wilcke, M. Fundeaus
provinzialrömischer
zeit 2, ^52.
Wilde, A. Sounds and
sigus 15, 70.
Wildhagen, K. Psal-
terium Eomanum 1,
U2. 16, \5,\5. uo. rec.
15, 88. \\\.
Wildmann. F. E. rec.
3, 188,^.
Wilhelm, Fr. Drel-
königslegende 7, \o.
18, 96. 20, ^9^ Deut-
sche prosa 7, ^^2. Medi-
zinisches 7, 1^3. St.Lam-
brechter gebete 7, ^25.
Urkunden 7, \38. Ser-
vatus 12, 4; 2. Rhyth-
mus 20, ^82.
Wilke, E. Deutsche
Wortkunde 8, 87.
Wilken, E. Pros. Edda
14, 238.
Willecke, Frz. Donel-
dey 11, 72.
Wille, J. Gottfried Nad-
1er (14) 10, '^s.
W^illiams, C. A. Wil-
helmuslied 12, 60.
Williams,©. T. aiund
ei in middle Scotch 15,
63.
Williams, T. H. P.
WelshandBriton 15,58.
Williams, W. H. 'Pa-
lamon and Arcite' 16,
Wilm, Elise. Sprach-
vergleichein derschule
3, 82.
Wilmart, A. Benedic-
tiones Eobbienses 20,
58. Version latine de
la vie de s. Antoine
20,77. Le commentaire
sur les psaumes 20, 23 1 .
202
^\' i 1 s e r , L. Germanen
2, \\8. Brakteat von
Grumpan 19A,56.
Wilson, F. P. rec. 16,
:2,5.
Wilson, J. Dialect of
New Forest. 15, 5^.
Wim m e r,L.F. A. Danske
runemindesma^rker
19A,57.
Winkel, J. te. Out-
wikkelingsgang 12, 36.
De kwakzalver op ons
tooneel 12, -^^
Winkler. Tugendlehre
des hl. Thomas 20, 259.
Sage von Hero u. Lean-
der 20, \60.
Winstantley, Lilian.
E. Spenser 16, ZT-^.
Winter, G. rec. \, 28.
Wippermann, F. Eng-
lisch und plattdeutsch
11, 3.
Wirl, Jul. Orpheus 16,
72,2.
Wirth,A. Rasse u. Volk
2,3.
Wirth, A. Schottisch-
engl.volksballadel6,57.
Tod u. grab 17, \36.
Wirth, H. F. Nid. Volks-
lied 17, ^3o.
Wisser, W. Plattdeut-
deutsche märchen 18,
\30.
Wißkott, E. Lieder 17,
105.
Wissowa.G. rec. 3, lOfi^.
Witt, A. Volksrätsel 17,
203.
Witt, W. de. Croissant
16,206. Volkslied 17,29.
Witte, H. Nationali-
tätenforschung 2, ^65.
rec.2, ^29. 3, ^56. 8,5^^,2.
(14)10,U.
Wix, Hans. Westf. dia-
lektgeogr. 11, 27.
Wodick. W. Jakob
Ayrers dramen 16, 75,2.
Wohlenberg,G. P.seu-
docyprianische Schrift
20, 220.
Autorenregister.
Wohlers, R. Wander-
vogel 17, 8.
Wolf, J. Musikgeschich-
te 5B,\o.
Wolff, Eug. Aus der
hs. des Quickborn 11,
63a.
Wolff, E. rec- 2, {60.
16, 75,\.
Wolff, G. rec. 2, ^07.
129.
Wolff, Joh. Siebenbür-
gisch-sächsisches Wör-
terbuch (13j 10, 6 ^
Wolff, K. F. Urheimat
der Idg. 3, ^06.
Wolff, L. S. Greek ro-
mances 16, 75,3.
Wolkan,R. Wyle7, \53.
9, ^'^8. 20, 297.
Wolters, Fr. Hymnen
und Sequenzen 20, ^9.
Wolthuis, J. Amster-
damer woorden 12, \6.
\7.
Wood, F. A. Etymolo-
gical notes 3, ^5^. Ger-
manic etymologies 3,
^52. ^53. 6, 5. Hilde-
brandslied 6, 23. Pa-
rallel formations 15, 88.
Wrangel, E. Staffan
stalledräng 14, 23'^.
Wrede, A. Historischer
Kölner Sprachschatz
(14) 10, 72. Kokein (14)
10, 3. rec. (13) 10, 85.
17, 189.
Wrede, F. Hessen-
Nassauisches Wörter-
buch 1, ^03. (14) 10, 5ik-
Deutsche dialektgeo-
graphie (13), 10, Qf^.
AVright, E. M. Rustic
Speech 15, ^<).
Wright, Th. British
hymn-writers 16, 33.
Wulff, F. A. Svensk
ordhi.sta 14, ^^9. Un-
danhällna ords behand-
ling 14, ^85.
Wunderlich, H. Deut-
sches Wörterbuch 1 , ^ 0 3 .
D. W. 4. bd., 1. abt.,
4. teil, 3. lief. 8, 91.
(14)10,76.
Wurdack, K. Marterln
17, \68.
Würschmidt, J. Diet-
rich v. Freiberg 20, ^29.
Wurth, L, rec. 3, 32.
Wüst,P. Lilie 7, \0'^,\8.
Wustmann, R. W. v.
d. Vogel weide 7, ^6,5.
Wutz, 0. Onomastica
Sacra 20, ^62.
Wyatt, A. J. Beowulf
16, 97. English riddles
16, \2%\.
Wyczoikowska, A.
Mechanism of speech
3,3^.
Wyld, H. C. History
of English 15, 37. rec.
15, 77.
Wyneken,F. A. Ewald
Flügel 1, ^6.
Wyplel, L. Wirklich-
keit und spräche 3, 32.
rec. 3, 71.
y o u n g , K. Easter Play
7, 25.
Young, W. T. English
literature 16, 5.
Ysenburg, F. W. zu.
Nationalhymne 17, H26.
Yvon, H. rec. 3, 60.
Zachrissen, R. E. Eng-
lish place-names 1 5, 3'^a.
Early English and
French grammars 15,
^^7. Northern English
15, 56. Engl, vowels
15, 6-^.
Zack, V. Volkslied 17,
23.
Zahn, J. Kirchenge-
sänge 9, 5'^.
Zak, A. De b. Gode-
scalco 20, \5H.
Zanetto, Fr. Introdu-
zione allo studio di lett.
3, 187.
Wilser— Zwierzina.
203
Zaunert, P. Märchen
seit Grimm 18, \26.
Zeiger. Grammatische
bezeichnungen 3. 67.
Zeitlin, J. rec. 15, Ul-
Zeller, J. Speratus 9.
\26.
Zenke, W. Verb im
Orrmulum 15, \{\.
Zibermayr, J. Niko-
laus 20, 280.
Ziehen, Th. rec. 3, l^ö.
Ziesemer, W. Preuß.
wörterbuchl, \03. 11,^5.
Marien burger kon-
ventsbuch 7, I50. rec.
7, ^0'^,3. 17, ^29.
Zilcken, F. Ludw. Salo-
mon 1, 69.
Ziliotti, B. Cultura di
Trieste e dell' Istria
20, 277.
Zimmermann, Fr. Clau-
dianus Mamertus 20,
U9-
Zimmermann, P. Uni-
versität Helmstedt 1,
\33.
Zimmermann, W.
Pflanzennamen 8, 55.
(14), 10, 2^^. rec. 8, 56,2.
(14) 10, 'k.
Zingerle, O. v. Frei-
danks grabmal 7, 92.
Zink, Th. Pfälzer ap-
pellativnamen (1^) 10,
'k'k-
Zoder, R. Anordnung
17, ^8.
Zopf , L. Margar. Ebner
7, ^2o.
Zuccharelli,D. II Pro-
blema cristeriologico
20, \55.
Zwierzina, K. Lupoid
Homburg 7, {{0.
Sachregister.
A.
Abbo Floriacensis 20, 33.
Aelfric 16, 95.
Akademie der Wissen-
schaften Wien 1, ^29.
Alberus E. 9, \o.
Allgemeiner deutscher
Sprachverein \, ^22.
Alliteration als kunst-
form im Volks- und
spielmannsepos 5B,50.
Altjungfernschicksal 18,
57.
Alvarius Pelagius 20, 56.
Amerik. dialekte 15, 52.
Andree 1, 2.
Augeis. dichter 14, \^.
Apollinarius Sidonius 20,
24-.
Arme Heinrichsage 18,
98 f.
Arnam. haandskrift 81a
fol. 14, 258.
Arnim 1, 5.
Artus 18, 86 f.
Ausonius 20, 25.
Aussprache, nhd. 8, i ff.
B.
Balladen, engl. 16, 55 ff.
Bayrische märchen 18,
129.
Beauchet 1, 4.
Bedeutungslehre, nordi-
sche 14, 54 ff.
Beowulf 16, 96 ff.
Berlinische gesellschaft
für deutsche spräche
1, 121.
Berufs- u. fachsprache im
nordischen 14, 66 ff.
Bibel. 20, \ö—\7.
Bibliographie, engl. 16,
Bibliographie, nordische
14, 36 — 55.
Biographie 1, ^ ff.
Biographie, nordische 14,
Blaurer, A. 9, u.
Bonde, C. Carlsson 14, \.
Brahm 1, 5. \on.
Brandes 1, 7.
Brant S. 9, \2.
Brief, mhd. 7, ^9.
Bronzezeit 2, 60 ff.
Brunner, Heinr. 1, s.
Bucer, M. 9, ;5.
C.
Carmen Winrici 20, 25.
Catechismo, Dar klöane
C. vor de Siben Ka-
meün (14) 10, ^^2.
Cederschiöld 1, 9. ^05.
Chaucer 16, t38 ff.
Chaucer, C. Canterbury
tales 16, ^^9 ff.
Clara S. 20, 62.
Columbus S. 14, 9.
D.
Dahn 1, ;o.
Dämonische wesen 18,
21 ff.
Dekker, Thom. Satiro-
mastix 16, 251,^.
Denkmäler ae. 16, 9; ff.
Denkmäler, me. 16, ^29 ff.
Denkmäler, ne. 16, [<)n ff.
Deutsche (Dialektgeogra-
phie (13) 10, 6\.
Deutsche erziehung 1 , \ 2 3.
Deutsche kommission 1,
^03.
Deutsche philologen und
Schulmänner 1, ^^6.
Deutsche texte des mittel-
alters 1, )[03.
Deutscher germanisten-
verband 1, ^2';^.
Deutscher Unterricht 1,
^25.
Deutsches Wörterbuch 1,
103. 8, 9^
Deutsche Volkskunde aus
dem östlichen Böhmen
(13) 10, 77.
Dichtung, lateinische 20,
20—29.
Dietrichssage 18, 77 ff.
Dilthey 1, \2. ^06.
Diplomat, norwegicum
14, 3\0.
Diplomat, islandicum 14,
309.
Drama, engl. 16, 39 ff.
^68ff. 2u ff.
Drama, mhd, 7, 20 ff.
33,U- U^ff-
Dryden, J. 16, 23'^.
Dürer, A. 9, ^6.
E.
Ebert 1, \n.
Eck, J. 9, [7.
Eckhart 7, 12^ f.
Eddalieder 14, 195— ^ 99-
Engl, etymologien 15, 28.
29.
Engl, flexion 15, 65. 66.
79— S'^. 86—88.
Abbo Floriacensis — Literaturgescliichte, nordische.
201
Engl, dialekte 15,'»;9— 5 ^.
53—55. 57. 58.
Engl, namenforscliung
15, 30—35.
Engl, orthoepisten 15,
Engl.lautlelirel5, 59 — 6".
69—77.
Engl, lexikalische artikel
15, 28. 29.
Engl.metrikl5, \;7— ^25.
Engl, phonetik 15, 68.
71—75. 77.
Engl. Schrift 15, 7 ^. 77.
Engl. Schriftsprache 15,
56.
Engl. Sprachgeschichte
15, {. 2. 3. 36. 37. 38.
39. '^O. tky. "^2.
Engl. Stilistik 15, UZ-
Engl. Syntax 15, 89— \\\.
Engl, synonjnnik 15, \\2.
U3- U5.
Engl. Wortbildung 15, 78.
85. 88.
Engl. Wörterbücher 15,
Engl. Wortforschung 15,
20—28.
Epos, mhd. 7, '^s ff.
Etymologie, nordische 14,
7-^ ff.
Euagrius von Antiochia
20, 69.
Eulenspiegel 9, \8
Ewiger Jude 9, \%
F.
Fabri, F. 9, 20.
Faustbach 9, 2^.
Feste 18, -^3 ff.
Fischer, Kuno 1, 15.
Flügel, Ewald 1, ^6.
Flugschriften 9, 27.
FluJÖnamen, ostgerm. 4,
12.
Fomaldarsaga 14, 2^0 ff.
Förstemann 1, U-
Franck, Joh. 1, \6. \05.
Fremd- und lehnwörter
im Nordischen 14, 8'^ff.
Freytag, Gust. 1, \9.
Friedii ch-Wilhelms-
gymnasium Trier ^ , ; 3 7 .
G.
Gebete 7, 37. 123.
Gelehrtes altisl. Schrift-
tum 14, 2\1(.
Gen6e 1, 2\.
Gengenbach, P. 9, 5X.
Germanen 2, U^Ö.
Glossen, ahd. 6, 19 ff.
Glossen, ae. 16, uo — \\\-
Goedeke 1, 22.
Görres 1, 23.
Gotisch 4, \ ff.
Götter 18, 28 ff.
Götter- und heldensage
14, 2'15 ff.
Gottfried v. Straßburg
7, 51 ff.
Gottsched 1, 27.
Gral 18, 88 f.
Grammatik, nordische 14,
157-159.
Grammatik, deutsche 5,
Iff.
Grammatik, ahd. 6, 1 ff.
Grammatik, mhd. 7, 1 ff.
Grammatik, nhd. 8, 6 ff.
Gregorius Dialogos 20,21.
Grimm, Jak. 1, 29.
Gröber 1, 30.
Grosch, J. 9, 32.
H.
Hallstattzeit 2, 68 ff.
Hamelmann, H. 9, 33.
Handschriften, mhd. 7,
S'^ff.
Handschriften 20, 1—12.
Harff, A. v. 9, 31.
Harnack, Otto 1, 31.
Hartlieb, J. 9, 35.
Hartmann v. Aue 7, 56 ff.
Hasentödter, J. 9, 38.
Hehn 1, 32.
Herder 1, 33.
Hermann von Schilditz
20, 56.
Hessen-nassauisches Wör-
terbuch 1, 103.
Hildebrand, Eud. 1, 3^.
Hillebrandt, Alfr. 1, 35.
107.
Hildebrandslied 6, 23.
Historie von vier kauf-
männern 9, 39-
Höfer, Paul 1, 36.
Höfler 1, 38.
Hohenlohe, S. v. 9, 10.
Holder-Egger 1, 39,
Hörttner, J. 9, H.
Hubert 9, 12.
Hubmaier, B. 9, 13.
Humanismus 20, 268 —
297.
Humboldt 1, 10. 108.
Hütten, U. V. 9,11.
Hymnologie 20, 18. 19.
J.
Jonson, Ben 16, 216 ff.
251,1. 3.1.
Justi 1, 12.
K.
Karlstadt 9, 16.
Keller, Jul. 1, 15. 109.
Kettner 1, n.
Kirchenlied 9, 17.
Kluge, Frdr. 1, 15. uo.
Kluge, Herrn. 1, 16.
Konrad von Megenberg
20, 56.
Konungasaga 14, 205 ff.
Kritik, lit. 16, 78—80.
Kulturgeschichtliches 16,
81 ff.
Kulturgeschichte, nordi-
sche 14, 291 ff.
Kurz, Herrn. 1, 17.
Kurzmann, A. 9, 55.
L.
Lagarde 1, 18.
Laiebuch 9, 56.
Latenezeit 2, 75 ff.
Lautlehre, nordische 14,
160-171.
Lazarus, Mor. 1, 19.
Leibniz 1, 50. m.
Legenden, mhd. 7, 8 ff.
Leo, Frdr. 1, 52.
Lichtenberger, 1, 55.
Liliencron, ßoch. v. 1, 56.
Literaturgeschichte, dä-
nische 14, 235 ff.
Literaturgeschichte, eng
lische 16, 1 ff.
Literaturgeschichte, la-
teinische 20, 38 — 59.
Literaturgeschichte,
mhd. 7, 6 ff.
206
Sachregister.
Literaturgeschichte, nor-
dische 14, ^95 ff.
Literaturgeschichte,
schwedische 14, 217 ff.
Ludwig, Alfr. 1, 57.
Luisenstädt. gymnasium
Berlin 1. \56.
Lundstedt.Bernhärd 14,2.
Luther, Martin 9, 58 ff.
L^-rik, engl. 16, 28 ff.
M.
Manuel, N. 9, 98.
Mariendichtung 9, 5.
Mario we 16, 252 ff.
Mathesius J. 9, 99.
Melanchthon 9, ^00.
Metrik 5B,9 — äx.
Meyer, Ernst 1, 58.
Meyer, E. 14, 3.
Meyer, Eich. M. 1, 59.
Minnesang, mhd. 7, \6t.
33,8. 39. \0ö ff.
Minor 1, 60.
Mittelalter, frühes 2, ^ 58ff .
Mittellatein 20, 1—277.:
Modern language asso-
ciation America 1, \20.
Moe, J. M. 14, ik.
Mogk 1, 62.
Morsbach 1, 63. \\2.
Morsheim, J. v. 9, ^c^.
Müller, Mich. 1, 6^.
Mülverstedt, G-. A.v. 1,65.
Mundarten, nordische 14,
186—195.
Mumer, Th. 9, {05.
Musikgeschichte des mit-
telalters 5B,^o.
N.
Namenforschung, deut-
sche 8, 4;6 ff.
Namengebung 7, 32.
Namenkunde, nordische
14, 88 ff.
Naturbetrachtung 7, 50,
33,9.
Naturverehrung 18, ^ 2 ff.
Neolithikum 2, '^e ff.
Neuere sprachen in Nürn-
berg 1, 128.
Neuhohchdeutsche
sprach- und bildungs-
geschichte 1, \03.
Neuphilologen Wien 1,
U9.
Neuphilologentag Bre-
men \\7.
Nibelungenlied 7, 7 ^ ff.
Nibelungensage 18, 68 ff.
Notker 6, 5\,\.
Novellen und schwanke,
mhd. 7, 8^. 85. {0^,16.
23. 27.
0.
Occam, 20. 56.
Oesterreicher, H. 9,^06.
Ortsnamen, deutsche 8,
57 ff.
Ortsnamen 18, 30 ff.
Otfrid 6, 27.
P.
Paläolithikum 2, 2; ff.
Paumgartner, U. 9, ^07.
Personennamen, deutsche
8, ^6 ff.
Personennamen, nordi-
sche 14, 88 — 9^^.
Peter v. Kaiserslautern
20, 56.
Peters, Ign. 1, 66.
Petursson, Hallgrimur
14,8.
Predigt 9, 4^.
Preußisches Wörterbuch
1, ;o3.
Prosa, mhd. 7, 26. ^2. U9.
Privatgebet 9, 6.
Psalmen, ae.l6, \ ^'^ — ^5.
Psotiusakten 20, 2'{.
Puschmann, A. 9, ^08.
B.
Balph Doister B.oister
16, 227.
Eätsel, mhd. 7, ^7.
Rätsel, ae. 16, {\6 ff.
Eechtschreibung, nhd.
8,1 ff.
Eechtsgeschichte, nordi-
sche 14, 308.
Eheinisches Wörterbuch
1, 103.
Eiehl, Bert. 1, 67.
Eoman, engl. 16, 36 — 37.
Eömisch-germanlsches 2,
129 ff.
Roß, Hans 14, 5.
Rübezahl 18, ^09 ff.
Eüedeger 18, 75 f.
Runius 14, ^o.
Rutzsche theorie 5B,30 —
5<k. 36.
s,
Sach, Aug. 1, 68.
Sachs, H. 9, H09.
Saga, altnord. 14, 203 ff.
Salomon, Ludw. 1, 69.
Sammelwerke, lateini-
sche 20, 55—59.
Sattler, M. 9, U5.
Satzbildung, nordische
14, ^78 ff'.
Satzton,nordischerl4,^85.
Schauspiel des 16. jahrh.
9, US.
Scheffel, Jos. 1, \{. 70.
Scheffel 1, 72.
Schmeltzl, W. 9, U8.
Schmidt, Erich 1, 85.
Schönbach, A. E. v. 1, 6^.
Schriftkunde 19B,^— 2.
Schriftsprache, nhd. 8,
29 ff.
Schuchardt, Hugo 1, 85.
Schwab, Gust. 1, 86.
Schwäbisches Wörter-
buch (13) 10,22. (14)10,
Schwanke, mhd.
Schweizerisches Idioti-
kon (13) 10, ; 2. (14)10, 7.
Schwenkfeld D. 9, U9.
Seelenglaube 18, ;7ff.
Seifriedslied 9, ^20.
Sequentiar, deutsches des
12. jahrhs. öB,'^'^,
Seuse 7, ^33f.
Siebenbürgisch - sächsi-
sches Wörterbuch (13)
10, 6^.
Skar, Job. 14, 6.
Spangenberg C. und W.
9, ^22.
Sparre, E. 14, 7.
Spenser 16, 273 ff.
Speratus, P. 9, ^26.
Sprachgeschichte, nordi-
sche 14, 150 ff.
Sprachliches 20, 30—37.
Litcraturgescliiclite, nordische — Zwingli.
207
Sprechen, singen, musik
5B,\3.
Spreng, J. 9, \27.
Stammbilduug, nordi-
sche 14, (72 — ^7'^.
Standessprachen 8, '^o ff.
Steinhöwel, H. 9, 128.
Stil, mhd. 7,63. lO'^,'^. \5i{.
Stilistik, nhd. 8, 2 ( ff.
Stumpf 9, ^30.
Sturlunga.saga 14, 238.
Suphan, Bernh. 1, 87.
T.
Tappe, E. 9, ^3^.
Theatergeschichte, engl.
16, 50 ff.
Theodoricus 20, 25.
Thomsen, Vilh. 1,88. {\5.
Tischzucht 7, 33,7. 9, 7.
Tieck 1, 89-
Tier- u. flanzennamen im
nordischenl4, ^^; ^ — \ ^^s.
Tillväxten (Statenshisto-
riska Museum) 1911,
1913 19A,33.
Tolff sibyllers spädomar
14, 273.
Torp, Alf 1,9^ u^-
Tristan 18, 90 ff.
U.
IJhland 1, 92.
ülfila 4, 3. ^.
Universität Basel 1, ^30.
Heidelbergl ,{5[. Helm-
stedt 1, (35. Zürich
1, (35.
Universität und schule
1, {26.
Unterricht in d. neueren
sprachen sprachen 1,
(27.
Urgeschichte und alter-
tumskunde, nordische
14, 275 ff.
Urkunden 7, (38 ff.
V.
Versammlungsberichte,
vorgesch. 2, 7 ff.
Verslehre, nordische 14,
239— 2'^'1:.
Verwaltungsgeschichte,
nordische 14, 307.
Vilmar 1, 93.
Vita s. Genovefae 20, 2^^.
Vogel, J. 9, (32.
Völker- und Ortsnamen,
im nordischen 14,
95— (40.
Voiksepos, mhd. 7, (2 ff.
53,4.
Volkskunde, nordischel4,
257 ff.
Volkslied 7, (9. no. (08.
Volkslied, nordisches 14,
250—256.
Vorgeschichte 2, ( &.
W,
Wagner Volksbuch 9, (33.
Walther, Chr. 1, 95.
Walthersage 18, 66 f.
Walther v. d. Vogelweide
7, U2ff.
Wandelbert, Martyrolo-
gium 20, 25.
Wassersagen 18, (08.
Watt, B. V. 9, (3^^.
Webster 16, 286 ff.
Weisse, M. 9, (55.
Weitbrecht, Eich. 1, 96.
Weltliches lied des 16. jh.
9, (36.
Wickram, J. 9, c^s.
Wielaudausgabe 1, I03.
Wild, S. 9, (45.
Wilmanns, Wilh. 1, 97.
Windisch, Ernst 1,98. ((5.
Winterfeld, P. v. 1, 99.
Witzel, G. 9, (46.
Wolfram v. Eschenbach
7, 97 ff.
Wortbeugung, nordische
14, (75— (77.
Wörterbücher,nhd. 8,9 (ff.
Wörterbücher nordi-
scher sprachen 14, 54 ff.
Wortforschung aud. 6,
4 ff. mhd. 7, 2 ff.
Wortforschung, nhd. 8,
85 ff.
Wortforschung, nordi-
sche 14, 74 ff.
Wülfing, E. 1, (00.
Wyle,N.v. 9,(48.20,297.
Z.
Zauber 18, 8 ff.
Zaubersprüche, ahd. und
mhd. 6, 30. 7, ((5.
Zeitschriften, nordische
14, (3 ff.
Zeitschriften, vorgesch.
2, 7 ff.
Zeitschrift für deutsche
mundarten (13) 10, (.
(14) 10, (.
Zeumer Karl 1, (0(.
Zingerie, O. v. 1, (02.
Zwingli, H. 9, (49.
aBBesuBB * BCBBAim, Liaetia.
Terlag von 0. B. Reisland in Leipzig.
Soeben erschienen:
Die
Geschichte der Erziehung
in soziologischer nnd geistes-
gescMchtlicher Beleuchtung.
Von
Dr, Psiul Barth,
». 0. Professor der Philosophie und der Pädagogik an der Universität
zu Leipzig.
Das Schulwesen ist vielleicht der stärkste
und wirksamste aller sozialen Hebel.
H. Taine.
Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage.
1916. 47 Vj Bogen. Preis M. 12.—, geb. M. 13.50.
Der Wert des Lebens.
Eine Denkerbetrachtung
im Sinne heroischer Lebensauffassung.
Von
Dr. E. Dühring.
Siebente, wiederum durchgearbeitete Auflage.
1916. 32»/4 Bogen gr. 8°. M. 7.—, geb. M. 8.—.
iBtaalt: Aufkomman lebensfeindlicher Weltansichten. — Der Materialismus als bloßei
Fußpunkt höherer humanitärer Lebensschätzung. — Das Leben als Inbegriff von Empftndungei
und Gemütsbewegungen. — Der Verlauf eines Menschenlebens. — Liebe und Geschlechts
leben. — Der Tod. — Die physischen und moralischen Übel — Das Los der Frauen. — Wissens
macht, Einzelschicksal und Denkergesinnung. — Ausgleichung mit der Weltordnung in Ge
sinnung und Tat.
Z Jahresbericht über die
7037 Erscheinungen auf dem
J25 Gebiete der germanischen
Jhgo6 Philologie
PLEASE DO NOT REMOVE
CARDS OR SLIPS FROM THIS POCKET
UNIVERSITY OF TORONTO LIBRARY
f^^'
<y.1^ '->'^ /«^
b^ ^X
^•4